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Splinter Cell - Double Agent

von donsgirl
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
10.04.2007
24.05.2007
47
27.672
 
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10.04.2007 766
 
Es war ein riesiges Grundstück, mit einer Art von Villa drauf. Doch schien sich das riesen Haus auf dem Grundstück zu verlieren. Ein langer gepflasterter Weg führte von einem stählernen Tor hinauf zum Haus. An diesem angekommen musste man ein paar Steinstufen hinauf gehen, um es betreten zu können. Der Eingang bestand aus zwei überdimensional großen Flügeltüren, die aus schwerem Mahagoniholz geschnitzt waren, durchschritt man diese, gelangte man ins Innere des Hauses und stand in einer weitläufigen Eingangshalle. Schaute man gerade zu, so erblickte man eine breite Treppe aus hellem Marmorstein, die am Fuße nach links und recht breiter war als am obigen Ende. Vom Eingang her hatte man einen guten Blick auf die obere Etage. Man konnte den Flur mit dem Blick entlang folgen, entweder in den Westflügel oder in den Ostflügel des Hauses. Es gab mehr als reichlich Zimmer. Nur alleine die obere Etage hatte jeweils 20 Zimmer pro Flügel.

Ging man von der Eingangshalle westwärts, offenbarten sich dort, eine Bibliothek, ein Saal, mehrere kleinere Räume und ein Küche. Hielt man sich ostwärts, gelangte man an einem Ausstellungsraum vorbei, der überfüllt war mit verschiedenen Gemälden und Kunstwerken. Folgte man dem Flur weiter kam man in die Sicherheitskommandozentrale, von wo aus das gesamte Haus als auch das Außengelände überwacht wurde. Am Ende des Flures gab es eine alte massive Holztür, dahinter ging es in die Kellerräume, oder auch Katakomben genannt.

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Ich saß am oberen Ende der Treppe, die nach oben führte und beobachtet das geschäftige Treiben, welches sich unten in der Halle abzeichnete. Ich hasste es. Es war einfach nicht meine Welt. Von irgendwoher brüllte Moss, ich verabscheute diesen Kerl abgrundtief. Er hatte in der Vergangenheit ein paar unschöne Dinge getan, die ich keinesfalls gut heißen würde. Aber das alleine war nicht der Grund, warum ich ihn hasste. Es spielte auch im Moment keine Rolle. Fakt war, dass er hier war und das alleine reichte für mich schon, ihn zu hassen. Ich saß eine ganze Weile am oberen Ende der Treppe, lehnte mich mit der rechten Schulter am Geländer und blickte runter in die Eingangshalle. Seit einiger Zeit, war ich auf mich alleine gestellt, zumindest seit dem Zeitpunkt, ab dem Jamie in den Knast gewandert war, zu recht, wie ich finde. Das dumme an der Sache ist nur, Jamie ist mein großer Bruder.

Es war von Emile eine Gefälligkeit gewesen, mich hier zu behalten. Wo sollte ich auch anders hin, mal davon abgesehen, dass Emile, sich so sicher sein konnte, dass ich nicht aus der Reihe tanze und womöglich als undichte Stelle gelten könnte. Emile war ein sehr misstrauischer Mensch, so genannte "Neue" hatten es schwer bei ihm. Das wusste ich, auch wenn ich es bis jetzt noch nicht selber erleben durfte. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich mich hier im Hauptquartiert der JBA befinde, eine Terrororganisation. Nein, ich zähle mich nicht dazu. Ich bin hier, weil mein Bruder ein aktives Mitglied der Organisation ist, auch wenn er zurzeit im Gefängnis von Ellsworth einsitzt. Ich kenne kein anderes Leben. So lange wie ich denken kann, war mein Bruder in der JBA und somit war auch ich mit von der Partie.

Ich war total in den Gedanken versunken und bemerkte zu erst nicht, dass Moss mich schon eine ganze Weile beobachtete. "Was willst du?" ranzte ich ihn an. "Nichts!" grinste er mir mit einem süffisanten Lachen entgegen. "Prima, dann lass mich auch in Ruhe." ich stand von der letzten Stufe auf und wollte mich in mein Zimmer begeben, als die großen Flügeltüren der Eingangshalle aufgestoßen wurde. Erschreckt dreht ich mich um, was ich sah, verschlug mir die Sprache. "Du?" kam mir nur ungläubig über die Lippen. Auch Moss drehte sich blitzartig um, zückte seine Waffe, die er immer bei sich hatte und brüllte: "Eindringlinge!" Ich lächelte nur schwach. Es war kein Eindringling, nein weiß Gott nicht. "Eine tolle Security haben wir ja hier." bemerkte ich zwar leise, aber nicht leise genug, Moss warf mir einen verächtlichen Blick entgegen und ging ein paar Stufen wieder runter.

Unten in der Halle stand mein Bruder, ich wusste genau, dass er mit ziemlicher Sicherheit nicht, wegen guter Führung, vorzeitig entlassen wurde. Neben ihm stand ein hoch gewachsener Mann. Ich konnte erkennen, wie dieser sich einen Überblick über die derzeitige Situation verschaffte. Ich stand noch eine ganze Weile, wie betoniert am oberen Ende der Treppe und starrte meinen Bruder unverhohlen an. In den folgenden Minuten nahm ich nicht mehr viel wahr, ich musste erst mal mit dem Gedanken klar kommen, dass mein Bruder geflohen war.
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