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I Don't Know How...

von kuyami
GeschichteAllgemein / P16 Slash
11.09.2007
11.09.2007
1
5.811
1
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12 Reviews
Dieses Kapitel
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11.09.2007 5.811
 
Disclaimer: Der wunderbare Song nennt sich "Wonderwall" und ist von Oasis, danke füs ausleihen ;)

Claimer:
Einige dieser Sachen sind wirklich passiert, andere aus meinem Kopf entstanden, also: meine Plot.
Die Namen der (wirklich existierenden) Personen wurden aus Sicherheitsgründen von der Autorin geändert, also: meine Menschen ;)

Dank an:
~ Oasis für den wunderbaren Song
~ die zwei süßen Jungs für ihr (leider noch nicht öffentliches) Verhältnis und die Inspiration zu dieser Geschichte ^^
~ mein Ein&Alles Lisa für ihre Unterstützung und Liebe, die mir selbst sogar in den dunkelsten Zeiten Kraft geben, danke dafür =)


Rating: P 16-Slash
Warnung: Slash (Male/Male) - Don't Like? Don't read! , One-Shot (manche mögens eben einfach nicht ^^ )

Summary:
"Eine Geschichte, die mit viel Interpretationstalent sogar wahr sein könnte" ;)  Oder anders gesagt: Felix verliebt sich in seinen Freund Max, der zwar von seiner Homosexualität weiß, aber dennoch nicht mehr wie ein Freund ist. Wird durch ein Fest und in darauffolgenden schicksalhaften Nacht vielleicht doch mehr daraus?

Reviews und Kritik erwünscht =)
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I Don’t Know How…


Jetzt war er also endlich gekommen... dieser Abend auf den sich Felix schon zwei Wochen gefreut hatte, den er aber auch zwei Wochen lang ebenso gefürchtet hatte. Heute war es, das Fest. Und er wusste, ER würde da sein.

Er... Max, einer seiner Freunde... der große Schlanke mit den langen dunkelbraunen Haaren, die sich kein bisschen lockten. Der, der nicht viel auf die Meinung der anderen gab und sich stattdessen um seine wahren Freunde kümmerte. Der, der immer für ihn da war, ganz gleich wann, warum und wo. Der, der etwas ruhiger war, kein Mann der großen Worte. Der, den dennoch jeder mochte, denn wenn er Mal was sagte, war es einfach das Richtige. Der, der einfach sein Freund gewesen war. Einfach nur sein Freund, bis sich das dann plötzlich vor ungefähr einem Monat geändert hatte.

Denn da hatte er mit einem Schlag bemerkt, dass er doch mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Max empfand. Doch aufhalten hatte er diese Gefühle freilich nicht mehr können. Und so hatte er es einfach geschehen lassen müssen, dass er sich nun jeden Tag aufs Neue und jeden Tag noch mehr in ihn verliebte.
Wie das einfach so passiert war, konnte er sich eigentlich nicht erklären, er wusste nur, dass der mit den großen braunen Augen ihn einfach jedes Mal nervös machte und auch sonst die seltsamsten Reaktionen an seinem Körper hervorrief und er sich kein bisschen dagegen wehren konnte.
Erzählt hatte er ihm von seinen Gefühlen jedoch noch nichts...

Und heute war dann nun das Fest. Max und er wollte beide bei einem gemeinsamen Freund übernachten, da es sich nicht mehr gelohnt hätte so spät in der Nacht noch nach Hause zu fahren, schon gar nicht alkoholisiert. Das war auch der Grund, wieso er sich sowohl auf diesen Abend freute, als dass ihm auch davor graute. Sie würden beide im selben Zimmer schlafen, nicht mal einen halben Meter voneinander entfernt und ob er sich angesichts dieser unvermeidbaren körperlichen Nähe beherrschen und seine Gefühle unter Kontrolle halten konnte wusste er nicht. Naja, versuchen würde er es zumindest.

Schon als er noch zu Hause war, konnte er an nichts mehr anderes denken, als an diese Nacht. Dass sie den Abend davor zusammen verbrachten, war nichts Außergewöhnliches. Sie mussten beide erst nach diesem Wochenende wieder zur Arbeit und so war das perfekt. Aber nun würden sie auch noch die Nacht nebeneinander verbringen, was sie, seitdem er seine Gefühle entdeckt hatten, nicht mehr getan hatten; und er wusste nicht, ob er das wirklich aushalten würde.

Sorgsam wählte er aus, was er jetzt dann anziehen sollte. Zwar wollte er natürlich nicht total overdressed sein, aber dennoch etwas hermachen. Schließlich war es für alle anderen einfach nur ein ganz normales Fest in ihrer Stadt, doch für ihn sollte es anders werden. Er hatte diese zwei Wochen nicht nur zwischen Vorfreude und Angst gewechselt, sondern er hatte auch seinen kompletten Mut zusammengekratzt und wollte Max jetzt endlich wissen lassen, was Sache ist. Wie genau er das anstellen wollte, wusste er noch nicht, aber er würde es tun. Entweder durch Worte oder durch Taten, welche Situation sich auch immer ergab. Da ließ er sich besser überraschen, um nicht noch nervöser zu werden.

