Keine Panik - Alles Panik

von Xad
GeschichteAllgemein / P6
Fuji Syusuke Inui Sadaharu Kaidou Kaoru Kikumaru Eiji Oishi Syuichirou Tezuka Kunimitsu
31.10.2007
03.09.2009
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31.10.2007 950
 
„Das kann doch nicht wahr sein!“, in einem für ihn unüblichen Akt der Gewalt schleuderte der Rothaarige seinen linken Schuh quer durch den Clubraum, gegen die gegenüberliegende Wand. Ryoma konnte gerade noch so in Deckung gehen, bevor ihn jener nach dem Abprall getroffen hätte. „Tztz...Eji-senpaj hat Käsefüße..“, nuschelte er nur vor sich hin.
„NANI?“, Eji war bereits auf dem Sprung um seinen „geliebten O-chibi“ zu erwürgen, als ihn Oshi noch gerade eben aufhalten konnte. Was folgte konnte man kaum Gerangel nennen, denn schon nach wenigen Augenblicke ändert Eji seine Taktik und drehte sich in Oshis Armen – zu dessen Überraschung – um und schlang die Arme um den Hals des größeren. „Oshiiiii....heute sind alle soooo gemein zu mir. Ne?...Mach das ich da nicht hin muss, ja?.. Bitte!!!“, sein gequältes Quietschen zerris Oshi augenscheinlich beinahe das Herz. „Aber Eji...das ist doch nichts schlimmes..!“, versuchte er seinen Doppelpartner zu beruhigen, als hinter ihm bereits die Tür mit einem etwas energischeren, als sonst üblichem, Knall geschlossen wurde. „Hoi, Bouchu...“, Eji lunste an Oshi vorbei zu dem eingetretenen Tetzuka mit Inui an seiner Seite. „98 % das Eji versucht Oshi auszunutzen um an seinem Termin vorbei zu kommen.“, gab letzterer sogar ohne sein Notizbuch in der Hand von sich. Was dann folgte führte dazu, dass selbst die Spieler, die noch nicht die Fassung verloren hatten, endgültig ins Starren kamen. Denn so etwas erlebte man selten. „Da tut er gut dran.“, murmelte Tetzuka, als er an dem Goldenen Pair vorbei zu seinem Spind ging.
„I data...“, nuschelte Inui und kramte sein Notizbuch heraus, um fleißig zu schreiben. „Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade du das sagen würdest lag bei....3 %. Hm.. kalkuliert man ein, dass 99 % derer, die bereits ihren Termin hinter sich haben, nicht in der Lage waren, ihrem Entsetzen Ausdruck zu verleihen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es überhaupt jemand sagt auf..86 %!“
„Fschhhhhhhhhhhhh...“, fauchte Kaidoh vor sich hin, was prompt Momo auf den Plan rief. „Naaa, Mamushi, wann ist denn deiner?“, „Baka...morgen vierte Stunde, eine halbe Stunde nach DIR!“
Im Endeffekt sah man nur noch Arme, Beine und hörte das Schreien Ryomas, der dummerweise zwischen die Rangelnden geraten war.
Tetzuka beäugte die Angelegenheit kritisch und schob sich seine Brille auf der Nase zurecht.
Ein leises Kichern lies ihn inne halten. Die Stimme war unverkennbar und Fuji – am Türrahmen lehnend – eindeutig amüsiert.
„Lasst sie sich prügeln, wenn sie blaue Flecken davontragen, werden die morgigen Termine bestimmt länger dauern.“ Spitzbübisch grinsend wandte er sich an Tetzuka. „Du solltest dich aber darauf einstellen, anschließend eine gesonderte Sitzung zu erhalten zum Thema „Wie ich meine armen kleinen Teamkameraden so schonend wie möglich betreue ohne körperliche oder seelische Belastungen auf sie auszuüben“.“
