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Zwischen Himmel und Hölle

von Kazu
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
L Light Yagami
21.02.2007
24.03.2007
2
2.300
1
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 
21.02.2007 1.025
 
Titel: Zwischen Himmel und Hölle
Autor: Kazu
Fandom: Death Note
Disclaimer: Alle Charaktere gehören einzig und allein Takeshi Obata & Tsugumi Obha ... *mir L klauen geht* >///<
Warnings: Major Spoiler! Wer das Ende von Death Note nicht kennt, sollte sich diese Story auch nicht durchlesen! Wäre zu seinem eigenem besten ^-^
Kommentar: Da ist sie nun, meine erste Death Note FF. Sie knüpft direkt an das Ende des Mangas an, kann daher also als eine Art Fortsetzung gesehen werden. Allerdings besteht der Prolog lediglich aus einer leicht abgeänderten Nacherzählung des letzten Manga Kapitels, weswegen die eigentliche Story erst im nächsten Kapitel beginnt. Ich hoffe trotzdem, dass ihr Gefallen daran finden werdet und den Prolog möglicherweise dazu nutzt, euch mit meinem Schreibstil anzufreunden bzw. anzufeinden^^
Nun denn, auf gehts x3

Prolog

Sie wussten es. Ja, nun wussten es alle. Und er? Dieses jämmerliche Etwas, welches sich einst zum Gott der neuen Welt ernannt hatte, lag hilflos und Blut spuckend auf dem kalten Steinfußboden, umringt von siegessicheren Gesichtsausdrücken.
Aizawa, Mogi, Matsuda, Near, die SPK... sie alle hätten sterben müssen. Stattdessen aber siegte das Böse. Nein. Der Sieg gehörte ihnen nicht. Das würde er, der Bote der Gerechtigkeit, niemals zulassen.

Mit letzter Kraft kroch Raito den mit Blut übersäten Boden entlang. Aizawa rief ihm etwas zu, doch das Blut in seinen Ohren rauschte zu sehr, als dass er es hätte verstehen können. Also zog er seinen schmerzenden Körper weiter vorwärts. Wenn nicht bald etwas geschah, würde er seinen Wunden erliegen, soviel war sicher. Matsuda hatte mit seiner Pistole ohne Rücksichtnahme ganze vier Kugeln auf ihn abgefeuert. Oder waren es fünf? Er wusste es nicht. Der unerträgliche Schmerz ließ ihn keinen klaren Gedanken mehr fassen. Krampfhaft biss er sich auf die Unterlippe. Ob dies tatsächlich das Ende Kiras bedeuten sollte? Nein, es musste eine letzte Möglichkeit geben, sie alle zu töten. Denn das Gute siegte immer.  

„Ryuuk!?“ Ungläubig hob er seinen Kopf ein wenig an. Die furchteinflößenden, aber doch so vertrauten Augen seines Shinigamis blickten interessiert auf ihn herab, während sein Gesicht das wie sonst so übliche Grinsen zierte. Natürlich. Wieso war er nicht schon früher darauf gekommen?
„Ryuuk! Du bist der einzige, der mich jetzt noch rettet kann.“ Trotz seiner schweren Verwundungen schaffte es Raito, seiner Stimme einen angemessen lauten und ausdrucksstarken Ton zu verleihen.
„Töte sie! Schreibe sie in dein Death Note! Alle!“
Wie amüsant die verängstigten Gesichter der anderen doch ausschauten. Ebenso der klägliche Versuch, einen durch Menschenhand nicht verwundbaren Shinigami erschießen zu wollen. Belustigt lachte der Braunhaarige auf. „Du hättest mich früher töten sollen, Near! Das ist dein Ende.“
Auch Ryuuk entwich ein leises Kichern. „Ja, dies ist in der Tat das Ende.“ Nach einer kurzen Pause fuhr er fort: „Nämlich deines, Yagami Raito.“  

