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Splinter Cell - Pandora Tomorrow

von Shannon
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Anna 'Grim' Grimsdottir Douglas W. Shetland Frances Coen Irving Lambert Samuel 'Sam' Fisher
19.05.2007
10.06.2009
4
21.581
 
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19.05.2007 3.126
 
Lange hat es gedauert, doch endlich habe ich das nächste Kapitel fertig. Erst funktionierte meine Festplatte nicht mehr, dann stürzte mir das Spiel ab und ließ sich nicht neu installieren.
Als ich nicht mehr weiter wusste, habe ich mir Hilfe aus dem Internet geholt und konnte dann endlich weiter machen. [An dieser Stelle, nochmals vielen Dank Chris ;-) ] Das nächste Kapitel ist auch schon in Arbeit.



Verarbeitungsanlagen, Kudang – Indonesien, 12.04.06 – 15.12 Uhr


Coen hatte sie abgesetzt, jetzt liefen sie durch den Dschungel.
„Das wird ein äußert heikler Auftrag Fisher. Wir führen ihn in Zusammenarbeit mit Displace International durch. Dein alter Freund Douglas Shetland ist mit von der Partie“ erklärte Lambert. „Gut, mit Shetland kann ich arbeiten“ sagte Sam. „Was macht Shetland hier ?“ „Eine Ghost – Army Operation, er wird euch einweisen“ antwortete Lambert.  Sie folgten weiter dem Pfad, am Ende war ein Mann im Tarnanzug zu sehen. Mit dem Fernglas blickte er ins Tal. Sam sprach ihn an. „Hallo Shetland !“  Shetland erhob sich und drehte sich um.

„Fisher, mein Gott, man trifft dich an den ungewöhnlichsten Orten. Ich hoffe, das nächste mal ist` s in den Staaten. Würde dir gern ein Bier ausgeben und hören wie es Sarah geht.“ Dann nickte er Carrie zu. „Lassen wir die Heimat  wo sie ist“ beschwichtigte ihn Sam. „Was ist das für eine Ghost Army Geschichte ?“ „Psychokrieg, ein Ablenkungsmanöver“ erwiderte Douglas. „Was ist unsere Aufgabe ?“ „Eure Leute müssten die Einsatzziele haben, was mich betrifft, sollt ihr Sadonos Flugzeug im Lager sabotieren.“ „Na ja, wo wir schon mal in der Gegend sind“ sagte Sam und grinste. „Danke. Ich habe ein Dutzend Scharfschützen um das Lager platziert. Ihr werdet sie nicht sehen, aber......ihr solltet sie nicht vergessen“ warnte sie Shetland.

„Es war schön dich wiederzusehen Shetland, sobald wir zuhause sind, trinken wir das Bier.“ „Einverstanden. Wir sollten auch über die Arbeit sprechen, die ich für dich habe.“ „Ich habe bereits einen Arbeitgeber.......und der hört gerade zu.“ „Um so besser. Sie sollten wissen, das ein Mann von deinen Qualitäten mehr Geld und Unabhängigkeit braucht. Jeder sollte nur seinen eigenen Krieg führen, besonders im heutigen Amerika.“

Carrie versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, aber ihre Augen blitzten auf.. Ihre Vorbehalte Söldnern und damit auch Shetland gegenüber waren nach dieser Aussage nicht kleiner geworden. „Kannst du mir irgendetwas über Sadono berichten ? Warum ist sein Leben so wertvoll ?“ fragte Shetland. „Meine Jungs hatten eine Menge Gelegenheiten, ihm eine Kugel zu verpassen.“ „Nein, Sorry“ blockte Sam ab. „Ich habe ein Dutzend nervöser Finger am Abzug, da ist ein „Nein“ schwer zu akzeptieren.“ Carrie sah Shetland vorwurfsvoll an und wollte etwas erwidern, doch Sams warnender Blick hielt sie zurück. Er winkte ihr zu und sie gingen zum Rand des Abhangs. An einem Baumstumpf befestigte Sam das Seil und sie machten sich an den Abstieg.  

