Merry Doug-Mas

GeschichteHumor / P6
Arthur Spooner Carrie Heffernan Deacon Palmer Doug Heffernan Spence Olchin
19.11.2007
19.11.2007
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Titel:  Merry Doug-mas
Autor:  Lady Charena
Serie:  King of Queens
Paarung: Doug, Carrie, Arthur, Spence, Deacon
Rating:  G, Humor
Beta:  T'Len
Summe:  Carrie versucht den Weihnachtsbaum zu schmücken, doch dabei kommt es ständig zu Störungen.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.


Merry Doug-mas
Lady Charena (Dez. 2004)

"Carrie, Kleines, ich bin nicht sicher, ob du weißt, was du da gerade tust." Arthur beäugte kritisch den Weihnachtsbaum, den seine Tochter eben schmückte. "Douglas - dein Mann Douglas - hat ein Problem mit Essen. Und zwar mit jeder Art von Essen. Vor allem mit Schokolade. Und du bist gerade dabei, einen Weihnachtsbaum mit Süßigkeiten zu schmücken. Verstehst du vielleicht, was ich meine?"

"Jetzt mach' aber mal halblang, Dad. Doug hat fest versprochen, dieses Jahr die Finger vom Baum zu lassen. Zumindest bis zum Weihnachtsmorgen." Carrie versuchte den gerissenen Aufhängefaden eines Schokoladenengels wieder zusammen zu knüpfen, doch das viel zu kurze Bändchen schlüpfte ihr immer wieder durch die Finger. Und dann brach dem Engel auch noch der Kopf ab. Frustriert warf sie ihn zurück aufs Sofa, auf dem sich bereits mehrere andere, derangierte Weihnachtsartikel befanden. "Außerdem ist Weihnachten und ich werde mich bestimmt nicht mit Doug wegen so was streiten. Deshalb habe ich die wirklich große, extragroße Packung mit Süßigkeiten gekauft. Sollte er doch davon naschen, hänge ich einfach was neues auf und es wird überhaupt niemandem auffallen. Und wenn Deacon und Kelly vorbeikommen, muss für die Kinder ja auch noch was da sein."

"Nun gut, du musst wissen, was du tust." Arthur schnappte sich den beschädigten Engel und zwinkerte ihm zu. "Na, Süße - wie wär's denn mit uns beiden?", fragte er, während er das buntbedruckte Stanniolpapier abwickelte. "Ich hab' heute Abend noch nichts vor und ein eigenes Zimmer..."

Carrie warf über die Schulter einen fragenden Blick auf ihn und sah gerade noch den Schokoengel im Mund ihres Vaters verschwinden. "Du sollst doch keine Süßigkeiten essen, Dad! Der Arzt hat es dir verboten. Der Zucker ist nicht gut für dich... oder das künstliche Schokoladenaroma.. oder das Fett oder was auch immer sie da reintun, damit die Leute das Zeug essen."

"Ärzte!", meinte Arthur mit vollem Mund verächtlich. "Wenn sie daran Geld verdienen würden, dann würden sie einem auch einreden, dass das Atmen schädlich sei." Er verschluckte sich prompt und begann zu husten.

Seufzend legte Carrie einen künstlichen, kandierten Apfel zur Seite und klopfte ihrem Vater kräftig auf den Rücken. "Siehst du, was habe ich dir gesagt? Schokolade ist nicht gut für dich."

Sehr nachdrücklich nach Atem ringend plumpste Arthur auf die Couch, jedoch reagierte Carrie rascher als er gedacht hatte und schob mit einem zuckersüßen Lächeln den Karton mit den restlichen Süßigkeiten aus seiner Reichweite. Die aussortierten, beschädigten Engel und Sterne packte sie in eine Tüte. "Damit vergifte ich die grässlichen Kinder von gegenüber. Tut mir leid, Dad."

