Bettnachbar

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Drake Parker Josh Nichols
02.09.2007
12.07.2010
3
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Hi^^
Also ich versuch mich mal an einer DxJ FF mit dem pairing.
Deshalb ein wenig OOC, versuche aber am Chara zu bleiben.
Kommis sind gern gesehn!
Enjoy the Show!

Bettnachbar


„Drake! Komm sofort her!"
Der braunhaarige Junge legte seufzend seine CDs beiseite, die er gerade hatte einräumen wollen. „Ich komme, ja."
Im Wohnzimmer stand seine Mutter mit verschränkten Armen und vorwurfsvollen Blick und erwartete ihn.
Drake gab sich gelassen. „Was ist denn Mum?"
„Um direkt auf den Punkt zu kommen: Ich hatte dir doch verboten am Freitag, wo Walter und ich Essen waren, um die Häuser zu ziehen! Und du hast Josh angelogen!"
Er sagte mit einem Lächeln: „Aber Mum. Ich bin nicht um die Häuser gezogen, ich war lediglich bei Scottie, wir haben für unseren nächsten Gig geprobt!"
Audrey nickte. „Klar. Und dann?"
Drake schaute nach links und rechts. „Ja und dann… sind wir um "die Häuser gezogen"…"
Seine Mutter schnippte mit den Fingern und zeigte hinter ihren Sohn. „Du weißt, was das heißt. Ab in dein Zimmer, 2 Wochen Hausarrest!"
„Aber –"
„Nichts aber! Ab!"
Manchmal war seine Mutter ätzend. So unerbittlich. Dabei wollte er ihr sagen, dass er seinen Stiefbruder gar nicht angelogen hatte! Das war unfair! „Mum!"
„Ich sagte: AB!"
Gerade als Drake sich einen Hammer oder besseres wünschte um seiner Mutter klar zu machen, dass er nicht gelogen hatte, kam sein Schutzengel durch die Tür. Zwar ein bisschen schusselig, weil er einen Stuhl dabei umriss, aber er wollte ja nur helfen. „Mum? Warte kurz!"
Audrey drehte sich zu Josh um und stellte dabei den Stuhl wieder hin. "Was ist denn?"
„Drake hat nicht die ganze Schuld. Ich sollte zwar aufpassen, dass er nicht rausgeht, aber er hat so gebettelt, dass ich anfangs erst verneint hab, aber dann…dann…" Er machte eine hilflose Geste mit den Armen.
Seine Stiefmutter nickte verständnisvoll, sie kannte ja den etwas schwächeren Willen von Josh. „Trotzdem ist er raus gegangen! Der Arrest bleibt bei einer Woche. Für beide!"
Zwar hatte Drake vorher gegrinst, aber als er das Fatum hörte, drehte er sich zu seiner Mutter um, die gerade in die Küche wollte. „Aber, aber -!"
Audrey hatte keine Lust mehr auf Diskussionen, das machte sie ihm auch sehr verständlich klar.

„Was fürn Obermist!“
Drake sortierte seine CDs. Jetzt hatte er ja genug Zeit dafür. „Das kannst du laut sagen. Eine Woche! Eine GANZE Woche!“
Josh saß deprimiert auf dem Sofa. „Hey, sei froh, dass ich dir deinen undankbaren Hintern gerettet habe. Immerhin nur noch eine GANZE Woche! Leider auch für mich…“
Sein Bruder wusste es insgeheim ja zu schätzen, ließ es sich aber nicht anmerken. Drake nahm es sich immer zu Herzen, dass sein Bruder für ihn in die Bresche sprang oder seinen Arsch rettete.
Er ließ sich auf sein Bett fallen. Anscheinend nahm er es sich zu sehr zu Herzen, denn jedes Mal, wenn er Josh ansah, krampfte sein Magen ein wenig. Na klar klang das komisch. Deswegen war er – nachdem er mit seiner Mum drüber gesprochen hatte – zum überteuerten Arzt in der Nachbarschaft gegangen. Doch der sagte nur, dass er gesund sei. Laut seiner viel bewanderten Mutter war er also verliebt, obwohl Drake das stark anzweifelte.
Er schüttelte den Kopf, um seine Zweifel und Gedanken abzuschütteln, denn wenn Gedankengänge länger als 5 Minuten dauerten, bereiteten sie ihm immer Kopfschmerzen.
Was konnte er denn jetzt noch 7 Tage lang machen?
„Jungs, Essen fassen!“
Drake hüpfte aus seinem Bett, endlich gab es Abendessen. Das hieß, es war abend und schon war ein Tag – auch wen er nicht sonderlich lang gewesen war – des Stubenarrestes um!


