Die Schattenseite
von Novy
Kurzbeschreibung
Wie alles angegangen hat? Hmm, das weiss ich eigentlich gar nicht mehr so genau. Vermutlich aus Langeweile. Oder weil ich einfach mal zeigen wollte, wer der Boss ist. Dass das ganze derart aus dem Ruder laufen würde und ich Georg so sehr wehtun würde, war weder geplant noch beabsichtigt... Dennoch kann ich heute nicht mehr rückgängig machen, was passiert ist...(Warnungen: Rape, OOC)
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Bill
Georg
25.12.2006
25.12.2006
1
5.023
25.12.2006
5.023
1. Autor: Novy
2. Art der Story: Drama
5. Warnungen: Rape, OOC
6. Disclaimer: TH gehören mir leider nicht… Ebenfalls keine Städte, Länder etc. Und ich verdiene kein Geld mit dieser Story
Wie alles angegangen hat? Hmm, das weiss ich eigentlich gar nicht mehr so genau. Vermutlich aus Langeweile. Oder weil ich einfach mal zeigen wollte, wer der Boss ist. Dass das ganze derart aus dem Ruder laufen würde und ich Georg so sehr wehtun würde, war weder geplant noch beabsichtigt... Dennoch kann ich heute nicht mehr rückgängig machen, was passiert ist...
Ich erinnere mich noch an die Anfangszeiten von unserer Band, als ich immer der Kleine war, das Küken in der Band und es dadurch dass ich der Jüngste und Kleinste war, nicht gerade einfach hatte, mich gegen die drei anderen durchzusetzen. Mit der Zeit änderte sich das jedoch, und ich wurde mehr und mehr zum Anführer, zum Chef der Band, welcher alles entschied. Die drei anderen hatten überhaupt nichts mehr zu bestimmen, es wurde gemacht, was ich sagte.
Dann kam der Durchbruch, unser Lied schoss auf Platz eins, und nachdem die anfängliche Unsicherheit verflogen war, begann der Erfolg, mich zu verändern. Ich wurde richtig unerträglich, alles musste nach meinem Kopf gehen, und wenn nicht, wurde ich wütend. Mir war der Ruhm in den Kopf gestiegen, was ich mir wieder und wieder anhören musste. Freunde wandten sich von mir ab, und mich überfiel die Panik, plötzlich ganz alleine dazustehen. Das war vermutlich der Auslöser der ganzen Sache, die daraufhin passierte.
Es war an einem Abend, wir hatten gerade unser Konzert beendet. Gustav und Tom gingen lachend und rumalbernd vor mir her, zurück in unsere Garderobe. Einige Schritte hinter ihnen folgte Georg, und mit ziemlichem Abstand ging schließlich ich. Meine Bandmitglieder waren die ersten, die sich von mir abgewandt hatten; zumindest mein Bruder und Gustav. Georg hingegen versuchte, mich so zu behandeln wie vorher, als ob nichts passiert wäre. Auch wenn ich das nicht verdient hatte. Und gerade das war vielleicht der Grund, wieso ich meine Wut, meinen Hass auf die anderen, gerade an ihm ausliess.
Wir erreichten die Garderobe und Tom und Gustav liessen sich auf eines der beiden Sofas fallen, während Georg vor seiner Tasche kniete und darin wühlte. Ich selber blieb mitten im Raum stehen und sah ihm dabei zu. Er holte ein Handtuch und Duschgel heraus, scheinbar wollte er, bevor wir weiterfuhren, noch die Dusche hier im Backstagebereich benutzen. Tatsächlich ging er wenige Augenblicke später, mir noch ein Lächeln schenkend, welches ich jedoch nicht erwiderte, zur Tür und verliess mit einem „Ich spring noch kurz unter die Dusche!“ den Raum.
Ich starrte einige Minuten auf die eben zugefallene Tür, ehe ich mich langsam in Bewegung setzte und ebenfalls den Raum verliess. Ich schlenderte in Richtung Duschen, ein breites Grinsen im Gesicht und leicht nervös, ob mein Plan auch wirklich funktionieren würde. Doch Georg war von daher gesehen ein leichtes Opfer- er würde sich vermutlich nicht wehren, aus Angst, mir dabei irgendwie weh zu tun.
So betrat ich also den Bereich der Duschen und hörte bereits das Wasser rauschen. Ich atmete noch einmal tief durch, bevor ich die Tür aufstiess und einen Schritt hinein machte. Georg stand unter dem rauschenden Wasser. Er hatte seinen Kopf in den Nacken gelegt und strich sich gerade seine Haare aus dem Gesicht. Als die Tür hinter mir ins Schloss fiel, drehte er seinen Kopf in meine Richtung und lächelte mir zu.
„Hey!“, rief er mir zu. Doch ich sah ihn nur mit eisigem Gesichtsausdruck an, liess meine Augen über seinen Körper wandern. Innerlich grinste ich; scheinbar hatte ich mir nicht nur in Bezug auf die Einfachheit das Richtige Opfer ausgesucht...
„Bill, ist alles OK? Willst du auch noch duschen oder was?“ Das Rauschen der Dusche war inzwischen verstummt, und ich hörte Georgs Stimme klar und deutlich durch die Dusche hallen. Ich betrachtete ihn noch einmal und leckte mir kurz über die Lippen, bevor ich quer durch die Dusche auf Georg zuging. Weiterhin wurde ich von Georg irritiert gemustert, bis ich nur wenige Zentimeter vor ihm stehen blieb
„Was ist los?“, wollte er wissen, während meine Augen erneut über seinen Körper wanderten. Meine leicht zitternden Hände öffneten meine Gürtelschnalle, gleich darauf auch Gurt und Reissverschluss. Meine Erregung stieg, was durch meine enge Jeans bereits deutlich zu erkennen war. Noch immer blickte mich Georg besorgt an. Schließlich hob ich meinen Kopf, sah direkt in seine Augen, noch immer mit eiskaltem Blick.
„Knie dich hin!“, meinte ich mit Befehlston.
„Äh, was? Wieso?“, kam es irritiert und überrascht von Georg, er machte keine Anstalten, meinem Befehl zu folgen, woraufhin ich ausholte und ihm eine kräftige Ohrfeige verpasste. Geschockt machte Georg einen Schritt zurück, hielt sich die schmerzende Wange. Ihm waren Tränen in die Augen gestiegen, er sah mich noch immer verständnislos an.
„Wird’s jetzt?“, herrschte ich ihn an, doch er bewegte sich noch immer nicht. Ich schlug ihn ein zweites Mal, und endlich sank er in die Knie.
„Geht doch!“, meinte ich zufrieden und schob Jeans und Boxershorts von meinen Hüften.
„Mund auf!“, befahl ich meinem ausgewählten Opfer noch, woraufhin ich mein bestes Stück in seinem Mund versenkte.
Meine Hände krallten sich in seine Haare, ich warf meinen Kopf in den Nacken und stiess immer wieder in Georgs Mund. Es war ein für mich bisher unbekanntes, aber unglaublich geiles Gefühl, welches durch meine Freude über den gelungenen Plan und das Gefühl, Georg völlig unter Kontrolle zu haben, noch verstärkt wurde.
Immer heftiger wurden meine Bewegungen, mein Stöhnen hallte durch die Dusche, und ich bekam nicht mit, dass Georg kaum noch Luft bekam. Mit einem lauten Stöhnen ergoss ich mich schließlich in Georgs Mund.
Meine Hände lösten sich aus seinen Haaren, und mit leicht zitternden Knien machte ich einen Schritt zurück. Ich zog mich wieder an und würdigte Georg, welcher hustend und würgend vor meinen Füssen war, keines weiteren Blickes. Nachdem ich meine Gürtelschnalle wieder geschlossen hatte, verliess ich die Dusche und machte mich mit einem triumphierenden Grinsen auf den Weg zurück in die Garderobe.
„Wo warstn du?“, wurde ich von meinem Bruder begrüsst, als ich durch die Tür trat. Sofort verschwand mein Grinsen.
„Geht dich das was an?“, fuhr ich ihn an, bevor ich mich auf das freie Sofa fallen liess, mich zurücklehnte und die Beine kreuzte.
