Geschichte: Fanfiction / TV-Serien / Numb3rs / Cry

Cry

GeschichteDrama / P12
Alan Eppes Charlie Eppes David Sinclair Don Eppes Dr. Larry Fleinhardt Terry Lake
07.05.2007
29.03.2008
33
49305
1
Alle Kapitel
117 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Disclaimer: Die charaktere und die serie gehören nicht mir. Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte

Teil I: Paige und die Mathematik

Die Trauer der Schwester

December Shipley saß in der Dunkelheit ihres Wohnzimmers. Keine Lampe war entzündet, sie wollte es nicht. Sie trauerte. Sie trauerte still und allein. Auf ihrem Schoß lag ein, mit schwarzer Tinte bedruckter Stoß Papier und wartete nur darauf gelesen zu werden.
Das würde das letzte Geschenk an ihre tote Schwester werden, bevor diese ging.
Paige hatte soviel für sie getan, sie war immer ihr Vorbild gewesen und hatte sich immer auf Decembers Seite gestellt, sie immer beschützt und sie immer aus allen Schwierigkeiten herausgeholt, auch wenn Paige dadurch selber Probleme bekam. Es war Paige immer egal gewesen, ob ihr Handeln Konsequenzen hatte, solange December nicht mehr in der Klemme steckte.
December hatte diese Hilfe immer wie selbstverständlich angenommen. Erst jetzt, wurde ihr bewusst, wie undankbar sie gewesen war. Es tat ihr unendlich Leid, wie oft sie ihre große Schwester ausgenutzt hatte, doch nun war zu spät für eine Entschuldigung. December würde Paige nie wieder sehen, bis auf ein letztes Mal.

Es hatte zu dämmern begonnen und nun stieg langsam die Sonne über dem Horizont auf. Als es hell genug war, fing December an zu lesen:

Dieses Buch ist für meine Schwester Paige Seymour, die nicht ohne eine Entschuldigung von uns gehen soll.

Warum Paige so magisch war  können die meisten nicht sagen. Sie beschrieben meine Schwester immer nur als geheimnisvoll, einzigartig und unnahbar. Doch Paige war viel mehr als das. Sie war der freundlichste, offenste und herzlichste Mensch, den ich je kennen gelernt hatte. Paige konnte einem in der miesesten Stimmung ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, ohne, dass sie dafür viel tat. Paige war einfach da und die Nacht verschwand. Wenn sie lächelte, dann bildete sich ein Grübchen auf ihrer linken Wange und man hatte das Gefühl, die Sonne ginge auf.

Noch einige Jahre zuvor, da war Paige anders. Verschlossen, schreckhaft und kalt. Sie kam mit dem Tod unserer Eltern und unseres kleinen Bruders nicht zurecht. Paige war gerade einmal neun, als die Drei starben. Danach kam für meine Schwestern, meinen Bruder und für mich die schwerste Zeit, meines Lebens.
Paige wollte nie über diese Zeit sprechen, deshalb möchte ich sie auch nicht ausführen, das Einzige, was ich sage, ist, dass Nancy, unsere älteste Schwester, Paige und ich, in ein Heim, in Seattle kamen, dort wo wir lebten.
Nach einem Jahr, wurde Paige von einer Familie aus Los Angeles adoptiert und als Paige das Heim, zusammen mit ihrer „neuen“ Familie verließ, wusste ich, dass ich meine Schwester, für eine sehr lange Zeit nicht sehen würde.

Als December diesem Abschnitt zu Ende gelesen hatte und von dem Blatt aufblickte, bemerkte sie erst die Tränen, die ihr unablässig über das Gesicht liefen.
Review schreiben