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I'm sorry I made you cry

von Cyberfox
GeschichteDrama / P16
Ernest Galew
06.02.2007
06.02.2007
1
1.006
 
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06.02.2007 1.006
 
Die Geschichte ist etwas älter ;) Viel Spaß.

I'm sorry I made you cry

Wenn jeder Stern dort am Himmelszelt eine Seele ist, die ihren leblosen Körper verlassen hat, dann weiß ich, dass du der hellste von ihnen bist. Wie ein funkelnder Diamant, der sich in meinen Tränen widerspiegelt. Nacht für Nacht laufen sie mir übers Gesicht und warten darauf, von deiner Hand weggewischt zu werden. Ich habe mein Versprechen, nicht zu weinen gebrochen. Doch was könnte ich gegen meine Gefühle tun, jetzt, da du fort bist? Hast du es denn nicht in meinen Augen lesen können? Du warst die Stütze, die ich zum aufrechten Gang brauchte und die mich bewahrte umzustürzen.
Es hätte alles anders kommen können , doch du wusstest es besser. Du hast es gewusst und das kann ich dir niemals verzeihen. Nur gelächelt hast du, ein liebevolles Heben deiner Mundwinkel. Selbst als du mir zum letzten mal ins Gesicht blicktest.
Die furchtbaren Schreie gehen mir durch Mark und Bein, registriere es kaum, dass es meine eigenen sind. Warum lässt du mich nur allein, warum, dieses verdammte warum. Nie mehr werde ich dich durch meine Augen sehen, deine Haare riechen und mein Gesicht in deiner Halsbeuge verstecken können. Deine Wärme hatte sich jedes mal wie ein schützender Mantel um mich gelegt, mich getröstet, wenn ich schlecht geträumt hatte. Jetzt ist es kalt. Mein Gesicht blass und mein Blick leer. Trostlos scheint die Welt für mich zu sein. Einzig und allein sind mir die Sterne geblieben, bei denen du nun auch bist und strahlst.
Die anderen wissen wie sehr ich leide, aber sie können nichts tun. Ich bin beinahe froh darüber, denn ich möchte nur meine Ruhe haben. Sie erinnern mich alle an dich.
Ich höre, wie Leena zu mir tritt und mich sanft in eine Umarmung zieht. Ich lasse es geschehen, denn die Kraft, jemanden von mich zu stoßen, wurde mir schon lange geraubt. Sie blickt mich aus ihren blauen Augen an, blaue Augen, wie du sie hattest. Ihr Blick ist traurig, doch voller Liebe. Sie streicht mir über die Wange und drückt mich wieder an sich. Weinend lege ich meinen Kopf auf ihre Brust, höre zwischen meinem Schluchzen ihren leicht beschleunigten Herzschlag. Ja, auch sie nimmt es mit. Sie trauert um dich und sorgt sich um mich.
Meine Schultern beben und ihre Arme legen sich fester um meinen zitternden Körper. Sanft streicht sie über meinen Rücken, wispert beruhigende Worte und wiegt mich wie ein Kind hin und her. Ich bin dankbar, dass sie da ist.

Die Nacht wird lang werden, doch für mich endet sie hier. Ich stehe im Badezimmer unserer Quartiere und betrachtete mich mit Ekel vor dem Spiegel. Mein ganzes Gesicht ist tränennass. Sieht so ein Held aus, der die Welt vor den Victims schützt? Was ist mit mir geschehen? Niemals hatte ich gedacht, dass ich so leicht und so schnell untergehe. Ich, der stolze, temperamentvolle und großmäulige Pilot. Nur du kanntest mein wahres Ich, meine Seele und wusstest, wie sehr sie zu verletzten war.
Würdest du es verstehen, wenn ihr dir sagen würde, mein Leben hätte ohne dich keine Sinn mehr? Ich fühle mich verloren und will von deinen starken Armen gefunden und gehalten werden. Akzeptierst du das? Ich möchte nur bei dir sein, ganz egal, was ich dafür geben muss.


Mit der Klinge fahr ich langsam
meinen Unterarm hinauf.
Dann ein Schnitt, klein und flach,
und die Welt um mich blüht auf.

Schmerz schärft alle meine Sinne,
jede Faser ist gestimmt.
Und ich hör den Körper singen,
wenn der Schmerz die Last mir nimmt.

Tiefer noch ein bisschen tiefer
schneid ich in den weißen Arm.
Aus der Wunde sickert lautlos
dunkles Blut und mir wird warm.

Das Blut so rot, das Blut so rein.
Die Zeit heilt meine Wunden nicht.
Mein Blut zu sehn, ist wunderschön,
mein Blut zu sehen, tröstet mich.

Glück durchströmt den ganzen Körper.
Schmerz treibt jeden Schmerz heraus.
Um auf diese Art zu fühlen,
nehm ich all das Leid in Kauf.

Das Blut so rot, das Blut so rein ...
Ich verletze nur die Hülle.

Alles was darunter liegt,
hab ich so tief eingeschlossen,
dass es sich mir selbst entzieht.


Das Blut so rot, das Blut so rein ...

Ich fühle kaum den Schmerz und das Blut, dass mir vom Handgelenk auf den Fliesenbelegten Boden tropft. Die Kraft weicht aus meinem Körper und lässt mich zu Boden sinken.

Leenas Nagelfeile schlägt klirrend neben mir auf. Müdigkeit übermannt mich und ein seliges Lächeln legt sich auf mein Gesicht, als meine Lider sich schließen. Das Licht umhüllt mich, nein, es sind deine weißen Flügel, die so hell strahlen. Fest drücken sie mich an dich und endlich spüre ich die vertraute Wärme. Tränen rannen über meine Wange und sie wurden weggewischt. Von deinen Händen. Ich habe dich wieder, du bist bei mir, für immer und ewig.

Deine Stimme wispert eine sanfte Melodie, die nur für mich ist:

The first time we met time stood still
You left me breathless
Suddenly speechless
Within the hour we were one
Two total strangers kissing in the moonlight

Oh, you know I'm sorry I had to go
I'm really sorry it had to die
I'm really sorry I made you cry
Cry

We feel love between the nights
Of too many lovers and too many teardrops
And fate won't resist some satin sheets
I was so helpless
Totally ruthless

Oh, you know I'm sorry I had to go
I'm really sorry it had to die
I'm really sorry I made you cry
Cry

Love is lifting you up and draggin' you down
Makes you go round and round and round
Time makes a stop then it's all gone
Funny how memories keep lingering on.


Du küsst mich, während der Wind unsere Leiber liebkost und du mich zwischen den Säulen aus Licht empor trägst, zum unendlich weitem Himmelszelt ...

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Trieft nur so von Kitsch, nicht wahr? Jeder war doch mal jung xD Die Erstsünde eines jeden Autors....
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