24 h in Action

von Sarina
GeschichteAbenteuer / P6
12.11.2007
12.11.2007
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2.908
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Dieses Kapitel
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12.11.2007 2.908
 
Autor: Sarina
Hauptchara: Jack Bauer
Disclaimer: 24 und alle damit verbundenen Charas gehören nicht mir. Ich verdiene mit der Story kein Geld.
Bemerkung: Das ist meine erste FF zu 24. Bitte seid deswegen nicht all zu streng mit mir.
Anmerkung: Vielen Dank Dhana, für deine Hilfe bei dieser FF.
Feedback: Über Reviews zu meiner Story würde ich mich natürlich sehr freuen. Also seid so lieb und hinterlasst welches!

Hier gehts los. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß!


Jack stand am Fenster und blickte hinaus in die Nacht, als das leise Vibrieren seines Handys eine eingegangene Textnachricht anzeigte. Er griff nach dem handlichen Gerät und las mit ausdrucksloser Mine die für ihn bestimmte Botschaft. Kaum hatte er sich die Worte eingeprägt, löschte er sie mit wenigen Tastendrucken. Für ihn als CTU-Agent ein gängiges Vorgehen. Es verhinderte nicht nur, dass wichtige Informationen Gegnern in die Hände fallen konnten, es war auch ein ausgezeichnetes Trainingsmittel, um das eigene Gedächtnis fit zu halten.
Während er das Handy in eine Tasche an seiner Hose schob, näherte er sich dem im Zimmer befindlichen Schrank. Neben Freizeitklamotten, hingen hier auch Kleidungsstücke, die er für Einsätze benötigte. Jack suchte sich einen schwarzen Pullover heraus, der zu seiner bereits dunklen Hose passte. Damit würde er weit weniger auffallen, als in normalen Sachen. Im Hotel vielleicht nicht, aber ganz sicher im Dunkel der Nacht.

Jack öffnete die Tür seines Zimmers gerade so weit, dass er auf den geschmackvoll gestalteten Flur blicken konnte. Leer und still lag dieser im Halbdunkeln, was beste Voraussetzungen für ihn waren. Er vergrößerte den Spalt ein wenig, um sein Blickfeld zu erweitern. Wieder konnte er nichts Verdächtiges feststellen. Dennoch ließ er größte Vorsicht walten, als er nun seinen Körper geräuschlos durch die Öffnung schob. Leise zog er die Tür hinter sich zu, dann suchte er an der gegenüberliegenden Wand Deckung.
Konzentriert lauschte er auf mögliche Geräusche, die ihm Aufschluss über sich nähernde Personen geben konnten, aber es war nichts zu hören.
Er ließ seine Augen den menschenleeren Gang entlang wandern und schnell hatte sein geschulter Blick die an der Wand befestigte Kamera ausgemacht. Ihm war klar, dass ihn das Gerät entdeckt und seine Bewegungen auf Band aufgenommen hatte. Darüber musste er sich allerdings keine Gedanken machen. Denn Chloe hatte sich in diesen Minuten in das System des Hotels gehackt und die Kontrolle über die Überwachungsgeräte inne. Auf diese Weise würde sie seinen Weg verfolgen und ihn vor unliebsamen Begegnungen mit Gästen des Etablissements bewahren. Jack legte absolut keinen Wert darauf, jemandem in die Arme zu laufen. Wahrscheinlich hätte er dies auch ohne Chloes Hilfe vermeiden können, da sich im Gegensatz zu ihm die Leute nicht lautlos vorwärts bewegten, aber er hatte nicht vor an diesem Abend ein unnötiges Risiko einzugehen. Jede Verzögerung kostete ihn Zeit und er wollte sich seinem Zielobjekt ohne jede große Ablenkung nähern.
Wie ein Schatten, so leise, schnell und unbemerkt, huschte er den Flur entlang. Bei ihrer Ankunft hatte er sich den Weg zu den Aufzügen gut eingeprägt. Rein schon instinktmäßig. Es war ihm zur zweiten Natur geworden, auf jedes Detail seiner Umgebung zu achten, damit er sich in späteren Situationen dort zurechtfinden konnte. Das war besonders wichtig, wenn er sich an Orten aufhielt, die er nicht kannte. Den größten Teil des riesigen Gebäudekomplexes kannte er natürlich nicht, nur die Gänge, die er auf seinem Weg zu seiner Unterkunft entlanggegangen war.
Im nächsten Augenblick erreichte er die Aufzüge. Schnell vergewisserte er sich, in welcher Etage sich die Kabinen gerade aufhielten und sich die Schotte nicht gleich vor ihm öffnen würden. Dann wandte er sich zur Seite, einer unscheinbar wirkenden Tür zu. Von der überwiegenden Anzahl der Gäste wurde sie während ihres Aufenthalts nicht bemerkt, Jack war sie bei seiner Ankunft allerdings sofort aufgefallen.
Mit einer Hand testete er den Griff, der sich erstaunlich leicht betätigen ließ. Scheinbar wurde hier alles gut gewartet, was nicht in allen Einrichtungen dieser Art der Fall war. Denn Nottüren wurden selten benutzt. Die in Hotels abgestiegenen Leute zogen es der Bequemlichkeit wegen vor, lieber den Fahrstuhl zu benutzen.
Dadurch war es ziemlich unwahrscheinlich, dass er auf seinem Weg nach unten, auf jemanden treffen würde. Ohne zu zögern betrat er das Treppenhaus, das noch spärlicher beleuchtet wurde, als die Gänge. Die Lampen, an den schmucklosen Wänden, waren in größeren Abständen aufgehängt worden und einige davon brannten gar nicht mehr. Die deutsche Gründlichkeit schien nicht bis hierher vorgedrungen zu sein.

