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Tomb Raider - LOST

von Mogu
GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
Lara Croft
05.03.2007
19.09.2007
10
15.165
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
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05.03.2007 1.443
 
Titel: Lara Croft Tomb Raider - LOST
Autor: Mogu
Betaleser: mein kleiner KacktieBör
Fandom: Lara Croft Tomb Raider
Genre: Action
Rating: P16
Disclaimer: Ich hoffe alles ist bekannt, dass Tomb Raider und Lara Croft nicht mir gehören, sondern EIDOS!

Anmerkung von Mogu: Meine momentane Schreibblockade erlaubt mir keinen klaren Gedanken bei meinen Final Fantasy Fanfiks zu fassen. Bis mir die Ideen wieder aus dem Gesicht fallen, möchte ich euch mit einem meiner aufwändigeren Projekte vertrösten.
Falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte: Ich bin ein großer Lara Fan. Deshalb hatte ich mir beim Schreiben von dieser Geschichte etwas ganz Besonderes vorgenommen. Tagelange und gründliche Recherche! Ich wollte nicht nur eine Geschichte über Lara verfassen, sondern auch ein wenig Wissen vermitteln. Deshalb habe ich meine Mythologiebücher gewälzt und meine Lieblingssagen herausgesucht. Diejenigen, welche griechische, keltische und japanische Mythen mögen werden hier garantiert auf ihre Kosten kommen!!!

PS: Hätte ich ganz vergessen! Lara Croft Tomb Raider - LOST spielt einige Tage nach dem Ende von Tomb Raider - Legend!

In diesem Sinne viel Spaß, eure Mogu!



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Prolog


Amandas regungslose Gestalt lag auf dem staubigen Boden.
Lara stellte fest, dass sie noch lebte, als sie das Amulett, mit dem Amanda das unbekannte Wesen gerufen und kontrolliert hatte, aus dem Griff ihrer ehemaligen Freundin entwand. Danach ging sie zu dem Stein in der Mitte der Plattform, indem eine Einkerbung eingelassen war und steckte Excalibur hinein. Bevor sie jedoch den Spiegel aktivierte, indem sie die im Kreis angeordneten Steine berührte, warf sie einen Blick auf die kindlichen Zeichnungen in ihrem kleinen Buch. IHRE kindlichen Zeichnungen. Nun drückte sie Excalibur ganz in den Stein und mit einem Knirschen aktivierte sich der mystische Spiegel.

Sofort tauchte die Gestalt ihrer Mutter auf der „anderen Seite“ des Spiegels auf. Sie sah genauso aus, wie sie damals ausgesehen hatte – beim Absturz.
„Wer bist du?“, fragte die Spiegel – Amelia.
„Mutter ich bin es, deine Tochter!“, rief Lara überwältigt von ihren Gefühlen.
„Was ist mit meiner Tochter?“, rief Amelia pansich. Lara wischte ihre Gefühle beiseite und schrie:
„FASS DAS SCHWERT NICHT AN!!!!“
„ZIEHEN SIE DAS SCHWERT RAUS!“, rief eine dritte Stimme energisch dazwischen – Amandas.
„Was?“ Das war wieder Amelia.
„ZIEHEN SIE DAS SCHWERT RAUS, ES EXPLODIERT SONST!“, rief Amanda erneut und dieses Mal zeigte es Wirkung. Lara’ s Mutter zog das Spiegelschwert aus dem Stein und der Spiegel zersprang in einer großen Explosion.