Das hämische Lachen Kiras verstummte. Meinte er das ernst? Nein, ein schlechter Scherz. Das musste es sein. Sein Shinigami würde doch nicht...
„Erinnerst du dich an mein Versprechen, Raito?“, unterbrach Ryuuk dessen Gedankengänge und hielt ihm zur Bestätigung seiner Tat das mit Raitos Namen beschriebene Death Note vor die Nase. „Damals sagte ich, dass ich dich in mein Death Note eintragen werde, solltest du kurz vor dem Tode stehen. Würdest du ins Gefängnis kommen, müsste ich bis zu deinem Todestag bei dir bleiben, was mir ehrlich gesagt zu langweilig wäre.“    
Ein schwaches Lächeln zuckte über die Lippen des Sterbenden. Dann wich es einem entsetzten Ausdruck und in seinen Augen war eine Emotion zu erkennen, die Raito der Öffentlichkeit nur selten preisgab. Angst.
„Sterben... ich werde sterben!?“
„Ja. In 40 Sekunden an einer Herzattacke.“
Seine Hände, seine Knie, ja sein gesamter Körper begann zu zittern.
„Sterben“, murmelte er mehrere Male vor sich hin, während ihm der Angstschweiß gnadenlos von der Stirn lief. Unmöglich. Das durfte er nicht. Kira musste schließlich die Menschheit beschützen.

„Ryuuk!“ Der Braunhaarige kniete sich hin, griff mit beiden Händen nach dem Gürtel seines Freundes und blickte ihn flehend an. „Ich will nicht sterben!“
Leise lachend entgegnete dieser: „Das passt nicht zu dir, Raito. So erbärmlich hast du noch nie ausgesehen.“
„Ich will nicht sterben!”, rief er nun in einem fast schon verzweifelten Tonfall.
„Tu etwas! Ich will nicht sterben!“ Und doch wusste Raito zu gut, dass sich Death Note Einträge nicht mehr rückgängig machen ließen.
„ICH WILL NICHT STERBEN!“
Er hielt inne. ‘Welch eine Ironie‘ dachte er noch, ehe ihn die Erinnerungen an ein vor Jahren geführtes Gespräch mit Ryuuk einholten.

„Wenn du das Death Note benutzt hast, darfst du nicht darauf hoffen, je in den Himmel oder in die Hölle einkehren zu können.“
„So? Aber jeder weiß doch, dass etwas wie Himmel und Hölle überhaupt nicht existieren“,
hatte Raito damals voller Überzeugung entgegnet.
„Egal was man in seinem Leben getan hat - Jeder gelangt letzten Endes an den selben Ort.“

War er dieser Ansicht noch immer? Wenn ja, weshalb schürte der Gedanke an das Kommende seine Angst dann um ein ganzes Stück mehr?
Sein Blick fuhr zu Near, der SPK und seinen Männern, die mit gemischten Gefühlen auf ihn herab sahen.
Er hatte sie alle töten wollen. Und er wollte es noch immer. Auch Mikami, welcher sich als nächster in sein Blickfeld schlich, verdiente den Tod.
Wie hatte er es wagen können, die Göttlichkeit Kiras in Frage zu stellen?
Er war solch ein Narr. Ja, sie alle waren das. So verdammt närrisch.

Stumm fragte sich Raito, wie viele Sekunden er wohl noch zu leben hatte. Wie viele Atemzüge er noch fähig war zu machen.

Sein Herz raste mit jeder Sekunde schneller und schnürte ihm die Brust zu. Innerlich hoffte er noch immer auf das unmögliche Wunder seiner Rettung, aber niemand, nicht einmal Kira, besaß sie Macht, das Resultat des Death Notes aufzuheben. Es war vorbei.

Kaum hatte er diesen Gedanken zuende gedacht, durchfuhr ein gewaltiger Ruck seinen Körper, begleitet von einem unvorstellbar stechenden Schmerz.
Doch so schnell dieses unangenehme Gefühl aufgekommen war, so schnell war es auch wieder verschwunden.

Sein Kopf schlug haltlos auf dem kalten Steinfußboden auf, der Blick dabei starr an die Decke gerichtet. Eine letzte Träne bahnte sich ihren Weg aus seinem Auge, tropfte auf den blutgetränkten Boden und löste sich schließlich im dichten Rot auf.

Der Kampf gegen L war verloren.
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