Sehn-sucht(One-Shot Sammlung)

von Tigerauge
GeschichteAllgemein / P16 Slash
02.05.2007
05.12.2008
8
30560
 
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12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
Titel: Reden
Lied: Nummer 8
Genre: Romanze
Typ: Short-Story
Warnungen: GustavxBill
Rating: P16
Bild: http://i59.photobucket.com/albums/g289/Tigerauge_2006/reden.jpg

Da ich finde(und sicher auch einige von euch^^) das es viel zu wenige Story mit den Paaring GustavxBill(egal wie rum^^) gibt, habe ich entschlossen diese Kurzgeschichten weiter zu führen.
Ich versuche zu jedem Lied auf dem Album "Zimmer 483" eine Kurzgeschichte zu schreiben, natürlich mit meinem Lieblings Paaring *g*
Die Short Storys werden unabhängig von den Anderen geschrieben, also haben überhaupt keinen Zusammenhang. Die einen Teile im Text sind kursiv geschrieben, das heißt es handelt aus einer anderen Zeit(vergangenheit).

Ok jetzt wünsche ich euch viel spaß , mit der Short Story „Reden“ das Lied Nummer 8, vom Album.
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***REDEN****


Was ist zeit?

Zeit schreitet unaufhaltsam voran, vergeht im gleichmäßigen Takt- doch trotz der Tatsache kommt es einem mal schneller mal langsamer vor. Die Zeit bringt schöne sowohl auch schlechte Momente mit sich. Die Schönen sollten am liebsten niemals enden, man möchte sie anhalten. Man liegt im Bett hat das Gefühl die Zeit am Körper vorbeirauschen zu fühlen, man will sich festhalten, gegen den Druck des Storms ankommen, sich nicht dem Lauf des Schicksaals fügen, doch egal wie sehr man es auch versucht, hat es letztendlich gar keine Wirkung auf Raum und Zeit.

Die schönen Momente ziehen ebenso schnell vorbei, dass sie bereits in kürzester Zeit immer mehr von einem weg geschoben werden und bald gänzlich im Schatten verschwinden.

Das bedrückende Gefühl in den Stillen Momenten des Sträubens beginnen mit einem unangenehmen Kribbeln im Bauch, verteilen sich kriechend langsam in Mark und Knochen- bis man laut und deutlich den eigenen Herzschlag in den Ohren hört und alle anderen Geräusche übertönt. Man versucht die aller schönsten Dinge so lange wie möglich in Erinnerung zu behalten, sich möglichst  genau an diese Augenblicke zurück erinnern zu können, doch wie viele hatten wir bereits? Zwei, drei, zwölf oder sogar mehr? Ich kann mich nicht an den Monat erinnern. War es im Dezember, Januar oder vielleicht im Juni? Jedoch den Tag wird keiner so schnell von uns beiden vergessen. Der 15te. Es ist immer der 15te. Wir Beide haben diesen Packt- dieses Bündnis stumm ohne das wechseln eines einzigen Wortes, allein durch unseren intensiven Blickkontakt geschlossenen Wo?...in Zimmer 483.

Unser Zimmer 483. Alles was darin geschieht, die Worte und Geräusche die darin zu hören sind, verlassen niemals diese Vier Wände. Alles darin passiert nur für diesen Augenblick, für diesen Tag, den 15ten jeden Monats, sonst an keinem. Alles was dort getätigt wird, gilt nur für diese Momente, sonst läuft unser Leben wie bisher weiter,  diese Tage am 15ten beeinflussen nicht das restliche Leben. An diesem Tag dreht es sich nur um mich und dich, kein anderer ist mehr wichtig, an kein anderen wird mehr gedacht, nur du und ich!

Genau wie jetzt. Heute ist der 15te., heute treffen wir uns in Zimmer 483. Egal wo wir uns befinden, egal was wir tun, an diesem Tag- in diesen Stunden- reservieren wir uns ein Zimmer mit der besagten Nummer. Diese Stunden gehören allein uns, in denen wir mal nicht unter Beschuss der Öffentlichkeit stehen, in denn wir einfach zwei stinknormale Menschen sind.

