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Späte Rache

von Blinki
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
18.08.2007
18.08.2007
1
7.064
 
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Dieses Kapitel
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18.08.2007 7.064
 
Titel: Späte Rache
Autor: Blinki
Anmerkung 1: Das ist meine erste Fanfic und ich würde mich über Feedback jeglicher Art  
freuen.
Anmerkung 2: Die Fanfic ist schon komplett fertig, aber ich werde sie nach und nach online setzen.
Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an der Serie gehören nicht mir. Ich habe sie nur für meine Fanfic ausgeliehen.
Inhalt: Konny wird von Geb´s ehemaligen Kollegen entführt und die anderen Jungs haben 8 Stunden Zeit ihn zu finden, ansonsten … (dass müsst ihr selber lesen)

GSG 9 - Späte Rache

Teil 1:
„Ich wünsche euch einen schönen Feierabend, Jungs! Bis morgen.“, verabschiedete sich Konstantin „Konny“ von Brendorp von seinen Kollegen und Freunden der Einheit GSG 9. Sie hatten vor gut einer Stunde einen schwierigen Einsatz erfolgreich abgeschlossen und machten sich fertig, damit sie endlich nach Hause kommen konnten, denn es war schon fast 22:30 Uhr und sie waren ganz schön erschöpft.

„Wünschen wir dir auch! Bis morgen“, kam es von Geb, Demir, Caspar und Frank, die noch nicht ganz fertig waren. Konny nahm seine Tasche, verabschiedete sich noch von Anhoff und Helmholtz und ging dann zu seinem Auto. Er schloss auf, legte die Tasche auf den Beifahrersitz und fuhr, nachdem er die Tür geschlossen und sich angeschnallt hatte, los.

Dass Konny verfolgt wurde, bekam er nicht mit. Der sonst so erfahrene GSG9-Mann war ganz schön müde und wollte einfach nur noch nach Hause, damit er sich endlich in sein gemütliches Bett legen konnte. Der Tag war sehr anstrengend gewesen.

Nach 15 Minuten Fahrt war er bei seinem kleinen Häuschen von ihm und seiner Frau, die leider für einen Monat beruflich verreist war, angekommen. Nachdem er sein Auto vor der Garage geparkt und seine Tasche mitgenommen hatte, ging er zur Haustür, schloss auf und ging hinein. Er machte sich fertig, legte sich in sein Bett und schlief sofort ein.

Sein Verfolger blieb vor dem Haus, welches etwas abgelegen von den anderen Häusern stand, stehen und beobachtete es, denn er wollte am nächsten Morgen, wenn sein Opfer aus dem Haus kam, zuschlagen.

Am nächsten Morgen wurde Konny um 7:30 Uhr von seinem Wecker geweckt. „Oh nein. Ich will noch nicht aufstehen!“, maulte er herum und blieb noch ein bisschen im warmen Bett liegen. Nach 10 Minuten stand er dann doch auf und machte sich fertig. Um 8:30 Uhr kam der GSG9-Mann mit seiner Tasche aus dem Haus und ging zu seinem Auto.

Dass eine vermummte Gestalt auf ihn zukam, bemerkte er nicht. Er wollte gerade sein Auto aufschließen, als ihm ein Tuch mit Chloroform auf seinen Mund gelegt wurde. Erschrocken lies Konny den Autoschlüssel und die Tasche fallen und versuchte sich dann zu wehren. Er schaffte es auch das Tuch von seinem Mund zu bekommen, doch bevor er noch irgendetwas anderes machen konnte, bekam er einen Schlag auf seinen Kopf und sackte bewusstlos zu Boden.

Die vermummte Gestalt schleifte den bewusstlosen Konny zu seinem Auto, verfrachtete ihn im Kofferraum und fuhr los.

Teil 2:
Einige Zeit später im Lagezentrum:

„Wo bleibt denn Konny. Sonst ist er doch immer der Erste von uns, der morgens da ist.“, wunderte sich Geb und sah seine Leute fragend an. Er war jetzt schon 9:40 Uhr, Dienstbeginn war um 9:00 Uhr und Konny war immer noch nicht da. „Hast du schon mal versucht ihn anzurufen?“, wollte Demir, der etwas später als die Anderen kam, von dem SET-Führer wissen. „Ja, ich habe es schon öfters auf seinem Handy und zu Hause probiert, aber er geht nicht dran. Es geht immer nur der Anrufbeantworter oder die Mailbox an!“, erklärte Geb und probierte es gleich noch mal auf Konnys Handy.

„Hallo hier ist Konstantin von Brendorp. Ich bin zurzeit nicht zu erreichen, aber ihr könnt mir eine Nachricht nach dem Piepton hinterlassen und ich werde euch so schnell wie möglich zurückrufen!“ hörte Geb wieder Konnys Stimme von der Mailbox. „Hey Konny. Ich bin es wieder, Geb. Wo bleibst du denn? Wir warten auf dich. Bitte melde dich umgehend bei mir!“, sprach er dann schon ein wenig sauer auf die Mailbox. Er hasste es wenn einer seiner Leute zu spät kam. Zum Glück hatten sie bis jetzt noch keinen Einsatz bekommen, den sie an diesem Tag erledigen mussten. Denn dann müsste jemand Anderes für Konny einspringen, falls dieser bis dahin noch nicht da war.

„Irgendwie finde ich das komisch, dass Konny noch nicht da ist. Das ist doch überhaupt nicht seine Art. Er ist doch sonst immer die Pünktlichkeit in Person und wenn ihm mal etwas dazwischen kommt oder irgendetwas anderes ist, dann meldet er sich doch gleich bei einem von uns!“, sagte Caspar und sah in die Runde. Die Anderen gaben Caspar mit einem Kopfnicken Recht. Das war wirklich nicht Konnys Art. Wenn er schon alleine nur 5 Minuten zu spät kam, rief er vorher an, denn Konstantin von Brendorp war wirklich sehr pingelig.

„Meint ihr es ist ihm etwas passiert?“, wollte Demir etwas besorgt von seinen Kollegen und Freunden wissen. Auch wenn er sich immer wieder gerne mit Konny stritt, meistens nur aus Spaß, waren sie doch schon richtig gute Freunde geworden. Das ganze Team harmonierte sehr gut zusammen. Immerhin arbeiteten sie schon so lange miteinander.

