Challenges

von Lalaith
GeschichteDrama / P12
13.11.2007
06.11.2013
35
283636
1
Dieses Kapitel
14 Reviews
 
 
 
Titel: Challenges
Autorin: Lalaith
Genre: Adventure, Romanze, Freundschaft, großteils AU, der Rest gibt sich von Kapitel zu Kapitel … =)
Rating : Für’s erste PG-13 denke ich, kann sich aber in späteren Kapiteln ändern
Disclaimer: Was ihr hier lest, gehört nicht mir (außer die Handlung natürlich, sofern sie nicht schon von JKR vorgeschrieben wurde ^^). Die Songtexte an den Kapitelanfängen gehören auch den dazugehörigen Interpreten; die Figuren, die nicht aus Harry Potter bekannt sind gehören selbstverständlich mir ^^ (und teilweise auch meiner Muse Fahir, also nicht anfassen ^^)
Inhalt: Voldemorts Rückkehr in Harrys fünftem Schuljahr veranlasst Dumbledore, seine Schüler verstärkt auf die Verteidigung und den Kampf gegen den Dunklen Lord auszubilden. Für die Stelle des Professors für "Flugkampf" schlägt McGonagall vor, Oliver Wood zurück an die Schule zu holen. Dort erwartet den ehemaligen Kapitän Herausforderung seines Lebens - denn auch in privaten Dingen harrt eine schwere Entscheidung auf ihn - Gesetz oder Liebe? Als Voldemort einen Anschlag auf Hogwarts und Dumbledore plant, muss Wood all seine Kräfte aufbringen, um mit Dumbledore und seinen Schülern dem Bösen Stand zu halten ... [OWxKB] - AU
NEW TEASER PIC: http://s14.directupload.net/images/131104/ioo6fpsi.jpg
Sonstiges: Ich freue mich – wie immer – auf konstruktive Kritik, Vorschläge, Lob und Beschwerden!!! Der Reviewbutton ist ja schließlich nicht zum Verstauben da ^^
Und nun viel Vergnügen!
Eure Lala






Prolog

If a man loses everything he owns

Has he truly lost his worth?

Or is it the beginning of a new and brighter birth?


~Brian Stokes – The Prince of Egypt~



Der Regen trommelte unaufhörlich gegen die glatten, spiegelnden Fenster und rann in ganzen Sturzbächen die Schlossmauern hinunter. Der Himmel war verdunkelt, von Helligkeit war keine Spur zu sehen. Große, graue Wolken bedeckten das Firmament, und ab und zu zuckte ein Blitz durch die Nacht, begleitet von grollendem Donner.

Seit Tagen lebten die Briten nun schon mit diesem Sauwetter, doch so schlimm wie im Norden schien es nirgends zu sein. Fernseh- und Radiosprecher berichteten von schweren Unfällen und Flutkatastrophen, die Menschen waren in Angst und Schrecken versetzt.

Nein. Solch ein Wetter hatten sie noch nie erlebt.

Die Probleme der Muggel allerdings kümmerten die Bewohner von Hogwarts in dieser stürmischen Nacht Mitte August eher weniger. Das Schloss – noch ganz leer, da die Schüler in den Ferien waren – lag kalt und dunkel da; verlassen, mochte man meinen.

Doch hoch oben, in einem der höchsten Türme, geschützt durch steinerne Wächter, saß in einem Büro ein Mann, dem die Geschehnisse in der Muggelwelt tatsächlich Sorgen bereiteten, ganz im Gegenteil zum Rest der Zaubererwelt. In seinen Augen hatte der plötzliche Umschwung der Natur etwas zu bedeuten, genauso wie die ganzen seltsamen Vorfälle, die sich in der menschlichen Welt zutrugen.

Albus Dumbledore, seines Zeichens Schulleiter von Hogwarts und seit Ende letzten Schuljahres erklärter Verrückter in den Augen des Ministeriums, stand am Fenster seines in Zwielicht getauchten Büros und seufzte. Durch seine halbmondförmigen Brillengläser blickte er hinaus in die undurchdringliche Dunkelheit und beobachtete einige Regentropfen, die langsam und in vielen Schnörkeln die Fensterscheibe herunterrannen.

Seit Lord Voldemort zurückgekehrt war, hatte er keine ruhige Minute mehr zugebracht. Wenn er nicht gerade über das Warum und die Möglichkeiten nachdachte, wie man den Dunklen Lord besiegen konnte, schweiften seine Gedanken immer wieder zu Harry Potter ab, dem Jungen, den diese schreckliche Tatsache wohl am meisten betraf. Die Anhörung hatte zu einer Aufheiterung in dieser dunklen Zeit nicht gerade beigetragen, auch wenn sie dem Himmel sei Dank noch einmal glimpflich ausgegangen war.