„Ha!“
„Hai…ja!“
Verwundert schaute Walter Nichols von seinem Katzenmagazin hoch. Was war denn oben im Zimmer der beiden Brüder los? War ja auch egal, die Katzen in seinem Heft waren ja auch zu knuffig. Er widmete sich wieder seiner Lektüre. Endlich hatte er wieder Zeit für sich, das Wochenende war immer ein Segen.
„Hab ich dich!“
Plötzlich rummste es von oben. Der Wettermann schreckte auf und legte sein Heft auf den Wohnzimmertisch. Jetzt interessierte es ihn doch. Was machten die beiden Jungs da oben bloß?
Da hörte er, wie jemand die Tür aufschloss.
„Bin wieder da“, kam es gelangweilt von der Tür.
Walter stand auf. „Hallo Drake. Na, wie war dein Auftritt? Sag Mal, was macht dein Bruder oben?“
Drake legte seine Gitarre in den Sessel und schaute ihn verwundert an. „Gut. Was soll denn los –“
„Haha! Niemand entkommt Josh Nichols!“, ertönte es siegessicher von oben. Es knallte, es klirrte, es rummste und jemand heulte auf.
„Josh?“, fragte Walter unsicher und wollte hochgehen, doch Drake kam ihm zuvor. Er ging schnellen Schrittes nach oben und stieß die Tür auf.
Da saß sein Stiefbruder geknickt auf Drakes Bett. Auf SEINEM Bett!
„Alter, was ist passiert? Und geh gefälligst von meinem Bett runter!“
Josh schaute auf und hatte einen entschuldigenden Gesichtsausdruck. „Drake, ich… es tut mir so leid!“, fing er unsicher an und ging von Drakes Bett runter, sodass sein Bruder die Ausmaße der Katastrophe sehen konnte.
Geschockt sah Drake, was sein Tollpatsch von Bruder angestellt hatte: Seine wunderbar geordnete und hart gesammelte CD-Sammlung war aus seiner Halterung gerissen worden und lag überall über seinem Bett verteilt. Das war aber nicht mal das Schlimmste, nein; sein geliebtes Bett war gebrochen. Einfach so in der Mitte durchgebrochen. Das konnte doch nicht wahr sein!
„Also, weißt du, das kam, als ich die Fliege totschlagen wollte, das hab ich auch geschafft, dann kam noch eine andere und die hat sich dann auf deine CDs gesetzt und als ich mich angeschlichen habe und sie fast gekriegt hätte, da hat dein Bett geknackt und ich hab noch schnell auf die Fliege geschlagen und dann ist das Bett ganz durchgebrochen“, erzählte Josh in einem Affentempo seinem perplexen Bruder und es schien, als würde er gleich heulen.
„Josh…“, Drake sprach ganz leise.
„Ja?“ Es war mehr ein Quietschen anstatt einer Antwort und der Schwarzhaarige zog als Schutz vor dem Sturm die Schultern hoch.
„WIE HAST DU DAS NUR WIEDER HINBEKOMMEN? MEIN BETT ZU SCHROTTEN, ALSO ECHT! DU BIST DOCH KEIN KLEINKIND MEHR! UND EINE GAZELLE AUCH NICHT!“
Josh setzte seinen Hundeblick auf. „Es tut mir ja auch Leid, es war ja keine Absicht…“
Drake schnappte sich seine Gitarre. „Geh bitte. Lass mich einfach mal in Ruhe.“
Sein Bruder kam der Bitte sofort nach und trottete nach unten. Dort pflanzte er sich in den Sessel vor dem Fernseher. Sein Dad stöberte wieder in seinem Magazin.

