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Lara Croft: Tomb Raider: Die Macht der Elemente

GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Lara Croft
13.03.2007
13.03.2007
13
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LARA CROFT

TOMB RAIDER


DIE MACHT DER ELEMENTE




Für alle Abenteurer in der Welt, die Großen und die Kleinen.

Und für eine ebenso Tomb Raider versessene Freundin aus Kiel, die es mir immer wieder ermöglicht hat, Inspiration aus ihr zu ziehen.





Jedes Mädchen, egal wie alt sie war oder welcher Abstammung, welcher Schicht oder Religion, sie auch angehören sollte, brauchte ihre Ruhe. Vor allem nach einem stressigen und nervenaufreibenden Tag musste sie einfach abschalten können, die Realität ausblenden. Das ging oft am Besten bei einer Tasse heißem Kakao oder Tee, einem guten Film, einem Besuch beim Masseur und einem Bad. Die wenigstens Mädchen allerdings konnten es sich leisten, alles davon zu machen. Eines dieser Exemplare, eine von denen die sich für einen entspannenden Tag alles leisten können, ist Lara Croft, die Protagonistin dieser Geschichte.
In einer Welt voller Abenteuer und Fantasie, einer Welt der Mythen und Märchen, einer Welt von Klippen, Felsen und tödlichen Fallen, war es dazu noch besonders wichtig, dass dieses Mädchen es schaffte auch mal abzuschalten. Und genau das tat sie im Moment auch. Ihre Seele baumeln lassen, hatte sie sich bei Winston –ihrem treuen Butler- verabschiedet und war hinaufgegangen. Ihr Plan bestand darin ausgiebig zu baden, danach alleine in einem weißen Frotteebademantel, wie man sie sonst nur in Hotels vorfand, mit einer Tasse voll heißem schwarzen Tee und einer Schüssel voll Cracker einen Film aus ihrer umfangreichen Videothek anzusehen und dann gegen 17:00 Uhr örtlicher Zeit den Masseur aufzusuchen, oder besser gesagt: Den Masseur herzubeordern. Darum war ihre strikte Anweisung auch gewesen, dass keinerlei Telefonate sie zu stören hatten. Nicht einmal, wenn es der Papst persönlich war, der sie und ihre Familie heilig sprechen wollen würde.
Ruhe und Gelassenheit, das war der Stoff aus dem ihre Träume gemacht waren. Mit dreiunddreißig (hierbei handelt es sich um eine eigene Lara...d.h. das sie jünger ist als der von Eidos „festgelegte“ Geburtstagstermin) hatte sie längst aufgehört von Prinzen und weißen Rössern zu träumen. Alles, was sie jetzt wollte war ihre Ruhe. Und wenn hier und da mal ein gut aussehender Mann in ihr Leben treten würde...dann war sie nicht abgeneigt.
Ihre Ruhe wurde abrupt unterbrochen, als eine Faust an die Tür hämmerte.
„Lady Croft?!“, es war Winston.
Sie seufzte entrüstet. „Was?!“, rief sie und hob eine der Gurkenscheiben, die sie sich auf die Augen gelegt hatte, an. Sie schielte in den Raum hinein. Ihre Pupillen waren verkleinert auf Grund des plötzlich einfallenden Lichts. Doch sie gewöhnte sich schnell an die Helligkeit und sah nun die Schaumberge in ihrem blubbernden Whirlpool, roch das Rosenaroma in dem Badewasser. Die Musik drang wieder etwas lauter an ihr Ohr. Sie hatte gerade geschafft sich zu entspannen, jetzt brach das gesamte Gerüst zusammen. Und sie war zurück in der Realität. Die Melodie entpuppte sich als eines von Mozarts Stücken. Sie mochte klassische Musik, aber lieber hörte sie dann doch etwas Rockiges, Lauteres. Doch zum Entspannen war es genau das Richtige.
„Lady Croft, da ist ein Anruf für sie.“, hörte sie Winstons Stimme gedämpft durch die weiß lackierte Holztür. Die Tür war edel verziert und der Griff mit einer Goldlegierung gearbeitet. Ein echtes Kunstexemplar. Und von Hand gefertigt, weshalb jede Tür im Croft Manor einen eigenen Stil und eine eigene Geschichte hatte. Lara hatte sie vor Kurzem erneuern lassen, da sie vor einem halben Jahr noch ungebetenen Besuch empfangen musste. Jede Tür stammt aus einem anderen Land und war aus einem anderen Holz gearbeitet. Diese hier war aus Eichenholz, doch durch die Lackierung konnte man das nicht erkennen. Ins Innere der Tür war ein Stahlgitter eingebaut. Einerseits hatte dies den Vorteil, dass nun keine Tür sich eintreten ließ, andererseits konnte sie nun auch nicht mehr hindurch schießen, sollten mal auf der anderen Seite der Tür die Bösewichte lauern.
„Ich hab doch gesagt, ich will keine Telefonate. Selbst wenn es Elvis Presley aus dem Jenseits ist.“, fuhr sie Winston, einwenig zu grob, an. Ihr tat es auch direkt leid. „Aber ich wette, dieses Telefonat wollen sie nicht verpassen.“, erklang Winstons Stimme von neuem. Er ließ nicht locker, das hieß also, dass der Anruf wirklich wichtig war. Seufzend und resignierend erhob sie sich aus dem Wasser. Sie spürte das warme Wasser ihre nackte Haut hinab laufen und griff nach dem weißen Handtuch, welches auf dem Stuhl hing, um sich einwenig abzutrocknen. In der Luft hingen dicke Dunstschwaden, die durch das heiße Wasser entstanden waren. Diese Schwaden trieben die Luftfeuchtigkeit in die Höhe und sorgten dafür, dass Laras Handtuch nicht mehr sonderlich trocken war.
Schließlich schloss sie die Sicherheitstür auf und Winston reichte der nur mit einem Handtuch bedeckten Lara das Telefon. Sie ging dran: „Ja bitte?!“
Einen Moment schwieg sie, dann weiteten sich ihre Augen und sie begann zu lächeln. Die Tür hatte sie wieder hinter sich geschlossen: „Ach du bist es.“, sie schwieg noch mal und lauschte den Erzählungen am anderen Ende der Leitung: „Klar habe ich Zeit für dich. Wo soll es denn sein?“
Ihr Grinsen wurde noch breiter, als sie den Zielort genannt bekam. Auf ins Paradies.

FORTSETZUNG FOLGT


In


Tomb Raider

Die Macht der Elemente

Kapitel EINS:


„Alte Bekannte“
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