Unten angekommen gingen beide sofort in Deckung, aber da das Gras hier fast einen Meter hoch wuchs, war das auch nicht besonders schwierig. In einiger Entfernung standen ein paar Zelte. Langsam schlichen Sam und Carrie darauf zu.

Ein Wachposten patrouillierte zwischen den Zelten hin und her. Sam schlich sich von hinten an ihn heran, packte ihn und schlug ihn nieder. Dann legte er ihn im hohen Gras ab. „Los weiter“ flüsterte Sam. Etwas weiter vorn befand sich noch ein Söldner, doch sie schlichen ungesehen an ihm vorbei. Vorsichtig bewegten sie sich weiter durch das Lager, als zwei weitere Posten vor ihnen auftauchten. Sie kamen durch das hohe Gras einen Abhang hinunter.

Es war den Männern deutlich anzusehen, das sie beide total betrunken waren.
„Eine tolle Moral herrscht in Sadonos Truppe“ sagte Carrie ironisch und Sam drehte sich nickend zu Carrie um.  Da erfolgte ein Knall. Beide sahen wieder nach vorn und erkannten eine Rauchfahne, dort wo der zweite Söldner gestanden hatte. Anscheinend hatte er doch eine Mine ausgelöst. Der erste Söldner kam zurück gelaufen, sah auf die Unfallstelle und blickte sich dann nervös um, ob den Vorfall auch niemand bemerkt hatte. Wenn Sadono davon erfuhr und ihn auch noch betrunken erwischte.......er wollte sich die Folgen lieber nicht ausmalen. Schnell machte er das er wegkam.

Sam und Carrie schlichen weiter und kamen an der Stelle vorbei. Der zerfetzte Körper des Söldners bot nicht gerade einen schönen Anblick.
„Sei vorsichtig, sieh genau hin wo du hintrittst“ warte Sam sie. Sam erkannte den ersten Stolperdraht und entschärfte die Mine, während Carrie sich bereits die nächste vornahm.

Langsam arbeiteten sie sich durch das hohe Gras voran. Endlich hatten sie die letzte Mine ausgeschaltet und das Gras wurde niedriger. Hinter einem LKW konnte Sam einen großen Schuppen erkennen.
„Sie sollten jetzt in der Nähe von Sadonos Flugzeug sein, Fisher“ meldete sich Brunton. „Ach ja ?“ erwiderte Sam ironisch, doch Brunton ging nicht darauf ein. Leise schlichen sie zum Eingang und Sam sah um die Ecke. Er konnte zwei Söldner sehen, die das Flugzeug bewachten.

„Ist alles bereit ?“ fragte der eine. „Nein, wir warten noch auf Produkt und Piloten“ erwiderte der andere. „Sind die heute langsam“ maulte der erste. „Wir bewachen das Flugzeug nun schon eine Ewigkeit.“ „Sadono inspiziert vor Ort“ sagte der zweite Söldner.  „Geh und überprüfe noch mal das Heck, das wird dich beschäftigen“ meinte der erste. „Ich überprüfe es schon seit vier Stunden“ beschwerte sich der andere Mann. „Los !“ befahl der erste Söldner in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. Gehorsam trottete der zweite Söldner davon.

Sam winkte Carrie zu, sie nickte und schlich dem Söldner nach, während Sam sich den anderen vornahm. Sam streckte ihn mit einem Taser nieder. Da kam Carrie auch schon zurück. „Alles klar“ sagte sie. Zusammen gingen sie nach vorn zur Maschine. Sam holte den Sprengsatz aus der Tasche und befestigte ihn an dem Flugzeug.

Dann machte er ihn scharf und beide gingen zur Hintertür, als sich Schritte näherten. Schnell huschten sie ins dunkel und pressten sich an die Wand. Die Tür wurde geöffnet und ein dritter Söldner betrat die Halle. Er bemerkte die beiden jedoch nicht und ging einfach vorbei. Schnell schlüpften sie zur Tür hinaus und schlichen den Weg entlang. Sie kamen zu einem Kontrollpunkt. Dort stand ein Wachhaus, eine Schranke blockierte den Weg. Im Wachhaus saß ein Mann, ein weiterer Söldner kam auf sie zu. Carrie packte ihn und schlug ihn nieder, Sam betäubte den Soldaten im Wachhaus und öffnete die Schranke.

