Nenn mich Nymphadora

von Bodia
GeschichteRomanze / P18
Harry Potter Nymphadora Tonks
01.06.2007
21.09.2019
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Disclaimer:
Alle Charaktere, Orte, Zaubersprüche usw., die aus den Harry Potter Büchern bekannt sind, gehören J.K. Rowling, alle anderen sind auf meinem Mist gewachsen. Ich verdiene kein Geld mit dieser Story, ich schreibe sie nur zum Vergnügen.

Ich bedanke mich bei Prismo (vielleicht sollte ich ihn auch verfluchen), der mir ein Pairing hingeworfen und mich dadurch zu dieser Story verleitet hat




Harry Potter tigerte in seinem Zimmer im Ligusterweg hin und her.
In seiner Hand hielt er einen Brief seines Schulleiters, Albus Dumbledore.
Hedwig, Harrys Schneeeule, hatte ihm diesen Brief vor zwei Stunden gebracht, seitdem hatte er ihn bestimmt ein Dutzend Mal gelesen, aber er las ihn noch einmal.

Lieber Harry,
ich habe während der letzten Tage nachgedacht und mir ist dabei aufgefallen, dass ich beinahe einen weiteren Fehler begangen hätte.
Ich weiß, wie sehr du es hasst, bei deiner Familie zu sein, dennoch habe ich dich wieder in den Ligusterweg geschickt.
Ich will meine Fehler nicht wiederholen, deshalb werde ich dich morgen an einen anderen sicheren Ort bringen.
Ich weiß auch nicht, wie sicher das Haus deiner Tante überhaupt noch ist, seitdem dein Blut in Voldemorts Adern fließt.
Erwarte mich bitte morgen Vormittag um 11 Uhr mit gepacktem Koffer, und pack bitte alles ein, was dir gehört, denn vermutlich wirst du dieses Haus nicht wieder betreten, außer, wenn du das willst, dann steht es dir natürlich frei.
Wenn du deinen und auch meinen Ohren einen Gefallen tun willst, dann bereite deine Verwandten auf meinen morgigen Besuch vor, ich könnte mir vorstellen, dass ein überraschendes Auftauchen meinerseits eine lautstarke Reaktion hervor rufen würde.

Dein Freund
Albus Dumbledore

Harry konnte es noch immer nicht fassen, nach nur drei Tagen sollte er von den Dursleys weg kommen, das musste ein Traum sein.
Auch das Dumbledore den Brief mit "Dein Freund" unterschrieben hatte, war für Harry schwer zu realisieren.
Er beschloss, seinen Verwandten im Wohnzimmer einen Besuch abzustatten und ihnen mitzuteilen, dass er morgen ihr Haus verlassen würde.
Die Dursleys waren ziemlich freundlich zu ihm, seit er aus der Schule zurück war, das Bedrohungskommando am Bahnhof schien sie ziemlich beeindruckt zu haben.
Trotzdem fühlte Harry sich hier nicht wohl, er wusste, dass seine Verwandten ihn hier nicht haben wollten, vor Allem jetzt nicht, wo man ihnen klar gemacht hatte, dass sie ihm nichts antun konnten, ohne dafür die Konsequenzen zu tragen.
Harry betrat von den Dursleys unbeachtet das Wohnzimmer, die Drei schauten wie hypnotisierte Kaninchen auf ihren Riesenfenseher.
Harry stach in diesem Moment der Hafer, neben Onkel Vernons Fernsehsessel stand ein kleines Tischchen, worauf sich eine Flasche Wein, ein Glas und die Fernbedienung des Fernsehers befanden.
Harry schnappte sich unbemerkt die Fernbedienung, dann zeigte er mit seinem Zauberstab auf den Fernseher, rief: "Hokus Pokus!".

Gleichzeitig drückte er den Knopf der Fernbedienung, der den Fernseher ausschaltete.
Die Dursleys erstarrten vor Schreck, das ermöglichte Harry, die Fernbedienung wieder an ihren Platz zu legen.
Vernon schüttelte als erster seinen Schreck ab.
"Du darfst außerhalb deiner Beklopptenschule nicht zaubern!", schrie er Harry an.

"Vernon, nicht so laut!", zischte Petunia.
Harry ging zum Sessel, den Dudley einnahm und scheuchte seinen Cousin weg, indem er ihm mit dem Zauberstab vor dem Gesicht herum fuchtelte.
Harry ließ sich nun selbst auf dem Sessel nieder und grinste in die Runde.
"Keine Angst, ich werde euch nicht lange von eurer hochintellektuellen Beschäftigung abhalten, ich möchte euch nur etwas mitteilen".

"Aber, du hast gezaubert!", stieß Vernon hervor.

"Stimmt.
Aber ist dir nicht aufgefallen, dass noch kein Eule vom Ministerium hier rumschwirrt? Denk nach, Vernon", gab Harry genüsslich zurück.
Vernon dachte nach und das Ergebnis dieses Nachdenkens gefiel ihm überhaupt nicht.
Aber er ging nicht weiter darauf ein und fragte stattdessen: "Was wolltest du uns mitteilen?".
"Ich wollte euch sagen, dass ich morgen Vormittag um 11 Uhr dieses gastliche Haus für immer verlassen werde".

