Sehn-sucht(One-Shot Sammlung)

von Tigerauge
GeschichteAllgemein / P16 Slash
02.05.2007
05.12.2008
8
30560
 
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12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
Titel: Ich(wir) brech(en) aus
Lied: Nummer 7
Genre: Liebesromanze(Erotik?)
Typ: Short-Story
Warnungen: GustavxBill
Rating: P18-Slash
Bild: http://i59.photobucket.com/albums/g289/Tigerauge_2006/wirbrechenaus2.jpg

Die Autorin spricht(XD): Wie angekündigt folgt nun ein One-Shot zum Lied „Ich brech aus“(etwas im Namen verändert^^) Ich danke meiner Freundin die mich auf diese grandiose Idee gebracht hat.
In dieser Geschichte geht es etwas detaillierter zur Sache zwischen Bill und Gustav*grins* Naja wenn euch die Stelle nicht gefällt, habt Verständnis es ist erst das zweite Mal das ich so was schreibe, aber ich bin für meinen Teil sehr zu frieden^^
Da oben steht GustavxBill, auch wenn viele sagen würden es ist doch BillXGustav .Ist doch egal ob nun GustavxBill oder BillxGustav da steht, ist doch immer dasselbe XD

Nun gut Schluss gelabert, nach der Zeit habe ich bedenken ob überhaupt noch jemand das hier lesen wird o_o

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***Ich (wir) brechen aus***


„Bill, Gustav noch ein Foto"

Hier und da werden unsere Namen gerufen. Von allen Seiten werden wir von Reportern mit ihren Blitzlichtgewitter bombardiert, engen uns ein bis zu dem Grade bald wahnsinnig davon zu werden. In kürzester Zeit brach über uns das reinste Chaos ein. Mal gerade eine Woche ist vergangen. Eine Woche, die für mich und auch für Bill wie eine Ewigkeit vorkam. Eine  Woche ohne jegliche ruhe, geschweige denn Privatsphäre. Ich habe sogar schon vergessen was Privatsphäre heißt. Zuvor hatten wir als Band zwar auch nicht Unmengen davon, doch seit letzter Woche ist dies bis zu einem Minimum geschrumpft. Die paar Minuten, die wir ab und an für uns haben, darüber können wir wirklich von Glück reden. Abends sind die Gemüter von all den Strapazen und Stress ausgepowert und die Seele müde, um uns an der freien Zeit in der Nacht zu erfreuen geschweige denn sie richtig zu genießen. Wie auch, wir fallen wie Steine ins Bett und driften keine Sekunde später direkt in den Schlaf, meist ein unruhiger. Wir können von einem Wunder sprechen, wenn wir morgens aneinandergekuschelt erwachen, was in der Nacht unbewusst geschieht, doch nur in diesen Momenten gönnen sich unsere Körper die benötigte Geborgenheit.

An unseren Kräften zehrt all der Tumult ebenso, und nicht nur an Bills und meinen, auch an der unseren Bandkollegen, die uns tatkräftig unterstützen um uns halbwegs Platz zum atmen zu lassen. Ich stehe morgens auf, bin immer noch hundemüde und besitze keinerlei Power mehr in Reserve, dennoch schleift man sich durch den Tag, Tag für Tag. Und das von mir. Mir, der bisher immer Frühaufsteher war und jeden morgen sehr viel spaß hatte die anderen mit den verschiedensten Gemeinheiten aus dem Schlaf zu befördern. Nur bei Bill machte ich eine Ausnahme, den ich stets viel sanfter und liebevoller auf den neuen Tag vorbereitete. So bekam ich jeden morgen eine Packung Zärtlichkeiten zum Frühstück, doch seit einer Woche kann ich davon nur noch träumen. Momentan ist es für uns sehr schwer. Das Aufliegen unserer Beziehung in der Öffentlichkeit kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Unsere Produzenten  entschieden sich, nachdem wir nur ihnen von unserer Beziehung erzählten,  dies in ferner Zeit schonend und geregelt über die Bahn zu bringen. Für mich klang es eher danach unsere Beziehung sei irgendeine Krankheit, die zu kurieren bedarf. Ich vermute eh sie erhofften sich das Ende unserer Beziehung noch ehe es überhaupt öffentlich gemacht werden muss und wollten es daher hinauszögern.

