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Affenalarm

von Eiswolf
GeschichteHumor / P16 / Gen
11.04.2007
11.04.2007
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AFFENALARM
oder
wie durch Affen einen Überfall verhindern wird

„Affen. Herr Gott noch mal warum müssen es unbedingt Affen sein? Können wir nicht etwas anderes Transportieren? Das ist doch ein Affenzirkus hier. Affen Affen Affen warum den bloß Affen? Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich den Auftrag niemals angenommen. Verfluchte Affen.“, fluchte Don Segerin im Hangar des Unions Landungsschiffes herum.
Don war ein Söldner Pilot dessen ganzer Stolz ein Korsar war. Ein mittlerer Luft-Raumjäger der schon einige Jahre auf dem Buckel hatte.
Hier und da waren Rostflecken auf der Panzerung zu sehen die sich Don geschworen hatte aus zu bessern sobald er genügend Zeit und Geld hatte.
Don griff in einen Werkzeugkasten der neben ihm stand um einen schweren Schraubenschlüssel aus der Verankerung heraus zu nehmen die das Werkzeug brauchte um in der Schwerelosen nicht irgendwie herum zu fliegen.
Er setzte den Schraubenschlüssel an und riss wie ein besessener daran herum.
„Ach verdammt noch mal!“, fluchte er Lautstark als sich die Schraube keinen Millimeter weiter bewegten wollte.
Er warf den Schraubenschlüssel so fest er konnte auf den Boden des Hangars auf.
Eine kleine Vibration war zu spüren bevor sich der Schraubenschlüssel vom Boden abhob und sich in die Höhe bewegte.
Don hatte ganz vergessen das sie schon seit zwei Tagen auf ein Sprungschiff warteten das sie weiter transportieren sollte.
Der Schraubenschlüssel schoss Hoch auf die Decke des Landungsschiffes um mit einem lauten Knall eine Leuchtstoffröhre zu zertrümmern.
Durch das Auftreffen auf einen Gegenstand durch den schweren Schraubenschlüssels veränderte er die Flugbahn und bewegte sich gemächlich auf Don zu der etwas beleidigt nach einem Automatischen Schrauber suchte um die Mutter zu lösen die ihn schon so lange Schwierigkeiten bereitet hatte.
Bedrohlich senkte sich der Schraubenschlüssel auf seiner Flugbahn durch den leer stehenden Hangar über Dons Kopf.
Eine Lautsprecherdurchsage erklang.
„Ankunft des Sprungsschiffes in 10, 9, 8,…3, 2, 1 Ankunft. Vorbereitungen für das Andockmanöver abgeschlossen Zündung der Triebwerke in 10, 9, 8,…3, 2,1 Zündung.“
Mit dem Schub des Landungsschiffes kehrte auch wieder die Schwerkraft zurück.
Der Schraubschlüssel über Dons Kopf hatte keine Möglichkeit den Kampf gegen die Schwerkraft zu gewinnen.
Don sah den drohenden Schatten nicht in seinem Rücken.
Er arbeitet ohne etwas Böses zu Ahnen weiter an der Wartung seines Jägers.
Kurz bevor er das Unglück geschah spürte er das kalte Metall des Schraubschlüssels der ihn mit voller Wucht traf.
Klirrend schlug der schwere Schlüssel auf das Deck des Landungsschiffes.
Don wurde zu Boden gestoßen. Eine feine Blutbahn ran ihn über das blonde kurz geschorene Haar.
Ruhig und ohne sich auf zuregen lag er da und starrte an die Decke.
Er hob eine Hand zu seinem Hinterkopf um die Beule zu ertasten die sich langsam aber stetig bildete.
Er verzog das Gesicht bei der Berührung der Verletzung.
„Ich habs wohl nicht anders verdient.“, flüstert er während er sich die Hand vor die Augen hielt die etwas Blut an den Fingerkuppen hatte.
Er versuchte sich auf zu richten.
Ein Schwindelgefühl stellte sich ein er lies sich wieder zurück fallen um weiter an die Decke zu starren.
Alles war still nur das wummern des Antriebs war zu hören dass das Landungsschiff zum Andocken an das Sprungschiff heran brachte.
Don lag am Boden. Er hörte wie die Hangartüre zur Seite glitt.
Das Zischen der Türe dröhnte in seinem Kopf als würde ein Mech auf ihn herumtrampeln.
Leichtfüßig Schritte kamen schnell auf ihn zugelaufen.
Ein Gesicht das von Blondem Haar umrandet war beugte sich in sein Gesichtsfeld.
„Was ist los? Ist dir was passiert?“, fragte eine Sanfte besorgte weibliche Stimme.
„Nichts. Geht schon wieder ich liege nur hier um mir die Decke des Hangars anzusehen.“, erwiderte Don etwas mürrisch.
„Ja wenn das so ist soll ich dir Gesellschaft leisten?“, fragte die junge Frau.
Noch bevor Don etwas antworten konnte lag die MedTech neben ihm auf den Boden und starrte gemeinsam mit ihm an die Decke.

