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Knight Rider - Friendship

GeschichteAllgemein / P6 / Gen
11.11.2007
11.11.2007
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06.07.
Wie der Blitz raste ein schwarzer Trans-Am durch eine Kalifornische Einöde. Am Steuer saß ein hübscher Mann mit braunen, gekräuselten Haaren: Michael Knight. „Komm schon, K.I.T.T.“, rief er, „wir müssen uns beeilen, bevor –„
„Ich weiß, Michael. Schließlich bin ich derjenige, der eine Zeitbombe im Kofferraum hat.“
„Kann sie dir etwas antun, wenn sie explodiert?“
„Wenn ja, dann nicht viel. Aber es wird unangenehm sein.“
„Wie lange haben wir noch Zeit?“
„Ich weiß nicht genau“, erklärte K.I.T.T., „meine Sensoren können nicht –„
KNALL. Die Bombe im Kofferraum explodierte und K.I.T.T. wurde unsanft in die Luft geschleudert und landete mit der Motorhaube in der Erde. Michael schrie, als er herumgewirbelt wurde und fand sich selbst kurz danach knapp über dem Lenkrad hängend wieder. Sein Gurt hatte ihn vor einer Kopfverletzung bewahrt. Er machte ihn auf, öffnete die Fahrertür und kippte nach draußen. Er stand auf und besah sich das schwarze Auto, das vor ihm in der Erde steckte. „K.I.T.T.“, murmelte er, „Kumpel, bist du in Ordnung?“ Keine Antwort. „K.I.T.T.? Komm schon, sag etwas!“
Sehr schwach und verzerrt erklang die Stimme des Knight 2000. „I-ich glaube, das war… eine… F-Fehlkalkulation…“ Dann erstarb sie ganz und Michael wusste, dass der Computer abgestürzt war. Er gab es auf, zu versuchen, ihn wieder in Gang zu bekommen. Ganz in der Ferne sah er ein kleines Dorf. Dort müsste es ein Telefon geben… Seufzend verließ Michael seinen Partner und machte sich auf den Weg hin.

