Gefangen

von Amy Jones
GeschichteAbenteuer / P16
05.11.2007
24.07.2008
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05.11.2007 1.080
 
Es war spät in der Nacht als Sandra, Lindsey und Marco aus Wien zurückkamen. Das Flugzeug von Lindsey hatte Verspätung gehabt, und so mussten Marco und Sandra den halben Tag am Flughafen verbringen.
Sandra parkte das Auto beim ehemaligen Stall, seit kurzen hatte sie dort einen Pool und ein kleines Gartenhaus. Schon bevor sie zum Flughafen fuhren, bauten Marco und Sandra ein großes Zelt auf, denn in dem kleinen Häuschen war nicht genug Platz zum schlafen.
„Ich glaub das Gasthaus hat noch offen, ich hol mir mal Zigaretten“ sagte Lindsey.
„Von Samstag auf Sonntag hat es sehr oft durchgehend offen, die ganzen Kiddies hier lungern in der Kellerbar rum und besaufen sich.“ Sandra grinste.
„Pack mal aus, ich geh mit Sandra hinunter und hol dir die Packung“ erwiderte Marco.
„Das ist lieb…“  Lindsey begann ihre Sachen in das große Zelt zu tragen. Im Zelt standen 3 bequeme Feldbetten, einige Plastikboxen um die Sachen gut verstauen zu können.

Marco und Sandra machten sich auf den weg, weit war es ja nicht. Einige Straßenlaternen waren ausgefallen, so war es etwas düsterer.
„Laufen wir um die Wette“ schlug Marco vor und begann lachend voraus zu rennen. Sandra sprintete hinter ihm her. Bald waren sei auf gleicher höhe, Marco wollte Sandra etwas aufholen lassen. Wie aus dem Nichts tauchten vor ihnen zwei dunkle große Gestalten auf. Marco und Sandra rannten in die zwei Männer hinein, alle vier Personen vielen zu Boden. „Tschuldigung“ murmelte Sandra und rappelte sich auf, ihr tat der Fuß weh. Die Männer standen ebenfalls auf und musterten die Zwei. Sandra half Marco auf die Beine. Stillschweigend schritten die Männer weiter, sie sagten kein Wort.
„Seltsame Typen“ flüsterte Marco.
Kurze Zeit später betraten sie das Gasthaus und holten die Zigaretten für Lindsey ab. Beim Rückweg, sah Marco etwas am Boden liegen.
„Was liegt den da“ murmelte er, „hast du was verloren, Sandra“
„Nein, mir ist nichts runter gefallen, hab auch noch meine Halskette“ Marco hob die Karte auf, sie hatte die Größe einer Kreditkarte und besaß ebenfalls einen Magnetstreifen.
„Schauen es wir uns mal im Licht genauer an, vielleicht kann man dann noch mehr erkennen“ Marco steckte die Karte ein. Ein paar Minuten später betraten sie den Stall, vor dem der Hof mit dem Pool lag.
„Wir sind wieder da…“ rief Marco erfreut.  Im Zelt wollten sie dann Lindsey über das seltsame Erlebnis berichten.
„Na endlich, lässt man eine Diva so lang allein“ Lindsey saß auf einem der Betten und hatte sich schon was zu Trinken genommen.
„Uns ist was ganz seltsames passiert, wir sind mit ein paar Typen zusammengestoßen, komplett schwarz gekleidet, man konnte nicht mal ihr Gesicht erkennen. Sie haben uns komisch gemustert und sind dann weiter. Nachdem wir deine Zigaretten hatten, haben wir beim Rückweg was gefunden.“ Marco reichte Lindsey diese seltsame Karte. Sandra setzte sich neben Lindsey und gab ihr die Packung Zigaretten.  Drei Köpfe waren über die Karte geneigt.
„Hmm, irgendwo her kommt mir der Name: Mark Gress bekannt vor“  grübelte Lindsey.
„Hab den auch irgendwo gelesen, aber wo nur“ Sandra war sich auch nicht sicher, wo sie den Namen einordnen sollte.
„Schauen wir im Internet nach, ich weiß das ich ihn in den Nachrichten gehört hab“
„Wir werden doch keinem Mörder über den Weg gelaufen sein?“ fragte Lindsey und erschauerte.
„Ja klar, und ein Mörder trägt auch eine ID Karte bei sich“, scherzte Marco. Sandra holte den Laptop hervor, schaltete ihn ein und steckte das Handymodem an, „mal schauen ob wir was finden“
„Bin schon gespannt, was es mit dem auf sich hat, wahrscheinlich ist es auch nichts Weltbewegendes“
Sandra tippte in Google den Namen ein. Sofort kamen einige Newseiten. Es dauerte etwas bis die Seiten geladen waren, da sie nur via Modem online war.
„Seltsam,…“ murmelte sie, Mark Gress starb bei einem Zugunglück in der Schweiz. Ein Triebwagen des Gebirgsexpress ist eine Brücke hinuntergestürzt. „
„Genau, jetzt weiß ich es wieder, der Triebwagen hing noch lange über den Abgrund ehe er abstürzte, es gilt als schwerstes Zugunglück in der Schweiz.“
Marco las weiter in dem Bericht, „abartig“ murmelte er.
„Was ist abartig?“ Lindsey schaute ihn verwirrt an. Sandra begann sich ebenfalls zu wundern.
„Er war Amerikaner und sollte in die USA überstellt werden, am Flughafen in Zürich verschwand der Sarg, er ist nicht mehr aufgetaucht“
„Das ist wirklich krass, was will man nur mit einem Toten“
„Vielleicht hat ihn wer wiederbelebt“
„Wie Zombies sahen sie nicht aus, und die haben sich auch nicht so bewegt“
„Was ist wenn das Unglück eine Inszenierung war um unterzutauchen“ spekulierte Sandra.

