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Leben

GeschichteLiebesgeschichte / P18
Bill Tom
02.07.2007
23.02.2008
43
35.074
 
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02.07.2007 552
 
Titel: Leben
Autor: VolleKanneHoschi
Genre: Romanze
Disclaimer: Bill und Tom gehören sich selbst. Ich stelle da keine Besitzansprüche. Ich krieg hierfür auch kein Geld.



Prolog

Es gibt einen Punkt, ganz tief drin in mir … das heißt, ich glaube der ist in jedem Menschen.
Der Punkt an dem man sich zurückzieht, wenn einem alles zu viel wird.
Wenn du nichts mehr hören oder sehen willst, du einfach nur in Ruhe gelassen werden willst.
Tausendmal hab ich mich dort verkrochen und ich hätte nicht gedacht, dass es diesen Punkt nicht mehr geben könnte.
Warum auch? Ist ja in mir und was da drin ist und was nicht entscheide ich.
Jedenfalls ist dieser Punkt jetzt weg … ganz und gar … einfach so … nein, nicht einfach so.
Das stimmt nicht. Das würde ja bedeuten, dass nichts gewesen wäre.
Aber es war etwas. Es IST etwas.
Das schlimmste überhaupt ist … war …wird immer sein.
Denn nichts und niemand kann es rückgängig machen.
Und in mir ist nichts als Verzweiflung, Schmerz und Hoffnungslosigkeit.
Alles andere ist weg … ist gerade mit dem Sarg im Loch verschwunden und jetzt werfen alle Erde oder Blumen drauf.

Meine beste Freundin ist Tod!
Und ich stehe hier und das einzige was ich will ist zu ihr rennen und mich bei ihr ausheulen, wie ich es immer getan habe, wenn es mir schlecht ging.
Aber das geht nicht. Es wird nie mehr gehen.
NIE MEHR!
Ich beobachte die Leute, kenne tu ich sie alle.
Ich kannte jeden mit dem Eva zu tun hatte, alle Freunde, Bekannte, ihre Familie und Verwandten. Sogar die Kollegen ihres Vaters und die Freunde ihres Bruders.
Selbst als ich umziehen musste, weil meine Mutter einen besseren Job gefunden hatte kannte ich noch jeden, mit dem sie bekannt war.
Das lag daran, dass sie mir immer alles erzählte und mir jeden vorstellen musste.
Fee, hat sie immer gesagt, die musst du kennen lernen.
Frau Sommer, unsere Chemielehrerin wirft eine Blume in das Loch, Herr Ochs ein Stück Papier, ich schätze mal ihr Lieblingsgedicht. Bei ihm hatten wir Deutsch, als ich noch mit ihr zur Schule ging.
Thomas und Andreas aus der Schule kippen eine Schale Erdbeeren hinein. Wie lieb von ihnen.
Dann kommt ein Mädchen, die einzige hier, die ich nicht kenne.
Sie hält ein Notizbuch in der Hand. Kurz sehe ich ein Gesicht auf dem Einband, der mit vielen kleinen und in der Mitte mit einem großen Bild beklebt ist.
TOM  
Evas große Liebe.
Sie hatte ich nur einmal treffen wollen, ihm einmal ganz nahe sein wollen.
Mir steigen wieder die Tränen in die Augen.
Die Liste der Dinge die sie tun wollte und nicht mehr tun konnte wurde immer länger.
Ich durfte nicht vergessen, Tom auf diese Liste zu schreiben. Denn ich hatte es mir zum Ziel gemacht, jeden ihrer Wünsche zu erfüllen.
Für Eva!
"Das ist meine Art Abschied zu nehmen." - Meinte zumindest Pfarrer Bergmann zu meinen Eltern, weil sie sich sorgen gemacht haben, dass ich den Verstand verliere.
Ich beobachtete das Mädchen das sich langsam vom Grab und dann von uns fortbewegte.
Am liebsten wäre ich stehen geblieben. Still dazustehen war weniger Kraft raubend. Doch ich musste ihr nach.
Ich bin nie Tokio Hotel Fan gewesen und dieses Mädchen ist meine einzige Verbindung. Schließlich musste ich zu Tom und irgendwo musste ich ja anfangen.
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