Tetukas Augenbrauen hoben sich unmerklich ein Stück. Seine Selbstbeherrschung hatte an dem heutigen Tag schon genug gelitten. Wer war auch so sadistisch gewesen, die Termine der Drittklässler direkt heute zu beginnen? Wüsste er es nicht besser, er hätte geradewegs den grinsenden Tensai in dieser Überlegung favorisiert.
„Oh...Fujiko...“, Eji wuselte – aus Oshis Armen hinaus – hinüber zu Fuji. „An no ..wie war dein Termin?“ „Kurz.“, grinste der nur noch breiter, was nicht nur Ejis Augen überdurchschnittlich anwachsen ließ, sondern auch ein paar Ohren. Ehe man es sich versah hatten sich Kaidoh und Momo zu Eji gedrängt und starrten Fuji an. „Fuji-senpai!!!!“, kam es synchron von den beiden Zweitklässlern. „Wie „kurz“? Wie hast du es hinbekommen da „kurz“ nur drinnen zu bleiben?“
Fujis allgegenwärtiges Lächeln verwandelte sich in ein diebisches Grinsen. „Wäre doch zu schade, wenn ich euch das verraten würde. Es ist amüsanter, wenn ihr es höchst selbst heraus findet.“, mit einem kurzen aufblitzen der blauen Augen, stieß er sich vom Türrahmen ab und kam in den Clubraum hinein.
Eji brabbelte leise vor sich hin, welch unaussprechliche Grausamkeiten hinter DER Türe lauern konnten, während Kaido und Momo abwechselnd sich steigernd um das „Entsetzteste Gesicht des Jahres“ bemühten.
„...Wenn ich mich zurückversetzen lasse, bin ich erst in zwei drei Tagen dran....bis dahin lasse ich mir von meinem Bruder irgendeine höchst ansteckende Krankheit von woher auch immer mitbringen und kann dann nicht bis sie endlich zur Vernunft gekommen sind und ....“, Ejis Monologe ließen Oshi nur noch besorgter dreinschauen. „Aber Eji....es ist doch nur eine Schulpsychologin!“, versuchte er den Rotschopf zu beruhigen, doch der watschelte vor ihm weiterhin auf und ab. Hilflos erhobene Augenbraue suchten Tetzukas Blick, der jedoch glitt aus dem Fenster hinaus auf die Umgebung.
Inui hatte derweilen aufgehört zu schreiben. „Nur? Oshi, ich hätte erwartet, dass du besser informiert bist. Die Auswirkungen, welche die Einstufungstermine bei so manchem MEINER Klassenkameraden hervorgerufen haben, waren erstaunlich ausdrucksstark. Marui war der erste heute morgen und als er nach einer Stunde wieder kam, hat er – im Gegensatz zu seinem gewohnten Verhalten – nicht ein einziges Mal den Blick von der Tafel abgewandt! Und das, obwohl weder der Lehrer im Raum war, noch etwas an der Tafel stand!“

Von draußen drang leises Schnattern an ihre Ohren, als auch schon die Türe aufgerissen wurde und ein Grüppchen Freshman sich eiligst herein drängten. Horio vorneweg, war gestenreich am Erzählen. „Mein Vater sagt, ein Schulpsychologe gehört in jede anständige Schule. Jemand, der sich mit den Problemen der Schüler auseinander setzt und sie stützt und fördert. Das sei ein wirklich großer Fortschritt für Seika.....“, in dem Moment fiel ihm siedend heiß auf, dass sie keineswegs allein im Clubraum waren und er von sechs Augenpaaren gleichzeitig gerade zerrissen wurde.
„Oh.. wenn selbst die Senpais sich hier verstecken...“, wisperte es hinter ihm. Worauf die Blicke, die ihm zuvor galten, auf seine Mitschüler umschwangen, was zu einem Konzert an Entschuldigungen führte, woraufhin die Türe zugeschlagen wurde und man die jüngeren davon eilen sah, als wäre Inui mit einem seiner Tränke hinter ihnen her.
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