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minds of jamie

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
Jamie und Scott Tyler
28.05.2007
10.10.2007
4
5.932
 
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
28.05.2007 2.354
 
Zuerst mal danke für all die lieben Comments, ich versuch immer auf dem neuesten Stand der Dinge zu bleiben, was mir etwas schwer fallen dürfte, da ich zu Zeit Feuer und Flamme für Sachen wie Supernatural bin (ich freu mich wie ein Schneekönig über die dritte Staffel, aber die deutsche Synchro ist.... brrr) oder Michael Scofield...

Ich denke nicht, dass ich den Blickwinkel der Story ändern werde, weil, wie der Name es schon sagt, es sich hierbei um die Gedanken von Jamie handelt. Doch noch bevor ich sie angefangen habe zu schreiben, wollte ich hier und da mal ein Extrakapitel einbauen, dass an sich nichts mit der Story zu tun hat, da könnte ich mich dann richtig austoben.

Zudem macht es den Charme von Scott aus, nicht genau zu wissen was er denkt, tut, oder wo er gerade ist, das hat mir so gut im dritten Band gefallen. ^^






4




Trennung



Kaum dass sie das Hotel verlassen hatten, hörte Jamie ein schrilles pfeifendes Geräusch, wie ein Flugzeug, dass landete, doch schien es niemand außer ihm oder Scott zu hören. Er wechselte einen schnellen Blick mit seinem Bruder, merkte, dass auch er keine Ahnung hatte was vorgeht, doch er brach jäh zusammen und schlug sich die Hände auf die Ohren. Der dröhnende Lärm schien in seinem Kopf so stark anzuschwellen, dass sein Schädel gleich aus allen Nähten platzen müsste, doch ihm wurde lediglich schwarz vor Augen.

Er konnte den Umriss von Matts Gesicht über seinem erkennen, die weit aufgerissenen Augen, hörte allerdings nichts. Wie auch, der Lärm war unmenschlich. Sein Gehirn wurde zu groß für seinen Kopf, die Ohren wollte er sich abreißen, um es zu beenden, doch Hände rissen seine los, bevor er Schaden nehmen konnte. Sein Schädel pochte wie wild, und seine Augäpfel wollten zerspringen, er schrie wie am Spieß.

Es wurde alles schwarz und er fühlte Arme um sich als die Erde erbebte. Matts Arme, die ihn schützten. Seine Augen schmerzten als würden sie in Schraubstöcken stecken und sein Kopf stand kurz vorm Platzen, er spürte dennoch dass Schreckliches passiert war. Finstere Ohnmacht krallte nach ihm und er widerstand nicht.

Als er wieder erwachte, wusste er nicht im Geringsten, wo er war. Er wunderte sich allerdings, dass er überhaupt noch am Leben war. Er lag in einer Pfütze und war durchnässt. Wunder, wenn er in einem Hinterhof im Dreck lag, doch er spürte, dass er stark schwitzte und ihm war trotzdem heiß. Er richtet sich auf und blickte sich um. Es war mittlerweile dunkel und leichter Sprühregen legte sich wie Kleber auf ihn, dennoch war ihm schrecklich heiß. Jamie befürchtete, dass er Fieber hatte und fasste sich an die Stirn, aber er fühlte nur ein taubes Pochen in seiner Hand. Verwundert ließ er sie über den dreckigen Asphalt neben sich fahren und spürte nichts. Also hielt er sie hoch, wo sie im dumpfen Schein der Laternen, die von der Hauptstraße bis hierher schienen, blutig aufleuchtete. Ein tiefer Schnitt reichte von seinem Handballen bis tief in den Unterarm und halb getrocknetes Blut klebte ihm alles zusammen. Jamie atmete auf, zumindest blutete es nicht mehr. Doch besorgt war er darüber, dass er nichts mehr spürte. Zumindest seine rechte Hand betreffend.

Erst da fiel ihm auf, dass er alleine war. Das Fieber schien ihm die Sinne zu vernebeln, sonst wäre es ihm früher aufgefallen, dennoch versuchte er sich ungelenk aufzurichten. Er schaffte es sogar, musste sich allerdings an einem Müllcontainer festhalten um nicht umzufallen. Hätte er gewusst, dass sich die Erde so dreht, hätte er noch gewartet, doch nun wo er stand, konnte er genauso gut nach den anderen suchen.