Du bist der Erste. Du wartest immer im Zimmer bis ich ebenfalls auftauche. Gemeinsam das Hotel zu betreten wäre die Gefahr erwischt zu werden zu groß, doch nach und nach klappte es bisher ohne Zwischenfälle.

Ohne umschweife steuere ich auf die Rezeption des großen Hotels zu, mein Capy tief ins Gesicht gezogen.

„Ich werde erwartet in Zimmer 483“

Unser Ritual. Du hinterlässt eine Nachricht dass du besucht erwartest, ich melde mich mit einem bestimmten Namen.

„Ihr Name, Sir!“

„Reden“ antworte ich besonders tonlos, ernte dabei einen skeptischen und fragenden Blick des Herrn vor mir ein, auch wen er bereits von dir von meinem Namen eingeweiht wurde. Immer das Gleiche in jedem Hotel. Reden ist unser Wort, damit fing alles an.


Es ist ein sonniger und sehr heißer Tag. Wir haben Urlaub, den wir uns auch reichlich verdient  haben, so hart und viel wie wir die letzte Zeit schufteten. Tag täglich und meist sogar auch die Nacht durch. Tja, das Musikbuissnes ist ein hartes Geschäft, das mit sehr viel Arbeit verbunden ist, die die keine Kraft aufbringen gehen dabei unter, doch mit geregelten Energiepausen und freier Zeit, gewöhnt sich Geist und Körper recht zügig an den Stress.

Mit einen flauen Gefühl im Magen stehe ich vor einer Tür die die Zimmernummer 483 trägt. Meine Hand befindet sich bereits in der Stellung zum klopfen, doch aus diesen komischen Gefühl heraus zögere ich. Wir beide hatten heute Morgen einen fürchterlichen Streit indem mir uns von Wort zu Wort immer mehr in rasche redeten oder besser gesagt brüllten. Wir haben schon fast das ganze Hotel zusammen geschrieen, was zahlreiche Blicke der Gäste auf sich zogen, ebenso warnende Blicke des Personals.

Der Grund, Bettbekanntschaften. Ja, genau darüber haben wir uns gestritten. Du hast dich in den letzten Wochen so sehr verändert das ich dich fast nicht mehr wieder erkenne. Stück für Stück hast du angefangen immer mehr Fans oder eher Groupies, die ohne zu zögern mit dir kommen, mit auf dein Zimmer genommen. Anfangs noch selten, das ich nicht mehr drüber nachdachte, doch als diese Ereignisse sich häuften, du plötzlich anfingst von deinen Eroberungen zu prahlen und dir darüber mit unseren anderen beiden Bandkollegen das Maul zerrissen hast- wurde ich stutzig- bis mir heute der Kragen platzte. Ich habe dich darauf angesprochen, versucht normal mit dir zu sprechen, lief leider total aus den Fugen. Du bist so stur und beharrst auf deiner Meinung, dass du die Ratschläge anderer gleich  ablehnst. Du hast dich verändert und ehe wir in unserem Streit zu irgendeiner Lösung kamen, was bei dem Gebrüll eine Sache  der Unmöglichkeit darstellte, hast du dich auf dein Zimmer verzogen.



„Sie werden bereits erwartet. Hier ihre Karte“

Mit einer kurzen dankenden Geste nehme ich die Karte an mich und mach mich gleich auf den Weg zum Fahrstuhl. Wir suchen uns immer große Hotels aus, in kleineren würden wir sonst kein Zimmer mit der Nummer 483 finden. So ein großes Hotel ist außerdem auch ein Vorteil, den wir sind zwei unter vielen, wer merkt sich schon jedes einzelnen Gesicht das hier tagtäglich ein und ausgeht. Zwar ein seltsamer Deckname den wir da benutze, doch wie gesagt er hat für uns eine besondere Bedeutung wie auch die Zimmernummer 483.

Nach etwa fünf Minuten- und ein bisschen suchen- finde ich unser Zimmer, lasse den Codestreifen der Karte durch den dafür vorgesehenen Schlitz gleiten und sogleich öffnet sich mit einem kleinen grünen Birnchen die Tür. Ich weiß du wartest.


