Täuschung oder Wirklichkeit

GeschichteRomanze / P12 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Lucius Malfoy Severus Snape Sirius "Tatze" Black
06.10.2007
08.01.2012
23
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5
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Täuschung oder Wirklichkeit


Kapitel: 1 / ?
Autoren: Angel Cindy und Serena Snape
Pairings: gg lasst euch doch überraschen
Kategorie: Drama/Romanze
Warnung: Slash / OOC / Spiegelwelt
Disclaimer: Alles gehört JKR
Inhalt: Was wäre, wenn die Zaubererwelt die ganzen Jahre getäuscht worden wäre? Alle Personen, die wir kennen einem Betrug zum Opfer gefallen sind? Wenn das Gute, in Wahrheit böse ist und das Böse, welches wir kennen, nicht?
Was ist eigentlich „böse“? Sind die Menschen böse und begehen somit schreckliche Dinge? Oder machen vielleicht unsere Taten uns zu dem was wir sind? Sind Menschen von Beginn böse?

Wie einige wissen, habe ich ein eigenes Buch geschrieben und arbeite an einem Zweiten. Das erste liegt bereits bei einem Verlag vor und ich arbeite mit dem Lektorat daran. Wann es also genau veröffentlicht wird, kann ich euch noch nicht sagen, aber es läuft^^
Ich freue mich sehr darüber und hoffe, dass es euch auch begeistern wird. Ihr erfahrt auf meiner Autoren-Facebook-Seite immer den Stand meiner Projekte. Wer also Interesse hat:

https://www.facebook.com/Mara-Prince-102897997012946/


Hörbuch-version-Video für Freunde unter https://www.facebook.com/serena.snape.35

Kapitel: 1

Showdown



Ein grelles Licht überflutete die Lichtung. Leuchtend bunte Blitze erhellten den Himmel und blendeten die Anwesenden.
Severus musste seine Augen mit einer Hand vor den brennenden Strahlen schützen.
Dumbledore stand mitten unter ihnen auf einer Lichtung. Um ihn herum lagen die Opfer und Verletzten des Kampfes. Schallendes Gelächter drang an die Ohren der Überlebenden.
„Ihr Narren! Habt ihr wirklich geglaubt, ihr könntet mich besiegen? Die ganze Zeit habe ich euch für meine Zwecke benutzt, ohne dass ihr es bemerkt habt. Wollen sich nun meine Marionetten gegen mich erheben?“
Wieder ertönte sein grausames Lachen durch die Nacht.


Harry lag schwer verletzt unter den Verwundeten. Mit großer Anstrengung richtete er sich etwas auf und versuchte zu verstehen, was hier vor sich ging.
Was war hier los? Er sah einige Meter entfernt von ihm Prof. Snape stehen. Dieser war leichenblass. Auch bei seinem Lehrer hatte der Kampf seine Spuren hinterlassen. Blut sickerte aus einer Platzwunde an dessen Kopf und lief ihm über sein Gesicht.
Aber er selbst schien dies kaum wahrzunehmen. Sein Blick war fest auf etwas zur anderen Seite Harrys gerichtet. Unter großen Schmerzen folgte Harry dessen Blick.
Nun wusste er, was sein Zaubertranklehrer so seltsam angesehen hatte. Dort stand niemand anderes als Lord Voldemort.
Ja, er erinnerte sich, sie befanden sich im alles entscheidenden Endkampf. Aber irgendetwas war anders verlaufen als geplant, aber was?

Erneut erklang Dumbledores dröhnende Stimme über die Lichtung.
„Ich habe euch in dem Glauben gelassen, dass alles was geschehen ist, alle Grausamkeiten der letzten Jahre, die Schuld eines einzigen Mannes war. Die Schuld von Lord Voldemort.
Aber die Wahrheit ist, dass ich dies alles getan habe. Ihr Narren seid dem Falschen gefolgt!“
Wieder lachte Dumbledor irre auf.

Ein Raunen ging durch die verwirrte Menge. Was hatte dies alles zu bedeuten?
„Ich habe euch glauben lassen, was ihr glauben wolltet. Und sehen lassen, was ihr sehen wolltet. Es war alles nur Illusion!“

Die Hexen und Zauberer auf dem Schlachtfeld sahen sich irritiert an. Konnte das sein?
Waren sie alle einem Irrtum unterlegen? Auf eine gekonnte Irreführung herein gefallen?
Unsicher wechselten ihre Blicke zwischen Dumbledore und Lord Voldemort hin und her.
Lord Voldemort starrte währenddessen die ganze Zeit über nur Dumbledore an.
Dieser sprach von alledem unberührt weiter. Sein Blick haftete dabei auf Severus Snape.
„Nur einer war meinen Illusionen nicht verfallen! Aber er wusste, dass es für ihn besser war zu schweigen. Nicht wahr, Severus?
Letztendlich hat dein Schweigen doch nichts genutzt. Ich hatte dir versprochen, Tom würde nichts geschehen, wenn du tust was ich dir sage. Aber … ich habe gelogen!“
Mit diesen Worten zückte Dumbledore seinen Zauberstab.

Harry sah in Severus Blick die erschreckende Erkenntnis.
Dumbledore begann eine Zauberformel zu sprechen, doch in genau diesem Moment erhoben Severus als auch Lord Voldemort ihre Zauberstäbe.
Ein gemeinsames „Avada Kedavra“ wurde laut ausgesprochen und noch ehe Dumbledore seine Zauberformel zu Ende aussprechen konnte sank er tot ins Gras.

Auf der blutdurchtränkten Wiese herrschte Stille und Bestürzung. Zu viele gute Hexen und Zauberer waren gestorben. In dem Wissen, das Richtige zu tun, sind sie doch der falschen Seite in den Tod gefolgt.
Doch für Erklärungen, Fragen und der unvermeidlichen Suche nach Antworten war am nächsten Morgen auch noch Zeit.
Die Erschöpfung machte sich unter den Überlebenden breit. Es war Zeit sich auf den Heimweg zu machen. Die Verletzten würden im Saint Mungos Hospital zu Kräften kommen, die vermeintlichen Sieger des Kampfes im Riddle Manor.

Severus ging auf den verletzten Harry zu und hob ihn auf seine Arme. Harry blickte seinem Lehrer ins Gesicht, welches wie immer ausdruckslos und verschlossen war.
Er schlang seine Arme um Severus Snapes Hals, dann hieß ihn eine beruhigende Dunkelheit willkommen.

An diesem Abend gab es keine wirklichen Gewinner. Sie alle hatten etwas verloren, ihren Glauben an das Gute.