Verlass mich nicht

GeschichteDrama / P16 Slash
Harry Potter Severus Snape
07.08.2007
07.08.2007
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07.08.2007 2.879
 
Titel: Verlass mich nicht

Autorin: KrissyNightwish

Disclaimer: Alle Charaktere gehören JKRowling

Anm.: Bei Stöbern in meinem PC habe ich eine FF gefunden, die ich schon vor langer Zeit schrieb und euch bisher immer vorenthalten habe. Warum weiß ich nicht, denn sie ist romantisch, winterlich, traurig. Es ist eine halbe SongFic, denn inspiriert wurde ich von dem Lied „Don’t let me be lonely“ von Joe Cocker, was ab und zu auch in einigen Passagen eingebaut ist. Viel Spaß beim Lesen!



Ganz sanft fielen unendlich viele Schneeflocken vom wolkenbehangenen Himmel hinunter auf die dunkle Straße. Eine leichte Schneedecke hatte sich gebildet und überzog Häuser, Gärten, den Fußweg und die Straße. Es war dunkel geworden und die wenigen Straßenlaternen erhellten nur spärlich die Dunkelheit.

Ein Windstoß ließ einige Flocken aufwirbeln und blies unbarmherzig in das verkniffene und von einem Schal fast vollständig bedeckte Gesicht eines Mannes mittleren Alters. Seine stechend schwarzen Augen und die langen schwarzen Haare verrieten seine Identität.

Severus Snape zitterte am ganzen Körper und zog seinen schwarzen dicken Wintermantel enger um seinen Körper. Mit gebeugter Haltung, um sich so gut es ging vor der nächsten Windböe zu schützen, marschierte er weiter durch die verlassene Straße.

Sein Blick glitt über die erleuchteten Fenster und die dahinter schimmernden Weihnachtsbäume. Ja, es war Heiligabend und Severus war auf dem Weg zu seinem ganz persönlichen Geschenk, das er sich diesen Abend selber gönnen würde.

Er ließ die warmen und freundlichen Häuser der Familien mit ihren Kindern hinter sich und steuerte zielstrebig in eine weit aus verruchtere Gegend der Stadt: das Rotlichtmilieu.

Obwohl er erbärmlich fror, war er immer noch froh, nicht appariert zu sein. Er brauchte Zeit zum Nachdenken und wollte sich mental auf das Kommende vorbereiten.

Schließlich war es nichts alltägliches mit dem begehrtesten Stricher der Zaubererwelt zusammenzusein. Wenn es dann auch noch an einem solchen Tag war, wie Heiligabend und wenn der Stricher auch noch sein ehemaliger Schüler war, war das durchaus etwas besonderes.

Doch nichts wühlte den sonst so kalt scheinenden Mann auf, als die Tatsache, das es sich bei dem Stricher um Harry Potter handelte.

Seit fünf Jahren war der Dunkle Lord schon tot, besiegt von Harry Potter. Doch bereits ein halbes Jahr nach seinen glorreichen Sieg war das Interesse an dem Jungen- der- lebt auf ein Minimum geschrumpft.

Ein Jahr später und sein Name war fast in Vergessenheit geraten. Der ehemalige Held hatte seine Ausbildung in Hogwarts nicht beenden können, da er sein und das Leben vieler anderer, wie schon so oft, retten musste.

Der Dank hielt nicht lange an und schließlich wurde der berühmte Held zum berühmten Stricher. Alle rissen sich um eine Nacht mit dem Held vergangener Tage, sodass Harry inzwischen reich war.

Severus ließ das völlig kalt. Ihn trieb etwas anderes in die Arme seines ehemaligen Schülers: Liebe

Ja, Severus Snape hatte sich schon vor vielen Jahren in diesen Jungen mit den leidenschaftlichen, lebhaften grünen Augen, dem frechen Mundwerk und dem unerschütterlichen Mut verliebt.

Heute wollte er seinen Traum wahr machen und einmal in seinem Leben das Gefühl haben, dieser Junge...  dieser Mann gehöre zu ihm.