Jacks Schritte hallten durch das Treppenhaus, während er die Stufen nach unten rannte. Da er in guter körperlicher Verfassung war, dauerte es nur wenige Minuten, bis er im Untergeschoss angekommen war. Wieder ließ sich die Tür dort ohne weiteres öffnen und erneut prüfte er ob die Luft rein war, bevor er die Tiefgarage betrat.
Mit geschmeidig wirkenden Bewegungen, die seine Übung sich so Fortzubewegen widerspiegelte, passierte er die hier geparkten Wagen, bis er einen aus dem Fuhrpark der CTU erreicht hatte. In diesem Moment vernahm er ein leises Brummen, das eindeutig von einem sich näherndem Auto stammte. Ohne weiter darüber nachzudenken, ließ Bauer sich auf den Boden fallen und robbte unter das näher stehende Fahrzeug. In dessen Schutz wartete er ab, bis der Lärm des Motors verklungen war und leise Schritte anzeigten, dass der Fahrer dabei war, einen anderen Ort aufzusuchen.
Nachdem er sicher sein konnte, dass erneut Ruhe eingekehrt war, kroch Jack aus seinem Versteck. Er erhob sich, spähte umher und näherte sich dann seinem Wagen. Wenig später hatte er auf dem Fahrersitz Platz genommen und den Motor angelassen. Geschickt manövrierte er das Auto von dem Stellplatz und durch die verwinkelten Wege der Garage, bis er die Ausfahrt erreichte.
Kurz bevor er auf die Hauptstraße fuhr, nahm er eine Hand vom Lenkrad und ließ sie in die Tasche seiner Hose gleiten. Mit einem Griff hatte er das Handy hervorgezogen, auf dessen Display bereits eine bestimmte Nummer angezeigt wurde. Bevor er sein Hotelzimmer verließ, hatte er sie eingegeben, damit er diese nun nur noch anwählen und nicht mehr eintippen musste.
Jack drückte den entscheidenden Knopf und hielt sch dann das kleine Gerät ans Ohr. Fast augenblicklich meldete sich der Gesprächsteilnehmer, so als ob er bereits auf den Anruf gewartet hatte.

„Chloe, hier Jack.", informierte er seine Kollegin von der CTU, die ihm schon bei zahlreichen Einsätzen hilfreich zur Seite gestanden hatte.

Jack wusste, dass er sich in Notsituationen auf sie und ihr technisches Equipment hundert Prozentig verlassen konnte. Sie hatte in der Vergangenheit bereits mehr als einmal ihre Fähigkeiten bewiesen und bedeutete nun für ihn eine unschätzbare Unterstützung.
Mit wenigen Worten informierte er sie über sein Vorhaben, während er seinen Wagen einhändig, aber sicher, durch den Verkehr steuerte. Auf den Straßen war mehr los, als man es für die frühe Morgenstunde erwartete.
Jack war aus Amerika jedoch ganz andere Verhältnisse gewohnt, weswegen die anderen Verkehrsteilnehmer kein Problem für ihn darstellten. Für ihn war vielmehr die andere Fahrtrichtung eine kleine Umstellung, aber auch das meisterte er mit Bravur.

