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Sayid und Farid - Brothers

GeschichteDrama / P16 / Gen
29.10.2007
04.02.2008
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29.10.2007 2.331
 
Der Assassine hockte auf dem südlicheren der vier Türme, welche die Festung Masyaf umrahmten. Sein schwarzes, dichtes Haar wehte im lauen Wind, der durch die Berge jagte. Er trug ebensolche dunkle Kleidung als Zeichen seiner Zugehörigkeit.
Von seinem Standpunkt aus hatte er einen guten Ausblick auf die innerste Wehrmauer der Burg, sowie auf den riesigen Innenhof.
Schattenhafte Gestalten huschten durch die Gänge, den Garten, die Ställe und die Türme. Aber Asef betrachtete sie alle nicht, sein Interesse galt einem unscheinbaren, doch auffälligen Jungen an den steinernen Zinnen der Seite der Mauer, die zu dem einzigen Ausgang aus der Festung zeigte.
Seit geschlagenen drei Tagen verharrte er schon dort, würde wahrscheinlich weder essen noch trinken, wenn der Krieger ihn nicht dazu zwang. Asef stand auf, schritt gemächlich zu dem dunkelhaarigen, mageren Sklaven.
„Farid, komm. Es dunkelt bereits.“
Mechanisch folgte der Angesprochene seinem Herrn zu dessen Gemächern im hinteren Teil von Masyaf. Genauso teilnahmslos aß und trank der Junge seine Ration von dem bereitgestellten Essen, mehr wollte er nicht, obwohl er es nötig hatte.
„Farid, setz dich zu mir.“ Asef klopfte auf den freien Platz am Kopfende des Bettes. Schweigend gehorchte der Sklave.
„Ich weiß, du vermisst deinen Bruder. Viele suchen nach ihm, aber bisher ohne Erfolg. Wenn du mir etwas versprichst, kann ich selber gehen.“
„Was, Herr?“ Hoffnungsvoll blickte Farid auf, seine Stimme klang heiser vom langen Schweigen, in seinen Augen zeigte sich endlich wieder ein Blitzen.
„Du wirst genau das befolgen, was ich dir jetzt sage. Du isst regelmäßig, gehst in diesen Raum, sobald es dunkelt und legst dich schlafen. Du verlässt die Burg niemals alleine. Ich möchte dich nicht noch einmal verlieren. Wirst du dich daran halten?“
„Ja, Herr.“
„Guter Junge. Ich werde jemanden beauftragen, sich um dich zu kümmern. Und jetzt schlaf ein wenig. Am morgigem Tag bin ich nicht mehr anwesend.“
Der Junge sich seitlich auf das große Bett, das er bald mit seinem Bruder teilte. Seine seltsam grünen Augen waren unverwandt auf den Krieger an der Kante gerichtet.
„Habt Dank, Herr.“
„Wir sehen uns bald wieder, Farid.“ Aufmunternd lächelnd verschwand Asef Arslan lautlos wie ein Schatten.

Eine Karawane, bestehend aus fünf Männern, zwei Frauen und acht Kamelen, reiste durch die harte, arabische Wüste. Sie kamen aus Frankreich, ihr Ziel war die Hauptstadt des christlichen Königreichs im Morgenland, Jerusalem.
Begleitet wurden sie von einem muslimischen Fremdenführer mit Namen Kerim. Er schien kräftig, gleichzeitig geschmeidig zu sein.
Sein Gesicht und die Haare waren unter einem schwarzen Turban mit Schleier versteckt, nur die dunklen Augen blickten suchend umher.
Seine restliche Kleidung hatte die selbe Farbe, die Scheide mit dem Krummsäbel bildete den einzigen Farbklecks an der Erscheinung des Mannes.
Die Europäer hingegen sahen aus wie bunte Vögel, besonders die Damen mit ihren vielleicht vornehmen, aber gänzlich unpassenden Kleidern und Sonnenschirmen. Einer der Männer lachte die meiste Zeit über irgendwelche Geschichten, ein gefährliches Unterfangen in einer Gegend besetzt mit Feinden.
Zu Kerims Leidwesen half alles reden bei diesen Menschen nicht, sie fühlten sich im Recht. Er hatte es definitiv nicht leicht mit ihnen.
„Hey, da liegt was. Bestimmt ein Schatz!“
Der Araber trieb sein Tier vor die schneller werdende Karawane, hielt sie so auf.
„Halt, ihr könnt nicht einfach dahin reiten. Es könnten genauso gut auf der Lauer liegende Räuber sein.“
Panisch blickten die Europäer sich um, die Tiere tänzelten unruhig im Sand.
„Was schlagt ihr vor?“ Dem Franzosen mit dem Namen Jean-Luc war das Lachen vergangen.