Wir taten wie Geheiß was uns vorgeschrieben wurde, wussten wir doch dass es ohne Planung in einem  Chaos enden würde, wie wir ja jetzt ganz deutlich am eigenen Leib zu spüren bekommen. Den Mund vor nur einer falschen Person zu weit geöffnet und schwups weis es ganz Deutschland und ich wage zu behaupten, sogar auch teile anderer Länder. Ich hatte gedacht einen Freund vor mir sitzen zu haben, denn davor war er einer meiner engsten im zurückgebliebenen Freundeskreis, doch wie sehr kann mich sich in einem Menschen doch täuschen. Er sah für sich die Chance, die er auch ohne mit der Wimper zu zucken ergriff. Der Verrat des Freunds schmerzte sehr und ich kann es immer noch nicht wirklich begreifen wieso. Die Bedenken waren vorhanden, doch ich dachte dem richtigen Freund mein Geheimnise anzuvertrauen und meine Vermutung bestätigte sich im laufe des Gespräches auch. Etwas überrascht wirkte er zwar, doch er nahm mich trotzdem so hin und versprach mir sogar niemanden davon zu erzählen. Bitter entfleucht mir ein Auflacher. Er hat mir direkt ins Gesicht gelogen und ich habe es nicht mal bemerkt. Mit seinem Verdienst an der Schlagzeile des Jahres, läst er es sicher gut gehen.

Letzte Woche Dienstag, ohne jegliche Vorwarnung, lass ich die Tageszeitung und erlebte den Schock meines Lebens. Ein großes Bild auf dem Bill und ich Arm in Arm uns innig küssen. Jeglicher Versuch es zu Anfang abzustreiten schlag fehl, nicht mal ein Hauch einer Chance bestand. Beißen sich die Leute mal an etwas fest, wie in diesem Fall an dem Artikel und dem dazugehörigen Foto, lassen sie nicht wieder so einfach locker. Es kommt ganz drauf an wie spannend die Geschichte ist, an unserer scheinen sie sich zu sättigen, ihre Neugierde, ihren Hunger nach mehr, der nie zu enden scheint.

Woher ich weiß dass der Verräter von einem Freunde das war, ist einfach zu beantworten. Ein paar Wochen nachdem ich ihm davon erzählte und wir endlich mal wieder ein paar freie Tage daheim verbringen konnten, trafen wir uns alle vier mit ein paar gemeinsamen Freunde von uns, so gehörte auch dieser zu ihnen. In ein paar Minuten die Bill und ich glaubten alleine und unbeobachtet zu sein, da außer einer alle sich wieder verabschiedet hatten, klebte ich regelrecht an Bills Lippen. Erst nach einem kurzen Räuspern bemerkten wir Beide dass wir beobachtet wurden. Da stand er, etwas verlegen, aber er wusste ja eh bereits von uns. Und dann das Foto in der Zeitung. Man kann ganz deutlich den Raum erkenne, in dem wir uns an diesem Tage küssten. In solchen Situation erfährt man erst wer seine wahren Freunde sind.

In nur einer Woche reden wir schon von einer Ewigkeit, obwohl alle von uns wissen das noch eine lange Zeit vor uns steht. Zeit in der wir beschimpft werden, geliebt und auch verachtet. Es ist erstaunlich zu erleben wie unterschiedlich die Menschen darauf reagieren, darauf dass zwei Mitglieder der Band Tokio Hotel schwul sind. Wobei ich mich nicht direkt als schwul bezeichnen würde. Ich leibe Bill, definitiv, dennoch bin ich nicht zwangsläufig Homosexuell. Ich fühle mich zu im hingezogen, möchte ihn berühren, ihn halten und lieben. Meine Liebe gilt seiner Person, ganz unabhängig was sich zwischen den Beinen der geliebten Person befindet oder auch nicht. Damit möchte ich sagen, es hätte auch eine Frau sein können, aber es ist nun mal so wie es ist. Liebe kennt keine Grenzen und so auch keine zwischen männlich und weiblich.  Wieso also die Neigungen der Liebe in unterschiedliche Schubladen stecken, man kann nicht bestimmen in wen man sich verliebt.

