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Gefangen

von Amy Jones
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
05.11.2007
24.07.2008
7
10.855
 
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05.11.2007 1.595
 
„Das ist aber sehr auffällig so unterzutauchen, da sollte man schon einen anderen Weg wählen“ sagte Lindsey, „wir sollten morgen weitere Nachforschungen anstellen, lasst uns erst mal eine Nacht darüber schlafen.“
„Ich stecke die Karte unter mein Kopfkissen“ Marco schob die Karte unter das Leintuch. Sandra schaltete den Computer aus, legte ihn in die leere Aufbewahrungsbox zurück. Schon etwas müde kuschelte sie sich unter die Bettdecke auf dem letzten freien Feldbett. Schnell schliefen die drei ein.

Schon vor geraumer zeit hatten sich Mark, James und drei weitere Personen auf den Weg gemacht die drei jungen Leute abzuholen. Fast unhörbar parkte ein schwarzes Auto vor dem Gebäude.
„Ich habe es auf den Scanner wo sich die ID-Karte befinden müsste“ flüsterte John. Er navigierte die Gruppe zu dem Zelt, „die drei scheinen schon zu schlafen“ wisperte er und zeigte das Abbild der Wärmekamera seinen Kollegen.
Wie ein Schatten schlichen sie in das Zelt. John, James und Georg legten gleichzeitig mit dem Betäubungsgewehr an um die drei auszuschalten, so dass sie von dem Abtransport nichts mitbekommen würden. Rasch luden sie die Drei ins Auto. Mark und Claus räumten mit Handschuhen im Zelt einiges auf und nahmen die Kleidung, Computer und andere Sachen mit, sie wollten es vorerst so ausschauen lassen, als wären Sandra, Marco und Lindsey verreist. Mark legte noch ein paar Reisepläne auf den Tisch und leere Hüllen von Bahntickets. James holte die ID-Karte aus dem Versteck und reichte sie Mark.
„Danke“ flüsterte er und steckte sie ein.
Er nahm das Auto von Sandra und fuhr ohne Licht den Anderen hinterher. In der Nähe des Berges stand ein neues Haus mit einer angebauten Garage. Das Tor öffnete sich und die beiden Wagen fuhren in die Garage hinein, von da aus führte eine Straße tief in den Berg hinein. Das Zweite innere Garagentor schloss sich wieder. Es sah alles aus, wie eine normale Garage. Mitten auf der Strecke hielt der Wagen und James und Mark zogen Sandra heraus. Die Anderen würden sich um Lindsey und Marco kümmern.

Durch eine Tür in der Wand kamen sie in das Bürogebäude, sei trugen Sandra direkt zum Büro ihres Abteilungsleiters. Sie war immer noch ohnmächtig als sie dort auf die Holzbank gelegt wurde.
„Gut gemacht“, ihr Boss musterte Sandra und schaute sich die Kette an, „sehr interessant, bin gespannt was sie dazu zu sagen hat“ Danach wandte er sich an James und Mark, „ihr könnt gehen, aber ich behalte euch im Augen.“ Die Zwei verließen mit einem etwas mulmigen Gefühl das Büro.
„Hoffentlich landen wir nicht ebenfalls drinnen“ murmelte James. Er setzte sich an seinen Arbeitsplatz, neben ihm nahm Mark seine Überwachungsstation ein.

