Angeklagt bei Richter Alexander Hold

von noyn-san
GeschichteKrimi / P12 Slash
19.07.2007
19.07.2007
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Angeklagt bei Richter Alexander Hold


Titel: steht da *freudignachobenzeig*

Autor: Noyn-San (also ich *verbeug*)

Raiting: 12-Slash

Pairing: wird noch nicht verraten Alex+? müsst ihr selber lesen

Disclaimer: nix gehört mir, ich verdien kein Geld hiermit, alle Personen gehören nur sich selbst, ich will niemanden damit verletzen, alles ist aus meiner Phantasie entsprungen, ich kenne weder Hold, noch irgendjemanden anderen persönlich. Hab ich was vergessen? *sichamkopfkratz* Der Angeklagte und alle Zeuge (außer der Letzte) sind frei erfunden, jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind rein zufällig. *boahhabichvielgeredet*

Kommentar: Es werden zwischen durch ein paar Abkürzungen vorkommen: R.H. – Richter Hold, A.H. – Alex Herber, S.K. – Sewarion Kirkitadse, C.V. – Christian Vorländer, H.F. – Hildegard Fischer, J.Z. – Jörg Zwiener, J.R. – Johanna Rankin

Kommentar2: ‚blahblahblah’ – Gedanken von Alex

Widmung: Für alle lieben Menschen, die diese ff lesen und mir ein Kommi dalassen (ihr bekommt auch Mango-Eis dafür *fürmangoeissterbenkönnte*)

Angeklagt bei Richter Alexander Hold


Dienstag der 17. Juni 2007, heute ist der Tag der über Alex Herbers zukünftiges Leben entscheiden soll, ob er für mehrere Jahre ins Gefängnis muss oder ob man ihn doch freisprechen wird.

Alex hat nicht viel Hoffnung, dass letzteres eintreten würde, schließlich ließ die Verhörung bei der Polizei darauf schließen, dass man ihm einfach nicht glaubt. Das die Anklage auch noch von Sewarion Kirkitadse geführt wird, lässt seine Chancen in den Keller sinken.

Dann ist es soweit, der Prozess gegen ihn beginnt. Er wird zu dem Stuhl in der Mitte gebracht. Und schon tritt Richter Alexander Hold ein. Alex hat ihn schon oft im Fernsehen gesehen, aber live sieht er noch viel mächtiger aus. Es liegt heute alles in seiner Hand. Nur Richter Alexander Hold wird heute entscheiden, ob sein junges Leben schon so früh zerstört wird.

Richter Alexander Hold betritt den Raum und beginnt auch schon mit seiner Einleitungsrede (Wir sind hier, blahblahblah, Anklage gegen Alex Herber, blahblahblah, Staatsanwaltschaft wird vertreten von Staatsanwalt Kirkitadse, dein Rechtsanwalt ist Christian Vorländer, blahblahblah, Herr Staatsanwalt die Anklage bitte).

Und schon hat Staatsanwalt Sewarion Kirkitadse das Wort und der Horror beginnt: „Dem Schüler Alex Herber wird zu Last gelegt, den 40 jährigen Mathelehrer Nikolas Schaffartzik am 16. Mai um 23:16 Uhr vor der Wohnung des Opfers mit Hilfe dieser Schusswaffe umgebracht zu haben. Sein Motiv ist, dass er sich von seinem Mathelehrer ungerecht behandelt fühlte. Dieser ließ ihn mehrmals extra Aufgaben machen, um die Leistung seines Schülers zu verbessern, da dieser zu den leistungsschwächten aus seiner Klasse zählte.“

„Du hast die Anklage des Herrn Staatsanwalt gehört. Herr Vorländer wird ihr Mandant dazu Angaben machen?“, fragt Richter Hold.

„Ja er wird sich dazu äußern“, erklärt mein Rechtsanwalt Vorländer.