Mit seinen sorgfältig ausgewählten Sachen für den Abend begab er sich jetzt ins Bad und befreite sich langsam von seinen alten Sachen. Nackt stieg er unter die Dusche, drehte das Wasser auf und genoss die Wärme auf seinem Körper. Das Wasser prasselte auf ihn nieder, er schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken. Doch sogar jetzt musste er an Max denken...er konnte ihn einfach nicht aus seinen Gedanken verbannen.

Und er ließ seine Gedanken immer weiter schweifen, bis sie schließlich bei einem nackten Max landeten, der hier mit ihm unter der Dusche stand.

Langsam ließ er seine Finger durch Maxs Haar gleiten, das schon nach wenigen Sekunden tropfnass war. Er genoss zu sehen, wie er die Augen schloss und den Kopf genießerisch in den Nacken legte, seine Wange an seine Hand schmiegte und ihm zeigte, wie sehr ihm die Berührungen gefielen. Langsam ließ er seine Hand den nassen und muskulösen Oberkörper hinabgleiten bis er an sein Ziel gelangte, das allem Anschein nach auch nach ihm verlangte.

In Wirklichkeit jedoch ließ er seine Hand an seinem eigenen nassen Oberkörper hinabwandern und sie schloss sich um seine Erregung, die nun wirklich nach ihm verlangte.

Er brauchte nicht lange, da hatte er sich auch schon Erleichterung verschafft. Schwer atmend lehnte er sich gegen die Duschwand und strich sich das Wasser aus dem Gesicht. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass es so weit gekommen war und er bereute es jedes Mal wieder, denn das Verlangen, die Sehnsucht, die er damit hatte stillen wollen, war nun nur noch größer.
Doch nach diesem Mal musste er sich einfach selbst eingestehen, dass es jetzt einfach kein zurück mehr gab. Besser gesagt, er wollte nicht schon wieder einen Rückzieher machen. Heute war der Tag, an dem Max es erfahren würde, er musste nur auf den richtigen Zeitpunkt warten...


Die laute Musik dröhnte in seinen Ohren und er musste sich erst langsam daran gewöhnen. Zusammen mit Max und Stephan stand er in der Mitte der Menschenmasse und sie hielten Ausschau nach ihren anderen Freunden.

Vorher hatten sie noch ihr Zeug bei Stephan, bei dem sie heute Nacht schlafen würden, deponiert.

Jetzt stand Felix hier an Max gepresst, der keine Ahnung hatte, wie es in ihm tobte. Unauffällig rückte er noch etwas näher zu ihm, was in dem Getümmel gar nicht auffiel.
Stephan hatte jemanden entdeckt und sie schoben sich durch die anderen Menschen. Damit Max nicht verloren ging, hielt er sich an Felixs T-Shirt fest und dieser fühlte sich seltsamerweise irgendwie geborgen und aufgehoben. Zu seinem Bedauern ließ er aber auch gleich wieder los, als sie bei ihren Freunden angekommen waren, alle begrüßten und sich zu ihnen setzten.

Einige Gespräche, Witze, Lieder und Flaschen Alkohol später saßen sie nun alle ziemlich angetrunken da und es herrschte einfach eine ausgelassene Stimmung.
Nur einer war bis auf eine Flasche Bier, an der er sich schon den ganzen Abend festklammerte, noch nüchtern. Das war Felix.
Vielleicht hätte er sich einfach Mut antrinken sollen, allerdings wollte er einfach noch einen klaren Kopf behalten für die Dinge, die da kamen.
Außerdem war er der Einzige, bei dem die Stimmung etwas gedrückt war, schließlich hatte er noch immer keinen blassen Schimmer, wie er es dann später anstellen sollte Max von seinen Gefühlen zu erzählen.
Angst davor, dass Max aufgrund seiner Homosexualität zurückschreckte, hatte er nicht.

Schließlich wusste dieser, dass er schwul war, hatte jedoch nie etwas dagegen gehabt, auch wenn er bei seinem damaligen Coming-Out einige Freunde verloren hatte. Damals hatte er ihnen nachgetrauert, sich sogar schuldig gefühlt.
Heute wusste er, dass sie sich schuldig fühlen sollten. Er hatte keinen Fehler gemacht, denn sie waren damals zurückgeschreckt, ob aus Ekel, Ablehnung oder einfach aus Angst wegen einem schwulen Freund von anderen ausgegrenzt zu werden.
Er wusste es nicht, wollte es auch besser gar nicht wissen.
Heute wusste er, an wen er sich zu halten hatte: seine wahren Freunde.

Einer davon, nämlich sein Max, bahnte sich gerade einen Weg zu ihm, setzt sich auf die Sofalehne neben ihm ( auf einem Platz - der, an dem Felix und seine Freunde waren - waren lauter Sofas aufgestellt, hier gab es laute Musik, Wasserpfeifen und auch die Bar war gleich in der Nähe) und legte den Arm um seine Schulter.

