Man kann auch anderes Krieg führen

von AngyAngel
GeschichteAbenteuer / P18 Slash
Harry Potter Severus Snape
29.06.2007
30.05.2008
23
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34
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So hier kommt mal was neues. Ja die anderen Sachen habe ich noch nicht fertig oben, aber sie sind schon fertig geschrieben ^^

Die Charas gehören alle nicht uns, sondern der Erfinderin. Wir benutzen sie nur und verunstalten sie wie es uns gefällt ^^

Gewalt, Schimpfwörter, ein bisschen Humor, Action, aber auch Liebe und Lemon so wie MPEG gehören in die Story.
Wer mit den oben genannten Warnungen nicht umgehen kann soll das lesen lieber gleich sein lassen.

Das ganze hier ist aus Spaß entstanden und ich hoffe es macht euch Spaß sie zu lesen.
Wenn nicht, nicht mein Pech^^

Für alle die die ich nicht abgeschreckt habe.
Hier der erste Teil ^^

~~~+++~~~



Die Sommerferien waren zum Glück fast vorbei. Harry konnte es einfach nicht mehr ertragen seine Familie zu sehen, geschweige denn sie zu hören. Das Gekreische seiner Tante tat ihm in den Ohren weh und sein Onkel, das Walross von einem Mann, hätte auch schon lange von Greenpeace abgeholt werden sollen, damit sie ihn zurück ins Meer werfen. Aber auf seine Briefe antwortete ja niemand. Keiner kümmerte sich mehr um schon ausgestorbene Tiere, die hier noch lebten. Gut er hatte nicht geschrieben aber vielleicht sollte er das mal machen. Sicher wäre das Pferdegesicht von Tante nicht gerade begeistert, wenn die Leute ankommen, ihren Mann in einen Laster zerren und dann mit Wasser besprühen, um ihn am leben zu erhalten. Mit einem fetten Grinsen im Gesicht strich er sich seine schwarzen Haare aus dem Gesicht und sah in den Spiegel.
Es wurde Zeit das er mal etwas für sich alleine machte. Immer hatte er sich darum gekümmert, dass es allen recht war doch davon hatte er jetzt genug. Die Beleidigungen seiner Verwandten hatte er lange genug ertragen, ebenso wie die Blicke der Zauberer und Menschen in seiner Umgebung. Die Muggel sahen ihn an als hätte er die Pest, was er seiner liebenswürdigen Sippe zu verdanken hatte. Wie konnten sie auch erzählen, dass er nicht ganz dicht wäre und in einem Heim für schwer Erziehbare war. Die Zauberer und Hexen waren auch nicht besser. Die einen starrten ihn mitleidig an, weil er seine Eltern verloren hatte, was aber die wenigsten waren. Und dann gab es da noch die, die in ihm den Retter der Zauberwelt sahen. Keiner konnte ihm wohl erklären, warum sie auf die Idee kamen, dass ein Baby und nachher ein Kind und später ein Teen eine mächtigen Zauber besiegen sollte. Gut er hatte einmal den Todesfluch überlebt.
Aber das doch auch nur weil ihn seine Mutter mit ihrer Liebe beschützt hatte. Am liebsten würde er das ganze hinschmeißen und verschwinden. Das war aber eines der Dinge die er sich nicht leisten konnte. Mit einem unwirschen Kopfschütteln vertrieb er seine Gedanken und zog sich widerwillig die abgelegten Kleidungsstücke von seinem Cousin an. Ohne ein Wort zu den Menschen die hier noch im Haus lebten, verließ er die Hütte und trat nach draußen in die Sonne. Als erstes ließ er den fahrenden Ritter auftauchen. Wechselte einige Worte mit Stan und setze sich dann, während die Fahrt losging. Lange würden sie wohl zum Tropfenden Kessel nicht brauchen. Aber das war ihm nur recht.
Schließlich musste er noch zur Zauberbank. Mit nichts in der Tasche konnte man schließlich auch nichts Einkaufen gehen. In der Nokturngasse würde er sich die Augen richten lassen, wenn er einen Laden dafür fand. Das hätte er schon viel Früher machen sollen. Denn wenn er im Kampf seine Brille verlor, war er ebenfalls verloren. So blind wie er ohne das Ding war, konnte er nicht mal ein Scheunentor treffen mit einem Fluch. „Sind da“, rief Stan und mit einem kurzen Danke und Lächeln sah sich der Zauberer um. Der Eingang der Kneipe war alles andere als einladend, trotzdem trat er ohne zu zögern auf die Tür zu und schloss sie hinter sich als er eingetreten war.
Ohne auf die Tuschelnden zu achten, die sich hier her verirrt hatten schritt er durch die Hintertür und klopfte mit seinem Zauberstab auf verschiedene Steine und schon öffnete sich der Durchgang in die Zauberwelt. Es faszinierte ihn immer wieder wenn er sah wie sich die Steine der grauen Mauer ineinander schoben und so den Durchgang in eine komplett andere Welt freigaben. Wenn man sich umsah konnte man fast meinen, dass man ins Mittelalter zurück geworfen worden war. Die Menschen in ihren Roben und viele mit spitzen Hüten.
Hier waren alle zu Fuß unterwegs, etwas das man von der Muggelwelt kaum kannte. Tief durchatmend schob er seine Hände in die Hosentaschen und machte sich auf zur Bank. Denn sein Gold lag dort gut verstaut in einem Verließ und da musste er hin. Bei den Kobolden angekommen verlangte er Zutritt zu seinem Verlies und wäre beinahe ausgerastet, als er hörte das Dumbledore darüber das Sagen hatte und er nicht dran konnte. „Es tut mir Leid Mr. Potter. Aber Mr. Dumbledore hat das Sorgerecht für sie übernommen und somit auch die Vollmacht über ihre Verliese“, erklärte der kleine Wicht vor ihm und Harry musste sich schwer zusammen reißen. „Ich möchte sofort ihren Vorgesetzen sprechen“, presste er mühsam zwischen den Zähen hervor und sofort wieselte der Gnom davon und kam mit einem Zauberer zurück.