Klar anfangs verwirrten mich meine Gefühle, ich verstand sie nicht. Verstand nicht warum sie sich Bill gegenüber veränderten. das Kribbeln in seiner Nähe, die Nervosität und das Glücksgefühl bei kleinsten Berührungen. Nach dem ersten Kuss jedoch war ich mir meiner Gefühle ganz sicher und die Angst ich würde damit die Freundschaft zerstören und Bill empfinde nicht das Gleiche, das schlimmste er täte mich meiden, verschwanden mit einem Schlag, als er seine Arme um meinen Hals legte und den Druck auf den Lippen verstärke. Das Gefühl in diesem Moment war atemberaubend. Der Schmetterlinkschwarm in meinem Bauch vermehrt sich spontan um ein dreifaches, mein Gesicht drohte unter dem feurigen Kuss zu verglühen, ebenso meine hochroten Ohren. Die Beine wurden wabbelig und drohten wegzuknicken, hätten wir uns gegenseitig nicht gestützt. Mein Kopf explodierte beinahe vor Glückshormonen. Das Verlangen nach mehr war enorm, doch wir gingen es langsam an. Es war was neues, für uns Beide. Neu, interessant und aufregend. Immerhin waren wir schon Jahre befreundet und nach der langen Zeit intimer miteinander zu werden war fremd.

Es war schwer seine Gefühle in Vollenzügen auszuleben, wenn man immer zu unter Beschuss und nahe zu jede Minute in der Öffentlichkeit unter Beobachtung steht. Der Zwang, das Verlangen in den ersten Zeit des Verliebt sein, sich zu berühren und zu küssen- den Partner den man liebt nahe zu sein- unter Kontrolle zu halten, war sehr schwer. Die Gefühle frei zu zeigen war unmöglich. Die Zeit war eine harte Probe für unsere Beziehung und ich kann nicht verleugnen mal den Gedanken gehabt zu haben alles hinzuschmeißen. Einfach vom ganzen Aufpassen genervt zu sein. Ein klitzekleines bisschen habe ich mir erhofft nach dem Auffliegen etwas mehr Freiraum zu haben, da man nicht mehr aufpassen muss sich keine vielsagende Blicke zuzuwerfen oder sich nicht zu berühren, zwar könnten wir das, da jetzt eh alle bescheid wissen, doch tun wir es nicht. Gerade zur Anfangszeit nicht. Die  Geier von der Presse warten nur geradezu darauf. Darauf ein Foto zu schießen, wie wir uns küssen oder sonst irgendwelche Zärtlichkeiten austauschen. Sie sind versessen danach. Jeder einzelne möchte der Nächste sein der ein Foto macht auf dem wir uns küssen, jede Zeitung will die Erste sein. Es ist schlicht und einfach ätzend.


Als unsere Beziehung noch geheim war, dachte ich schon sie würde an der ganzen Heimlichtuerei zerbrechen, doch das war nichts zu dem was wir seit einer Woche erleben. Meine schlimme Befürchtung besteht darin an diesen Folgen Bill zu verlieren. Wir sind gerade mal 3 ½ Monate zusammen. Alles noch frisch und leicht zerstörbar. Der Blick durch die rosarote Brille verbalste sehr früh. Wir lernten von Anfang an in solchen Situationen zu lieben, eventuell schweißt uns das auch mehr zusammen, als es uns auseinander bringt.

Die Liebe ist etwas Seltsames. Die Liebe kann man nicht steuern sie sucht sich seinen eigenen Weg und auch wenn sie manchmal seltsame Pfade einschlägt.
Deine Augen. In den letzten Jahren blickte ich fast jeden Tag in sie und doch waren es nur ganz normale Augen, jetzt hingegen strahlen sie etwas Wunderschönes aus, sie strahlen Magie aus, die Magie der Liebe, die mich stets verzaubert. Ich nahm dich als Person ganz anders wahr. Die Wege der Liebe sind unergründlich.

