Abenteuer Kindheit

von Beyond
GeschichteAbenteuer / P6
10.07.2007
06.07.2010
7
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//Gedanken//
"Labern"
*Telepatie von Hao und Yoh*
(Kommentar vom Autor)


Der Mond stand schon hoch am sternenklaren Himmel. Grillen zirpten im hohen Gras, das im sanften Winde wehte. In allen Häusern waren die Lichter bereits gelöscht worden. Nur ihm Haus der Asakuras flackerten die Feuer in den Lampen weiter. Die gesamte Familie hatte sich in einem Raum versammelt. Auf ihnen lag bedrückendes Schweigen. Heute sollte eigentlich ein freudiger Tag sein, denn sie sollten Nachwuchs bekommen, doch sie alle waren alles andere als erfreut. Leider sollte nur eins der Kinder, sie erwarteten nämlich Zwillinge, ihr eigenes Kind sein. Das andere wäre die Reinkarnation des mächtigen Schamanen Hao Asakura. Der die Menschen vernichten wollte, um ein Königreich nur für Schamanen zu erschaffen. Keiko, die werdende Mutter, lag auf einem weichen Futon. Sie war nass geschwitz und Wehen plagten sie schon seit einiger Zeit. Neben ihr kniete Mikihisa, ihr Mann und der Vater der Kinder. Auch die Großeltern Kino und Yomei waren da. Besonders sie wirkten nervös. "Was sollen wir tun?", fragte Yomei mit gesenktem Kopf. "Wir haben uns dazu verpflichtet Hao Asakura zu vernichten. Aber dafür müssten wir beide Kinder töten, da wir nicht wissen, wer von ihnen Hao ist.", erklärte Mikihisa. Kino schaute gedankenverloren auf Keiko, dann sprach sie: "Wir müssen uns entscheiden. Die Zeit drängt." "Ich weiß. Doch dürfen wir ein unschuldiges Kind in die Angelegenheit mit hinein ziehen?", fragte Keiko, bevor eine weitere Schmerzenswelle durch ihren Körper fuhr. "Eigentlich ist es absurd, doch es bleibt uns nichts anderes übrig.", sagte Yomei resigniert. "Dann müssen wir es tun, denn nur im Augenblick der Geburt ist Hao wehrlos, da sein Schutzgeist noch nicht zugegen ist.", sprach nun Mikihisa. Keiko nickte nur die Tränen unterdrückend. Da breitete sich noch stärkerer SChmerz in Keiko aus und sie stöhnte auf. Sofort fasste Mikihisa ihre Hand und flüsterte ihr beruhigende Worte zu. Wenige Minuten später erblickten die Zwillinge zum ersten mal das Licht der Welt, völlig ahnungslos davon, was mit ihnen geschehen sollte.Ihre Haare waren braun und wuschelig. Kino legte die beiden in Leinentücher gewickelt auf den Holzboden. Keiko begann haltlos zu schluchzen und drückte sich an die Brust ihres Mannes. Die Kinder begannen zu weinen. Yomei seufzte und rief nun seine Naturgeister, die die Kinder zurück in die geistige Welt bringen sollten. Dann gab er ihnen das Zeichen zum Angriff. Plözlich verstummte das Geschrei der Kinder und Keiko schaute mit tränenveschleierten Blick auf. Ihre Söhne hatten aufgehört zu weinen und betrachteten mit ihren braunen Augen die Shikigamis. Lächeld streckten sie die kleinen Händchen nach ihnen aus und versuchten sie zu berühren. Verwirrt taumelten die Shikigamis hin und her, bis sie schließlich verschwanden. Erschrocken schauten die Zwillinge durch den Raum. Auf einmal entdecken sie sich gegenseitig und reckten sich nun einander zu. Sie lachten und dann berührten sich ihre winzigen Fingerchen. "Können wir nicht versuchen sie beide zu erziehen? Schließlich hat Hao nun einen Bruder. Er kann sich ganz bestimmt ändern.", schlug Keiko vor. Yomei schüttelte leicht den Kopf: "Keiko...du weiß wie gefährlich das ist." Doch Keiko ließ sich nicht von ihrem Entschluß abbringen. Es musste an dem Herz einer Mutter liegen, denn welche Mutter ließ schon ihr Kind im Stich. Schließlich mussten sie klein bei geben. "Aber wie sollen wir nun feststellen, wer von ihnen Hao ist?", wollte Mikihisa wissen. "Die Geister werden es wissen.", sagte Kino