‘Do me wrong, do me right
Tell me lies, but hold me tight
Save your goodbyes for the morning light
But don’t let me be lonely tonight’

Mit zittrigen Fingern nahm Severus den kleinen Zettel aus seiner Manteltasche und las erneut die Adresse, die er von Potters Sekretärin bekommen hatte. Er besah sich das Straßenschild und mit einem letzten Blick auf den Zettel, den er nun wieder in seinen Mantel gleiten ließ, wusste er, er hatte sein Ziel erreicht.

Es war ein kleines Hotel, dass zwischen den großen Häusern nicht weiter auffiel und Severus war sicher, dass Muggel es nicht sehen konnten. Mit klopfendem Herzen schritt er durch eine Glastür, durch die man von außen nicht nach innen sehen konnte.

Erst als er eintrat, sah er Licht, das die Einganshalle samt Rezeption erleuchtete.

Severus bemerkte, wie seine Knie schlotterten, doch sein Gesicht zeigte keine Regung. Er ging, scheinbar gelangweilt wie immer, zur Rezeption und nannte das ihm gegebene Codewort: Einsamkeit

‚Wie ungemein passend’, dachte Severus sarkastisch und nahm dem ihm entgegengestreckten Schlüssel entgegen. Hätte er sich nicht so gut unter Kontrolle gehabt, wäre ihm sicher auf seinem Weg zum Zimmer der Schlüssel auf Grund seiner schweißnassen Hände zu Boden gefallen.

Oh mein Gott, jetzt stand er vor der Zimmertür mit der Nummer 17 und wusste, dass sein Harry nur wenige Meter entfernt war. Er mahnte sich selbst zur Ruhe und steckte den Schlüssel ins Schloss. Er drehte das Metall in seiner passenden Öffnung nach links und schob die Tür auf.

Sein Blick fiel sofort auf das Bett, wo ein halbnackter Harry Potter saß und ihn interessiert musterte. Schließlich hatte dieser nicht gewusst, wer ihn diesen Abend beehren würde. War er jedoch überrascht, so wusste er dies sehr gut zu verbergen.

„Hallo, Professor Snape“, sagte dieser sogleich und erhob sich. Severus’ Herz machte einen Aussetzer. Am liebsten hätte er geweint.

Er erkannte Harry wieder und doch war er so verändert. Die Bewegung, Gestik, Mimik war die selbe und auch seine Stimme und seine Art schienen gleich gelblieben zu sein, doch sein Aussehen war unbeschreiblich und vor allem anders.

Seine schwarzen Haare hatten inzwischen eine Länge, das sie ihn an der Nase kitzelten. Sie hatten nichts von ihrer strubbeligen Art eingebüßt und sahen somit voluminös aus und machten ihn irgendwie geheimnisvoll. Seine grünen Augen strahlten und sein Körper war einfach nur ... sexy.

Severus stand immer noch in der Tür und konnte sich nicht bewegen. Er wollte weg, doch gleichzeitig wollte er hier bleiben und endlich diesen faszinierenden Mann haben... ihn spüren... ihn küssen. Er war so verwirrt.  

„Entschuldigung, ich denke ich sollte gehen.“

‘Say goodbye, and say hello
It’s sure enough good to see you, but it’s time to go’

Harry lächelte ihn an und schloss den Abstand, der zwischen ihnen war.

„Sie wollen doch nicht schon wieder gehen.“, sagte er und ging um Severus herum um die Tür hinter ihm zu schließen.

Dann fühlte er Harrys Hände an seinem Mantel und hörte ein leises Lachen. Severus beschloss sich einfach vorzustellen, er käme von einem langen Arbeitstag nach Hause und sein Mann würde sich nun um ihn kümmern.

‘Don’t say yes, but please don’t say no.
I don’t want to be lonely tonight.’

Severus konnte nicht ahnen, welche Gefühle er ausgelöst hatte mit seinem Erscheinen.

Woher sollte er wissen, dass er seit Jahren die heimliche Liebe des jungen Mannes war. Harry schob diese Gedanken ganz weit weg. Es brachte nichts. Er war ein Stricher und Snape sein Kunde. Er durfte es sich nicht erlauben mit einem Kunden mehr an zu fangen. Es durfte nicht sein.

Außerdem war Snape sicherlich nur hier um danach groß erzählen zu können, er habe den heldenhaften Potter an die Wand gevögelt. Das solch eine Vorgehensweise allerdings gar nicht zu Snape passte, ignorierte er völlig.