Dumbledore seufzte erneut und stützte sich auf dem kalten, steinernen Fensterbrett ab. Den ganzen Sommer über hatte er sich den Kopf darüber zerbrochen, wie er seine Schüler noch besser gegen den Feind ausbilden sollte.

Natürlich hatte er mit den Lehrern des Kollegiums gesprochen und sie gebeten, die wichtigsten Schwerpunkte – egal in welcher Klasse – zu unterrichten. Selbst die Jüngsten sollten im Falle der höchsten Gefahr gewappnet sein.

Die Stelle für Verteidigung gegen die dunklen Künste würde dieses Jahr erstmals eine Frau übernehmen.

Dolores Umbridge. Dumbledore kannte sie aus dem Ministerium, und er war nicht besonders glücklich darüber, sie in seiner Schule zu haben. Sie war Fudge treu ergeben, und dass sich dieser jetzt so gegen ihn wandte, würde die Zeit mit ihr nicht einfach machen.

An neuen Fächern hatte der Schulleiter auch beschlossen, Okklumentik einzuführen. Das Risiko, dass Voldemort sich in den Gedanken der Schüler einnistete und sie sich Untertan machte, wie schon einmal, wollte er auf keinen Fall eingehen. Diese Stelle würde eine neue Professorin bekommen, jung, sehr gut ausgebildet, und vor allem eine nette Frau.

Dumbledore schmunzelte bei dem Gedanken an sie. Das Vorstellungsgespräch mit ihr war sehr angenehm gewesen, und er bewunderte sie dafür, dass sie so weit angereist war, um sich zu bewerben. Tatsächlich war sie eine Griechin von gerade mal fast zwanzig Jahren, ausgebildet in der Zaubereiakademie Litochora in Athen, sprach aber trotzdem beinahe fließend Englisch. Er kannte den hiesigen Schulleiter – Kiriakos Thrakis – sehr gut und war sich der fabelhaften Ausbildung, die die Schüler dort genossen, bewusst. Deshalb und noch aus vielen anderen Gründen hatte sie die Stelle bekommen. Sie würde am ersten Schultag anreisen.

Und doch …

Der Schulleiter starrte wieder aus dem Fenster in die regnerische Nacht. Das andere Fach – Flugkampf – erschien ihm als besonders wichtig, war jedoch noch nicht mit einer passenden Person besetzt.

In diesem Unterricht sollte es darum gehen, Voldemort nicht nur von der Erde, sondern auch aus der Luft aus angreifen zu können, um so einen etwaigen Vorteil aus der Sache zu ziehen.
Sowohl der Angriff als auch die Verteidigung sollten geübt und spezialisiert werden. Ein nützliches Fach für die Schüler.

Es aber mit einer qualifizierten Person zu besetzen, war deutlich schwieriger; wie er sich letztendlich eingestehen musste.

Madam Hooch, bis jetzt immer treue und geschätzte Lehrerin für die hohe Kunst des Fliegens, hatte Ende des letzten Jahres um eine Auszeit gebeten, die Dumbledore ihr nur zu gern gewährt hatte, wissend, wie es um ihre Gesundheit bestellt war. Doch wer sollte dieses Fach nun unterrichten?

Es klopfte laut an die Tür und das dumpfe Geräusch verhallte in den hohen Wänden des Büros.

„Kommen Sie herein, Professor McGonagall!“, rief Dumbledore, ohne sich umzudrehen und die Tür schwang leise auf.

Herein trat eine Frau, gewandet in einen langen, smaragdgrünen Umhang, den sie mit einer Silberbrosche zusammenhielt. Ihr dichtes, braunes Haar hatte sie zu einem strengen Knoten gebunden und ihre grauen Augen blitzten hinter runden Brillengläsern hervor.

„Guten Abend, Professor Dumbledore“, erwiderte sie mit besorgtem Blick und schloss die Tür hinter sich. „Gibt es etwas Neues von Harry?“

„Ich fürchte nein, Minerva. Er ist noch immer in London, bei Sirius. Dort ist er zwar sicher, aber mir wird sehr viel wohler sein, wenn er zurück im Schloss ist.“

Er seufzte und McGonagall trat näher, mit einem Schlenker ihres Zauberstabes entfachte sie einige Kerzen, die auf dem Schreibtisch standen und nun das dunkle Büro erhellten.

