Veelablood

GeschichteRomanze / P18
Draco Malfoy
24.09.2007
24.01.2008
34
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4
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Alle Charaktere (außer Fam. Chassier) gehören J.K.Rowling; no money.....

Also ich hoffe es gefällt euch....seid nicht zu hart.....

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Isabelle schloss seufzend ihren Koffer. Schon heute würde sie abreisen und den schönen Palast Beauxbaton hinter sich lassen. Ein letztes Mal sah sich die Halbveela in dem gemütlichen Zimmer um, dann setzte sie sich ihren Hut auf und ging hinaus.
Der Grund für ihre Versetzung von Beauxbaton nach Hogwarts war der, dass ihre Eltern umzogen. Nach England. Sie mussten Frankreich verlassen, da ihr Vater ein Angebot in England bekommen hatte. Phillipe Chassier hatte ein Stelle im Ministerium bekommen, die sehr begehrt war. Doch für Isabelle hieß das trotzdem, dass sie sich von ihrer Heimat und ihren Freundinnen verabschieden musste. Und ihrer Schule.
Isabelle Chassier war ein schönes Mädchen; ihre Haare waren ein Gemisch aus weißblond und silber, da ihr Vater weißblonde Haare hatte, ihre Veela Mutter allerdings silberne.
Sie war groß und schlank und hatte stahlblaue Augen.
Isabelle ging ein letztes Mal durch die Gänge von Beauxbaton. Sie nahm alles in sich auf; die Wände, die Bilder, jede einzelne Statue. Sie würde sie nie wieder sehen.


Am Abend erreichte Isabelle das Schloss. Sie stieg die Treppen hoch, während der Hausmeister ihren Koffer hoch trug. Er hatte darauf bestanden.
Isabelle bedankte sich lächelnd, als plötzlich ein schwarzhaariger Zauberer mit pechschwarzen Augen auf sie zukam.
„Mademoiselle Chassier?“, fragte Snape in einem für ihn fremden Ton. Er lächelte sie an.
„Oui, Monsieur. Und Sie sind?“, sagte sie und lächelte freundlich.
„Professor Snape. Man erwartet Sie bereits, Mademoiselle Chassier.“
Snape machte eine Geste zum Eingang und Isabelle ging langsam hinein. Das Schloss war groß, aber kalt. Auf der rechten Seite befand sich eine gewaltige Flügeltür, aus der der Lärm von hunderten Stimmen kam.
Snape folgte Isabelle und musterte sie von hinten. Sie trug ein schwarzes Kleid, das mit einem Taillengürtel betont wurde und einen schwarzen Hut.
Als Snape sprach, nahm sie ihren Hut ab;
„Bitte warten Sie einen Moment, Mademoiselle.“
„In Ordnung.“, meinte Isabelle und reichte erstaunt ihren Hut dem Hauswart, der meinte, er würde ihn zu ihren Sachen bringen.
Isabelle war ein wenig nervös; Hogwarts war eine berühmte Schule; sogar Harry Potter sollte hier sein. Würde sie ihn sehen? Würde sie vielleicht sogar in sein Haus kommen?
Als die Tür sich wieder öffnete, erschien Snape und meinte kurz:
„Sie können jetzt hineingehen.“
„Es tut mir Leid, Professor, aber wohin soll ich gehen?“
„Oh; äh – gehen Sie einfach bis ganz nach vorne; dort wird ein Pult stehen. Stellen Sie sich einfach daneben. Den Rest erledigt Professor Dumbledore; der Schulleiter.“
„Ah, merci, Professor.“, meinte Isabelle und lächelte ihm ein letztes Mal zu, bevor sie die Halle betrat.
Sie hatte gigantische Ausmaße und eine Decke, die wie der Himmel aussah. Vier lange Tafeln reihten sich aneinander und vorne war eine lange Tafel quergestellt; dort saßen die Lehrer.