Ich hörte, wie mein Bruder irgendwas vor sich hin murmelte, kümmerte mich aber nicht darum. Erst, als die Tür aufging, richtete ich mich wieder um und drehte kurz den Kopf. Georg war rein gekommen. Er war ziemlich bleich im Gesicht und hatte sein Handtuch und die Kleider vom Auftritt fest umklammert. Ohne ein Wort ging er an uns vorbei und stopfte seine Kleider und das nasse Handtuch mit zitternden Händen in seine Tasche.
„Georg, alles OK?“, wollte Gustav wissen und stand auf. Er ging zum Angesprochenen, welcher nicht reagiert hatte, und legte ihm die Hand auf die Schulter.
Georg zuckte zusammen und drehte sich um, sah Gustav leicht panisch an. Dieser runzelte die Stirn.
„Was ist passiert?“ Gustav ging nun ebenfalls neben Georg, der sich wieder seiner Tasche zuwandte, in die Knie. Georg schüttelte nur den Kopf, kämpfte gegen aufsteigende Tränen. Gustav strich sanft über den Rücken seines Freundes und sah kurz zu mir. Ich sass noch immer vor mich hin grinsend auf dem Sofa, und mein Gesichtsausdruck änderte sich nicht, als Gustav mich ansah. Sein Gesicht jedoch verfinsterte sich, er warf mir einen hasserfüllten Blick zu und wandte sich dann wieder Georg zu.
Auch mein Bruder warf mir hasserfüllte Blicke zu, welche ich jedoch gekonnt ignorierte. Georg schien sich inzwischen wieder mehr oder weniger gefasst zu haben. Er unterhielt sich gerade mit Gustav. Ob er ihm wohl gerade erzählte, was ich mit ihm gemacht hatte? Nun, eher nicht... Vermutlich war das ganze für zu demütigend, als dass er seinem besten Freund sofort davon erzählt hätte... Diese Tatsache liess mein Grinsen erneut breiter werden. Die Garderobentür ging auf, und ein Bodyguard steckte seinen Kopf zur Tür hinein.
„Seit ihr fertig, Jungs? Können wir weiterfahren?“ Wir bejahten, schnappten uns unsere Sachen und machten uns auf den Weg zu unserem Van.
Die Rückfahrt zum Hotel verlief schweigend. Die Show hatte uns ziemlich mitgenommen, und nach der kleinen Sondereinlage danach- der Gedanke daran trieb mir wieder ein Grinsen ins Gesicht- war ebenfalls ziemlich... anstrengend gewesen. Noch immer grinste ich, als wir auf den Parkplatz fuhren. Die Horden von Fans vor der Hoteltür liessen mich genervt die Augen verdrehen. Ich hatte echt keine Lust und keine Energie mehr, um noch Hunderte von Autogramme zu schreiben und für irgendwelche Fanfotos zu posieren... Demonstrativ gähnend kletterte ich aus dem Van und drängte mich an Tom und Gustav vorbei, um die Masse als erster so schnell wie möglich hinter mich zu bringen.
Tatsächlich stand ich knapp 20 Minuten später in der Hotellobby und wartete auf David, damit er uns unsere Zimmerschlüssel aushändigte, während sich meine Bandmitglieder noch immer mit den Fans rumschlugen. Langsam wurde ich ungeduldig und stiess ein genervtes „Na endlich!“, aus, als David nach einigen Minuten endlich auftauchte und mir meinen Schlüssel übergab. Normalerweise hatte ich mich nach den Konzerten immer noch mit meinen Bandkumpels an die Bar gesetzt und was getrunken, doch heute war ich zu müde dazu. Vermutlich würden auch die Anderen heute auf dieses Ritual verzichten und stattdessen versuchen, rauszukriegen, was mit Georg los ist. Nun ja, mir war es ziemlich egal, ob sie davon erfuhren oder nicht, es würde sowieso nichts daran ändern, wie es gerade war...
Also nahm ich den Aufzug und fuhr damit in den dritten Stock, in dem mein Zimmer lag. Ich suchte die Tür 308 und schloss sie auf. Dann trat ich in mein Domizil für die kommende Nacht. Es war ein recht grosses Doppelzimmer, welches in ziemlich sanften Farben gestrichen und passend dazu eingerichtet war.
„Nicht schlecht...“, murmelte ich, während ich auf mein Bett, zu dessen Fuss bereits mein Gepäck abgestellt worden war, ging und mich darauf niederliess. Erschrocken sprang ich daraufhin wieder auf und tastete das Bett vorsichtig ab. Tatsächlich, ein Wasserbett! Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, und ich ging zu meiner Tasche, um mein Schlafshirt und andere noch benötigte Sachen herauszukramen.
Gerade als ich mich mit meinem Zeug auf den Weg ins Bad machte, flog die Tür auf, und Tom und Gustav kamen mit wuterbrannten Gesichtern in mein Zimmer gestürmt.
„Schon mal was von Anklopfen gehört?“, fuhr ich sie an, worauf sie jedoch nicht angingen.
„Verdammte Scheisse, Bill! Wieso hast du das gemacht?!“, wollte mein Bruder wissen, während er und Gustav mich weiterhin zornig anfunkelten.
„Was meint ihr?“, fragte ich zuckersüss, obwohl mir schon von Anfang an klar war, worum es ging.
„Tu nicht so, du weißt genau, wovon wir reden!“, kam es von Gustav, und Tom nickte zustimmend.
„Die Sache mit Georg.“, erklärte Tom, als ich sie erneut stirnrunzelnd anschaute. Ich zog eine Augenbraue hoch.
„Dann hat er es euch also erzählt.“, schlussfolgerte ich mit gleichgültiger Stimme und lächelte dabei leicht.
„Wieso hast du das gemacht, Bill?!?“, wollte Tom wissen. Ich zuckte mit den Schultern.
„Was geht das euch überhaupt an?“
„Es geht uns sehr wohl was an! Wir gehören genauso zu Tokio Hotel wie du und Georg! Und wenn so was noch einmal vorkommt...“, sagte Tom wütend, und ich schnitt ihm das Wort ab.
„Dann was?“, kam es schnippisch von mir, „Wollt ihr mich etwa aus der Band schmeissen? Ihr wisst genauso gut wie ich, dass ihr ohne mich aufgeschmissen seit. Euch hingegen könnte man problemlos ersetzen...“
Auf ihren Gesichtern konnte ich erkennen, wie ihre Wut stieg. Schließlich nahm Tom Gustav an den Schultern.
„Ich glaube, es hat keinen Sinn, noch länger hier zu bleiben.“, meinte er. Ich nickte.
„Denke ich auch.“ Damit fing ich mir erneut böse Blicke ein, bevor die Beide sich endgültig auf den Weg zur Zimmertür machten. Gustav drehte sich noch mal um.
„Lass Georg in Ruhe, sonst...“, meinte er nur. Ich sah ihn fragend an.
„Sonst was?“, wollte ich wissen, erhielt aber keine Antwort mehr darauf. Die Tür fiel ins Schloss, und ich nahm schulterzuckend meine Sachen und ging ins Bad. Ich schminkte mich ab, putzte die Zähne und legte mich dann in das Wasserbett. Ohne noch lange über irgendwas nachzudenken, schlief ich ein und wachte erst auf, als am nächsten Morgen um acht mein Handywecker klingelte.
Widerwillig kroch ich aus dem Bett und ging erst mal ins Bad, um zu Duschen Noch immer halb schlafend stieg ich in die Dusche und genoss das warme Wasser, welches auf mich niederprasselte. Das Geräusch des rauschenden Wassers erinnerte mich an die Sache vom Vortag, als ich mit Georg in der Dusche im Backstagebereich war. Erregung durchfuhr mich, ich lehnte mich an die Wand der Dusche, schloss die Augen und liess meine Hand langsam über meinen Oberkörper und weiter hinunter gleiten, wo sie schließlich mein bestes Stück umfasste und sich schnell auf und ab bewegte. Ein leises Stöhnen entwich mir. Die Vorstellung, dass Georg nun vor mir knien würde und das selbe machen würde wie gestern, liess meine Erregung ansteigen, und ich erreichte ziemlich schnell meinen Höhepunkt.