„Haben sie schon jemanden für die Okklumentikstelle?“

„Ja … eine sehr qualifizierte Person aus Athen. Die Frau genießt mein vollstes Vertrauen. Ich bin mir sicher, sie wird sich hier gut einleben und den Schülern viel beibringen. Dieses Fach ist von äußerst hoher Priorität, ich habe die Stelle mit Sorgfalt besetzt.“

Die Professorin nickte zufrieden und beobachtete den Schulleiter, wie er sich vom Fenster abwandte und sich hinter seinen Schreibtisch setzte, das Kinn auf die gefalteten Hände stützte und starr vor sich hin blickte.

„Die Stelle für Flugkampf allerdings bereitet mir Kopfschmerzen.“

„Haben Sie noch immer niemanden dafür gefunden?“, fragte McGonagall erstaunt und nahm den Platz an, den er ihr anbot. Diese Tatsache verwunderte sie zutiefst. Es gab viele gute Flieger in England, warum also hatte er noch niemanden anwerben können?

„Leider nein. Alle, die ich im Sinn hatte, sind abgesprungen oder haben sich als unverlässlich herausgestellt. Der Zuständige sollte nicht nur ein ausgezeichneter Flieger sein, sondern auch ein Gefühl für Menschen und seine Umgebung besitzen und sie von seinen Ideen und Strategien überzeugen, Taktikgefühl haben und auch in brenzligen Momenten mit dem Kopf handeln können.“

Eine Weile war es still zwischen den beiden, und man hörte nur das Trommeln des Regens gegen die Fensterscheiben und das Prasseln des Feuers im Kamin. Die Flammen tanzten über der Glut und malten verschwommene Lichter an die mit Bücherregalen vollgestellten Wände.

Die Professorin dachte angestrengt nach, genauso wie der Schulleiter; und ließ in ihren Gedanken jeden Revue passieren, der in ihren Augen jemals ein passabler Flieger mit den anderen angeführten Eigenschaften gewesen war. Einfallen wollte ihr zu ihrem eigenen Unmut vorerst niemand, der auf die Beschreibung passte.

Dann aber, als sie ihren Blick durch den Raum schweifen ließ und er an den Gemeinschaftsfotos der Schulquidditchmannschaften (die Fotos waren schon über ein Jahr alt, da im vergangenen Jahr keine Schulmeisterschaft stattgefunden hatte) hängen blieb, erschien ihr plötzlich alles einfach.

Mit einem breiten Lächeln im Gesicht erhob sie sich so plötzlich, dass Dumbledore verwirrt aufschaute und sogar Fawkes verwundert den Kopf wandte.

„Gerade ist mir die perfekte Person für die Stelle eingefallen!“, verkündete sie mit leuchtenden Augen und der Schulleiter lächelte erleichtert. Sein Blick folgte der Professorin, welche um den Schreibtisch herumging und vor den Quidditchfotos stehen blieb.


Mit einem leichten Lächeln auf den schmalen Lippen begutachtete sie das Mannschaftsfoto der Gryffindors, die den Pokal mit sich trugen und allesamt übers ganze Gesicht grinsten.
Ja, er war sehr geeignet dafür …

Dumbledore war hinter sie getreten, warf ebenfalls einen kurzen Blick auf das Bild und nickte anerkennend. Er wusste sofort, worauf sie hinaus wollte.

„Gute Wahl, Minerva. Alleine wäre ich wohl nicht darauf gekommen. Wo ist er jetzt?“

„Ich habe gehört, er ist mittlerweile Profispieler bei einer Mannschaft, die in der Liga spielt. Puddlemere United, oder so ähnlich.“

Der Schulleiter klatschte begeistert in die Hände.

„Dann würde ich Sie bitten, in meinem Namen sofort eine Eule zu versenden. An den Trainer dieser Mannschaft – erklären Sie ihm, worum es geht.“

McGonagall nickte, sie verstand, was der Schulleiter weiter im Sinn hatte. „Und ich werde mich sofort auf den Weg machen  –“

„… zu ihm selbst“, vollendete Dumbledore den Satz und sah sie mit funkelnden Augen an. „Schließlich hat er die Wahl, sich zu entscheiden.“

„Hoffen wir, dass die Entscheidung zu unseren Gunsten ausfällt“, seufzte die Professorin und verließ mit eiligen Schritten Dumbledores Büro. Sie musste erneut lächeln, als sie an den jungen Mann dachte, der hier vor zwei Jahren seinen Abschluss mit Bravour geschafft hatte.

Ja … und dies hier würde er auch schaffen …

Sie wusste es.

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Anm. der Autorin: Hy ihr da draußen! So … jetzt wisst ihr so ungefähr, wie es abläuft ;)
Das erste Kapitel kommt sobald! Ich hoffe auf Reviews *schild hochhalt* Das macht mich glücklich! :D