Ein Wintermärchen

von Jaspis
GeschichteAllgemein / P12
Albus Dumbledore Remus "Moony" Lupin Severus Snape
17.06.2007
18.08.2007
7
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Hallo alle zusammen,
alle die mich und meine Geschichten kennen, werden von dieser hier überrrascht sein.
Sie entspricht nicht ganz dem, wass (ich weiß, "was" schreibt man nicht mit "ss"...bin nur zu faul es zu korrigieren! :P) ihr gewohnt seid.^^
Dennoch hoffe ich, dass ihr sie mit Freude und Spannung lest und mir schreibt.

Disclaimer: Alle Charakter (außer "Hanna Büchner"^^) und Orte, die in dieser Geschichte missbraucht werden, gehören J.K. Rowling. Ich habe nicht vor hiermit Geld zu verdienen oder mich in irgendeiner anderen Weise zu bereichern. Das hebe ich mir auf, für den Tag, an dem ich die Weltherrschaft an mich reiße! MUHAHAHAHAHAHAHAHA (zweites ich: Lass die kranken Scherze! Was sollen denn die jungs von der CIA denken, wenn sie dass hier lesen?! ; Ich: Spielverderber... -.- )

Rechtschreibfehler sind zum verfluchen oder verhexen freigegeben. Für eventuelle Folgeschäden, die aus meiner mangelnden Kenntnis der deutschen Rechtschreibung resultieren, bitte ich meinen ehemaligen Deutschlehrer zu verklagen.^^

Viel Spaß beim Lesen und lieben Gruß
Jaspis

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Ein Wintermärchen

Die nächtliche Begegnung

Mein Name ist weder ausgefallen noch etwas besonderes. Er lautet Hanna. Hanna Büchner.
Ein wenige langweilig vielleicht oder einfallslos, aber keines Wegs aufregend.
Aber die Geschichte, die ich euch erzählen möchte, bevor sie ihre wunderbaren Farben verliert und nur noch ein schwarzer Schatten in meiner Erinnerung bleibt, ist so viel aufregender und unglaublicher, als ein jeder Name es jemals sein könnte.
Ich würde sie selber nicht glauben, wenn sie nicht ein Teil meines Lebens wäre.

