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Grandia: Eine neue Ära

von JAKOzZ
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
30.09.2007
30.09.2007
1
4.565
 
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Sorry, dass ich noch kein Prolog geschrieben habe, aba ich wollt einfach erstmal das erste Kapitel hochladen, da ich das schon seit ein paar tagen fertig habe!^^

Kapitel 1: Justin der Abenteurer

Die Geschichte beginnt auf einem Luftschiff, das die weiten des Meeres überquerte und seinen Weg durch die formlosen Wolken suchte. Auf dem Schiff herrschte große Aufregung, denn das Ziel war nun nicht mehr fern.
Von dem gehetzten Treiben auf den Gängen, die nun von Menschen in verschiedensten Milärkleidungen bevölkert wurden, wachte auf der Kommandobrücke ein Mann auf.
Das Erste was er mitbekam, waren seine Kopfschmerzen, die immer mehr in seinem Kopf zu brodeln begannen. Der Mann versuchte seine Gedanken zu sammeln und dachte scharf nach.
Er befand sich auf einem Luftschiff, „seinem“ Luftschiff! Nun kamen die Gedanken wieder zurück und er wusste nun auch, was er geträumt hatte. ‚Hm…Ich glaube, ich muss eingeschlafen sein. Ich hatte schon wieder diesen Traum. Diese Mistkerle! Sie jagen mich.’
Langsam schaute er sich um. Es war alles dunkel, trotzdem bemerkte er, dass sich noch jemand in dem Raum befand.
„Mullen, wo sind wir jetzt?“, rief er in die Leere.
Plötzlich hörte er das Geräusch von mehreren Turbinen und ein Leuchten kam aus einer Ecke des Raumes. Dort standen zwei Personen um einen Radar, der die Lichtquelle zu sein schien.
Der Man musste blinzeln, um die beiden zu erkennen. Es waren eine junge Frau mit hellblauen Haaren, die die Kleidung eines Offiziers trug und ein Mann mit langen blonden Harren, der Groß gebaut schien und auch eine Offizierskutte trug, jedoch mit einem passenden Mantel darüber.
Die Frau schaute mit ausdruckslosem Gesicht zu ihm, doch der junge Mann lächelte und antwortete:
„Es ist nur eine halbe Stunde her, seit Sie das letzte Mal fragten. Sie sehen müde aus, General Baal.“
Der Angesprochene lächelte nun auch und seine Worte schienen etwas Warmes zu besitzen. „Wie oft soll ich es dir noch sagen Mullen. Wenn keine Soldaten in der Nähe sind, dann nenn mich gefälligst Vater.“
Dieser erwiderte jedoch mit einem Seitenblick auf die junge Frau: „Entschuldige, aber Leutnant Leen ist immer noch hier.“
Daraufhin lachte General Baal. „Das zu sagen, ist mal wieder typisch für dich. Aber du weißt doch,“ Er machte eine kurze Pause und sprach dann ernster weiter, „Leen ist ein wichtiger Teil für unsere militärischen Pläne. Nicht wahr, Leen?“
Sein Wort richtete sich nun derjenigen zu, die bisher geschwiegen hatte. Leen neigte ihren Kopf Richtung Boden, da ihr es ein wenig peinlich war nun selbst in dieses Gespräch verwickelt zu werden.
Der General wartete nicht auf eine Antwort und richtete sich zu voller Größe auf. Er blickte auf einen Messanger, der an seinem Arm befestigt war und las vor, was darauf stand.
„Die dritte Ausgrabung der Sult-Ruinen ist fast abgeschlossen.“
Sofort blickte er Mullen und Leen scharf an. „Ich zähle auf euch beide. Mullen…Leen…“
Sie wussten nicht, was sie darauf zu erwidern hatten und schauten sich nur an und nickten dann mit dem Kopf.
Nach ein paar Sekunden setzte Mullen das Gespräch fort. Wir haben eine Ellite-Batallion für diese Ausgrabungen abkommandiert. Sicherlich werden wir nur gute Nachrichten hören.“
Dies schien seinen Vater zu beruhigen, der sehr angespannt gewirkt hatte.
Auf einmal sprach eine neue Stimme zu ihnen. Diese drang durch die Lautsprecher und war auf dem gesamten Luftschiff zu hören.