„Mr. Potter, wie kann ich ihnen helfen?“ wollte der Mann höflich wissen. „Ich würde gerne die Vollmacht sehen, die sie von Dumbledore haben, denn mein Pater ist er nicht und dürfte auch nichts mit meinem Verlies zu schaffen haben“, erklärte er beherrscht und nach einem nachdenklichen Blick nickte der Mann und führte den Schüler in sein Büro. Dort bot er dem Jugendlichen einen Platz und suchte in seinen Akten nach der richtigen. „Ah da haben wir sie ja. Hier steht das sie unter der Obhut und Fürsorge von Professor Dumbledore stehen und er ihnen jeden Knut den sie abheben genehmigen muss“, erklärte der Mann höflich. „Ich verlange, dass sie nach den Unterschriften auf den Dokumenten sehen. Mein Pate ist Sirius Black und dieser hat nie etwas unterschrieben.“ Harry war kurz davor zu vor Wut zu platzen. Was bildete sich dieser Kerl von einem Schuldirektor eigentlich ein? Warum sperrte er ihm das Geld? Die ganze Zeit hatte er kaum etwas ausgegeben und jetzt wo er mal wollte, durfte er nicht? Soweit kam es noch!
„Sie haben Recht Mr. Potter. Die Unterschrift von Sirius Black fehlt auf den Dokumenten. Es tut mir Leid, dass wir das übersehen haben, es wird sofort alles eingestellt, das von den Verliesen bezahlt wird“, sagte Unwish und kramte in seinem Schreibtisch nach einigen Papieren. „Was... was meinen Sie damit das was von meinem Verlies bezahlt wird?“ wollte der Schwarzhaarige wissen und musterte den Mann vor sich genau. „Wissen sie, Professor Dumbledore hat regelmäßige Überweisungen beantragt für einige Schüler, um das Schulgeld zu zahlen, dann geht eine gewisse Summe in ein privates Verlies.“
„Stoppen sie das alles, sofort, und ich will, dass man mir mein Geld wieder gibt. Es kann nicht sein, dass ich die Zauberwelt unterhalte“, knirschte der Junge-der-Lebt mit den Zähnen und atmete tief durch, um sich zu beruhigen. Zum Glück war er bald Volljährig und dann konnte niemand mehr etwas tun. Mit einem hastigen Nicken machte sich der Mann an die Arbeit und schloss dann seine Augen. „Möchten sie, dass wir ihr Verliese zusammen legen und sie einen Blutschutz darüber legen?“ fragte Unwish nach und bekam ein Nicken von dem Schwarzhaarigen zurück. Eigentlich hatte er nur Einkaufen gehen wollen, aber das konnte er sich jetzt stecken, da er keine Lust mehr darauf hatte. Trotzdem musste es gemacht werden. Schließlich wollte er nicht wieder in Sack-Klamotten herum laufen in zwei Wochen, wenn es wieder in die Schule ging.
Es dauerte anderthalb Stunden, bis er Gringotts wieder verlassen konnte. Dafür hatte er seine Verliese zusammen und weiter nach unten in die Katakomben legen lassen. Der Blutschutz war auf den Türen angebracht und an seinem Gürtel hing ein lederner Beutel, der ebenfalls den Schutz abbekommen hatte. Schließlich wollte er nicht, wenn er geklaut wurde, dass sich jeder an seinem Verlies bedienen konnte. Denn Harry hatte sich einen Geldbeutel geben lassen, der immer Gefüllt war, da er direkt mit seinem Gold in der Kammer verbunden war.
Langsam ging die Sonne unter und der Schwarzhaarige grinste zufrieden vor sich hin. Denn seine Tasche die er sich besorgt hatte war gefüllt bis oben hin mit Kleidung und anderen Dingen, die er für die Schule brauchte. Zum Glück hatte ihm der Verkäufer einen Endlos und Leichtzauber darauf gesprochen. So das er ohne Probleme alles hinein packen konnte, ohne dass der Beutel zu voll wurde oder unter dem Gewicht der Riemen riss.
Bester Laune rief er sich den Fahrenden Ritter und ließ sich zurück zu seinen lieben Verwandten kutschieren. Das Geschrei war riesig und vor allem Laut, als er wieder auftauchte, aber das kümmerte ihn nicht, denn es reichte, dass seine, sonst so strahlenden, grünen Augen rot aufleuchteten um sie zum Schweigen zu bringen. In den letzten Wochen hatte er hier so viel Gelesen, wie es ihm möglich war und auch hatte er sich an Zaubertränken versucht, aber da war er immer noch eine Niete. Gerne hätte er sich einen Trank gebraut, den er gefunden hatte, aber nach dem er es einmal versucht hatte, ließ er es dann lieber blieben. Denn das leicht gelbe Zeug, das es hätte werden sollen, war nachher tiefschwarz gewesen und hatte die Konsistenz von Pudding und nicht die von Wasser. Vielleicht sollte er einfach mal Snape die Meinung sagen und dann fragen ob er ihm dabei half. Schließlich konnte es nicht angehen, dass er die Sachen die er gestern gelernt hatte sofort wieder vergaß. Hier war es doch auch nicht so. Wenn er hier etwas lernte, behielt er es auch und hatte nicht schon zwei Stunden später keine Ahnung mehr davon.
Snape war zwar nicht unbedingt sein Freund, aber er war der einzige, der nicht in ihm den Helden der Zauberwelt sah, dass war schon ein Grund für Harry ihn einfach mal um Hilfe zu fragen. Mit einem leichten Seufzen machte er seine Aufgaben fertig, die er in den Ferien aufbekommen hatte und wischte sich über die Augen. Jetzt wo er die Brille nicht mehr brauchte bekam er keine Kopfschmerzen mehr, wenn er zu lange in ein Buch sah. Schon seltsam.
Sein Geburtstag kam und ging und er fühlte sich nicht anders als zuvor. Eigentlich hatte er mehr erwartet, jetzt wo er in der Zauberwelt erwachsen war. Aber leider war das ein Trugschluss gewesen. Aber das Gute daran war, dass er nicht mehr auf einen Anderen hören musste, sondern er konnte sich von diesen Muggeln hier absetzen. Erleichtert packte er seine Sachen zusammen, verstaute alles und zauberte den Koffer klein. Endlich durfte er zaubern, welch ein Glück.