„Ich weiß es nicht. Aber ich werde jetzt mal zu ihm nach Hause fahren und gucken wo er ist. Vielleicht ist ja auch gar nichts und „Frau Gräfin“ liegt noch zu Hause im Bett und schläft! Es wurde ja gestern ganz schön spät und er hat auch noch den weitesten Weg von uns!“, sagte Frank. „Okay, mach das. Falls er vorher auftaucht, sich meldet oder wir einen Einsatz bekommen, dann rufen wir dich gleich an, damit du wieder zurückkommen kannst! Ich werde jetzt erstmal Anhoff informieren, dass Konny noch nicht da ist. Der wird bestimmt nicht gerade begeistert davon sein!“, kam es von Geb. Frank war einverstanden und machte sich auf den Weg.  

Teil 3:
Während Frank zu Konnys Haus fuhr und Geb Anhoff informierte, der, wie Geb schon vermutet hatte, nicht sehr begeistert war, dass Konny noch nicht da war, kam dieser langsam wieder zu sich. Sein Schädel brummte fürchterlich und im ersten Moment wusste er gar nicht, was passiert war. Er wollte sich an den Kopf fassen aber es ging nicht, denn seine rechte Hand war festgebunden. Schlagartig kam seine Erinnerung zurück. Er wurde überfallen, niedergeschlagen und so wie es aussah entführt. Konny sah sich um und bemerkte, dass er sich in einem kleinen Raum befand. Außerdem lag er auf einer alten, stinkigen Matratze und sein rechtes Handgelenk war mit Handschellen an ein Rohr gefesselt.

Verzweifelt riss er an seiner Fessel, was aber nur einen stechenden Schmerz im Handgelenk zur Folge hatte. Das Rohr saß bombenfest. „Spar dir deine Kräfte, Konstantin von Brendorp!“ Konny schrak hoch und sah, dass die Tür offen war und jemand im Türrahmen stand. „Du wirst sie später noch brauchen.“, meinte der Unbekannte weiter. „Wer sind sie, woher kennen sie meinen Namen und was wollen sie von mir?“, fragte Konny noch etwas benommen. Er hatte ganz schön starke Kopfschmerzen von dem Schlag auf seinen Kopf. „Falls sie Lösegeld von meinen Eltern erpressen wollen, kann ich ihnen gleich sagen, dass die dass nicht bezahlen werden!“, füge er dann noch hinzu und setzte sich etwas auf.

„Ich will kein Lösegeld von deinen Eltern oder von irgendjemand Anderem erpressen. Du wirst es gleich erfahren, was ich will!“, kam es von der Gestalt und ging auf Konny zu. Dieser sah, dass sein Entführer ein Handy herausholte. Es war sein eigenes Handy. „Wir werden jetzt mal deinen Chef anrufen!“, sagte der Unbekannte und suchte nach der Nummer von Gebhard Schurlau. Als er die Nummer gefunden hatte, rief er Geb an.

Teil 4:
Im Lagezentrum klingelte Gebs Handy. Er nahm sein Handy und sah Konnys Namen auf seinem Display. „Es ist Konny!“, sagte er zu den Anderen und nahm dann mit einem „Mensch Konny wo bleibst du denn? Wir warten schon die ganze Zeit auf dich!“ ab. Er war gespannt, was Konny für eine Entschuldigung hatte und warum er noch nicht da war, danach konnte er ihn immer noch zusammenstauchen.

„Tut mir leid, Herr Polizeioberkommissar, aber dein Kollege kann gerade nicht ans Handy gehen!“ kam es von einer Stimme, die ihm bekannt vorkam, aber im Moment nicht wusste woher er sie kannte. „Wer ist denn da und was haben sie mit meinem Kollegen gemacht?“, fragte er nach. „Mensch Schurlau. Du enttäuscht mich aber. Hast du mich so schnell vergessen!“, kam es wieder von dem unbekannten Anrufer.

Geb überlegte noch kurz. Nach kurzer Zeit viel es ihm ein und er wollte dann wissen: „Brand bist du das?“ Es gab nicht viele Personen, die ihn Polizeioberkommissar nannten und einer davon war sein damaliger Kollege Michael Brand. Dieser flog wegen einiger Straftaten aus dem GSG 9-Team und landete sogar für zwei Jahre im Gefängnis. Brand gab Geb die Schuld, dass er im Gefängnis saß, da er sich sicher war, dass Geb ihn verraten hatte, was aber nicht stimmte. Geb hatte ihn öfters im Gefängnis besucht und ihm immer wieder gesagt, dass er ihn nicht verraten hatte. Doch diesem war das egal. Er schwor schon damals, dass er sich irgendwann an Geb rächen wollte. Dies war jetzt schon fast fünf Jahre her.

„Das ist aber schön, dass du mich doch noch erkannt hast! Ich wäre sonst wirklich enttäuscht gewesen! Immerhin waren wir drei Jahre zusammen in einem Team!“, kam es von Brand. „Was willst du, Brand und was hast du mit meinem Kollegen gemacht?“, wollte Geb wissen und machte den Lautsprecher von seinem Handy an, damit Caspar, Demir, Anhoff und Helmholtz, die dazu gekommen waren, mithören konnten.

„Deinem Kollegen geht es bis jetzt noch gut und was ich will, ist Rache. Du hast mich damals verraten und ins Gefängnis gebracht!“, erklärte Brand weiter. „Nein, ich habe dich nicht verraten, dass weißt du ganz genau!“, kam es von Geb. „Du hast mein Leben zerstört und dafür wirst du jetzt leiden!“, sagte Brand in einem wütenden Ton. „Du lässt mich leiden, indem du einen meiner Kollegen und Freunde entführst?“, wollte Geb wissen und hörte Brand dann sagen: „Ja, ich weiß ganz genau, dass dir deine Mitmenschen sehr am Herzen liegen und da dachte ich mir, dass ich mir einen von deinen Leuten schnappe und diesen leiden lasse, anstatt dich!“

„Was soll das? Es ist eine Sache zwischen uns beiden und Konny hat damit überhaupt nichts zu tun. Also lass ihn wieder frei! Du kannst dich an mir selbst rächen, aber nicht an meinen Freunden und Kollegen!“ Geb wurde langsam wütend auf seinen ehemaligen Kollegen. „Das ist mir so was von scheißegal, ob er was damit zu tun hat oder nicht. Ich habe eh nichts mehr zu verlieren!“, kam es wieder von Brand.

