Dancing in the Moonlight

GeschichteRomanze / P12
Katie Bell Oliver Wood
06.07.2007
08.07.2007
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Kurzbeschreibung: Der Grund warum sie nie tanzt, nicht mal am Weihnachtsball? Katie Bell tanzt, als hätte sie zwei linke Füße und sie ist sehr sehr sehr niedergeschlagen. Oliver tanzt, als hätte er zwei rechte Füße und er ist sehr sehr sehr niedergeschlagen. Ein KBOW Oneshot. Aus dem Englischen übersetzt.

Vielen Dank an formelyknownasone, dass ich den Oneshot ins Deutsche übersetzten durfte und vielen Dank an meine Beta naomi121!!!
Also, viel Spaß beim Lesen...

Ps.: Über Kommis freue ich mich immer; sowohl über Lob, als auch über  Kritik, ich möchte ja schließlich besser werden.  ;)

Disclaimer: Der Plot gehört formelyknownasone - die deutsche Übersetzung mir - alles andere J.K.Rowling...^^


Dancing in the Moonlight

Autor: formelyknownasone
Ins Deutsche übersetzt von: sweet__peach
Beta: naomi121
Song: Dancing in the Moonlight von Toploader (cover von King Harvest)

Wisst ihr, als Hexe oder als Mensch, bin ich wirklich nicht so schlecht. Ich meine, ich habe ansehnliche Noten. In Ordnung, ich gebe zu, ich bin knapp an einem ’Annehmbar’ in Zaubertränke vorbeigeschrammt, aber ansonsten, bin ich eigentlich ein ’Ohnegleichen’ Schüler okay? Oh, und in Kräuterkunde auch. Zudem bin ich Jäger für das Gryffindor Quidditch Team. Und ich denke ich sehe auch ziemlich gut aus. Ich meine, wie schlecht kann man aussehen, wenn deine Mum dir die Hexenwoche für die Schönheitstipps kauft?

Man könnte meinen ich sei so gut wie perfekt.

Mit Ausnahme davon, dass ich zwei linke Füße habe.

Und ich weiß auch nicht warum. Oben in der Luft auf dem Besen bin ich geradezu graziös und ich herrsche mehr oder weniger beim jagen. Aber laufen? Es würde mich nicht überraschen, wenn ich stündlich auf die Nase falle. Und sobald es zum Tanzen kommt? Da bin ich ein verlorener Fall.

Das ist warum ich, Katie Bell, hier wie fest verwurzelt auf meinem Stuhl verweile, während die ganze Schule auf den Beinen ist und auf diesem ach so tollen Weihnachtsball tanzt. Ich bevorzuge es wirklich, zu sitzen und mein neues blassgoldenes Kleid sauber zu halten, vielen Dank auch, und eben nicht auf jemanden zu stolpern und einen Domino-Effekt auszulösen, der Fred Weasley immer noch Tränen vor Lachen in die Augen treibt. Und das, obwohl es schon vor einen Jahr passiert ist.

Mal ganz im Ernst, warum bin ich so ein Trampel? Hasst Merlin mich oder was? Wie kommt es, dass ich nicht tanzen? Um Himmels willen, jeder andere kann tanzen! Aus dem Augenwinkel kann ich sogar Neville Longbottom sehen, der den Moonwalk aka Michael Jackson macht. Sollte nicht eigentlich er der Linkische sein?

Ich hasse dieses Getanze. Das tue ich wirklich. Ich bin total gelangweilt vom die ganze Zeit hier am Tisch rumsitzen, während jeder die Zeit seines Lebens hat. Warum können wir kein Weihnachts - Quidditch anstatt von einem Weihnachtsball haben? Mann, Oliver würde das lieben.

Wenn man vom Teufel spricht. Er kommt gerade in meine Richtung und hat einen dunkelgrünen Festumhang an, der wirklich gut an ihm aussieht. Muss wohl vom Quidditch kommen.

„Hey Kates, stört es dich, wenn ich mich zu dir setze?“ Ohne auf eine Antwort zu warten, plumpste er auf den Platz neben mir.

