Head over heels in love

von Kurori
GeschichteHumor, Romanze / P12
Fred Weasley Katie Bell Marcus Flint Oliver Wood
30.08.2007
26.08.2009
11
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Bei Merlin, seid wann hatte Oliver nur so wunderschöne bernsteinfarbene Augen? Ein schmachtendes Seufzen entwich mir und ich starrte diesen sexy Hüter vor mir mit verträumten Blicken an. Sein Mund bewegte sich unerlässlich und ließ einige unschöne Wörter von sich hören. Hmm? Was redete er da eigentlich?

“Bell! Hast du mir eigentlich zugehört?!” Seine zornige Stimme ließ mich zusammenfahren und meine Blicke flitzten kurz irritiert hin und her. Huh? Seid wann standen Wood und ich denn alleine auf dem Quidditch-Feld? Oh man, da hatte er mir doch tatsächlich eine Standpauke gehalten und ich hatte über die Hälfte nicht mitbekommen. Kein Wunder, dass sich Angelina und der Rest der Truppe aus dem Staub gemacht hatte.

“Tut mir Leid Oliver. Aber ich war in Gedanken!”
Ganz genau. Ich war damit beschäftigt dich ohne Unterlass an zu glotzen.
Pfui. Was für eine verräterische Stimme in mir.

“Du warst in Gedanken? Meine Güte, Bell. Seid wann bist du so unkonzentriert? Heute das Training war ein Desaster! Du konntest kein einziges Mal den Quaffle fangen, ... geschweige denn ein Tor erzielen!”, redete er sich in Rage und seine Stimme zitterte wahrscheinlich vor Wut. Oh oh, gleich würde er brüllen. Ganz sicher. Hilfe, konnte mich jemand jetzt nicht einfach unsichtbar machen?

“Tut mir Leid”, stammelte ich ein zweites Mal leise und sah mit unschuldigen Blicken zu ihm auf. Aber das klappte bei Oliver ohnehin nicht. Viel zu viele Male hatte Alicia diese Masche bei ihm ausprobiert, da sie hin und wieder zu spät gekommen war. Denn wenn es um Quidditch ging, war unser lieber Kapitän halt ein Tyrann und daran würde sich auch in Zukunft nichts etwas ändern.

“Und du denkst? Mit einem: ‘Tut mir Leid‘ ist alles vergessen?”, zischte er fragend und kam bedrohlich einen Schritt näher. Ich schluckte. Der machte mir Angst! Gleich würde er sich auf mich stürzen und mich mit seinen Besen verdreschen. Unsicher schielte ich diesen an, denn Oliver hatte den Stiel des Besens fest umklammert und würde ganz sicher jeden Moment damit ausholen. Gäbe doch sicher eine riesen Schlagzeile: Gut aussehender, sexy, geiler, süßer und niedlicher Quidditch-Hüter verdrescht eine seiner Jägerinnen. Ok, lassen wir diesen ganzen Kram von wegen geil und so weg. Diese Zeile hätte NUR ein Fangirli von Wood verfassen können. Und DAS war ich definitiv nicht. Ich war nur ein kleines bisschen in ihn verknallt. Das war auch schon alles.

Das nennst du alles? Gute Güte, du denkst Tag und Nacht an ihn! Das ist also nichts?

RUHE! Diese nervtötende Stimme sollte nicht noch alles schlimmer machen, als es ohnehin schon war. Okay, ich gab es ja zu. Ich konnte mich nicht mehr auf das Training konzentrieren. Und daran war ganz alleine dieser Wood Schuld! Was sah der auch so geil aus? War doch klar, dass er interessanter war als dieser olle Quaffle. Konnte mir das jemand verübeln?

JA! Der sexy Quidditch-Kapitän vor dir, Süße.

“Nein”, antwortete ich ihm vielleicht etwas verspätet, da eine dicke Wutader auf seiner Stirn zu pochen begann. Ich sollte ihn etwas besänftigen. Ja, das war sicher eine gute Idee.