„Ich will mit Konny reden!“ „Nein, dass wirst du nicht. Hör mir jetzt lieber gut zu und unterbrich mich nicht. Es ist jetzt fast 10 Uhr und du und deine Kollegen, die ja im Moment alles mithören, haben 8 Stunden Zeit euren Kollegen zu finden, ansonsten wird er qualvoll ersticken, denn dann geht ihm der Sauerstoff aus! Ich habe nämlich eine Zeitschaltuhr eingestellt, die nach 8 Stunden den Sauerstoff für den Raum, wo sich euer Kollege gerade aufhält, abstellt. Damit du weißt wo ihr suchen müsst, gebe ich dir einen Tipp: Sucht nur die alten Gebäude in Deutschland ab, wo wir früher zusammen im Einsatz waren. In einem von diesen vielen, ich glaube das waren so 50-80 Stück, habe ich ihn versteckt. Die Zeit läuft und zwar ab jetzt. Ach und noch was. Falls ihr versucht das Handy von ihm zu orten, dann könnt ihr dass vergessen, denn ich werde es gleich ausschalten und wo anders verstecken! Und Schurlau. Pass auch auf deine anderen Kollegen auf, es könnte ihnen eventuell etwas passieren! Vielleicht habe ich ja ein paar Fallen aufgestellt.“, sagte Brand noch, legte auf und schaltete dann Konnys Handy aus.

Teil 5:
Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging er aus dem Raum, schloss die quietschende Tür hinter sich zu und ließ einen geschockten Konny zurück. Dieser konnte nicht glauben was er da gerade gehört hatte. Er sollte für etwas büßen, was er nicht getan hatte. Er hoffte, dass die Anderen ihn rechtzeitig fanden, denn auf so einer Art und Weise wollte er nicht sterben. Entweder im Dienst für sein Vaterland oder dann, wenn seine Zeit gekommen war. Konny riss wieder an seiner Fessel, aber es brachte nichts. Er überlegte fieberhaft, wie er sich befreien konnte, doch im Moment viel ihm leider nichts ein, denn er hatte noch sehr starke Kopfschmerzen. Erschöpft legte er sich auf die Matratze und schloss die Augen. Nach kurzer Zeit war er eingeschlafen.

„Brand bist du noch da?“, wollte Geb wissen, hörte aber nur ein Besetzzeichen aus dem Handy. „So eine Scheiße! Ich bringe dieses miese Schwein um, wenn er Konny etwas antun und ich ihn in die Finger bekomme!“, schrie Geb, nachdem er aufgelegt hatte. „Hey Geb, beruhige dich wieder. Es nützt nichts, wenn du dich so aufregst. Wir müssen jetzt Alle einen klaren Kopf bewahren, damit wir Konny so schnell wie möglich finden!“ versuchte Demir seinen Freund und Set-Führer zu beruhigen, was dann auch klappte. „Wir haben schließlich nur bis 18 Uhr Zeit, dass sind jetzt noch 7 Stunden, 55 Minuten und 22 Sekunden! “, sagte er dann weiter, denn er hatte seine Stoppuhr auf seiner Armbanduhr angemacht, als Brand es ihnen mitgeteilt hatte. „Helmholtz kannst du uns bitte die alten Gebäude heraussuchen, wo Brand und ich damals im Einsatz waren!“, bat Geb nachdem er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte. „Bin schon dabei!“, kam es von Petra Helmholtz und tippte auf dem Computer herum.

Während sie die Einsatzorte mit den alten Gebäuden von dem ehemaligen Team von Geb und Brand an ihrem Computer heraussuchte, war Frank endlich bei Konnys Haus angekommen. Er parkte sein Auto hinter Konnys und stieg aus. Dabei bemerkte er, dass die Tasche seines Kollegen vor dessen Fahrertür stand. Verwundert ging Frank zu Konnys Auto und blieb vor diesem stehen. Er öffnete die Tasche und konnte frische Kleidung entdecken. „Komisch. Er lässt doch seine Tasche nicht so einfach vor seinem Auto stehen! Hier ist doch bestimmt irgendetwas passiert.“, vermutete Frank. Er schaute sich um und sah Konnys Autoschlüssel auf dem Boden liegen. Daneben entdeckte er eine kleine Stelle mit Blut und ein Taschentuch. Er nahm das Taschentuch in seine rechte Hand und roch sofort das Chloroform. Dann war seine Vermutung also richtig, dass etwas passiert war.

Sofort holte er sein Handy aus seiner Jackentasche und rief Geb an. „Ja?“, kam es von diesem. „Hey Geb. Ich bin es Frank!“, sagte er wurde aber dann von Geb unterbrochen: „Frank gut das du anrufst. Wo bist du gerade?“ „Ich stehe gerade vor Konnys Auto. Seine Tasche mit frischen Klamotten steht davor und sein Autoschlüssel liegt auf dem Boden. Ich habe das Gefühl, dass ihm irgendetwas passiert ist, denn auf dem Boden habe ich etwas Blut und ein Taschentuch mit Chloroform gefunden!“, erklärte er dann. „Dein Gefühl enttäuscht dich nicht. Konny ist von einem meiner ehemaligen Kollegen entführt worden!“ kam es von Geb. „Was?“, fragte Frank fassungslos. „Ja. Komm bitte sofort zurück in die Zentrale. Wir brauchen dich hier. Ich erzähle es dir genau, wenn du wieder da bist. Bitte beeil dich!“, sagte Geb und legte dann, ohne auf eine Antwort von Frank zu warten, auf. Frank steckte sein Handy wieder ein, nahm die Sachen von Konny und das Taschentuch. Danach ging er zurück zu seinem Auto und fuhr so schnell er konnte zurück zum Lagezentrum.
Teil 6:
„Wie weit bist du, Petra?“, wollte Geb wissen, nachdem er das Telefonat mit Frank beendet hatte. „Ich bin gleich fertig!“, kam es von Helmholtz, tippte noch etwas in den Computer ein und wartete dann auf die Ergebnisse. Geb ging zu Demir und Caspar, die an dem Tisch saßen und erzählte ihnen das Telefonat mit Frank und was dieser vor Konnys Haus entdeckt hatte. „Wieso hat er sich gerade Konny ausgesucht? Er hätte sich doch auch einen von uns schnappen können!“, überlegte Caspar, nachdem Geb mit der Erzählung fertig war. „Ich weiß es nicht. Vielleicht hat uns Brand schon einige Zeit beobachtet und als Konny gestern Abend als Erster von uns aus dem Lagezentrum gekommen ist, ist er ihm gefolgt und hat dann heute Morgen zugeschlagen!“, vermutete Demir und Geb meinte: „Ja, da könntest du Recht haben. Brand war schon immer so, dass es bei ihm alles genau nach Plan gehen musste. Aber dass er heute Morgen und nicht gleich gestern zugeschlagen hat, wundert mich ein bisschen!“

Sie schwiegen für kurze Zeit, doch dann kamen Helmholtz und Anhoff mit den Ergebnissen zu ihnen an den Tisch. „Und?“, kam es gleichzeitig von Geb, Demir und Caspar. Sie sahen sich an und mussten kurz lachen, doch als sie Anhoffs ernstes Gesicht sahen, hörten sie sofort damit auf. Sie hatten schließlich keine Zeit für irgendwelche Späße.