„Verdammt“ fluchte Mark zu James, als sie vor den Geheimeingang standen, „ich hab die ID Karte verloren“
„Das ist sehr schlecht, was werden die Arbeitgeber dazusagen, aber wir haben etwas anderes Interessantes für sie, ich hoffe das beruhigt sie und sie stecken dich nicht hinein“
„Ein zweites Mal sterben möchte ich auch nicht, wobei es beim ersten Mal gefakt war, vor allem nicht im Cube.“
James schob seine ID Karte in den Scanner und die Beiden betraten einen langen, spärlich aus Felsen geschlagenen Gang.  Nach zirka 100 Metern, befand sich vor ihnen eine Stahltür. Ein Scanner untersuchte mit einem blauen Strahl die Beiden, erst dann glitt die Tür vor ihnen auf. Würde man es nicht mit eigenen Augen sehen, könnte man es nicht glauben, vor ihnen erstreckte sich ein großes modernes Büro. Etliche Männer und Frauen saßen bei Tischen und überwachten den Cube.
„Fahren wir besser gleich zu unseren Vorgesetzen.“ schlug James vor, Mark war sichtlich nervös, was in anbetracht der Situation logisch war.

„Was ist passiert, wir hatten sie nicht mehr am Monitor“ fuhr der Mann sofort Mark an, „die ID-Karte befindet sich nicht mehr in ihren Händen“
„Sir es gab einen Unfall“ stammelte Mark.
„Sie wissen was der Verlust der ID-Karte bedeutet“
„Ja, Sir“  Mark senkte den Kopf.
„Sir, wir sind im Ort mit zwei jungen Leuten zusammengestoßen, anscheinend haben die, die ID-Karte an sich genommen und die Frau hat unser Logo an ihrer Halskette.“
„Was hat die, wie kommt die dazu“ Man merkte das der Abteilungsleiter wütend wurde.
„Bringt sie mir hierher, aber nur SIE, wenn sie hier unbeschadet ist, könnte man darüber nachdenken, die Strafe noch mal aufzuheben. Die ID-Karte möchte ich ebenfalls haben.“
„Was ist mir ihren Freunden oder Bekannten die bei ihr sind?“
„Steckt sie in den Cube, sonst werden sie reden und Nachforschungen anstellen. Lasst alles wie einen Unfall aussehen, wenn wir das Bahnunglück inszenieren konnten, ist das hier eine Kleinigkeit“
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