Der schwarze Wagen fuhr noch tiefer in den Berg hinein. Es ging auch einige Serpentinen abwärts. Tief unten hielt er. John schob seine ID-Karte in den Scanner und der Wagen konnte ein weiteres Tor passieren. Eine erleuchtete Halle tat sich vor ihnen auf, ein paar Leute, die an einem Tisch saßen sprangen auf und rannten zu einem Computer. Einen Moment später merkte man eine kurze Erschütterung. Der Wagen parkte in der Mitte des Raumes.
„Ein Raum ist hier, Sir“ sagte ein junger Mann zu John.
„Bringen wir die neuen Opfer hinein, sehr lange werden sie nicht mehr schlafen“ Rasch zogen sie den zweien das passende Outfit an.
Eine Treppe führte zu der Luke um in den Cube zu kommen. Die Tür zu dem Raum war geöffnet. Ein paar Techniker standen im Raum um die zwei neuen Opfer hineinzulegen. Vorsichtig trugen John und Claus die junge Frau zu der Tür und schoben sie hindurch. Die Techies nahmen sie ihn Empfang und legten sie in eine Ecke. Einen Moment später lag auch Marco drinnen. Rasch verließen sie den Raum und verschlossen die Tür.
„Schicken wir sie auf die Reise“, John grinste über den Erfolg der Mission. Der Raum verließ seine Position und bewegte sich rasch durch einen langen Gang zum Cube zurück.

Der Raum raste noch durch den Gang als Lindsey munter wurde. Sie rieb sich die Augen, „das muss ein Traum sein“, murmelte sie. Ihr Gefängnis wurde leicht erschüttert. Jetzt bemerkte sie dass Marco ebenfalls in den Raum lag.
„Wie gibt’s so was,…“ Sie krabbelte zu Marco hinüber und rüttelte ihn. „Aufwachen,…“ Etwas verwirrt öffnete er die Augen.
„Wie kommen wir in den Cube?“ fragte er, als er ihm allzu bekannte Wände sah. Ihr Raum hielt gerade an.
„Ich glaub Sandra ist nicht da, sonst hätte sie uns durch ihr Jubelgeschrei geweckt“
„Und wenn sie weitergeklettert ist?“ fragte Lindsey.
„Nein, wahrscheinlich liegt sie in einen anderen Raum, sie wollten sie bestimmt nicht zu uns dazugeben, checken wir mal die umliegenden Räume“ schlug Marco vor.
„Ich denke das hat keinen Zweck, der Raum hat sich lange Zeit bewegt“ erklärte Lindsey.
„Aber wieso stecken die uns rein, wir haben nichts gemacht“ murmelte Marco, „das finde ich absolut nicht fair“ Die zwei saßen am Boden und lehnten sich an eine der Wände an.
„Hmm sollen wir weiterklettern oder sitzen bleiben“ grübelte Lindsey.

Müde drehte sich Sandra auf die andere Seite und fiel auf den Boden. Erstaunt setzte sie sich auf und öffnete die Augen, grelles Licht flutete ihr entgegen. Verwirrt blickte sie sich um.
„Wo bin ich? Wo sind Lindsey and Marco?“
„Erstens wo sie sind, das geht sie nichts an, und ihre momentane Lage lässt es auf keinen Fall zu Fragen zustellen“ fuhr ein Mann sie an. „die Fragen stellen wir, sonst niemand, und kooperieren sie nicht, wird ihnen da Gleiche zu stoßen wie ihren Freunden“
‚So ein Arschloch’ dachte sie sich und murrte vor sich hin.
Erschrocken musterte sie ihn, verkniff sich aber die nächste Frage, immerhin wollte sie raus finden was mit Lindsey und Marco passiert war.
„Setzen sei sich hier her“ Er deutete auf einen Sessel. Murmelnd erhob sie sich und nahm auf dem Stuhl Platz. Musternd blickte sie sich um, die Fenster in die anderen Räume waren verdunkelt.
„Nun fangen sie von vorne an, was hat es mit der Halskette auf sich“ Er hielt ihr, ihre Halskette vor die Augen. Sandras Augen funkelten wütend, da hatte doch glatt wer ihre geliebte Kette abgenommen und zickte sie deswegen an.
„Ist doch nur eine Halskette mit einem Anhänger, hab ich mir machen lassen“
„Und wieso gerade dieses Symbol, gibt doch genug Andere Symbole“
„Darf man sich jetzt nicht mal mehr ein Schmuckstück machen lassen, das man in einem Film sieht“ grummelte Sandra. Sie wollte ihre Kette zurückhaben und auch wissen was mit ihren Freunden los war.
„Und wieso lässt du dir so was nachmachen?“
„Weil es mir gefällt und der Film cool ist, seit wann ist denn so was verboten?“
„Um einiges klar zustellen, du bleibst jetzt hier und wirst mitarbeiten.“
„Was ist jetzt mit meinen Freunden?“
„Das geht dich im Moment noch nichts an“
„Das geht mich sehr wohl was an, ich will wissen was mit ihnen los ist, wenn ich kooperieren soll, möchte ich wissen was los ist“ erwiderte Sandra wütend, so einfach wollte sie sich damit auch nicht abfinden, „jetzt wird man schon wegen Halsketten verurteilt“
„Gehen sie durch die Tür, dann wird man ihnen alles erklären?“
„Und wenn ich mich weigere mitzuarbeiten?“
„Sie werden mitarbeiten ob sie wollen oder nicht“
„Das werden wir ja sehen“ Sandra hatte keine Lust sich etwas vorschreiben zu lassen.
„Und nun raus“
Grummelnd erhob sie sich und schritt durch die Tür, sie stand auf einem Balkon und blickte in einen großen modernen Büroraum hinab. Geschäftiges Treiben herrschte, keiner beachtete sie, als sie die Treppe hinab stieg. Am fuß der Stiege blickte sie sich staunend um. ‚wo bin ich da nur hingeraten’ dachte sie sich.