Sie folgten weiter dem Weg, als wieder Schritte zu hören waren. Sofort gingen die beiden hinter einem Wellblech in Deckung. Ein weiterer Wachposten kam in Richtung Schranke, vor ihm her lief ein Hund, ein Rottweiler. Beide gingen an ihnen vorbei. Doch Sam war vorsichtig. Er nahm das SC 20 von der Schulter und legte ein Ringgeschossein. Und schon bestätigte sich seine Ahnung. Der Hund hatte sie gewittert und kam zurück. Sam schoss und der Hund fiel betäubt zu Boden. Jetzt schlichen sie weiter bis zu einem Zelt. Sie gingen hinein und Sam sah draußen auf der anderen Seite des Lagers einen weiteren Mann, der ihnen jedoch den Rücken zudrehte. Links vom Zelt stand ein Wachturm, auf dem ein weiterer Söldner Wache hielt. Geduckt lief Sam zum Turm und kletterte die Leiter hinauf, während Carrie im Zelt blieb und ihm Deckung gab.

Sam erreichte die Plattform, doch der Mann oben bemerkte ihn nicht. Sam würgte ihn von hinten, bis der Kerl zusammen sackte. Dann winkte er Carrie. Schnell kletterte sie nach oben. Sam griff sich das Seil, das am Turm befestigt war und rutschte hinunter in den anderen Teil des Lagers. Dann folgte Carrie ihm nach.



Verarbeitungsanlagen, Kudang – Indonesien, 12.04.06 – 16.23 Uhr


Sie schlichen den Weg zwischen den Hütten hindurch. „Wir sind im Lager“ meldete Sam.
„Euer Kernziel bleibt Sadono. Wir müssen ihn ausfindig machen und uns an ihn ranhängen. Denkt dran, er darf euch nicht entdecken !“ befahl Lambert. „Pandora Tomorrow ?“ fragte Sam. “Sieht so aus” bestätigte Lambert. „Wir konnten seine täglichen Kontrollanrufe nicht von hieraus anzapfen. Also müsst ihr rein und ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Für Sadonos Leute gilt  „Fifth Freedom“, aber lasst euch nicht blicken, bevor ihr den Anruf habt. Infos auf euren Opsats.“

Sie erreichten einen großen Platz. Zwei Männer hielten dort Wache. Da stieß Carrie Sam an und wies nach rechts. Von dort kam Sadono mit einem seiner Söldner.
„Wie geht`s ?“ fragte Sadono den Wachposten. „Den Umständen entsprechend“ antwortete der. „Alles läuft bestens“ bestätigte der andere. Zufrieden nickte Sadono und setzte seinen Weg fort.

Sam deutete auf den einen Wachposten, Carrie nickte und schlich ihm nach. Sam ging inzwischen zu der zweiten Wache und schaltete sie aus. Dann folgten sie Sadono, um ihn nicht zu verlieren. Über eine Treppe führte der Weg an den Hütten vorbei und schlängelte sich weiter durch das Lager. Sam hörte Lamberts räuspernde Stimme im Ohr.
„Irgendwelche Schwierigkeiten ?“ fragte er. „Sicher, Sadono ändert den Eingangscode zu seinem Haus zwei Mal täglich. Er schreibt ihn nicht auf, sondern teilt ihn mündlich seinen drei Offizieren mit“ meldete Lambert. „Also schnappe ich mir einen und bringe ihn zum reden ?“ fragte Sam. „Nein geht nicht. Wir dürfen Sadono nicht so in Panik versetzen, das er seinen Anruf vergisst“ sagte Lambert eindringlich. „Benutze die Haftkamera, um  die Unterhaltung mitzuschneiden. Einzelheiten auf dem Opsat.“

„Das wird nicht einfach“ meinte Carrie. „Wir müssen die Haftkamera in seiner Nähe platzieren, ohne das er uns bemerkt.“ „Wir müssen nur den richtigen Moment abwarten“ erwiderte Sam und sie sahen Sadono um die Ecke verschwinden. Langsam folgten sie ihm weiter. Vor der nächsten Hütte stand ein weiterer Wachposten.