R.H.: „Okay Alex, dann kommen wir zuerst mal zu deinen Personalien. Dein Name ist Alex Herber, du bist 17 Jahre alt, wohnst in Köln, ledig und gehst auf das Theodor-Fontane-Gymnasium.“

A.H.: „Das ist richtig.“

R.H.: „Was hast du zur Anklage zu sagen?“
A.H.: „Ich hab damit nichts zu tun. Ich hab den Schaffartzik nicht umgebracht und das habe ich auch schon tausendmal der Polizei gesagt. Warum sollte ich den umbringen?!“

S.K.: „Weil du eine Sauwut auf deinen Mathelehrer hattest. Du hast nur noch Vieren und Fünfen nach Hause gebracht und musstest zusätzlich auch noch extra Hausaufgaben machen. Und deshalb warst du wütend, so wütend, dass du es ihm heimzahlen wolltest. Darum hast du ihn ermordet.“

A.H.: „Das stimmt nicht! Warum glaubt mir keiner? Ich hab ihn nicht umgebracht. Okay, ich war sauer auf ihn, der hat auch voll die Vorurteile. Nur weil ich Punk bin, gab er mir schlechtere Noten.“

R.H.: „Wo warst du denn an der besagten Nacht?“

A.H.: „Ich war zu Hause und hab geschlafen.“

S.K.: „An einem Freitag willst du mir erzählen, dass du um 23:16 Uhr im Bett warst?! Ist doch ein bisschen ungewöhnlich für einen Jungen in deinem Alter.“

A.H.: „Na und mir ging es den Tag nicht gut und bin deshalb früher ins Bett gegangen oder darf man das nicht mehr?!“

R.H.: „Gibt es dafür Zeugen?“

C.V.: „Beim schlafen hat man nur selten Zeugen, zu mal seine Eltern, wie sie der Akte entnehmen können, an diesen Abend geschäftlich Unterwegs waren.“

R.H.: „Wenn keine weiteren Fragen sind, würde ich jetzt die erste Zeugin aufrufen. Frau Fischer bitte. … Frau Fischer nehmen Sie doch hier vorne Platz.“

‚Zum Glück ist Frau Fischer hier, sie weiß, dass ich so was nie machen würde. Hoffentlich schafft sie es, den Richter von meiner Unschuld zu überzeugen, wenn nicht ist das wahrscheinlich mein Ende. Jörg und Johanna sagen sowieso gegen mich aus. Frau Fischer muss das einfach schaffen.’

R.H.: „Zuerst mal Ihre Personalien. Ihr Name ist Hildegard Fischer, Sie sind 47 Jahre alt, verheiratet, mit dem Angeklagten weder Verwandt noch Verschwägert und sie arbeiten am Theodor-Fontane-Gymnasium als Deutschlehrerin und sind die Schulleiterin.“

H.F.: „Ja, das ist alles richtig. Ich arbeite an dieser Schule schon seit 21 Jahren und die Schüler haben großes Vertrauen in mir, wenn etwas ist kommen sie immer zu mir.“

R.H.: „Sie wissen was Ihrem Schüler vorgeworfen wird?! Er soll seinen Mathelehrer ermordet haben, weil dieser ihn sehr schlecht behandelt. Was können Sie uns dazu sagen?“

H.F.: „Also, dass kann ich mir gar nicht vorstellen, der Alex ist so ein lieber Junge, der könnte nicht mal einer Fliege was z leide tun.“

S.K.: „So sieht er mir aber nicht gerade aus.“

C.V.: „Ach Herr Staatsanwalt, Sie müssen wieder vom Aussehen auf alles andere schließen. Bloß weil mein Mandant ein Punker ist, heißt das noch lange nicht, dass er auch ein Schläger ist. Sie scheinen sich in der Szene nicht besonders auszukennen.“

R.H.: „Jetzt lassen wir das mal. Sie trauen also dem Angeklagten diese Tat nicht zu?! Alex hat uns auch erzählt, dass Herr Schaffartzik ihn wegen seines Aussehens schlechter behandelt haben soll. Wissen Sie dazu etwas?“

H.F.: „Also dazu weiß ich nichts. Es kamen schon häufiger Schüler zu mir, die mir erzählt haben, dass Herr Schaffartzik sehr streng ist und den einen oder anderen Schüler schlechter behandeln soll, aber soweit wie ich es mitbekommen habe, war er ein sehr korrekter Lehrer, der keinen seiner Schüler schlechter behandelt hat, als andere.“

R.H.: „Gut, ich habe keine weiteren Fragen mehr. Wenn sie auch keine mehr haben, machen wir mit dem nächsten Zeugen weiter. Das ist ein Mitschüler vom Angeklagten, der Jörg Zwiener. Herr Jörg Zwiener bitte. … Jörg nehm doch hier vorne Platz.“

‚Wirklich überzeugt ist der Richter nicht. Oh man und jetzt noch Jörg, der erzählt doch wieder nur scheiße über mich. Der will mir doch die Tat in die Schuhe schieben. Dabei war er es doch, der den Schaffartzik umgebracht hat. Aber mir glaubt auch wieder keiner. Ich muss sie irgendwie davon überzeugen. Ich will nicht unschuldig ins Gefängnis.’

