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Vernascht oder (Nachtisch für Reiji)

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Naoya Shirakawa Reji Aoe
27.01.2007
01.01.2009
8
9.980
 
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27.01.2007 1.731
 
Was lange währt, wird gut ...
Hoffe ich zumindest ^^ Please Enjoy the new kappi
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„Kashima, ruf Haruomi her. Ich habe noch etwas Wichtiges zu erledigen.“
„Jawohl!“ Kashima verließ den Raum.
„Hm, wie könnte ich ihn als Nächstes ärgern?“ Geschickt wickelte er eine Praline aus dem Silberpapier und betrachtete sie nachdenklich. „Ich weiß überhaupt nicht, warum Reiji so einen Aufstand um so eine kleine Praline macht. Gerade unsere Hausgemachten sind so was von lecker. Mhnnn!“ Nach dieser verschwanden noch einige in kurzer Zeit in Kiichis Mund.
Ein leises Klopfen ertönte, aber ehe Kiichi antworten konnte, öffnete sie sich auch schon. Haruomi trat ein und schloss sie sogleich wieder. „Hier bin ich.“
Kiichi sah ihn aus leicht glasigen Augen an. Die Pralinen entfalteten ihre Wirkung. „Haruomi, bring mich nach Hause! Ich möchte baden ... mir dir!“ Nur undeutlich schaffte er es die Worte zu formulieren. Haruomi eilte zu ihm und umfasste Kiichis gerötetes Gesicht.
„Dass du immer so übertreiben musst - mit dem Zeug!“
„Hm?“
„Du weißt genau, was ich meine!“
„Haruomi!“ Kiichi schnippte mit den Fingern. Zumindest versuchte er es. Alles was ihm gelang war ein dumpfes Schnappen, aber pflichtbewusst beugte sich Haruomi näher zu ihm. „Schweig einfach und küss mich!“
Er krallte seine Finger in Haruomis Jackettrevers und presste  seine Lippen ungestüm auf Haruomis, vollständig von seinem Verlangen regiert. Als sie sich Minuten später heftig atmend von einander lösten, glänzten Haruomi winzige Schokoladenspuren an Mundwinkel und Lippen.
„Noch eine Praline?“
„Ja, aber dann muss das Bad warten.“ Nicht mehr ganz so geschickt, wickelte Kiichi eine weitere Praline aus.
„Hier!“ Haruomi öffnete leicht den Mund und spürte Kiichis Finger, wie sie langsam die gefüllte Schokolade hinein schoben. Behutsam umschlossen seine schokoladenverschmierten Lippen Zeigefinger und Daumen. Die Praline zerschmolz und Kiichi spürte wie Haruomis Zunge die Schokolade über seine Haut verteilte und sie dann sogleich wieder ablutschte. Ihm wurde heiß und der Anzug beengte ihn unangenehm.
„Ich will nicht warten. Kashima!“ Die Tür öffnete sich sofort und der Butler trat ein. „Unten steht schon der Wagen, aber ich benötige diesmal einen Chauffeur.“
„Wird sofort erledigt.“ Und mit einer leichten Verbeugung verließ Kashima den Raum.
„Jetzt musst du mich nur noch nach unten bringen.“ Haruomi hauchte einen letzten Kuss auf Kiichis Knöchel (Hand) und richtete sich auf. Schwankend erhob sich Kiichi von seinem Stuhl und lehnte sich schwer gegen Haruomi. Nach ein paar wackligen Schritten runzelte Haruomi die Stirn und ging in die Knie. Im nächsten Moment hatte er sich Kiichi wie einen nassen Reissack über die Schulter geworfen.
„Nein, Haruomi, das ist nicht dein Ernst. Wie unelegant!“
„Anders bist du mir zu schwer!“ antwortete dieser ungerührt und öffnete die Tür.
„Haruomi! Die Angestellten!“ jammerte Kiichi nun schmollend hinter Haruomis Rücken baumelnd. Mit einer Hand massierte er sich die pochende Ader an seiner Schläfe. Das war einfach zu entwürdigend!
„Die Meinung anderer interessiert dich doch sonst nicht im geringsten?“ Haruomi hielt vor dem Fahrstuhl. Der Flur war menschenleer.
„Haruomi!“ flüsterte Kiichi mit weinerlicher Stimme. Haruomi ließ Kiichi langsam nach vorn von seiner Schulter rutschen, bis Kiichis Beine seine Hüften umschlossen und er bequem auf Haruomis verschränkten Händen saß. Beide Arme hatte Kiichi um Haruomis Nacken geschlungen. Sein Gesicht befand sich ganz dicht vor Haruomis.
„Du bist so eine Dramaqueen!“