Einige Minuten hatte Jack, um der ungewohnten Umgebung, die er während der Fahrt passierte, mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Chloes Geräte, so hochmodern sie auch waren, brauchten ihre Zeit, um hochzufahren. Zudem musste sich die technisch begabte Frau in den Systemen zuerst zurechtfinden, um die genauen Koordinaten seines Fahrziels zu ermitteln.
Lange brauchte er sich jedoch nicht zu gedulden. Trotz der Tatsache, dass er sie aus dem Schlaf gerissen und ihre Nachtruhe ohne Vorwarnung gestört hatte, arbeitete Chloe schnell und produktiv, wie immer. Noch immer das Handy am Ohr, lauschte er ihren Worten. Gleichzeitig drosselte er kurzzeitig die Geschwindigkeit, damit er den Schriftzug an einem Straßenschild lesen konnte. Kaum hatte er ihn gelesen, gab er ihn an Chloe weiter.
Dank der guten Verbindung konnte er hören, wie ihre Finger über die Tastatur, ihres vor ihr liegenden Laptops flogen. Sekunden später hatte, teilte sie ihm die Route mit, die ihm auf schnellstem und kürzestem Wege zum Zielobjekt bringen würde.
Nachdem er die benötigten Informationen erhalten hatte, beendete Jack die Verbindung. Achtlos ließ er sein Handy auf das Polster des Beifahrersitzes fallen, dann beschleunigte er seinen Wagen. Mit hohem Tempo jagte er durch die Straßen, überholte zu langsame Fahrer und missachtete geflissentlich auch Ampelsignale, die sein Vorankommen verzögert hätten.

Seine Fahrt beendete er urplötzlich mit einer abrupten Vollbremsung, kaum das er in eine weitere Seitenstraße eingebogen war. Quietschend kam das Auto am Straßenrand zum stehen.
Jack beugte sich für einen Moment über das Lenkrad. Seine Augen fixierten das in einiger Entfernung an der Wand hängende Schild. Deutlich war das darauf abgebildete Symbol in der Dunkelheit der Nacht zu erkennen.
Er zögerte nicht länger, verließ den Wagen und steuerte, nahe an der Wand gehend, auf das Zielobjekt zu. Im näher kommen bemerkte er, dass die Glasfront durch dicke Metallgitter geschützt wurde. Eine angebrachte Sicherheitsmaßnahme, die jeden Einbrecher abgeschreckt hätte. Ihn hielt es aber nicht davon ab, sich an einer kleinen Lucke zu schaffen und sich bemerkbar zu machen.

Jack sah, wie sich eine Gestalt von innen näherte, dann wurde das kleine Sichtfenster auch schon geöffnet. Hellblaue, eiskalt wirkende Augen musterten ihn durchdringend. Jack ließ sich davon nicht einschüchtern. Ungerührt erwiderte er den Blick und starrte seinerseits aufdringlich zurück. Nachdem er seinem Gegenüber kurz und knapp auseinander gesetzt hatte, was ihn herführte, zog dieser sich für einen Moment zurück. Ungeduldig wartete Bauer die Rückkehr des anderen ab, seine Umgebung dabei nicht eine Sekunde aus den Augen lassend. Doch alles blieb ruhig, keine Menschenseele zeigte sich und so nahm er wenig später das Päckchen unbeobachtet in Empfang. Aus Gewohnheit verbarg er es in seinen Händen, während er zu dem geparkten Fahrzeug zurückhastete. Eilig, als bedeutete seine bloße Anwesenheit in dem Viertel eine Gefahr für ihn, nahm er erneut hinter dem Steuer Platz und lenkte das Auto mit Vollgas zurück.