„Komm weg hier“

Mit einem kräftigen Ruck an meinem Handgelenk zieht mich Bill, der gehetzt durch die Gänge läuft, hinter sich her.
Es is wirklich frustrierend, nicht mal eine Minute seine ruhe zu haben und noch nicht mal in seiner eigenen Garderobe auf irgendeinem Festival. Eigentlich ist der Zutritt für die Presse verboten, doch sie schaffen es immer zu sich irgendwie einzuschleusen, um uns auf die nerven zu fallen.
Waren wir endlich mal wieder einen Moment für uns allein, taucht ein Presse Heini auf und zerstört die gesamte Stimmung. Mahnmal denke ich mir es wäre leichter den Reporter das zu geben was sie wollen. Bilder, auf denen wir sonst was machen, Hauptsache sehenswert. Das nächste Mal mach ich ein paar Fotos wenn wir Sex haben und schick sie ihnen, das wäre gefundenes Fressen. Die hätten sicher keinerlei scheu diese der Öffentlichkeit preis zu geben. Diskretion ist ihnen ein Fremdwort. Um Sex Fotos zu  knipsen müsste man erstmal Sex haben, was wir ja dank ihnen die gesamte Woche über nicht einmal hatten. Doppelt frustrierend. Und wenn wir es mal versuchen, kommt entweder etwas dazwischen oder einer von uns ist einfach viel zu müde, was täglich das Problem darstellt. Jeder Mensch hat Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen, die sich bei uns leider anstauen.

Auf solche Bilder könne sie ewig warten, ebenso versuchen wir zu vermeiden küssend fotografiert zu werden und ich muss zugeben wir sind gut, sie haben es bisher noch nicht geschafft. Ich möchte nicht morgens die Zeitung aufschlagen und ein reisen großes Bild von mir und Bill darauf erblicken. Man nennt es weiterhin Privatsphäre und nicht etwas wo jeder Mensch dran teilhaben kann.

Wütend stampft Bill- mit mir im schlepptau- weiterhin auf der Suche nach einem ruhigen Ort, der bei einem Festival schwer zu finden ist. Seit ein paar Minuten höre ich den Fotographen hinter uns nicht mehr rufen, entweder haben wir ihn endlich abhängt oder er folgt uns, versteckt. Zweiers trifft eher zu, bei dem Glück das wir haben.

„Bill wo willst du hin, wir haben gleich eine Auftritt, hast du das vergessen?“ rufe ich etwas außer Atem zu dem mich ziehenden vor mir, der keine Anstalt macht mir eine Verschnaufpause zu gönnen. Der hat aber auch einen Affenzahn drauf.
Ich möchte ja auch lieber mit ihm alleine sein, aber den Auftritt in letzter Minute hinzuschmeißen wäre den Fans gegenüber nicht gerecht, außerdem gäbe es ziemlichen Ärger mit den Veranstaltern und nicht zu vergessen mit der Plattenfirma.

Das ist der erste große Auftritt nach dem Auffliegen unserer Beziehung. Ich gebe offen zu etwas Bange davor zu haben. Davor wie die Menschenmasse reagieren wird. Ob sie uns ausbuht oder gar beschimpft? Ich wüsste nicht wie viel ich auf einmal ertragen könnte. Wie gesagt die Reaktionen der Menschen fallen unterschiedlich aus. Es kommt ganz drauf an welche der Meinungen sich in der Menschmasse häufen.

„Mh“ brummt Bill mürrisch zurück, doch von umkehr keine Anzeichen.

„Bill?“ versuche ich ein zweites Mal zu ihm durchzudringen.

„Halt die Klappe, es ist noch genug Zeit“ schnauzt er mich an, und verpasst mir einen weitern kräftigen Ruck am Handgelenk. Bill sieht ja nicht besonders stark aus, doch das täuscht ungemein, ich spreche von Erfahrung und das in vielerlei Hinsicht.