„Jahhh!“ Kiichis Stimme triefte vor Zufriedenheit und Lust. Ein dezentes Ping verwies auf die sich öffnenden Türen des Fahrstuhles, den Haruomi umgehend betrat. „Darum liebst du mich ja auch so sehr!“ flüsterte Kiichi Haruomi verspielt ins Ohr, ehe er seine Zunge hinterher schickte. Haruomis Hände packten Kiichis Po fester und schoben ihn gegen die verspiegelten Wände des Aufzuges. Kiichi seufzte genussvoll auf und biss seinem langjährigen Liebhaber in den empfindlichen Nacken. Ungeduldig zerrte er an Jackett und Hemd. Haruomi drückte die Haltetaste des Aufzuges.
„Du weißt immer so genau was ich will ... .“ stöhnte Kiichi verzückt auf. Ein leises Knurren entwich Haruomi als er seinen Mund auf Kiichis Kehle presste. Kiichi grub die Finger fester in Haruomis Haare und versuchte ihn noch näher an sich zu ziehen. Ungeduldig zog er Haruomis Mund höher und begann an dessen Unterlippe zu saugen.
Allmählich schwanden ihm die Sinne. Das Aphrodisiakum in den Pralinen entfaltete jetzt seine volle Wirkung und raubte ihm den Verstand und jegliche –eh nur spärlich bei ihm vorhandene- Zurückhaltung. Besitzergreifend gruben sich seine Nägel tiefer in Haruomis Haut. Ein stummer, gieriger Aufschrei nach mehr. Gehorsam beendete Haruomi den Kuss und blickte prüfend Kichii an. Seine stoisch, gleichbleibende Miene hatte sich nicht verändert, allein in seinen Augen glomm es dunkel auf. Kichiis Kopf sank haltlos nach hinten.
Die gediegene Beleuchtung des Aufzuges verschwamm vor seinen Augen. Plötzlich spürte er wie sich Haruomi von ihm löste und ihn auf seine eigenen Beine stellte. Kichii schwankte leicht, als seine zitternden Knie sein Gewicht tragen mussten. Sanft stützte Haruomi ihn ab, bis Kiichi sein Gleichgewicht gefunden hatte, erst dann sank er auf die Knie. Kiichis Hände rutschten aus Haruomis weichem Haar auf dessen Schultern um sich haltsuchend abzustützen.
„Haruomi...“ durch Kichiis atemlose Stimme klang Haruomis Namen wie eine einzelne Liebkosung. Das leise Ratschen seines Hosenreißverschlusses ließ ihn verstummen. Ein Beben durchlief seinen Körper als er Haruomis heiße Hände sein Fleisch versengen fühlte. Erstickt schrie Kichii auf. Seine Finger krallten sich stärker in Haruomis Schultern und hinterließen durch das Hemd rote, halbmondförmige Male. Haruomi entblößte Kichii nun vollends und blies seinen Atem liebkosend über dessen feuchte Haut. Entrückt schnappte Kichii nach Luft. Instinktiv schob er seine Hüften fordernd nach vorne. Unverzüglich folgte Haruomi der gebietenden Einladung und umschloss Kichii mit seinen Lippen.
„Ha – ahhhhahahhaha –ruomi“ keuchte Kichii auf und versuchte krampfhaft auf seinen, kraftlos schwankenden Beinen stehen zu bleiben. Sein ganzer Körper stand in Flammen, während in seinem Kopf nur noch niederer Instinkt herrschte. Haruokis Zunge bewegte sich erfahren über vertrautes Fleisch. Fanden und reizten Kichiis erogene Schwachstellen bis zur Ekstase – nur um kurz davor zu stoppen. Das Feuer etwas auskühlen zu lassen – um es danach sofort wieder zur Weißglut zu bringen. Kichii seufzte unzufrieden auf.
„Haru ... omi. Ich will Dich! Jetzt!“ Seine atemlose Stimme war rauchig geworden durch den Versuch nicht all zu laut zu sein, aber fest und befehlend. Immerhin gehörte Haruomi ihm. Es war nicht fair von diesem ihn so leiden zu lassen. Wo er doch schon vor zehn Minuten gesagt hatte, das er ihn wolle. Kichii war es nicht gewohnt so lange auf die Erfüllung seiner Wünsche zuwarten. Frustriert biss er sich leicht auf die Lippe. Seine Ungeduld mühsam zügelnd. Er wollte Haruomi und er wollte ihn ganz. Er wollte ihn jetzt!
„Haruomi“ kehlig und sehr erotisch rollte der Name über seine Zunge. Aufforderung und Befehl, Wunsch und Bitte zugleich.
Haruomis Mund intensivierte den Druck. Durch den Aufzugsschacht schallte ein lustvoller Aufschrei. Gleichzeitig taste sich Haruomis Hand noch hinten vor und fing an ihn einfühlsam zu stimulieren. Während seine andere Hand Kichii stützend gegen die Spiegel presste.
Vor Kichiis Augen begannen Sterne zu tanzen. Mühsam hielt er sich auf den Beinen. In ihm brodelte es. Aus seinem Innersten drängte etwas unaufhaltsam an die Oberfläche.