Für Mami war das einfach nur ein Akt der Freundschaft, oder einfach die Handlung eines Angetrunkenen. Doch was es für Felix bedeutete war etwas ganz anderes:
ein Kribbeln, das seinen ganzen Körper in Beschlag nahm, ein angenehm warmes Gefühl in der Magengegend und sowohl der Drang, sich in M's Arme zu werfen, als auch der Drang einfach ganz weit wegzulaufen.
Doch diese Entscheidung wurde ihm von Max abgenommen, da er ihn näher an sich zog, einen Schluck aus seiner Flasche nahm, die er mitgebracht hatte und ihm dann mit einer schon etwas rauen Stimme sagte: "Du musst mehr trinken! Du bist erst bei der ersten Flasche." Da Max das Ganze mit einem Lächeln gesagt hatte und T wusste, dass er es nicht allzu ernst meinte, erwiderte er ebenfalls mit einem Lächeln: "Das wird schon noch mehr." Max nickte zufrieden, nahm die Flache von dem, der neben ihm saß, an sich um den Rest in einem Zug zu leeren.

Noch zwei Stunden später war es dann richtig dunkel und auch kalt geworden.
Aber das konnte Felix nicht wirklich stören, da Max auf seinem Schoß saß. Das war kein Einzelfall, jeder der Freunde saß bei irgendwem anders, da sie nur eine Sofaecke ergattert hatten, aber zu viele Leute waren, auf dem Schoß.
Auch das löste wieder von den anderen ungeahnte Gefühle in ihm aus und weil ihm das Gefühl doch ganz gut gefiel - egal wie gerne er noch immer irgendwie weglaufen wollte - hatte er den Arm um Maxs Hüfte gelegt, scheinbar einfach nur um ihn festzuhalten ; jedenfalls hätte er das erzählt, falls jemand gefragt hätte.

Warum er versuchte sich zu rechtfertigen, wusste er selbst nicht, aber abhalten konnte er sich davon auch nicht. Das war wirklich ein seltsames Gefühl, das er einfach nicht abstellen konnte.

Max war jetzt schon mehr wie angeheitert und trank alles, was in seine Nähe kam, ganz gleich was es auch war. Schon seit einer halben Stunde war Felix dabei ihn vom Trinken abzuhalten, nicht ganz uneigennützig natürlich.
Sicherlich war Max sein Freund und er wollte nicht, dass er sich am Ende wegen dem Alkohol übergeben musste, oder am nächsten Tag einen fiesen Kater hatte.
Allerdings wollte er dann auch noch Gelegenheit haben, ihm seine Gefühle zu offenbaren und zwar ohne, dass Max seinen Mageninhalt auf sein T-Shirt ausbreitete oder er morgen nichts mehr davon wusste. Er hoffte inständig, dass es dazu noch nicht zu spät war.

Plötzlich spürte er eine Hand an seinem Nacken und schon schrie Max ihm ins Ohr:" "Kommst du mit aufs Klo?" Er nickte nur und stellte seine Bierflasche, die noch immer nicht leer war und an die er sich die ganze Zeit verzweifelt klammerte, auf dem Tisch ab, nachdem Max mühsam von seinem Schoß aufgestanden war.
Zusammen gingen sie dann zu den Toiletten und Felix musste wirklich aufpassen, dass er Max auf dem eigentlich kurzen Weg nicht verlor, denn Orientierungssinn hatte dieser keinen mehr.
Während Felix draußen wartete warf er einen Blick auf seine Uhr. Schon 2. Lange würden sie also sicher nicht mehr bleiben.
Das nächste, viel schnellere Lied setzte nun an und es kam ihm vor, als würde sein Herz ebenfalls sofort schneller schlagen. Nervös wippte er von einem Bein aufs andere und zappelte mit seinen Knien umher, denn so langsam bekam er wirklich Angst vor dem, was folgen würde.
Dennoch war tief in ihm der Drang verankert es wirklich heute zu tun, egal wie schwer es werden würde.

Wieder zurück bei der Sofaecke hatten sie jetzt ein Platzproblem, denn natürlich hatten die anderen mittlerweile ihren Sitzplatz eingenommen. Max störte das nicht, sondern er suchte sich einfach einen anderen Schoß.
Felix jedoch holte sich seine Flasche vom Tisch, die seltsamerweise niemand in seiner Abwesenheit geleert hatte und blieb, diese fest umklammernd, stehen. Er versuchte in seinem Kopf einen Plan reifen zu lassen...

Die Zeit verging wie im Flug und ehe Felix sich versah, saß er nun doch wieder auf dem Sofa, neben Max, der nun, da Felix bessere Kontrolle über ihn hatte auch nichts mehr trank. Doch sein Kopf lag auf seiner Schulter und als das nächste Lied ansetzte, griff er auch noch nach seiner Hand und fing an, extra für ihn, Felix,  zu singen.

"Today is gonna be the day
That they're gonna throw it back to you
By now you should've somehow
Realized what you gotta do
I don't believe that anybody
Feels the way I do about you now...

