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This Was Not The End But Just The Beginning Of The Problems...

von kuyami
GeschichteLiebesgeschichte / P16 Slash
22.06.2007
24.09.2007
26
36.456
1
Alle Kapitel
81 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
22.06.2007 1.499
 
Fortsetzung von "Mr. T loves Mr. B - And Mr. B?". Bitte erst den ersten Teil lesen, da sonst unter Umständen Verständnisschwierigkeiten auftreten könnten, rein theoretisch aber unabhängig lesbar X) Den ersten Teil findet ihr in meinem Profil, da ich ihn leider in der falschen Kategorie gepostet habe und erst viel zu spät durch ein Review darauf aufmerksam wurde

Summary: Nun haben Benni und Tom es endlich geschafft; sie sind vereint und alles scheint perfekt. Doch nun gibt es Probleme von außen, ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt und wieder beginnt alles von vorn...

Rating: P16-Slash

Claimer: Alle erwähnten Personen, Orte oder sonstige Erfindungen gehören mir

Disclaimer: Falls Gedichte, Lieder oder Ähnliches auftauchen, gehören diesen den jeweiligen Autoren, Bands usw. Ich besitze daran keinerlei Rechte, habe mir alles nur ausgeliehen! Verdienen tue ich damit nun ( leider ) auch nichts.

Warnung: Slash, Don't Like? Don't Read!

So, hier nun das erste Kapitel. Über Reviews mit Lob oder konstruktiver Kritik freue ich mich immer =) Lasst mich auch ruhig hören, wenn euch das Ganze gar nicht gefällt, dann aber bitte mit Grund, dann habe ich absolut kein Problem damit :)
Also: ran an die Tasten, erstmal fleißig lesen und dann Review dalassen. Danke :)


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This Was Not The End But Just The Beginning Of The Problems...

1. Kapitel - My World Falls On Me


Tom kam gerade relativ zufrieden und glücklich von der Schule nach Hause. Zufrieden über eine gute Note und glücklich wegen Benni. Er hatte ihn schließlich endlich wieder! Aber der Tag an der Schule war nicht gerade der beste gewesen. Von allen Seiten schiefe Blicke. Dumme Kommentare häuften sich wie Sand am Meer. Und auch die Lehrer gingen nicht wie immer mit ihm um. Natürlich kamen keine dämlichen Sprüche; konnten sie ja nicht bringen. Aber irgendwie war es anders. Zumindest kam es ihm so vor. Alles in Allem war es zum regelrechten Spießrutenlauf geworden. Aber das waren ja alles Leute, die er nicht kannte und die ihm nichts bedeutete.

Aber vielleicht kann man sich ja in ungefähr vorstellen, mit welch weichen Knien und heiden Angst er heute zu seinen Kumpels gelaufen war. Denn im Gegensatz zu den anderen interessierte ihn die Meinung von ihnen. Sie war ihm echt wichtig und er wollte sie auf keinen Fall verlieren, nur weil sie unter Umständen ein Problem damit hatten, dass er schwul war. Ganz vorsichtig hatte er sich zu ihnen gestellt, aus Angst wie könnten gleich woanders hingehen.

Doch er wurde begrüßt wie immer und gleich in das laufende Gespräch mit eingebunden. Innerlich atmete er schon mal auf. Dann konnte es ja nicht ganz so schlimm für sie sein. Aber was, wenn se sich einfach dazu entschlossen hatten das ganze totzuschweigen? Das war ja auch keine Lösung: „Hey Tom, was’n los?“ Er blickte erstaunt auf: „Hm?“ „Was los ist?“ Gespannte, auf Antwort wartende Blicke von seinen Kumpels waren die Folge.

Er musste das Thema jetzt einfach anschneiden. Auf Verstecken hatte er ohnehin keine Lust mehr. Dieses Mal nicht. Davon wollte er nichts mehr kaputt machen lassen. Und so legte er einfach los: „Habt ihr kein Problem damit..." "Womit?" Er sog scharf die Luft ein: "...mit mir?“ „Hä? Warum?“ „Na wegen gestern und...“ „Ach, du meinst, weil du schwul bist?“ Nein, wie kam er denn da drauf?

„Du hattest doch schon immer so n paar schwule Anwandlungen.“, warf ein anderer ein und hatte die Lacher auf seiner Seite. Es folgten noch ein paar Witze und dann gongte es auch schon zur ersten Stunde und ihre kleine Ansammlung löste sich auf.
Einer seiner besten Kumpel klopfte Tom noch schnell auf die Schulter und versicherte ihn: „Ist alles ok. Wir haben kein Problem mit dir. Bist ja immer noch genauso wie vorher.“, bevor er sich umdrehte und in sein Klassenzimmer gehen wollte.

Doch er hielt ihn mit den Worten: "Aber ich bin doch nicht mehr euer Hetero-Freund..." zurück. Sein Kumpel drehte sich wieder zu ihm um, sah ihm ernst in die Augen und meinte: "Wir sind auch nicht deine Freunde weil du hetero bist, sondern weil du DU bist. Egal welche sexuellen Vorlieben du hast. Solange du der bleibst, mit dem wir alle befreundet sind und sein wollen, ändert sich für uns und zwischen uns rein gar nichts. Du brauchst dir da wirklich keine Gedanken zu machen, wir stehen hinter dir!"