„Also ich habe 68 alte noch stehende Gebäude gefunden, wo Geb und dieser Brand früher zusammen ihre Einsätze hatten!“, fing Helmholtz an zu erklären, wurde aber von Geb unterbrochen: „Was? Hätte ich jetzt nicht gedacht, dass das so viele waren!“ „Leider doch. 60 davon sind in Berlin und Umgebung und die anderen Acht sind weiter entfernt. Drei in Köln, zwei jeweils in Hamburg und Bremen und einer in München!“, beendete sie dann ihren Bericht und gab allen Anwesenden Zettel mit den Einsatzorten von Berlin und Umgebung.

„Ich glaube nicht, dass Brand Konny in dieser kurzen Zeit nach Köln oder zu einem der anderen Orte gebracht hat!“, meinte Demir und seine Kollegen stimmen ihm zu. „Das glaube ich auch nicht. Aber trotzdem ist es besser, wenn wir der Polizei aus Köln und Co. bescheid sagen, dass sie sich mal die Gebäude angucken sollen und uns dann informieren, ob sie irgendetwas entdeckt haben!“, sagte Anhoff. „Ich werde mich schon mal darum kümmern!“, kam es von Helmholtz und ging wieder zu ihrem Schreibtisch zurück, damit sie die Polizei aus den anderen Orten informieren konnte.

„Ihr bekommt für die Durchsuchung der Gebäude zwei SET-Teams zur Unterstützung dazu. Wir haben ihnen schon bescheid gesagt und sie machen sich gerade fertig. Mehr kann ich euch leider nicht geben, denn die Anderen brauchen wir, falls es Einsätze gibt. Aber ich glaube, dass 14 Mann reichen müssten, ansonsten werden wir noch einige Beamten von der Polizei um Mithilfe bitten! Wenn Wernitz wieder da ist, besprechen wir kurz wie wir vorgehen und dann geht es los. Macht euch am besten schon mal einsatzbereit!“, sagte Anhoff zu seinen Leuten. Geb, Demir und Caspar waren einverstanden und gingen los, um sich fertigzumachen.

Teil 7:
Als Frank mit Konnys Sachen nach 5 Minuten wieder im Lagezentrum erschien, wollte er sofort wissen, was los war. Während er auch sich einsatzbereit machte, erzählte Geb ihm was genau passiert war und Frank war danach ein wenig geschockt und besorgt. „Und wie gehen wir jetzt vor?“, wollte er dann wissen. „Dass werden wir jetzt gleich mit Anhoff und den zwei anderen SET-Teams, die wir zur Verstärkung bekommen haben, kurz besprechen und dann geht es auch schon los!“, erklärte Geb.

Nachdem Frank fertig war, gingen sie zusammen in das Besprechungszimmer, wo Anhoff mit den anderen Teams schon auf die vier Männer der GSG9 warteten, damit sie endlich besprechen konnten, wie sie vorgehen wollten.

„Also meine Herren. Ich werde sie jetzt gleich in Zweierteams aufteilen. Das jeweilige Team bekommt einen Zettel mit den Gebäuden, die es durchsuchen soll. Bei der Durchsuchung müssen sie mit allem rechnen. Brand ist sehr gefährlich und es kann sein, dass er irgendwelche Fallen aufgestellt bzw. versteckt hat, dass hat er bei dem Telefonat angedeutet. Daher bitte ich sie um äußerte Vorsicht und halten sie mit ihrem Partner und uns immer Funkkontakt. Wenn sie alle Gebäude durchsucht haben und noch einige Andere durchsucht werden müssen, was wir ihnen natürlich mitteilen werden, dann helfen sie den anderen Teams dabei. Wir haben nur noch 7 Stunden, 15 Minuten Zeit, d.h., bis 18:00 Uhr um Konny von Brendorp zu finden. Bitte informieren sie uns sofort,  wenn sie ein Gebäude durchsucht haben. Egal ob sie ihn gefunden haben oder nicht. Also an die Arbeit. Viel Glück und passen sie auf sich auf!“, sagte Anhoff, teilte die Teams ein und gab ihnen einen Zettel mit den Gebäuden, die sie durchsuchen sollten. Geb und Caspar sowie Demir und Frank bildeten ein Team. Als alles geklärt war machten sie sich auf den Weg, um mit den Durchsuchungen der Gebäude beginnen zu können.

(kleiner Zeitsprung)
Mittlerweile waren fast 5 Stunden vergangen. Sie hatten schon einige Gebäude durchsucht, doch bis jetzt leider ohne Erfolg. Auch in den anderen Orten hatten sie kein Glück. Konny und Brand blieben unauffindbar. Die Männer der GSG 9 hofften, dass sie das Gebäude bald fanden und Konny unverletzt aus der Gewalt von Geb´s ehemaligem Kollegen befreien konnten.

„Und was ist wenn Brand Konny in ein Gebäude gebracht hat, was wir schon durchsucht haben?“, hakte Caspar nach. Er und Geb hatten gerade wieder ein Gebäude erfolglos durchsucht und es Anhoff und Helmholtz mitgeteilt. „Das glaube ich nicht, dass Brand das macht. Er weiß ja gar nicht, welche Gebäude wir schon durchsucht haben!“, erwiderte Geb und Caspar stimmte ihm zu. „Hoffentlich finden wir Konny noch rechtzeitig!“, kam es besorgt von Caspar. „Dass hoffe ich auch! Aber noch haben wir fast 2 Stunden Zeit und so viele Gebäude sind es auch nicht mehr. Also lass uns weitersuchen!“, meinte Geb und sie fuhren zu dem Nächsten, was auf ihrer Liste stand.