Müde schloss er also die Augen, um sich zu konzentrieren, doch es fiel ihm ungewohnt schwer, seine Gedanken soweit zu sammeln, um sie ausschicken zu können. Schließlich, nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, ließ er es bleiben. Dumpfer Schmerz machte sich in seinem Kopf breit, er wollte nicht unnötig provozieren. Doch dass er nicht in der Lage war, Scott zu finden, machte ihm Sorgen. Allerdings weniger als gedacht, denn er konnte kaum einen klaren Gedanken fassen.

Schließlich torkelte er Richtung Hauptstraße, weil das Licht ihn magisch anzog, und es war sein Glück, dass seine Beine nachgaben und ihn in einen Haufen Müll beförderten, denn kaum dass er lag, hörte er sie. Kalte Stimmen.

„Woher willst du wissen, dass er hier ist?“, fragte jemand ungeduldig und schneutzte sich, während sein Freund, der gut einen Kopf größer war, lediglich die Fäuste in den Manteltaschen vergrub. Jamie überkam das untrügliche Gefühl, sie meinten ihn.

„Hab gesehen, dass er hier lang geflogen ist.“. So frostig die Stimme auch klang, es schwang auch in ihr Ungeduld mit.

„Ach ja? Ich seh' gar nichts!“, maulte der erste wieder und schmiss das Taschentuch auch einen Müllhaufen vor ihm.

Der andere holte aus dem Mantel eine Taschenlampe und beleuchtete den Hinterhof, fand scheinbar aber nicht was er suchte.

Jamie blieb wo er war und rührte sich nicht. Er nicht. Aber die Ratte, samt Familie neben ihm.

„Leuchte mal dahin, ich hab da was gehört!“, brüllte der Kleinere und deutete genau auf Jamie, der in diesem Augenblick aufsprang und wie ein Irrer zu laufen begann.

„Halt ihn auf, verdammt noch mal!“, schrie der zweite und schmiss die Taschenlampe nach Jamie, die ihn schmerzvoll am Rücken traf, während die ersten Schüssen bereits an ihm vorüber flogen.

Er musste etwas tun! Jamie sammelte seine Gedanken soweit er konnte und befahl den Männern von ihm abzulassen, doch als der nächste Schuss an seinem Ohr vorbei segelte, wusste er, dass es keinen Sinn hatte. Stattdessen rannte er wie ein Irrer und bog um die Ecke als die Gasse in die Straße mündete. Vielleicht hatte er Glück und die beiden würden das Schießen einstellen, wenn er auf eine belebtere Straße kam.

Doch er irrte sich. Er hörte die Schüsse zwar nicht, sie mussten Schalldämpfer benutzen, sah aber wie ein junger Mann, den er angerempelt hatte, gurgelnd zu Boden ging und sich den Blut spritzenden Hals hielt, als könne er sich damit noch retten. Jamie sah seine Augen schreckensweit geöffnet, musste aber weiter rennen. Die Menschen um ihn herum merkten die Schüsse nicht, schrien nur panisch auf als sie das Blut sahen. Ein ältere Herr griff nach ihm, doch Jamie entschlüpfte ihm. Er durfte nicht stehen bleiben!

Doch als er wieder nach vorne sah, musste er einen Haken schlagen, um nicht die Frau, die schützend ihr Kind an die Hand genommen hat, umzurennen. Sie rief ihm etwas zu, doch der Satz blieb ihr im Hals stecken, und Blut bespritzte Jamies Gesicht, als er sich herumgedrehte. Geschockt wischte er sich darüber und bemerkte die gräulichen Klumpen in seiner Hand. Hirn.

Schreie dröhnten in seinen Ohren. Die Frau schlug auf dem Boden auf, doch Jamie konnte sich nicht bewegen. Ihre Augen starrten ins Leere und ihr Kind, ihr Sohn schrie wie am Spieß. Jamie blinzelte, sah dann die schwarz gekleideten Männer und rannte wieder um sein Leben. Er konnte der Frau nicht mehr helfen.

