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von Rejah
GeschichteDrama / P16 Slash
17.01.2007
01.11.2008
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7
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Dieses Kapitel
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So, hier Kapitel Numero zwei ^.~
Wundert euch nicht, dass ich die Perspektive geändert habe, in Kaptitel eins war das Er/Sie-Zeugs ein Versehen <.<
Danke für die lieben Kommis!


Kapitel II : Warum ich?

Das Erste, was ich wahrnahm, war Schmerz, dieser unvorstellbare Schmerz. Was ist mit mir geschehen? Wo bin ich überhaupt? Und wie bin ich hierher gekommen? Zu gerne hätte ich die Augen aufgeschlagen, um zumindest eine von diesen Fragen zu beantworten, sie quälten mich. Doch ich hatte nicht die Kraft dazu.

Und dann kam eine unerträgliche Hitze, die sich langsam von dem Ursprung meines Schmerzes hinter meine Stirn bohrte und immer heißer und heißer wurde. Meine Stirn glühte und verschmolz mit dem drückenden, lauter werdenden Pochen in meinem Kopf. Benebelt nahm ich wahr, wie ich wie verrückt zu zucken und mich zu winden begann. Meine Augen rollten wund in den Höhlen, gegen die geschlossenen Lider starrend. Der Rest meines Körpers fühlte sich schwammig und weich, teilweise sogar wässrig an. Was passiert mit mir?

Ich hatte wahnsinnige Angst.

~~~~~*~~~~~

Eines Morgens wachte ich auf, als eine kühle Hand über meine Wange fuhr. Erschöpft blinzelte ich ein paar Mal und sah dann noch ziemlich verschwommen braune Augen, die mich erfreut musterten.

„Na, Harry? Endlich aufgewacht?“

Trotz des freundlichen Tonfalls, die die Stimme angenommen hatte, konnte ich hören, wie sie etwas zitterte.

Ich kniff die Augen fest zusammen und als ich sie wieder öffnete, klärte sich das Bild vor mir. Remus Lupin stand allein vor meinem Bett. Er sah so aus, als ob er etwa eine Woche lang kaum geschlafen hätte. Sein Gesicht war bleich und wirkte wie das von einem Gespenst.

Was mich aber am meisten verwirrte, war der seltsame Ausdruck auf seinem Gesicht.

„Wie geht es dir?“ hakte er nach.

Zunächst überrascht, dass meine Stimme gar nicht so schwach klang, wie ich angenommen hatte, antwortete ich ihm.

„Gut, ich habe nur noch ein wenig Kopfschmerzen … “

Doch Remus sah mich immer noch an. Irgendetwas schien ihn zu bedrücken. Hat es etwas mit dem zu tun, was mir passiert ist? Warum ich hier liege?

„Was ist passiert?“ sprach ich meine Gedankengänge aus.

Doch bevor er meine Frage beantworten konnte, fiel mir der dicke Verband um meinen Oberkörper auf. Und mit diesem kamen auch wieder die Erinnerungen zurück, unscharf, doch klar genug, um sie zu verstehen. Tränen traten in meine Augen.

„B-Bin ich …?“

Beschämt senkte Remus den Kopf.

„E-Es tut mir Leid …“

Aus seiner Stimme konnte ich heraushören, dass auch er weinte. Wegen der Freundschaft, die sich über die Jahre hinweg zwischen uns aufgebaut hatte, wusste ich, dass es Remus’ allergrößter Alptraum war, jemanden zu verletzen oder sogar …

Ich konnte dieses Wissen noch nicht einmal in Gedanken aussprechen.

„W-Wie wird es j-jetzt weitergehen? I-ich meine … mit H-Hogwarts …“

Der Gedanke an die Zaubereischule, die seit meinem elften Schuljahr zu meinem Zuhause geworden war, schnürte mir die Kehle zu.

„Professor McGonagall hat schon alles in die W-Wege geleitet … sie sagte mir, ich soll dir … diesen Brief geben, wenn du w-wach bist … H-Hier …“ sagte er und beugte sich vor, um mir genannten Brief mit zitternden Fingern zu überreichen.

Dabei berührten sich die Kuppen unserer Finger für einen kurzen Moment. Als hätte mich ein Blitz getroffen, zuckte ich zurück und wir beide ließen den Brief fallen. Die halbwegs aufgesetzte, gläserne Maske, die ich die ganze Zeit getragen hatte, zerbrach mit einem Schlag. Erst jetzt konnten sich die Tränen einen Weg aus meinen Augen bahnen und liefen mir warm und salzig die Wangen hinab. Wieso? Warum ich? Warum ausgerechnet ich?

„Was hab ich denn getan …?“

Remus weinte noch mehr als vorhin. Doch er riss sich zusammen.

„Nichts hast du getan … H-Harry …? I-Ich werde jetzt … gehen.“ Diese Worte sprach er mit einem gewissen Zögern aus, das ich jedoch nicht einordnen konnte. „Wir werden uns wahrscheinlich n-nie mehr wieder sehen …“

Dann drehte er sich mit einem Ruck um und verließ das Zimmer, bevor mir der Sinn dieser Worte langsam klar wurde.

„Remus!“ rief ich und für diesen Moment hörten sogar meine Tränen auf zu fließen.
Doch als ich weiter unten im Haus eine Türe zufallen hörte, konnte ich diese nicht mehr zurückhalten und weinte hemmungslos.

Und noch einmal fragte ich mich: Warum ich?