Genau! Schmeiß dich auf ihn und knutsch ihn nieder.

KLAPPE! Das war die letzte Warnung! Warum musste dieses Stimmchen auch gerade dann auftauchen, seid mir bewusst geworden war, dass ich Oliver mochte? Ging es allen verliebten Mädchen so?

“Ich werde ab nächster Woche eine halbe Stunde länger trainieren als die anderen. Deal, Wood?” Mein Blick festigte sich etwas und meine Stimme hörte sich auch wieder viel selbstbewusster an. Da war sie wieder: Die alte Katie Bell, die sich von nichts und niemanden etwas sagen ließe. Außer vielleicht von einem wütenden Quidditch-Kapitän.

“In Ordnung, Bell. Aber ich hoffe für dich, dass du Montag wieder konzentrierter spielen wirst. Denn anstatt mich dauernd anzustarren, solltest du dich lieber um den Quaffle kümmern und Tore erzielen!”, herrschte Oliver mir bei und wirbelte herum - ging schnurstracks auf die Jungenumkleide zu.

Mit offenem Mund starrte ich ihm hinterher. Wahrscheinlich schlich sich geradewegs ein verräterisches Rot auf meine Wangen. Ich spürte doch regelrecht, wie mein ganzes Gesicht zu glühen begann. Sicher würde man mich gerade mit einer roten Ampel verwechseln können.
E-Er ha-hatte e-es doch ta-tatsächlich bemerkt?! Bei Merlin, war das peinlich!
Meine kalten Hände klatschen hastig gegen meine heißen Wangen. Ich konnte ihm unmöglich mehr unter die Augen treten. Und dann noch dieses spitzbübische Grinsen, als er sich kurz davor von mir gewandt hatte! Wusste Oliver, dass ... dass ... dass ... ich ...
Oh man, jetzt sprach ich sogar innerlich meine Sätze nicht mehr aus. Soweit war es also schon mit mir.

+++

Eine halbe Stunde später verließ ich frisch geduscht, gekleidet in meiner Schuluniform, die Quidditch-Umkleidekabine und machte mich auf direktem Wege ins Schloss. Ich musste mit jemanden reden. Angelina war doch Ansprechpartnerin für Sachen Liebe, Sex und Eifersucht. Unsere Expertin in Gryffindor. Tja~, das Mädel hatte nun mal Erfahrung und das nicht zu wenig! Unsere gute Johnson war nämlich mit Fred Weasley zusammen. Ich wollte gar nicht wissen, wo die beiden es schon überall getrieben hatten. Dagegen war ich ein unbeschriebenes Blatt. Wahrscheinlich verlor ich meine Unschuld erst in 10 Jahren. Aber vielleicht auch ein kleines bisschen eher. Den passenden Kandidaten hatte ich mir ja schon herausgesucht.

Ich murmelte der fetten Dame das Passwort zu, das Gemälde klappte wortlos zur Seite und ich kletterte flink durch das Portraitloch.

“Katie~”, wurde ich auch schon gleich von meinen besten zwei Freundinnen grinsend begrüßt. Fragend zog ich meine rechte Augenbraue in die Höhe.

“Wir haben dich schon erwartet, meine Süße”, flötete Angelina gut gelaunt und klopfte auf den freien Sessel neben sich. Vorher haben schweiften meine Blicke noch rasch durch den Gemeinschaftsraum. Gut, es saßen sonst nur noch drei Zweitklässler in der hintersten Ecke und spielten Snape-Explodieren. Kein Wood weit und breit. Meine Chance zu reden.

"Ihr habt mich erwartet?”, fragte ich jedoch nun etwas irritiert und setzte mich zu den beiden Mädchen auf einen der Sessel direkt am Kamin. In diesem prasselte angenehm das Feuer vor sich hin.

