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Unser (T)Raumschiff-Adventskalender

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P6 / Gen
Käpt'n Kork Mr. Spuck Schrotty
01.12.2007
24.12.2007
24
21.481
3
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57 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
01.12.2007 1.326
 
Ein Adventskalender der besonderen Art... Erstellt wurde dieser Kalender bereits im Jahre 2002 und erstveröffentlicht auf einer Maillingliste und im Archiv der TOSTwins, aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, ihn auch hier zu veröffentlichen. Ich hoffe jeden Tag eine neues Kapitel hochladen zu können, wenn RL mir die Gelegenheit dazu lässt Also dann - viel Vergnügen und guten Flug. :-)


Titel:  01 - Auf den Hund gekommen
Autor:  Lady Charena
Serie:  Bullyparade: Unser (T)Raumschiff
Paarung: Käpt'n Kork, Mr. Schpuck, Schrotty, Die Pille
Rating: G, Humor
Beta:   T'Len

Summe: Logbuch des Traumschiffs / Sternzeit 02-12-01: Lady Charena in Vertretung von Käpt'n und Mr. Schpuck: "Fernsehabend an Bord des Schiffes...“

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.



"Ja mei", seufzte Käpt'n Kork zufrieden und nahm noch einen Schluck von der Diätcola. "Der Film ist doch immer wieder schön. Findets ihr des jetzt net au?" Und griff nach der Chipstüte.

"Ich würd' aber lieber im Ersten Titanic sehn", maulte Schrotty. "Einer meiner Vorfahren hat da dran mitgebaut."

Verächtlich rümpfte Mr. Schpuck die Nase. "Im Dritten kommt der Beauty-Ratgeber, von dem verpasse ich keine Folge. Heute geht es drum, wie man Nagelfeilen richtig pflegt und außerdem kommen die neuesten Schönheitstipps." Er tippte nachdrücklich mit der Spitze seiner Nagelfeile auf die vor ihm liegende Programmzeitschrift.

"Kuck' lieber nach, wann im Vierten die Schwarzwaldklinik läuft", brummte Die Pille, die bis eben noch selig vor sich hingeschnarcht hatte und nun von dem Gezanke aufgewacht war. "Man lernt schließlich auch als Arzt nie aus."

"Nichts da! Ja, seids ihr noch ganz dicht?" Kork schnappte sich die Fernbedienung. "Ich will im Zweiten Lassie sehn. Und ich bin der Käpt'n. Basta."

"Aber den haben wir doch schon hundert Mal angesehen", maulte Mr. Schpuck.

"Der ist doch viel zu traurig", wandte Schrotty ein.

"Bin ich etwa Tierarzt?", knurrte Die Pille. "Gib' mir mal die Chips."

"Pah, wenn ihr alle nur was zu meckern habt, dann gucke ich halt in meiner Kabine Lassie." Kork stand auf, wischte sich die Chipsbrösel von der Hose und ging. Oder wollt gehen, denn nach zwei Schritten fiel ihm ein, dass er in seiner Kabine ja überhaupt keinen Fernseher hatte. Den hatte der letzte Käpt'n mitgehen lassen und bisher hatte das Budget keinen neuen hergegeben. Er wandte sich um und setzte sich wieder in seinen Stuhl. "Na gut, ich bleibe. Aber unter Protest. Jemand muss ja schließlich aufpassen, dass nicht wieder einer von euch beim Shoppingkanal landet und die Kreditkarte zum Glühen bringt." Er entriss seinem Bordarzt die Chipstüte. "Ihr wisst, was das letzte Mal beinahe passiert ist. Noch eine singende Klobrille lässt uns das Oberkommando nicht durchgehen."

Er wurde allgemein ignoriert, weil zwischen den drei anderen inzwischen ein Streit über das Programm ausgebrochen war. Dem Käpt'n war das aber ganz recht. Er nahm die Fernbedienung und schaltete um. Lassie hatte gerade angefangen. "Ach ja", seufzte er. "So ein Hundchen hätte ich auch gerne."

* * *
Einige Tage später:

Schrotty kam auf die Brücke gestürzt. "Käpt'n, Käpt'n, gerade hat jemand ein Paket für dich hergebeamt. Und da kommen so komische Geräusche raus."

"Komische Geräusche?", fragte Kork. "Keine Ahnung." Er gähnte. "Lass' es einfach stehen, wo es ist."

"Willst du es nicht auspacken?", fragte Schpuck von seiner Station her neugierig. "Vielleicht ist es was Wichtiges."

"Es ist ein Paket und kein Telegramm", brummelte Die Pille, damit beschäftigt, aus ein paar Zungenspateln und etwas Gips eine schneebedeckte Skihütte zu bauen.