Er hatte die Hälfte der Strecke bereits hinter sich gebracht, als sein Handy anschlug. Ohne die Geschwindigkeit zu drosseln, angelte er mit der rechten Hand nach dem kleinen Gerät. Ein schneller Blick auf das Display verriet ihm die Identität des Anrufers, noch bevor er diesen an der Stimme erkannte. Er nahm das Gespräch an und lauschte konzentriert dem, was Chloe ihm mitzuteilen hatte.
Die Kontaktaufnahme dauerte nur kurz, dann hatte er alle Informationen erhalten. Jack wusste nun, dass er noch vorsichtiger sein musste, um bei seiner Rückkehr im Hotel nicht enttarnt zu werden. Da er vorgewarnt war, vermied er es, den Gebäudekomplex direkt anzusteuern. Eine Seitenstraße davon entfernt, hielt er an. Den Rest des Weges würde er zu Fuß zurücklegen.
Er bewegte sich behutsam vorwärts und achtete verstärkt auf Geräusche, die ihm Aufschluss über sich nähernde oder bereits anwesende Personen, geben konnten. Auf diese Weise gelang es ihm problemlos den Hintereingang zu erreichen. Hier angekommen, verharrte er einen Moment lang. Er ließ seine Augen über die Umgebung streifen und erst als er sicher war, keine unliebsamen Überraschungen zu erleben, begann er sich an die Notausgangstür ran zu schleichen. Diese ließ sich nicht ganz so widerstandslos öffnen, wie es von der anderen Seite der Fall gewesen wäre. Für Jack stellte das jedoch kein Problem, lediglich eine leichte Verzögerung dar.
Es dauerte nicht lange und er hatte das Schloss ohne sichtbare Spuren aufgebrochen. Zufrieden begutachtete er sein Werk, dann beeilte er sich das Treppenhaus zu betreten. Ruhig und still lag es im Halbdunkeln und nichts schien sich seit seinem letzten Aufenthalt hier verändert zu haben.
Jack war dennoch auf der Hut. Lautlos begann er den Aufstieg. Bei seinem Weg nach oben achtete er darauf, keine unnötigen Geräusche zu verursachen und sich zu verraten.
Er erreichte ohne nennenswerten Vorfall die angestrebte Etage. Ihm war klar, dass er sobald er den Schutz des Treppenhauses verließ, noch mehr Vorsicht walten lassen musste. Dort waren die Lichtverhältnisse für ihn nicht nur unvorteilhafter, er konnte dort auch deswegen leichter entdeckt werden, da es zahlreiche Zimmertüren gab. Das war der größte Unsicherheitsfaktor, denn er konnte nicht beeinflussen, wann die Bewohner ihre Räumlichkeiten verließen. Im Anbetracht der frühen Uhrzeit, war es zwar eher unwahrscheinlich, dass sich einer der Gäste auf den Fluren zeigen würde. Ausgeschlossen war es jedoch nicht.


Nachdem er sich versichert hatte, dass sich keine Person in der Nähe aufhielt, verließ er das Treppenhaus.
Mit entschlossener Schnelligkeit durchquerte er den ersten Gang. Der Läufer am Boden dämpfte seine Schritte, die ohnehin kaum zu hören waren. Während er sich vorwärts bewegte, huschten seine Augen über die goldenen Zahlen, die an den hölzernen Türen der einzelnen Zimmer befestigt waren. Schließlich blieb sein Blick an einer Nummer hängen und er näherte sich dieser. Als sein Blick auf das an der Klinke hängende „Bitte nicht stören! - Schild" fiel, huschte der Hauch eines Lächelns über sein Gesicht.
Da sie am Abend zuvor die Hotelbar unsicher gemacht und es dabei etwas übertrieben hatten, war es ihnen nun untersagt ihre Zimmer über Nacht zu verlassen. Das kleine Schild bewies, dass sich die CTU-Mitarbeiter dieses Raumes an die Anordnung hielten.
Jack bückte sich hinunter, legte ein kleines silbernes Päckchen auf den Boden und schob es unter der Tür hindurch. Dann richtete er sich auf und vergewisserte sich weiterhin alleine zu sein. Erst dann klopfte er sanft gegen das Holz. Anstatt abzuwarten, entfernte er sich von dem Raum und eilte den nächsten Flur hinunter. Er ließ seine Augen prüfend über die Zimmernummern huschen, an denen er vorbei kam, hielt allerdings nicht inne.
Erst nach einer Weile verlangsamten sich seine Schritte. Sekundenlang starrte er eine Tür an, dann erst näherte er sich ihr. Ein grimmiger Ausdruck legte sich auf sein Gesicht, während er mit seiner rechten Hand seine Pistole aus dem Schulterholster zog. Im nächsten Moment fuhr seine zur Faust geballte Hand hoch, um an das Holz zu klopfen. Nachdem er so auf sich aufmerksam gemacht hatte, presste er ein Ohr an die Tür und lauschte den sich nähernden Schritten, die er auf diese Weise sehr gut hören konnte. Sein vor Anspannung leicht schmerzender Körper reagierte sofort, als sich die Klinke nach unten senkte, wodurch der Widerstand der Tür nachgab.
Jack, der nur auf diesen Augenblick gewartet hatte, lehnte sich mit seinem ganzen Gewicht dagegen und vergrößerte so weit, dass er ohne Probleme hineinschlüpfen konnte. Drohend hielt er seine Waffe auf sein Gegenüber gerichtet, während er die Tür hinter sich wieder schloss.