Wenigstens war es ihm vergönnt den Weihnachtsabend mit dem Mann seiner Träume zu verbringen.

Harrys Hände glitten von hinten über den starken Oberkörper des anderen Mannes und er lehnte sich einen Moment an. Er wollte einfach nur das Gefühl haben, Snape wäre in diesem Moment einfach nur sein Mann, sein Geliebter und nicht der notgeile Kunde, der es anscheinend dringend brauchte.

Das leise Keuchen verriet Snape und riss Harry aus seinen Träumen. Hätte er nur geahnt, dass Severus aus ganz anderen Gründen keuchte. Nach all den Jahren konnte er seinem geliebten Harry so nahe sein, wie er es schon immer wollte. Wer würde da nicht wohlig stöhnen und seinen Sinnen freien Lauf lassen?

Harry umrundete Severus und schaute ihm in die Augen. Vielleicht konnte er ja in ihnen lesen. Er sah die wollüstigen Schatten, die lustgetränkten Augen, aber er sah auch noch etwas anderes? Was war es? Sehnsucht?

Harry schüttelte innerlich den Kopf. Jetzt fing er schon an zu fantasieren und das obwohl er dachte, er hätte die Fähigkeit zu lieben schon vor langer Zeit abgelegt. Harry wand seinen Blick von diesen anziehenden schwarzen Augen ab und beugte sich vor zu Severus’ Ohr.

„Was möchten sie denn Professor?“ Verführerisch hauchte Harry die Worte in Snapes’ Gehörgang.

„Dich“, rutschte es Severus augenblicklich heraus. Er hatte sich einfach nicht mehr unter Kontrolle. Die Gefühle, verursacht durch Harrys Nähe, überrollten ihn.

Harry wünschte sich, es würde das bedeuten, was er, Harry, wollte. Doch abermals verdrängte er diesen Gedanken. Wieder in seiner Rolle als Stricher vertieft, fing er an verführerisch zu lächeln und kam Snape mit seinem Körper ganz nahe. Dann griff er an dessen Schritt und rieb sanft die heiße Wölbung in der Hose.

„Das kann ich sehen.“, antwortete Harry ohne auch nur den Kontakt zwischen ihm und Severus’ Hose zu unterbrechen. Was er da fühlte schien ohne Zweifel sehr vielversprechend zu werden. Severus sog die Luft zischend zwischen den Zähnen ein. Es war so unbeschreiblich, was Harry mit ihm tat ohne wirklich etwas zu tun.

Diesen Abend wollte er einfach so tun, als seien sie ein Paar.

„Ich habe einen Wunsch.“, brachte er unter größter Anstrengung hervor. Harry sah ihn interessiert an und unterbrach für seinen Moment seine Stimulation.

„Tu diesen Abend einfach so, als bedeute ich dir etwas. Das ist alles.“ Harry starrte in diese unverschämt dunklen und so magischen Augen und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Dann nickte er benommen. Was Snape da von ihm wollte, war etwas, dass er nur zu breitwillig zu geben bereit war.

„Wie du wünscht, Severus.“ Angesprochener erschauerte, als er die zärtliche, ja andächtige Betonung seines Vornamens durch Harry vernahm.

Dann begann Harry langsam Snape seiner Kleidung zu entledigen, bis dieser nur noch in Shorts vor dem jungen Mann stand und ihn mit unverhohlener Erregung, aber auch Liebe betrachtete.

„Leg dich schon mal ins Bett, mein Geliebter.“ Harry deute mit einer Kopfbewegung auf das Bett hinter sich und schenkte Snape ein Lächeln. Ein ehrliches Lächeln, das von Herzen kam und in das er seine ganzen Gefühle legte.

Severus war sich sicher, dass das zu seinem Wunsch gehörte und ging zum Bett. Erregt, aber sein Herz schmerzte, denn er wusste, dass es nie wahr werden würde.

‘Do me wrong, do me right
Tell me lies, but hold me tight
Save your goobyes for the morning light
But don’t let me be lonely tonight’

Er sah vom Bett aus, wie Harry sich sämtliche Kleidung vom Leib streifte und dann zu ihm kam und seinen Oberkörper mit sanften, zärtlichen Küssen bedeckte. Severus erregte das sehr und Harry griff ihm in die Hose um ihn zu stimulieren, obwohl das wahrlich nicht mehr nötig war. Die Hände Harrys an seinem Glied ließen ihn stöhnen.