bestimmt und rief nun ihrer Seits einen Geist herauf. Es war ein Katzengeist. Sein Fell schimmerte schwarz, golden. "Ehrenwerter Matamune...sage uns bitte, welches dieser Kinder Hao Asakura ist.", beschwor Kino weiter. Matamune senkte den Kopf und ließ die Ohren hängen: "Vezeiht mir, doch ich weiß es nicht. wartet auf den Spirit of Fire. Er wird versuchen Hao zu holen, aber wir werden ihn gemeinsam versiegeln." Sie taten es und warteten geduldig auf den Spirit of Fire und nach Stunden des Wartens erschien er. Feuer umgab ihn und er schwebte zu den Kindern herüber. Schnell sprangen die Asakuras und matamune auf und umkreisten den Geist. Dieser hatte die Reinkarnation Haos bereits auf dem Arm, doch die Versieglung kam gerade noch rechtzeitig. Hao stürzte aus der Luft, aber Keiko fing ihn auf. "Das ist also Hao...ich hoffe er kann sich ändern und ein normales Leben fürhren.", murmelte die Mutter. Matamune begutachtete beide Kinder und sagte dann: "Ich werde einen Zauber aussprechen. Er wird Hao seine erinnerungen für einige Zeit vergessen lassen. Dann knn er später entscheiden, wie er leben möchte." Der Geist hielt sein Wort und sprach die Zaubwerworte. Nachdem der Zauber gesprochen war, wurde er in eine Kette gesperrt. Eine Kette mit drei Bärenklauen. (Das hab ich mir jetzt natürlich ausgedacht. Matamune gibt wirklich und der ist auch in der Kette, aber aus anderen Gründen^^)
Keiko lächelte: "Dann sind das jetzt Hao und Yoh. Das Zwillingsglück der Asakuras." "Wir sollten sie jetzt in ihr Zimmer bringen. Morgen wird ein harter Tag. Schließlich findet ein Fest zu ihren Ehren statt.", erinnerte Mikihisa. "Du hast recht.", stimmte Keiko zu. Gemeinsam trugen sie die beiden in ihr Zimmer. Dort legten sie sie auf ein weiches Futon. Gähnend betrachteten Yoh und Hao ihr Zimmer, bevor ihnen ihre Augen zufielen und sie in das Land der Träume entführt wurden.


Am nächsten Morgen lachte die Sonne auf das Haus Asakura, als würde sie mit ihnen diesen freudigen Tag feiern. Vögel zwitscherten und Bienen summten dazu. Alles sah nun friedlich und wunderschön aus. Langsam schlich Keiko in das Zimmer ihrer Söhne. Der Anblick der sich ihr bot, zauberte ein Lächeln auf ihre Lippen. Hao und Yoh lagen beide, das Gesicht zum jeweils anderen gewandt, da. Mit einer Hand hielten sie die des Bruders und die andere diente als Schnuller und ruhte ihn ihrem Mund. Auch Mikihisa trat nun ins Zimmer und er musste sich ein Lachen verkneifen, denn es war wirklich ein Bild für die Götter, wie die beiden da lagen und schliefen. "Wir müssen sie jetzt wirklich wecken. Die Gäste kommen bald und zwar nur ihret wegen.", flüsterte ihr Mann. Keiko nickte und kniete sich neben Hao und Yoh. Behutsam drückte sie beiden einen Kuss auf die Stirn und weckte sie somit. Verschlafen blinzelten die Zwillinge und gähnten. Ihre Eltern hoben sie auf den Arm und trugen sie ins Badezimmer. Das Badezimmer war sehr geräumig. Die Wände und der Boden waren verfliest und zwei Waschbecken hingen an einer Seite. Unter ihnen standen kleine Hocker, auf denen jeweils ein Holzeimer mit weichen Tüchern ruhte.Zu einer seite war das Badezimmer nach außen geöffnet und führte zum Becken mit heißem Wasser. Mikihisa und Keiko reinigten ihre Kinder und kleideten sie dann in ihre Festtagsgewänder. Yoh wurde in ein Oranges gehüllt und Hao in ein Rotes. An den Ärmeln, die weit über die kleinen Hänchen hinaus ragten, waren silberne und goldene Verzierungen angebracht. Auch am Saum waren diese Muster. Auf einmal ertönte die Türklingel und dann hörte man munteres Gerede. Schnell eilten die Eltern mit ihren Kindern zu ihren Gästen. Es waren die Tamamuras und die Taos.