R.H.: „Dein Name ist Jörg Zwiener. Du bist 17 Jahre alt, von Beruf Schüler, du gehst in die 11. Klasse, ledig und nicht Verwandt oder Verschwägert mit dem Angeklagten. Du weißt ja, dass dem Alex der Mord an eurem Mathelehrer Herrn Schaffartzik zur Last gelegt wird. Was kannst du uns dazu sagen.“

J.Z.: „Na klar hat Alex den Schaffartzik abgemurkst. Ich meine sehen sie sich den doch mal an, wer so rum läuft, bringt auch ohne mit der Wimper zu zucken einen Menschen um.“

R.H.: „Also zu ersten heißt das nicht abgemurkst sondern ermordet oder umgebracht und außerdem hat das Aussehen des Angeklagten nichts damit zu tun. Haben sie einen wirklichen Grund zur Annahme, dass ihr Mitschüler die Tat begannen hat?“

J.Z.: „Ja klar, der Alex denkt doch, dass der Schaffartzik ihn total ungerecht behandelt hat, dabei war der zu allen Schülern immer gleich. Aber Alex hatte solch einen Hass auf ihn, schon wenn er den Schaffartzik nur gesehen hat.“

S.K.: „Da haben sie ihr Motiv Herr Vorländer. Ihr Mandant hat seinen Mathelehrer abgrundtief gehasst und deshalb hat er ihn dann aus dem Weg geräumt.“

C.V.: „Bloß weil er seinen Mathelehrer nicht leiden konnte, heißt das noch lange nicht, dass er ihn gleich ermordet. Jörg, hast du jemals Alex über Rache oder sogar Mordpläne reden hören?“

J.Z.: „Nein, dass habe ich nicht, aber das ist auch kein Wunder.“

C.V.: „Warum ist das kein Wunder? Weil du ihm so eine Tat nicht zu trauen würdest?“

J.Z.: „Nein, weil ich mit so einem wie dem nichts zu tun haben will. Schon schlimm genug, dass ich mit dem in einer Klasse bin.“

R.H.: „Was ist so schlimm an dem Angeklagten?“

J.Z.: „Da brauchen sie sich den doch nur mal angucken. So einer gehört niemals zu uns, so ein Punk.“

A.H.: „Nur weil ich nicht so ein Proll bin wie ihr, heißt das noch lange nicht, dass ich so was tun würde.“

J.Z.: „Proll, pah. Du bist doch nur neidisch, weil du nicht aus so einem gut verdienenden Elternhaus kommst wie wir.“

A.H.: „Auf so was wie euch bin ich garantiert nicht neidisch.“

J.Z.: „Außerdem haben wir mit schwulen nichts zu tun. Da staunst du was, wir sind hinter dein Wohlgehütetes Geheimnis gekommen.“

‚Scheiße! Was weiß er alles? Bitte er darf nicht mehr wissen. Das zu wissen reicht schon, damit er mir die Schulzeit zur Hölle machen kann.’

J.Z.: „Ich garantier dir, du wirst es bereuen auf die Schule gekommen zu sein.“

R.H.: „Jetzt reicht es aber, wenn du mit Homosexualität nicht umgehen kannst, dann behalt das bitte für dich. Zu mal es keinen Unterschied macht, welche sexuellen Neigungen ein Mensch hat. Wenn keine weiteren Fragen mehr sind, würde ich jetzt unsere letzte Zeugin aufrufen. Johanna Rankin bitte. … Johanna nimm doch bitte hier vorne Platz.“

‚ Ich bin geliefert, was soll ich denn jetzt noch machen. Auch wenn Jörg beim Richter nicht gerade Sympathiepunkte gesammelt hat, wird er ihm trotzdem glauben, dass ich es gewesen bin. Obwohl das Gefängnis vielleicht die bessere Wahl ist, wenn ich dran denke, wie es jetzt in der Schule sein wird, wird mir schlecht.’