Oliver ist nicht nur mein Kapitän, sondern auch mein Hauskamerad, Klassenkamerad und Sitzpartner in Zaubertränke. Deshalb bekomme ich vermutlich auch so schlechte Noten in Zaubertränke. Falls ihr nicht verstanden habt, worauf ich hinaus will: Oliver ist nicht gerade ein Ass in Zaubertränke. Dem Hippogreif, dem wir unseren Verwirrungstrank letztes Jahr verfüttert haben? Er ist immer noch verwirrt UND violett. Zusätzlich sind wir viel zu beschäftigt damit rumzualbern, als dass wir tatsächlich Snapes Aufgaben machen könnten. Nun ja.

„Als ob ich eine Chance hätte. Wer würde nicht gerne Zeit mit dem Großen Oliver Wood verbringen?“ Ich grinste ihn an, während ihm sein typisches freches Grinsen über den Mund huschte, dasjenige, das ’Oh yeah ich weiß’ bedeutet.

„Das ist selbsternannt.“ Fügte ich hinzu, bevor seine Brust noch weiter anschwoll. Er rollte mit den Augen, ehe er das Thema wechselte. Eins zu Null für Bell.

„Nette Dekoration, nicht wahr? Flitwick hat sich dieses mal wirklich selbst übertroffen,“ sagte er und spielt dabei mit der Butterbierflasche auf dem Tisch herum. Diejenige, die ich als Ausrede für Alicia Spinnet benutzt hatte, um die Tanzfläche zu verlassen.

Und es war wahr. Feenlichter erhellen die ganze Halle und farbenfrohe Weihnachtskugeln von monströser Größe hängen an den großen Weihnachtsbäumen. Girlanden und Mistelzweige sind überall aufgehängt und weiße Schneeflocken glitzern hübsch unter dem Einfluss der schwebenden Kerzen in der Großen Halle. Ja, es ist wahrscheinlich die beste Weihnachtsdekoration bisher. Flitwick hat wirklich einen guten Geschmack was Farben angeht.

Verdammt, wenn ich nicht so unkoordiniert wäre, würde ich mich wahrscheinlich amüsieren.

„Ja, es sieht dieses Jahr wirklich toll aus.“ Ich seufzte. „Warum tanzt du nicht wie der Rest unserer Schule?“, fragte ich Oliver neugierig.

Ich meine, jeder tanzt gerne, nicht? Ich kann bereits Angelina unten auf der Tanzfläche ihre Sache durchziehen sehen.

Verflucht sei sie.

Oliver antwortete nicht. Ich nutzte diese Zeit indem ich sein Gesicht genau betrachte.  

Seine dunklen Augen wichen meinem Blick aus und er wurde rot.

Hmmm. Interessant. Der Große Oliver Wood (immer noch selbsternannt) hat ein großes, großes Geheimnis. Sein Gesicht nahm langsam die Farbe von Karmesin an, was jedoch nichts an seinem guten Aussehen ändert. Dieses Geheimnis muss ich aus im raus bekommen!

Endlich, nach einer Zeitspanne die vorgekommen war, als wären ein Dutzend Lichtjahre verstrichen, brachte er es fertig zu antworten.  

„Ähm, ich bin davor ausgewichen, von Trelawny zum Tanzen aufgefördert zu werden?“
Ich starrte ihn an. Ernsthaft. Erwartete er von mir, dass ich das glaube? Der Junge braucht offensichtlich Unterricht von den Weasley Zwillingen im Lügen. Das war die armseligste Lüge, die ich jemals gehört habe und glaubt mir, ich habe viele gehört. Ich konnte ihn unter meinem Blick unbehaglich hin- und her- rutschen sehen.

Er wußte ebenso wie ich, dass das schwach war, weshalb er leicht zurückwich.

“Gut! Ich erzähle es dir! Versprichst du mir, dass du es nicht weitererzählen wirst?”, rief er schließlich aus, unfähig die Wahrheit weiter zurückzuhalten.

„Ich werde es mit ins Grab nehmen.“

Das zieht meine Aufmerksam wirklich auf sich. Ich muss wissen was das große Geheimnis ist! Ich rutschte näher zu Oliver, hoffend mitzukriegen, was auch immer er nun sagen würde.

Er schaute mich ganze zwei Minuten lang an. Dann endlich, sprach er, mit kaum hörbarem Flüstern.