Im Dorf angekommen, fand Michael schnell eine Telefonzelle. Von dort rief er die Foundation an.
„Ja, Devon, ich weiß, ich habe mir Ärger eingehandelt. Das nächste Mal, wenn wir es mit der Mafia zu tun haben, werde ich K.I.T.T. nicht alleine lassen. Schicken Sie jetzt Hilfe?“
„Nein“, tönte es aus dem Hörer, „nein, ich werde selber mit ein paar Assistenten und einem Abschleppwagen herkommen. Und Bonnie nehme ich auch mit, sie kann K.I.T.T. dann gleich ansehen. Auf Wiederhören, Michael.“
„Nein“, rief Michael schnell, „warten Sie einen Augenblick…“ Er sah den Hörer an, der leise piepte, als Zeichen, dass niemand dran war, und legte dann auf. „Auf Wiederhören.“
Als er wieder bei der Unfallstelle ankam, war der Abschleppwagen immer noch nicht da. Er sah sich den Trans-Am noch einmal an und entdeckte im Cockpit ein Flimmern. Das war vorher noch nicht dagewesen… „K.I.T.T.?“
Rauschen war die Antwort. Nicht viel, aber wenigstens etwas. „Kannst du mit mir sprechen?“
„M-mein… Selbstreparatur-Programm… fun-funktion-niert… bitte w-warten…“
Michael konnte nicht anders: er lächelte. Dann setzte er sich auf den staubigen Boden. Wie erleichtert er doch war!
„Michael…“ Es klang etwas schwach, aber es war da! Michael sprang auf. „Ja, K.I.T.T., ich bin hier, was willst du sagen?“
„Michael, warum sitzen Sie auf dem Boden? Ich bin nicht so beschädigt, dass Sie nicht einsteigen könnten.“
Jetzt lachte Michael. Ein lautes Brummen hinter ihm sagte ihm, dass der Abschleppwagen angekommen war. Neben ihm fuhr ein Mercedes, in dem Devon und Bonnie saßen. Kaum waren sie angekommen, sprang Bonnie aus dem Auto. Sie bedachte Michael nur mit einem kurzen Blick, dann wandte sie sich voller mütterlicher Sorge K.I.T.T. zu. Als sie sich vergewissert hatte, dass es ihm einigermaßen gut ging, zog der Abschleppwagen K.I.T.T. aus dem Boden.
„Bonnie, das ist erniedrigend“, sagte K.I.T.T., als sie ihn noch immer nicht vom Abschleppwagen herunterließ, „ich kann fahren.“
„Na und“, sagte Bonnie, jetzt liebevoll, aber streng, „ich will das aber nicht. Du sollst dich nicht überanstrengen.“
„Überanstrengen“, sagte K.I.T.T. schockiert, „ich? Bonnie…“
„Kein Aber.“
Belustigt sah Michael den beiden zu. Beide hatten eine starke Psyche, aber es stand fest, dass Bonnie gewinnen würde. Schon zumal K.I.T.T. wehrlos an einem Abschleppwagen hing. Devon trat neben ihn. „Schön, wenn man da zusieht, nicht wahr?“ Michael nickte. Devon fuhr fort: „Wir hatten Glück, dass K.I.T.T. in der Verfassung ist, zu streiten. Sie haben ihn jetzt schon ziemlich oft demoliert, und er war schon einmal stärker beschädigt. Nächstes Mal, wenn Sie eine Bombe im Kofferraum haben, fahren Sie gleich zu uns.“
„Ich wusste nicht, dass K.I.T.T. sie nicht entschärfen kann, wenn sie auch aus Blei besteht!“
„Natürlich, aber das meinte ich nicht. K.I.T.T. war schon öfters beschädigt und es kommt der Tag, da können wir ihn vielleicht nicht mehr reparieren! Ja, Michael, so ein Tag kann kommen. Ich will Sie nicht suspendieren, ich will Ihnen K.I.T.T. auch nicht entziehen, ich will Sie nur bitten, etwas vorsichtiger zu sein. Das Auto können wir nachbauen, aber K.I.T.T.‘s Persönlichkeit nicht.“
Michael senkte den Blick. „Sorry, Devon, ich werde auf ihn aufpassen.“
„Kein Aber, du widersprichst mir jetzt NICHT mehr!“ Devon und Michael wandten sich überrascht Bonnie zu, die sichtlich am Ende ihrer Nerven war. Das hatte wohl auch K.I.T.T. bemerkt, denn kleinlaut sagte er nur: „Okay, Bonnie…“
Fluchend drehte Bonnie sich um und marschierte in Richtung Michael und Devon.
„Wer kam auf die verrückte Idee, K.I.T.T. dazu zu bringen, mir ständig zu widersprechen?“, fragte sie ärgerlich. Michael wich zurück.

07.07.
„Aaah, das tut gut, wieder auf den schönen Straßen Kaliforniens zu fahren, finden Sie nicht auch?“
Michael nickte gedankenverloren.
„Michael?“
Michael nickte wieder.
„Hallo, Michael?“, wiederholte K.I.T.T. „Hören Sie mir zu?“
Michael nickte, was K.I.T.T. gründlich ärgerte.
„Oh mein Gott, da ist K.A.R.R. auf meinen Sensoren, Michael!“
Michael nickte.
„Jetzt weiß ich, dass Sie mir nicht zuhören.“
„Und ich weiß“, ergänzte Michael, „dass du kein guter Lügner bist, K.I.T.T.“
Nach einer etwas längeren Schweigepause fragte K.I.T.T.: „Warum waren Sie denn so in Gedanken?“
„Ich dachte darüber nach, was Devon mir sagte:  Ich solle etwas vorsichtiger sein, denn man kann zwar das Auto nachbauen, dich aber nicht. Und ich denke, ich habe dich wirklich schon etwas zu oft demoliert.“
„Ach Michael. Das ist nett von Ihnen, dass Sie das einsehen. Aber ich persönlich bin nicht im Geringsten sauer auf Sie. Im Gegenteil, so durch die Luft geschleudert zu werden, war höchst faszinierend.“
„Meinst du das ernst?“
„Nein. Aber was macht das schon? Wir sind immer noch ein Team und es ist mir egal wie oft ich Schäden erleiden muss, solange nur unsere Freundschaft nicht darunter leidet.“
„Danke, Kumpel.“

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Ich weiß, es ist nichts besonderes, aber mir gefällt es und ich hoffe, euch auch!
LG, tribble608
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