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GeschichteRomanze / P16
12.08.2007
12.08.2007
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Die Personen gehören sich selbst und ich verdiene kein Geld damit!

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Jules Sicht

„Endlich wieder Bundesliga“, dachte Jule, als die Grün-Weißen den Rasen in Bochum zum Aufwärmen betraten.

Schneller als gedacht war die Sommerpause vergangen. Trotzdem hatte sie die Stadionluft vermisst.. Im Stadion zu sein war wie eine Droge für Jule. Diese einmalige Atmosphäre, danach konnte man süchtig werden.

Auch wenn Jule erst seit einem Jahr dem Fußball total verfallen war – anders konnte man es nicht ausdrücken – lebte sie für den Verein. Den SV Werder Bremen hatte sie in ihr Herz geschlossen. Und mit ihm alle Spieler. Angefangen hatte alles mit Torsten Frings bei der WM. Torsten hatte sich in einem Testspiel in der Vorbereitung verletzt und würde etwa sechs Wochen ausfallen. Er war nach wie vor einer ihrer Lieblingsspieler, aber seit einem halben Jahr hatte es ihr Per Mertesacker angetan. Sie bekam den langen Abwehrspieler einfach nicht aus ihrem Kopf.

Den Jungs beim Aufwärmen zuzusehen machte immer wieder Spaß. Die Übungen sahen zum Teil echt witzig aus und machten die Vorfreude auf das erste Spiel noch größer.

Die 1. Halbzeit lief schleppend. Der Bochumer Torhüter war unheimlich gut und die Werder-Jungs taten sich schwer. Bis Sanogo an der 16-Meter-Raum-Grenze durch den Torhüter der Bochumer zu Fall kam und der Schiedsrichter nach kurzer Absprache mit seinem Assistenten zum Elf-Meter-Punkt zeigte. Diego hielt den Ball auch schon in der Hand. Jule wurde es mulmig im Magen. Die Elf-Meter-Quote des Brasilianers lag bei 50:50. Und, obwohl der Torhüter den Ball noch berührte, ging der Ball ins Tor und Werder Bremen ging in Führung. In der letzten Minute der ersten Hälfte drückte Sanogo den Ball über die Linie und ein Riesen-Jubel brach in der Fankurve aus. Jule lag in den Armen ihrer Freundin und versuchte nebenher noch Per beim Jubeln zu beobachten. Er hatte heute zudem noch sein 100. Liga-Spiel. Nur knapp hatte er sein 10. Tor verpasst, denn ein Bochumer hatte knapp vor der Linie geklärt. Aber Per freute sich mit seinen Mannschaftskollegen als ob er selbst getroffen hätte

Die Ernüchterung kam schneller als Jule gedacht hatte. Die Bochumer kamen aus der Kabine und schafften innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich. Nur wenige Minuten hatte die Abwehr der Grün-Weißen gepennt und Tim Wiese war bei beiden Gegentreffern machtlos. Beim zweiten Gegentreffern landete Per im Netz und wirkte sehr frustriert. Er hatte sich sein 100. Ligaspiel sicher anders vorgestellt. Jule hätte ihn in diesem Moment am liebsten in den Arm genommen.

Der Rest der 2. Halbzeit lief so lala. Die Bochumer versuchten mit aller Macht den Siegtreffer zu erzielen. Gott sei Dank gelang ihnen das nicht. Und die Werderaner schafften es einfach nicht, einen weiteren Treffer zu erzielen. Nach dem Spiel sank Jule leicht betrübt auf ihren Sitz. Wie schon während des ganzen Spiel beobachtete sie Per. Er kam auf die Fan-Kurve zu und bedankte sich bei den Fans. Und dann tat Jule etwas, was sie sich niemals zugetraut hätte – sie nahm ihren Mertesacker-Schal und hielt ihn in die Höhe und genau in diesem Moment schaute Per zu ihr, grinste und hob seine Daumen nach oben. Jule glaubte, im Erdboden müsste sich ein Loch auftun, in dem sie verschwinden könnte. Sie benahm sich wie eine 13-jähriger Teenager. Dabei war sie Ende 20 und stand eigentlich mit beiden Beinen auf dem Boden. Aber sobald Per in ihr Blickfeld kam, stand ihre Welt Kopf.




Pers Sichtt

So hatte er sich sein 100. Spiel sicher nicht vorgestellt. Sie waren nach dem Elf-Meter von Diego und dem Tor von Sanogo vor der Halbzeit-Pause in Führung gegangen. Er selbst hatte auch einen Torschuss, der aber leider auf der Linie oder kurz davor geklärt wurde.

Tja, und nach dem Spiel war ihm etwas passiert, dass seine komplette Welt ins Schwanken brachte. Wie immer hatte er noch kurz mit seinen Mitspieler gesprochen und war dann zu den Fans in die Kurve gegangen, um sich für die Anfeuerung zu bedanken.

Und dann sah er sie. Nun ja, eigentlich sah er erst einen Schal mit seinem Namen, der, als er an der Kurve vorbeiging, in die Höhe gehalten wurde. Aber dann hatte er das Wesen hinter dem Schal erblickt. Sie war atemberaubend schön. Und ihr Lächeln strahlte bis zum ihm an den Spielfeldrand. Und sie saß in der Mitte des Rangs. Ganz viele Gedanken schossen ihm auf einmal durch den Kopf. Er wusste, er musste dieses Wesen kennen lernen. Egal wie. Wie aus Reflex lächelte er und hab den Daumen seiner rechten Hand nach oben. Er kam sich so bescheuert dabei vor...

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TBC?

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So, das musste schnell online. Die Idee ist heute beim Spiel gegen den vfL entstanden... Freu mich auf Eure Reviews... Weiß noch keinen Titel, kommt aber vllt. noch.
LG Sunshine29