Drake schmiss sich auf die Couch.
Natürlich war es nicht seine Absicht gewesen. Josh war nun mal ein geborener Tollpatsch. Aber sauer sein konnte er ihm einfach nicht.
Lustlos spielte er einen Akkord.
Jetzt hatte er kein Bett mehr, seine CDs waren überall verstreut und womöglich auch noch kaputt und… immer noch 6 Tage lang Hausarrest. Und dann noch sein Bruder… Das roch nach Arbeit. Nein, es STANK danach. Er hasste Arbeiten. War doch echt alles fürn Arsch.
Aber erstmal Frust loslassen.

Laut und hart kamen die Geräusche von oben und Josh fühlte sich, als würde Drake ihn so beschimpfen.
Oh, war das alles Mist, er hatte es doch gar nicht so gewollt!
„Dad…?“
„Falls es wegen Drake ist, kann ich dir leider nicht helfen. Da musst du deine Mum fragen“, meinte er, ohne aufzusehen.
Josh seufzte und ging in die Küche. „Mum?“
„Ja Liebling?“ Geschäftig schnitt sie das Gulasch klein, was es gegen Abend geben sollte.
Er lehnte sich gegen die Spüle und verknotete die Hände. „Ich hab was echt blödes getan…“Audrey  lächelte ihn aufmunternd an. „Falls es wegen Drakes Bett ist, mach dir keine Sorgen. Ihr kauft zusammen ein Neues und dann ist auch eure Freundschaft wieder aus dem Damm. Bis dahin schläft er im Gästezimmer, das ist doch kein Problem.“
Wow. Manchmal fragte Josh sich ernsthaft, ob seine Mum Gedanken lesen konnte.
„Nein, das kann ich nicht“, lachte sie.
Josh zog die Augenbraue hoch. „Ok… Trotzdem danke Mum“, lächelte er.

„Oh nein, ich werde nicht in dem Gästezimmer schlafen!“, meinte Drake und hob abweisend die Hände. „Das liegt direkt neben Megans Zimmer, mehr brauch ich dazu nicht sagen, oder?“
Josh nickte nachdenklich. Ja, das Risiko würde er auch nicht eingehen. Lieber würde er auf dem Boden schlafen. „Hey, wie wärs mit der Couch?“ Er deutete auf das braune Sofa.
„Mh…“ Drake dachte nach. Plötzlich stand er auf. „Bloß nicht, da hat doch dieser alte runzlige Zauberer drauf geschnarcht!“
„Doheny war nicht runzlig!“, entrüstete sich sein Bruder. „Und was ist daran so schlimm?“
„Er hat da doch sicher drauf gesabbert…“
Der Schwarzhaarige stöhnte. „Dann schlaf doch auf dem Boden!“
Drake schüttelte den Kopf. „Das ist doch viel zu hart.“
„Sonst noch was?“, fragte Josh genervt. Was stellte sein pingeliger Bruder bloß für Ansprüche! „Dann… dann… ich weiß auch nicht… dann… schlaf eben in meinem Bett.“
„Echt? Cool, danke! – Warte. Wo schläfst du?“
Josh schaute ihn perplex an. „Na wo wohl? In meinem Bett!“
Drake blinzelte. „Das heißt… wir schlafen in EINEM Bett?“ Sein Magen verabschiedete sich gerade und das Flattern war wieder da.
Manchmal war er ja schwer von Begriff. Und Josh wunderte es, dass er sich noch darüber wunderte. „Ja Sherlock. WIR schlafen ZUSAMMEN in MEINEM Bett.“
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