„Es ist 13 Uhr und 40 Minuten. Wir passieren den Luftraum von Parm. Voraussichtliche Ankunft um 15 Uhr 30.“
Mullen sagte, nachdem die Durchsage beendet war, sanft: „Leen, öffne die Lichtschilde für General Baal.“
Diese antwortete prompt: „Ja, Oberst Mullen!“
Sie ging durch den Raum zu einem kleinen Pult und betätigte Einen der unzähligen Knöpfe.
Es gab ein lautes Surren und ein Klicken von Metall auf Metall. Sofort öffneten sich die riesigen Luken an den Wänden und gaben eine gute Aussicht auf das Meer und die immer näher rückende Hafenstadt Parm.

Es war eine schöne Stadt mitten im industriellen Wandel. Man konnte Parm in vier große Abschnitte teilen, die durch einen breiten Fluss getrennt wurden. Zuerst gab es die Vorstadt. Dort befanden sich die meisten Wohnhäuser, Gaststätten und sonstige Anlagen, die für die normalen Menschen wichtig waren.
Dann gab es die Fabrikgegenden, wo nichts mehr von dem einst verträumten Leben vorhanden war, dass Parm früher führte. An den Fabriken angeschlossen, doch durch eine Brücke getrennt, erkannte man das Herz der Stadt, wo es Museen zu besichtigen und viele Hotels und Restaurants für das „Höhergradige“ Essen, wie man es dort nannte, zu finden gab. Am anderen Ende der Stadt, direkt am Meer, lag der Hafenteil, wo große Schiffe ihre Wege in die „neue“ Welt lenkten.
Parm zählte zu einer der letzten Städte, die es noch in der „alten“ Welt gab, denn immer mehr Menschen zogen über das Meer hinaus in die Neuentstandenen Siedlungen, die nach dem Meer auf Einen warteten.
Leen schaute verträumt auf die Stadt, und versuchte die Menschen bei ihrem alltäglichen Leben zu beobachten, dass so frei und sorglos aussah. Doch dies schien nicht der Fall zu sein. Ein kleines Mädchen mit violetten Haaren rannte aufgeregt durch die Straße auf der Suche nach jemandem. Sie fragte Leute, die aber nur mit dem Kopf schüttelten. So musste sie weiter suchen und schließlich blieb sie stehen, denn sie hatte einen lauten Knall gehört, der sich wie zerbrechende Flaschen angehört hatte. Sie lugte hinter einem Zaun hervor und blickte auf ein überdachtes Warenlager, welches scheinbar zugeschlossen schien. Doch die Geräusche kamen daraus. Und plötzlich hörte sie eine zornige Stimme.
„HEY DU! Das wird dir eine Lehre sein, du Punk!“
Die Tür wurde aufgerissen und ein Junge mit feuerrotem langen Haaren und einem blauen Hut mit Schutzbrille oben drauf flog in hohem Bogen heraus und knallte hart gegen die Wand des nächsten Gebäudes. „AUTSCH!“
Ihm folgte mit wütenden Schritten ein muskulöser Mann, dessen Blick nun auf sein Opfer gerichtet war. Doch dann stöhnte er auf und sagte in genervten Ton: „Oh, Justin, nicht du schon wieder! Du lernst es einfach nie.“, mit diesen Worten schaute er zurück in sein Lager und sprach dann zornig weiter, „du hast schon wieder meine Hütte verwüstet.“
Doch dieser wollte sich rechtfertigen. „Ich hab sie nicht verwüstet. Warum hörst du mir nicht zu? Ich riskiere meinen Stolz als Mann und meine Seele als Abenteurer bei dieser Schatzsuche.“
Dies schien den Mann jedoch nicht zu beruhigen. Im Gegenteil, es machte ihn noch rasender. „SEI RUHIG! Es gibt keinen Schatz in diesem ganzen Müll. Jetzt hast du alles komplett verwüstet.“
Er schlug mit seiner Faust hart auf Justins Kopf, sodass dieser noch mal auf den Boden fiel und mit Schmerzenstränen zu ihm hochsah.
„Egal! Such nie wieder Schätze in meiner Hütte. Hörst du mich, Junge?“
Somit verschwand der Mann in seine Hütte und ließ Justin allein.
„Autsch…“ Er hielt sich den Kopf und stand langsam auf. „Dieser furchtbare Mann, er…EINFACH NIE versteht er…“
Doch er wurde in seinem Gedankengang unterbrochen, da nun das Mädchen nach ihm rief, das die ganze Szene beobachtet hatte.