Eigentlich hatte er ja vorgehabt bei Sirius einzuziehen, wenn er endlich weg konnte, doch jetzt wollte er nicht unbedingt ins Black-Haus. Obwohl, dann konnte er den Orden raus werfen, den Dumbledore gegen das Böse gegründet hatte. Der Phönix-Orden musste sich dann etwas anderes suchen. Das war doch auch mal was. Mit einem fast schon unheimlichen breiten Grinsen rief er den Bus für gestrandete Hexen und Zauberer, wie sich der Fahrende Ritter auch nannte. Die Fahrt dauerte ein bisschen länger als bis zum Tropfenden Kessel, aber es war Harry schlicht egal.
Als er am Haus seines Paten ankam, seufzte er leise auf und griff seinen Koffer fester. Wenn jemand da war, würde er ihn einfach raus werfen. Summend trat er auf den kleinen Weg zum Haus und lächelte leicht als er die Stimme höre die im Inneren nach den Kindern rief. Also waren zumindest die Weasleys hier und die konnten auch zu Hause im Fuchsbau leben. Dazu brauchten sie nicht sein Haus.
Als er seine Hand auf den Türgriff legte, spürte er einen stechenden Schmerz in seiner Handfläche und zog sie erschrocken zurück. Doch bevor er fluchen konnte, hörte er eine leise Stimme. „Willkommen zurück Erbe der Blacks.“ Irritiert darüber, sah er sich um und hörte dann so was wie ein leises Lachen. „Ihr braucht keine Angst zu haben. Ich bin der Wächter des Hauses. Wenn ihr einen Wunsch an mich habt, braucht ihr ihn nur zu äußern“, erklärte die Stimme weiter und mit einem immer noch perplexen Gesichtsausdruck nickte der Schwarzhaarige. Er hatte nicht gewusst, dass Sirius ihn zu seinem Erben gemacht hatte.
Ein schmerzhafter Stich in seinem Herzen erinnerte ihn daran, was mit seinem Paten geschehen war. Immer noch gab er sich die Schuld an dem, was geschehen war, aber nach und nach machte sich auch Wut auf Dumbledore in ihm breit. Denn dieser hatte gewusst, was kommen würde und hatte ihn ins Messer laufen lassen. Das würde er dem alten Mann niemals verzeihen. Wenn er gewusst hätte, dass es im Ministerium eine Falle war, dann wäre er niemals hingegangen und sein Pate könnte noch leben. Leise knirschte er mit den Zähnen, als er auf die Tür erneut zutrat und diese sich ohne sein Zutun öffnete.
Kaum hatte er einen Fuß in das Gebäude gesetzt, hörte er auch schon die Stimme von Molly Weasley. „Harry, was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deinen Verwandten sein? Schön zu sehen, dass es dir gut geht“, umarmte sie ihn mütterlich und versuchte ihn gleichzeitig an ihrem Busen zu ersticken. „Komm erst mal rein, und dann kannst du mit Ron in einem Zimmer schlafen, bis Albus davon weiß, dass du hier bist.“ „Würdest du mich bitte los lassen?“ verlangte er von der Frau und machte sich mit ein bisschen Kraft los. „Warum sollte ich mit Ron in einem Zimmer schlafen?“ verlangte er zu wissen und sah sich um. „Ach, das weißt du gar nicht, viele vom Orden leben hier“, lächelte sie fröhlich. Leicht zuckte eine Augenbraue des Schwarzhaarigen nach oben. „Dann sollen sie gehen. Alle! Das hier ist mein Haus“, erklärte er fest und die Frau sah ihn ungläubig an. „Aber Harry du kannst sie doch nicht einfach vor die Tür setzen. Geh einfach erst mal noch oben und pack aus. Ich bin sicher Albus ist gleich da und Ron wird sich auch freuen“, ignorierte sie den jungen Mann einfach und lief in die Küche zur Feuerstelle und rief den alten weißhaarigen Zauberer ins Haus, damit dieser den Goldjungen wieder zur Vernunft brachte.
Mit einem wütenden Kopfschütteln setzte sich der Schwarzhaarige in den Salon und verschränkte die Arme vor der Brust. Es dauerte nicht lange bis der Direktor der Zauberschule auftauchte und ihn freundlich anlächelte. „Hallo Harry, schön dich zu sehen. Aber du weißt doch, dass du nicht weg von deinen Verwandten solltest. Sie sind die einzigen die dir genügend Schutz geben können vor dem Ungenannten“, mahnte er. Langsam wanderte eine Augenbraue des Goldjungen nach oben. „Bring alle bitte hier her, die sich gerade in deinen Zimmern aufhalten“, sprach er zu dem Haus und sofort ertönte das wütende Geschrei der Menschen im Haus, als sie aus ihren Zimmern geworfen wurden und nicht mehr hinein kamen. „Du kannst mit der Magie des Hauses sprechen. Das ist Fabelhaft Harry, dann sind wir hier noch sicherer als durch den Zauber“, freute sich Dumbledore. „Trotzdem hättest du sie nicht so aus ihren Zimmern werfen lassen sollen“, schalt der Alte man seinen Schüler doch Harry reagierte einfach nicht darauf. Ron, seine Geschwister, Hermine, eine Menge Menschen, die er nicht kannte und Remus Lupin der Werwolf tauchten auf und schimpften vor sich hin. „Schön, wenn ihr jetzt alle da seid, kann ich ja anfangen“, meinte Harry lauter und kühl. „Als erstes: das hier ist mein Haus und ich sehe nicht ein, warum ich eine Menge Menschen hier leben lassen soll, die ich nicht kenne. Also packen Sie ihre Sachen und gehen bitte, bis heute Abend sind Sie draußen sonst helfe ich nach. Des Weiteren möchte ich ihnen sagen, Dumbledore, dass ich meine Verliese gesperrt habe. Kein weiteres Geld an irgendwelche Schüler, die ich mitbezahle, geschweige denn, dass weiter Geld in die Verließe fließt, die nicht meine sind“, erklärte er fest und eiskalt. Erschrocken starrte Molly ihn an und wurde weiß. „So, ich zahle also für Ron und Ginny die Schule? Für wen noch? Lass mich raten. Das Verlies, auf welches jeden Monat mein Geld kommt, ist auch eures? Alles gesperrt“, zischte Harry dann fest. „Der einzige der Unterstützt wird, ist Professor Lupin, denn das hat Sirius schon arrangiert, nur, dass die Summe höher geworden ist und er ist auch der einzige, der hier weiter leben kann.“