Von mir aus kann er mich sonst wo hinschleppen oder sollte ich eher abschleppen sagen.
Seine schlechte Laune kann ich ihm nicht übel nehmen, wir sind Beide seit tagen sehr reizbar und ticken schnell aus, da benötigt es nicht mal einen richtigen Grund, der Stress ist Grund genug. Es mangelt nun mal an Zärtlichkeiten, befummeln und sonst allem anderen auch. Es staut sich, Wort wörtlich. Und genau das Drück auf die Stimmung und verschlechtert die Laune.
Wenn Bill mit dieser Laune auf die Bühne geht, wird es ein Desaster. Käme nur ein falsches Wort von unten zugeflogen, kann ich nicht einschätzen ob Bill dabei nicht gleich mal austicken würde. Kommt nicht ganz so gut bei den Leuten an.

Mit einem weitern kräftigen Ruck, gefolgt eines Schupfers, stolpere ich rückwärts in einen Raum. Die Tür schließt sich gleich nachdem auch Bill den Raum betreten hat und nur ein kleines Fenster ganz oben am Wandrand spendet ein gedämpftes Licht. Zeit das Zimmer näher zu inspizieren besteht nicht, mir bleibt nicht mal eine Pause, den sofort drückt mich Bill mit dem Rücken an die Wand, nagelt meine Arme fest und drückt heißhungrig seine Lippen auf die meine. Verdammt ist der Kuss gut. All die mangelnden Zärtlichkeiten vereinen sich nun in einem. Der Kuss, so feurig und leidenschaftlich, ist der reinste Wahnsinn. Keine zwei Sekunden später schiebt sich auch schon seine Zunge in meine Mundhöhle und plündern sie regelrecht aus. Bills Bein schiebt sich zwischen Meine und fängt dort an es etwas hin und herzu reiben. Automatisch drücke ich meine Lenden feste gegen die Seine. Gleich darauf quittierte ich mit einem erregten Stöhnen sein tun.

In der Eile dauert es nicht lange bis er mir meine Hose aufgeknöpft hat und seine Hand hineingleitet. Leicht erschrocken über die plötzliche Berührung keuche ich in den Kuss hinein, den ich darauf unterbreche und nach Luft schnappe.
Der Marsch hat mich bereits außer Atem gebracht und dann noch ein solch atemberaubender Kuss, meine Lungen brauchen vorerst ganz dringen Luft.
Bill, der von uns Beiden der unsportlichste ist, scheint keine Probleme mit dem Atmen zu haben. Das Rumgerenne auf der Bühne scheint sich auszulohnen Ich glaub ich sollte mich mal wieder öfters auf das Fahrrad schwingen.

Prompt werde ich aus meinen Gedanken gerissen, als Bill anfängt meine untere Region zu stimulieren. Wie sehr habe ich doch seine Berührungen vermisst.
Ich warne den aufdringlichen Typen uns zu verfolgen und gerade jetzt zu stören, denn ich wüsste nicht ob ich ihn nicht auf der Stelle an die Gurgel springen täte.
Bill unterbricht meine Bedenken, mit einem dominanten langen Kuss, der mir alle Sinne raubt. Vergessen sind sämtliche Gedanken, es zählt nur noch das hier und jetzt, es zählt nur noch Bill.

Mit flinken Händen öffne ich Bills sehr eng anliegende Hose, die ihm sicher schon kräftig zu schmerzen scheint. Mir geht es nicht anders. Meine Hose, die locker auf meinen Hüften hängt, drückt unangenehm dort wo sich Bills Hand befindet. Ich bezweifle das seine Hand darin noch genügend Spielraum besitzt.
Ohne zu zögern reise ich Bill seine Hose samt Boxershorts mit einem Ruck komplett von den Hüften, gerade so viel bis seine Intime Stelle befreit ist. Bill tut es mir gleich und entfernt endlich den störenden Stoff, um sich besser um eine Erregung zu kümmern, die schnell und stetig empfindlicher wird. Intuitiv streckte ich eine Hand aus und beginne seine bestehende Erektion sanft zu kraulen.