„Wie läuft`s ?“ fragte Sadono. „Sehr gut, wir liegen vor dem Zeitplan“ erwiderte der Mann. „Bei was ?“ wollte Sadono wissen. „Dem Produkt“ sagte der Wachmann. „Mmhh. Wir treffen uns heute abend. Ich möchte die Verteilung der Waffen überprüfen“ befahl Sadono.“ „Ich werde da sein“ antwortete der Mann. Sadono nickte und ging weiter. Sam nahm das SC 20 und wartete bis Sadono nicht mehr zu sehen war. Dann betäubte er den Wachmann und eilig schlichen sie Sadono nach.

Sie kamen durch eine weitere Hütte und zu einem großen Platz. Oben am Dach der Hütte befand sich eine einzelne Glühbirne. Sam nahm die SC Pistole und schoss sie aus. Mit einem kurzen Knall zersprang sie klirrend.  Weiter hinten befand sich ein Söldner und neben ihm lag ein Hund, ein Rottweiler. Doch der Söldner hatte etwas gehört und kam auf sie zu. Der Hund blieb jedoch wo er war. Leise zogen sie sich in die Hütte zurück, als der Mann auch schon am Eingang erschien. Er schaltete seine Taschenlampe ein und betrat die Hütte. Da schoss Sams Faust von der Seite her auf ihn zu und knockte ihn aus. Sam legte ihn in der hinteren Ecke der Hütte ab und sie gingen  hinaus.

Da sahen sie wie der Hund sich erhob, einen Moment lang in der Luft herum schnupperte und schon rannte er auf sie zu, doch Carrie reagierte sofort und betäubte das Tier mit einem Ringgeschoss. Sam deutete auf die gegenüberliegende Hütten. Im oberen Geschoss führte eine Balustrade entlang. Sam hielt es für sicherer, dort hinauf zu klettern, als den offenen Platz zu überqueren. An einem Rohr kamen sie hoch. Vorsichtig schlichen sie weiter und rechts um die Ecke. Der Weg endete wieder über einem offenen Platz. Unter sich konnten sie Sadono mit seinen Leuten sehen. Sam hielt die Gelegenheit für günstig und legte die Haftkamera ein. Er hob das Gewehr und zielte auf einen Stapel Kisten in Sadonos Nähe. Mit einem leisen „Klock“ blieb sie in dem Holz stecken.

Einer der Söldner sah sich kurz um, als er aber nichts verdächtiges entdeckte, richtete sich sein Blick wieder auf Sadono. „Ich mache mir Sorgen um die Sicherheit“ sagte Sadono. „Wir haben alles im Griff, aber bitte bleiben sie in Deckung“ erwiderte einer der Wachposten.
„Keine Sorge, ihre Kugeln können mich nicht treffen“ meinte Sadono gelassen. „Ja, aber.....“ erwiderte der Söldner. „Das Risiko ist es wert“ schnitt Sadono ihm das Wort ab. „Ich muss unseren Männern Zuversicht einflössen und dem Westen Angst. Hast du die heutigen Nachrichten gesehen ?“ „Ich schaue nie Fernsehen“ sagte der Wachmann. „Komm heute Abend ins Hauptquartier, es wird dir gefallen“ befahl Sadono. „ Sie glauben, ich sei der Teufel in Person.“ „Du bist der Teufel in Person !“ dachte Carrie grimmig. „Der Code lautet heute 14 92“ sagte Sadono. „Verstanden Sir, 1...4...9...2...“ antwortete der Wachmann.
Sam schaltete die Kamera ab.