„Bleibt ruhig, verhaltet euch still! Ich werde nachsehen.“ Lautlos seufzend stieg Kerim von seinem Kamel, schlich geduckt zu dem schwarzen Fleck im Sand.
Was er da sah, erschreckte ihn. Ein Junge, ein verletzter Junge lag in einer Mulle. Er war halb vom Staub bedeckt, trotzdem konnte der Schwarzgekleidete den blutigen Verband um die Genitalien, sowie das ausgelaugte, eingefallene Gesicht erkennen.
„Oh, Gott! Wer macht so was?“, kreischte eine der beiden Frauen.
Ohne, dass er es bemerkt hatte, waren die Europäer näher gekommen.
„Ihr solltet doch warten! Ich weiß es nicht, meistens Sklavenhändler. Kastraten lassen sich besser verkaufen.“
„Das ist doch grausam! Lebt der Junge noch?“
Kerim verdrehte innerlich die Augen, als er den Puls suchte. „Seltsamerweise ja, aber nicht mehr lange. Ich brauche Wasser und saubere Tücher.“
Die Männer beeilten sich dem Befehl nachzukommen, während die beiden Damen geschockt im Weg standen. Nach kurzer Zeit schickte der Araber sie entnervt weg.
„Bis Jerusalem sind es noch fünf Tagesritte. Edessa ist in der Nähe. Dort können wir hin, aber es wäre ein Umweg.“
„Wird der Junge es nicht bis Jerusalem schaffen?“, fragte die Frau, die wohl als einzige von Beiden sprach.
„Nein, er ist zu geschwächt.“
„Gut, dann halten wir in Edessa.“
Der Araber nickte kaum sehbar, kümmerte sich um das Kind. Er gab ihm zu trinken, wechselte den schmutzigen Verband, reinigte den mageren Körper, wickelte ihn in Kleidung der Europäer. Dabei bemerkte er das Brandmal auf der Schulter.
„Er gehört Asef Arslan?“ Verwundert riss er die Augen auf.
„Wer ist dieser Asef Arslan?“, meldete sich Jean-Luc besorgt.
„Ein einflussreicher Araber, ein mächtiger Krieger. Normalerweise hält er keine Sklaven, aber er hat vor einigen Jahren ein Geschwisterpaar gekauft. Das muss einer der Brüder sein.“
„Warum hat er die Beiden gekauft?“
„Aus Mitleid. Er wollte sie vor der Trennung bewahren.“
„Was macht dieser Asef?“
„Er ist Assassine, ein direkter Vertreter des Alten vom Berge.“
„Was sind Assassinen?“
„Sie werden auch Schattenkrieger oder Ismaeliten genannt. Sie sind perfekt ausgebildete Krieger, lautlos und schnell. Der Alte vom Berge ist ihr Herrscher. Ich gehöre ebenfalls zu ihnen, allerdings stehe ich unter dem Befehl des Königs Balduin.“
Unterdrückte Laute gingen durch die Reihe der Europäer. Einer von ihnen, der bisher geschwiegen hatte, tastete unbewusst nach seinem Dolch.
„Lasst das Messer stecken, Joshua“, warnte Kerim, ohne ihn dabei anzusehen. Der mit Joshua Angesprochene gehorchte widerwillig.
Der Assassine achtete nicht weiter auf ihn, sondern hob den verletzten Jungen auf sein wartendes Kamel. Die Christen beeilten sich, ihm zu folgen.
Der Grieche Joshua, der als Einziger wie ein Pilger aussah, denn er trug wüstentaugliche Kleidung, sowie Waffen, bildete den Schluss der Karawane. Er traute dem Begleiter nicht wirklich, zeigte das aber nicht so deutlich. Er musste sich zurückhalten, solange sie sich nicht an ihrem eigentlichen Zielort befanden.

Nicht weit entfernt, dennoch von beiden Seiten unbemerkt, ritt Asef Arslan geradewegs zu Hafenstadt Akkon. Mit seinem schwarzen Pferd war deutlich schneller, als die Kamele.
Erst wollte er die großen Städte absuchen, ehe er sich den kleinen Dörfern zuwandte. Sayid musste sich doch irgendwo befinden.
Den Sklavenhändler und den Arzt hatten seine Brüder ausfindig gemacht, allerdings hatten sie ihm nicht weiterhelfen können, bevor der Assassine seine Rache verübte. Unerbittlich hatte er ihnen das Leben geraubt.
Nachdenklich trieb er seinen Araberhengst zu größerer Geschwindigkeit an. Schon bald erreichte er die christliche Stadt, die zum Herrschaftsbereich des Königs Balduin gehörte.