Teil 8:
Konny wachte wieder auf, als er ein quietschendes Geräusch hörte. ’Die Tür’, dachte er. Er war sofort hellwach und setzte sich vorsichtig auf, denn er hatte immer noch Kopfschmerzen. Er sah, dass Brand mit einem Tablett den Raum betrat. „Hier ist etwas essen und zu trinken für dich! Ich möchte ja nicht, dass du in den letzten Stunden deines Lebens verhungerst und verdurstest!“, erklärte Brand grinsend und stellte das Tablett neben der Matratze auf den Boden.

„Wie führsorglich!“, murmelte Konny leise, doch Brand hörte es und gab seinem Gefangenen eine schallende Ohrfeige. „Sei froh, dass ich dir überhaupt etwas gebracht habe!“, schrie Brand ihn an. „Iss lieber. Ich hole das Tablett bald wieder ab und mir ist es dann egal, ob du gegessen und getrunken hast!“, sagte er dann noch und verließ wieder den Raum. Konny starrte Brand verwirrt hinterher. Was sollte dass denn gerade eben? Gedankenverloren sah er die Tür an. Warum musste ihm dass eigentlich passieren? Warum konnte er nicht einfach mit den anderen Jungs irgendwo einen Einsatz haben? Ob er sie jemals wieder sah? Er hoffte es so sehr.

Durch sein Magenknurren wurde er aus seinen Gedanken gerissen und begutachtete das Essen, was nicht gerade sehr lecker aussah. Aber zuerst trank er erstmal einen kräftigen Schluck, bevor er mit dem essen anfing. Während er das Essen herunterwürgte, überlegte er sich wie er hier heraus kam. Aber zuerst musste er die Handschelle an seinem rechten Handgelenk abbekommen, damit er zur Tür konnte. Er sah sich um. Als sein Blick auf der Gabel hängen blieb, kam ihm ein Einfall. ‚Vielleicht schaffe ich es ja mit der Gabel die Handschelle aufzubekommen.’, dachte sich Konny. Da er keinen Hunger mehr hatte, probierte er es dann auch gleich. Es war ganz schön schwierig, doch nach einiger Zeit hatte Konny es geschafft und rieb sich sein Handgelenk. (Anmerkung: Ich weiß nicht ob das wirklich mit der Gabel geht, aber in meiner Fanfic schon.)

Danach stand er etwas schwankend auf und ging zur Tür. Er drückte die Türklinke nach unten, doch wie er sich schon gedacht hatte, war die Tür verschlossen. Konny versuchte sie irgendwie aufzubekommen –auch mit der Gabel-, doch diesmal hatte er kein Glück. Er überlegte fieberhaft wie er hier heraus kam.

Zuerst musste er seinen Entführer ausschalten. Dann so schnell wie möglich von hier verschwinden und den Anderen Bescheid sagen. ‚Am Besten wäre es wenn ich ihm, wenn er das nächste Mal die Tür aufmacht, das Tablett auf den Kopf schlage, ihn ans Rohr fessele und dann abhaue, um den Jungs Bescheid zu sagen, dass ich in Ordnung bin!’ Ja, so wollte er es machen.

Konny ging wieder zu der Matratze, räumte das Tablett leer, stellte sich damit neben die Tür, so dass Brand ihn nicht gleich sah und wartete, dass dieser endlich kam. 10 Minuten später wurde die Tür wieder geöffnet und er machte sich bereit, sofort zu zuschlagen, wenn Brand den Raum betreten hatte.

Nach einigen Sekunden war es endlich soweit und Brand betrat den Raum. „So da bin ich …!“, fing Brand an, doch er konnte den Satz nicht weiter sprechen, denn Konny haute ihm sofort mit dem Tablett auf den Kopf, was aber nicht kräftig genug war. Brand ging nur kurz zu Boden, rappelte sich aber sofort wieder auf, so dass Konny keine Chance hatte seinen Entführer zu überwältigen und ihn ans Rohr zu fesseln.

Daher stürmte er aus dem Raum und lief so schnell er konnte den langen Flur entlang. „Bleib stehen, du Mistkerl oder ich schieße!“, hörte er Brands Stimme hinter sich rufen, der ihm auf den Fersen war. Doch er lief immer weiter. Konny wollte gerade um eine Ecke laufen als ein Schuss fiel und er getroffen zu Boden ging.

Teil 9:
Zur gleichen Zeit bekam Helmholtz eine E-Mail. „Was?“, kam es von ihr, als sie sich die Nachricht durchgelesen hatte. „Was ist los?“, wollte Anhoff wissen. „Ich habe gerade eine E-Mail bekommen, dass ein Gebäude was auf der Liste steht und noch nicht durchsucht wurde, um 18:00 Uhr abgerissen werden soll!“, erklärte Helmholtz. „Was? Warum wussten wir das denn nicht schon vorher?“, fragte Anhoff nach, doch Helmholtz konnte ihm keine Antwort darauf geben.

„Welches Team ist in der Nähe?“, hakte er dann nach. „5/3 und 5/5. Die Beiden haben das Gebäude auch auf ihrer Liste!“, sagte Helmholtz. „Dann sag ihnen Bescheid, dass sie das Gebäude als Erstes durchsuchen sollen und dann müssen wir noch die Abrissfirma informieren!“, befahl Anhoff und Helmholtz nickte.

„5/3 von Atlas 100!“ „5/3 hört?“ „Wir haben gerade herausgefunden, dass um 18:00 Uhr ein Gebäude abgerissen werden soll, was noch nicht durchsucht worden ist. Bitte fahrt dort als Erstes hin und durchsucht es. Es ist das vorletzte Gebäude auf eurem Zettel und es könnte sein, dass Brand Konny dort gefangen hält. Wir werden derweilen die Arbeiter von dem Abrissunternehmen anrufen und ihnen mitteilen, dass sie noch mit dem Abriss warten sollen, bis ihr mit der Durchsuchung fertig seid!“ „Okay. Machen wir. 5/3 Ende!“

Demir und Frank fuhren zum besagten Gebäude und Helmholtz versuchte die Abrissfirma zu erreichen.

Teil 10:
Konny verzog sein Gesicht und hielt sich sein rechtes Bein, wo er angeschossen wurde.