„An die Wand!", befahl er in einem Tonfall, der keinen Widerspruch duldete.

Zufrieden beobachtete er, wie die irritiert wirkende Frau der Aufforderung ohne zu zögern nachkam. Sie kannte ihn und wusste dass es besser war, sich nicht mit ihm anzulegen, wenn er in dieser Stimmung war.
Jack trat hinter sie und setzte ihr den Lauf der Pistole an den Nacken. Unwillkürlich ließ ein Schauer die Bedrohte erzittern. Ihm entging das Beben ihres Körpers nicht, da er dicht bei ihr stand. Die Gedanken daran, was er im Verlauf der nächsten Stunden mit ihr anstellen würde, zauberten ein leichtes Lächeln auf sein ernstes Gesicht.
Jack genoss den Umstand dass sein Gegenüber ihm ausgeliefert war. Ein diabolisches Lächeln umspielte seine Lippen, als er sich nun ein wenig vorbeugte. Sein Kopf verharrte dicht neben dem ihrem und sie konnte seinen heißen Atem auf ihrer Wange spüren.

„Jetzt bist du an der Reihe!", machte er unmissverständlich klar.

Die Finger seiner linken Hand packten das Handgelenk seines Opfers und mit einer schnellen Bewegung zog er ihren Arm nach hinten. Die Frau stieß ein schmerzhaftes Keuchen aus, gab aber ansonsten keinen Ton von sich. Nach Hilfe zu rufen wagte sie nicht, da sie noch immer das kalte Metall der Waffe auf ihrer Haut spüren konnte.
Die Blondine nahm dankbar wahr, wie sich der harte Griff um ihr Handgelenk lockerte. Es war ihr aber nicht möglich ihren Arm in eine andere Position zu bringen, da dieser von seinem Körper an seinem Platz gehalten wurde. Im nächsten Moment spürte sie, wie Jack ihr einen kleinen Gegenstand in die Finger drückte. Schnell umfasste sie ihn. Neugierig geworden, was er ihr da gerade hatte zukommen lassen, begann sie ihn so gut es ihr möglich war abzutasten. Es dauerte nicht lange, bis sie erkannt hatte, worum es sich handelte.

„Ich habe uns auch ein paar mitgebracht!", flüsterte Jack ihr ins Ohr, nachdem er sicher sein konnte ihr genug Zeit gegeben zu haben, die Art des Mitbringsels einordnen zu können.

Er zog die Pistole von ihrem Halswirbel weg und benutzte den Lauf dazu, die Haarsträhnen, die ihr ins Gesicht fielen damit zurückzustreichen. Jack schätzte Handwaffen wie diese, da sie sich nicht nur bestens dafür eigneten, sich zu verteidigen. Sie waren sehr vielseitig einsetzbar, wenn man genug Phantasie hatte, dies zu erkennen und man über die nötige Fingerfertigkeit verfügte, damit niemand unabsichtlich zu schaden kam.

„Warst du weg um Kondome zu besorgen?", wollte Chloe wissen, da er sie bei seinem Aufbruch nicht darüber informiert hatte, was er benötigte. Ihn hatte nur interessiert, wo er eine um diese Uhrzeit geöffnete Apotheke fand.
Denn im Gegensatz zu Amerika hatten hier in Deutschland die Geschäfte nicht rund um die Uhr geöffnet, weswegen er auf ihre Hilfe hatte zurückgreifen müssen, um seine Besorgung machen zu können.

„Wir hätten noch welche gehabt!", fügte sie erklärend hinzu.

Chloe hatte vor ihrer Reise nach Deutschland gründliche Recherchen im Internet betrieben, wodurch sie frühzeitig auf die Besonderheit der Öffnungszeiten gestoßen war und vorgesorgt hatte.

„Damn it!" fluchte Jack wütend über sich und Tony, dem er einen Freundschaftsdienst geleistet hatte, der ihn wie sich jetzt herausstellte unnötigerweise von seiner Freundin ferngehalten hatte.
„Wieso sagst du das erst jetzt, Chloe?", knurrte er ihr ins Ohr, bevor er daran ihr die wenigen Kleidungsstücke vom Körper zu reißen, um die verlorene Zeit wieder gut zu machen.

Ende
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