R.H.: „Zuerst zu deinen Personalien. Dein Name ist Johanna Rankin, du bist 17 Jahre alt, von Beruf Schülerin, du gehst in die 11. Klasse auf dem hdfghds-Gymnasium, ledig und nicht Verwandt oder Verschwägert mit dem Angeklagten.“

J.R.: „Zum Glück nicht, nein.“

R.H.: „Du weißt warum wir heute hier sind. Wir wollen den Mord an eurem Mathelehrer Herrn Schaffartzik aufklären. Was kannst du uns dazu sagen?“

J.R.: „Der Mörder sitzt da auf der Anklagebank, Alex war es.“

A.H.: „Was erzählst du für einen Mist? Du weißt ganz genau, dass ich es nicht war.“

R.H.: „Wie kommst du zu de Vermutung, dass Alex es war?“

J.R.: „Vermutung?! Ich weiß es. So wie der unseren Mathelehrer gehasst hat. Wenn Blicke töten könnten wäre der schon lange tot. Es war nur eine Frage der Zeit bis Alex ihn wirklich umbringt.“

S.K.: „Herr Vorländer es sieht langsam wirklich schlecht aus für Ihren Mandanten.“

C.V.: „Abwarten Herr Kollege. Noch ist die Vernehmung nicht vorbei. Alex, du hast mir doch heute vor Verhandlungsbeginn noch eine sehr interessante Geschichte erzählt.“

S.K.: „Märchenstunde mit Rechtsanwalt Vorländer.“

C.V.: „Warten Sie ab Herr Kollege.“

R.H.: „Was hast du Herrn Vorländer erzählt Alex?“

A.H.: „Ich weiß, dass Johanna lügt, sie will damit nur Jörg schützen. Ich habe mitbekommen, ein paar Tage bevor der Mord passierte, wie Johanna sich mit ihrer besten Freundin unterhalten hat.“

R.H.: „Über was haben sich die beiden unterhalten?“

A.H.: „Johanna wurde vergewaltigt, sie hielt es nicht mehr aus und hat sich deshalb ihrer besten Freundin anvertraut.“

S.K.: „Hat sie auch erzählt von wem sie vergewaltigt wurde?“

A.H.: „Ja hat sie. Sie wurde von … Herrn Schaffartzik vergewaltigt.“

R.H.: „Stimmt das Johanna?“

J.R.: „Nein, natürlich nicht. Niemand hat mich vergewaltigt und schon gar nicht Herr Schaffartzik. Nur weil du Probleme mit ihm hattest, heißt das nicht dass er ein schlechter Mensch war. Außerdem einer Schwuchtel brauchen sie nicht glauben …“

R.H.: „Auch noch mal an dich die Belehrung, wir leben hier in einem freien Land, wo Homosexualität nicht verboten und nichts böses ist und solltest du noch einmal …“

J.R.: „Schon gut, ich habe verstanden.“

S.K.: „Da haben Sie es gehört Herr Vorländer, die Vergewaltigungsgeschichte von Ihren Mandanten ist an den Haaren herbeigezogen. Und wenn nicht in letzter Sekunde ein Alibi herbei geflogen kommt, sieht es sehr schlecht aus.“

R.H.: „Da muss ich dem Herrn Staatsanwalt recht geben, ohne ein Alibi sprechen alle Beweise gegen dich, Alex. Du bist dir sicher, dass den Abend keiner bei dir war, der das bezeugen kann oder das dich keiner angerufen hat?“

‚Was soll ich denn jetzt machen? Wenn ich sage, dass ich ein Alibi habe, habe ich ein riesiges Problem, wenn ich aber weiterhin behaupte keines zu haben, lande ich im Gefängnis, für sehr lange Zeit. Was soll ich bloß machen?’

C.V.: „Herr Richter, ich würde mich gerne kurz mit meinem Mandanten beraten.“

R.H.: Okay, wir unterbrechen die Hauptverhandlung im Fall Herber für fünf Minuten. Reicht Ihnen die Zeit?“

C.V.: „Ja, danke.“

Vor dem Verhandlungsraum stellt Alex Rechtsanwalt ihn zur Rede.