„Aber Harry, das kannst du doch nicht machen. Wir haben dich aufgenommen wie unseren Sohn“, schluchzte Molly und bekam nur ein kaltes Kopfschütteln. „Ihr habt mich ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und das ist nun vorbei“, erklärte der junge Zauberer kalt. „Harry so geht das nicht. Sie sind auf das Geld angewiesen und du wirst ihnen es weiter geben. Hast du verstanden? Ich bin dein Vormund und kann es auch verlangen von Gringotts“, bestimmte der Direktor fest und konnte nur mit ansehen wie seine Schachfigur anfing zu lachen. „Der war gut, wirklich gut. Ich bin Volljährig, seit gestern. Danke für die Glückwünsche, Freunde. Geht am besten schon mal packen und reist nach Hause. Denn das hier ist mein Haus und ich will euch hier nicht mehr haben. Und zu Ihnen, Dumbledore. Ich kann machen, was ich will. Ich gehöre Ihnen nicht. Mit 17 bin ich hier in der Zauberwelt ein vollwertiges Mitglied und kann unterschreiben und es ist gültig. Noch dazu habe ich Sie angezeigt wegen Diebstahls, das Gold, das sie alle bekommen haben, wird zurück gefordert. Nur mal so neben bei. Wagen Sie es nie wieder, mich zu Manipulieren, alter Mann. Sonst können Sie sicher sein, dass Voldemort Ihr kleinstes Problem sein wird und jetzt verlassen Sie mein Haus Direktor“, zischte der Schwarzhaarige und zeigte zur Tür. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, Junge“, mahnte der weißhaarige Zauberer. „Doch, das ist es und wagen Sie es nie wieder, mich zu duzen. Das habe ich Ihnen niemals erlaubt“, zische Harry und verschränkte die Arme vor der Brust.
Ron und seine Geschwister hatten noch nicht einen Ton gesagt und die Zwillinge schienen sich darüber zu freuen, was hier passiert war, zwinkerten dem Goldjungen zu, bevor sie nach oben verschwanden und packten. Hermine sah ihren Freund mit großen Augen an und versuchte ihn anzusprechen, aber sie traute sich einfach nicht. Aber nach dem, was sie hier eben erfahren hatte, konnte sie seine Reaktion verstehen. „Ich werde die letzten Tage der Ferien bei meinen Eltern verbringen, Mrs. Weasley. Ronald, ich denke nicht, dass ich dich noch einmal sprechen möchte. Und Sie, Mrs. Weasley, hatte ich für eine nette Person gehalten, aber Sie sind nicht besser, als alle die, die Sie verurteilen“, mit hoch erhobenem Kopf und festem Schritt verließ Hermine die Versammlung, um zu Packen und dann nach Hause zu fahren. Sie musste unbedingt darüber nachdenken, was sie gehört hatte.
„Harry mein Freund, das kannst du doch nicht machen. Ich werde keinen Abschluss haben und Ginny auch nicht. Wie kannst du das zulassen wollen“, verlangte Ron zu wissen, „du weißt doch, dass wir das Geld brauchen, das von dir kommt.“ „Ron halt deinen Mund und verschwinde. Auf deine gespielte Freundschaft kann ich verzichten. Mach das du verschwindest mit deiner restlichen Familie oder ich lasse euch rauswerfen“, knurrte der Zauberer mit der Narbe auf der Stirn.
Das Gejammer und Geschluchze von Molly hörte er noch eine ganze Weile bevor es ruhig wurde. Remus sah den Sohn seines besten Freundes an und schmunzelte leicht. „Ist das Haus leer bis auf und beide hier?“ verlangte der Besitzer des Hauses zu wissen und bekam ein Ja als Antwort. „Du hast dich gemacht Harry. James wäre wirklich Stolz auf dich“, grinste der Werwolf. „Aber du musst mir kein Geld geben.“
„Doch, das muss ich. Du hast ein Verlies Remus, du hast es genau wie Sirius es wollte. Wusstest du das denn nicht? Ich meine jeden Monat kommt ein Betrag dort hin und das seit Jahren, seit ihr die Schule verlassen habt“, erzählte der Schwarzhaarige das, was er wusste und sah wie sich die gelben Augen weiteten. „Nein... ich hatte keine Ahnung davon. Aber... Sirius hat nie etwas gesagt. Er hat mir damals nur einen Schlüssel in die Hand gedrückt und gemeint er bringt mir sicher Glück“, wisperte der Lehrer leicht verstört. „Das würde ihm ähnlich sehen. Remus geh zu Gringotts und dann einkaufen. Mach dir einen schönen Tag. Gönn dir etwas. Ich habe das schon getan und werde jetzt anfangen mir ein Zimmer zu suchen“, lächelte Harry und hauchte seinem Ersatzpaten einen Kuss auf die Wange. Kicherte leise und verschwand dann nach oben.

Nun saß er also im Zug in die Schule. Zum Glück war er früh genug da gewesen, um sich in ruhe ein Abteil zu suchen und seine Ruhe zu haben. Gestern hatte er sich bei einem magischen Friseur seine Haare verlängern und färben lassen. Seine Haare gingen ihm jetzt bis unter die Schulterblätter und aus einer Laune heraus, hatte er sich giftgrüne Strähnen rein machen lassen. Summend wickelte er sich eine seiner Haarsträhnen um den Finger und suchte sich dann doch lieber aus seinem Koffer eines der Bücher heraus, die er gekauft hatte. Er war gespannt darauf, was alle für Gesichter machten, wenn er in der großen Halle auftauchte. Schließlich hatten sie dort noch nie einen Mann gesehen der einen Rock trug, dessen war er sich sicher. Leise kichernd zog er noch seine Schulroben gleich mit hervor und legte sie neben sich. Draco war schon da gewesen, aber hatte ihn nicht erkannt und so hatte dieser sich sogar freundlich verhalten. Mal schauen, was passierte, wenn er sagte, dass er neu wählen wollte.