~~~~~*~~~~~

Allein stand ich am Gleis 9¾. Ron und Hermine hatte ich natürlich nichts von … von meiner Krankheit erzählt. Selbst in Gedanken nannte ich es höchstens ‚Lykanthropie’, die offizielle Bezeichnung für-

„Harry!“

Erschrocken drehte ich mich um. Hermine kam auf mich zugestürmt, Ron im Schlepptau. Keine Sekunde später hatte sie mich auch schon so heftig umarmt, dass ich beinahe umgefallen und auf den Asphalt gestürzt wäre, hätte Ron mich nicht im letzten Moment an meinen Arm festgehalten.

„Was ist denn mit dir los, Harry?“ fragte er.

Jetzt fing auch Hermine an, mich mit einem besorgten Blick zu mustern.

„Stimmt, du siehst so blass aus.“

Ängstlich wurde mir bewusst, dass sie es gewesen war, die Remus’ Geheimnis im dritten Schuljahr gelüftet hatte. Sie dürfen es nicht erfahren – sie dürfen es einfach nicht!

Die Verzweiflung musste sich wohl auf meinem Gesicht widergespiegelt haben, denn plötzlich nahmen mich Ron und Hermine geschwisterlich in den Arm und dirigierten mich zum Zug.

„Komm, du kannst uns drinnen alles erzählen, okay?“

Obwohl ich genau wusste, dass es das Letzte sein würde, was ich tun würde, ließ ich mich von ihnen mitziehen. Mit hängenden Kopf und erschöpften Selbstbewusstsein folgte ich schließlich meinen Freunden in ein leeres Abteil.

„Also, fang an.“ meinte Ron und ließ sich auf die Sitzbank fallen.

Ich tat es ihm gleich und schwieg.

„Was ist los?“ fragte Hermine sanft nach. „Willst du es uns nicht erzählen?“

Schwach nickte ich. Mir war plötzlich schlecht geworden.

„Harry, vielleicht können wir dir helfen …“

Tränen schossen mir bei diesen Worten in die Augen. Wenn sie es wüssten …!

„N-Niemand … Niemand k-kann … mir … h-helfen …“ brachte ich mühsam hervor.
Beim Klang meiner ungewöhnlich leisen Stimme zuckten meine Freunde zusammen.

„Harry! B-Bitte, was auch immer es ist, geh wenigstens zu McGonagall! Ich flehe dich an!“ rief sie aus, ihre Stimme zeigte ihre Verzweiflung.

Ich schaffte es nur, ein weiteres Mal zu nicken.

Hermine hakte nicht weiter nach, sie holte ein Buch hervor, welches, wie ich mit Schaudern feststellte, den Titel ‚Werwölfe und ihre Lebensweisen’ trug. Ron starrte wie gebannt auf den Bahnhof hinaus. Plötzlich, es war fast elf, zogen sich seine Augenbrauen ärgerlich zusammen.

„Verdammt, da ist Malfoy! Was macht der denn hier?“ brummte er.

Mehr aus Langeweile als aus Interesse blickte ich nach draußen, in die Richtung, in die Ron hasserfüllt starrte. Nach kurzem Suchen fand ich ihn. Er stieg gerade in den Zug ein und entzog sich damit meinem Blickfeld. Kurz darauf schlug der Minutenzeiger auf die Zwölf um und der Hogwartsexpress fing an sich schnaufend in Bewegung zu setzen. Bald war nur noch das Rattern der Räder auf den Schienen zu hören.

~~~~~*~~~~~
Jaja, Harry macht einiges mit, was?
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