Alles begann an einem verregneten Samstag Abend im November des letzten Jahres.
Ich kann mich noch genau an das nasse und raue Wetter erinnern, da ich mich zuerst davor gesträubt hatte, das warme und wohlige Haus meiner Gastfamilie in Little Hangleton zu verlassen. Ich liebte dieses alte aber durchaus freundliche Einfamilienhaus, seit dem ersten Tag meines Aupairaufenthaltes.
Ich hatte mich dazu entschlossen ein Jahr lang in Großbritannien zu verbringen, weit weg von meiner Familie und meinen Freunden in Deutschland.
Allein in einem fremden Land und bei einer fremden Familie. Aber trotz meiner anfänglichen Furcht vor dem Unbekannten war mir dieses Haus so freundlich vorgekommen, genau wie die Familie die es bewohnte. Und dieses Gefühl der Wärme hatte es in den acht Monaten, die ich bereits in England verbracht hatte, nicht verloren. Ich fühlte mich einfach wohl zwischen den im Sommer blühenden Lavendelsträuchern, die das Haus umgaben und in einen herben Duft tauchten, und den netten Menschen in Little Hangelton, die mich mit offenen Armen empfangen hatten.
Mein Wohlgefühl in dieser Stadt schlug sehr schnell in eine Heimatliebe um, so dass ich mich bereits nach wenigen Tagen dabei erwischte, bestimmte Rituale zu verfolgen, die man in seinem alltäglichen Leben immer wieder findet, besonders dann, wenn man sich sehr gut eingelebt hat. So war es für mich bereits nach zwei Wochen selbstverständlich den Kater meiner Nachbarin jeden Morgen mit einem fröhlichen Lied zu begrüßen oder mit dem jungen Postboten, den ich jeden Donnerstag auf meinen Weg zur Bibliothek in Lancaster Street begegnete, ein wenig zu flirten.
Auch an diesem Samstag im November wollte ich nicht mit einem meiner Rituale brechen, dass ich seit ungefähr sieben Monaten ausführte.
Der Spaziergang auf den naheliegenden Friedhof.
Wenn ihr euch jetzt fragt, wieso ich diesen Ort jede Woche  aufsuchte, dann kann ich euch keine Antwort darauf geben.
Es war einfach der gesamte Zauber dieses Platzes, der mich immer wieder wie ein Magnet in seinen Bann zog seitdem ersten Mal, an dem ich diesen Ort besucht hatte.
Ob es nun die steinernen Engel waren, die wie schlafende Wächter die letzte Ruhe der Toten beschützten, oder die angenehme Stille, die mich eisig umfing und immer wieder und in regelmäßigen Abständen diese Stelle aufsuchen ließ, kann ich nicht sagen.
Aber die samstäglichen Besuche eben dieses Ortes, waren eine der Regelmäßigkeiten, die ich während meines Aufenthaltes als Aupairmädchen in England verfolgte.
Wie an diesem besagten Abend im November, den ich vermutlich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen werde.
Aufgrund der Jahreszeit wurde es bereits sehr früh dunkel und die eingezogene Kälte verriet, dass der erste Schnee nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen würde und dieser sich bald seinen Weg hinunter auf den gefrorenen Boden kämpfen würde.
Aber noch behielt sich der Schnee die Form kleiner Regentropfen vor und bahnte sich in dieser seinen Weg zur Erde, wo er plätschernd den Boden aufweichte und große Pfützen hinterließ.
Auf Verlangen meiner Gastmutter, die nicht wusste, wohin mich meine regelmäßigen Spaziergänge trieben, nahm ich einen giftgrünen Knirps-Regenschirm mit, den ich aber im nachhinein geschlossen behielt und an meinem Handgelenk baumeln ließ.
Ich verließ das alte Haus und ging die lange und gut besuchte Straße hinunter, ohne umhin zukommen, einige Nachbarinnen, die neugierig ihre Köpfe aus dem Fenster reckten, zu begrüßen.
Ich ignorierte die Regentropfen, die mir provokant das Kinn hinunterliefen, und bahnte mir meinen Weg die nasse Straße entlang.
Schließlich gelangte ich zu der Kreuzung, die mich auf eine weitere aber ruhigere Straße führte und anschließend zu einem Seitenweg,  einem schlammigen Waldweg und vielgebrauchten Abkürzung, brachte.
Von hier aus waren es nur noch wenige Meter bis zu meinem Ziel. Dennoch machte es mir der Regen schwer, dieses heil zu erreichen, denn der Boden war rutschig und ich hatte in meiner unüberlegten Eile nicht die passenden Schuhe angezogen.
Aber nach zehn Minuten schweren Kampfes erreichte ich endlich das Törchen, das mich mit einem unerträglichen Quietschen begrüßte.
Mit andächtigen Schweigen, mit dem jedermann einen Friedhof betreten sollte, setzte ich meine ersten Schritte auf die geheiligte Erde. Hinter mir schloss sich das Törchen mit einem weiteren ergebenen Quietschen und ich setzte meinen Weg fort.
Ich streifte durch die verworrenen Gänge der kleinen Ruhestätte, blieb bei einigen besonders schönen Gräbern stehen und betrachtete die Lettern, die sich auf den pompösen Grabsteinen zu Namen und Daten formten. Bei anderen Gräbern, die mitunter ungepflegt und überwachsen erschienen, überkam mich meistens nur Mitleid und ein Gedanke: Was hatten diese Menschen getan, dass sie nach ihrem Tod einfach vergessen wurden? Eine Frage, die ich mir bis heute nicht beantworten konnte.