Je später es wurde, desto näher kamen sie dem Zauberschloss und Harry zog sich die neutrale Robe an und packte seinen Koffer, machte ihn mit einem Spruch leichter. Sobald die Lock hielt, waren schon fast die ersten Schüler draußen. Hagrids Stimme hallte über den Platz und rief die Erstklässler zu sich, während alle andere sich eine Kutsche suchten. Rasch stieg er in eine x-beliebige ein und kümmerte sich nicht um die neugierigen Blicke der Anderen. Auch wenn er sich neu einwählen lassen wollte, betrat er die Halle und setzte sich an den Tisch der Gryffindors. Wo er mehr als einen schiefen Blick abbekam.

Severus Snape, seines Zeichens Tränkemeister und Lehrer für Zaubertränke, musste sich wirklich ein kaltes Lachen verkneifen, als er von Dumbledore hörte, dass Harry Potter ihn so einfach aus dem Haus geschmissen hatte. Schlimmer noch, dass der Junge sich mit der Magie des Hauses unterhalten konnte. ‚Der Bengel wird doch nicht ein Schwarzmagier sein. Sehr interessant. Das werde ich wohl im Auge behalten müssen.’ Dachte er bei sich und ging wieder an seine Arbeit. Es war schon schwer geworden, seine Maske vor dem alten Trottel aufrecht zu halten, aber wenn jetzt sogar sein Goldjunge ihn in den Arsch getreten hatte, würde Tom ein leichteres Spiel haben, der Zauberwelt zu zeigen, wer Albus Dumbledore wirklich war.
Erster September, schlimmer konnte der Tag gar nicht mehr werden, Severus saß am Lehrertisch und ließ das Gelabere vom Direktor über sich ergehen. Als die Tür aufging und die letzten Schüler eintraten, musste er zweimal hinsehen, denn der junge Mann der da gerade die Halle betrat konnte unmöglich Potter sein. ‚Nein… niemals.’ Mit einem glitzern in den Augen sah Severus aus dem Augenwinkel, wie dem alten Tattergreis fast der Kelch aus der Hand fiel. ‚Das kann ja noch lustig werden. Ich sollte wohl doch bleiben. Es fehlt nur noch, dass Potter das Haus wechselt und Dumbledore geht hin Rente oder krepiert gleich.’ Sein kaltes, gehässiges Lächeln versteckte Severus hinter seinem Kelch und genoss einfach das Schauspiel, das sich vor seinen Augen anbahnte.

Zufrieden mit dem, was bis jetzt geschehen war, hörte Harry dem Alten zu, wie er jedes Jahr seine Rede hielt. Es gab das ganze Jahr über nichts Langweiligeres als das. Vielleicht noch die Schulstunden in Geschichte. Aber auch da musste er durch. Vielleicht sollte er seinen Lehrer mal fragen, warum er ihnen nichts Anständiges beibrachte und immer nur das Gleiche vorlas. Doch jetzt hörte er sich die Verbote an. Ja ja der verbotene Wald hieß nicht umsonst so, kein Rennen und Zaubern auf den Gängen, bla bla bla. Das gelangweilte Gähnen versteckte er nicht hinter seiner Hand, das wäre viel zu Einfühlsam gewesen. Die bösen Blicke um ihn herum ignorierte er und lauschte dann dem Hut. Die Aufzählung der Häuser war nichts Neues und der alte Zauberhut konnte sich ruhig auch mal was Neues ausdenken. Sobald die neuen kleinen Schüler durch waren, stand der Schwarzhaarige auf. „Warten Sie, noch bevor Sie alles weg räumen. Ich möchte das Haus wechseln. In meinem Leben Lügner und Betrüger, da fühle ich mich alles andere als wohl“, rief er laut und deutlich in die Halle und wanderte dann gelassen nach vorne. „Du kannst das Haus nicht einfach wechseln Harry, du brauchst die Erlaubnis deiner Eltern und die Meinige“, herrschte Dumbledore seinen kleinen Kriegshelden an. „Himmel noch mal du alter Sack, hab ich dir nicht gesagt, du sollst mich nicht persönlich ansprechen? Ich bin Volljährig, wie ich bereits bewiesen habe, als ich dich aus meinem Haus geworfen habe und meine Konten vor deinen Eingriffen geschützt habe. Ich treibe dich in den Ruin... für jeden einzelnen Schlag, den ich von meinen Verwandten aushalten musste... für jede Beleidigung, die ich hören musste wirst du büßen. Jede Narbe, die ich trage und die von den Dursleys kommt, wirst du bezahlen. Ich habe schon angefangen damit. Ich bin sicher Fudge wird bald hier  zu deinem Verhör auftauchen. Denn du bist angezeigt, wegen Unterschlagung, Gefährdung Schutzbefohlener, Diebstahl, Misshandlung und noch so einiger Dinge, die ich sicher nicht aufzählen sollte“, grinste Harry gehässig. Der Alte war weiß wie eine Wand geworden und seine Augen glühten vor Zorn. „Ich will dich in meinem Büro sehen, SOFORT“, brachte Dumbledore mühsam gepresst zwischen den Zähnen hervor. „Nein, halt deinen Mund alter Mann, sonst sorge ich dafür das Voldie hier rein laufen kann und die Schule übernimmt“, drohte Harry jetzt mit härteren Maßnahmen, griff sich dann einfach den Hut und hatte ihn noch nicht mal in den Fingern, als der schon Slytherin in den Saal rief.