‚Ich muss weiter!’, kam es ihm nach einigen Sekunden in den Sinn und wollte wieder aufstehen und weiterlaufen, als Brand bei ihm war und ihn mit einer Waffe bedrohte. Woher hatte der plötzlich die Waffe her?

„Los aufstehen!“, befahl dieser dann und da es ihm zu lange dauerte bis Konny aufgestanden war, zerrte er ihn nach oben. „Und jetzt gehen wir wieder schön zurück in den Raum!“, sagte dieser weiter. Konny humpelte voraus und sein Entführer folgte ihm.

Als sie vor dem Raum angekommen waren, schubste Brand Konny hinein, so dass dieser auf dem Boden landete. „Ich weiß nicht wie du dich von den Handschellen befreien konntest, aber dass machst du nicht noch mal, Freundchen!“, kam es wütend von Brand.

Er trat seinem Gefangenen noch dreimal in den Bauch, schleifte ihn dann zur Matratze, fesselte ihn wieder an das Rohr und verließ ohne ein weiteres Wort zu sagen den Raum. Als Konny alleine war, hielt er sich mit seiner freien Hand stöhnend seinen Bauch und die Seite. So wie es sich anfühlte hatte Brand ihm wohl durch die Tritte in den Bauch zwei Rippen gebrochen.

„Jungs wo bleibt ihr? Holt mich hier raus. Ich will nicht sterben!“, kam es verzweifelt und mit schmerzverzerrtem Gesicht von Konny. Seine Rippen und die Schusswunde in seinem Bein taten höllisch weh.

Kurze Zeit später war er durch die Schmerzen eingeschlafen.

Teil 11:
„Wenn Konny wirklich in dem Gebäude ist, was abgerissen werden soll, dann hat Brand uns angelogen!“, kam es von Helmholtz, als sie probierte die Abrissfirma zu erreichen. Doch bis jetzt leider ohne Erfolg. „Wieso?“, wollte Anhoff wissen. „Er meinte doch, dass Konny nach 8 Stunden keinen Sauerstoff mehr hat wegen der Zeitschaltuhr für den Raum, wo er Konny gefangen hält. Ich glaube eher, dass Konny dann keinen Sauerstoff mehr hat, weil er unter den Trümmern liegt und dann nicht mehr atmen kann. Um 18:00 Uhr soll schließlich das Gebäude abgerissen werden und dann läuft auch die Zeit für Konny bzw. uns ab!“; erklärte Helmholtz. „Ja, da könntest du Recht haben. Hoffen wir, dass Demir und Frank ihn dort finden!“, kam es von Anhoff.

„Meinst du er hält Konny hier gefangen?“, wollte Frank von Demir wissen, als sie vor dem Gebäude standen. „Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es. Wenn er sich hier befindet, dann werden wir es ja gleich erfahren. Komm lass uns jetzt anfangen zu suchen!“, sagte Demir und informierte Helmholtz und Anhoff, dass sie jetzt hineingingen. „Okay, Jungs. Passt auf euch auf und haltet uns auf dem Laufenden. Wenn Brand da drin ist, müsst ihr mit Allem rechnen! Beeilt euch bitte, bis jetzt haben wir die Abrissfirma noch nicht erreicht, aber wir werden euch sofort Bescheid sagen, wenn wir sie informiert haben!“, sagte Anhoff.  

Demir und Frank zogen ihre Waffe und betraten das Gebäude, um mit der Durchsuchung beginnen zu können. „Frank komm mal her! Ich habe hier etwas entdeckt!“, sagte Demir nach kurzer Zeit. „Was ist denn?“, wollte Frank wissen, als er bei seinem Kollegen war. „Auf dem Boden ist frisches Blut. Scheint so, dass Brand Konny wirklich hier gefangen hält. Sonst wüsste ich nicht, wie hier frisches Blut herkommt!“, erklärte Demir. „Glaubst du das Konny verletzt ist?“, hakte Frank besorgt nach.

„Davon können sie sich gleich selbst überzeugen. Meine Herren!“, hörten sie plötzlich eine Stimme hinter sich sagen, die eindeutig zu Brand gehörte. Sie wollten sich gerade umdrehen, als er weiter sagte: „Stopp. Bleiben sie so stehen. Sie werden jetzt erst mal ihre Waffen, die Funkgeräte, die Handys und die Weste auf den Boden legen und danach drehen sie sich ganz langsam mit den Händen über den Kopf um. Keine Tricks, sonst schieße ich!“

Demir und Frank taten was Brand befahl und legten ihre Sachen auf den Boden. Danach drehten sich ganz langsam, mit den Händen über den Kopf, um. „Wo ist unser Kollege und was haben sie mit ihm gemacht?“, wollte Demir von Brand wissen. „Dass werden sie gleich erfahren, denn sie leisten ihm jetzt Gesellschaft!“, sagte dieser und zeigte seinen Gefangenen wo es lang ging.

Teil 12:
„Ich habe jetzt endlich die Abrissfirma erreichen können und sie warten solange bis wir ihnen grünes Licht geben!“, sagte Helmholtz. „Sehr gut. Dann sag 5/3 und 5/5 Bescheid, dass sie sich nicht so sehr beeilen müssen!“, kam es von Anhoff und Helmholtz nickte: „5/3 von Atlas 100!“ Doch es kam keine Antwort von Demir. „5/3 bitte melden!“ Wieder keine Antwort. „5/5 von Atlas 100!“ Von Frank kam ebenfalls keine Antwort. „Demir, Frank meldet euch!“ Doch beide Männer meldeten sich nicht.

„Meinst du, dass Brand Demir und Frank überwältigt und jetzt auch in seiner Gewalt hat?“, wollte Helmholtz wissen. „Gut möglich, sonst hätten sie sich ja bei uns gemeldet. Sag 5/1 und 5/4 Bescheid, dass sie sich das mal angucken sollen.“

„5/1 von Atlas 100!“ „5/1 hört?“ „Wir haben ein Problem. 5/3 und 5/5 sollten ein Gebäude durchsuchen, welches um 18:00 Uhr abgerissen werden soll. Wir haben aber die Abrissfirma angerufen und ihnen Bescheid gesagt, dass die damit warten sollen, bis das Gebäude durchsucht wurde, denn wir vermuten, dass Brand Konny dort gefangen hält. Jetzt haben wir keinen Kontakt mehr zu Demir und Frank, die immer noch glauben, dass das Gebäude um 18:00 Uhr abgerissen werden soll. Vielleicht sind sie jetzt auch in der Gewalt von Brand. Könntet ihr euch das mal angucken!“, bat Helmholtz. „Ja machen wir!“, kam es von Geb.