„JUUUUSTIIIIN!!!!“
Sie rannte auf den Jungen zu, der sich immer noch den Kopf hielt. „Justin, Justin. Bist du okay? Das klang, als ob es wehgetan hätte.“
Dieser wurde verlegen und schaute nun das Mädchen vor sich grinsend an. „Oh, Sue! Hast du das gesehen? Keine Sorge! So ein Klaps? War nicht schlimm! Einem erstklassigen Abenteurer macht das nichts aus.“
Sie schaute bewundert zu ihm auf. „Richtig!“
Dann fragte sie noch: „Wie ist es gelaufen? Hast du etwas in der Hütte gefunden?“
Doch er antwortete niedergeschlagen: Nö. Absolut nichts! Es war wirklich alles Müll. Muss mich wohl getäuscht haben. Aber Sue, wie steht es mit dir?“
Sue lachte. „Ich hab natürlich was gefunden! Tadaaa! Hier ist sie, die Legendäre Rüstung! Ich hab sie ganz allein gefunden.“, Sie präsentierte eine alte Schürze, doch Justin schien auf einen Schlag begeistert. Doch nun machte sich die orangene Schleife auf Sues Kopf bemerkbar. Sie spannte zwei Flügel und fing an über ihnen im Kreis zu fliegen und machte dabei Geräusche, die sich nach „Puff, Puff!“ anhörten. Die Flügel waren an dem Gesicht befestigt, das klein und rundlich wirkte. Es hatte zwei kleine Knopfaugen und eine rote Nase.
Wieder fing Sue an zu lachen. „Ach ja! Pooy hat auch geholfen.“ Damit schien das kleine Wesen zufrieden zu sein und es setzte sich wieder auf Sues Schopf. „Hier hast du sie Justin, die Legendäre Rüstung.“
Justin nahm sie grinsend entgegen und sprach strahlend weiter: „Toll Sue! Das ist der Erste. Bleibt noch,“ Er machte ein nachdenkliches Gesicht, „das Lichtschild, der Helm des Kriegers und das Geisterschwert.“
Nun meldete sich Sue wieder. „Vergiss nicht, wir müssen diese Dinge vor Sonnenuntergang finden, oder wir verlieren. Igitt! Ich möchte diesen furchtbaren Gantz nicht heiraten.“ Justin wollte etwas erwidern, doch das Mädchen kam ihm zuvor. „Es ist eigentlich dein Fehler, Justin. Schließlich hast du diese dämliche Wette angenommen. DU hast das zu verantworten!“
Rasch entschuldigte der Junge sich bei seiner Freundin. „Okay! Ich weiß, ich weiß!“
Es folgte eine kurze Pause, wo niemand etwas sagte. Justin schien jedoch schnell über seine Schuldgefühle hinweg zu sein und sagte entschlossen: „Los! Lass uns Das Gantz zeigen.“ Dabei deutete er auf die dreckige Schürze.
Mit diesen Worten rannte er los. „Komm Pooy! Wir gehen auch.“ „Puff, Puff!“
Somit liefen sie um eine Straßenecke und kamen an einer Brücke an, die jedoch blockiert wurde durch eine Wand von Holzkisten. Davor standen drei Jungen. Alle schienen sie beim Anblick von Justin und Sue ein hochnäsiges Grinsen aufgesetzt zu haben. Doch dieses gefror, als sie den Grund erfuhren, warum die Beiden zu ihnen kamen.