Severus hätte sich am liebsten vor Lachen unter dem Tisch verkrochen, aber er wollte keines der Gesichter von Dumbledore verpassen, denn es war einfach zu köstlich, also verbarg er sein Lachen hinter seinem Kelch und nur wer genau hinsah, würde das verdächtige Glitzern in den Augen des Tränkemeister sehen. Doch, als der Hut Slytherin in die Halle rief, blieb Severus fast das Herz stehen. Dumbledore fuhr ihn gleich an, „Du wirst den Jungen nicht in deinem Haus aufnehmen. ER IST UND BLEIBT EIN GRYFFINDOR!!“ Severus stand auf und schnippte sich einen unsichtbaren Fussel von der Schulter. „Nun, Herr Direktor, ich sehe keine Möglichkeit Potter nicht in meinem Haus aufzunehmen. Wie sie wissen, der Hut hat gesprochen und ich muss mich dem beugen.“ Er lächelte Albus kalt an und wünschte sich fast, dass Tom durch die Tür käme, um dem ganzen Spuk ein Ende zu machen. „Potter…. Sie kommen mit mir…“ fuhr er den jungen Mann kalt an und rauschte auf altbewährte Weise aus der Halle. Jetzt musste er erstmal einen Raum für ihn beschaffen. „Finnis, sorge dafür, dass ein weiterer Raum gerichtet wird... und noch etwas… ich glaube die nächste Zeit wird recht interessant werden.“ beauftragte er eine Hauselfe der Slytherins und rauschte in sein Büro. Er hatte hoffentlich noch einige Minuten bis Potter hier auftauchen würde, denn jetzt konnte Severus sich ein Lachen wirklich nicht mehr verbeißen. Laut lachend setzte er sich in seinen Sessel und schüttelte immer wieder den Kopf. „Wow.. Tom ich wünschte, du hättest das gesehen... ich glaube langsam Potter wird hier gewaltig aufräumen…“

Harry war dem anderen eigentlich dicht auf den Fersen. Doch er ließ sich Zeit vor allem, als er das Lachen des Tränkemeisters hörte. Da hatte er wohl für Heiterkeit auf ganzer Linie gesorgt. Die Gesichter der Anderen hatte er zwar nicht gesehen, aber es musste ebenfalls ein Bild für Götter gewesen sein. Zumindest, wenn er an den kleinen Teil dachte, den er gesehen hatte. Er war gespannt darauf, wie die Slys reagierten, wenn er bei ihnen auftauchte. Schließlich musste er erst noch warten, bis sich Snape beruhigt hatte und dieser ihm dann sein Zimmer gezeigt hatte.
Als das Lachen leiser geworden, war klopfte er an und versuchte einen ernsten Gesichtsausdruck zu behalten, doch das Glitzern in seinen Augen war verräterisch und er konnte nichts dagegen machen. Das sich Dumbi so aufregte war klar gewesen. Genau so wie klar war, dass er nicht so leicht aufgeben würde. Aber das war ihm egal.

Langsam beruhigte sich Severus und schaffte es wirklich ein ernstes Gesicht aufzusetzen. Er wischte sich noch einmal über das Gesicht und rief „Herein.“ Er sah das Glitzern in den Augen von Harry, und musste wirklich alles aufbieten, damit er nicht noch einmal anfing zu lachen. „Potter setzen sie sich…“ er zeigte auf einen der Sessel und wartete das der Junge sich setze. „Nun erstmal… Was, in Slytherins Namen, hat sie gebissen, dass sie sich so aufführen?“ Severus sah Harry fest an und ihm fiel zum ersten Mal wirklich auf, dass der Bengel keine Brille mehr trug, auch ansonsten hatte sich der Junge gemausert. Denn vor ihm saß nicht mehr der kleine, verschüchterte Goldjunge von Dumbledore, nein, vor ihm saß ein waschechter Slytherin.

Nachdenklich sah Harry seinen neuen Hauslehrer an. „Vielleicht die Wahrheit? Dumbledore hat mich ausgenommen. Ich zahle für die Weasleys das Schuldgeld und auch ihre Auslagen. Wo ich nie einkaufen gehen durfte. Es hieß, dass ich nichts brauchte, dann kommt vielleicht noch dazu, dass der Alte mir nicht die Wahrheit gesagt hatte, im Bezug auf das, was ich träumte und mir Dinge vorenthalten hatte. Dazu kommt, dass ich die Nase voll habe der Junge-der-Lebt zu sein. Bis auf Draco und Sie haben mich alle behandelt, als wäre ich ein Supermann oder sonst was. Dabei wollte ich es nie! Ich habe viel erfahren in den Ferien und habe viel gelernt. Das Problem ist nur, dass ich es entweder nicht behalten kann oder ein Fluch auf mir liegt, dass ich es wieder vergesse. Egal was ich mache, alle Tränke die ich versuche gehen schief. Selbst dann wenn, ich es mir aufschreibe, einen Wecker stelle damit er mich daran erinnert. Was also sagt Ihnen das, Professor?“ erzählte und erklärte Harry und erwartete gleichzeitig eine Antwort von dem Mann vor sich.

Als Harry zu erzählen begann wanderte Severus Augenbraue immer höher. Das was der Junge hier erzählte, würde einiges erklären, Severus stand auf und ging zu einem seiner Regale. Schnell hatte er den Trank gefunden, den er gesucht hatte und stellte ihn auf das kleine Tischchen neben Harry. „Sie meinen also, dass, wenn Sie lernen, Sie es fast sofort wieder vergessen? Und das Sie, selbst wenn Sie alles versuchen, es nicht hinbekommen? Nun für mich klingt das nach einem ganz bestimmten Zauber.“ Severus setzte sich und schlug seine Beine übereinander, er wusste, dass er jetzt eher wie ein Raubtier, als ein Lehrer wirkte. „Das in dem Fläschchen ist ein Neutralisationstrank, er ist schwarzmagisch. Also wird er jede Art von Zauber von Ihnen nehmen, der nicht wirklich dahin gehört. Sollte jemand Ihnen wirklich einen Fluch, oder Bann auferlegt haben, der Trank bricht ihn. Es ist Ihre Entscheidung, trinken Sie ihn, oder sie lassen es.“ Severus wartete auf die Entscheidung des Jungen, und er musste zu geben, dass Harry ihn begann zu interessieren. Etwas das sich der düstere Tränkemeister bis vor wenigen Minuten nicht eingestanden hätte.

Nachdenklich sah Harry auf das Fläschchen und tippte sich dann an die Unterlippe. Es war nicht so, dass er es nicht wollte. Doch er war nicht mehr so hitzköpfig wie vor den Ferien. „Ich hoffe sie haben Starke Nerven. Denn ich glaube nicht das es der einzige Fluch ist der auf mir liegt“, gab der Schwarzhaarige zu bedenken. Noch einmal atmete er tief durch und griff sich sie Phiole und öffnete sie. Leerte das Zeug in einem herunter und verzog dann angeekelt das Gesicht. „Sie sind ein Meister im Tränke brauen. Warum machen sie die Dinger nicht endlich angenehm?“ fragte der Ex-Gryffindor. Das Zeug brachte in ihm ein kleines Feuer zum glühen, das immer stärker wurde. Hinter seinen Augen fing es an zu schmerzen und er griff sich an die Schläfen und drückte darauf, um es wenigstens ein bisschen erträglicher zu machen. Doch es half nichts.