„Du Miststück hast alles ruiniert!“, kreischte Amanda, doch das war Lara egal. Blitzschnell sprang sie auf die aschblonde Frau zu und baute sich bedrohlich vor ihr auf.
„All die Jahre habe ich gedacht sie sei tot…“
„Sie ist nicht tot… sie ist dort, wo ich jetzt sein sollte! Wo du sein könntest!“
Lara hob ihre Augenbraun und ihre Pistole… Amanda sollte endlich Klartext reden.
„Sie ist in Avalon!“, rief diese.
Lara schlug zu.
„Jede Sekunde, die du am Leben bist ist ein Geschenk von mir…“



Der Traum verblasste. Die Durchsage des Kapitäns riss sie aus dieser Erinnerung, die sie bisher jede Nacht seit Bolivien hatte erneut durchleben müssen.
„Sie ist nicht tot, sie ist in Avalon!“, schoss es ihr durch den Kopf, bevor die Maschine zur Landung ansetzte.

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1. Kapitel


(09:27 Uhr )
Die Boing 747 der British Airlines kam ratternd auf der Landeplattform des Kairo' er Flughafens zum Stehen. Sofort drängten sich die Passagiere durch die ohnehin schon engen Gänge des stählernen Vogels und verursachten einen ohrenbetäubenden Lärm.
Lara Croft saß indes immer noch seelenruhig auf ihrem Sitzplatz und wartete. Nach einem tiefen Seufzer schaltete sie ihren PDA ab und steckte ihn in die Brusttasche ihrer Lederjacke. Mit einem zweiten Seufzer stand die junge Frau von ihrem Sitz auf, griff nach ihrem Rucksack und verließ ebenfalls das Flugzeug.
Die Sonne stand hoch am Himmel und brannte unerbittlich auf ihren Körper, kein einziges Lüftchen wehte und Lara fühlte wie ihre Schweißdrüsen anfingen zu arbeiten. Gleichzeitig war die Luft erfüllt von dem einzigartigen, charakteristischen Geruch dieses Landes: Sand, Kamele, Imbissbuden, Autoabgase.
„Ich habe Ägypten vermisst…“

Die Abfertigungshalle: Ein einziges Durcheinander und die Security hatten alle Hände voll zu tun. Seit den letzten Selbstmordattentaten, die so schwerwiegend wie noch nie gewesen waren, wurden jegliche Sicherheitsmaßnahmen doppelt und dreifach verstärkt. Deshalb war es ja auch so schwer Waffen in dieses Land einzuführen. Wobei dies bei ihren früheren Besuchen kaum problematisch gewesen war. Lara hatte dieses Mal jedoch auf die Stimme der Vernunft, na ja eigentlich war es Alisters gewesen, gehört und ihre Pistolen zurückgelassen.

„Eigentlich gibt es ja auch keine Hinweise auf die Verwicklung krimineller Verbindungen!“, hatte Alister gemeint und Zip pflichtete dem bei.
“Notfalls kannst du dir welche kaufen…“
„Komplizierter könnte es allerdings mit deinem Headset werden. Vielleicht kommen die beim Zoll auf dumme Gedanken, pass also auf!“
Aus irgendwelchen Gründen machte Zip sich meist mehr Gedanken um seine Technik, als um andere Sachen.
„Zerbrecht euch nicht mal meinem Kopf!“