Justin rief schon von weitem „Wir haben ihn gefunden, Gantz! Den ersten Schatz!“
Er sprach einen Jungen mit äußerst kurzen Haaren an, der sehr von sich selbst überzeugt schien. Dies verriet er auch, indem er mit Justin in überheblichem Ton sprach. „Wenn das nicht mal Justin ist. Dir geht’s gut, oder? Erstklassiger Abenteurer, Amateur! Das „Ende der Welt“ wurde gefunden. Abenteurer sind nun überflüssig. Du bist nicht auf dem Laufenden.“ Doch dieser antwortete nur protzig: „Es gibt kein „Ende der Welt“!“
Nun spielte Gantz den Verwirrten. „Häh? Du weißt nichts davon? Du, ein erstklassiger Abenteurer?“ Dann sprach er plötzlich in ernstem Ton. „Du wirst die vier Schätze nie vor Sonnenuntergang finden. Dieses Duell ist so gut wie gewonnen! Wie du versprochen hast, ist Sue von morgen an in meiner Bande. Ich, Gantz, werde sie zur Frau nehmen.“
Justin blieb jedoch entschlossen. „Niemals! Wir haben noch Zeit bevor die Sonne untergeht. Gantz, schau mal her.“
Somit holte er die Schürze hervor, die er bisher hinter seinem Rücken versteckt hielt. Die Wirkung, die Justin beabsichtigte, traf ein. Gantz schaute sprachlos auf den „Schatz“. Doch fasste er sich schnell wieder. „Ahh! Ihr habt die Legendäre Rüstung gefunden.“ Justin blickte ihm feixend in die Augen. „Was sagst du nun?“ Doch Gantz blieb cool. „Na und! Ihr habt bisher einen Schatz. Sonst habt ihr nichts. Ich kann diesem drittklassigen Abenteurer Justin einen Tipp zu den verborgenen Schätzen geben. Hörst du?“ Justin antwortete jedoch: „Ich finde sie ohne deine Tipps.“
Nun schien Gantz wütend. „Oh ja! Dann geh mal und finde den Lichtschild und den Helm des Kriegers. Wenn du die zwei schon nicht findest, dann wirst du das Geisterschwert nie bekommen.“
Beide schauten sich mit grimmigem Blick an. Schließlich beließ es Justin erstmal dabei und ging mit Sue weiterhin auf die Suche.

Ein paar Kilometer entfernt, landete das Luftschiff. Oberst Mullen, Leutnant Leen und ein paar Soldaten traten über die Ladefläche nach draußen. Leen sah sich aufmerksam um. Vom Äußeren hatte sie den Eindruck, dass die Sult-Ruinen genauso wirkten wie jede andere Ruine und Fundstätte, die sie bereits durchsucht hatten. Sie wusste nicht, was hier anders sein sollte. Bisher hatten sie keine besonderen Entdeckungen machen können. Zumindest wurde Leen nicht eingeweiht. Jedoch wusste sie, dass diesmal etwas Besonderes geplant war, und dass General Baal wusste, dass in diesen Ruinen etwas zu finden war, denn schließlich wurde sie noch nie persönlich darum gebeten an einer Ausgrabung teilzunehmen.
Während Mullen befehle an seine Offiziere weitergab, erkundete Leen das Gelände. Es waren viele Militärzelte aufgeschlagen und sie sah immer wieder Soldaten herauskommen, bewaffnet mit Spitzhacke und Schürfwerkzeug. Schließlich fiel sie in Gedanken und achtete nicht mehr darauf, wo sie hinlief.
‚Ich frage mich was General Baal und Oberst Mullen hier zu finden gedenken. Es muss aber wichtig sein, sonst hätten sie mich nicht auf diese Expedition mitgenommen. Ich hoffe, dass wir bald etwas entdecken. Ich möchte nur noch, dass das alles aufhört und ich zu meiner Schwester zurück kann. Ich wünsche mir, dass es ihr gut geht, von ganzem Herzen…’
Plötzlich traten drei Gestalten vor sie. Es waren Mio, Saki und Nana. Die drei waren zwar ein Jahr älter als sie, doch befanden sie sich einen Rang unter ihr. Sie musterte die drei, hatte jedoch wieder ein ausdrucksloses Gesicht aufgesetzt. Die Frau mit den grünen Haaren, Mio, fing als erste an zu sprechen: „Oooohhhh! Leutnant Leen! Welche Freude sie hier zu sehn.“ Diese merkte sofort, dass die pure Ironie in der Stimme lag. Auch Die Rothaarige, Saki und die Violetthaarige, Nana, begrüßten sie nun in gleichem Ton. Leen wusste nichts mit der Situation anzufangen, denn sie hatte schon lange bemerkt, dass sie bei den weiblichen Soldaten nicht sehr positives Gesprächsthema war.
Diese Auffassung hatte sie einmal Mullen geschildert, der daraufhin lachte und ihr versicherte, dass das nur daran lag, dass sie mit ihm zusammen arbeiten durfte. Diese Antwort machte Leen jedoch noch nervöser.
Um schnell weg zu kommen, versuchte Leen sich rauszureden, um ja nicht mehr Zeit als nötig mit den Dreien zu verbringen. „Ähh…ja! Ich freu mich auch euch zu sehen, jedoch muss ich mich beeilen und den Lageplan zu Oberst Mullen bringen. Innerlich wäre sie gestorben, doch äußerlich wirkte sie kühl und gelassen, so wie man es von einem Leutnant erwartete.