Prächtige Türme ragten an den Ecken der großen Mauer in den Himmel empor. Häuser aus Stein und mit flachen Dächern vervollständigten das Bild. Überall tummelten sich Menschen, viele mit Esel oder Kamele, manche mit Handkarren.
Solche Orte waren der Sammelpunkt der Händler, egal welcher Religion. Moscheen und Kirchen bildeten das Zentrum, umgaben eine Synagoge. Die Kreuzritter hatten Akkon zu einer reichen Metropole gemacht.
Asef Arslan sah den Glanz nicht, er kümmerte sich lieber um Informationsbeschaffung. Der Großkomtur Akkons konnte ihm jedoch nichts sagen. Trotzdem versprach er, dass sich die Templer umsehen würden.
Die anwesenden Assassinen brachten ihm ebenso wenig, genauso wie seine eigene Durchsuchung der Stadt. Also machte er sich auf den Weg zu der einen halben Tagesritt entfernten Christenstadt Edessa.

Kerim gelangte mit der Karawane einige Stunden nach dem Wüstenfund in der Stadt Edessa an. Auf der Mauer standen Soldaten und nur wenige Menschen liefen außerhalb herum.
Edessa lag zwischen Damaskus, dem Hauptsitz Saladins, sowie Jerusalem, musste also immer in Alarmbereitschaft sein.
Zwei Wachen kamen vom großen Haupttor auf sie zu. „Anliegen und Waren!“
Die Europäer wollten die Durchsuchung ihres mitgebrachten Gepäcks verhindern, aber der Araber hielt sie zurück.
„Wir suchen einen Arzt für einen verletzten Jungen. Bitte, lasst uns durch.“
Der Kreuzritter in der Rüstung des Johanniterorden betrachtete den bleichen Sklaven auf dem Kamel des Assassinen. „Gut, ihr könnt durch. Die Ärzte befinden sich bei den Tempeln.“
„Ich danke euch.“ Ohne die Beiden noch weiter zu beachten, marschierte die Karawane in die menschenreiche Stadt. Hinter ihnen wurde das meterhohe Haupttor geschlossen, denn die Nacht brach herein, bei dem geringsten Anzeichen von Dunkelheit durfte kein Fremder länger Edessa betreten.
„Ihr solltet euch um den Jungen kümmern, Kerim. Wir suchen derweil eine Herberge“, schlug Jean-Luc vor, doch der Araber lehnte ab.
„Ich komme mit euch. Ich habe selber Kenntnisse in der Medizin, ich brauche keinen Arzt.“
„Gut, wie ihr wünscht.“
Zusammen begaben sie sich zu den Herbergen, um eine Unterkunft zu erbitten. Allerdings wurden sie erst im arabischen Teil aufgenommen. Zwei Sklaven des zweistöckigen Hauses brachten die erschöpften Tiere in einen nahegelegen Stall.
Der Herr, ein älterer, kleiner Araber mit Namen Hadschi wies seinen Gästen Plätze in dem einzigen Raum des Erdgeschosses zu. Hier, so erklärte er, könne man speisen und ausruhen zugleich.
Überall standen Holztische mit jeweils vier Stühlen. Eine Treppe an der hinteren Wand führte zu den Schlafgemachen. In zwei Ecken gab es größere Tische mit gepolsterten Bänken. Eine Feuerstelle und eine lange Holztheke machten das Bild des hellerleuchtenden Zimmers komplett.
Kerim legte den verletzten Jungen auf eine Decke, die er auf einen der großen Tische ausbreitete. Von der Hausfrau, einer dürren Araberin mit grauen Haaren, ließ er sich in die Küchenzelle führen, wo er sofort begann etwas zuzubereiten.
Joshua wusch den Sklaven mit einem Tuch, das er in eine herbeigebrachte Schüssel Wasser tauchte.
„Ich glaube nicht, dass er überlebt. Er ist zu schwach“, wandte der Franzose Jean-Luc ein.
„Noch ist er nicht tot. Er ist ein unschuldiges Kind, das Hilfe benötigt, egal zu wem er gehört.“ Stur setzte der Grieche seine Arbeit fort.
„Du fürchtest die Assassinen.“
„Jeder, der bei Sinnen ist, fürchtet sie. Das sind Mörder.“
„Kann ich mir bei Kerim nicht vorstellen. Er sieht nicht sonderlich stark aus.“
„Darauf kommt es auch nicht an. Sie sind die besten Schützen des Morgenlandes.“
Verwundert schaute der Franzose zu dem näherkommenden, unscheinbaren Krieger, der eine dampfende Schüssel in den Händen trug. Die darin enthaltende Salbe strich er ganz vorsichtig über die Verletzung des Jungens, der vor Schmerz zusammenzuckte und leicht wimmerte.