Mein Weg führte mich mit regelmäßigen und eingeübten Schritten durch die künstlich geschaffenen Gänge des Friedhofes, vorbei an Trauerweiden, Gräbern, vermoderten Sitzbänken und Engelsstauen, die düster ihre wachsamen Augen auf die Ruhestätten richteten.
Mein Ziel war- wie jeden Samstag-, ein Grab dass sich in der hintersten Ecke des Begräbnisfeldes befand. Es war ein schlichtes Totenmal, aber von einer kühlen und eisigen Trauer umgeben, die mir bei meinen ersten Besuch eine Gänsehaut über den Rücken jagte. Ein steinerner und mit Moos bewachsener Engel bewachte den ewigen Schlaf des hier ruhenden Toten, seine Hand bedrohlich über die einfachen Buchstaben des Grabsteines gerichtet, so als wollte er den Namen, den sie bildeten, vor etwas beschützen.
„Tom Riddle” stand dort über den fast verschwommenen Geburts- und Todesdaten. Andächtig näherte ich mich diesem unheimlichen Ort. Ich hatte versucht etwas über den Mann, der hier ruhte und diesen Namen trug, herauszufinden. Meine Recherchen hatten  nichts ergeben, sondern nur betretendes Schweigen bei den Anwohnern im Dorf ausgelöst.
Keiner wollte über die Ereignisse, die zu dem Tod dieses Menschen geführt hatten, sprechen. Erst später entdeckte ich, dass auf  einem Grabstein neben diesem ein eindeutiger Beweis geschrieben stand, der belegte, dass Tom Riddle keines natürlichen Todes gestorben war. Dieses besagte Grab war die letzte Ruhestätte eines Ehepaares, das ebenfalls den Familiennamen Riddle trug. Im Grunde genommen nichts Ungewöhnliches, wenn nicht die Todesdaten des Ehepaares bis auf den Tag genau mit denen von Tom Riddle übereingestimmt hätten.
Diese Entdeckung hatte mir in den Wochen danach schlaflose Nächte bereitet und meine angeborene Neugier veranlasste mich dazu, meine Nachforschungen zu vertiefen. Wenig später erfuhr ich durch einen alten Zeitungsartikel, dass die Angehörigen der Familie Riddle, einst eine angesehende Familie in Little Hangleton, vor vielen Jahren unter mysteriösen Umständen in ihrem Haus ums Leben gekommen waren.
Und erst vor knapp zwei Jahren starb, in eben diesem Haus, ein Mann namens Frank Bryce, der ehemalige Gärtner der Familie und zudem auch noch der einzige Verdächtige in dem Todesfall der Riddles, unter ebenfalls bisher noch ungeklärten Umständen.
Meine Neugier war bis zu jenem Tag nicht abgeklungen. Aber mittlerweile weiß ich, welche Begebenheiten zu dem Tod der Riddles führten und wünsche mir, ich hätte diese Erfahrung nie gemacht.
Doch all das erfuhr ich erst nach dem Abend an jenem November Tag, der mein gesamtes Leben auf dem Kopf stellen sollte.
Wie immer kniete ich mich vor das Grab, das eindeutige Spuren von Vandalismus aufwies, und reinigte seine Oberfläche von den täglichen Geschenken des Herbstes -einigen braunen Blättern und Ästen.
Auch wenn die Ruhe an diesem Ort etwas Unheimliches an sich hatte, freute ich mich immer auf die wenigen Minuten, die ich jeden Samstag Abend vor diesem Totenmal verbrachte, in stillen Gedanken vertieft und der Frage nacheifernd, was diesem Menschen geschehen war.
Doch dieser Abend war anders.
Als ich das letzte nasse Blattwerk von den Grab hinunter gefegt hatte und mich erhob, hörte ich eine seltsame Stimme hinter mir, die mir das Blut in den Adern gefrieren lies.
„Wurmschwanz! Ich hoffe dir ist kein Fehler unterlaufen! Denn solltest du dich geirrt haben...“
Der Besitzer dieser Stimme schien sich geradewegs in meine Richtung zu begeben. Und er war nicht allein, denn nur eine Sekunde später antwortete eine andere Stimme ängstlich.
„Nein, mein Herr. Ich bin mir sicher! Ich habe mich nicht geirrt! Es muss funktionieren!“
Ich weiß nicht warum, aber Panik ergriff mich, als ich die seltsame Unterhaltung mit anhörte. Es war nicht die bloße Anwesenheit der beiden Männer, die dies verursachte, sondern die Stimme des Mannes, der zuerst gesprochen hatte.
Eine eisige Kälte umfing diese Stimme und mit jedem der laut wiederhallenden Schritte, den sich die beiden Gestalten näherten, schien es, als würde die Luft um mich herum kälter und dunkler werden.
Eine Vorahnung warnte mich vor dem, was dort auf mich zukam.
Mein Verstand schrie förmlich „Versteck dich!“ und mein Körper befolgte diese einfache Anweisung, indem sich meine Beine selbstständig bewegten und ich, unbewusst und mich panisch nach einem Versteck umblickend, einen Schritt zurück machte.
Die beiden Männer kamen immer näher und mir blieb nur noch die Möglichkeit, meine Flucht in den Schatten eines riesigen Grabsteines links von mir anzutreten, zitternd und flehend, dass sie mich nicht gesehen hatten.
So stand ich da und behielt meinen Blick auf die Stelle gerichtet, die noch vor wenigen Augenblicken meinen Standpunkt markierte und beobachtete Zeitgleich, wie die beiden Männer aus dem Schatten der verworrenen Gänge zielgerichtet auf Tom Riddles Grab zuschritten.
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