"Ach nö, das eilt sicher nicht", meinte Kork und streckte sich. Dann stand er auf. "Tja, ich bin müde, es war ein langer Tag - ich werde dann mal ins Bett gehen." Er marschierte schnurstracks und ganz munter in den Lift. "Und das ihr mir fei ja schön brav seids", sagte er gerade noch, bevor sich die Lifttüren schlossen.

"Hey, es ist aber doch erst vier Uhr nachmittags. So früh ist er noch nie ins Bett", stellte Mr. Schpuck nach einem Blick auf die Uhr fest. "Vielleicht ist ihm schlecht?"

"Vielleicht ist er krank?", mutmaßte Schrotty

"Vielleicht ist er schwanger", bemerkte Die Pille sarkastisch.

"Ui, echt? Von wem?", fragte Schrotty staunend.

Die Pille ignorierte ihn. "Das ist doch alles Quatsch. Er will uns nicht dabei haben, wenn er das Paket auspackt, das ist alles." Er sprang auf. "Alle Mann mir nach!" Und marschierte zum Lift. Die beiden anderen folgten ihm natürlich.

"Allemann?", fragte Schrotty. "Ich wusste gar nicht, dass hier jemand arbeitet, der so heißt. Ich kenne nur einen Alexand..."

Mr. Schpuck packte ihn am Arm und zog ihn in letzter Sekunde in die Liftkabine.

"Pscht, jetzt ganz leise", wandte Die Pille, als der Lift hielt und die drei Männer ausstiegen. "Sonst hört er uns."

Lautlos - oder fast, denn als Die Pille vor der Tür zum Transporterraum etwas zu plötzlich anhielt, stoppte auch der hinter ihm gehende Schpuck - und Schrotty lief auf ihn auf. Fluchend rieb er sich die Nase.

"Pscht!!!", zischte Die Pille.

Schrotty fluchte schweigend. Schließlich drängte er sich vor und stieß Mr. Schpuck beiseite, um auch einmal in den Transporterraum zu spähen - die Tür stand einen Spalt breit offen. Leider konnte er nicht mehr erkennen als Korks Rücken. Nun kann der zwar bekanntlich auch entzücken, aber wenn man so neugierig war, ist freie Sicht noch viel entzückender. Der Käpt'n kniete vor dem Paket - und schien mit ihm zu sprechen. Schrotty spitzte die Ohren.

"Ist ja gut, mein Kleiner", hörte er Kork murmeln. "Du darfst ja gleich raus."

Die Pille tippte ihm auf die Schulter. "Und?"

"Ich kann nichts sehen", flüsterte Schrotty ohne den Blick abzuwenden. "Aber in dem Paket ist irgend etwas drin, das er gleich rauslassen will. Er spricht mit ihm."

Die Pille und Mr. Schpuck blickten sich ratlos an und zuckten beide mit den Schultern.

Inzwischen sprach Kork weiter mit dem unsichtbaren Paketinhalt. "Dann kriegst du ein feines Fressi-Fressi."

"Es scheint etwas zum Essen zu sein", übersetzte Schrotty, der natürlich nur die Hälfte mitbekam.

"Vielleicht eine Käsesahnetorte?", freute sich Mr. Schpuck.

"Quatsch", beschied Die Pille. "Torten kann man doch nicht als Paket verschicken."

"Und Gassi gehen wir dann auch", fuhr drinnen Kork fort.

"Gassi-gehen will er", soufflierte Schrotty.

"Gassi?", echote Mr. Schpuck.

"Gassi!" Die Pille stieß Schrotty zur Seite. "Lass' mich mal sehen. Der Käpt'n wird sich doch keinen Hund gekauft haben?"

Er konnte nichts genau erkennen, denn Kork kniete noch immer vor dem Paket und Schrotty drängelte von links genauso wie Schpuck von rechts. "Jetzt gebt's doch amal Ruhe", zischte er. Zu spät. Einen Augenblick später purzelten alle drei in den Transporterraum, als Schrotty versehentlich den Öffnungsmechanismus berührte.

Kork fuhr herum. Auf seinem Arm saß ein kleiner, weißer Hund mit vielen, noch viel kleineren, schwarzen Punkten überall. Der wedelte begeistert mit dem Schwanz, hüpfte von Korks Arm, bevor der Käpt'n sich versah und stürzte sich begeistert auf seine neuen Spielkameraden. Kork schüttelte verschnupft den Kopf. "Also Geschmack hat das Zamperl keinen. Und außerdem sah er im Fernsehen irgendwie größer aus. Ich glaub' ich muss gleich amal bei diesem Shoppingsender anrufen. Vielleicht kann ich ihn umtauschen..."

Ende
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