So schnell er konnte, versucht er sich einen Weg durch die Menge zu bahnen, doch vor ihm tauchte plötzlich eine Abgrenzung auf. Orange-weiß mit blinkenden Lichtern, doch er achtet nicht darauf, sondern sprang darüber hinweg, als sei es nicht weiter als ein Hindernislauf. Allerdings ließ die Landung auf sich warten. Dummerweise hatte er nicht nachgedacht, bevor er gesprungen war, und er hatte auch nicht das riesige Loch gesehen, dass sich unter ihm ausbreitete wie ein schwarzer Teppich und noch bevor er etwas tun konnte, verschluckte ihn stinkende Dunkelheit.

Der Aufprall war nicht so schlimm, wie er sich ausgemalt hatte, denn er landete im Wasser, wenn es auch stinkendes war, und wurde mitgerissen von unterirdischen Strömungen.

Er keuchte und versuchte seinen Kopf hoch zu halten und sich irgendwo festzuklammern, doch es war glitschig und er rutschte immer wieder ab. Erst nach längerer Zeit ließ die reißende Strömung etwas nach und er konnte wieder Fuß fassen. Er musste so schnell es ging hier weg, auch wenn er sicher war, dass ihn kein noch so Irrer hierher verfolgen würde.

Scott! Panisch dachte er nach. Wenn sie hinter ihm her waren, mussten sie auch hinter den anderen her sein. Doch er hatte sie nicht gesehen! Wo war Scott? Wo war Scott! Er konnte nicht mehr und versuchte sich fest zu halten, konzentrierte sich und versuchte seinen Bruder zu finden. Erfolglos. Er versuchte wieder seinen Gedanken schweifen zu lassen, doch das Brüllen des Wassers um ihn herum war nicht sonderlich hilfreich bei seinen Konzentrationsversuchen. Er konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, die Strömung wurde wieder stärker, so dass er Angst hatte, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen.

„Scott!“, schrie er aus purer Verzweiflung.

Er wusste, dass er nie eine Antwort bekommen würde.

Es half nichts, er musste weiter und hoffen, dass es seinem Bruder und seinen Freunden besser ergangen war als ihm. Er hatte jedoch auch ein bisschen Glück, denn obwohl er in der Kanalisation war, war das Wasser im Augenblick sauber.

Vorsichtig, um nicht umzufallen, setzte er einen Fuß vor den anderen. Die ersten Schritte waren zwar wackelig, doch zumindest flog er nicht hin. Wahrscheinlich würde er ertrinken, wenn das passierte. Es ärgerte ihn dennoch, dass er so eine Ewigkeit brauchen würde um aus diesem widerlichen Gebräu raus zu kommen.

Der Gestank drehte ihm den Magen um und er hatte große Mühe, sich zurückzuhalten und sein Innerstes dem Wasser zu offenbaren, auch wenn es keinen Unterschied gemacht hätte. Die Wände waren glitschig und schmutzig und er hütete sich davor, sie mit der verletzten Hand zu berühren, doch er wusste, wenn er hier raus käme sollte er sich dringend die Wunde reinigen, oder aber er würde in Zukunft mit links schreiben müssen, dachte er bitter.

Nach einer halben Ewigkeit, so kam es ihm zumindest vor, erspähte er über seinem Kopf blasse Lichtstrahlen. Sie drangen durch die schmalen Löcher eines runden Gullideckels und allein dieser Anblick ließ Jamies Herz höher schlagen. Er biss die Zähne zusammen, als seine verwundete Hand sich fest um die Sprossen der verrosteten und eklig glitschigen Leiter schlossen und er versuchte hochzuklettern. Sie sah nicht sonderlich stabil aus, aber er war sich sicher, dass sie ihn halten würde. Je höher er stieg, desto frischer wurde die Luft, was Jamie Sorge bereitete, denn das konnte nicht stimmen. Sein Hirn spielte es ihm vor. Und das war besorgniserregend.