Nach einigen Minuten stellte ich das Wasser ab, griff nach einem Handtuch, welches ich mir um die Lenden wickelte, und stellte mich vor den Spiegel. Als erstes trocknete und stylte ich meine Haare, bevor ich eine dünne Schicht Make-up auftrug und meine Augen mit schwarzem Lidschatten, Kajal und Mascara betonte. Danach putzte ich mir noch die Zähne und ging zurück ins Zimmer, wo ich mir erst mal meine Klamotten für heute raussuchte und mich anzog. Nachdem ich meine Sachen wieder zurück in die Tasche gestopft hatte, ging ich aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter mir ab. Ich ging die drei Treppen hinunter ins Erdgeschoss und trat in den Speisesaal, wo die drei restlichen Bandmitglieder bereits an unserem Tisch sassen und schweigend frühstückten.
Ich ging auf den Tisch zu. Inzwischen hatten mich Tom und Gustav bemerkt und warfen mir abschätzende Blicke zu. Beide knabberten ziemlich lustlos an ihren Brötchen rum. Georg hingegen schien mich noch nicht gesehen zu haben. Er war bleich im Gesicht, hatte tiefe Ringe unter den Augen, als ob er letzte Nacht keine Minute geschlafen hätte, und es schien, als ob er in Gedanken ganz weit weg wäre. Erst, als ich den freien Stuhl neben ihm hervorzog und mich darauf sinken liess, zuckte er zusammen und sah mich kurz panisch an, bevor er wieder auf seinen Teller, auf dem sich ein bisher unangerührtes Brötchen befand. Ich seufzte leise, nahm mir das letzte Croissant aus dem kleinen Körbchen in der Mitte des Tisches und begann zu essen.
Nach dem Frühstück stiegen wir in den Van, um in die nächste Stadt, in der ein Konzert stattfinden würde, zu fahren. Gustav und Tom hatten es sich in der mittleren Reihe bequem gemacht und sich sofort die Kopfhörer ihrer iPods in die Ohren gesteckt. Georg hatte es sich in der letzten Reihe bequem gemacht, und ich gesellte mich, wenn auch nicht ganz ohne Hintergedanken, zu ihm, wenn auch mit einem Sitz Abstand zu ihm- vorerst. Wir waren bereits ungefähr eine halbe Stunde unterwegs, als ich mich vorsichtig im Van umsah. Tom und Gustav hörten noch immer Musik und dösten vor sich hin, und der Fahrer, welcher durch eine Glasscheibe von uns getrennt war, feierte scheinbar da vorne eine Privatparty mit Ländlermusik, mit der er laut mitgrölte. Grinsend löste ich meinen Sicherheitsgurt und rutschte rüber zu Georg, welcher aus dem Fenster starrte.
Er schien gar nicht bemerkt zu haben, dass ich zu ihm rüber gerutscht war, denn er zuckte heftig zusammen und warf seinen Kopf herum, als ich nach seiner Hand griff. Er versuchte einen Moment, seine Hand wieder loszureissen, doch ein warnender Blick meinerseits und eine drohend erhobene Hand liessen ihn jeglichen Wiederstand aufgeben. Grinsend zog ich seine Hand zu mir rüber und legte sie zwischen meine Beine, bewegte sie leicht auf und ab und liess sie erst los, als ich mir sicher war, dass Georg die Bewegung selbstständig weiterführen würde. Dies hatte sofort die gewünschte Wirkung- meine Erregung wuchs, und langsam wurde es eng in meiner Hose- zu eng. Ich öffnete Gürtel und Knopf und sah dann in Georgs Gesicht, welcher mich mit einer Mischung aus Ekel und Panik anschaute.
Er schien zu verstehen, was ich von ihm wollte, und öffnete mit zitternden Fingern den Reissverschluss meiner Jeans. Dann liess er seine Hand hineingleiten. Ich kniff meine Augen zusammen, warf meinen Kopf leicht in den Nacken und drängte mein Becken Georgs Hand entgegen. Es fiel mir schwer, mich zurückzuhalten und nicht laut loszustöhnen. Ich konnte kaum noch stillsitzen, liess mein Becken leicht kreisen und griff schließlich erneut nach Georgs Hand, um sie wieder aus meiner Hose zu ziehen. Mit der anderen Hand zog ich den Bund meiner Boxershorts ein wenig von mir, sodass eine Lücke zwischen Shorts und Bauch entstand, und liess Georgs Hand hineingleiten.
Wieder begriff er sofort, was ich von ihm erwartete. Er umfasste meine inzwischen ziemlich ausgeprägte Erregung und bewegte seine Hand auf und ab. Meine Hände krallten sich in den Ledersitz, und ich spreizte leicht meine Beine.
„Schneller!“, befahl ich flüsternd, und mein Opfer gehorchte. Ich drückte meinen Rücken durch, die Augen geschlossen, und biss mir auf die Lippen, um nicht den ganzen Van zusammenzustöhnen. Ein letztes Mal glitt Georgs Faust meinem Schaft entlang, und ich ergoss mich, meinen Kopf in den Nacken geworfen und ein leises Stöhnen nicht mehr unterdrücken könnend, in seine Hand.
Noch immer waren meine Augen geschlossen, während sich mein Atem und mein Herz langsam beruhigten. Ich fühlte, wie sich Georgs zitternde Hand aus meiner Hose zurückzieht. Erst jetzt fühlte ich mich fähig, meine Augen zu öffnen. Mit einem triumphierenden Grinsen schloss ich Hose und Gürtel und rutschte dann wieder rüber auf meinen Ursprünglichen Platz. Während meine Hand in der Tasche nach meinem iPod kramte, warf ich einen kurzen Blick zu Georg. Er starrte wieder aus dem Fenster und machte irgendwie den Eindruck, jeden Moment in Tränen auszubrechen. Dieser Anblick liess mein Grinsen noch ein wenig breiter werden. Ich nahm den iPod aus der Tasche, schaltete ihn ein und schloss schließlich, den Kopf an die Fensterscheibe gelehnt, meine Augen und lauschte der Musik. Nach wenigen Minuten war ich eingeschlafen.
„Bill? Los, aussteigen, wir sind da!“
Ich öffnete meine Augen, blinzelte einige Male und erkannte das Gesicht unseres Fahrers Frank vor mir.
„Wie spät ist es denn?“, murmelte ich und rieb mir die Augen. Frank lachte.
„Gleich halb drei. Du hast wohl so ziemlich die ganze Fahrt verpennt, was?“ Ich nickte noch immer ziemlich verschlafen und sah mich im Van um. Die drei anderen waren scheinbar bereits im Hotel, jedenfalls war ich der Einzige, der sich noch im Wagen befand. Ich zog mir die Earphones meines inzwischen aufgrund des leeren Akkus verstummten iPods aus den Ohren und verstaute diesen in meiner Tasche, bevor ich den Sicherheitsgurt löste und aus dem Van kletterte. Glücklicherweis hatten unsere Fans scheinbar noch nicht rausgekriegt, in welchem Hotel wir übernachten, sodass ich ohne ein einziges Autogramm schreiben zu müssen in mein Hotelzimmer gelangte.
Dieses Mal war mein Zimmer um einiges grösser und auch luxuriöser eingerichtet als das vom Vortag. Zwar hatte es diesmal kein Wasserbett, dafür aber einen kleine Balkon, von dem man über die Stadt blicken konnte sowie eine Badewanne mit Whirl Pool-Funktion. Allerdings würde ich vermutlich nicht mehr dazu kommen, diese auszuprobieren. Schade eigentlich... Durch mein Nickerchen im Van war ich nun alles andere als müde, und ich hatte Lust irgendwas zu unternehmen, am liebsten ne Runde shoppen... Doch das war vermutlich keine sonderlich gute Idee... Ich musste also irgend eine andere Möglichkeit finden, um mich irgendwie abzulenken... Plötzlich kam mir eine Idee, ich holte mein Handy hervor und wählte die Nummer unseres Managers.
Ungefähr zehn Minuten später ging ich breit grinsend durch den Hotelflur, welcher mit rotem Teppich ausgelegt war. David hatte mir auf meine Frage hin erklärt, in welchen Zimmer meine Bandkumpels untergebracht waren; er konnte ja nicht ahnen, was mein Grund dazu war... Gustav und Tom hatten ihre Zimmer einen Stock unter uns, während Georg und ich hier im vierten Stock einquartiert worden waren. Sein Zimmer lag nur zwei neben mir, und ich hatte beschlossen, ihm nun einen Besuch abzustatten. Ohne anzuklopfen öffnete ich so leise wie möglich seine, wie erwartet nicht abgeschlossene, Zimmertür und trat ein. Ebenso leise schloss ich die Tür wieder hinter mir und schaute mich im Zimmer um. Georg war nirgendwo zu entdecken, auch wenn seine offene Tasche und seine Kleider, die er heute getragen hatte und welche auf dem Bett lagen, darauf hindeuteten, dass er sich noch irgendwo hier aufhielt.