There are many things that I would like to say to you
But I don't know how

Because maybe
You're gonna be the one that saves me
And after all
You're my wonderwall"

Felix schmiegte seinen Kopf an Maxs und sorgte dafür, dass sich ihre Hände nicht wieder losließen. Und das alles, ohne dass es jemandem aufgefallen wäre. Nicht mal Max, der summte jetzt mit.
Felix wusste nicht wieso er sich selbst so quälte. Natürlich war es ein schönes Gefühl, hier so mit ihm zu sitzen, auch wenn dieser nicht mehr nüchtern war, aber die ganze Zeit über quälte ihn der Gedanke, dass er ihn vielleicht nie würde haben können.

Lange saßen sie nicht mehr so da, denn schon kam Stephan - der auch einiges getrunken hatte und nun ziemlich fertig war - und verkündete, dass sie jetzt wohl besser zu ihm nach Hause gingen; sie waren alle müde, die Band hörte gleich auf zu spielen, ihren Spaß hatten sie gehabt und all ihre Freunde gingen jetzt auch nach Hause.

Ihr Rückweg ging nur langsam vonstatten, was Felix mit gemischten Gefühlen aufnahm. Denn einerseits konnte er die Zeit nutzen um an seinem nicht vorhandenen Plan zu feilen, andererseits wollte er aber auch nicht, dass es noch allzu lange dauerte, da er wirklich Angst hatte seinen mittlerweile zusammengekratzten Mut wieder zu verlieren.

Endlich angekommen gingen sie alle zusammen ins Bad um Zähne zu putzen, was Max und Stephan gerade noch so schafften. Mehr war dann aber auch nicht mehr drin. In Stephans Zimmer lagen zwei Matratzen neben seinem eigenen großen Bett, die für Felix und Max waren. Felix wurde es ganz anders, als er sah, dass es keinen Abstand zwischen den Matratzen gab. So konnte er zwar Max nah sein und vielleicht fiel ihm dann auch etwas ein, dass er tun konnte, aber vielleicht würden ihn seinen Gefühle auch einfach um den Verstand bringen. Er konnte nichts anderes tun und musste es einfach auf sich zukommen lassen.

Jetzt machten sie sich daran sich auszuziehen und kaum hatten sie alle drei nur noch ihre Boxershorts an, wurde auf die jeweils beiden anderen ein kurzer abschätzender Blick geworfen, typisch männlich eben. Und obwohl Felix sich wunderte, dass die beiden das selbst in ihrem Zustand noch hinbekamen, registrierte er doch mit Genugtuung, dass beide Blicke an seinem Oberkörper am längsten kleben blieben. Damit hatte er wirklich schon immer Glück gehabt und war mit einem doch recht passablen Oberkörper und breiten Schultern gesegnet worden, wofür er rein gar nichts hatte tun müssen.
Sein Blick jedoch klebte förmlich an jedem einzelnen kleinen festen Muskel an Maxs Bauch und Brustpartie. Bei ihm war eher alles klein und fest und sein ganzer Körper, wenn auch groß gewachsen, eher drahtig und ohne groß auffallende Muskeln, besonders kräftige Oberschenkel oder dergleichen.
Doch das störte Felix nicht. Ganz im Gegenteil, er liebte es, jede einzelne Bewegung des schmächtigen, braungebrannten Körpers zu verfolgen, regelrecht aufzusaugen... „Kann ich?“

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen und suchte nach dem Verursacher. Es war Stephan mit der Hand am Lichtschalter. Schnell setzte er sich auf seine Matratze und Steph schmiss sich ins Bett und deckte sich zu, kaum dass er das Licht ausgeknipst hatte.
Noch während er, unschlüssig was er jetzt tun sollte, an der Bettdecke herumzupfte, hörte er Stephans regelmäßigen und leicht pfeifenden Atem; er schlief, das ging schnell... Felix hatte nun also freie Bahn.

Im sanften Licht der Straßenlaterne erkannte er mit an die Dunkelheit gewöhnten Augen, dass Max mit hinter dem Kopf verschränkten Armen dalag und gedankenverloren die Decke betrachtete.
Langsam und bedächtig legte Felix sich nach hinten und bettete seinen Kopf ins Kissen. Erst mal tief durchatmen und beruhigen. „War doch ganz lustig heute Abend.“ Eigentlich wollte er antworten, doch seine Stimme war so kratzig, dass man nichts verstand. Er musste sich erst räuspern um ein „Ja.“ herauszubringen. „Naja... gute Nacht.“, waren Maxs letzte Worte, bevor er sich auf die Seite und Felix den Rücken zudrehte. „Ja... gute Nacht...“