Isabelle spürte die Blicke auf sich, als sie den Raum betrat. Alle verstummten und sahen sie neugierig an.
Sie schritt zügig zwischen den Tischreihen vorbei und erst vor dem Pult halt.
Ein bärtiger alter Zauberer mit Halbmondbrille sah sie und stand auf.
Als er vor ihr stand, fragte er: „Miss Chassier?“
„Ja. Sie sind Professor Dumbldor?“
Dumbledore lächelte sie an und meinte: „Ja. Warten Sie einen Moment, Miss Chassier, damit ich Sie den Schülern vorstellen kann. Dann werden sie mit dem Sprechenden Hut in ein Haus eingeteilt.“
Dumbledore trat zu dem Pult und meinte:
„Dieses Jahr begrüßen wir eine neue Schülerin aus Beauxbaton. Miss Chassier wird jetzt in ein Haus eingeteilt.“
Die Vorstellung war sehr kurz, fand Isabelle. Für ihren Geschmack etwas nüchtern.
Als sie angewiesen wurde, sich auf eine Stockerl zu setzten, vor dem Pult, dachte sie sehnlich an Beauxbaton. So ein hässliches Stockerl wäre in Beauxbaton höchstens als Brennholz durchgegangen.
Isabelle setzte sich widerwillig hin und ihre Augen weiteten sich, als eine ältere Hexe mit spitzem Hut mit einem alten, zerfetzten Hut auf sie zukam.
„Ist das der sprechende Hut?“, rutschte es Isabelle ungläubig heraus und sie sah den alten Hut mit großem Abschaum an.
„Ja und er ist sehr wertvoll.“, antwortete die Hexe spitz und sah Isabelle wütend an.
Isabelle rutschte unruhig auf dem Dreifuß herum und sah der Hexe nicht mehr in die Augen.
Was war schon an so einem alten Hut so wertvoll?
Isabelle spürte, wie ihr der Hut aufgesetzt wurde und fühlte gleichzeitig, wie eine Wärme sich in ihr ausbreitete. Es war, als ob jemand in ihren Kopf eingedrungen war; gleich darauf hörte sie eine Stimme ausrufen: „SLYTHERIN!“
Jubel brach aus und Isabelle stand erleichtert auf, als ihr der Hut wieder abgenommen wurde. Sie sah sich um und bemerkte, dass der Tisch mit den grünen Bannern freudig jubelte, während die anderen nur halbherzig klatschten.
Isabelles Blick schweifte Slytherins Tisch entlang und ihre Augen blieben kurz an einem gleichaltrigen Jungen hängen. Er hatte weißblondes Haar und ein blasses Gesicht. Der Junge schien nicht besonders begeistert; er klatschte nicht und murmelte irgendetwas einem anderen zu, der neben ihm saß.
Sie drehte sich zu dem Lehrertisch um, wo Dumbledore in einem reich verzierten Stuhl in der Mitte saß und ihr zulächelte. Sie erwiderte das Lächeln, dann drehte sich wieder den Schülern zu. Isabelle hatte begriffen, dass es sich bei dem Tisch mit den grünen Bannern nur um Slytherins Tisch handeln konnte. Zum ersten Mal fiel ihr die goldene Schlange auf den Bannern auf und sie zuckte zurück. Sie konnte Schlangen nicht besonders leiden, aber sie wusste auch, dass Schlangen in der Zaubererwelt mit nichts Gutem in Verbindung standen.
Isabelle schritt langsam zu dem Tisch und während sie sich näherte, winkten schon etliche Schüler sie zu sich.
Isabelle ging an ihnen vorbei, sie alle dankend anlächelnd. Sie machte erst halt, als sie hinter dem weißblonden Kopf stand. Er drehte sich nicht um, selbst dann nicht, als die Schüler um ihn herum alle aufgeregt Isabelle anstarrten.
Isabelle räusperte sich, dann meinte sie lächelnd: „Excuse- moi, darf ich mich hier hersetzen?“

Der Junge neben dem mit den weißblonden Haaren, sah sie von oben bis unten an, dann meinte er: „Sicher.“ Seine Stimme brach dazwischen und er räusperte sich verlegen.
Er rutschte etwas zur Seite um Isabelle Platz zu machen. Sie bedankte sich, dann setzte sie sich vorsichtig zwischen ihm und dem Jungen, der sie noch immer ignorierte.
Isabelle wurde allmählich ungeduldig. Alle anderen um ihn herum standen die Münder offen und er sah sie nicht einmal an?
Sie betrachtete ihn bewusst von der Seite. Er hatte sturmgraue Augen, die desinteressiert auf seinen Teller starrten. Der Junge stocherte lustlos in seinem Essen herum und schien die Welt um sich vergessen zu haben.
Isabelle interessierte es brennend, wer dieser Junge war. Sie dachte gerade nach, unter welchem Vorwand sie ihn ansprechen könnte, als er sprach. Seine Stimme war weich und schleppend und Isabelle bemerkte, wie sie erschauderte.
„Blaise, wo hast du die - ….“. Er brach abrupt ab, als er aufsah und nicht in Blaises, sondern in Isabelles Gesicht sah.
„Allo.“, meinte sie und strahlte ihn an.
Er sah sie abfällig an, dann zog er eine Augenbraue hoch.
„Wo ist Blaise?“, fragte er gelangweilt und sah sich um.
„Hier.“, meldete sich Blaise leise hinter Isabelle, die um Fassung rang. Noch nie hatte sie eine männliche Person so behandelt. Plötzlich wollte Isabelle nicht mehr wissen wer er war. Sie wusste nur eines; das sie ihn jetzt schon nicht leiden konnte.