Noch einmal tief durchgeatmet balle ich die Hände entschlossen zu Fäusten und ringe mich dazu durch anzuklopfen. Nun warte ich nervös dass sich irgendetwas regt, wenn überhaupt. Es vergehen einige Minuten die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, in denen rein gar nichts passiert oder etwas aus deinem Zimmer zu hören ist.  Ungeduldig knete ich meine Hände und hoffe dass du mir doch noch die Türe öffnest. Wir haben uns schon öfters gestritten- ganz normal ab und an unter Freunden- doch so schlimm und lautstark wie heute noch nie, was mir unangenehm den Magen verkrampfen läst.

Zu meiner Erleichterung folgt nach hörbaren Stampfen aus dem Inneren, ein Knacken des Schlosses und die Tür geht auf. Aus finsteren Augen starrst du wütend auf mich hinab, die Haltung sichtlich verkrampft am  Rahmen gelehnt.

„Was willst du…Gustav?!“ zischend schmerzen die Worte in den Ohren. So kalt und giftig. Die Worte waren als keine Frage bedacht, sondern eher im Sinne von- Verschwinde~
Eigentlich sollte auch ich mit säuerlichem Blick zu dir schauen, doch er wirkt eher traurig und niedergeschlagen. Ich will nicht streiten.

„Lass uns reden, vernünftig“ versuche ich im ruhigen Ton zum Ausdruck zu bringen.

„Bitte, Bill“ füge ich hinterher, nachdem von dir nicht mehr als das permanentes Starren kommt.
Etwas Unverständliches vor sich hingrummelnd darf ich dann doch das Zimmer betreten…das Zimmer, dessen Nummer 483 lautet



Mit einem Klacken fällt die Tür hinter mir ins Schloss.
„Hi“
Ein Grinsen ziert meine Lippen und ich blicke  lüstern auf den halb liegenden Bill auf dem  Bett hinüber. Seine Beine hängen am Bettrand hinunter, er stützt sich mit den Armen auf der Matratze ab, um zu mir blicken zu können.
„Hey“ erwidere ich ruhig und sanft.
Die Vorhänge im Zimmer sing zugezogen, nur eine Lampe auf dem Nachttisch taucht das Zimmer in ein angenehm warmes Licht.

Du liegst mal wieder besonders verführerisch auf dem großen Bett, hast eine schwarze Bluse an, die, wie ich finde, dir besonders gut steht. Ich liebe es wenn du diese engen schwarzen Blusen anhast, deren letzter Knopf absichtlich nicht zugeköpft wird und so einen Blick auf deinen Bauchnabel erhuschen läst. Es ist seltsam. Sobald wir uns an diesem für uns heiligen Tag im Zimmer befinden, ganz unter uns, bemerkt man erst die Vorzüge des Anderen. Erst dann begehrt man mit Haut und Haaren des Anderen Nähe und Körper, sonst ist unser Verhältnis wie früher- nur Freundschaftlich.

Lächelnd gehe ich auf dich zu, lasse meine Jacke achtlos von den Schultern gleiten, schlüpfe nebenbei aus meinen Schuhen und werfe das Capi in die nächst beste Ecke. Langsam stemme ich ein Bein zwischen die Deine und das Andere links daneben, beuge mich zu dir hinunter um deine bereits ungeduldig Lippen mit meinen zu empfangen. Der Kuss ist leidenschaftlich und fordernd. Kurz drücke ich mein Knie, das sich zwischen deinen Beinen befindet,  an deine Intime Stelle und reibe ganz kurz daran. Aus deinem Mund entfleucht ein kehliges und raues Stöhnen was mir eine Gänsehaut über die Haut fahren läst. Dein Stöhnen ist atemberaubend und läst appetit auf mehr kommen. Mit leichtem Druck drücke ich dich in die weichen Kissen zurück, in die du dich genüsslich hinein sinken läst.


Angespannt Stille kriecht in jede einzelne Ecke des Zimmers, allein  nur der Wind pfeift durch das gekippte Fenster. Seufzend lehne ich meine Stirn gegen die kalte Scheibe und schließe die Augen.