Oben angekommen versucht er den Deckel anzuheben, aber er bewegte sich keinen Millimeter. Jamie war frustriert und bekam  leichte Panik, versuchte es aber noch ein zweites und drittes mal und irgendwann war ihm klar, dass es nicht so wie in Filmen funktionierte sondern diese Dinger gut verschlossen waren und gab es auf.
Bittere Enttäuschung machte sich in ihm breit und als er die Stufen zu dieser Brühe wieder herunter kletterte, hätte er kotzen können. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Er verlor irgendwann das Zeitgefühl, er hatte keine Ahnung wie lange er schon in diesen Abwässern herumirrte, aber er musste dringend raus. Seine Hand schmerzte höllisch und sein Kopf dröhnte als ob er zerbrechen wolle. Jamies Hoffnung schwand. Es war schrecklich hier unten, doch es war immer noch besser als tot. Lange hielt er es aber nicht mehr durch. Er musste sich ausruhen. Missmutig bückte er sich um durch einen kurzen Gang zu kriechen, als er am anderen Ende Licht sah. Er war in einen zylinderförmigen Schacht gekommen, der einen Durchmesser von zwei Metern hatte. Abwasser lief durch wie ein kleiner aber abartiger Fluss, doch zu beiden Seiten gab es eine Erhöhung, die zwar nicht trocken war aber immerhin nicht unter Wasser stand.

Erleichtert endlich eine Pause einlegen zu können, ließ er sich auf den Boden fallen und lehnte sich an die Wand. Hoch über ihm konnte er blasse Strahlen des Mondes durch den gitteraritigen Deckel sehen und zum dritten Mal in seinem Leben merkte er, wie nah die Freiheit sein konnte und dennoch durch ein paar Gitterstäbe in die Unendlichkeit rückte.

Müde rieb er sich mit der gesunden Hand die Augen und lehnte auch seinen Kopf an die Wand. Es ging etwa sechs Meter nach oben und eine Leiter gab es auch, doch Jamie war sich ziemlich sicher, dass auch dieser Ausgang versperrt war. Nichtsdestotrotz wollte er sein Glück versuchen und erhob sich. Die Stufen hier waren weitaus weniger rutschig und er kam viel schneller nach oben und diesmal spielte ihm sein Gehirn keinen Streich, er roch die frische Luft.

Mit Adrenalin in den Ohren rüttelte er an dem Gitter und es wackelte sogar, doch es ließ sich nicht anheben. Vollkommen entmutigt ließ Jamie die Hand wieder sinken und blickte verzweifelt nach oben. Wie konnte das nur sein? Wieso ließen sich diese Dinger nicht von innen öffnen? Das war die reinste Todesfalle. Voller Wut riss er das Gitter auf und ab und wollte laut fluchen, als eine große Schraube an ihm vorbei nach unten segelte und das Gitter an der rechten Seite sich leicht nach oben öffnete. Jamies Herz machte einen Sprung. Er war dem Ausgang so nah, er konnte doch nicht schon wieder scheitern.

Er stieg so hoch er konnte und besah sich das Gitter genau. Es wurde nur noch von drei Schrauben gehalten und eine war schon draußen. Die zweite sah auch sehr locker aus, nur um die dritte machte er sich Sorgen. Allerdings konnte er sich durch die Öffnung, die die beiden anderen dann zuließen, sich vielleicht nach draußen quetschen.

Um nicht herunter zu fallen verrenkte er sich wie ein Akrobat und versuchte gleichzeitig die Schraube heraus zudrehen. Er hatte sie schon zwischen den Fingern und konnte sie sogar raus drehen, doch als er sich wieder in eine sichere Position drehen wollte, rutschte sein Bein von der Stufe ab und seine kaputte Hand konnte ihn nicht mehr halten. Jamie Herz blieb stehen und sein gellender Schrei brach durch die Rohre, als er sechs Meter tief fiel.

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hoffe es gefällt euch ^^. Ich bin hoffentlich besser geworden. Ach ja, bevor ich's vergesse, ich such noch eine Beta. Mir ist aufgefallen, dass mir immer wieder Fehler unterlaufen, liegt aber daran, dass ich nach dem Schreiben, keine große Lust habe, mir das noch drei vier mal durchzulesen....>.>

Wollt ihr Steckbriefe? Ja? Nein? Sagt bescheid! ^^
 
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