"Dann gestattest du sicher, dass ich mich zurückziehe", meinte Arthur gekränkt und marschierte Richtung Küche.

"Dad, lass den Nougatstern hier", rief ihm Carrie nach.

Arthur drehte sich mit unschuldiger Miene zu ihr um. "Meine Hände sind leer", deklarierte er.

"Aber deine Hose nicht", entgegnete Carrie. "Meinst du, ich habe nicht gesehen, dass du dich mit voller Absicht auf den Stern gesetzt hast und er jetzt an deinem Hintern klebt? Nimm ihn weg, nimm ihn bitte weg, Dad."

Seufzend klaubte Arthur den Stern von seiner Hose und warf ihn mit spitzen Fingern in den Papierkorb, dann verschwand er hocherhobenen Hauptes in die Küche.

Und Carrie wandte sich endlich wieder dem Schmücken des Baumes zu.

* * *

"Hallo, Carrie - netter Baum. So hübsch bunt. Ho-Ho-Ho."

Carrie ließ vor Schreck fast einen Strohstern fallen. "Spence! Du hast mich erschreckt." Ungläubig starrte sie Dougs Freund an. Das Weihnachtsmannkostüm stand dem kleinen, etwas dicklich geratenen Spence nun wirklich nicht besonders. "Was machst du in diesem Aufzug?"

Spence seufzte. "Du weißt doch, dass meine Mom bald Geburtstag hat und sie wünscht sich diese sündhaft teure, neue Couchgarnitur. Na ja und da habe ich ihr versprochen, anstatt ihr was zu kaufen, gebe ich ihr einen Teil des Geldes für die Couch. Dummerweise bin ich aber blank und um diese Jahreszeit bekommt man nur als Weihnachtsmann einen Aushilfsjob. Das Kostüm habe ich mir geliehen, ich musste mich mit einem Mann darum streiten, der einen Auftritt in einem Kindergarten hatte. Er hat mir fast die Nase gebrochen."

"Ach, ich dachte, das gehört zu deinem..." Carrie biss sich wohlweislich auf die Lippen. Sie hatte tatsächlich gedacht, Spence' dicke, rote Nase wäre ein gelungenes Make-up.

Spence seufzte erneut und schulterte den Sack, den er hinter sich hergeschleift hatte. "Ich muss dann mal weiter, ich hab noch einen Auftritt. Eigentlich bin ich nur hergekommen, um Doug zu sagen, dass ich mich heute Abend nicht mit ihm und den Jungs bei "Connor's" treffen kann. Sie zahlen für die Nachtschicht in der Mall einen Sonderzuschlag pro Stunde. Bis bald, Carrie."

"Mach's gut, Spence." Kopfschüttelnd sah Carrie ihm nach und versuchte sich Doug in so einem Kostüm vorzustellen. Grinsend machte sie sich wieder an die Arbeit.

* * *

"Hallo, Carrie." Deacon kam durch die Vordertür. "Ist Doug schon da?"

Carrie sah ihn mit emporgezogenen Augenbrauen an. "Arbeite ich bei IPS?"

"Er hatte noch ne Tour, aber er hat gewettet, er würde vor mir da sein." Deacon zog eine Videokassette aus der Jackentasche. "Wir wollen uns eine Aufzeichnung eines alten Met-Spiels in der Garage ankucken, bevor wir uns mit den Jungs im "Connor's" treffen."

"Du kennst den Weg ja", entgegnete Carrie trocken und öffnete einen Karton mit wirklich täuschend echten Plastiknüssen. "Aber es ist kein Bier mehr da", rief sie Deacon nach.

"Doug wollte was mitbringen", tönte es aus der Küche. "Ist das da Früchtekuchen auf dem Tisch?"

"Ja, nimm dir doch was davon, wenn du willst." Carrie fluchte leise, als sie sich den Fingernagel an der scharfen Kante eines Paketbandes einriss.