Tom fiel ein Stein vom Herzen. Solange seine Kumpels nichts gegen ihn hatten, war es ihm egal. Auf die Freundschaft der anderen konnte er gut und gerne verzichten.

... ... ...

Tom ging in die Küche und wollte seiner Mum stolz von der guten Note berichten.  Doch die saß offenbar ziemlich wütend am Tisch. Er bleib stehen. Was war denn jetzt schon wieder? Hatte er was angestellt? Jetzt stand sie auf und schien vor Wut zu beben. Er schluckte die Bemerkung über die Note ganz schnell runter. Sie machte einen Schritt auf ihn zu und rückte gleich mit der Sprache raus, ohne groß drum rum zu reden: „Bist du schwul?“

Tom schluckte. Damit hatte er jetzt gar nicht gerechnet, aber er versuchte seine Unsicherheit zu überspielen: „Willst dus wirklich wissen?“ „Jaaa!!!“  Jetzt war wohl der Zeitpunkt seines Coming-Outs gekommen und er versuchte sich nicht von der drohenden Stimme seiner Mutter einschüchtern zu lassen.
So meinte er mit fester Stimme: „Ja.“ Das war doch gar nicht so schwer gewesen. Innerlich atmete er kurz auf. Jetzt war es raus und es fühlte sich plötzlich alles so leihcht an. Es war endlich raus. Alle wussten davon: seine Freunde, seine Eltern. Richtig beschwingt fühlte er sich.
Doch eigentlich hatte er nicht mit der Reaktion seiner Mutter geredet, die sich nicht erst wie erwartet setzen musste, sondern aufging wie ein Hefekuchen:

„Was fällt dir eigentlich ein? Was denkst du dir dabei, mitten in der Pausenhalle mit einem anderen Jungen rumzumachen? Hast wohl gedacht, ich erfahr das nicht, hm? Tja, mein Lieber! Falsch gedacht! Ganz falsch! Ein paar Kollegen von mir waren nämlich da! Und die haben euch gesehen! Das ganze ging im gesamten Kollegium rum! Weißt du, wie ich jetzt ständig angestarrt werde? Ich bin ja jetzt nur noch die mit dem schwulen Sohn, der in aller Öffentlichkeit anderen Typen die Zunge in den Hals steckt! Du bist so was von egoistisch! Schon mal dran gedacht, wie das für die anderen ist? Nein, bestimmt nicht. Denkst ja immer nur an dich, aber was du damit bei anderen anrichtest, ist dir natürlich scheißegal!“

Sie war doch ziemlich laut geworden und machte jetzt gerade eine kurze Atempause, die Tom zu seiner Verteidigung nutzen wollte: „Aber...“ „Nichts aber! Schluss! Ich will nichts hören! Geh in dein Zimmer oder mach sonst was, aber verschwinde!“ Tom packte wütend seine Schultasche und schlug auf dem Weg nach oben sämtliche Türen zu. Sie war seine Mutter und war ihm Sachen an der Kopf, bei denen ihm hören und sehen vergangen waren. Er war egoistisch? Weil er einfach nur so war wie er nunmal war und versuchte sein Leben bestmöglich zu leben? Damit hatte sie ihn enttäuscht.
Gewiss, sie war die Frau der großen liebevollen Worte gewesen, doch nie hatte sie ihn einfach so - sogar scheinbar grundlos - derartige Sachen an den Kopf geworfen.
Doch neben die Enttäuschung mischte sich auch noch das immer stärker werdende Gefühl der Wut.
Sie wollte Krieg, sie bekam ihn. Ihre Entscheidung! Er würde kämpfen und nicht aufgeben! In seinem Zimmer schloss er ab und riss erst mal das Fenster auf. Dass es draußen regnete und eiskalt war, störte ihn nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil, denn er musste sich erst mal etwas beruhigen. Wieder runterkommen. Er hätte nie gedacht, dass sie so heftig reagieren würde. Er dachte genau nach und versuchte zu analysieren, um was genau es ihr nun gegangen war.

Es ging offensichtlich nicht Mal um die Sache an sich, dass er schwul war, sondern nur um das von gestern und dass es alle mitbekommen hatten und sie da jetzt auch mit <reingezogen> wurde und ihre ganzen Kollegen über sie und ihren ach so missratenen Sohn redeten. Schöne Scheiße! Eine Mutter sollte ihre Kinder unterstützen und ihnen nicht in den Rücken fallen. Am liebsten wäre jetzt runtergerannt und hätte ihr seine ganzen Gedanken ins Gesicht gebrüllt. Aber das würde alles nur noch schlimmer machen. Und da er den Feind jetzt nicht nur in der Schule, sondern auch noch zu Hause hatte, wurde der Notstand ausgerufen: Krieg!

Immer weiterschießen, dagegenhalten und niemals klein beigeben, lautete seine Devise. Er schloss das Fenster und ließ sich auf sein Bett sinken. Er würde das, was ihn gerade sehr beschäftige gerne jemandem erzählen. Aber wem? Benni? Er hatte ihn gerade wieder und ihm jetzt schon die Ohren voll heulen? Nein, ganz sicherlich nicht. Er wusste da allerdings jemand anderen, der ihm sicher auch Beistand im Kampf gegen den Hausdrachen leisten würde. Aber seinen Bruder jetzt nerven? Da wartete er lieber aufs Wochenende, wo er sowieso nach Hause kam und die Situation mit eigenen Augen sehen konnte. Noch 3 Tage...
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