(Die Taos sind jetzt mal Freunde von den Asakuras.) Yuan und Ran begrüßten die beiden herzlich und beglückwünschten sie. Hinter ihnen standen ihre Kinder. Run ein vierjähriges Mädchen mit grünen Haaren trug ein ebenso grünes Kleid. An ihrer Hand hielt sie ihren kleinen Bruder Ren,der gerade einmal zwei Jahre alt war. Seine dunklen Haare waren hinten zu einem kleinen Hörnchen geformt und er war in eine schwarze Hose und ein rotes T-shirt gekleidet. In der Hand, in der nicht die seiner Schwester lag, hielt er ein Tigerkuscheltier. "Sind das eure Zwillinge?",fragte nun Shao Tamamura. Stolz nickte Keiko: "Ja, dass sind Yoh und Hao." "Hao!?", stieß Shao erschrocken hervor und wich einige Schritte zurück. Da ergiff Ran das Wort: "Keiko...ihr wisst doch..." "Naturlich wissen wir, wer er ist. Aber wir werden ihm zum Guten erziehen. Er wird nicht böse.", fiel Keiko ihr ins Wort. Währenddessen war Run näher an die Zwillinge heran getreten und schaute sie an: "Sie sehen doch so niedlich aus. Sie können nicht böse sein. Darf ich maleinen von ihnen auf den Arm nehmen?" "Aber sicher doch.", erlaubte Mikihisa. Gerade als Run loslassen wollte, begann Ren sich zu weigern. "Ich will aber nicht von dir weg. Die sind alle so groß und ich will es einfach nicht.", jammerte er. "Hör mal Ren. Du darfst auch einen auf den Arm nehmen und dann setzt du dich neben deine Schwester.", versuchte Keiko den kleinen Chinesen zu beruhigen. Nach einigem weiteren Murren stimmte er schließlich zu. Alle zusammen gingen sie in den Garten. Dort setzten run und Ren sich auf eine Bank. Sorgsam legte Keiko Yoh in Runs Arme. Danach folgte Hao, der in Rens Arme gelegt wurde. Yoh kuschelte sich an Run und schlief in Sekundenschnelle ein. hao dagegen war putzmunter. Mit großen Augen schaute er Ren an und griff nach seiner Nase. Seine kleinen Finger schlossen sich fest darum und Hao lachte. Ren versuchte hilflos sene Nase zu befreien, doch scheiterte er kläglich. "Run...Hilfe!", brachte er gepresst hervor. Einige Herzschläge lang betrachtete Run ihren Bruder und brach dann in Gelächter aus. Kurze Zeit später fielen alle mit ein. Schließlich half Keiko dem kleinen Tao doch aus der misslichen Lage. "Der kleine ist mir sympatisch.", erklärte Ren dann, während er sich die schmerzende Nase rieb: "Er ist stark." Wieder lachten alle und Ren schaute sie verwirrt an. "Ist doch so.", sagte er beleidigt und schmollte. Aber lange dauerte dieser Gemütszustand nicht, denn Hao hatte Rens Hörnchen entdeckt und versuchte nun mit aller Kraft daran zu kommen. Das ließ Ren grinsen und er machte es dem kleinen Japaner extra schwer. Irgendwann verging Hao die Lust und er wandte sich nun Rens Hand zu. er ergriff sie und steckte sich Rens Daumen in den Mund. Schamesröte stieg Ren in die Wangen, aber dann entspannte er sich und schaute den Zwillingen beim Schlafen zu. "Vielleicht habt ihr gut so gehandelt.", überlegte Yuan Tao. Seine Frau nickte zustimmend: "Ja. Ich glaube ihr könnt beide zu ordentlichen Schamanen aufziehen." Auch die Tamamuras waren mit ihnen einer Meinung: "Ja wir vertrauen euch. Und so sehen sie doch ganz friedlich aus." Die Erwachsenen schauten lächelnd zu den Kindern. Nicht nur die Zwillinge schliefen. Sondern auch Ren. Er hatte seinen Kopf an Runs Schulter gelegt und seine Augen geschlossen. Run schmunzelte, war jedoch auchkurzvor dem Schlafen, denn es war mittlerweile schon später Abend. "Mikihisa...ich glaube wir haben eine weise Entscheidung getroffen.", flüsterte Keiko glücklich. Ihr Mann drückte ihr einen Kuss auf die Wange: "Da hast du Recht." Für die Erwachsenen wurde der Abend noch lang, doch die Kinder befanden sich schon längst im Land, wo alles möglich war. Im Land der Träume.
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