Im Lageraum der Geribalti standen die Käfige der Affen übereinander gestapelt und mit Magnetischem Boden mit einander Verbunden um nicht durch die Schwerelosigkeit durch den Raum zu treiben.
Ein wildes Gekreische drang durch die Halle.
Die Fütterungszeit war gekommen. Ein Tech der die Undankbare Arbeit bekommen hatte schleppte einen Kübel mit Bananen und anderen Früchten durch die Lagerhalle um die Hungrigen Geschöpfe zu füttern.
Dort wo er war vor kurzem war verstummte das Geschrei der Hungrigen Affen die sich mit Genuss auf die Bananen stürzten.
„Hoffentlich ist der Zirkus bald vorbei.“, flüstert der Tech.
Eine behaarte Hand griff den Tech von hinten und zog ihn mit voller Kraft zu sich an den Käfig.
Der Affe unterhalb des behaarten Angreifers fischte Geschickt mit seinen Händen die besten Früchte aus dem Eimer den der Tech in seiner Hand hielt.
„Ja seit ihr denn alle ….mmmpff“, versuchte sich der Tech zu wehren bevor ihn der Affe die Hand vor dem Mund hielt.
Ein kurzer Schrei vom untern Käfig und der Spuck war vorbei.
Der Affe lies den Tech los der sich sofort vom Käfig entfernte und ein wildes Gefluche los lies.
Der Affe im oberen Käfig sah sich den Tech an und begann im die Zunge raus zu strecken und ihn den Vogel zu zeigen.
Wütend Stampfte der Tech zur Türe die ihn in den Gang des Landungsschiffes führte.
Bevor er die Türe hinter sich zu schlug hob er die zur Faust geballte Hand mit wütender Stimme schrie er durch das Affengekreische „Gut dann nicht. So mir reichts heute gibt’s nichts mehr zum Fressen ihr verfluchtes Vieh. Missgeburten der Natur verdammtes.“
Die Antwort lies nicht lange auf sich warten.
Mit noch wilderem Gekreische wurde Obst und Reste von Obst nach dem Tech geworfen.
Eine Birne traf in mit voller Wucht in die Brust.
Die Luft die in der Lunge war entwich mit einem schmerzenden Seufzer.
Ein Donnerknall kündigte das zuwerfen der Türe an.
Mit dem nicht genug regten sich die Affen zu Recht auf.

Auf der Brücke der Geribalti saß der Kapitän der Freien Händler auf seinen Platz um die Crew bei den letzten Checks vor dem Sprung zu überwachen.
Ein Tech kam zu Kapitän Örenz um ihn die Statusmeldungen der einzelnen Stationen zu überreichen die auf einem Compblock abgespeichert waren.
„Welches Glück wir doch haben. Wir bekommen die Affen früher los als Gedacht. Das Sprungsschiff hat Lithium Fussions Batterien. Ich werde nie mehr nicht um alles Geld des Alls Affen transportieren.“, flüsterte er leise.
Ein dumpfer Schlag erschütterte das Schiff als es an den Dockkragen ankoppelte.
„Käptn de Dockvorgang is obgschloßn. De Schwerkoft is nimma do. Is wieder als in da Schweb. Oba i glaub des homs eh mitkriagt oda?“, bemerkte der ComTech zu seinem Kapitän.
„Hoit i grig no a Möldung von de Sprungschieff. Ahjo, Käptn de Sprungsschieff möldet Sprungberet.“, meldete der ComTech.
„Se wern in ca zwa minutn obspringn. I sog des mol durch damits net wieder Hinichi gibt wanns knoit.“, meinte der Tech und spielte auf einen kleinen Unfall an der ein paar Blessuren durch einen nicht angekündigten Sprung an der Mannschaft hinterlassen hatte.
Der Kapitän verzog schmerzhaft das Gesicht, beugte sich nach vor und rieb sich sein Kreuz als er an diesen kleinen Unfall denken musste.