Nachdem Helmholtz ihnen die Anschrift gegeben hatte, machten sie sich sofort auf den Weg dort hin.

Teil 13:
„Los rein da!“, sagte Brand als er mit Demir und Frank vor dem Raum stand und Frank die Tür geöffnet hatte. Sie traten ein und die Tür wurde hinter ihnen wieder verschlossen.

Sie schauten sich in dem Raum um und entdeckten Konny, der mit einer Schusswunde am Bein verletzt auf der Matratze lag und sein rechtes Handgelenk mit einer Handschelle an einem Rohr gefesselt war. „Konny!“, schrieen Demir und Frank gleichzeitig und liefen zu ihrem verletzten Freund und Kollegen.

Während sich Demir um das verletzte Bein seines Kollegen kümmerte, versuchte Frank, der Konnys Kopf auf seine Beine gelegt hatte, aufzuwecken: „Hey Konny. Kannst du mich hören?“ Doch er bekam keine Antwort. Er wiederholte es mehrere Male und nach einiger Zeit schlug Konny die Augen auf.

Verwirrt und mit einem schmerzenden Gesichtsausdruck blickte er Frank und Demir an. „Frank? Demir? Seid ihr das wirklich oder bilde ich mir das nur ein?“, wollte er dann wissen. „Nein, dass bildest du dir nicht ein. Wir sind es wirklich. Wie geht es dir?“, wollte Demir besorgt wissen, als er das Bein verbunden hatte.

„Nicht so gut. Mir tun mein Bein und meine Rippen ganz schön weh. Der Kerl hat mir dreimal in den Bauch getreten und ich glaube, dass er mir mindestens zwei Rippen gebrochen hat!“, erklärte Konny unter Schmerzen. „Warum hat Brand das getan?“, hakte Frank nach.

„Brand, heißt der Kerl?“, wollte Konny wissen, denn den Namen von seinem Entführer wusste er bis jetzt noch nicht. „Ja. Er heißt Michael Brand und war früher mit Geb in einer Einheit. Doch dann ist er auf die schiefe Bahn geraten und ins Gefängnis gekommen, wobei er Geb die Schuld gab! Er wollte sich an ihm rächen und hat dich deshalb entführt! Den Rest kennst du ja.“, erklärte Demir und Konny nickte ein wenig.

„Wieso hat er dich denn jetzt so zugerichtet?“, wollte Frank dann noch mal wissen. „Also Brand hat mir irgendwann etwas zu Essen gebracht und ich habe es nach einiger Zeit geschafft mich mit der Gabel von der Handschelle zu befreien, dann habe ich ihm, als er wieder in den Raum kam das Tablett, wo das Essen draufstand, über den Kopf gezogen. Leider nicht so dolle wie ich es eigentlich vorhatte. Da er sofort wieder aufgestanden war, bin ich weglaufen und er mir hinterher. Er hat mir dann ins Bein geschossen, mich dann wieder hierher gebracht und auf mich eingetreten!“, erzählte Konny die Kurzfassung und sah, dass seine Freunde ein wenig sauer aussahen.

„Ich werde Brand umbringen, falls wir hier lebend herauskommen!“, sagte Demir, doch dann wollte er von Konny wissen: „Du hast die Handschelle wirklich mit einer Gabel aufbekommen?“ „Ja!“, kam es von diesem. „Ich glaube es nicht. Unsere „Frau Gräfin“ bekommt die Handschellen mit einer Gabel auf!“ kam es grinsend von Demir und Frank musste ebenfalls grinsen.

„Hey, wenn du mir nicht glaubst, dann probier es doch selber. Die Gabel muss noch irgendwo in dem Raum liegen und außerdem wäre es total nett, wenn ihr mich von diesem Scheißding befreit!“, kam es ein wenig wütend von Konny und zeigte dann die Handschelle, die um sein rechtes Handgelenk war.

„Hey beruhig dich wieder!“, sagte Demir dann. Er sah sich um und entdeckte die Gabel. Er hob sie auf und probierte es auch sofort. Nach einiger Zeit hatte er es geschafft und die Handschelle war offen. „Das hätten wir schon mal geschafft. Jetzt müssen wir nur noch so schnell wie möglich heraus, damit wir dich ins Krankenhaus bringen können. Wir haben nur noch 10 Minuten Zeit bis das Gebäude abgerissen wird!“, kam es von Frank.

„Was? Wieso abgerissen? Ich habe gedacht, dass uns nach den 8 Stunden der Sauerstoff ausgeht!“, sagte Konny geschockt und versuchte seine Schmerzen zu ignorieren, doch so ganz schaffte er es nicht. „Dass hat Brand wahrscheinlich nur gesagt, um uns auf eine falsche Fährte zu locken!“, erklärte Demir.

Er stand dann auf, ging zur Tür und versuchte sie irgendwie aufzubekommen. Doch es klappte nicht „Frank, kannst du mir mal helfen? Vielleicht bekommen wir sie ja zu zweit auf!“, bat Demir dann. Frank nickte, legte Konnys Kopf vorsichtig auf die Matzrate zurück und ging zu Demir an die Tür.

Demir und Frank probierten es zusammen, doch es klappte nicht und sie gingen wieder zu Konny zurück, der seine Augen geschlossen hatte. „Ich hoffe, dass Helmholtz die Abrissfirma erreicht hat und die solange warten bis wir gefunden worden sind, ansonsten war es dass mit uns!“, sagte Demir zu Frank.

Teil 14:
Mittlerweile waren Geb und Caspar an dem Gebäude angekommen. Sie wollten gerade aussteigen, als sie sahen wie Brand das alte Gebäude verlies. „Na, dass nenne ich ja einen Zufall. Los lass uns am Besten jetzt gleich zu schlagen!“, kam es von Geb und Caspar war einverstanden. Sie stiegen leise aus und schlichen sich an Brand heran.

Nach kurzer Zeit hatten sie diesen überwältigt und seine Hände auf den Rücken zusammengebunden. „Wo sind meine Kollegen?“, wollte Geb von seinem ehemaligen Kollegen wissen, doch dieser antwortete nicht. „Ich frage dich noch mal, wo sind sie?“, schrie Geb ihn an. „Ich werde es euch zeigen!“, kam es von Brand. „Okay. Aber versuch keine Tricks!“, sagte Geb und Brand nickte.