„Bill, was ist nur mit dir los“ murmele ich eher zu mir selbst, als zu dir, doch es ist laut genug das es ebenso zu deinen Ohren durchdringt.
„Was soll sein?“ reagiert er gelangweilt meinen Sorgen gegenüber. Ein dumpfes Geräusch ist vom Bett  aus zu hören. Mit einem weiteren Seufzen stemme ich mich von der Fensterscheibe ab um zu dir zu hinüber zu schlendern. Kann der Typ nicht einfach ehrlich zu mir sein!? Wenn unsere zwei Bandkollegen schon nicht gedenken mit dir über dein seltsames Verhalten zu sprechen, da ich befürchte sie mögen deinen Wandel sogar- ist er doch jetzt so wie sie- muss eben ich der Wahrheit auf den Grund gehen.

Schwerfällig lasse ich mich neben dir auf das Bett plumpsen. Die Stille scheint wieder die Oberhand zu ergattern was allmählich sehr lästig wird, auch meine Geduld kratzt langsam aber sicher an ihre Grenzen.
Etwas bedrückt dich, etwas was ihn zu diesen dummen Taten verleiten läst. Dieses Abschleppen, herumprallen und den Mund zu voll nehmen- ist nicht deine Art und passt überhaupt nicht zu dir.
„Sprich endlich mit mir“ verlange ich etwas zu giftig, als gewollt.



Zärtlich lasse ich meine Hände auf Wanderschaft gehen. Dein Körper unter mir fühlte sich so schön zart und geschmeidig an. Nur dich zu berühren, die warme Haut, den sehnigen Körper, erregen mich. Die Hand fährt über den Bauch, umkreist dort ein paar mal den Bauchnabel, wandet weiter hinauf zu den Brustwarzen um dort zu verweilen und diese mit leichtem zwirbeln und streicheln hart werden zu lassen, als meine Lippen an ihnen nagen, beginnst du leicht an zu zittern. Genüsslich fahre ich mit den Fingern federleicht über den Hals, weiter, entlang den Gesichtskonturen.

Ich hinterlasse kleine Küsse auf deine halb geschlossenen Augenlieder, auf Stirn und Nasenspitze, verwöhne deine Haut an Bauch und Brust weiterhin mit meinen Händen, um dich mehr und mehr anzuheizen und dir einfach mal die vergönnte Zärtlichkeit zuteil werden lassen.

Spielerisch lecke ich über deine Ohrmuschel, beiße kurz hinein um gleich danach wieder heilend darüber zu lecken. Dein warmer Atem, der eher stoßweise von dir kommt, umströmt dabei meinen Nackenwirbel und läst mich wohlig erschaudern. Leise lausche ich deiner Atmung und den Keuchgeräuschen, die mich immer mehr abdriften lassen, in den Rausch der Lust.


Die Worte hallen weiterhin in den gemächigen Raum herum. Im Nachhinein schmecke ich einen bitteren Nachgeschmack im Mund und weiß noch nicht mal wieso. Irgendwie fühle ich mich die ganze Zeit schon so seltsam.
„Gustav…“

Leicht erschrocken über meinen gesagten Namen, ruckt mein Kopf zu dir hinüber und ich bemerke erst jetzt dass du dich aufs Bett gelegt hast.
„…fühlst du dich nicht auch mal einsam?“

Leicht irritiert über diese Frage hebe ich die Augenbraue und blicke in deinen fast schon erwartungsvollen Gesichtsausdruck.

„Ähm…ja…schon…“ stottere ich etwas ungeschickt vor mich hin, kann mir meine Nervosität selbst nicht erklären.

„Ich mein sehnst du dich nicht nach Wärme, Geborgenheit und etwas Zärtlichkeit?“
Jetzt bin ich sichtlich verwirrt. Zum dritten Mal in folge seufze ich  und lasse mich rücklings auf die Matratze fallen. Warum fragt er mich das? Ich verstehe den Zusammenhang mit meiner Frage nicht so wirklich.