So lief sie an den beiden vorbei, hörte jedoch noch die letzten Worte, die sie sich zuflüsterten: „Diese falsche Schlange! Man sollte sie in den Ruinen lebendig begraben.“
Sie stieß einen lauten Seufzer aus und murmelte Niedergeschlagen „Vielleicht verstehen sie mich irgendwann…“
Plötzlich trat Mullen vor sie. „Wer soll dich verstehen?“ Eine Spur des Schocks zeichnete sich auf Leens Gesicht, doch sie fasste sich schnell wieder. „Niemand! Ich war nur in Gedanken Oberst Mullen.“ Zuerst schaute er sie ein wenig mitleidig an, dann schlich sich ein Lächeln über sein Gesicht. „Nun gut! Komm Leen! Wir müsse noch einiges vorbereiten bis wir mit der Ausgrabung beginnen können.“
Leen war erleichtert über den Themenwechsel und salutierte. „Ja Sir!“ Zusammen gingen sie wieder zurück zum Flugschiff.

Währenddessen hatten Justin und Sue den Lichtschild, einen rostigen Topfdeckel, der an einer Wand beim Hafen lehnte und den Helm des Kriegers, den dazugehörigen, verbeulten Topf, der in einer Kuhle, nahe dem Fluss, steckte, gefunden. Am Horizont färbte sich schon der Himmel leicht rosa. Der Sonnenuntergang war nahe.
Nun standen sie wieder Gantz gegenüber, der sofort, als er sie erblickte, einen Spruch los lies. “Du bleibst ein drittklassiger Abenteurer. Du hast nur einen Verborgenen Schatz gefunden.“ Doch nun grinste Justin breit. „Na, wenn ich dir das zeige, musst du zugeben, dass ich erstklassig bin, Gantz.“ Er präsentierte den verbeulten Topf und Sue hielt den rostigen Deckel in die Höhe.
Gantz war sprachlos. Für kurze Zeit schien seine Maske gefallen zu sein. „Ahh! Du hast den Helm des Kriegers und den Lichtschild gefunden. Ich schätze, du hast drei der Vier Schätze. Aber,“ und sein Gesicht hatte nun wieder das selbstsichere Grinsen aufgesetzt, „werd nicht übermütig. Du wirst das Geisterschwert nicht so leicht finden, Justin.“ Dieser ließ sich aber nicht entmutigen. „Das Geisterschwert? Kinderspiel! Dann gewinne ich, Gantz!“
Sie wollten gerade Die Bande verlassen, als Sue zur Überlegung gab: Aber wir haben nirgendwo was gesehen, was wie ein Schwert aussieht…“
Justin war aber in Hochstimmung. „Ach was! Irgendwo muss es ja sein!“
So sahen sie sich nochmals in ganz Parm um, fragten jeden Bewohner nach einem Gegenstand, der Ähnlichkeit mit einem Schwert hatte, doch sie fanden nichts.
Die Sonne stand schon stark am Zenit, als sich Justin niedergeschlagen auf den Boden setzte. „Was sollen wir jetzt tun? Wir haben nicht mal eine Spur. Es ist zum verrückt werden. Wahrscheinlich hat er es bei sich Zuhause in einer Spielzeugtruhe oder so etwas.“ Doch Sue unterbrach ihn streng. „Das ist doch alles weit hergeholt. Außerdem hat Gantz gesagt, dass sich alle Schätze in keinem Haus befinden.“
Justin stand wieder auf. „Du hast Recht! Es würde aber zu Gantz passen uns so reinzulegen. Lass uns einfach noch mal alles durchgehen.“
Und so liefen sie lustlos die Straßen entlang, als sie plötzlich mit einem kleinen Jungen zusammen stießen. „Oh, Entschul…“ Doch weiter kam Justin nicht, denn der Junge fing plötzlich an zu schreien. „Oh nein! Es ist Justin! Ich muss hier weg.“ So rannte der Junge um eine Kurve und verschwand. „War das nicht Tentz?“, fragte Sue. Justin schaute sie verwirrt an. „Du meinst den kleinen Bruder von Gantz? Stimmt! Jetzt wo du es sagst. Komm, wir folgen ihm mal.“
So liefen sie auch um die Ecke und sie erkannten ihn schon von weitem und riefen: „Heeey! Teeentz!“ Dieser drehte sich um und erschrak. „Er ist es schon wieder! Ich lauf lieber weg.“ So raste er um die nächste Ecke. Die Beiden Freunde folgten ihm.