Wenn er jetzt einschlief, war alles vorbei.
Unsicher drehte er sich auf die Seite und beobachtete Maxs Rücken. Zumindest so viel wie er eben im schwachen Licht gerade noch erkennen konnte. Langsam und zögerlich, fast schon ängstlich streckte er seine Hand aus und berührte mit den Fingern vorsichtig seine Schulter. Unsicher ließ er alle seine Finger auf die weiche, warme Haut sinken, von der sich etwas die Haut ablöste, da der Arme erst vor Kurzem einen Sonnenbrand hatte.
Zögernd bewegte er erst seinen Daumen und strich ganz langsam hin und her, der Versuch eines Streichelns. Jetzt ließ er seine ganze Hand über den Oberarm gleiten, der ebenfalls nur mit kleinen festen Muskeln ausgestattet war. Es kostete ihn einige Überwindung trotz der Angst, die in einem hinteren Winkel in ihm schlummerte und der Nervosität, da er Max das erste Mal so bewusst berührte. Seine einzelnen Finger auszustrecken und ihn nur mit seinen Fingerspitzen ganz sanft zu streicheln, das war wirklich ein unglaubliches Gefühl und es kam ihm wie ein Gefühlsrausch vor, in dem er sich befand. Obwohl von Max keinerlei Reaktion kam machte er einfach unbeirrt weiter, so gut gefiel es ihm, ihn endlich richtig berühren zu können, mit Händen, die nicht die der Freundschaft waren.

Umso mehr erschrak er sich, als Max sich plötzlich doch zu ihm umdrehte, sich auf seinen Ellenbogen stütze und ihn mit einem undefinierbaren Blick ansah. Was er jetzt machen sollte, oder auch nicht machen sollte wusste er nicht. Er wusste gar nichts mehr, es war alles wie ausgelöscht. Jedoch herrschte auch keine Leere in ihm, eher Ratlosigkeit.

Das was er wusste war, dass er seine Hand einfach wieder ausstreckte und mit seinen Fingern ganz sanft und kaum merklich über Maxs Brust strich, die einzelnen Muskelpartien sachte nachzeichnete, kurz an einer Brustwarze verweilte um langsam über den –  vor Kälte oder Erregung – steifen Nippel zu streicheln und dann die Haare, die den Hals bedeckten nach hinten zu streichen.
Langsam ließ er seine Finger in sein Gesicht hinauf gleiten, berührte sanft seine Wange, strich über die roten Lippen, die leicht geöffnet waren und dann fanden sie ihren Weg in sein Haar.
Noch immer kam keine weitere Reaktion von ihm; er schreckte weder zurück, noch machte er Anstalten, sich dagegen zu wehren oder auch mitzumachen und er sprach auch kein einziges Wort, was Felix noch viel mehr verunsicherte.

Nachdem er nun Maxs Nacken durch die Haare hindurch etwas gekrault hatte, beugte er sich mit laut klopfendem Herzen nach vorne und hauchte kaum spürbare Küsse auf seinen Hals und auch das löste wieder unglaubliche Gefühle in ihm aus, die mit nichts vergleichbar waren.
Und egal wie glücklich er war, dass er Max so berühren durfte: es reichte ihm einfach bald nicht mehr aus, er wollte mehr! Wenn alles schon in so greifbarere Nähe war, konnte er nun einfach nicht widerstehen.

Sein Herz klopfte noch viel lauter, als er sich nun noch weiter nach vorne beugte und nur noch einige Zentimeter von M’s Gesicht entfernt war, stellte er erfreut fest, dass dieser die Augen schloss, was ihn das selbe tun ließ und ihm unglaublich viel Mut schenkte.
Denn schon hatte er seine Lippen etwas benetzt und sie dann - mit einem Herz, das ihm bis zum Hals schlug - auf die wunderbar weichen Lippen seines Gegenübers gepresst. Das wiederholte er noch zwei Mal und genoss diese wunderbar weiche Wärme, die einfach nur göttlich war.
Dann zog er sich wieder etwas zurück, sah in M’s Gesicht, der ganz langsam wieder die Augen öffnete und dann konnte er endlich – nachdem er das schwerste mit dem Kuss ja schon getan hatte – seine Gefühle offenbaren.
Er schmiegte sein Gesicht an Maxs Wange und hauchte ihm dann ins Ohr: „Max ich... ich hab mich in dich verliebt.“
Dann brach seine Stimme aber auch sofort wieder ab und er zog sich, geschockt von dem, was er gerade wirklich getan hatte, wieder ein Stück zurück und beobachtete mit einem angsterfüllten Blick, was Max jetzt tun würde.

Doch er verlor auch weiterhin kein Wort, sondern schloss seine Augen nur wieder und zog ihn zu einem erneuten Kuss an sich. Dieses Mal jedoch voller Gefühl. Es war so plötzlich gekommen, dass Felix ganz überrascht in diesen Kuss gezogen wurde und er sich einfach nicht sicher war, ob Max ihn wirklich gehört hatte, oder ob er überhaupt realisierte, was er da tat.
Aber diese Situation war einfach zu schön und viel zu voll mit wunderbaren Gefühlen, als dass er diese düsteren Gedanken lange hegen konnte.

Seine Hand wanderte in Maxs Nacken, hielt seinen Kopf nahe bei sich und ließ ihm keine Chance, aus dem Taumel der Gefühle zu entkommen. Ganz langsam und zögerlich stupste er mit der Zungenspitze an dessen Lippen, die nur ganz leicht geöffnet waren, ihm aber nun nach dem Kontakt mit seiner Zunge sofort Einlass gewährten, wo er schon freudig erwartet und nun mit einen feuchten leidenschaftlichen Kuss gebannt wurde.