Sie war auch stocksauer, weil sie nicht mehr ihre Halskette hatte, ihr fehlte ihr Lieblingsschmuckstück.
Als sie so dastand kam eine junge Frau auf sie zu.
„Komm mit“, forderte sie Sandra auf, ich zeig dir hier einiges, „ist ziemlich cool“ Sandra trottete hinter der Frau her und nahm neben ihr an einem Terminal platz.
„Keiner sagt mir wo meine Freunde sind, haben sie die hier auch zum Arbeiten eingeteilt, auch ne komische art neue Mitarbeiter zu casten“
Der Boden vibrierte kurz.
„Was war das?“ Sandra war es schon vorher aufgefallen, aber da konnte sie niemanden fragen.
„Erfährst du gleich, nenn mir mal die Namen deiner Freunde, Vornamen reichen“
„Lindsey und Marco, aber der Mann da oben meinte, dass mir das gleiche zustoßen wird, wenn ich nicht kooperiere“
„Was ist denn passiert?“ fragte sie vorsichtig. Sie musste sich noch die Worte zurechtlegen, ehe sie Sandra alles erklärte. Für Sandra würde es hart werden die Wahrheit zu erfahren.
„Ich weiß es eben nicht, wir waren Zelten, sind schlafen gegangen und ich bin dann hier munter geworden, von meinen Freunden keine Spur, ich mach mir echt große Sorgen um sie“
Die Frau deaktivierte den Bildschirmschoner, Sandra sah ein allzu bekanntes Symbol auf den Monitor. Langsam begann sie zu realisieren was wahrscheinlich hier los war, aber auf der anderen Seite konnte es nicht möglich sein.
Jetzt kam es ihr in den Sinn, anscheinend waren sie in der Nacht mit Mitarbeitern zusammengestoßen und die ID-Karte war sehr wichtig gewesen.
„Haben die den Cube wirklich gebaut?“ flüsterte sie, und nahm damit auch an das sie Marco und Lindsey gleich rein gesteckt hatten.
„Ja, er existiert schon zwei Jahre.“
„Wieso nur haben sie mich nicht auch gleich in den Cube, dann wäre ich bei meinen Freunden“ Sandra kamen ein paar Tränen in die Augen.
„Sei froh, dass du hier bist, sie lassen keinen lebend raus“
„Ne, ich will zu meinen Freunden, was muss ich tun, das ich in den Cube komme?“
„Die werden dich sicher nicht hineinlassen“
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