Ein verhängnisvoller Tag

GeschichteAllgemein / P6
04.04.2007
04.04.2007
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„Platz da!“ hörte Dr. Green als er gerade die Auffahrt zur Notaufnahme erreichte. Es war ein kalter Morgen, gerade ist es erst 6:30 Uhr geworden, Malucci überholte ihn mit seinem Fahrrad. „Dave, du hast keinen Helm auf und auch kein Licht an, ich will dich nicht behandeln müssen wenn du dir einen Schädelbasisbruch zu ziehst.“ Malucci lachte laut auf, „Ach, ich bin heute so glücklich, habe nur bis 12 Uhr heute Arbeit und dann für eine Woche Urlaub!“. Dr. Green schüttelte den Kopf, ob er wohl auch damals so war, als Junggeselle, das er sich auf Urlaube freute um sich die Nächte mit Girls um die Ohren zu schlagen? Na ja, es war schon lange her, also betraten sie gemeinsam die Notaufnahme. „Hey Carter wie geht es dir? Wie lange musst du heute schaffen?“ Carter schaute Malucci missgelaunt an. „Ich muss noch bis 15 Uhr schaffen, und das du nur bis 12 hast weiß ich, schließlich bindest du es schon seit Tagen jeden auf die Nase.“ Malucci lächelte vor sich hin und verrichtete seine Arbeit, noch nicht mal Dr. Weaver konnte seine gute Laune heute etwas anhaben. „Oh man, ich will endlich weg hier!“ stöhnte Malucci auf, während er einer schlafenden Patientin gerade die Fäden zog. „Ach komm Dave, in einer halben Stunde kannst du gehen. Während wir hier noch lange arbeiten müssen“ sagte Abby die eben mit einen Haufen Zeugs für das Behandlungszimmer 3 rein kam. „Nur noch eine halbe Stunde, hab ich da eben richtig gehört?“ jubelte Malucci laut auf und riss den letzten Faden raus. „Aua, können sie nicht aufpassen?“ fragte die Patientin entsetzt die gerade von einem Land vieler hübscher junger  Cowboys geträumt hatte, „Ach ich Liebe sie!“ sagte Malucci und umarmte die Frau als er raussprang. „Verstehen sie was er damit meinte?“ fragte die Frau entsetzt an Abby gewandt, sie schüttelte jedoch nur den Kopf, packte die Sachen ordentlich in den Schrank und verließ dann den Behandlungsraum nachdem sie der Patientin sagte, das sie nun gehen könne.

„Also dann machts mal gut Leute, in einer Woche sehen wir uns wieder!“ Malucci hatte seine Jacke angezogen und seinen Rucksack lässig über die Schultern geworfen, er streckte seinen Arm nach oben und winkte mit der Hand. „Nichts wie weg hier!“ er sprang auf sein neues und super cooles Mountainbike und radelte ziemlich schnell davon. Glatteis war aufgetreten und er wünschte sich sein Helm doch lieber eingepackt zu haben, aber zu spät! Seine Reifen fingen an zu rutschen, doch zum glück konnte er sie wieder unter Kontrolle bringen, ein Autofahrer konnte dies jedoch nicht. Seine Bremsen reagierten nicht und so schlidderte er unaufhaltsam auf Malucci zu, er schaute grad gradeaus als er das Auto sah, schnell wollte er auf den Gehweg ausweichen, zu spät. Man hörte einen lauten Krach, Malucci wurde über das Auto geschleudert.

„Rettungswagen 3 an County General, Rettungswagen 3 an County General, können sie uns hören?“ „Ich höre, was gibt’s Rettungswagen 3?“ „Wir haben 2 Schwerverletzte, Auto gegen Radfahrer, können Sie sie aufnehmen, Ende“ „County General an Rettungswagen 3, in ordnung, können die 2 Schwerverletzte aufnehmen, wann werden sie hier sein, Ende“ „In 5 min. sind wir bei ihnen, Ende“. „Mark, Mark, es kommen 2  Schwerverletzte, Auto gegen Radfahrer, kommst du mit raus, Carter wartet auch schon.“ Carol schaute Mark an der gerade vor sich hin träumte, er schreckte auf, „Oh man, wann lernen diese Autofahrer auch in der Stadt sich Winterreifen anbringen zu lassen?“ Carol zuckte mit den Schultern und gemeinsam gingen sie raus in die Kälte, Abby und Carter standen zusammen während Abby noch schnell an ihrer Zigarette zog.

Die Rettungswagen fuhren die Einfahrt hoch, im ersten Wagen war der Autofahrer, er war so weit stabil, Abby und Carter übernahmen ihn. „Dr. Carter, wenn sie den Autofahrer schon für schlimm halten, dann sehen sie sich erstmal den Radfahrer an.“ Sagte die Rettungshelferin nachdem sie Carters Gesichtsausdruck vernahm. Die Tür im zweiten Wagen ging auf und Mark erschreckte sich. „Malucci, Malucci hörst du mich?“ „Sie kennen den Mann?“ „Natürlich, er ist Assistentsarzt hier in der Notaufnahme, schnell in die 2 mit ihm!“