So langsam wurde Felix nun etwas sicherer. Er war zwar immer noch nervös und auch nicht sicher, was er jetzt tun sollte oder nicht und was Max eigentlich wollte und davon vielleicht noch mitbekam oder leider auch nicht.

Jedoch bekam er jetzt etwas mehr Gefühl für Maxs Körper, hatte einfach einen kleinen Sinn dafür entwickelt, sofort die Signale an seinem Körper aufzunehmen und dann sofort zu wissen, ob ihm das, was er tat, gefiel oder nicht.

Also ließ er seine Hände langsam über seinen Körper wandern, genoss es, nackte Haut und einige Haare unter seinen Fingern zu spüren.
Vorsichtig tastete er langsam jeden einzelnen Muskel an Maxs festem Oberkörper ab, streichelte dann ganz sanft darüber und bemerkte zufrieden ein Lächeln bei ihrem Kuss. Offensichtlich tat er das Richtige.

Jetzt tastete sich Maxs Zunge ganz langsam über Felix Lippen, leckte verführerisch darüber, hinterließ eine nasse Spur, auf die er dann sofort seine eigenen warmen Lippen legte und dann mit seiner Zunge zu Felixs vordrang, sie langsam abtastete und dann voller Lust mit ihr spielte.

Felix löste seine Zunge wieder, entfernte seine Lippen etwas von denen seines Gegenübers um dann plötzlich, aber nicht zu fest zuzubeißen. Maxs Lippen entwich ein Stöhnen und er versuchte sich zurückzuziehen, doch Felix griff in seinen Nacken, hielt ihn fest bei sich und knabberte jetzt nur noch besänftigend an seiner Unterlippe. Max genoss das Spiel und schloss zufrieden seine Augen.

Jetzt war Felix gänzlich entspannt und genoss einfach nur die Situation mit all seinen Sinnen; bisher hatte er das nur für ein Gerücht gehalten, doch da hatte er auch noch nicht so ein intensives Gefühl empfunden und so sehr genossen.

Er liebte es, wenn Maxs lange Haare von Zeit zu Zeit sein Kinn kitzelten, wie sich erst nur ihre Oberschenkel, jetzt schon ihre ganzen Unterleiber berührten und fast schon regelrecht streichelten, wie Max die ganze Zeit beinahe konzentriert seine Augen geschlossen hielt und ihn ganz zart streichelte.

Jetzt wanderte seine Hand in seinen Nacken und fing dort sanft an zu massieren und immer wieder mit seinen kurzen Haaren dort zu spielen. Felix entfuhr ein Stöhnen, da er bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst hatte, welche großartigen Dinge Max mit seinen Händen anstellen konnte. Der hatte ihn schon nach ein paar wenigen Handgriffen so weit, dass er sich ihm entgegendrückte und gewillt, um nicht eher zu sagen <willig> war und das auch deutlich zeigte.

Jetzt ließ Max seine Hand tiefer wandern und gerade als sie spielerisch am Bund seiner Shorts zupfte, nachdem sie sich jedem einzelnen seiner Muskeln gewidmet hatte, gerade da, als Felix wieder ein Stöhnen nicht zurückhalten konnte bewegte sich Stephan und murmelte etwas vor sich hin.
Sofort schreckten die beiden auseinander und trauten sich nicht sich zu bewegen.
Steph bewegte sich noch ein paar Mal hin und her und murmelte wieder. Jedoch nur wirres Zeug und so konnten sie glücklicherweise davon ausgehen, dass er sie weder gehört, noch – sehr unwahrscheinlich – gesehen hatte.

Felix leckte sich nur etwas geistesabwesend über die Lippen und registrierte Maxs Geschmack. Was genau er oder sie jetzt tun sollten wusste er nicht. Auch Max gab keinen Laut von sich. Erst als Stephan sich nicht mehr bewegte und auch nichts mehr Seltsames murmelte, trauten sich beide wieder, sich zu bewegen, legten sich beide auf den Rücken, Schulter an Schulter, hin und atmeten erst Mal erleichtert aus.
Er fragte dann doch leicht verunsichert: „Hat er uns gehört?“ Max schüttelte beruhigend den Kopf und meinte: „Komm her.“, während er seinen Arm ausstreckte.
Gleich verstand er die Einladung, lächelte ihn dankbar an, legte seinen Kopf auf dessen Schulter und kuschelte sich mit seinem ganzen Körper näher an ihn.
So gefiel ihm das und so konnte es von ihm aus die ganze Nacht bleiben.
Und offensichtlich dachte Max genauso, da er noch ein „Gute Nacht.“, murmelte, ihm einen Kuss auf die Stirn gab und dann auch schon eingeschlafen war.

Als Felix am nächsten Morgen aufwachte, hatte er sich auf die Seite gedreht, doch als er sich umwandte konnte er sehen, dass Max noch immer auf dem Rücken lag und auch Stephan noch einen sehr schlafenden Eindruck machte.
Das sah er als Chance an, die gestrigen Aktivitäten fortzusetzen.