Ich hörte im Badezimmer Wasser rauschen, erst jetzt fiel mir auf, dass die Tür einen Spalt offen stand und ein Lichtstrahl auf dem Teppich vor der Tür zu erkennen war. Noch immer grinsend ging ich auf die Tür zu und zog sie langsam auf. Ohne ein Wort zu sagen, stellte ich mich in den Türrahmen und beobachtete Georg, welcher nur seine Boxershorts trug und gerade eines der Zahngläser in der Hand hielt. Irgendwann warf er dann doch zufällig einen Blick zur Tür, zuckte zusammen und liess vor Schreck sein Glas fallen, welches auf den Steinplatten zerbrach.
„Hast du solche Angst vor mir?“, fragte ich grinsend, während Georg mich noch immer mit weit aufgerissenen Augen ansah. Er schüttelte den Kopf und ging gleich darauf in die Knie, um die Scherben zusammenzusuchen, wobei ich ihn beobachtete. Wenige Minuten später war jeder Glassplitter aufgehoben, und Georg sah mich unsicher an. Ich liess meine Augen über seinen Körper wandern, noch immer ein Grinsen auf meinen Lippen. Schließlich machte ich einige Schritte auf ihn zu, woraufhin er zurückwich.
Da das Badezimmer jedoch zu klein war, als das er mir wirklich hätte ausweichen können, war er bereits nach wenigen Schritten an der Wand und kam nicht mehr weiter. Ich ging weiter auf ihn zu, bis ich direkt vor ihm stand, seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Noch immer grinste ich, währen Georgs leicht panisch wirkte. Einen Moment blieb ich so vor ihm stehen, sah in seine grünen Augen, hörte sein Herz laut und schnell klopfen.
„Dreh dich um.“, zischte ich schließlich. Georg riss erneut die Auen auf, schien sich dann aber an meine Schläge vom Vortag zu erinnern und folgte meinem Befehl.
Ich begann wieder, meinen Gürtel zu öffnen und bemerkte, wie Georg bei dem Geräusch scharf die Luft einzog, was mein Grinsen noch breiter werden liess. Ich öffnete den Knopf meiner Jeans, schob diese samt Boxershorts runter und machte mich schließlich an Georgs letztem Kleidungsstück zu schaffen. Meine Erregung war in den letzten Minuten gestiegen, und als Georg schließlich nackt vor mir stand und ich kurz über die erstaunlich weiche Haut an seinem Hintern strich, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Scheinbar hatte Georg wieder geahnt, was ich wollte, und sich bereits leicht breitbeinig hingestellt, was mir die ganze Sache ziemlich erleichterte. Ohne Vorwarnung drang ich in ihn ein. Meine Hände krallten sich in Georgs Hüften, welcher zusammengezuckt war und nun vergebens versuchte, an der Wand Halt zu finden.
Ich zog mich leicht aus Georg zurück, um zuzustossen. Dies Enge machte mich einfach verrückt, und dadurch, dass mein Opfer sich verkrampfte, wurde er noch etwas enger. Immer schneller und heftiger stiess ich in ihn, begleitet von lautem stöhnen. Ich bemerkte, wie Georg zu zittern begann und seine Beine unter ihm nachzugeben drohten, beachtete das jedoch nicht. Ich stiess ein letztes mal hart und tief in ihn und kam dann lautstark. Einige Sekunden lehnte ich mich an Georgs zitternden Körper, bis sich mein Atem halbwegs beruhigt hatte, und zog mich dann aus ihm zurück.
Meine Fingernägel hatten teilweise blutige Abdrücke an Georgs Hüften hinterlassen, und als ich einen Schritt zurück machte, gaben seine Beine endgültig unter ihm nach, er sank noch immer zitternd zu Boden. Sein ganzer Körper zuckte, und auch wenn kein Laut zu hören war, war ich mir sicher, dass er weinte, was mir wieder ein Grinsen ins Gesicht trieb. Ich zog mich wieder an, schloss meinen Gürtel und ging zur Tür.
„Bis später!“, meinte ich grinsend, als ich das Bad verliess und zurück in mein Zimmer ging, wo ich mich erst mal unter die warme Dusche stellte.
So vergingen die Tage. Wir reisten weiterhin quer durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Weiterhin spielte ich mein Spielchen mit Georg. Dieser war in letzter Zeit immer bleicher und dünner geworden, die Ringe unter seinen Augen wurden immer tiefer. Noch immer genoss ich das Gefühl der Macht, die ich über ihn hatte.
Tom und Gustav hatten sich inzwischen vollständig von mir abgewandt. Keiner von beiden redete mehr als unbedingt nötig mit mir, ich wurde nicht mehr in irgendwelche Pläne, was unsere Freizeit anging, mit einbezogen, was mir jedoch ziemlich egal war...
Bisher hatte ich nicht bemerkt, was ich wirklich mit der ganzen Sache anrichtete, doch das änderte sich, als wir für ein Konzert in der Nähe von Wien in einem kleinen Hotel übernachteten. Die Hiobsbotschaft kam, als wir bereits in der Lobby standen und warteten. Da das Konzert kurzfristig geplant worden war, hatte es einige Planänderungen gegeben.
„Wir haben leider nur noch zwei freie Doppelzimmer.“, erklärte uns die Empfangsdame, als wir unten in der Lobby standen, „Es ist hoffentlich nicht allzu schlimm, dass sie sich die Zimmer teilen müssen...“
Ich verdrehte genervt meine Augen, während Tom und Gustav mit den Schultern zuckten und Georg vermutlich gar nicht zugehört hatte. Er war in letzter Zeit sehr still geworden, zog sich immer mehr vor uns zurück und wirkte oft apathisch und in Gedanken versunken. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, wann ich ihn das letzte Mal etwas richtiges essen gesehen hatte, oft schob er seine Teller zur Seite, bevor er die Hälfte von dem, was sich darauf befand, verspiesen hatte...
„Ich teile ein Zimmer mit Georg!“, verkündete Gustav und sah zu seinem besten Freund, der vermutlich nicht mitgekriegt hatte, was er gesagt hatte.
„Nein!“, kam es von mir und Tom wie aus einem Mund; wir hatten beide keine Lust, das Zimmer mit dem jeweils anderen zu teilen.
„Ich will Georg.“, erklärte ich in einem Ton, der keine Widerrede duldete. Tom und Gustav warfen sich kurze Blicke zu, und dann sahen wir alle zu Georg, welcher noch immer regungslos dastand.
„Georg, was sagst du dazu?“, sprach Tom ihn daraufhin an, worauf er jedoch wieder nicht reagierte. Gustav stupste ihn leicht an, worauf er zusammenzuckte und uns verwirrt ansah.
„Es ging darum, wer mit wem im Zimmer schläft.“, erklärte Gustav und warf einen kurzen Seitenblick zu mir, „Bill wollte, dass du das Zimmer mit ihm teilst.“
„Mir egal...“, murmelte Georg nur. Scheinbar hatte er sich mit seinem Schicksal abgefunden....
So bezogen wir also unsere Zimmer. Georg und ich sprachen kein Wort miteinander, als wir uns im Zimmer einrichteten- wie immer, ausser wenn ich etwas von ihm wollte... Doch heute wollte ich erst mal ein wenig Wellness. Das Hotel hatte eine kleine Sauna und ein Hallenbad, welches man jederzeit benutzen konnte. So schlüpfte ich sofort in meine Badehose, nahm mein Handtuch und machte mich auf den Weg nach unten. Erst nachdem ich die drei Treppen ins Erdgeschoss hinter mich gebracht hatte, bemerkte ich, dass ich mein Duschgel vergessen hatte. Genervt seufzend stieg ich in den Aufzug und fuhr wieder nach oben in den dritten Stock.