Nun war er verschwunden. Sie schauten sich verwirrt um. „Wo ist er denn?“ Doch auf einmal hörten sie leises schniefen aus einer Seitengasse. Sie gingen hinein und sahen Tentz vor sich. Er hockte auf dem Boden und weinte. „Was mach ich bloß?“ Justin trat zu ihm. „Was ist los, Tentz? Warum weinst du?“ „Versprich mir, dass du es nicht Gantz sagst?“ , brachte er unter lauten Schluchzern hervor. Justin überlegte einen Moment, dann lächelte er freundlich. „Ich werde es Gantz nie erzählen.“ Schon heulte Tentz noch stärker. „Sag Gantz nicht, dass ich seinen Schlüssel verloren hab!“ Plötzlich hellte sich das Gesicht von Sue auf und sie schlussfolgerte nun aufgeregt: „Jetzt versteh ich. Du hast den Schlüssel für die Schatztruhe mit dem Geisterschwert verloren.“ Langsam beruhigte sich Tentz wieder doch er schaute Sue mit verweintem Gesicht finster an. „Woher weißt du das? Sue, kannst du meine Gedanken lesen?“ Diese lachte. „Tentz, du glaubst einfach alles. Hör auf zu heulen. Wir helfen dir suchen. Stimmt’s Justin?“ Dieser antwortete mit einem grinsen: „Wir haben wohl keine Wahl.“
Somit suchten alle drei den Boden nach dem Schlüssel ab, da er, nach Tentz Aussage, dort irgendwo verloren ging. Nach kurzer Zeit rief Sue glücklich: „Ich hab ihn, ich hab ihn!“ Die anderen beiden kamen zu ihr und Justin strahlte über das ganze Gesicht. „Großartig Sue!“ Auch Tentz bedankte sich nun. „Das ist er! Ich bin so froh, dass du ihn gefunden hast. Danke, Justin und Sue.
Die beiden schauten verlegen zu Boden und Justin scherzte: „Na sieh mal einer an. Tentz kann so nett sein.“ Dieser antwortete: „werd ich nie vergessen, Justin. Na ja, ich werd mich sicher bis übermorgen dran erinnern. Sue fing wieder an zu lachen. Du hast erst geheult wie ein Baby und jetzt bist du wieder ganz der alte Tentz.“ Er ignorierte das und überreichte Justin den Schlüssel. „Mein Bruder hat mir verboten ihn dir zu geben. Aber ich geb ihn dir trotzdem. Ich darf bei niemanden in der Schuld stehen, wenn ich ein Mann sein will. Aber sag ihm, dass du ihn mir gewaltsam abgenommen hast. Sonst wird er mich hauen. Die Schatztruhe mit dem Geisterschwert ist bei mir Zuhause. Kommt mit mir mit.“
So rannten sie ihm hinterher und er brachte sie ins Zimmer von Gantz, wo eine einsame Truhe in der Mitte des Raumes stand. Als Justin die Truhe öffnete und das Geisterschwert herausnahm, kugelte sich Sue vor lachen am Boden. Zuerst dachte Er, sie würde sich lustig über das Geisterschwert machen, da es in Wirklichkeit nur ein Holzschwert war, jedoch erfuhr er sofort den Grund. „Weißt du noch wie du sagtest „Wahrscheinlich hat er es bei sich Zuhause in einer Spielzeugtruhe oder so etwas.“? Du hattest Recht.“ Nun musste auch Justin grinsen. „Tja, da zeigt sich wieder mein messerscharfer Verstand.“ Sue richtete sich wieder auf. „Oder dein ungeheures Rateglück. Ich wette, dass wird dir irgendwann mal dein Leben retten.“
Beide gingen lachend Richtung Brücke. Sie hatten es geschafft. Se hatten alle Vier Schätze gefunden. Justin konnte es kaum noch erwarten Gantz dummes Gesicht zu sehen.
Als sie ankamen, sahen sie, dass die Kistenblockade abgerissen war und das Gantz und seine Freunde vom Bürgermeister, ein älterer Herr mit ergrautem Haar, zur Schnecke gemacht wurden.