„Schon…aber das ist nun mal so. Wir haben kaum Zeit für diese Dinge…“

Bedrückt dich das? Sehnt du dich seit ungewisser Zeit nach etwas Zärtlichkeit und Geborgenheit einer anderen Person und schleppt deshalb immer öfter ein paar Mädels ab, in der Hoffnung diese Sehnsucht nach diesen Dingen damit zu stillen. Erhoffst du dir so die Lücke zu füllen.
Diese Taten sind eine reine Lüge. Diese Taten sind ganz allein zum vergnügen vorgesehen, dabei findest du nie nach was du sucht. Eine feste Bindung würde den Hunger nach Zärtlichkeit stillen.
„Ich tu das nicht gern, du weißt das ist nicht meine Art, aber was soll ich sonst tun…“
Die reinste Verzweiflung ist aus deiner Stimme zu vernehmen, deine Augen spiegeln genau die gleichen Gefühle wieder, wenn ich könnte würde ich dir nur zu gern helfen um den alten Bill wieder zurück zu erlangen, aber wie…



Ein lautes, lustvolles Stöhnen erhellt den Raum und meine Ohren kitzeln erfreut auf. Unsere beiden schon glühenden Körper pressen sich nackt einander.
Du schlingst selbstlos die Arme um meinen Nacken um mich zudringlicher zu küssen. Meine Hände streichen derweil  sanft über deine Seiten.
Es fühlt sich so verdammt gut an, zugleich auch verdammt verboten, was all dem den gewissen Reiz geben.

Mit viel Mühe befreie ich mich, wegen enormen Luftmangels, aus deinen Griffen um da weiter zu machen wo ich aufgehört habe. Feucht lecke ich einen kleinen Kreis um den Nabel und streiche verspielt darüber. Die Zunge gleitet tiefer…

Dein gesamter Körper bebt in Ekstase, deine Hände krallen sich etwas ungeschickt in meinen Rücken, als dein Körper unkontrolliert zu zittern beginnt. Dein Körper wird immer  heißer und du merkst gar nicht, dass dein Seufzen lauter geworden ist.


Wie in Trance habe ich begonnen dir am Arm herum zu streicheln,  total in Gedanken versunken, um eine Lösung der Probleme zu finden. Das ich allein mit dieser Berührung bereits einen guten Ansatz zu einer möglichen Lösung mache, ist mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst.
Mein Blick haftet verschleiert vom Denken, an der weißen Decke, bis ich den angenehm warmen Körper neben mir, noch näher und intensiver spüre. Fragend dreinblickend drehe ich meinen Kopf zur Seite und schaue genau in deine wunderschönen braunen Augen. Sie sind so nahe dass ich mich frage wie du es geschafft hast mir so nahe zu kommen, ohne dass ich das mitbekommen habe.
Minuten verstreichen in denen wir uns einfach nur so ansehen. Dieser Blickkotakt ist von solch einer Intensivität, dass es von einem sichtlich viel mühe abverlangt sich davon zu lösen.
Doch wenn ich es mir so recht überlege…will ich das gar nicht…

Dein warmer Atem streicht mir übers Gesicht, deine Lippen durch das Atmen leicht geöffnet.
Ich weiß nicht wer genau den ersten Schritt von uns macht, ich glaube wir machen ihn sogar zeitgleich. Von beiderlei Seiten werden die letzten paar störenden Zentimeter zum anderen überbrückt und die Lippen treffen wie eine Explosion aufeinander.

Was mich dazu getrieben hat kann ich nicht sagen, nur das nach kürzester Zeit sich die Hände des Anderen auf Wanderschaft machen. Es ist wahr, auch ich sehne mich seit geraumer Zeit nach Zärtlichkeit und Geborgenheit und vielleicht genau deswegen gebe ich mich diesem schönen Gefühl einfach hin.

Ich kann mich fallen lassen, ohne mit der Gefahr abstürzen zu müssen.



Kraftlos kratze ich die letzte Kleindungstücke von mir auf, um sie mir halbwegs ordentlich überzustreifen. Draußen ist es bereits dunkel geworden.

Dieses süße Vergnügen teilen wir an diesem einmaligen Tag jeden Monats nicht nur einmal, nein, so lange bis der Hunger- das Bedürfnis- danach gestillt ist.

Eigentlich würde ich, so ausgelaugt wie ich danach immer bin, am liebsten im Bett liegen bleiben und ins Land der Träume abzudriften, doch es geht nicht. Wir dürfen nicht vergessen was wir hier tun und wer wir sind. Diese besonderen Momente sind allein dafür da um unsere Sehnsucht zu stillen, nicht um im Arm des Anderen am nächsten Morgen aufzuwachen. Es ist keine Beziehung, es ist ein stiller Packt den wir jenen Tag beschlossen und wir Monat für Monat genießen…


~~Wir wollten nur reden~~