„Gut, am Ende des Dorfes gibt es ein Kolonial – Gebäude, von dem aus man das Lager überblicken kann“ berichtete Lambert. Dort tätigt Sadono seine Pandora Tomorrow Anrufe. Ihr müsst dann dort sein, um ihn anzuzapfen. Folgt ihm.“

Sam und Carrie kletterten hinunter und betäubten die beiden Wachposten mit Tasern. Doch als sie die beiden Bewusstlosen versteckt hatten, war Sadono verschwunden. „Nicht so schlimm“ meinte Sam. „Wir wissen ja, wohin Sadono geht.“
Sie setzten ihren Weg fort und kamen in eine Garage. In der hinteren Ecke befand sich eine Bodenluke. Eine Leiter führte nach unten. Sie stiegen die Leiter hinab.

„Da meldete sich Lambert wieder: „Ich habe Infos für dich von Grim.“ „Wir werden in ein paar Sekunden den Kontakt verlieren. Vor euch müssen irgendwo Kupferspulen oder Gitter sein“ erklärte Grim. „Die Raffinerie ist ein Funkloch. Viel Glück mit dem Piloten.“
„Wir haben keine Verbindung solange ihr unter Tage seid“ bestätigte Lambert.
„Ich habe nichts gegen ein bisschen Ruhe einzuwenden“ meinte Sam spöttisch.

Vor ihnen befand sich ein langer Gang. Ein Wachposten ging dort auf und ab. Doch es war dunkel und so konnten sie vorbei schleichen ohne bemerkt zu werden. Sie gingen die Treppe hinab und durchquerten einen Lagerraum, dahinter führte eine weitere Treppe nach oben.
Hier befand sich der Verarbeitungsraum, wo das Heroin unter Rotlicht getrocknet und abgepackt wurde. Außer den Chemikern befand sich ein weiter Söldner dort.

Sam schlich zum Lichtschalter und legte ihn um. Im nächsten Moment war es stockfinster. „Hey ! Macht sofort das Licht wieder an !“ schimpfte der Söldner und ging in Richtung Schalter. Schnell huschten Sam und Carrie vorbei und erreichten den Ausgang, ehe der Mann das Licht wieder einschaltete. Sie kamen in einen Kompressorraum, dahinter lag ein Lagerraum. Sam und Carrie schalteten die zwei Wachen aus, dann trat Sam auf einen Mann zu, der sich am Ende des Raumes befand. Er sah nicht wie ein Söldner aus.

Sam nannte das Kennwort: „Ewiger Schmutz ?“ „Gott sei Dank, sie sind da“ sagte der Pilot erleichtert. Dann fiel ihm ein, das er seinen Teil der Parole noch gar nicht genannt hatte.
„Schmachvoller Rückzug“ sagte er schnell. „Ich habe wenig Zeit“ drängte Sam. „Was muss ich wissen ?“ „Er heißt Stanley Nakarjakow“ antwortete der Pilot. „Steht mit dem goldenen Dreieck in Verbindung. Er lebt in Lai Yuen Mun, einem Stadtteil von Hongkong.  Geben sie das nicht über Funk weiter, dieser Teil der Welt besteht aus Ohren.“ „Meine Verschlüsselung ist sicher“ beruhigte Sam ihn. „Darauf würde ich nicht zählen. Japans ISDF ist aktiver als man denkt“ erwiderte der Pilot. „Woher wissen sie das ?“ „Ich sah wie zwei andere CIA Kontakte verschwanden.“ „Woher wissen sie das es der ISDF war ?“ wollte Sam wissen. „Geld ist allwissend“ sagte der Pilot knapp. Der Name ist Stanley Nakarjakow. Verstanden ?“ „Sicher“ sagte Sam. „Noch ein Rat. Nehmen sie nicht das Flugzeug.“

Sam nickte Carrie zu und sie verließen den Lagerraum. Der Flur führte geradeaus zu einer Leiter und sie stiegen hoch. „Willkommen an der frischen Luft“ begrüßte sie Lambert.
„Haben sie den Namen ?“ fragte Brunton aufgeregt. „Fischer !“ unterbrach Lambert ihn.
„Geht und zapft das Telefon an. Über den Namen unterhalten wir uns später.