Ich ging durch den Flur und erreichte schließlich die Tür unseres Zimmers. Als ich eintrat, konnte ich sofort ein leises Schniefen hören. Vermutlich heulte Georg mal wieder, wie schon so oft in letzter Zeit... Also trat ich durch den kurzen Gang in den Bereich, in dem das Bett stand, und blieb erst mal erschrocken stehen. Ich brauchte einen Moment, um die Szene zu begreifen, welche sich gerade vor mir abspielte.
Georg sass auf unserem Bett, sein Gesicht war tränenüberströmt. Seine Unterarme waren mit blutigen Schnitten übersäht, und erst nach einigen Sekunden bemerkte ich die Rasierklinge, welche Georg in der rechten Hand hielt und gerade an den Pulsadern der linken ansetzte.
Ich riss erschrocken die Augen auf.
„Nicht!“, schrie ich und machte einige schnelle Schritte auf das Bett zu. Einen Moment hatte ich das Gefühl, als ob sich alles um mich herum drehen würde. Georg zuckte zusammen und liess die Klinge los, welche daraufhin durch das halbe Zimmer flog. Ich starrte ihn einige Sekunden entsetzt an, bevor ich ins Bad eilte und zwei Handtücher holte. Tausende Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. Hatte ich es wirklich soweit getrieben? Hätte sich Georg wirklich umgebracht, wenn ich nicht zurückgekommen wäre? Wieso hatte ich nicht bemerkt, dass ich zu weit gegangen war?
Ich ging wieder zurück zu Georg und wickelte jeweils eines der beiden Tücher um Georgs blutüberströmte Unterarme. Noch immer liefen Tränen über sein Gesicht, und ab und zu schluchzte er leise. Ich setzte mich neben ihn aufs Bett und legte vorsichtig meine Arme um ihn, zog ihn an sich. Sofort verkrampfte sich Georg, hing steif in meinen Armen. Auch mir waren inzwischen Tränen in die Augen gestiegen.
„Das habe ich nicht gewollt...“, murmelte ich, während ich Georg in meinen Armen leicht hin und her schaukelte.
Von diesem Moment an veränderte ich mich. Ich hatte begriffen, dass mein Spielchen, mein Drang zu herrschen und zu besitzen, beinahe das Leben eines Menschen zerstört hatte- noch dazu von einem meiner ehemaligen besten Freunde. Zum ersten Mal wurde mir klar, was der Erfolg tatsächlich aus mir gemacht hatte, auch wenn mir noch nicht wirklich klar war, wie er mich zu so einem gefühllosen Egoisten machen konnte. Möglicherweise war es auch nur eine Art, mit dem Druck umzugehen, welcher tagtäglich auf uns lastete seit wir in der Öffentlichkeit standen. Doch ich wollte es nie wieder soweit kommen lassen, noch einmal einen Menschen an den Abgrund bringen.
Ich habe meine Lektion gelernt, auch wenn ich mir dafür erst alles kaputt machen musste. Vermutlich wird mir Georg nie verzeihen, was ich ihm angetan habe, ebenso Tom und Gustav, die ich ebenfalls wie den letzten Dreck behandelt hatte, doch ich war selber schuld, hatte es nicht anders verdient. Hatte es mit meinen einzigen und besten Freunden verspielt, und das einzig und alleine weil mal wieder was nicht nach meinem Kopf ging. Doch aus Fehlern lernt man ja bekanntlich- auch wenn der Lerneffekt in meinem Fall ziemlich hart ausgefallen war- und ganz alleine schuld daran war.
2. Art der Story: Drama
3. Hauptpersonen: Bill & Georg
4. Rating: PG 18
5. Warnungen: Rape, OOC
6. Disclaimer: TH gehören mir leider nicht… Ebenfalls keine Städte, Länder etc. Und ich verdiene kein Geld mit dieser Story
Wie alles angegangen hat? Hmm, das weiss ich eigentlich gar nicht mehr so genau. Vermutlich aus Langeweile. Oder weil ich einfach mal zeigen wollte, wer der Boss ist. Dass das ganze derart aus dem Ruder laufen würde und ich Georg so sehr wehtun würde, war weder geplant noch beabsichtigt... Dennoch kann ich heute nicht mehr rückgängig machen, was passiert ist...
Ich erinnere mich noch an die Anfangszeiten von unserer Band, als ich immer der Kleine war, das Küken in der Band und es dadurch dass ich der Jüngste und Kleinste war, nicht gerade einfach hatte, mich gegen die drei anderen durchzusetzen. Mit der Zeit änderte sich das jedoch, und ich wurde mehr und mehr zum Anführer, zum Chef der Band, welcher alles entschied. Die drei anderen hatten überhaupt nichts mehr zu bestimmen, es wurde gemacht, was ich sagte.
Dann kam der Durchbruch, unser Lied schoss auf Platz eins, und nachdem die anfängliche Unsicherheit verflogen war, begann der Erfolg, mich zu verändern. Ich wurde richtig unerträglich, alles musste nach meinem Kopf gehen, und wenn nicht, wurde ich wütend. Mir war der Ruhm in den Kopf gestiegen, was ich mir wieder und wieder anhören musste. Freunde wandten sich von mir ab, und mich überfiel die Panik, plötzlich ganz alleine dazustehen. Das war vermutlich der Auslöser der ganzen Sache, die daraufhin passierte.
Es war an einem Abend, wir hatten gerade unser Konzert beendet. Gustav und Tom gingen lachend und rumalbernd vor mir her, zurück in unsere Garderobe. Einige Schritte hinter ihnen folgte Georg, und mit ziemlichem Abstand ging schließlich ich. Meine Bandmitglieder waren die ersten, die sich von mir abgewandt hatten; zumindest mein Bruder und Gustav. Georg hingegen versuchte, mich so zu behandeln wie vorher, als ob nichts passiert wäre. Auch wenn ich das nicht verdient hatte. Und gerade das war vielleicht der Grund, wieso ich meine Wut, meinen Hass auf die anderen, gerade an ihm ausliess.
Wir erreichten die Garderobe und Tom und Gustav liessen sich auf eines der beiden Sofas fallen, während Georg vor seiner Tasche kniete und darin wühlte. Ich selber blieb mitten im Raum stehen und sah ihm dabei zu. Er holte ein Handtuch und Duschgel heraus, scheinbar wollte er, bevor wir weiterfuhren, noch die Dusche hier im Backstagebereich benutzen. Tatsächlich ging er wenige Augenblicke später, mir noch ein Lächeln schenkend, welches ich jedoch nicht erwiderte, zur Tür und verliess mit einem „Ich spring noch kurz unter die Dusche!“ den Raum.
Ich starrte einige Minuten auf die eben zugefallene Tür, ehe ich mich langsam in Bewegung setzte und ebenfalls den Raum verliess. Ich schlenderte in Richtung Duschen, ein breites Grinsen im Gesicht und leicht nervös, ob mein Plan auch wirklich funktionieren würde. Doch Georg war von daher gesehen ein leichtes Opfer- er würde sich vermutlich nicht wehren, aus Angst, mir dabei irgendwie weh zu tun.
So betrat ich also den Bereich der Duschen und hörte bereits das Wasser rauschen. Ich atmete noch einmal tief durch, bevor ich die Tür aufstiess und einen Schritt hinein machte. Georg stand unter dem rauschenden Wasser. Er hatte seinen Kopf in den Nacken gelegt und strich sich gerade seine Haare aus dem Gesicht. Als die Tür hinter mir ins Schloss fiel, drehte er seinen Kopf in meine Richtung und lächelte mir zu.
„Hey!“, rief er mir zu. Doch ich sah ihn nur mit eisigem Gesichtsausdruck an, liess meine Augen über seinen Körper wandern. Innerlich grinste ich; scheinbar hatte ich mir nicht nur in Bezug auf die Einfachheit das Richtige Opfer ausgesucht...
„Bill, ist alles OK? Willst du auch noch duschen oder was?“ Das Rauschen der Dusche war inzwischen verstummt, und ich hörte Georgs Stimme klar und deutlich durch die Dusche hallen. Ich betrachtete ihn noch einmal und leckte mir kurz über die Lippen, bevor ich quer durch die Dusche auf Georg zuging. Weiterhin wurde ich von Georg irritiert gemustert, bis ich nur wenige Zentimeter vor ihm stehen blieb
„Was ist los?“, wollte er wissen, während meine Augen erneut über seinen Körper wanderten. Meine leicht zitternden Hände öffneten meine Gürtelschnalle, gleich darauf auch Gurt und Reissverschluss. Meine Erregung stieg, was durch meine enge Jeans bereits deutlich zu erkennen war. Noch immer blickte mich Georg besorgt an. Schließlich hob ich meinen Kopf, sah direkt in seine Augen, noch immer mit eiskaltem Blick.