Endlich hatte sie sich durch die Massen gedrängt und sah nun auf einen vollbesetzten Zollstand hinüber. Die Schlange davor wurde dazu nur allmählich kürzer und Lara ungemein ungeduldig. Abwarten gehörte einfach nicht zu ihren Stärken. Fast geistesabwesend runzelte sie immer wieder die Stirn oder hob beide Augenbrauen. Am liebsten hätte sie ein paar Dehnübungen gemacht, aber das ging natürlich nicht. Währenddessen geriet die Schlange leicht ins Stocken, weil eine junge Dame ein bisschen zu viel Metall im Gesicht besaß. Am liebsten würde Lara mit Anlauf über die Zollbeamten springen und im Sprint aus dem Flughafen. Das wäre wenigstens ein bisschen Action! Aber diese Option war mindestens genauso unvorteilhaft wie ihre Dehnübungen. Lara stellte sich Alisters Gesicht vor, das er machen würde und musste lächeln. Angeblich verflog mit einem Lächeln auf den Lippen die Zeit umso schneller. Vorn angekommen musterten die beiden Zollbeamten Lara eindringlich.
„Gepäck?“, schnappte der ältere Dicke. Lara hob ihren kleinen Rucksack auf die Röntgenkonsole und ließ sich von der Zollbeamtin untersuchen. Sie würden sowieso nichts finden, außer ihrem PDA und dem Funkgerät.
„OK“, meinte die Beamtin und ließ Lara zusätzlich durch den Detektor laufen. Na endlich! Land in Sicht. Der Dicke händigte ihr ihren Rucksack wieder aus und ließ Lara passieren.
„Leibesvisitation… ziemlich hoher Sicherheitsstandard, vor allem wenn man einen gemütlichen Urlaub genießen will…“, dachte Lara. „Früher haben Detektoren gereicht – scheiß Krieg!“ Auf ihrem Weg durch die große Empfangshalle beäugte Lara sorgfältig ihre Umgebung. Ein weiteres Paar Beamten standen ein wenig weiter vom Zollstand entfernt.
„Was ist bloß aus den ruhigen Zeiten geworden?“
Doch viel zum nachdenken blieb nicht. Virginias Nachricht hatte eilig geklungen und Lara wollte keinerlei Zeit mit unwichtigen Dingen vergeuden. Sie schaltete PDA und Headset ein und nach einem kurzen statischen Rauschen erklang Zip’s Stimme.
„Und hattest du Probleme?“
„Nein. Leider nicht.“
„Schalte doch bitte mal die Kamera ein.“
„Wozu? Brauchst du Urlaub?“
„Nein, für die Aussicht…“
„Also!“
„Oh, Alister ist zurück! Hallo Alister!“
„Alister?“, fragte Lara und wartete einen Augenblick bis dieser sich ebenfalls ein Headset aufgesetzt hatte.
„Ja?“
„Hast du etwas über Amanda herausgefunden?“
„Nicht viel, sie und Rutland scheinen untergetaucht zu sein…“
„Ja, aber wo?“ Ganz nebenbei aktivierte Lara ihre Headsetkamera.
„Danke!“, fuhr Zip dazwischen.
„Psst!“, mahnte Alister. „Ich bin mir nicht sicher, vermutlich in einem Anwesen von Rutlands Familie.“
„Puh, da gibt es viele!“, mischte sich Zip ein und hämmerte auf seiner Tastatur herum. „Hier in England gibt es allein fünf davon, dann noch in Frankreich, Italien, USA und Asien. Wo genau steht hier nicht. Jedenfalls denke ich nicht, dass sie sich über ungebetene Besucher freuen.“
„Wie dem auch sei“, meinte Lara und suchte den Parkplatz nach etwas Bestimmten ab. „Ich kümmere mich erst um Virginia. Alister du versuchst weitere Informationen zu sammeln, vielleicht kann dir Nishimura helfen!“
„Nach dem Chaos, das du letztens bei ihm angerichtet hast – macht er das mit Freuden!“, meinte Zip, doch Lara wies ihn zurecht.
„Halt die Klappe!“


(10:54 Uhr )
Lara nickte zufrieden. Sie hatte gefunden, wonach sie gesucht hatte. Eine boagrüne Kawasaki ZX9R stand bereit zur Abfahrt. Alister hatte gute Arbeit geleistet. Das war ein Prachtexemplar von einem Motorrad. Mit dem Schlüssel, den sie von einem Parkwächter erhielt, öffnete sie die große Transporttasche und zog Ledersuit und Helm hervor.
„Ich werde jetzt erstmal die Fahrt genießen!“, meinte Lara und schwang sich auf das Zweirad.
„Oho, du weißt was das heißt!“, jammerte Zip.
„Lara bitte sei vorsichtig!“, meinte Alister.
„Ich fahre immer vorsichtig – mir passiert nix.“
„Was Alister damit meint ist: Pass auf die Maschine auf!“
 
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