„Ich kann nicht tanzen.“

Ding! Ich brach in Gelächter aus, unfähig meine innere Freude zurück zuhalten. Das waren wirklich, wirklich gute Neuigkeiten!

Wer hätte gedacht, dass die Person die unter der gleichen Last wie ich leidet, niemand anderes ist wie.... mein Kapitän? Aber hey, zumindest bin ich nicht der einzige.

“Sorry, dass ich lache,”, entschuldigte ich mich, aber dann flüsterte ich verschwörerisch: „,aber ich konnte mir nicht helfen. Weißt du, ich kann ebenso wenig tanzen.“

Er brach in gewaltige Erleichterung aus, so wie ich wenige Minuten zuvor.

„Wer weiß? Vielleicht sind Quidditch Spieler wie wir alle so. Trotzdem schade, dass wir nicht, wie alle anderen, tanzen können. Ich wünschte wir wären nicht so linkisch. Ich tanze, als hätte ich zwei rechte Füße oder so.“

Bei seiner lustigen Ausdrucksweise kicherte ich. Zwei rechte Füße? Da muss der Schotte in ihm sprechen. Jemand braucht wohl, neben diesem Lügen Unterricht, auch Englisch/Deutsch Unterricht.

„Zwei rechte Füße? Sollte das nicht zwei Linke Füße heißen? Haha, dass war komisch! Ich tanze als hätte ich zwei linke Füße!“

„Nö. Ich bin mir sicher die richtige Redensart ist zwei rechte Füße!“ Beharrt er.

„Links!“

“Rechts!”

„Links!“

“Rechts!”

“Links!“

„Schön, ich tanze, als hätte ich zwei rechte Füße und du tanzt, als hättest du zwei linke Füße. Zufrieden? Nun lass und aufhören zu streiten.“

Dann verfielen wir in Schweigen und sahen dem Rest der Schule dabei zu, wie sie die Nacht wegtanzten. Ich betrachte sie sehnsüchtig. Sogar Dumbledore boogiete, und er ist steinalt. Abrupt stand ich auf, nicht fähig den Anblick glücklich tanzender Paare länger zu ertragen.

„Ich gehe spazieren. Willst du mitkommen?“, frage ich Oliver. Und auch er steht auf.

„Großartig! Ich halte es nicht länger mit ihnen in diesem Raum aus.”, murmelte er, wobei er mit seinem Kopf in Richtung der Tanzenden nickte. Gleicher Gedanke, Oliver.

Wir steuerten den nächsten Ausgang an. Wir mussten hier raus. Schnell.

Schweigend verließen wir die Große Halle und liefen raus in den Großen Garten. Still bummelten wir unter dem schwachen Mondlicht und wechselten kein Wort.
Sogar als wir liefen, konnte ich immer noch die Stimme von Celestina Warbleck trällern hören, die Musik wurde vom Wind nach draußen getragen. Und, wie ich gerade geschockt bemerkt habe, bin ich bis jetzt nicht ausgerutscht und auf meine Nase gefallen, so wie es normalerweise schon lang hätte passieren müssen. Gedankenverloren starrte ich den Mond an, der ungewöhnlich rund und strahlend war. Es war beinahe so, als würde er mich verspotten. Ja richtig, verspotten.

Dieser Spaziergang war eine solch dumme Idee. Es war vorherbestimmt, dass ich gleich irgendwann stolpere und mich vor Oliver blamiere. Und ich fühle mich kein bisschen besser, als in dieser Halle. Alles was ich möchte, ist tanzen. Aber ich kann nicht.

Ich habe Oliver seit fünfzehn Minuten nicht mehr angesprochen. Mann, war das eine unangenehme Pause zwischen uns. Ich war mir nicht sicher, was ich sagen soll.

Plötzlich räusperte Oliver sich.

„So,“ sagte Oliver lebhaft, „Willst du tanzen?“

Überrascht sah ich ihn an. Habe ich mich vielleicht verhört?

„Du weißt, dass ich nicht tanzen kann! Ich habe dir erzählt, dass ich zwei linke Füße habe - - „

„Aber ich weiß, dass du gerne tanzen würdest. Und ich auch. Zumindest kann hier draußen niemand sehen, wie wir uns zum Narren machen. Also komm schon!“

Achselzuckend, nahm ich die mir von Oliver angebotene Hand. Im Grunde genommen, hat er Recht. Was habe ich schon zu verlieren? Das war meine einzige Chance.