„Knie dich hin!“, meinte ich mit Befehlston.
„Äh, was? Wieso?“, kam es irritiert und überrascht von Georg, er machte keine Anstalten, meinem Befehl zu folgen, woraufhin ich ausholte und ihm eine kräftige Ohrfeige verpasste. Geschockt machte Georg einen Schritt zurück, hielt sich die schmerzende Wange. Ihm waren Tränen in die Augen gestiegen, er sah mich noch immer verständnislos an.
„Wird’s jetzt?“, herrschte ich ihn an, doch er bewegte sich noch immer nicht. Ich schlug ihn ein zweites Mal, und endlich sank er in die Knie.
„Geht doch!“, meinte ich zufrieden und schob Jeans und Boxershorts von meinen Hüften.
„Mund auf!“, befahl ich meinem ausgewählten Opfer noch, woraufhin ich mein bestes Stück in seinem Mund versenkte.
Meine Hände krallten sich in seine Haare, ich warf meinen Kopf in den Nacken und stiess immer wieder in Georgs Mund. Es war ein für mich bisher unbekanntes, aber unglaublich geiles Gefühl, welches durch meine Freude über den gelungenen Plan und das Gefühl, Georg völlig unter Kontrolle zu haben, noch verstärkt wurde.
Immer heftiger wurden meine Bewegungen, mein Stöhnen hallte durch die Dusche, und ich bekam nicht mit, dass Georg kaum noch Luft bekam. Mit einem lauten Stöhnen ergoss ich mich schließlich in Georgs Mund.
Meine Hände lösten sich aus seinen Haaren, und mit leicht zitternden Knien machte ich einen Schritt zurück. Ich zog mich wieder an und würdigte Georg, welcher hustend und würgend vor meinen Füssen war, keines weiteren Blickes. Nachdem ich meine Gürtelschnalle wieder geschlossen hatte, verliess ich die Dusche und machte mich mit einem triumphierenden Grinsen auf den Weg zurück in die Garderobe.
„Wo warstn du?“, wurde ich von meinem Bruder begrüsst, als ich durch die Tür trat. Sofort verschwand mein Grinsen.
„Geht dich das was an?“, fuhr ich ihn an, bevor ich mich auf das freie Sofa fallen liess, mich zurücklehnte und die Beine kreuzte.
Ich hörte, wie mein Bruder irgendwas vor sich hin murmelte, kümmerte mich aber nicht darum. Erst, als die Tür aufging, richtete ich mich wieder um und drehte kurz den Kopf. Georg war rein gekommen. Er war ziemlich bleich im Gesicht und hatte sein Handtuch und die Kleider vom Auftritt fest umklammert. Ohne ein Wort ging er an uns vorbei und stopfte seine Kleider und das nasse Handtuch mit zitternden Händen in seine Tasche.
„Georg, alles OK?“, wollte Gustav wissen und stand auf. Er ging zum Angesprochenen, welcher nicht reagiert hatte, und legte ihm die Hand auf die Schulter.
Georg zuckte zusammen und drehte sich um, sah Gustav leicht panisch an. Dieser runzelte die Stirn.
„Was ist passiert?“ Gustav ging nun ebenfalls neben Georg, der sich wieder seiner Tasche zuwandte, in die Knie. Georg schüttelte nur den Kopf, kämpfte gegen aufsteigende Tränen. Gustav strich sanft über den Rücken seines Freundes und sah kurz zu mir. Ich sass noch immer vor mich hin grinsend auf dem Sofa, und mein Gesichtsausdruck änderte sich nicht, als Gustav mich ansah. Sein Gesicht jedoch verfinsterte sich, er warf mir einen hasserfüllten Blick zu und wandte sich dann wieder Georg zu.
Auch mein Bruder warf mir hasserfüllte Blicke zu, welche ich jedoch gekonnt ignorierte. Georg schien sich inzwischen wieder mehr oder weniger gefasst zu haben. Er unterhielt sich gerade mit Gustav. Ob er ihm wohl gerade erzählte, was ich mit ihm gemacht hatte? Nun, eher nicht... Vermutlich war das ganze für zu demütigend, als dass er seinem besten Freund sofort davon erzählt hätte... Diese Tatsache liess mein Grinsen erneut breiter werden. Die Garderobentür ging auf, und ein Bodyguard steckte seinen Kopf zur Tür hinein.
„Seit ihr fertig, Jungs? Können wir weiterfahren?“ Wir bejahten, schnappten uns unsere Sachen und machten uns auf den Weg zu unserem Van.
Die Rückfahrt zum Hotel verlief schweigend. Die Show hatte uns ziemlich mitgenommen, und nach der kleinen Sondereinlage danach- der Gedanke daran trieb mir wieder ein Grinsen ins Gesicht- war ebenfalls ziemlich... anstrengend gewesen. Noch immer grinste ich, als wir auf den Parkplatz fuhren. Die Horden von Fans vor der Hoteltür liessen mich genervt die Augen verdrehen. Ich hatte echt keine Lust und keine Energie mehr, um noch Hunderte von Autogramme zu schreiben und für irgendwelche Fanfotos zu posieren... Demonstrativ gähnend kletterte ich aus dem Van und drängte mich an Tom und Gustav vorbei, um die Masse als erster so schnell wie möglich hinter mich zu bringen.
Tatsächlich stand ich knapp 20 Minuten später in der Hotellobby und wartete auf David, damit er uns unsere Zimmerschlüssel aushändigte, während sich meine Bandmitglieder noch immer mit den Fans rumschlugen. Langsam wurde ich ungeduldig und stiess ein genervtes „Na endlich!“, aus, als David nach einigen Minuten endlich auftauchte und mir meinen Schlüssel übergab. Normalerweise hatte ich mich nach den Konzerten immer noch mit meinen Bandkumpels an die Bar gesetzt und was getrunken, doch heute war ich zu müde dazu. Vermutlich würden auch die Anderen heute auf dieses Ritual verzichten und stattdessen versuchen, rauszukriegen, was mit Georg los ist. Nun ja, mir war es ziemlich egal, ob sie davon erfuhren oder nicht, es würde sowieso nichts daran ändern, wie es gerade war...
Also nahm ich den Aufzug und fuhr damit in den dritten Stock, in dem mein Zimmer lag. Ich suchte die Tür 308 und schloss sie auf. Dann trat ich in mein Domizil für die kommende Nacht. Es war ein recht grosses Doppelzimmer, welches in ziemlich sanften Farben gestrichen und passend dazu eingerichtet war.
„Nicht schlecht...“, murmelte ich, während ich auf mein Bett, zu dessen Fuss bereits mein Gepäck abgestellt worden war, ging und mich darauf niederliess. Erschrocken sprang ich daraufhin wieder auf und tastete das Bett vorsichtig ab. Tatsächlich, ein Wasserbett! Ein Grinsen schlich sich auf mein Gesicht, und ich ging zu meiner Tasche, um mein Schlafshirt und andere noch benötigte Sachen herauszukramen.
Gerade als ich mich mit meinem Zeug auf den Weg ins Bad machte, flog die Tür auf, und Tom und Gustav kamen mit wuterbrannten Gesichtern in mein Zimmer gestürmt.
„Schon mal was von Anklopfen gehört?“, fuhr ich sie an, worauf sie jedoch nicht angingen.
„Verdammte Scheisse, Bill! Wieso hast du das gemacht?!“, wollte mein Bruder wissen, während er und Gustav mich weiterhin zornig anfunkelten.
„Was meint ihr?“, fragte ich zuckersüss, obwohl mir schon von Anfang an klar war, worum es ging.
„Tu nicht so, du weißt genau, wovon wir reden!“, kam es von Gustav, und Tom nickte zustimmend.
„Die Sache mit Georg.“, erklärte Tom, als ich sie erneut stirnrunzelnd anschaute. Ich zog eine Augenbraue hoch.
„Dann hat er es euch also erzählt.“, schlussfolgerte ich mit gleichgültiger Stimme und lächelte dabei leicht.