Sie verließen das Gebäude und sahen Sadono, der gerade eine kleine Anhöhe hinauf ging und um die Ecke verschwand. Sie folgten ihm. Sadono betrat eine weitere Hütte, ein Mann hielt dort Wache, außerdem war ein Automatik – Gewehr vor dem Eingang aufgebaut. Gedämpfte Schüsse waren zu hören. Sam sah sich um, zeigte auf ein Rohr an der Hauswand  und sie kletterten auf das Dach. Vorsichtig bewegten sie sich voran und kamen zu einer Luke.

Sam öffnete sie, ein Schießstand befand sich unter ihnen. Mehrere Männer standen in den Kabinen und schossen auf die Scheiben. Vorsichtig ließ Sam sich herunter und hangelte sich an einem Rohr an der Decke entlang. Dann folgte Carrie ihm nach. Der Lärm, den die Schüsse verursachten waren so ohrenbetäubend das niemand die beiden Agenten bemerkte.

Sie schoben sich das Rohr entlang, bis in den nächsten Raum. Dort hing ein Sandsack, ein Mann trainierte dort und boxte auf den Sack ein. Dieser Teil des Raums wurde von einer Lampe beleuchtet, der Rest lag im Dunkeln. Vorsichtig ließen sie sich im Schatten runter und schlichen an dem Mann vorbei in den Flur. Sie ereichten die nächste Tür und blickten in den Hof. Zwei Söldner patrouillierten dort, doch sie konnten sie umgehen und erreichten unbemerkt das Wachhaus.

Hinter dem Wachhaus führte der Hof weiter und sie konnten das große Haus sehen. Auch hier hielten sich zwei Wachleute auf. Sie schlichen an dem ersten im Hof vorbei. Der zweite auf der Veranda wurde von Carrie schlafen geschickt während Sam bereits den Code eingab, dann gingen sie durch die Tür. Sie gelangten in einen Flur und konnten Sadono in seinem Büro sehen. Er stand vor seinem Schreibtisch und wählte gerade eine Nummer. Dann sagte er: „Ich bin`s. Der Code heute lautet 052651733373889. Pandora Tomorrow. Gut.“ Noch drei Mal wiederholte Sadono diesen Anruf.

Er ging zu seinem Schreibtisch und gab etwas in den Computer ein. Dann wandte er sich um und verließ das Büro. Sam wartete noch einen Moment, dann schlich er zum Schreibtisch und hackte sich in Sadonos Computer. „Gute Arbeit Fisher“ meldete sich Lambert. Schnell verließen das Büro, gingen in den Flur und liefen hinten aus dem Haus. Sie betraten den Garten und Sam öffnete die Hintertür, da standen sie plötzlich zwei Söldnern von Sadono gegenüber, die ihre Waffen auf sie gerichtet hatten. Sofort nahmen sie beide die Hände hoch.

„Fisher ! Rührt euch nicht ! Shetland holt euch da raus !“ befahl Lambert. Sie standen unbewegt da, als Schüsse hinter den Söldnern aufpeitschten. Sofort fuhren die beiden herum und versuchten ihre neuen Gegner auszumachen. Sam und Carrie ergriffen die Gelegenheit und flüchteten durch die dichten Büsche, die ihnen gute Deckung gaben. Sie rannten über die Wiese zu einer Schlucht, als die Osprey vor ihnen auftauchte. Carrie wollte schon weiter rennen, als sie sah, das Sam nicht mehr hinter ihr war. Sie drehte sich um und sah Sam ein paar Meter entfernt stehen, während Shetland auf ihn zu kam. Sam streckte die Hand aus und Shetland ergriff sie. „Ich danke dir“ sagte Sam. „Gern geschehen“ sagte Shetland. Die beiden Männer umarmten sich, dann sagte Sam: „Ich muss los.“ „Viel Glück. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder“ sagte Shetland. „Das hoffe ich auch. Mach`s gut.“ Damit wandte Sam sich um und lief an Carrie vorbei, dabei rief er: „Komm schon, wir haben nicht den ganzen Tag Zeit !“ Halb wütend, halb grinsend eilte sie ihm nach.
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