Nur noch verschwommen nahm er wahr, wie Harry ihm seine Shorts von den Beinen streifte und seine beinahe drohend aufgerichtete Männlichkeit mit seinen Lippen umschloss.

„Ohhh...!“, stöhnte Severus und seine Hände krallten sich in die bereits beträchtlich zerwühlten Laken.

Harry ließ Severus seine ganze Liebe spüren und legte soviel Gefühl in seine Handlungen, wie nur möglich. Längst hatte er vergessen, was er war.

Es war das erste Mal, dass er selbst die Kontrolle verlor und sich nur noch seinen Gefühlen hingab. Er löste sich von Snapes pulsierender Erektion und griff nach seinem eigenem Glied. Er hatte das unbestimmte Verlangen sich selbst zu berühren.

Snapes Lider flatterten und er öffnete die Augen, die er zuvor vor Genuss geschlossen hatte. Was er sah, ließ ihn aufstöhnen. Harry saß auf seinen Fersen hatte einen Arm nach hinten gerichtet um sich abzustützen und fuhr mit fließenden Bewegungen an seinen steifen Glied auf und ab.

Den Kopf hatte der junge Mann in den Nacken gelehnt und die Augen geschlossen. Harry seufzte und leckte sich über die Lippen. Die Wangen gerötet und einen Schweißfilm auf der Stirn jagte er sich seinem Orgasmus entgegen.

Severus konnte sich nicht von diesem Anblick lösen. Er kroch auf allen vieren zu Harry und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. Er wusste, dass Stricher es nicht mochten, sich mit ihren Kunden zu küssen. Dennoch konnte er nicht widerstehen Harry dieses kleine Zeichen seiner Liebe zu schenken.

Harry blickte ihn an und eine Weile sahen sie sich schweigend an, während sie schwer atmend die Erektion des anderen streichelten. Sie schenkten sich tiefe Blicke, die bis auf den Grund der Seele zu gehen schienen.

Dann schlang Severus seine Arme um den Körper des Jüngeren und zog ihn mit sich nach hinten. Er widerstand nur knapp der Versuchung diese einladenden Lippen zu küssen. Es durfte nicht sein.

„Harry“, stöhnte Severus verhalten, als dieser die Initiative ergriff, einen Finger zwischen Severus’ Pobacken führte und dort sanft streichelte. Dann griff neben das Bett und fand das was er suchte: Gleitcreme. Harry schmierte sich seine Finger ein und führte sie dann langsam in Severus ein. Immer wieder glitten Harrys Finger in den anderen Mann.

Dieser verwandelte sich in reinen Wackelpudding unter Harrys erfahrenen Händen. Der Jüngere konnte nicht genug von diesem Anblick bekommen und versuchte sich jeden Ausdruck, jede Veränderung in Snapes Mimik genauestens einzuprägen.

Er selbst wurde so geil, wie er es schon lange nicht mehr gewesen war. Schließlich schmierte er auch sein Glied mit der Creme ein versenkte sich in dem wollüstig stöhnenden Snape.

Im ersten Moment war Harry wie berauscht von der Enge, die er in Snape fand und Severus war gleichermaßen berauscht von dem Gefühl der Vollkommenheit, das ihn erfüllte.

Sie blickten sich an. Es war nur ein kurzer Moment, im dem die Gefühle zwischen den beiden, die sie füreinander empfanden, fast greifbar waren.

Dann bewegte sich Harry in Snape und sie nahmen einen langsamen Rhythmus auf. Jeder der beiden wollte diesen Moment solange wie möglich aufrecht erhalten.

Erst als die Erregung zu groß wurde, konnten auch sie sich nicht mehr zurückhalten. Harry stieß immer wieder in seinen ehemaligen Lehrer, der nur noch zu unzusammenhängendem Gestammel fähig war. Harry rieb dessen Penis, während er mit ein paar letzten kräftigen Stößen in Severus kam.

Als Severus in das orgasmusverzerrte Gesicht von Harry sah, kam auch er einige Augenblicke mit einer Heftigkeit, die er sich gar nicht mehr zugetraut hätte.