„Wieso hast du das gemacht, Bill?!?“, wollte Tom wissen. Ich zuckte mit den Schultern.
„Was geht das euch überhaupt an?“
„Es geht uns sehr wohl was an! Wir gehören genauso zu Tokio Hotel wie du und Georg! Und wenn so was noch einmal vorkommt...“, sagte Tom wütend, und ich schnitt ihm das Wort ab.
„Dann was?“, kam es schnippisch von mir, „Wollt ihr mich etwa aus der Band schmeissen? Ihr wisst genauso gut wie ich, dass ihr ohne mich aufgeschmissen seit. Euch hingegen könnte man problemlos ersetzen...“
Auf ihren Gesichtern konnte ich erkennen, wie ihre Wut stieg. Schließlich nahm Tom Gustav an den Schultern.
„Ich glaube, es hat keinen Sinn, noch länger hier zu bleiben.“, meinte er. Ich nickte.
„Denke ich auch.“ Damit fing ich mir erneut böse Blicke ein, bevor die Beide sich endgültig auf den Weg zur Zimmertür machten. Gustav drehte sich noch mal um.
„Lass Georg in Ruhe, sonst...“, meinte er nur. Ich sah ihn fragend an.
„Sonst was?“, wollte ich wissen, erhielt aber keine Antwort mehr darauf. Die Tür fiel ins Schloss, und ich nahm schulterzuckend meine Sachen und ging ins Bad. Ich schminkte mich ab, putzte die Zähne und legte mich dann in das Wasserbett. Ohne noch lange über irgendwas nachzudenken, schlief ich ein und wachte erst auf, als am nächsten Morgen um acht mein Handywecker klingelte.
Widerwillig kroch ich aus dem Bett und ging erst mal ins Bad, um zu Duschen Noch immer halb schlafend stieg ich in die Dusche und genoss das warme Wasser, welches auf mich niederprasselte. Das Geräusch des rauschenden Wassers erinnerte mich an die Sache vom Vortag, als ich mit Georg in der Dusche im Backstagebereich war. Erregung durchfuhr mich, ich lehnte mich an die Wand der Dusche, schloss die Augen und liess meine Hand langsam über meinen Oberkörper und weiter hinunter gleiten, wo sie schließlich mein bestes Stück umfasste und sich schnell auf und ab bewegte. Ein leises Stöhnen entwich mir. Die Vorstellung, dass Georg nun vor mir knien würde und das selbe machen würde wie gestern, liess meine Erregung ansteigen, und ich erreichte ziemlich schnell meinen Höhepunkt.
Nach einigen Minuten stellte ich das Wasser ab, griff nach einem Handtuch, welches ich mir um die Lenden wickelte, und stellte mich vor den Spiegel. Als erstes trocknete und stylte ich meine Haare, bevor ich eine dünne Schicht Make-up auftrug und meine Augen mit schwarzem Lidschatten, Kajal und Mascara betonte. Danach putzte ich mir noch die Zähne und ging zurück ins Zimmer, wo ich mir erst mal meine Klamotten für heute raussuchte und mich anzog. Nachdem ich meine Sachen wieder zurück in die Tasche gestopft hatte, ging ich aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter mir ab. Ich ging die drei Treppen hinunter ins Erdgeschoss und trat in den Speisesaal, wo die drei restlichen Bandmitglieder bereits an unserem Tisch sassen und schweigend frühstückten.
Ich ging auf den Tisch zu. Inzwischen hatten mich Tom und Gustav bemerkt und warfen mir abschätzende Blicke zu. Beide knabberten ziemlich lustlos an ihren Brötchen rum. Georg hingegen schien mich noch nicht gesehen zu haben. Er war bleich im Gesicht, hatte tiefe Ringe unter den Augen, als ob er letzte Nacht keine Minute geschlafen hätte, und es schien, als ob er in Gedanken ganz weit weg wäre. Erst, als ich den freien Stuhl neben ihm hervorzog und mich darauf sinken liess, zuckte er zusammen und sah mich kurz panisch an, bevor er wieder auf seinen Teller, auf dem sich ein bisher unangerührtes Brötchen befand. Ich seufzte leise, nahm mir das letzte Croissant aus dem kleinen Körbchen in der Mitte des Tisches und begann zu essen.
Nach dem Frühstück stiegen wir in den Van, um in die nächste Stadt, in der ein Konzert stattfinden würde, zu fahren. Gustav und Tom hatten es sich in der mittleren Reihe bequem gemacht und sich sofort die Kopfhörer ihrer iPods in die Ohren gesteckt. Georg hatte es sich in der letzten Reihe bequem gemacht, und ich gesellte mich, wenn auch nicht ganz ohne Hintergedanken, zu ihm, wenn auch mit einem Sitz Abstand zu ihm- vorerst. Wir waren bereits ungefähr eine halbe Stunde unterwegs, als ich mich vorsichtig im Van umsah. Tom und Gustav hörten noch immer Musik und dösten vor sich hin, und der Fahrer, welcher durch eine Glasscheibe von uns getrennt war, feierte scheinbar da vorne eine Privatparty mit Ländlermusik, mit der er laut mitgrölte. Grinsend löste ich meinen Sicherheitsgurt und rutschte rüber zu Georg, welcher aus dem Fenster starrte.
Er schien gar nicht bemerkt zu haben, dass ich zu ihm rüber gerutscht war, denn er zuckte heftig zusammen und warf seinen Kopf herum, als ich nach seiner Hand griff. Er versuchte einen Moment, seine Hand wieder loszureissen, doch ein warnender Blick meinerseits und eine drohend erhobene Hand liessen ihn jeglichen Wiederstand aufgeben. Grinsend zog ich seine Hand zu mir rüber und legte sie zwischen meine Beine, bewegte sie leicht auf und ab und liess sie erst los, als ich mir sicher war, dass Georg die Bewegung selbstständig weiterführen würde. Dies hatte sofort die gewünschte Wirkung- meine Erregung wuchs, und langsam wurde es eng in meiner Hose- zu eng. Ich öffnete Gürtel und Knopf und sah dann in Georgs Gesicht, welcher mich mit einer Mischung aus Ekel und Panik anschaute.
Er schien zu verstehen, was ich von ihm wollte, und öffnete mit zitternden Fingern den Reissverschluss meiner Jeans. Dann liess er seine Hand hineingleiten. Ich kniff meine Augen zusammen, warf meinen Kopf leicht in den Nacken und drängte mein Becken Georgs Hand entgegen. Es fiel mir schwer, mich zurückzuhalten und nicht laut loszustöhnen. Ich konnte kaum noch stillsitzen, liess mein Becken leicht kreisen und griff schließlich erneut nach Georgs Hand, um sie wieder aus meiner Hose zu ziehen. Mit der anderen Hand zog ich den Bund meiner Boxershorts ein wenig von mir, sodass eine Lücke zwischen Shorts und Bauch entstand, und liess Georgs Hand hineingleiten.
Wieder begriff er sofort, was ich von ihm erwartete. Er umfasste meine inzwischen ziemlich ausgeprägte Erregung und bewegte seine Hand auf und ab. Meine Hände krallten sich in den Ledersitz, und ich spreizte leicht meine Beine.
„Schneller!“, befahl ich flüsternd, und mein Opfer gehorchte. Ich drückte meinen Rücken durch, die Augen geschlossen, und biss mir auf die Lippen, um nicht den ganzen Van zusammenzustöhnen. Ein letztes Mal glitt Georgs Faust meinem Schaft entlang, und ich ergoss mich, meinen Kopf in den Nacken geworfen und ein leises Stöhnen nicht mehr unterdrücken könnend, in seine Hand.
Noch immer waren meine Augen geschlossen, während sich mein Atem und mein Herz langsam beruhigten. Ich fühlte, wie sich Georgs zitternde Hand aus meiner Hose zurückzieht. Erst jetzt fühlte ich mich fähig, meine Augen zu öffnen. Mit einem triumphierenden Grinsen schloss ich Hose und Gürtel und rutschte dann wieder rüber auf meinen Ursprünglichen Platz. Während meine Hand in der Tasche nach meinem iPod kramte, warf ich einen kurzen Blick zu Georg. Er starrte wieder aus dem Fenster und machte irgendwie den Eindruck, jeden Moment in Tränen auszubrechen. Dieser Anblick liess mein Grinsen noch ein wenig breiter werden. Ich nahm den iPod aus der Tasche, schaltete ihn ein und schloss schließlich, den Kopf an die Fensterscheibe gelehnt, meine Augen und lauschte der Musik. Nach wenigen Minuten war ich eingeschlafen.