„Warum spielt ihr Jungs die ganze Zeit solche Streiche? Hörst du zu, Gantz?“ Dies steigerte Justins Laune ins unermessliche. „Schau dir das an, Sue. Bürgermeister Greg schimpft Gantz aus. Hi, hi. So ein Trottel!“ Sue blickte viel sagend in die Richtung der Verurteilten. „Wir haben Gantz gesagt, dass er die Brücke nicht mehr blockieren soll, Er ist wirklich blöd. Lass uns einfach vorbeilaufen.“
So schlichen sie sich ganz langsam am Bürgermeister vorbei, damit er sie nicht bemerkte.
„Häh? Warte mal, Justin! Habt ihr zwei nicht auch mit Gantz gespielt?“ Justin schien entrüstet. „Sie machen wohl Witze!? Ich würde nie im Leben mit Gantz spielen.“ Nun mischte sich auch Sue ein. „Das stimmt, Greg! Wir sind nur zufällig vorbeigelaufen. Richtig, Pooy?“ „Puff! Puff Puff!“ Plötzlich brachte Gantz heulend hervor: „Klar würdest du das nicht! Nie im Leben würde ich, Gantz, mit Justin spielen. Ich und Justin haben ein DUELL!“
Der Bürgermeister drehte sich empört um. „Was!? Was soll das heißen, Justin?!“
Der Beschuldigte rief Sue zu: M…Mist! Versuch abzuhauen Sue!“
Sie verstand und beide rasten keuchend in Richtung Zentrum von Parm und stürmten in das Restaurant „Möwentreff“.
Dort angekommen brauchten sie erst einmal eine Verschnaufpause. Justin grinste Sue an. „Wir haben es geschafft. Aber so böse hätte er nicht werden müssen. Stimmt’s Sue?“ doch die schaute verängstigt auf Justin. „Was ist los?“ Und zum zweiten Mal an diesem Tag bekam er etwas Hartes gegen den Kopf gedonnert. „Autsch! Mama!“ er drehte sich um, und schaute in das Gesicht einer hübschen Frau, die ihr Haar in ein Haarnetz gespannt hatte, ein Tablett unter dem Arm hielt und gerade sehr wütend aussah.
„Wie oft soll ich es dir noch sagen? Keine dreckigen Schuhe in der Küche.“
Justin hielt sich seinen Kopf. „Selbst wenn, du brauchst mich nicht mit deinem Tablett hauen.“ Seine Mutter schrie ihn an: „Gib mir keine frechen Antworten.“, dann fügte sie etwas sanfter hinzu: „Du kennst die Regeln des Möwentreffs, „Halte die Küche immer sauber!“! Komm schon, ich habe zu tun. Raus mit dir!“
Und mit diesen Worten schubste sie ihn vom fliesenbedeckten Boden. „Mein kleiner Störenfried! Wenn du schon in der Küche bist, könntest du mir wenigstens helfen.“
Nun bemerkte sie auch Sue, die sofort fröhlich rief: „Hallo, Tante Lilly! Wenn du Justin weiter so auf den Kopf haust, wird er noch dumm.“
Diese antwortete jedoch belustigt: Keine Sorge, Sue. Wo nichts ist, kann auch nichts kaputt gehen.“
Justin schien bestürzt. Mama! Das verletzt mich. Wie kannst du solche Sachen über deinen einzigen, geliebten Sohn sagen?“
Lilly lachte. Tja, warum bist du nicht einfach brav, dann muss ich das auch nicht, Justin.“
Er verschlug die Arme hinter den Kopf und sagte: „Ach! Ich hatte heut den ganzen Tag nur Ärger gehabt.“
Das Lächeln der Mutter gefror. „Ärger gehabt…? JUUU – SSSS – TIII – NNNN! Also was hast du heute gemacht?“ Mit zorniger Stimme sprach sie weiter: „Hör zu, Justin! Ich werde nicht böse, also sag mir die Wahrheit.“
Justin erschrak heftig. „Doch, wirst du! Selbst wenn ich die Wahrheit sage, wirst du trotzdem böse. Jedes mal!“ Eine heftige Disskusion begann. „Komm mir nicht so! Hast du mir jemals die Wahrheit gesagt? Los jetzt! Sei ehrlich! Was hast du heute gemacht?“
Justin überlegte kurz. Sollte er wirklich seiner Mutter die Wahrheit sagen? Doch schließlich siegte seine Angst. „Ich habe gar nichts gemacht. Frag Sue! Selbst ich kann nicht jeden Tag was anstellen, oder?“ Lilly schaute Sue freundlich an. „Stimmt das Sue?“
Diese wusste nicht was sie sagen sollte. Schließlich versuchte sie es mit einer Lüge. „Das stimmt, Tante Lilly! Justin hat heute gar nichts angestellt. D…d…das musst du mir glauben.“ Sie wusste, dass sie nicht überzeugend klang. Lilly spürte es scheinbar auch und so fragte sie nochmals nach. „Wirklich?“ Nun konnte Sue nicht mehr und lachte. „J…ja! Naja, er war nicht annähernd so unartig wie vorgestern.“ Und schon gab es den nächsten harten Schlag mit dem Tablett.