Vorsichtig fing er wieder an, Maxs Arm zu streicheln, berührte ihn jedoch fast nicht. Irgendwie traute er sich nicht richtig. Zwar waren sie gestern schon wesentlich weiter gewesen, doch jetzt war der Moment von gestern vorbei, die Stimmung verflogen, die Situation einfach vergangen.
Jetzt lag er hier halbnackt im Bett und streichelte den Arm des Mannes, den er liebte und von dem er leider nicht wusste, ob dieser ihm dieselben Gefühle entgegenbrachte.

Vielleicht war das alles nur wegen dem Alkohol gewesen. Vielleicht erinnerte Max sich heute auch schon gar nicht mehr daran. Oder vielleicht hatte er auch so einen Kater, dass er das gar nicht wollte. Genau, vielleicht wollte er es sofort vergessen. Vielleicht würde er so tun, als wäre es nie passiert. Vielleicht würde er ihn einfach wegstoßen. Vielleicht war das gerade eben auch einfach einmalig.

Und bei jeder einzigen Überlegung das Wort "vielleicht", das für seine Ungewissheit stand. Er wusste nichts, rein gar nichts. Gesagt hatte Max nicht viel in der gestrigen Nacht. Auch nicht, als er ihm von seinen Gefühlen erzählt hatte...
Vielleicht hatte er versucht seinen Körper sprechen zu lassen. Aber genauer wollte er darüber nicht nachdenken, da sich schon wieder das Wörtchen "vielleicht" in seinem Gedankengut eingenistet hatte, das dort einfach alles durcheinander brachte.

Das, worin er sich sicher war, das, was kein "vielleicht" enthielt, das waren seine Gefühle.
Diese unglaublich starken Gefühle, die kein Mensch der Welt hätte unterdrücken können. Er hatte es so genossen, Max so nahe zu sein, in seinen Armen zu liegen, ihn zu küssen, ihn zu berühren, nackte Haut unter seinen Fingern zu spüren...
Und noch immer waren diese starken Gefühle da, hatten sich nicht vertreiben lassen.

Der Moment war vorbei, seine Empfindungen noch immer präsent.

Er würde es nicht mehr lange aushalten mit dieser Ungewissheit allein in diesem viel zu stillen Raum eingesperrt zu sein.
Gewiss, er konnte warten bis Max von selbst aufwachte, doch vielleicht war auch Stephan dann bereits wach und das wollte er nicht riskieren. Schlafend war er ihm im Augenblick doch lieber, da er einfach mit Max reden wollte und reden musste. Er konnte jetzt nicht einfach aufspringen und gehen und das war es dann. Die Geschehen einfach so im Raum stehen lassen, das konnte er nicht.

So fasste er jetzt etwas mehr Mut und streichelte Maxs Arm jetzt richtig. Dieser schüttelte ihn kurz, offensichtlich glaubend, dass ihn eine Fliege kitzeln würde und schlief dann weiter.
Doch das konnte Felix nicht zulassen. Nicht jetzt, nicht hier, nicht nachdem was gestern geschehen war.
Es durfte nicht sein, dass er wach lag und seine Gedanken verrückt spielten und die Person, die das alles verursacht hatte und es auch wieder stoppen konnte, schlief seelenruhig. Das musste er ändern.

Noch einmal streichelte er an Maxs ganzem Oberarm entlang und endlich, endlich bewegte er sich richtig. Er drehte sich auf den Rücken, blinzelte, streckte sich und sah sich dann genauer an, wer ihn da geweckt hatte.

"Morgen.", flüsterte er mit schwacher Stimme. "Morgen.", kam eine kratzige, viel zu laute Stimme zurück. Nervös warf Felix einen Blick über die Schulter, ob Steph auch ja nicht aufgewacht war. Aber so war das mit Max, wirklich leise reden hatte er noch nie gekonnt. Und das war vor allem in der Schule natürlich ein Problem gewesen, aber es war es auch jetzt.

Plötzlich, ganz ungewollt, schlich sich ein Lächeln auf Felixs Lippen, als er den ganz verschlafenen Max etwas länger beobachten konnte.

Gerade wollte er etwas sagen, als etwas geschah, das er nicht beabsichtigt und auch nicht mit eingeplant hatte. Max hustete laut und vernehmlich und gerade als er wieder schwieg und Felix dachte, dass es gerade noch Mal gut gegangen war, da fing er erst richtig an.
Natürlich wachte Steph auf, wie er feststellte, als er sich ebenfalls wieder auf den Rücken drehte, damit es nicht zu auffällig wurde.
Auch von ihm kam ein gemurmeltes "Morgen.", das auf Grund des Kratzens ein Indiz der vergangen Nacht war.

Dann lagen sie einige Zeit schweigend da und Felix hoffte einfach, dass das - bisher zumindest immer - schier unmögliche passieren würde, und Steph wieder einschlief. Doch nichts dergleichen geschah.
Und dann ging alles viel zu schnell.