Als Harry sich stöhnen den Kopf hielt, stand er auf und ging zu dem sich krümmenden Jungen. „Ich bin nicht nur Tränkemeister sondern auch Heiler...“ er griff den sich windenden Jungen und legte ihm eine Hand auf die Stirn. Wollte dem Jungen so etwas von den Schmerzen nehmen, er wusste, er könnte sie nicht alle nehmen. Denn die Flüche, die auf dem Jungen lagen, hatte er noch nie in dieser Kombination gesehen. Severus zog den Jungen an sich, suchte eine andere Phiole und setze diese Harry an die Lippen, zwang den Jungen sie zu trinken, denn dieser eine Trank würde nicht reichen um die Banne zu brechen. „Ganz ruhig Harry… sie sind scheußlich, aber sie helfen. Nicht mehr lange und du hast es überstanden.“ Mit Erstaunen sah er, wie weitere Flüche auftauchten und zerbrachen, der Kleine war nicht nur ein Schwarzmagier, nein, er war ein verdammt mächtiger noch dazu.

Keuchend krümmte er sich in den Armen des Mannes zusammen und versuchte die Schmerzen weg zu atmen. Früher hatte das immer funktioniert. Doch jetzt schien es nicht so zu gehen, wie er es sich wünschte. Immer wieder spürte er das reißen in seinem Inneren und auch in seinem Kopf. Die Hitze in seinem Körper wurde immer schlimmer und schien ihn verbrennen zu wollen. „Gehen... gehen sie ein... Stück weg... bitte...“, brachte er mühsam gepresst hervor. Denn er hatte so eine Ahnung und er wollte niemanden verletzen. Egal was Snape ihm gegeben hatte, es hatte etwas in ihm zerbrochen, das eine menge Kraft freigesetzt hatte und diese wollte raus. Was er nur mit Mühe verhindern konnte.

Selbst Severus spürte die Hitze und die Magie, die sich den Weg nach draußen bahnte. „Lass sie einfach frei….keine Sorge.“ Severus ließ den Jungen etwas los, doch blieb er in der Nähe, was sich als Fehler erwies, er hätte besser den Raum verlassen. Denn kaum hatte er den Jungen los gelassen, war es als wenn man alle Tore der Hölle öffnete, eine Welle uralte Magie traf den Tränkemeister und schleuderte ihn gegen eines der Regale. Erschrocken starrte Severus den Jungen an und konnte nicht verhindern, dass ihn noch eine Welle traf, doch diese war entgegen der ersten blutrot. Mit größter Anstrengung schaffte es der Tränkemeister ein Schild aufzubauen, um sich wenigstens ein wenig vor der frei werdenden Magie zu schützen. „Bei Salazar…. Was bist du…“ fragte er leise und sah mit Schrecken, wie sich weitere Magiewellen von dem Jungen lösten.

Die nächste Magiewelle, die Snape traf, war giftgrün. Dann sank Harry in sich zusammen und keuchte wie nach einem schnellen Lauf. „Ich... weiß es nicht... hab ich Ihnen weh... getan?“ wollte Harry wissen und krabbelte auf allen vieren zu dem Tränkemeister um zu sehen, ob dieser irgendwas hatte. Während der Schwarzhaarige auf seinen Lehrer zukrabbelte, wuchsen seine Haare bis zum Hintern, seine Gesichtszüge wurden feiner und seine Statur ein bisschen femininer. Alles in allem schrumpfte er auch noch um zwei drei Zentimeter. Doch das fiel im Augenblick noch nicht wirklich auf. Seine Augen strahlten in einem sehr viel intensiveren Grün als schon zuvor und seine Eckzähne waren ein kleines bisschen länger geworden. Seine Finger zitterten heftig, als er sich vor dem Mann auf den Boden setzte und sich die Haare aus dem Gesicht wischte. Sie waren so dunkel geworden, dass sie jedes Licht verschluckten, das auf sie traf. Vollkommen anders als vorher. Doch das war nicht das einzige Geheimnis, das er noch hatte, aber davon wusste der Kleine nichts.

„WAS?“ Severus hatte das Schild immer noch nicht gelöscht als Harry, oder das was mal Harry Potter gewesen war, auf ihn zu krabbelte. Fassungslos starrte er den Jungen an, und schüttelte den Kopf. „Was immer du bist... ein Potter auf gar keinen Fall….“ Severus fing sich langsam wieder und löste den Schild auf, erst jetzt merkte er, dass er wohl eine Mächtige Beule am Hinterkopf davon getragen hatte. Aber zumindest lebte er noch, war nur etwas überrascht. „Wie geht es dir Junge?“ fragte er und stand langsam etwas wackelig auf, jetzt brauchte er erstmal was Stärkeres als Kaffee. Er streckte dem hockenden Jungen die Hand hin und half ihm auf. Verwundert stellte er fest, dass die Hände des Jungen ganz weich waren und Harry auch ansonsten sehr weich geworden war. Immer noch am Überlegen, was Potter nun war, setzte er den Jungen auf den Sessel und sah ihn immer noch kopfschüttelnd an. Wenn er es zugeben würde, der kleine war süß, verdammt süß und wenn es nach dem Tränkemeister gehen würde, dann würde er ihn nicht mehr gehen lassen.

Ein bisschen verwirrt setzte sich der Schwarzhaarige auf den Sessel und starrte den Tränkemeister an. Was der Mann da sagte, ergab nicht sehr viel Sinn für ihn. Trotzdem blieb er einfach mal still. Das Ganze hatte ihn schon mitgenommen, denn er verstand den Sinn hinter den Blockaden nicht. Was brachte es Dumbledore, wenn er sich nichts merken konnte und er schwach war, so konnte er doch Voldi nicht besiegen. Mit einem leisen seufzen schob er die Stiefel von seinen Füßen und zog die Beine auf den Sessel unter den Rock. „Kann man... herausfinden wer meine Eltern waren... wenn sie sagen das die Potters es nicht sein können?“ wagte er es leise zu fragen. Irgendwie war sein Selbstvertrauen gerade sehr weit gesunken. Denn jetzt musste er erst mal damit fertig werden, was er wusste.