„Das dachte ich mir. Hab ich nicht gesagt, du sollst die Wahrheit sagen? Ich verstehe dieses Kind einfach nicht. Hörst du zu? Ich weiß nicht, was du gemacht hast, aber du sollst nichts anstellen, was andere ärgert.“
Scheinbar war es nun mit der Strafpredigt vorbei, denn Lilly wurde ruhiger. „Komm, essen wir. Ich habe ein neues Rezept ausprobiert. Iss doch mit uns, Sue.“ Diese erwiderte jedoch nachdenklich: „Ist es denn okay, dauernd hier zu essen?“ Lilly widersprach grinsend: „Das hab ich dir doch schon gesagt. Du kannst hier essen, sooft du willst. Kommt nach oben ihr zwei.“

Als sie mit dem Essen fertig waren halfen sie noch beim Abwasch. Dort fiel Justins Mutter etwas ein. „Ach ja, der Kurator vom Museum wollte dich sehen. Am besten du gehst morgen gleich zu ihm.“ Justin grinste breit. „Das werde ich machen. Einen Ausflug zum Museum ist immer gut.“
Justin und Sue gingen nochmals nach oben, um die restlichen Teller zu holen. Dabei fiel Sue die Portraitreihe an der Wand auf. „Ist das dein Vater ganz am Ende, Justin?“ Dieser antwortete mit stolzgeschwellter Brust: Ja, das ist er. Und daneben ist mein Großvater und daneben mein Urgroßvater! Alle waren sie richtige Abenteurer. Sie haben die Welt gesehen. Und ich werde eines Tages in ihre Fußstapfen treten.“
Sie hörten hinter sich Schritte und auf einmal stand Lilly an der Treppe. „Hab ich euch eigentlich schon mal erzählt, wie ich deinen Vater kennen gelernt habe, Justin?“ Dieser überlegte. „Ähm…nein!“
Sie lächelte. „Dann erzähl ich es euch jetzt! Euer Vater war zu der Zeit auf seiner großen Abenteuerreise zu See unterwegs. Dort traf er mit einem Piratenschiff zusammen und beide Flotten haben gegeneinander gekämpft.“ Justin schien vollkommen begeistert.
„Er hat bestimmt gegen den Piratencaptain gekämpft, der wahrscheinlich zehnmal so groß war wie er?“
Seine Mutter lachte. „Ich muss dich enttäuschen, Justin. Der Captain war kein Mann, sondern eine Frau. Um genau zu sein, war ich der Captain.“
Justin und Sue blickten sie schockiert an. „Was? Du warst mal Piratin?“
Lilly schaute sie überheblich an. Ja klar! Man nannte mich „Totenkopf-Lilly“. Tja, dein Vater hat mich während unseres Kampfes gefragt, ob ich ihn heiraten wolle. Und das hab ich auch gemacht.“
Sues Augen glitzerten. „Wahnsinn! Das ist ja so romantisch. Sie sind die coolste Frau auf der Welt Tante Lilly!“
Auch Justin kam aus dem Staunen nicht mehr raus. „Ich fass es nicht! Meine gesamte Familie besteht aus Abenteurern. Ich freue mich schon auf mein Eigenes.“
Während er noch in Gedanken schwelgte, schaute ihn seine Mutter mit einem traurigen Blick an, den er jedoch nicht bemerkte.
„So! Jetzt aber ab ins Bett mit dir, Justin! Und du solltest auch schleunigst nach Hause, Sue. Hopp, hopp! Den Rest kann ich auch alleine abwaschen.“
Und so ging Justin noch einen Stock höher in sein Zimmer und Sue lief schnell nach Hause zu ihrer eigenen Familie.



Na hier ist das erste Kapitel meiner Geschichte! Is echt schwer, die ganzen Texte wahrheitsgetreu zu übernehmen, deswegen hab ich an manchen Stellen meiner Fantasie freien Lauf gelassen. Am Ende werdet ihr es besonders gemerkt haben xD
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