Das schlug ein wie eine Bombe.
Es herrschte zwei Minuten Schweigen, dann polterte Vernon los: "Bursche, falls wieder jemand von deiner Sippschaft hier auftaucht, um dich abzuholen, dann schreib ihnen, dass sie nicht wieder unseren Kamin sprengen oder sonst einen Blödsinn treiben sollen!".

"Mach dir keine Sorgen, Vernon, der Mann, der mich abholt, ist der mächtigste Zauberer unserer Zeit, er verfügt bestimmt über eine dezentere Möglichkeit, mich hier abzuholen".

"Und wer ist das, dieser mächtige Zauberer?", fragte Vernon.
"Albus Dumbledore", sagte Harry.
"Was? Dein Direktor? Der hat doch Petunia letztes Jahr diesen schreienden Brief geschickt".
"Diese schreienden Briefe nennt man Heuler, Vernon.
Und nun will ich euch nicht weiter stören, ich gehe nach oben und packe.
Und macht euch nicht die Mühe, mich zum Abendessen zu rufen, ich habe mich im Hogwarts-Express großzügig mit Leckereien eingedeckt und ich möchte am letzten Abend in diesem Haus etwas Gutes essen".

Mit diesen Worten stand Harry auf und ging zurück in sein Zimmer.
Er packte seinen Koffer und nahm dann ein frugales Mahl ein, es bestand aus Kürbiskuchen und Schokoföschen, dann teilte er sich mit Hedwig einige Kekse von Hagrid.
Sein großer Freund schien beim Backen einen Fehler gemacht zu haben, denn die Kekse waren ausnahmsweise einmal genießbar.
Harry erinnerte sich, wie Hagrid ihm die Tüte Kekse mit den Worten: "Sind ein bisschen weich geworden, hoffe, sie schmecken dir trotzdem", in die Hand gedrückt hatte.
Pappsatt legte Harry sich etwas später ins Bett und schlief fast sofort ein, zum ersten Mal seit Sirius Tod träumte er nicht von seinem Paten.

Am Morgen wurde er von Hedwig geweckt, die kluge Eule schien zu wissen, was heute passieren würde und wollte wohl dafür sorgen, dass Harry nicht verschlief.
Natürlich begann Vernon über das verdammte Federvieh zu schimpfen, dann dankte er dem Himmel, dass es das letzte Mal war, dass er so geweckt werden würde.
Harry war da anderer Meinung, er grinste seine Eule an und sagte: "Ich glaube, du solltest ab und zu hier vorbei fliegen und ihn wecken, vielleicht kannst du ihm ja eine tote Maus zum Frühstück mitbringen".

Hedwig schuhuhte zustimmend, offenbar befürwortete sie Harrys Plan.
Harry kontrollierte noch einmal das Zimmer, er wollte sichergehen, dass er wirklich nichts vergessen hatte.
Im Hohlraum unter dem losen Dielenbrett fand er noch zwei Schulbücher, es war auch das Monsterbuch der Monster dabei.
Harry grinste bei dem Gedanken an die Gesichter der Dursleys, wenn sie das lose Dielenbrett bemerken und ein beißendes Buch darunter finden würden.
Er ging nach unten, seinen Koffer und Hedwigs Käfig ließ er im Zimmer zurück, er wollte Professor Dumbledore bitten, den Koffer und den Käfig nach unten schweben zu lassen.
Die Dursleys saßen in der Küche an einem reichlich gedeckten Tisch, aber keiner, nicht einmal Dudley, aß etwas, offenbar hatte sich der Gedanke an den Besuch eines Zauberers negativ auf ihren Appetit ausgewirkt.
Harry hingegen langte kräftig zu, er aß fast so schnell und viel wie Ron, wenn dieser in Hochform war.
Die Dursleys beobachteten seine Nahrungsaufnahme mit Abscheu, aber keiner von ihnen sagte einen Ton, seine Nummer am gestrigen Abend hatte sie ziemlich gestutzt.
Als Harry sein Frühstück beendete, war es zehn Uhr, in einer Stunde würde er dieses Haus für immer verlassen.
Für Harry schienen die Minuten zu schleichen, während die Dursleys das Gefühl hatten, dass die Zeit rasen würde.
Harry vertrieb sich die Zeit damit, die Dursleys zu beobachten, deren Gesichter von Minute zu Minute weißer wurden.
Dudley kaufte vor Aufregung an den Fingernägeln, Vernon stampfte wie ein gereizter Stier durch die Küche und Petunia spähte durch die Gardine in den Vorgarten.
Punkt elf Uhr stieß Petunia einen schrillen Schrei aus, sie zeigte aus dem Fenster und wollte etwas sagen, sie brachte aber keinen Ton heraus, ihr Gesicht drückte absolutes Entsetzen aus.
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