Gegenseitig treiben wir uns immer näher an die Spitze. Ich muss mich zusammen reisen, um nun nicht gleich in Bills Hand zu kommen. Sollten wir nicht gleich damit aufhören, kann ich dafür jedoch nicht garantieren.

„Bill…“ keuche ich gepresst „ich kann nicht mehr lange“
Dieser haucht im selben Augenblick einen Kuss auf meine Halsbeuge und selbst diese kleine gedankenlose Geste bringt mich meinem Höhepunkt rasend schnell näher.

Dankend  dass er von mir abgelassen hat, warten wir beide noch einen Moment um zu Ruhe zu kommen. Das Verlangen ihn noch näher zu spüren ist von enormer Größe und auf warten habe ich keine Lust mehr.

„Mach“ bitte ich ihn Lust verschleiert, „…ich kann nicht mehr warten“

Bill wirft mir einen prüfenden Blick zu, der zwar ebenso erregend ist doch auch von eine Ernsthaftigkeit geprägt.

„Sicher?“ erkundigt er sich führsorglich.

Ungeduldig drehe ich mich mit meinem Körper zur Wand und schaue Bill abwartend an
„Ja mach einfach“

Das ist zwar nicht die romantischste Weise, aber das ist mir eben so was von schnuppe, solange ich Bill endlich mal wieder auf diese Weise zu spüren bekomme.
Einladen spreize ich, soweit mir die Hose an den Knikehlen es erlaubt, meine Beine und warte ungeduldig auf Bills Einsatz, der sich dies nicht zweimal sagen läst und sich schließlich heiß in mich drückt.
Ein stechender Schmerz, den ich eigentlich schon kenne, doch ohne Vorbereitung um einiges scherzhafter wirkt, durchdringt mein Körper. Ein inniger Laut löst sich aus meiner Kehle und sofort  verharrt Bill regungslos in mir.

„Geht´s?“ fragt Bill etwas gepresst und sein heißer Atem streift meinen Nacken. Mir ist so heiß. Ich könnte auf der Stelle kommen, aber ich halte mich mühsam zurück. Der Schmerz verlangt meiner Errungne keinen Abbruch.

„Ja“, hauche ich begehrend und Bill beginnt sich bedächtig in ihm zu bewegen. Mein Atem wird heftiger, mein ganzer Körper bebt und bricht in Schweiß aus. Der Schmerz ist schnell vergessen und ist in reine Lust gewandelt.  Ihn endlich mal wieder so zu spüren ist wunderbar. Die Gefühle, die dabei geweckt werden, hatte ich sehr vermisst.
Ob nun Bill mit mir oder ich mit ihm schlafe ist völlig egal. Wir haben seit Anfang an keinen Unterschied gemacht, der jenige der es schafft den Anderen willenlos zu machen ist an der Reihe  und hier hat auf jeden Fall Bill das Spiel in der Hand. Er ist  dominanter, doch ich lass es mir nie nehmen das Spiel nach meinen Wünschen in bestimme Richtungen zu lenken.

Bill stöhnt so hinreißend schwach meinen Namen, dass ich davon noch mehr angeheizt werde. Wenn er sich nicht beeilt komme ich noch vor ihm, doch ich muss mich zusammenreißen, denn ich will mit ihm zusammen kommen. Er keucht mühsam und drängte sich immer wieder tief in mich, dabei eine Hand um mein Geschlecht umschlossen und zum Takt seiner Stöße pumpend.

„Bill…“ presse ich zittrig hervor „ ich…ich-“

„Ich auch“ flüstert er heiß und diese Worte sind der Anstoß sich fallen zu lassen. Mein Körper fängt an zu beben und mein Stöhnen wird glühender. Meine Beine zittern und Bill hinter mir geht es nicht anders. Mit ein paar heftigen Stößen bringt er uns beide zu unserem Höhepunkt, der mit seiner ganzen Macht über mich hinein bricht.

Sein Gewicht auf mich abstützend, ringen wir beide schwer nach Luft. Mein Herz pocht wie wild gegen meine Brust und ich habe große mühe mein und dazu auch Bills Gewicht zu halten.