Severus sah Harry an und setzte sich ihm gegen über, er rief nach seiner Hauselfe und orderte etwas für sich und den Jungen zu essen und zu trinken, da sie ja beide noch nicht zu Abend gegessen hatten und sie vieles zu bereden hatten, würde es ein langer Abend werden. „Nun, man kann herausfinden wer deine Eltern sind, nur muss sich dafür erstmal deine Magie etwas beruhigen. Denn ich habe keine Lust wieder an dem Regal zu landen, nur weil ich versuche dir etwas Blut abzunehmen. Aber es gibt etwas, das ich nicht verstehe. Warum die ganzen Banne, ich sehe keinen Sinn darin. Doch eines nach dem anderen.“ Er reichte Harry eine Tasse mit Tee und lehnte sich in seinem Sessel zurück. Der Junge brachte eine Seite in Severus zum klingen, die besser ruhig bleiben sollte, denn er wusste ja immer noch nicht wer da vor ihm saß. So ging Severus im Geiste seine Bücher durch, auf der Suche nach etwas, das so war wie Harry.

„Ich weiß es nicht, es ergibt alles keinen Sinn. Warum bannt mich Dumbledore? Das ist unsinnig. Die Kraft die ich vorher hatte, hätte gerade so gereicht um Voldi umzubringen, aber ich glaube nicht, dass ich es überlebt hätte...“, seufzte er leise und nahm dankbar den Tee, der auf dem Tisch auftauchte. „Natürlich... das ist es doch... wie bescheuert kann man denn sein. Er will der Mächtigste sein und das kann er nur, wenn ich und Voldi weg sind. Das wir uns gegenseitig umbringen war seine Idee... dann kann er die Lorbeeren einheimsen und sich Feiern lassen. Dieses alte... bigotte...“, knurrend fluchte der Jüngere vor sich hin und spürte nicht, wie seine Magie wieder um sich herum wabte. Dieses Mal hielt sie sich allerdings bei Harry und warf den Professor nicht wieder an die Wand.

„Beruhige dich Harry... der  Alte wird seine Strafe noch bekommen. Nur bring es nicht wenn du jetzt den Kopf verlierst… oder mein Büro zerlegst.“ Denn Severus merkte sehr wohl dass Harrys Magie sich langsam wieder verselbstständigte. „Aber mit deiner Vermutung hast du recht, Albus versucht schon seit langem mächtige Wesen, wie Vampire, Dämonen ja sogar Wölfe aus dem Weg zu schaffen. Ich weiß nicht was er vorhat, aber das er was vorhat, kann ich dir sagen. Verdammt dieser alte Sack…“ Severus stoppte seine Rede und sah Harry an, „Wie du merkst, ich mag ihn nicht und würde ihn lieber heute als Morgen aus dem Weg schaffen. Doch leider, seine Wächter sind zu gut und ich kann noch nichts riskieren.“ Mit einem sachten Lächeln lehnte er sich zurück und ließ seinen Blick über den Jungen wandern. Mit einem sehr leisen Knurren schloss er die Augen und versuchte so seinen Vampir im Zaum zu halten, denn der wollte den Jungen am liebsten sofort zu seinem Eigen machen. Doch Severus wusste, das ging nicht, Harrys Magie würde ihn vernichten, wenn er auch nur daran dachte.

Ein seltsames Gefühl machte sich in ihm breit während Snape ihn beobachtete. Etwas, das er gar nicht kannte und nicht wusste, wie er damit umgehen sollte. Allerdings reagierte er auf das Knurren und gab ein ebensolches Geräusch von sich. Erschrocken schlug er sich die Hand vor den Mund und starrte Severus an. Warum zu Teufel noch mal hatte er seinen Lehrer gerade angeknurrt? Das konnte doch nicht wahr sein. Und warum wuchsen seine Zähne auf einmal? Merlin, er musste sich am Besten einweisen lassen. „Entschuldigen Sie... Professor, ich... weiß nicht, warum das passiert ist“, stotterte er vor sich hin und biss sich versehentlich mit den langen Eckzähnen auf die Zunge und Unterlippe. Rasch versuchte er die kleinen Wunden zu heilen, ohne noch größeres Chaos anzurichten, als er schon getan hatte.

Bei dem Knurren sah Severus wieder auf und erwiderte es. „Fordere mich nicht heraus…“ fauchte er leise, und stand auf. Wie ein Raubtier ging er auf Harry zu und seine Augen leuchteten auf, als er den leichten Blutgeruch wahrnahm. Es war zu spät, er beugte sich vor und ohne lange zu überlegen, küsste den Jüngeren hart. Severus eroberte den Mund des Jungen und ließ diesen seine Zähne, spüren. Als er sich von dem Jungen löste, leckte er sich etwas von dessen Blut von den Lippen. „Eines ist gewiss, du gehörst mir mein Kleiner…ich will dich.“ Er biss sich ebenfalls auf die Zunge und küsste Harry noch einmal, gab ihm so etwas von seinem Blut und drückte so dem Jungen sein Siegel auf. Harry sollte ihm gehören, nur ihm.

Erschrocken starrte der Jüngere seinen Lehrer an und nickte dann leicht benebelt. An seinem schlanken Hals erschienen an der Seite zwei kleine schwarze Punkte, das Siegel Snapes. So das andere Vampire sehen würden, dass er schon mehr oder weniger vergeben war. Als er den blutigen Kuss bekam, ging er nach einem kurzen Augenblick darauf ein und fing an, an der Zunge zu saugen, um noch mehr von dem Blut zu bekommen. Alles in ihm schrie danach noch einmal zuzubeißen, doch er traute sich nicht ganz und schabte so nur mit den Zähnen über die Lippen und forderte mehr. Seine schlanken Arme schlang er um den Nacken des Mannes und zogen ihn so noch ein Stück näher an sich heran.


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So hier war es das erst mal, wir lesen uns in einer Woche. Bis dahin ist das Beta sicher durch.
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lg
AngyAngel+Strumpfratte
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