Malucci lag auf der Trage, zum ersten Mal sah er die Notaufnahme in einem ganz anderen Licht, die Lampen an der Decke sah er noch nie so wie jetzt, Dr. Green beugte sich über ihn und Malucci sah ihm genau ins Gesicht, allmählich konnte er Dr. Greens sich ständig wiederholende Frage verstehen. „Kannst du mich hören Malucci?“ er nickte nur, und sprach dann mit fast erstickter Stimme, „ich kriege kaum luft“ „Holt das zwölfer Intubationsset!“, Dr. Green beugte sich wieder über ihn, „ich hab doch gesagt du hättest lieber mit Helm fahren sollen, gleich kriegst du Luft, du weißt ja wie es abläuft, erst schläfst du kurz ein und wenn du wieder aufwachst sieht die Welt fast neu aus.“ „Dr. Green... sagen sie meiner Tochter das ich sie liebe und sie nie vergessen werde!“ presste er hervor. Es schien als würden alle in diesem Moment die Luft anhalten. „Du bist Vater?“ war das letzte was er mitkriegte alles verschwamm um ihn und er schlief für einen kurzen blick ein, als er wieder aufwachte war er Intubiert. Die Trenntür vom Behandlungsraum 1 flog kurz auf, Malucci sah wie Carter den Kopf schüttelte, der Fahrer war also tot, wie lange würde es wohl dauern bis er an der reihe dran war? Würde der Tod große schmerzen für ihn vorbereiten? Über solche Fragen hat er sich bis jetzt noch nie sonderlich große Gedanken gemacht, er zuckte zusammen als ihn ein großer Schmerz durch fuhr.

„Sind die Ergebnisse vom Röntgen schon da?“ fragte Mark Carol und in dem Moment kam Dr. Romano hinein ganz vertieft in die ergebnisse. Wusste denn jemand das Malucci wieder wach war und alles mitbekam, er wollte sprechen, dann fiel ihm wieder ein das er ja Intubiert wurde. „Das hier ist wohl eher ein Fall für die Chirugie meinen sie nicht auch, es steht ziemlich schlecht für ihren Kollegen, ist er stabil? Ja dann nimm ich ihn doch gleich mit hoch“ Malucci riss die Augen weit auf und atmete heftig durch die Nase, er bekam angst, er wollte nicht operiert werden, er wollte zwar Arzt werden aber selbst unters Messer kommen? Never!

Dr. Romano kontrollierte vor dem Aufzug nochmal Maluccis Werte als er mitbekam das er angst hatte. Die Fahrstuhltür ging auf und Romano beugte sich über ihn, „Sie brauchen keine angst zu haben, sowas mache ich tag täglich“ er zwinktere und Malucci wurde ein wenig ruhiger, dann dachte er an seine kleine Samantha, wer würde sie von der Schule abholen? Und vorallem: was hatte er eigentlich, wieso wurde er operiert? Hatte er einen schweren Riss in der Leber? Im unteren quatrant des Abdomens hatte er  schließlich höllische Schmerzen.

Damit hatte er gar nicht mal so unrecht. Er hatte 6 Rippen gebrochen, eine hatte seinen linken Lungenflügel durchbohrt, deswegen bekam er auch so schlecht Luft, Dann wurde seine Milz eingequetscht, Seine Hüfte war gebrochen und sein Kniegelenk rausgesprungen, ausserdem hatte er noch den rechten Arm gebrochen.

Sie kamen auf Station 8 an. „Schiebt ihn rein, ich wasche mich sterril, dann will ich anfangen!“

Malucci fühlte sich verloren in dem Operations Saal, all diese Leute kannte er nicht. „Sie schlafen gleich ein Dr. Malucci“ hörte er den Anästhesisten sagen und schlief ein. Er bekam 100 mg Hadol gespritzt.

Die Operation dauerte 5 einhalb Stunden ohne Komplikationen. Seine Milz wurde zum Glück nicht entfernt, in seine Hüfte bekam er Nägel, in seine Rippen ebenso, und um das Knie und dem Arm wurde ein Gips gelegt.

„Dr. Romano, ihr Patient wacht auf.“ Malucci blinzelte, das Licht war gedämpft, aha, er war also nicht gestorben, er lag im Aufwachraum. Dr. Romano schaute sich sein Krankenblatt an. Dann näherte er sich Malucci und lehnte sich an sein bett. „Die Operation ist ohne zwischenfälle gut gemeistert worden, wie ich sehe sind ihre Sättigungswerte jeweils über 100%, sie wissen ja was das heißt, ich zähle bis 3 sie atmen tief ein und wenn ich ´jetzt´sage atmen sie tief durch!“ er atmete tief ein und dann auch wieder tief aus und bekam einen richtigen harten Hustenanfall. „Wie geht es ihnen?“ „Ganz gut glaube ich“ keuchte Malucci, „Hier will sie übrigens noch jemand sehen!“ sagte Dr. Romano, lächelte und die Tür flog auf, „Aber bitte nicht so laut, die anderen Patienten müssen sich schließlich auch noch erholen“ er streichelte einer kleinen lady über den Kopf. Sie hatte braune lockige Haare, und rehbraune Augen,  „Daddy, geht es dir gut?“ Malucci nickte und die kleine umarmte ihn.

So lernte jeder die kleine Samatha kennen und lieben.

Ich hoffe die Geschichte hat euch egfallen =)! Schon gut, das Ende war nicht so gut aber sonst war alles in ordnung, oder ?
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