„Jetzt kann ich auf die Bühne“ meint Bill plötzlich, zieht sich aus mir heraus und macht sich daran seine Hose wieder richtig anzuziehen. Ich habe eben eindeutig nur zum Druck ablassen gedient, aber ich kann froh sein Hauptsache in dessen Genuss zu kommen. Widerwillig seufzend ziehe auch ich mir meine Hose hoch. Gerade eben war ich noch derjenige der es eilig hatte rechtzeitig zum Auftritt zu kommen, nu ist es Bill. Seine Gesichtszüge sehen jetzt viel weicher aus und er ist nicht mehr so angespannt wie vorher. Ich kann stolz sein der Grund dafür zu sein, aber dennoch sehne ich mich endlich wieder Sex aus Liebe mit ihm zu teilen, ganz ohne Druck und ohne Zeitmangel.

„Komm gehen wir“ fordert Bill und greift bereits nach meiner Hand, doch diesmal bin ich stärker.

„Ähm warte…“ murmle ich verlegen „ich kann noch nicht“
Meinen Worte verschaffe ich mehr Ausdruck, indem ich mir mit einer Hand an die Hüfte greife.

„Oh“ macht Bill verstehend „ war ich zu grob…“
Verneinend schüttle ich gleich den Kopf und ziehe Bill in meine Arme:
„Nein, ich wollte es so“
Prüfend schaut er mit intensiv in die Augen. Nachdem er sich sicher gegangen ist, dass ich ihm wirklich nicht böse deswegen bin, gibt er mir einen entschuldigen Kuss, der so schüchtern wirkt, das man nicht glauben kann was wir eben noch taten.

„Weißt du was ich mir überlegt habe“ murmelt er leise gegen meine Lippen. Mit geschlossenen Augen schüttle ich verträumt den Kopf.

„Wir sollten einfach abhauen…ich mein uns einfach mal ein paar Tage frei nehmen. Weg von hier, weg von dm ganzen Stress“

Abrupt reiße ich darauf meine Augen wieder auf und schaue Bill ungläubig an. Das meint er doch jetzt nicht ernst, oder? Es hört sich ja schon verlockend an, aber das können wir doch nicht tun.

„Sehnst du dich nicht nach etwas ruhe und endlich mal wieder Zeit nur für uns?“ fragt er zuckersüß und grinst viel sagend.

„Doch schon, aber wir können doch nicht so einfach weg gehen“

„Warum nicht“ meint Bill entrüstet „ wir müssen so viel und dürfen nichts. Wir hauen einfach ab, nur für ein paar Tage“

„Es hört sich ja schon verlockend an…“ gebe ich ehrlich zu. Warum nicht, wir haben es verdient.

„Na dann lass es uns tun“ Mein Gegenüber strahlt seit langem endlich mal wieder glücklich und aus tiefstem Herzen, das dies auf mich abfärbt. Es ist schön Bill endlich mal wieder so fröhlich zu sehen.

„Ok“ stimme ich wagemutig ein und nun zeichnet sich auch auf meinem Gesicht ein breites Grinsen wieder.

„Na schön….“ Stürmisch drück mir Bill einen dankenden Kuss auf die Lippen „ aber erstmal sollten wir diesen Auftritt hinter uns bringen.“

Nach gesagten Worten dreht er sich um- ich gebe zu wir haben nun wirklich nicht mehr viel Zeit- und setzt zum gehen an, stoppt jedoch gleich wieder um sich ein weiteres Mal zu mir umzudrehen „Ähm…kannst du denn wieder…gehen?“
Verlegen und mit einem hinreißenden Rotschimmer auf den Wangen lächelt er mir schwach entgegen.
Der Schmerz ist vergessen bei dem Gedanken an die freien Tage, die wir uns ohne Erlaubnis nach stressigen Tagen einfach mal gönnen werden. Nickend bejahe ich seine Bedenken und zur Bestätigung laufe ich voran um Bill hinter mir her zu ziehen.