C.V.: „Was ist los Alex. Du kannst mir nicht erzählen, dass du den Abend alleine warst und kein Alibi hast. Warum willst du es nicht sagen? … Wenn du es nicht sagst, wirst du verurteilt werden, dann drohen dir mindestens 10 Jahre Haft. Bei wem warst du?“

A.H.: „Ich kann es nicht sagen.“

C.V.: „Mein Gott, Alex. Merkst du nicht was hier auf dem Spiel steht, wenn du verurteilt wirst, versaut das dir deine gesamte Zukunft. Du bist wegen MORDES vorgestraft.“

A.H.: „Sie haben ja Recht, aber … in Ordnung, ich sag es.“

C.V.: „Gut dann gehen wir wieder rein.“

R.H.: „Haben Sie sich mit Ihrem Mandaten besprochen? Wird er uns jetzt doch sein Alibi nennen?“

C.V.: „Ja, das wird er.“

A.H.: „Ich war nicht zu Hause.“

S.K.: „Was für eine Überraschung?!“

A.H.: „Ich war bei … ich war bei meinem Freund.“

R.H.: „Name und Telefonnummer deines Freundes?“

A.H.: „Wozu … wozu brauchen Sie die noch, Sie wissen doch jetzt, dass ich es nicht gewesen sein kann.“

R.H.: „Ich würde aber gern noch diesen ominösen Freund laden und das noch mal von ihm selbst hören. Also Name und Telefonnummer?!“

A.H.: „Kann ich ihn auch selbst anrufen?“

R.H.: „Meinetwegen, Hauptsache wir können heute noch mit ihm sprechen.“

Alex nimmt sein Handy und ruft seinen Freund an um ihn sagen, dass er hierher kommen muss.

Alex: „Schatz, ich bin es, ich hab ein Problem, kannst du her kommen?“
Unbekannter: „Wo soll ich hinkommen? Du weißt doch, dass ich mitten in einer Verhandlung bin.“
Alex: „Ja, ich weiß, aber es läuft hier ziemlich schlecht …“
Unbekannter: „So schlimm? Ich bin in einer Minute da. Wir kriegen das hin. Vertrau mir! Bis gleich.“

A.H.: „Herr Richter, er ist gleich da.“

Währenddessen ein paar Räume weiter.

Unbekannter: „Frau Richterin, ich muss mal ganz dringend weg. Es ist wirklich wichtig.“
Richterin: „Mitten in der Verhandlung?! Sie wissen, dass Sie privates nach der Arbeit regeln müssen oder hat es etwas mit Ihrer Arbeit zu tun?“
Unbekannter: „Es hat etwas mit einem anderen Fall zu tun und ich hoffe es dauert auch nicht lange.“
Richterin: „Nun gut, die Verhandlung ist bis zu Ihrem eintreffen unterbrochen.“

Wieder bei Richter Alexander Hold

S.K.: „Und wo bleibt nun dieser unbekannte Freund?“

In diesem Augenblick betritt besagter und erwarteter Freund den Gerichtssaal.

Unbekannter: „Entschuldigung, dass es etwas länger gedauert hat, aber ich war gerade mitten in einer Verhandlung.“

Und setzt sich unter ein drei paar erschrockenen Augen auf dem Stuhl in der Mitte nieder.

R.H.: „Ähm … gut dann zu Ihren Personalien … ähm …“

B.R.: „Mein Name ist Bernd Römer, von Beruf Staatsanwalt, 33 Jahre alt, ledig und mit dem Angeklagten weder Verwandt noch Verschwägert.“

R.H.: „Ähm … ja und Sie sind der Freund des Angeklagten. Ist das richtig?“

B.R.: „Das stimmt, seid jetzt fast einem halben Jahr.“

S.K.: „Und Sie können bezeugen, dass der Angeklagte am besagten Abend bei Ihnen war?“

B.R.: „Alex war am 16. Mai ab ca. 19 Uhr bei mir.“

S.K.: „Was haben Sie gemacht?“

B.R.: „Zuerst haben wir über den Vorfall mit Herrn Schaffartzik und Johanna geredet. Alex wollte wissen, was er jetzt am Besten tun soll. Danach haben wir noch was gegessen, Fernsehen geguckt und dann ins Bett, den Rest können Sie sich ja denken.“

S.K.: „Ähm … ja, also sie haben über den Vorfall mit Herrn Schaffartzik und Johanna gesprochen? Welchen Vorfall meinen Sie?“