„Scht, ist gut. Habe keine Angst.“ Nachdem Kerim geendet hatte, legte er dem Sklaven einen neuen Verband aus weißen Leinentüchern an. „Wer von Beiden bist du eigentlich?“
„Sayid.“
Erschrocken drehte er sich zu dem wie ein Schatten aufgetauchten Asef Arslan, verbeugte sich hastig. „Herr.“
„Kerim, wie lange befindet er sich schon in deiner Obhut?“
„Nicht lange, Herr. Wir fanden ihn draußen in der Wüste.“
„Warum brachtest du ihn her, wenn du wusstest, wer er ist?“
„Er ist sehr schwach, Herr. Die Reise nach Masyaf überlebt er so nicht.“
„Gut. Danke für deine Hilfe. Schicke bitte eine Botschaft nach Masyaf. Sie sollen aufhören zu suchen.“
Mit einer Verbeugung verabschiedete Kerim sich von seinem Herrn und verließ die Herberge um seine Aufgabe zu erfüllen.
Asef trat an den Tisch, wo sein kleiner, schlafender Sklave lag. „Sayid... du bist wieder da. Wir haben uns Sorgen gemacht. Farid wartet sehnsüchtig auf dich.“
Tränen bildeten sich an den Rändern der geschlossenen Augen des Jungen. Sanft strich der Assassine einige schweißnasse, dunkle Haarsträhnen aus seinem Gesicht. „Wenigstens hast du kein Fieber. Sobald du dich besser fühlst, bringe ich dich zu deinem Bruder.“
Er hob vorsichtig den mageren Körper vom hellen Tisch. „Zeigt mir ein Zimmer und bringt mir Decken und Wasser.“
Der Wirt gehorchte sofort. Die Europäer waren ebenfalls schon im ersten Stock. Der Raum, den der Assassine zugewiesen bekam, lag am Ende des dunklen Flures. Das Inventar bestand aus einem Bett auf der gegenüberliegenden Seite unter dem  Fenster, sowie einer alten Kommode mit zahlreichen Verzierungen.
Asef versorgte seinen Sklaven mit Wasser, legte ihn sachte auf die Schlafstätte. Für sich selbst ließ er einen bequemen Sessel aus weißem Holz bringen, den er direkt neben das Bett stelle. „Schlaf gut, Sayid.“

Trotz der guten Pflege dauerte es fünf Tage, bis Sayid sich so weit erholt hatte, dass er eine Reise nach Masyaf unbeschadet antreten konnte.
Die Karawane der Europäer war schon am ersten Tag wieder abgereist, sodass Kerim davon nichts mehr mitbekam, wobei er gerne länger geblieben wäre, aber der König brauchte ihn. Sayid konnte sich nicht einem an seinen Retter erinnern, richtig gesehen hatte er ihn auch nicht.
Während er sich säuberte und anzog, bereitete Asef Arslan den längeren Ritt vor. Es erfreute ihn, dass sein kleiner Sklave – mit seinen 1,60 Metern war er als Fünfzehnjähriger wahrlich nicht sonderlich groß – alles überlebt hatte, selbst das Fieber, das sich für kurze Zeit doch noch gezeigt hatte. Vielleicht sollte der Assassine ihn zu einem Krieger ausbilden, wenn er es wünschte.
„Bist du fertig, Sayid?“
Sofort kam der Junge. Er trug, genauso wie sein Herr, schwarze Kleidung und einen ebensolchen Turban, mit dem er seine wild liegenden Haare zähmte. Außerdem hatte er einen frischen Verband um seinen Genitalbereich, so sollten Abschürfungen vermieden werden.
Höflich verabschiedeten sie sich von dem alten Araber, der die Herberge leitete. Asef hob den Jungen vorsichtig auf den schwarzen Hengst, stieg hinter ihm auf, bevor er das Tier in Galopp trieb.
Sie konnten schnell reiten, niemand kreuzte ihren Weg, auch mussten sie weniger Pausen machen, als gedacht. Sayid hielt erstaunlich gut durch. Unterwegs sprachen sie kaum, das hatten sie schon zur Genüge in Edessa getan und Asef konnte so besser auf die Geräusche der Wüste achten.
Endlich befand sich die Festung in den Bergen in Sichtweite. Auf dem ersten Blick wirkte sie kalt und bedrohlich, wie ein Massiv, das jemand aus dem Fels gehauen hatte. Doch war sie belebt. Schwarze Schatten tummelten sich auf der Wehrmauer oder hinter den glaslosen Rahmen der vier Türme.
Sie mussten einen hohen Tunnel durchqueren, um in den Innenhof zu gelangen, wo jemand bereits wartete. „Sayid!“
„Farid!“ Schnell sprang der Jüngere vom Pferd, direkt in die ausgebreiteten Arme seines Bruders. Nach so langer Zeit waren sie wieder vereint.
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