“Und ob! Wir hatten uns schon Sorgen gemacht, dass Oliver dich vielleicht umbringt”, sprach Alicia ihre Vermutung aus und warf ihr langes dunkelbraunes Haar über ihre Schulter zurück. Hmm~, wie sehr ich sie darum doch beneidete. Sie hatte so tolles glänzendes Haar und meines war nur Straßenköter-blond.

“Beinahe wäre es auch so gekommen”, seufzte ich. “Aber ich habe ihm angeboten ab Montag eine halbe Stunde länger, als alle anderen, zu trainieren und Schwups war ich aus dem Schneider.”

Angelina, neben mir, schien das Ganze aber nicht so recht zu interessieren. Denn sie starrte mich mit einem ‘Ich weiß alles, rück mit der Sprache raus’ - Blick an. Schon gut, schon gut. Ich würde ja alles beichten! Man! Das Mädchen hatte mich doch sicher schon vor längerer Zeit durchschaut gehabt.

“Aber eigentlich will ich mit euch über etwas anderes sprechen.” Nervös haspelte ich mit meinen Händen herum. “Und es geht auch um Oliver!”, fügte ich hastig hinzu. Zwei wissende und grinsende Freundinnen stierten mich an.

“Wir wissen was du uns sagen willst, liebste Katie. Denn schon viel zu lange merkt man es dir an der Nasenspitze an, dass du mehr für unseren tyrannischen Quidditch-Kapitän übrig hast, als nur Freundschaft.”

Angelina hatte es präzise auf den Punkt gebracht! Glückwunsch! Aber warum bei Merlin, wurde ich dann schon wieder rot? Die beiden wussten doch ohnehin was los war.

“Das ist wahr”, gab ich zögernd von mir. “… und deswegen brauche ich auch unbedingt eure Hilfe!” Anscheinend machte ich einen ziemlich flehenden und hilflosen Eindruck, denn beide sahen mich sehr mitfühlend an.

“Katie.” Alicia griff nach meiner rechten Hand. “Du hast dir einen sehr sturen und dickköpfigen Jungen ausgesucht. Aber ich werde dir beistehen. Auch wenn deine Konkurrenz unzählig ist, er noch NIE Interesse an jüngeren Mädchen gezeigt hat und zudem er ganz sicher mit niemanden etwas aus dem Quidditch-Team anfangen würde, ... ich helfe dir.”

Ich machte den Mund auf um etwas zu sagen. Nur blieben mir dummerweise sämtliche Worte im Halse stecken. Das waren ja sehr gute Aussichten für mich, dachte ich sarkastisch.

“Boah Alicia, wie kannst du Katie so etwas sagen? Du sollst ihr Mut machen und nicht sämtliche Aussichten nehmen!”, fuhr Angelina empört dazwischen und griff nun nach meiner anderen Hand. Was das wohl für ein Bild abgab? Ich saß zwischen zwei reizenden Mädels und wir hielten Händchen. Ein Glück, dass niemand da war. Nun ja ..., außer die drei Zweitklässler. Sollten die aber denken, was sie wollten.

“Ich habe doch nur die Wahrheit gesagt!”, murrte sie zurück.
“Dann hätte es aber etwas schonender sein können und nicht so direkt.”
“Besser so als das wir ihr irgend etwas vormachen!,” erwiderte Spinnet darauf ein klein wenig hitzig. Hallo? Mädels? Ich war auch noch da. Ihr solltet mir helfen und euch nicht gegenseitig an die Gurgel gehen.

“Schluss damit! Sagt mir lieber wie ich Oliver herumkriegen kann!”, spie ich regelrecht hervor und warf beiden einen entschuldigenden Blick zu. Ich hatte nicht wirklich so schreien wollen. Aber mir war halt nichts anderes übrig geblieben.