B.R.: „Wir haben über die Vergewaltigung gesprochen. Alex wusste nicht ob er erst mit Johanna darüber reden sollte oder ob er besser gleich zur Polizei gehen soll. Ich hab ihm geraten auf jeden Fall am nächsten Tag mit Johanna zu reden. Aber dazu ist es ja leider nicht mehr gekommen, weil Alex in U-Haft genommen wurde.“

R.H.: „Wenn es nicht der Angeklagte war, wer kommt Ihrer Meinung, dann in Frage?“

B.R.: „Aus meiner Erfahrung als Staatsanwalt, würde ich denken, dass es der Freund von Johanna war, Jörg. Er hat ein eindeutiges Motiv und mit der Hilfe von Johanna ein Alibi.“

R.H.: „Was sagst du dazu Jörg?“

J.Z.: „Ich sag dazu gar nichts mehr ohne meinen Anwalt.“

R.H.: „Johanna, stimmt es was Herr Römer sagt?“

J.R.: „Von mir werden Sie gar nichts erfahren.“

S.K.: „Ich glaube, dass was ihr beide dazu gesagt habt, genügt auch. Ich kündige schon einmal an, dass ihr beide vorläufig festgenommen seid, wegen der Gefahr der Verdunklung.“

R.H.: „Wenn dann keine Fragen mehr sind und keine weiteren Zeugen würde ich die Verhandlung gerne schließen. Ihre Plädoyer bitte.“

S.K.: „Ich muss mich wohl bei dem Angeklagten entschuldigen, aber die Beweislage sprach nun mal gegen dich. Zum Glück ist dann dein Alibi doch noch aufgetaucht, sonst hätten wir vielleicht noch einen unschuldigen ins Gefängnis gebracht. Freispruch.“

C.V.: „Ich schließe mich meinem Vorredner an und plädiere für Freispruch, weil nicht der Angeklagte der Täter war, sondern sein Mitschüler, der Rache wollte. Rache für das was der Mathelehrer seiner Freundin angetan hat. Aber Selbstjustiz ist verboten und deshalb wird er seine gerechte Strafe dafür bekommen. Ich möchte dem Herrn Staatsanwalt Römer danken für sein Erscheinen, sonst könnte er wohl seinen Freund das nächste mal im Gefängnis besuchen gehen. Danke!“

R.H.: „Alex du hast das letzte Wort, bevor das Urteil gesprochen wird.“

A.H.: „Ich bin einfach bloß froh, wenn das ganze vorbei ist.“

R.H.: „Die Kammer zieht sich zur Beratung zurück.“

Ein paar Minuten später.

R.H.: „In Namen des Volkes lautet das Urteil für den Angeklagten Alex Herber: Freispruch. Bitte setzten sie sich. Ja froh sind wir alle, dass das vorbei ist. Nur für Jörg Zwiener ist es noch lange nicht vorbei, was mit Johanna Rankin ist wird ein anderes Gericht zu klären wissen. Aber eins sag ich euch beiden, wenn ihre eure Einstellung gegenüber eure Mitmenschen nicht schnell ändert, werdet ihr noch viele Probleme haben. Punks und Homosexuelle sind genauso Menschen wie andere und keiner ist deshalb schlechter. Ach und Herr Römer, sollte Sie noch Ärger mit Richterin Salesch bekommen, weil Sie ihre Verhandlung wegen Ihnen unterbrechen musste, dann sagen Sie mir bescheid und ich rede noch mal mit meiner Kollegin. Innerhalb einer Woche können noch Rechtsmittel eingelegt werden.“

S.K.: „Ich verzichte.“

R.H.: „Der Staatsanwalt erklärt Rechtsmittel verzicht. Damit ist das Urteil Rechtskräftig. Die Verhandlung ist geschlossen.“

S.K.: „Jörg Zwiener und Johanna Rankin ihr seid festgenommen. Herr Wachtmeister bringen Sie die beiden weg.“



Damit nimmt der Tag für Alex doch noch ein glückliches Ende in Freiheit und ohne weitere Probleme in der Schule.


_____Ende______________________________________________________________


So das war’s. Hat’s euch gefallen? *mitgroßenaugenanguck* Büdde büdde en Kommi von jeden der es gelesen hat (Kritik, Anregungen, Lob, …. Alles erwünscht) *mittreuherzigenaugenanguck*
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