++++++++++++++++++

Die Sonne bedeckt die Erde mit ihren wunderbar warmen Strahlen, das Meer wirkt im Schein der Sonne wie verzaubert und dazu ein sich im Sand rekelnder Bill.
Noch vor zwei Tagen standen wir in diesem Raum, planten spontan unseren Ausbruch aus unserem Leben und dem dazugehörigen Stress und Tumult um unsere Personen. Hier wo wir jetzt sind kennt uns keine Sau- eventuell gibt es auf dieser Insel ein paar Urlauber, doch bisher haben wir noch keinen getroffen.
Hier haben wir unsere verdiente Ruhe gefunden, hier stehen wir nicht unter ständiger Beobachtung und werden für unsere Beziehung verachtete. Die Leute laufen an uns vorbei und es stört sie nicht. Wären wir in Deutschland nicht so berühmt, so täte es auch dort nicht vielen Leuten stören was wir nun sind oder mit wem wir zusammen sind, doch leider bringt der Erfolg mit sich, andauernd für sein Tun zur Rechenschaft gezogen zu werden, egal wie harmlos die Dinge normalerweise auch sind.

Genießerisch strömt das angenehm kühle Nass über meine Haut und läst mich genüsslich aufseufzen. Es war eine sehr gute Idee diesen spontanen Urlaub ohne das Wissen der Anderen zu machen.
Außerdem haben Bill und ich endlich wieder Zeit nur für uns, die auch in vollen Zügen ausgenutzt wird. Verträumt lasse ich meinen Blick auf dem etwa zwanzig Meter entfernten, am Strand liegenden Bill gleiten. Er hat es sich genau am Rande zwischen Strand und Meer gemütlich gemacht. Die kleinen aufkommenden Wellen strömen glitzernd über seinen schmalen Körper. Seine Ellebogen im Sand abstützend und den Kopf genüsslich in den Nacken geworfen, lässt er die Strahlen der Sonne über sich ergehen.

Leise bewege ich mich im Wasser voran und krieche unbemerkt an Bill heran, bis ich mich schließlich über ihn beuge. Der, über ihm aufkommende Schatten meines Körpers, läst ihn unter mir zuckend aufblicken.
Der erste Schreckmoment ist von keiner langen Dauer, sein hübsches Gesicht ziert ein zufriedenes Lächeln.

„Es war eine sehr gute Idee hier her zu kommen“ bestätige ich ein weiteres Mal Bills grandiosen Einfall. Ich möchte gar nicht wiesen was für ein Aufstand gerade in der Platenfirma herrscht, wie sie alle wütend und fluchend in der Gegend rum rennen, wo wir es uns hier gut gehen lassen.

„Find ich auch“ säuselt er verführerisch, legt eine Hand in meinen Nacken und zieht mich für einen Kuss zu sich herunter. Er schmeckt gut, er schmeckt immer gut.

„Ich habe Tom trotzdem noch eine Sms geschrieben, dass sie sich keine Sorgen machen sollen“ verkündet Bill kleinlaut in den Kuss. Für einen kleinen Moment ist es totenstille ehe wir beide gleichzeitig im schalenden Gelächter ausbrechen. Es ist angenehm Bill unbeschwert lachen zu hören.  Lachend lasse ich mich neben ihm in den Sand fallen und drücke Bill glücklich an mich.

Wer weiß was uns zurück in Deutschland erwartet. Unsere spontane Aktion kann alles noch viel schlimmer machen, einige Personen werden auf jeden Fall sehr böse darüber sein.
Was ich weiß ist, das unsere Beziehung diese vergönnte Auszeit dringend nötig hatte, um wieder neu Kraft zu tanken, denn sonst glaube ich wäre sie daran zerbrochen.
Wir werden sehen was uns erwarten wird, doch erst in zwei Tagen. Jetzt sind wir hier, jetzt wird nicht daran gedacht, es zählen nur noch die Momente gemeinsam, alles andere ist im Augenblick unwichtig.
Jetzt können wir uns endlich wieder lieben.

~Ende~
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Ähm...Kommi?