Stephan stand auf, brachte sie beide dazu, ebenfalls aufzustehen, gab eine Runde Kopfschmerztabletten für sich und Max aus, jeder ging ins Bad, danach gab es Frühstück und schon stand Felix mit Max wieder vor der Tür, weil sie nun nach Hause laufen, bzw. fahren wollten.

Mit einem "Bis dann.", drehte Max sich plötzlich um und setzte sich sofort in Bewegung.
Aber das konnte und durfte er nicht zulassen.
Hastig machte er einen Schritt nach vorn, hielt ihn am Arm zurück und blieb dann mit zitternden Knien vor ihm stehen.
"Hm?", machte Max mit einem fragenden Gesichtsausdruck.

"Also...", fing er an, brachte jedoch nichts heraus und fuhr sich erst mal mit seiner zitternden Hand durchs Haar, um sie dann ganz schnell in seiner Hosentasche verschwinden zu lassen.
"Wegen gestern...", versuchte er es erneut.“ Ja, war ganz lustig! Heute Abend wieder, oder? Oder lieber nicht wegen der Arbeit?"
"Oh.. äähm… nein, ich... ich weiß nicht. Ich... ich meinte gestern Nacht." Ein leicht irritierter Blick ließ ihm Angst und Bange werden.
Was, wenn er sich an nichts mehr erinnern konnte? War das dann besser oder schlechter für ihn? Wie würde es weitergehen?

"Ich meinte gestern Nacht... also wir beide. Du weißt schon..." "Achso, das." Ungläubigkeit machte sich in ihm breit. Wenn Max schon in diesem Tonfall davon sprach, konnte es ja nur Schlechtes bedeuten, oder nicht? Wollte er es überhaupt wissen?
Oder wusste er es nicht längst schon und fragte sich nur noch, ob er es aus Maxs Mund hören wollte, wobei es dann keine Zweifel, kein Zurück mehr gab?

"Was... was war das?" Gut, die Frage hätte man anders stellen können, aber er brachte einfach keinen besseren Satz zusammen, so voller Angst war er.
"Das war nichts. Ich meine, hey, es ist einfach passiert. Ich war betrunken, du warst betrunken. ... Ich mein, ich bin ja nicht mal schwul! Mach dir da keine Gedanken drüber. Wir vergessen das einfach, ok?"
Max lächelte ihm aufmunternd zu. Als würde er DAS jemals vergessen wollen...

"Nein, ich... will es eigentlich nicht vergessen. Und betrunken war ich auch nicht. Ich wusste, was ich da tue und wollte es auch. Weißt du noch? Ich hab dir gestern Nacht gesagt, dass ich mich in dich verliebt habe... Erst danach ist das alles passiert. Ich will es auf keinen Fall vergessen und schon gar nicht so tun, als wäre es nie passiert. Ich.. ich will..." "Was? Was willst du? Dass wir es jetzt einfach mal drauf ankommen lassen und es nicht bei diesem einmaligen Erlebnis belassen? Dass wir jetzt vielleicht sogar zusammen sind? Dass ich deine Gefühle erwidere und wir zusammen glücklich werden, als... als Paar?"

Max hatte so aggressiv geklungen, dass es Felix Tränen in die Augen getrieben hatte. Beschämt heftete er seinen Blick auf den Boden.
Natürlich, was hatte er auch erwartet...

"Hör zu. Es war nur eine einmalige Sache. Ich kann das nicht dauernd mit dir wiederholen. Ich liebe dich, ja. Aber ich liebe dich als meinen Freund, nicht als meinen Partner. Vielleicht hätte ich es nicht soweit kommen lassen dürfen, ok. Aber nun gut, es ist passiert. Und das wars auch. Hörst du? Das war es, eine einmalige Sache, die mal passieren kann. Nichts weiter. Am Besten du vergisst es einfach wieder."

"Aber... aber..." "NEIN! Hörst du nicht? Ich hab gesagt ich kann nicht!" Plötzlich drehte Max sich wieder um und wollte gehen, doch wieder hielt Felix ihn zurück. "Nicht, bitte...können wir es nicht einfach nur versuchen? Einfach nur... versuchen? Einmal drauf ankommen lassen?", fragte er leise und mit der Gewissheit welche Antwort er erhalten würde.

"NEIN!! Zum letzte Mal jetzt! Ich hab gesagt ich kann das nicht! Verstehst du? Ich kann einfach nicht!"

Mit diesen Worten riss er sich los, drehte sich um und entfernte sich mit schnellen Schritten von Felix.

Dieser stand allein und verlassen vor Stephans Haustür und biss sich auf die Lippe um nicht laut loszuschluchzen.

Das war es also gewesen. <<Eine einmalige Sache>>, nicht mehr. <<Es kann mal passieren>> <<Am Besten du vergisst es einfach wieder>>, hallte in seinem Kopf.

Ein leises Schluchzen entfuhr seinen Lippen und er biss noch fester darauf, nur um kurz darauf Blut auf seiner Zunge zu schmecken.

Er setzte sich in Bewegung.

"Am Besten, ich vergesse es... oder am Besten...du vergisst mich...", murmelte er leise vor sich hin und setzte seinen tränenverschleierten Weg fort...

Oooo~~Fin~~oooO
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