Don hob vom Boden ab und begann langsam zu schweben.
Die Blonde MedTech neben ihn dessen Namen er sich schlecht merken konnte blickte ihn von der Seite an.
Kleine Bluttropfen lösten sich von seiner Wunde auf den Kopf und trieben durch den Raum.
„Ich glaube wir sollten unsere Magnetsohlen wieder aktivieren.“, meinte die MedTech.
„Du hast Recht. Ich habe keine Lust heute noch einmal die Erfahrung mit dem Kopfweh zu machen.“, bestätigte Don.
Beide begannen mit den Bewegungen die sie wieder zurück zum Hangarboden brachten.
Ein lautes metallisches Klicken drang vom Boden herauf als die Magnetsohlen ihre Haftung fanden.
Der Schraubenschlüssel trieb ruhig im Raum herum.
Don schnappte sich den schweren Schlüssel um ihn wieder in der Werkzeugkiste zu verstauen.
„Ole suln sie anschnoin glei is so weiet daon hupfma dresk Liachtjohr. A minutn hots zeit Leitl.“, hallte es durch das Unionslandungsschiff.
Don lies einen letzten Blick durch den Hangar schweifen. Als er sich sicher war das nichts seinen Jäger nach dem Sprung gefährdete verlies er mit der MedTech den Hangar.

Ein gleißender Blitz kündigte das öffnen eines Spaltes im Einsteinkontinuum an.
Der Blick des Beobachters auf der Brück eines alten Invasors lichtete sich wieder und er sah ein Sprungsschiff das aus dem Hyperraum ausgetreten war.
Es dauerte nicht lange und die Sonnensegel des Schiffes wurden ausgefahren.
Der Beobachter drückte einen Knopf an seinem Funkgerät.
Mit leiser Stimme flüstert er etwas hinein.
Ein kurzes Rauschen bestätigte seine Meldung.

Der Kapitän der Geribalti nahm die Meldungen entgegen die er nach dem Sprung erhalten hatte.
„Kene Schädn moldn ole Stationen. Ols in urdnong. I sog mol durch das ma aunkema san sunst sitzand leit wida angschnot uma.“, meinte der ComTech.
„Ols herhörn mir san do. Olas ohne Probleme gsprungan his kints eich wieda bewegn und hackln gehen.“, drang die tiefe gemütliche Stimme das ComTechs durch die Gänge des Schiffes.
Im Affenlager schwebte träge ein Bolzen durch die Luft.
Eine Käfigtüre schwang auf. Der Affe der im Käfig saß blickte mit seinen großen Braunen Augen aus dem Käfig.
Er hob vom Boden des Käfigs ab. Ein wildes Gekreische folgte der Ungewohnten Bewegungsfreiheit.
Der Affe schwebte aus dem Käfig.
Purzelbaum schlagend schoss er mit lautem Geschrei durch den Raum.
Die restlichen fünfzig Affen in den Käfigen sahen ihren Artgenossen staunend an.
Der freie Affe lernte schnell kontrolliert durch den Raum zu schweben und sich mit seinen Füßen von den Wänden abzustoßen.
Zufrieden Kreischte er auf.

Auf dem Invasor begannen die Vorbereitungen für das Abdockmanöver der Landungsschiffe.
Rote Lichter drehten sich im Kreis die die leeren Gänge und Zimmern gespenstisch erleuchteten.
Auf einem Landungsschiff standen Männer vor einer Kammer um sich Waffen zu holen.
Die Roten Alarmleuchten erhellten kurz die Gesichter der Männer bevor sie wieder ins Dämmrige Licht der gedämpften Beleuchtung gehüllt wurden.
Ein Ruck ging durch das Landungsschiff.
Manche der Männer wackelten kurz fingen sich aber schnell wieder.
Eine Lautsprecherdurchsage kündigte das Herannahen an das Sprungsschiff an.
In einem Hangar wurden Sturmboote von den Männern besetzt.
Einer der Männer stand an der Einstiegsluke eines Sturmbootes das schon schwer gezeichnet von Kämpfen war.
Die Glut einer Zigarette erhellte kurz das Gesicht.
Mit einer kräftigen Handbewegung nach oben trieb er seine Männer an schneller in das Schiff ein zu steigen.
Der letzte Mann duckte sich durch die Luke.
Der Anführer drehte sich noch kurz um bevor er die brennende Zigarette wegwarf und den Mann ins innere des Sturmbootes folgte. Ein lächeln verzog sein Narbiges Gesicht und die gelben Zähne leuchteten kurz in der Düsternis auf.

