Und Liebe wagt, was irgend Liebe kann.

von Nachtblau
GeschichteRomanze / P16 Slash
Alexander Hephaestion
08.05.2007
13.05.2007
6
4474
2
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Disclaimer: Manches gehört Shakespeare, manches Ovid, Alex und Heph gehören sich soweit selber, und meine Ideen, meine schräge Fantasie, mein schwer romantisierter Anfall etwas dergleichen zu verfassen, gehören mir, genauso wie meine historische Ungenauigkeit und eventuelle Rechtschreibfehler. Klar soweit?
Rating: PG 13, ach nee, sagen wir mal lieber R
Pairing: Alex/Heph (indirekt Thisbe/Pyramus)

Wars das? Ok, lasst die Löwen raus... (ach nee, das war Gladiator, hm? Da fällt mir ein, dazu wollte ich auch mal was schreiben *Haare rauf* ich sollte es besser lassen! Wo war ich? Ach ja, Alexander und Hephaistion *guckt mal rüber zu den beiden* Herrje, die knutschen schon wieder, is ja nicht wahr! Hey, ihr habt grad! Viermal! Wo? Wie wo? Na hier, in meiner Story! Ach ja, die Story. Here we go…nu aber endlich!)



Und Liebe wagt, was irgend Liebe kann…Oder so.

Sie waren wieder in Babylon und sie waren ausnahmsweise zusammen.

Ausnahmsweise, weil diese Augenblicke in ungestörter Zweisamkeit so selten geworden waren, dass sie mit deutlicher Ignoranz gegen ihre Pflichten und Mitmenschen übereinander herfielen, wenn sie sich endlich wieder trafen.

Meist war es Hephaistion, der von einer seiner ausufernden Aufgaben als Chiliarch und logistischer Berater zurückkam. Und da seine Ankunft nie unbemerkt blieb, waren immer schon ein Bad und ein Mahl für ihn bereitet. Natürlich in Alexanders Gemächern! Und so verschwendete Hephaistion keine Zeit, sich erst den Staub des Zweistromlandes vom Körper und aus den Gewändern zu entfernen, bevor seine ersten Schritte im Palast ihn in Alexanders Arme führten.

Diesmal war es besonders anstrengend gewesen, oder machte sich da etwa sein Alter bemerkbar, dachte er sarkastisch, als er die riesigen Türen zu Alexanders Räumen aufstieß, sein Schwert samt Gurt kurz nach dem Eintreten auf den Boden klirren ließ und einen überraschten Alexander in eine fast rippenbrechende Umarmung und einen tiefen besitzergreifenden Kuss zog.

Er grinste über den erstickten Protest seines Königs wegen dieser rauen und schmutzigen Begrüßung und überließ dann seinen erschöpften Körper der Fürsorge Alexanders. So besessen wie Alexander von Baden und Sauberkeit war, war es ein Wunder, dass er sich je aus der komfortablen Umgebung eines Palastes heraus auf einen Eroberungsfeldzug begeben hatte, der ihm das größte bisher bekannte Weltreich verschafft hatte.

Doch es hatte sich herausgestellt, dass ein Weltreich noch schwerer zu beherrschen als zu erobern war.

Ihre gemeinsame Zeit war sehr begrenzt und weder Alexander noch Hephaistion gedachten, auch nur eine Sekunde ungenutzt vergehen zu lassen.

Alexander Gier nach ihm war nach so einer langen Trennung fast nicht zu zügeln und so ergab er sich der ungestümen Wiedereroberung noch im Bade.


Nach einem gemeinsamen Mahl und zwei Stunden Schlaf für den erschöpften General (die Alexander in fast kindlichem Egoismus einfach beendete, indem er ihn noch einmal verführte) und weiteren Liebeskämpfen ruhten sie nun nackt auf Alexanders Bett. Hephaistion entspannt vor sich hin dösend und Alexander über ihn geneigt.

Lippen und Zungenspitze glitten suchend über warme feuchte Haut bis sie fündig wurden. „Mhmmm, Granatapfel.“ sagte Alexander, und zerdrückte die fruchtigen roten Kernchen mit der Zunge an seinem Gaumen. „Ich wünschte, ich hätte sehen können, wie sie im Abendlicht auf deiner Haut glitzern…wie Juwelen. Rubine.“

Hephaistions Fingerspitzen näherten sich Alexanders Gesicht, verharrten dann kurz, geisterten kaum wahrnehmbar über die burgunderfarbene Seide, die sich über Alexanders Augen durch die blonden Locken bis in einen Knoten am Hinterkopf wand.

Er liebte dieses Spiel und er liebte die Macht, die er dadurch über seinen König hatte. Es war einzigartig, war sein Privileg, Alexanders Geschenk an ihn, nur ihn, seinen Vertrauten und Geliebten. Er genoss es so sehr, weil er wusste, dies war ausschließlich für ihn, niemandem sonst würde Alexander so rückhaltlos vertrauen, sich so bedingungslos in die Hände geben.

Blind…ja…BLIND vertrauen.


Sein Herz zog schmerzhaft vor Rührung, dass Alexander sich so völlig selbstverständlich darauf einließ, wusste, wie viel es ihm bedeutete. So hatte er ihn nur für sich, nicht den König, nicht den machtverwöhnten Herrscher und Eroberer, sondern den Mann.

Den Mann, der sich in seinen Armen freiwillig eines Sinnes beraubte, um ihm seine Einzigartigkeit zu bestätigen und ihn mit seiner vertrauensvollen Hingabe zu beschenken.

Er ließ seine Fingerspitzen auf der Seide ruhen, an den Stellen , unter denen sich Alexanders Augen befanden, strich dann weiter, die rasierte Wange herunter bis seine Daumen sanft Alexanders leicht geschwollener Unterlippe berüherten. Er massierte sanft über die dunkle Schwellung, die seine Zähne dort hinterlassen hatten als ihn Alexander vorhin etwas zu heftig und ungeduldig in Besitz genommen hatte.



tbc.
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