Rettung aus der Dunkelheit

von Secreta
GeschichteDrama / P18 Slash
Harry Potter Severus Snape
12.03.2007
25.03.2007
7
16973
27
Alle Kapitel
52 Reviews
Dieses Kapitel
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Disclaimer: Harry Potter und seine Welt gehören J. K. Rowling. Dies ist eine Fanstory. Sie dient nur zum Lesen und keinerlei kommerziellem Zweck. Die Rechte an dieser Geschichte und an den von mir erfundenen Charakteren liegen bei mir.

Story-Art: Drama, Romanze

Warnung: Gewalt, Slash, OOC, HP6-Spoller, Lemon/Lime

Pairing: SS/HP

Zeitpunkt: Diese kleine Fanfiction spielt nach Band 6.

Beta: grinsekatze

Sonstige Bemerkung: Eigentlich war dies nur als One-Shot geplant gewesen, aber wie ihr sehen könnt... ähm... ist daraus was größeres geworden. *hüstel*

Widmung: Für Ric & Chris

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Gefangen

Harry Potter wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, als sich in seinem Kopf der Nebel der Bewusstlosigkeit langsam auflöste. Er spürte unter sich eine beißende Kälte, die sich langsam aber sicher in seinem Körper ausbreitete und ihn zum erzittern brachte.

Nun wurde ihm auch die düstere Atmosphäre in seine Umgebung bewusst. Er konnte erkennen, dass er sich in einer großen Halle befand, die nur von wenigen Fackeln beleuchtet wurde. Harry konnte ebenso im matten Licht auch unheimlich erscheinende Gestalten wahrnehmen.

Sogleich konnte er, wenn auch nur verschwommen – seine Brille hatte er vor der Gefangennahme wohl verloren – erkennen, dass er von Todesser umkreist worden war, deren Gesichter hinter Furcht einflössenden Masken versteckt waren. Der junge Mann konnte die höhnische Blicke nur zu deutlich auf seine Haut spüren.

Unweigerlich wollte er nach seinem Zauberstab greifen, ihm wurde aber gleichzeitig bewusst, dass er es gar nicht konnte. Seine Hände waren nämlich hinter seinem Rücken gefesselt worden und seine Handgelenke waren schon ganz wund gerieben. Andererseits hätten die Todessern ihm seinen Zauberstab wohl kaum freiwillig überlassen.

Innerlich verkrampfte sich Harry einmal mehr, Entsetzten und Furcht machte in sich Windeseile breit. Er war ihnen hoffnungslos ausgeliefert.

„Harry James Potter", zischelte spöttisch eine Stimme ganz nah an seinem Ohr.

Erschrocken wandte Harry seinen Kopf in die Richtung und konnte verschwommen Lord Voldemort wahrnehmen. Der Schwarzhaarige konnte nicht erkennen, dass dieser ihn böse und mit einem Hauch Wahnsinn anfunkelte.

„Voldemort", spuckte der Gefangene förmlich sein Name aus und versuchte, die Angst aus seiner Stimme zu verbannen.

Der Held und das Monster ignorierten das Aufkeuchen der anderen, als der Unnennbare beim Namen genannt wurde.

„Der Turm wurde geschlagen und der Löwe liegt besiegt am Boden. Du hast mutig gekämpft, aber jetzt ist Schluss. Die Zeit ist für dich abgelaufen. Du hast verloren! Willkommen in der Hölle, mein Junge!", säuselte der dunkle Lord zuletzt kalt lachend. Seine Gefolgsleute taten es ihrem Herrn gleich und fielen in das böswillige Lachen ein.

Danach schritt Voldemort zu einem Podium um dort auf einer Art Thron Platz zu nehmen, wie der Grünäugige ansatzweise von Umrissen her nur erkennen konnte.

Bei den Worten schossen Harry tausende Gedanken durch den Kopf. Er verspürte Angst, aber nicht vor dem Tod. Davor fürchtete er sich keineswegs. Hatte Albus Dumbledore vor einigen Jahren nicht sogar mal erwähnt, dass der Tod nur ein weiteres Abenteuer wäre? Was wenn es wirklich so war? In diesen Augenblick sah Harry den Tod eher als eine Art Erleichterung und weniger als Bestrafung.

Er schloss seine Augen, damit er seine Umgebung für einen kurzen Augenblick ausblenden konnte. Sein Körper zitterte stärker, als noch vor ein paar Minuten und die Furcht überkam ihm immer weiter. Zerrte an seinen Nerven und Geist, wie ein wild gewordene Kreatur. Die Kälte hatte ihn endgültig erfasst. Die Angst war unaufhaltsam, er fürchtete sich davor was als nächstes auf ihm zukommen mochte.

Dem Ex-Gryffindor-Schüler wurde bewusst, dass der dunkle Lord ihn nicht einfach so töten würde, So eine große Sache würde Lord Voldemort wohl kaum seinen Todessern überlassen. Er würde sicher eine Weile an seinem Qualen ergötzen wollen. Danach würde er dann der Zauberwelt ein Exempel hinterlassen und zeigen was mit ihrem `ach so großem Held` passiert war.

Ein weiteres unangenehmes Gefühl machte sich in Harry Potter´s Innerem breit. Das Gefühl, versagt zu haben und das auf der ganzen Linie. Er war ausgerechnet vor seinem Ziel gescheitert. So nah und er war aus dem Spiel! Und das schlimmste: Niemand konnte seine Aufgaben mehr beenden. Niemand!

Diese Tatsache war schrecklich und brannte sich in Harrys Gehirn regelrecht ein.

Die Geister der Vergangenheit fingen ebenfalls an, ihn zu quälen und in sein Gewissen zu trampeln. Er dachte verzweifelt an Albus Dumbledore, Sirius Black und seine Eltern. Sie würden von ihm enttäuscht sein. Unendlich enttäuscht. Wahrscheinlich würde man ihn nach dem Tod nicht mal sehen wollen, vielleicht würde er tatsächlich nicht mal den Himmel erreichen und stattdessen in der Hölle schmoren.

Bevor er weiter seinen düsteren Gedanken nachhängen konnte vernahm er erneut die kalte Stimme des dunklen Lords. „Fangt an! Lasst ihn aber am Leben. Schließlich soll er uns noch lange genug Gesellschaft leisten."

Die nächsten Stunden waren für Harry die qualvollsten seines Lebens. Er spürte etliche Flüche auf sich prallen, die Schnittwunden auf seinem Körper verursachten oder ihm das Gefühl gaben, sich an irgendwas zu verbrennen. Lange hatte er die Zähne tapfer zusammenbeißen können, aber als auf ihn der Cruciatus Fluch gesprochen wurde, war es mit seinen Selbstbeherrschung endgültig vorbei. Nur am Rande konnte er vernehmen, wie die Anhänger und der Lord selber sich darüber lustig machten. Als Harry endlich tiefe Dunkelheit überkam, nahm er sie unendlich dankbar entgegen.


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Neugierig, wie es weiter geht? :) Keine Sorge, die Kapis werden länger... *g*