Auf der Brücke der Garibalti hielt der Ortungstech seine Kopfhörer an die Ohren.
Er zeigte kurz auf bevor er sich wieder dem Bildsschirm widmete auf dem ein Sprungsschiff der Invasorklasse im Raum hing.
Kein einziges Positionslicht war auf dem Invasor zu sehen und die Daten lieferten nicht viel mehr als kleine Energieausschläge eines Hilfsgenerators und trotzdem beunruhigte den Ortungstech etwas an diesem Schiff.
Er zeigte nochmals auf um den ersten Offizier zu sich zu winken.
Gemächlich Schritt der erste Offizier zum Ortungstech.
Er stellte die geschlossene Magentische Eisentasse am Tisch ab.
Durch die harte Bewegung begann sich die braune Flüssigkeit im inneren der Tasse zu bewegen und sich zu kleinen Kugeln zu formen die im freien Raum der Tasse zu schweben begann um sich zu vereinen und wieder zu trennen wie es im Chaos der Schwerelosigkeit schon seit Jahrtausenden Brauch war.
„Was gibt’s denn Jeff?“, fragte der erste Offizier seinen Ortungstech.
Der Offizier gähnte. Mit einem kräftigen riss hob er die Tasse auf um an dem Strohhalm zu ziehen der in den Kaffe in den Mund beförderte bevor er der Flüssigkeit wieder gestattet sich frei zu bewegen und Muster zu ziehen.
„Ich habe da eine Ortung auf den Schirm ein Invasor. Sieht so aus als wäre er verlassen. Aber irgendetwas stimmt dort nicht? Ich kann nicht sagen was es ist aber etwas beunruhigt mich. Die Sonnensegel sind zerfetzt und es gibt nur einen minimalen Energieausstoß an Bord des Schiffes von einem Hilfsgenerator.“, erklärte Jeff seinen Offizier.
Der erste Offizier klopfte den Ortungstech auf die Schulter.
„Wasn los etwa Angst? Du sollest nicht so viele Horrorgeschichten über Geisterschiffe lesen die Herrenlos im All herum irren. Du siehst schon Gespenster.“, beruhigte ihn der Erste Offizier.
Mit einem leisen Lachen entfernte er sich vom Platz des Ortungstechs.
„Geisterschiff? Zzz.“, er senkte den Kopf und schüttelte ihn um einen kräftigen Schluck von seinem Kaffe zu nehmen.

Das Landungsschiff trieb nur mit seinen Steuerungsdüsen langsam Richtung des Sprungsschiffes das die Piraten Kapern wollten. Keine Positionslichter waren zu sehen.
Tiefe Narben von Vergangenen Gefechten zeichneten sich am Rumpf des Schiffes ab.
Der Overlord korrigierte vorsichtig seine Flugbahn.
Schützen der Piraten hatten die Geschütztürme auf einer Seite des Landungsschiffes besetzt.
Sie trieben immer näher an das Unionslandungsschiff heran.
Wie ein Hai der zielstrebig im Meer auf sein Opfer zu trieb um im letzten Moment zu beschleunigen und tödlich zu zubeißen.
Die Geschützläufe der Kuppeln richteten sich Millimeterweiße auf das im Raum hängende Landungsschiff aus.
Mit einem Flüsterton drang durch den Lautsprecher des Landungsschiffes die Entfernungsdurchgabe.
Auf den zwei Sturmbooten saßen die Männer des Enterkommandos auf ihren Plätzen zwischen den Beinen hielten sie ihre Gyrojetgewehre.
Buntgemischte Uniformen und Schutzausrüstungen aus allen Teilen des bewohnten Universums trugen zu einem komischen Eintrug bei. Bei manchen Prangte verwischte und gezeichnet von Streifschüssen die Hausabzeichen auf dem Brustharnisch.
Einige Männer Ausrüstung die noch von Blut ihrer Opfer getränkt war oder Einschusslöcher aufwiesen.
Die Stimmung war gespannt.
Rauch schwängerte die Luft und der Duft vom verbrannten Tabak drang in die Nase der Mannschaft.
Durch das rote gedämpfte Licht der Notbeleuchtung sahen die Gesichter der Männer aus wie Geister.
Ein Mann blickte auf eine Narbe zog sich von der Linken Augenbraue zum Mundwinkel hinab.
Er begann zu lächeln. Die makellosen weißen Zähne leuchteten im dämmrigen Licht.
Ein Messer glitt aus seinem Unterarm. Mit einer schnellen Handbewegung hielt er das Messer unter die Kehle eines Sitznachbarn.
„Wenn du mich noch einmal schräg ansiehst dann wirst du nur noch mit deinem Kopf von Unten zu mir hoch blicken und deinen Körper sehen der neben mir sitzt.“, zischte das Narbengesicht zu seinem Nachbarn.
„Man regt dich nicht gleich so auf.“, murrte der Bedrohte zurück bevor er aufstand und seinen Sitzplatz wechselte.
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