Haruomi schob sich nach vorn, nagelte Kichiis Hüften unerbittlich fest gegen die Spiegel und vereinnahmte ihn völlig.
„Ha ... ruo ... miiiii. Neeeeeeeeeeeeeeein!” schrie Kichii auf, ehe er aufgebend die Augen schloss. Haruomis dunkel glühenden Blick vor sich sehend, knickten ihm die Beine weg. Haltlos sank er nach vorn. Haruomi schluckte ein letztes Mal und löste sich langsam von Kichii. Behutsam fing er ihn auf und hielt ihn eine zeitlang einfach nur fest. Kichiis Atem beruhigte sich langsam.
„Das war nicht fair... Haruomi!“ leise und schmollend sprach Kichii die Worte aus. Seine Arme entspannt um Haruomis Hals gelegt, das Gesicht fest an ihn gekuschelt.
„Ja...“
„Dafür wirst du nachher doppelt und dreifach Buße tun!“
„Ja...“
„Gut...“ Zufriedenheit klang jetzt aus Kichiis Stimmer heraus. Müde schloss er die Augen. „Du warst – wie immer – sehr gut!“
„Hmm ...“ antwortete Haruomi auch diese Mal mit ruhiger Stimme. Den kaum wahrnehmbaren, roten Schimmer, der Haruomis Nacken überzog, sah Kichii nicht. Das brauchte er auch nicht.
Führsorglich richtete Haruomi erst Kichii und dann sich selbst die Kleidung. Mit geschickten Händen schlang er Kichii den weißen Schal um dessen Hals und die langsam sichtbar werdenden roten Male. Für einen kurzen Moment blitzte etwas besitzergreifendes in den dunklen Tiefen seiner Augen auf.
Als er alles zu seiner Zufriedenheit arrangiert hatte, rückte er Kichii bequemer in seinen Armen zurecht und löste die Nothaltetaste. Leise surrend setzte sich der Fahrstuhl in Bewegung. Ein leichter Ruck und schon glitten die Türen des Aufzugs leise auf.
„Kichii!“ Vor ihnen stand Reiji. Ein Hand locker in der Hosentasche lehnte er elegant an der Wand. „Ich hatte vorhin im Büro noch vergessen dir etwas mitzuteilen.“ Mit diesen Worten stieß er sich ab und holte aus. Schwungvoll landete seine Faust in Kichiis Gesicht, ehe Haruomi reagieren konnte.
„Autsch!“ benommen hob Kichii die Hand und tastete über seine malträtierte Wange. So eine krasse Reaktion hatte er nun doch nicht vorhergesehen. Perplex starrte er seinem Bruder hinterher*, der sich ohne ein weiteres Wort umdrehte und davon schritt.
„Ach, und wag es nicht –“ Reiji blickte kurz über seine Schulter zurück: „ – wag es nicht, Naoya jemals auf diese Nacht anzusprechen!“. Der Ausdruck in seinen Augen war hart und unerbittlich.
Stumm erwiderte Kichii den Blick. Nein, mit so einer heftigen Reaktion hatte er wirklich nicht gerechnet. Reiji hob zum Abschied grüßend die Hand und verschwand kurz darauf durch die Flügeltüren nach draußen.
„Haruomi! Ich glaub -  ich brauche einen Arzt.“
„Du bist Arzt!“ erinnerte er Kichii mit ausdrucksloser Stimme. Die im deutlichen Widerstand zu der Zärtlichkeit stand mit der er die anschwellende Rötung in Kichiis Gesicht untersuchte.
„Autsch!“ zuckte Kichii zurück. „Dann brauch ich eben eine Krankschwester, die mich pflegt!“ auffordernd sah er zu Haruomi auf. Seine braunen Augen begannen zu funkeln. Der alte Übermut und Schalk trat wieder an die Oberfläche. Immerhin war er die Königen des Hauses Aoys. Ein leichtes Schnippen mit den Fingern und Haruomi neigte den Kopf näher zu Kichii.
„Bring mich nach Hause. Ich habe noch einiges vor mit meiner Krankenschwester.“ Das kaum unterdrückte Lachen in seiner Stimme quittierte Haruomi mit einem unmerklichen Stirnrunzeln.
„Ja...“
Zufrieden lehnte Kichii den Kopf an die breite Schulter. Der wiegende Gang Haruomis ließ ihn entspannt einnicken, aber die in ihm brodelnde Gier und Leidenschaft schaffte es nicht einzuschläfern.

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*Der Fahrstuhl liegt am Ende vom Flur, so dass man ihn einblicken kann, ohne aus ihn heraus zutreten.

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Endlich geschafft >-<
Ich kann mich nur wiederholen, Kichii ist echt ne Diva, das war gar nicht so einfach ^^
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