Er legte seiner Hand um meine Hüfte und ich lege meine andere Hand instinktiv an seine breite Schulter. Dann bewegten wir uns leicht im Takt der Musik, wir tanzten ganz langsam und ich lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter, während er sein Kinn auf meinen Kopf legte und noch immer bewegten unsere Füße sich. Ich schloss meine Augen.


We get it on most every night
when that moon is big and bright
it's a supernatural delight
everybodys dancing in the moonlight


Ich entspannte mich und fühlte mich nicht länger angespannt. Hier draußen war kein Druck. Niemand, der beurteilte wie ich tanze, niemand der lacht wenn ich fallen würde.  Niemand war hier, alle waren außer meiner Sichtweite und sie konnten mich sicher nicht sehen. Niemand verspottete uns, niemand machte rüde Bemerkungen. Nur ich und Oliver.


We get
everybody here is out of sight
they don't bark and they don't bite
they keep things loose they keep it tight
everybodys dancing in the moonlight


Das war schockierend. Weder war einer von uns bis jetzt hingefallen, noch haben wir einen Schritt verfehlt. Wir tanzten perfekt zusammen, behielten den Takt und bewegten uns synchron seit schon fast zehn Minuten. Wir tanzten tatsächlich.

Erstaunlich.

Ich neigte meinen Kopf um hoch zu Oliver zu schauen. Er sah im Mondlicht wirklich gut aus. Nicht das er das sonst nicht tun würde.

„Ich verstehe das nicht..... keiner von uns beiden ist bis jetzt hingefallen! Ich dachte, du hättest mir erzählt, dass du zwei rechte Füße hast.“ Murmelte ich sanft, während ich Olivers Duft einatmete. Mit ihm zu tanzen war...... nun ja, fast schon romantisch. Ja, das war das richtige Wort.

Er schaute mich von oben her an und für eine Minute sah er beinahe so aus als würde er etwas abwägen. Dann lächelte er.

„Vielleicht waren meine zwei rechten Füße genau das, das deine zwei linken brauchen.“

Ich dachte darüber nach. Möglicherweise war ich die ganze Zeit wegen meinen zwei linken Füßen so linkisch. Und alles, dass ich hätte tun müssen, war zwei rechte Füße zu finden, um zwei komplette Fußpaare zu bilden. Mit Olivers. Mit ihm, ich war nicht länger ein Tollpatsch.

„Und,“ fügte er in mein Ohr flüsternd hinzu, „du siehst heute Abend sehr hübsch aus.“

Ich lächelte. „Du siehst auch toll aus. Das ist das erste mal, dass ich mich wirklich entspannen und tanzen kann. Das fühlt sich so...... schön an.“


Dancing in the moonlight
everybodys feeling warm and bright
it's such a fine and natural sight
everybodys dancing in the moonlight
We like our fun and we never fight
you can't dance and stay uptight
its a supernatural delight
everybody was dancing in the moonlight


Nach einer Minute des Schweigens, sprach er erneut sanft.

„Weißt du, ich habe nicht gescherzt, als ich gesagt habe, dass meine zwei rechten Füße genau das waren, dass deine zwei linken Füße gebraucht haben. Sie bilden ein perfektes Paar Füße, nicht wahr?“ Sagte er und starrte mich an.

„Ja, machen sie.“  Ich hatte ihm meine Antwort gegeben. Wir gaben ein perfektes Paar ab, das war es, was er mir zu sagen versuchte.

Eine behagliche Stille legte sich jetzt zwischen uns. Und als wir im Mondlicht herumwirbelten, weit weg von den neugierigen Augen der Hogwarts Schüler, hatte ich die beste Zeit meines Lebens. Worte konnten meine Gefühle nicht beschreiben, aber momentan fühle ich mich sehr.... glücklich. Ich weiß, dass Oliver genau das war das ich brauchte. Und wie er gesagt hatte, seine zwei rechten Füße waren genau das dass meine zwei linken Füße brauchten.
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