Harry ließ sich aufs Bett gleiten und blieb einige Augenblicke liegen.

Doch kaum waren die Wellen des Orgasmus auch bei Severus abgeklungen, erfasste ihn eine Angst. Er wusste, dass nun alles vorbei war.

Wie auf Kommando begann sich Harry zu bewegen und stand auf. Severus wagte es nicht seine Augen zu öffnen. Verdammt! Warum hatte er sich dieses Geschenk gemacht? Jetzt konnte er die Vorstellung nicht mehr ertragen ohne Harry zu leben. Nein, er würde jetzt nicht weinen. Nein.

‘Go away then, damn you, go on and do as you please
But you ain´t going to see me getting down on my knees,
I´m undecided and your heart´s been divided.
You´ve been turning my world upside down.’

Er hörte, wie sich Harry wieder ankleidete und schließlich seinen Mantel überstreifte.

„Severus?“ Harrys Stimme ließ ihn aufblicken. Er sah den angezogenen Mann unschlüssig vor dem Bett stehen.

„Was ist? Nun geh schon!“, bellte Snape ihn in gewohnter Manier an. ‚Bitte tu es nicht’, dachte er in Wirklichkeit.  

„Ich...“, begann Harry und verfluchte sich plötzlich für seine Feigheit. Wo war sein berühmter Mut, wenn er ihn wirklich brauchte? Verdammt! ‚Ich liebe dich’ wollte er sagen, doch nichts der gleichen kam über seine Lippen.

„Ich wünsche dir fröhliche Weihnachten.“ ‚Verdammter Feigling’

Severus blickte ihn an. Was hatte er erwartet?

„Ja“, sagte er gepresst. „Dir auch ein fröhliches Weihnachten, Harry.“ ‚Verlass mich nicht. Ich brauche dich.’

„Ich geh dann wohl besser.“, sagte Harry und drehte sich um, weg von Severus. ‚Halt mich zurück. Sag mir, dass ich bleiben soll.’

„Ja“, sagte Severus beherrscht. ‚Bitte bleib. Ich liebe dich!’

Harry und Severus blickten sich nicht an, denn jeder hatte Tränen in den Augen.

Ohne sich noch mal umzudrehen und ohne ein weiteres Wort zu verlieren, ging Harry aus dem Zimmer und ließ die Tür krachend ins Schloss fallen.

Augenblicklich ließ er seinen Tränen freien Lauf. Er vergrub sein Gesicht in seinen Händen und rannte aus dem Hotel. Raus in eine kalte, windige Weihnachtsnacht.

Severus starrte auf die Tür durch die seine Liebe verschwunden war. Warum war er so ein verdammter Feigling? Er konnte und wollte nichts gegen seine Tränen tun. Ungehemmt liefen sie seine Wangen hinab. Er konnte es nicht fassen. Warum hat er nichts dagegen getan?

„Verlass mich nicht.“, flüsterte er in die Stille des Raumes und erschrak als er seine eigene Stimme hörte, die so ungewohnt verletzt und traurig klang. Weinend schlug er die Hände vors Gesicht und zog die Decke über seinen nackten Körper.

„Fröhliche Weihnachten, Severus!“, sprach er heiser zu sich selbst und versank in Selbstmitleid. Warum hatte nichts getan? Warum hatte er ihn gehen lassen? Seine Liebe. Sein Leben.

Verletzt, enttäuscht und traurig vergrub er sich weiter in seiner Decke und suchte Schutz, Wärme und Geborgenheit. Doch diese konnte er nicht finden.

Die einzige Person, die ihm das hätte geben können, rannte wie von Sinnen und tränenverschmiert durch die Straßen und kauerte sich schließlich erschöpft im Park auf einer Bank zusammen.

Wahnsinnig vor Trauer schrie er in die Nacht hinein.

Doch niemand hörte ihn.

Er war allein.

Genau wie Severus.

„Verlass mich nicht.“, flüsterte Harry heiser den Schneeflocken entgegen, während Severus genau die selben Worte sprach, die in der Stille des kleinen Hotelzimmers ungehört verhallten.  

*****
Ende

Und? Wie fandet ihr diese Geschichte? Ich würde mich sehr über Meinungen freuen.
Eure Krissy
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