Innerlich musste er grinsen, denn er dachte immer noch, dass das Gebäude um 18:00 Uhr abgerissen wurde. Als er das letzte Mal auf die Uhr geguckt hatte, waren es nur noch 8 Minuten bis es soweit war. Das war eine gute Chance sich an Geb zu rächen. Er würde zwar auch mit sterben, doch dass war ihm egal. Hauptsache die komplette Einheit würde unter den Trümmern begraben liegen, dass war genug Rache für ihn.

Geb informierte Anhoff und Helmholtz, dass sie Brand gefangen nehmen konnten und dass sie sich jetzt auf die Suche nach ihren Kollegen machten bzw. dass Brand ihnen zeigte wo sie waren.

Sie gingen ins Gebäude und nach einigen Minuten waren sie an dem Raum angekommen, wo Konny, Demir und Frank gefangen waren. „Wo ist der Schlüssel?“, wollte Geb wissen. „In meiner rechten Jackentasche!“, kam es von Brand und Geb suchte dort. Einige Sekunden später hatte er den Schlüssel gefunden. Er schloss auf, öffnete die Tür und ging mit Caspar und Brand in den Raum. „Atlas 100 von 5/1. Wir haben Konny, Demir und Frank gefunden und brauchen sofort einen Krankenwagen und einen Streifenwagen!“, kam es von Geb als er sich ein Bild von der Lage gemacht hatte.

Teil 15:
Demir und Frank waren erleichtert als sie sahen, wer den Raum betreten hatte. Aber als Demir Brand sah wurde er wütend. Er mochte es überhaupt nicht, wenn einer seiner Freunde so verletzt wurde. „Ich bring dich um, du Mistkerl!“, kam es von ihm und wollte sich auf Brand stürzen, doch Frank hielt ihn zurück. „Demir beruhige dich bitte. Mach dir doch an so Einem nicht die Hände schmutzig! Konny braucht uns jetzt und außerdem müssen wir von hier so schnell wie möglich verschwinden! Du weißt doch, dass das Gebäude in ein paar Minuten abgerissen wird!“, versuchte er seinen Freund zu beruhigen. Was dann auch klappte. Nach kurzer Zeit hatte Demir sich wieder im Griff und Frank konnte ihn loslassen.

„Nein es wird noch nicht abgerissen. Helmholtz konnte die Abrissfirma noch erreichen und hat denen gesagt, dass sie so lange warten sollen, bis wir es durchsucht haben und ihnen wieder Bescheid sagen, dass sie anfangen können!“, schaltete Geb sich ein. Als er Brands Gesichtsausdruck sah musste er grinsen. Dieser dachte wohl immer noch, dass das Gebäude genau um 18:00 Uhr abgerissen wurde. „Tja mein Lieber das war wohl nichts mit deiner großen Rache!“, sagte Geb zu ihm. Brand wurde wütend und meinte dann: „Ich kriege euch noch. Verlasst euch drauf!“.

„Caspar! Frank! Könntet ihr bitte Brand schon mal nach oben bringen. Die Polizei müsste eigentlich gleich da sein. Ich möchte mir nicht weiter sein Gesicht ansehen und Gerede anhören!“, bat Geb seine Kollegen. Caspar und Frank nickten und brachten den immer noch fluchenden Brand nach oben, wo schon die Polizei wartete, dass sie Brand ins Gefängnis bringen konnten. Geb und Demir blieben bei Konny und warteten auf die Sanitäter, damit sie diesen auf die Trage legen und ihn endlich ins Krankenhaus bringen konnten.

„Was ist mit Konny?“, wollte Geb besorgt wissen und kniete sich zu seinem verletzten Kollegen und Freund hinunter. Demir erzählte ihm, was Brand Konny angetan hatte und Geb wurde ganz schon sauer auf seinen ehemaligen Kollegen. Er konnte Demir verstehen, dass der eben so ausgerastet war.

„Mensch! Wo bleiben die denn mit dieser doofen Trage? Konny muss so schnell wie möglich ins Krankenhaus!“, sagte Demir ungeduldig. „Die kommen bestimmt gleich!“, versuchte Geb Demir und sich selbst zu beruhigen und sah, dass Konny die Augen aufschlug.

„Hey Konny!“, sagte er dann und strich seinem Freund über die Wange. „Geb?“, kam es stöhnend von Konny. „Ja. Ich bin es. Wie geht es dir?“, wollte Geb dann besorgt wissen. „Nicht so gut. Meine Rippen tun höllisch weh und mir wird langsam kalt! Mir würde es besser gehen, wenn ich hier endlich wegkomme!“, sagte Konny unter Schmerzen und fing anzuzittern. „Du kommst hier gleich weg. Der Krankenwagen ist schon unterwegs! Sie müssten eigentlich bald mit der Trage hier herkommen!“, erklärte Geb weiter. Konny nickte kurz und schlief dann wieder ein.

Es dauerte nur noch 2 Minuten und die Sanitäter und der Notarzt kamen mit Frank, der ihnen den Weg gezeigt hatte, mit der Trage in den Raum. Sie versorgten Konny kurz und legten ihn dann auf die Trage, damit die ihn nach oben bringen konnten.

Als sie oben waren, wurde Konny in den Krankenwagen geschoben und dieser fuhr los.
Geb, Demir, Frank und Caspar sahen dem Krankenwagen hinterher. Zum Glück hatten sie Konny rechtzeitig gefunden. Jetzt würde alles wieder gut werden.

Teil 16:
Konny erholte sich sehr gut von seinen Verletzungen. Nach einer Woche konnte er das Krankenhaus wieder verlassen, musste sich jedoch zu Hause noch schonen.

Da seine Frau immer noch beruflich unterwegs war und keine Chance hatte nach Hause zu kommen, zog er für die Zeit zu Geb und seiner Familie und wurde liebevoll von diesen und seinen Freunden gesund gepflegt.

An seine Gefangenschaft erinnerte er sich noch einige Zeit, doch mit der Hilfe seiner Freunde und Kollegen konnte er die schrecklichen Ereignisse schnell verarbeiten, so dass er nach 2 Monaten wieder die alte „Frau Gräfin“ war.

Ende.
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