"Ach weißt du, ich habe gar keinen Hunger. Ich dachte, du wolltest nie wieder backen?"

"Oh, er ist nicht von mir. Holly hat ihn gebacken und vorbeigebracht..."

"Prima, danke, ich nehme ihn mit die Garage, Carrie. Schick' Doug raus, wenn er endlich da ist."

"Männer!", murmelte Carrie und ging nach oben. Wo sie sich im Bad auf die Suche nach ihrer Nagelfeile machte, um den Schaden an ihrem Fingernagel zu beheben.

* * *

"Schatz? Carrie? Ich bin da." Doug steckte den Kopf ins Wohnzimmer und erblickte den noch immer erst zur Hälfte geschmückten Baum. Aber was er da sah, gefiel ihm schon sehr gut. Leise näherte er sich seinem ahnungslosen Opfer...

"Doug? Bist du das? Lass' bloß die Finger von der Dekoration, hast du mich verstanden?"

"Was denkst du von mir, Carrie? Ich wollte nur eine Tüte Chips holen – für Deacon - wir sehen uns in der Garage ein Spiel an."

"Gut, erinnere dich nur an dein Versprechen, Schatz."

"Aber natürlich, mein Liebling." Unschlüssig flog Dougs Blick über die vielen kleinen Köstlichkeiten an den Zweigen. Ob Carrie wohl merken würde, wenn er einen der Schokoengel stibitzte? Doug griff danach, zögerte dann aber. Diese Engel hatte er schon als kleiner Junge geliebt. Allerdings erinnerte er sich nicht besonders gerne daran, dass Cousin Danny einmal einen dieser hohlen Engel mit einem widerlich schmeckenden Leim gefüllt hatte... und Doug, der vor dem Essen naschen wollte, erwischte gerade diesen. Und so lag Doug mit Magenschmerzen im Bett, während sich die ganze Familie das Weihnachtsessen gut schmecken ließ. Das hatte er Danny nie verziehen.

Da fiel sein Blick auf was anderes. "Hey, ne Nuss, das ist gut. Nüsse sind Obst, keine Süßigkeiten, dagegen kann man doch nichts sagen." Leider entpuppte sich die Nuss beim Anfassen als Plastikdeko und Doug seufzte enttäuscht. Er umrundete den Baum und stieß dabei versehentlich den Papierkorb um, der natürlich prompt seinen Inhalt auf dem Fußboden verteilte. Leise fluchend machte Doug sich ans Aufräumen. Und dabei fand er zwischen den weggeworfenen Reklamezetteln und Werbebriefen einen zerdrückten Nougatstern. Na, wenn das heute nicht sein Glückstag war, dachte Doug strahlend. Sicher war das Teil aus Versehen in den Papierkorb gefallen... Er warf einen Blick zur Treppe, doch Carrie war noch nicht in Sicht. Doug riss das Papier auf und verschlang den Nougatstern.

Gerade noch rechtzeitig, denn nun kam Carrie nach unten. Sie trat zu Doug, um ihn zu küssen - und entdeckte einen Schokoladenfleck an seinem Kinn.

Doug setzte ein schuldbewusstes Grinsen auf.

"Du bist wirklich unmöglich!", schimpfte Carrie und verpasste ihrem Göttergatten einen nicht gerade sanften Rippenstoß, der jedoch an Dougs gut gepolsterter Seite ziemlich wirkungslos abprallte. "Du benimmst dich schlimmer als jedes kleine Kind." Sie schüttelte den Kopf und sah sich den Baum an. "Du bist wirklich keine Spur besser als Dad. Stell dir nur mal vor, er hat sich sogar auf einen Stern gesetzt, um ihn zu stibitzen. Aber ich hab ihn an seinem Hintern kleben sehen und das Ding landete im Müll, statt..." Sie drehte sich um und sah Doug gerade noch die Treppe hoch stürmen. "Doug? Doug? Was ist los mit dir?"


Ende
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