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Lebendige Legenden

GeschichteAbenteuer / P16
Old Shatterhand Sam Hawkens Santer Winnetou
28.08.2007
12.09.2007
5
5.170
 
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28.08.2007 884
 
Dienstagmorgen.
Ein Morgen wie jeder andere auch. Es lief alles wie immer. Ich stand um fünf vor sieben auf. Dann ging ich in die Küche und nahm mir ein paar Cornflakes aus dem Schrank. Ich sah auf die Uhr. Genau sieben. In der Kirche begannen gerade die Glocken zu läuten. Heute war ich aber mal wirklich spät dran. Normalerweise begann ich um sieben mich im Bad fertig zu machen, aber heute war ich um diese Zeit gerade mal beim Frühstück. Meine Eltern waren schon weg…Die konnten mir also auch kein Feuer unterm Hintern machen. Mittlerweile schlug die Kirchenuhr schon viertel acht. Ich hatte noch ganze 15 Minuten. Ich musste mich noch waschen, Zähne putzen, anziehen, schminken, Haare kämmen… „Das schaff ich nie!“, dachte ich mir. Ich sprang gehetzt auf, schmiss das Geschirr in die Spüle und rannte in mein Zimmer. Dort sammelte ich so schnell wie möglich ein paar Sachen aus meinem Schrank und rannte weiter ins Bad. „Katzenwäsche muss heute reichen.“, murmelte ich. Statt Zähneputzen suchte ich schnell einen Zahnpflegekaugummi aus’m Schrank.
Gehetzt rannte ich wieder ins Bad, kaugummikauend. Jetzt zog ich mir die Schlafsachen aus und schlüpfte schnell in meinen weißen Rock und zog mein süßes Sommertop an. Ich hatte noch knapp 10 Minuten. Also ab zum Spiegel. Ich kramte mein Schminkzeug raus…und vermalte mich in der Hektik einmal ordentlich. Also an dieser Stelle noch mal abschminken und noch mal anfangen. Endlich…
Nach ca. 7 Minuten war ich endlich fertig. Sogar die Haare hatte ich mir mittlerweile schon gekämmt. Noch 3 Minuten bis Stundenbeginn. Das war noch zu schaffen. Ich flitzte zurück in mein Zimmer und schnappte mir meine Tasche. Ein flüchtiger Blick und ich sah dass ich noch nicht einmal mein Bett gemacht hatte. Na ja, das musste dann eben warten. Ich lief auf den Flur und zog meine Flip Flops an.
„Nein! Das kann ja wohl jetzt nicht sein!“, dachte ich mir. „Jetzt läuft mir auch noch die Nase…Also wenn man’s schon mal eilig hat…“ Also ließ ich meine Tasche fallen und rannte noch einmal ins Bad, wie schon sooft an diesem Morgen. Meine Schuhe ließ ich dabei einfach an. Darauf kam es jetzt auch nicht mehr an. Doch außer den Schuhen gab es noch einen anderen kleinen Unterschied zum bisherigen Morgen. Im Gegensatz zu den anderen Malen die ich heute schon ins Bad rannte, bekam ich die Kurve nicht ganz so wie ich es wollte.
Ich kam, als ich sehr schwungvoll um die Ecke zum Badezimmer bog, ins rutschen, stolperte und fiel hin. Ich schaffte es nicht mehr rechtzeitig mich mit den Händen abzustützen. Also knallte ich auf die Fliesen. Mit dem Kopf voran. Ich sah plötzlich nur noch schwarz und ein paar kleine Sternchen tanzten vor meinen Augen. Dann verlor ich vollständig das Bewusstsein. Neben meinem Kopf breitete sich langsam eine kleine Blutlache aus. Das Blut kam aus einer kleinen Platzwunde über der linken Augenbraue, die ich mir bei diesem Sturz zugezogen hatte.

Langsam kam ich wieder zu mir. Meine Augen hielt ich jedoch fürs erste geschlossen. Ganz, ganz langsam begannen die Erinnerungen zurückzukehren… Klar, ich war gestürzt und musste wohl kurz ohnmächtig geworden sein. Aber, ich war doch eigentlich im Bad gestürzt… Warum fühlte sich dann der Boden hier so verdammt merkwürdig an?
Ich öffnete vorsichtig meine Augen. „Ach du Scheiße“, schoss es mir durch den Kopf. „Wo bin ich denn hier gelandet? Wieso bin ich hier und nicht zu Hause in meinem Badezimmer?“
Bei dem Versuch mich aufzurichten durchzuckte ein heftiger, stechender Schmerz meinen Kopf. „Aua!“, stöhnte ich auf. Ich fasste mit meiner Hand gegen meine Stirn und zuckte sogleich zusammen. Als ich auf meine Hand sah, sah ich, wie etwas Blut daran klebte. Da hatte ich mir ja eine schöne Schramme zugezogen.
Langsam richtete ich mich auf und stellte mich hin. Meine Knie fühlten sich an wie Pudding und mein Schädel brummte als wäre eine ganze Hummelfamilie darin eingezogen.
„Verfluchte Scheiße!“, murmelte ich verzweifelt.
Plötzlich hörte ich hinter mir ein Geräusch. Erschrocken wollte ich mich umdrehen, doch dann spürte ich mit mal etwas Kaltes an meiner Kehle. „Keine Bewegung!“, sagte eine männliche Stimme hinter mir. Ich war jedoch noch so verwirrt darüber wo ich mich hier befand, dass ich überhörte was die Person mir sagte und mich trotzdem umdrehen wollte.
Der Druck des kalten Dinges an meinem Hals wurde sofort verstärkt. „Ich sagte: Keine Bewegung!“ Die Stimme klang nicht sehr freundlich.
Der Mann ging nun um mich herum und ich konnte ihn ansehen.
Mir stockte der Atem. Ich schloss kurz die Augen und öffnete sie dann wieder. Das Bild veränderte sich nicht. Er stand noch immer da und starrte mich finster an. Ich konnte meinen Blick nicht von dem grimmigen Gesicht das mich anstarrte abwenden.
Der Mann war wie ein Indianer angezogen. Er sah verblüffend echt aus.
Jetzt erkannte ich auch was das kalte an meiner Haut war. „Hey…Nehmen sie das Hackebeil da weg!“, sagte ich entrüstet. (Keine Ahnung woher der Mut kam)
Plötzlich verzog der Mann, dessen Erscheinungsbild mich doch ziemlich verwirrte, das Gesicht zu einer seltsamen Grimasse. Dann verdrehte er die Augen und sackte vor mir zusammen, wobei ihm das Hackebeil aus der Hand fiel. Im ersten Moment dachte ich er sei einfach so zusammengebrochen, doch dann erkannte ich, dass ein Pfeil in seinem Rücken steckte.
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