Angelina war für einige Sekunden lang anscheinend leicht aus dem Konzept geraten und holte tief Luft. “Also gut, Süße. Es gibt sozusagen 10. Goldene Regeln um einen Jungen herumzukriegen und diese Regeln wirst du ab Morgen befolgen. Denn es ist Wochenende und es geht nach Hogsmeade. Also die besten Voraussetzungen, ... und in einer Woche durfte der schnuckelige Kapitän dann dir gehören.”

Moment Mal!? Das ging mir jetzt gerade etwas zu schnell. In einer Woche war Oliver also Mein? Wie sollte das denn bitte gehen? Ich sollte irgendwelche dummen Regeln befolgen und Wood läge mir dann zu Füßen? Traumhafte Vorstellung, aber völlig absurd. So schnell konnte das gar nicht gehen oder etwa doch? “Tut mir Leid, wenn ich das nicht ganz so glauben kann. Aber wie lauten denn diese Regeln überhaupt?”

Auch Alicia schienen diese Regeln neu zu sein, denn sie hatte sich neugierig aus ihrem Sessel hervorgelehnt und starrte Angelina gebannt an.

“Nun gut, ich zähle sie für euch auf. Also:

- 1. Gewinne zu allererst einmal seine Aufmerksamkeit
- 2. Zeige ihm, dass du etwas ganz Besonderes bist
- 3. Küss ihn um ihn um den Verstand zu bringen
- 4. Tue am darauf folgenden Tag als sei nichts gewesen
- 5. Zeige ihm danach mit einer kleinen Aufmerksamkeit, dass du ihn gern hast
- 6. Flirte mit ihm was das Zeug hält
- 7. Mach ihn eifersüchtig
- 8. Geh mit jemand anderem aus
- 9. Warte bis er dann wieder auf dich zu kommt
- 10. Verführe ihn”

Wieder einmal versagte meine Stimme. Das konnte Angelina doch unmöglich ernst meinen. Nein, ganz und gar nicht! Das würde ich nicht machen. Küssen, ... ihn verführen? Hilfe! In mir begann sich alles zu drehen.

“Keine schlechte Sache, ... diese Regeln”, meinte Alicia begeistert und zerdrückte fast meine Hand. Au, au, au. Ging das vielleicht auch etwas sanfter? Was für eine Kraft! Meine Güte!

“Mädels, das könnt ihr unmöglich von mir verlangen”, - und schüttelte dabei heftig meinen Kopf.

“Willst du Oliver?”
“Ja, aber...”
“Als deinen richtig festen Freund?”
“Ja, aber..."
“Dich jeden Morgen mit einem atemberaubenden Kuss wecken lassen?”
“Ja, aber..”
“Willst du den besten Sex in ganz Hogwarts haben?”
“Ja, aber...”

Bei Angelinas letzter Frage schoss mir eine leichte Röte in die Wangen. Aber MOMENT MAL!? Woher wusste Angelina überhaupt, dass man...?

“Keine Panik, Katie.” Sie schien meine Sorge erahnt zu haben. “Ich habe natürlich nicht mit Wood geschlafen. Aber er war doch mit dieser dunkelhaarigen Schönheit zusammen und die erzählt das hin und wieder ganz gerne herum.” Diese dumme Kuh also. Warum war Oliver eigentlich mit DER zusammen gewesen? Ich hatte selten so etwas Aufgetakeltes und Eingebildetes gesehen. Zum Glück waren nicht alle Ravenclaw-Mädels so.

“Ok, ich glaube dir ja. Und ich mache auch bei diesem blöden Plan mit. Auch wenn ich bezweifle, dass der etwas taugt”, gab ich mich doch tatsächlich geschlagen. Ich hatte immerhin Hilfe gewollt und hatte abrupt welche bekommen. Es passte mir zwar nicht so ganz. Aber was blieb mir anderes übrig? Ich wollte Oliver um jeden Preis, da musste man halt über seinen Schatten springen.

“Nun denn Katie, ab morgen geht es also los”, verkündete Angelina kichernd. “Das Projekt: Wie angelt man sich seinen Quidditch-Kapitän?!”
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