„Bill? Los, aussteigen, wir sind da!“
Ich öffnete meine Augen, blinzelte einige Male und erkannte das Gesicht unseres Fahrers Frank vor mir.
„Wie spät ist es denn?“, murmelte ich und rieb mir die Augen. Frank lachte.
„Gleich halb drei. Du hast wohl so ziemlich die ganze Fahrt verpennt, was?“ Ich nickte noch immer ziemlich verschlafen und sah mich im Van um. Die drei anderen waren scheinbar bereits im Hotel, jedenfalls war ich der Einzige, der sich noch im Wagen befand. Ich zog mir die Earphones meines inzwischen aufgrund des leeren Akkus verstummten iPods aus den Ohren und verstaute diesen in meiner Tasche, bevor ich den Sicherheitsgurt löste und aus dem Van kletterte. Glücklicherweis hatten unsere Fans scheinbar noch nicht rausgekriegt, in welchem Hotel wir übernachten, sodass ich ohne ein einziges Autogramm schreiben zu müssen in mein Hotelzimmer gelangte.
Dieses Mal war mein Zimmer um einiges grösser und auch luxuriöser eingerichtet als das vom Vortag. Zwar hatte es diesmal kein Wasserbett, dafür aber einen kleine Balkon, von dem man über die Stadt blicken konnte sowie eine Badewanne mit Whirl Pool-Funktion. Allerdings würde ich vermutlich nicht mehr dazu kommen, diese auszuprobieren. Schade eigentlich... Durch mein Nickerchen im Van war ich nun alles andere als müde, und ich hatte Lust irgendwas zu unternehmen, am liebsten ne Runde shoppen... Doch das war vermutlich keine sonderlich gute Idee... Ich musste also irgend eine andere Möglichkeit finden, um mich irgendwie abzulenken... Plötzlich kam mir eine Idee, ich holte mein Handy hervor und wählte die Nummer unseres Managers.
Ungefähr zehn Minuten später ging ich breit grinsend durch den Hotelflur, welcher mit rotem Teppich ausgelegt war. David hatte mir auf meine Frage hin erklärt, in welchen Zimmer meine Bandkumpels untergebracht waren; er konnte ja nicht ahnen, was mein Grund dazu war... Gustav und Tom hatten ihre Zimmer einen Stock unter uns, während Georg und ich hier im vierten Stock einquartiert worden waren. Sein Zimmer lag nur zwei neben mir, und ich hatte beschlossen, ihm nun einen Besuch abzustatten. Ohne anzuklopfen öffnete ich so leise wie möglich seine, wie erwartet nicht abgeschlossene, Zimmertür und trat ein. Ebenso leise schloss ich die Tür wieder hinter mir und schaute mich im Zimmer um. Georg war nirgendwo zu entdecken, auch wenn seine offene Tasche und seine Kleider, die er heute getragen hatte und welche auf dem Bett lagen, darauf hindeuteten, dass er sich noch irgendwo hier aufhielt.
Ich hörte im Badezimmer Wasser rauschen, erst jetzt fiel mir auf, dass die Tür einen Spalt offen stand und ein Lichtstrahl auf dem Teppich vor der Tür zu erkennen war. Noch immer grinsend ging ich auf die Tür zu und zog sie langsam auf. Ohne ein Wort zu sagen, stellte ich mich in den Türrahmen und beobachtete Georg, welcher nur seine Boxershorts trug und gerade eines der Zahngläser in der Hand hielt. Irgendwann warf er dann doch zufällig einen Blick zur Tür, zuckte zusammen und liess vor Schreck sein Glas fallen, welches auf den Steinplatten zerbrach.
„Hast du solche Angst vor mir?“, fragte ich grinsend, während Georg mich noch immer mit weit aufgerissenen Augen ansah. Er schüttelte den Kopf und ging gleich darauf in die Knie, um die Scherben zusammenzusuchen, wobei ich ihn beobachtete. Wenige Minuten später war jeder Glassplitter aufgehoben, und Georg sah mich unsicher an. Ich liess meine Augen über seinen Körper wandern, noch immer ein Grinsen auf meinen Lippen. Schließlich machte ich einige Schritte auf ihn zu, woraufhin er zurückwich.
Da das Badezimmer jedoch zu klein war, als das er mir wirklich hätte ausweichen können, war er bereits nach wenigen Schritten an der Wand und kam nicht mehr weiter. Ich ging weiter auf ihn zu, bis ich direkt vor ihm stand, seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Noch immer grinste ich, währen Georgs leicht panisch wirkte. Einen Moment blieb ich so vor ihm stehen, sah in seine grünen Augen, hörte sein Herz laut und schnell klopfen.
„Dreh dich um.“, zischte ich schließlich. Georg riss erneut die Auen auf, schien sich dann aber an meine Schläge vom Vortag zu erinnern und folgte meinem Befehl.
Ich begann wieder, meinen Gürtel zu öffnen und bemerkte, wie Georg bei dem Geräusch scharf die Luft einzog, was mein Grinsen noch breiter werden liess. Ich öffnete den Knopf meiner Jeans, schob diese samt Boxershorts runter und machte mich schließlich an Georgs letztem Kleidungsstück zu schaffen. Meine Erregung war in den letzten Minuten gestiegen, und als Georg schließlich nackt vor mir stand und ich kurz über die erstaunlich weiche Haut an seinem Hintern strich, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Scheinbar hatte Georg wieder geahnt, was ich wollte, und sich bereits leicht breitbeinig hingestellt, was mir die ganze Sache ziemlich erleichterte. Ohne Vorwarnung drang ich in ihn ein. Meine Hände krallten sich in Georgs Hüften, welcher zusammengezuckt war und nun vergebens versuchte, an der Wand Halt zu finden.
Ich zog mich leicht aus Georg zurück, um zuzustossen. Dies Enge machte mich einfach verrückt, und dadurch, dass mein Opfer sich verkrampfte, wurde er noch etwas enger. Immer schneller und heftiger stiess ich in ihn, begleitet von lautem stöhnen. Ich bemerkte, wie Georg zu zittern begann und seine Beine unter ihm nachzugeben drohten, beachtete das jedoch nicht. Ich stiess ein letztes mal hart und tief in ihn und kam dann lautstark. Einige Sekunden lehnte ich mich an Georgs zitternden Körper, bis sich mein Atem halbwegs beruhigt hatte, und zog mich dann aus ihm zurück.
Meine Fingernägel hatten teilweise blutige Abdrücke an Georgs Hüften hinterlassen, und als ich einen Schritt zurück machte, gaben seine Beine endgültig unter ihm nach, er sank noch immer zitternd zu Boden. Sein ganzer Körper zuckte, und auch wenn kein Laut zu hören war, war ich mir sicher, dass er weinte, was mir wieder ein Grinsen ins Gesicht trieb. Ich zog mich wieder an, schloss meinen Gürtel und ging zur Tür.
„Bis später!“, meinte ich grinsend, als ich das Bad verliess und zurück in mein Zimmer ging, wo ich mich erst mal unter die warme Dusche stellte.
So vergingen die Tage. Wir reisten weiterhin quer durch Deutschland, die Schweiz und Österreich. Weiterhin spielte ich mein Spielchen mit Georg. Dieser war in letzter Zeit immer bleicher und dünner geworden, die Ringe unter seinen Augen wurden immer tiefer. Noch immer genoss ich das Gefühl der Macht, die ich über ihn hatte.
Tom und Gustav hatten sich inzwischen vollständig von mir abgewandt. Keiner von beiden redete mehr als unbedingt nötig mit mir, ich wurde nicht mehr in irgendwelche Pläne, was unsere Freizeit anging, mit einbezogen, was mir jedoch ziemlich egal war...
Bisher hatte ich nicht bemerkt, was ich wirklich mit der ganzen Sache anrichtete, doch das änderte sich, als wir für ein Konzert in der Nähe von Wien in einem kleinen Hotel übernachteten. Die Hiobsbotschaft kam, als wir bereits in der Lobby standen und warteten. Da das Konzert kurzfristig geplant worden war, hatte es einige Planänderungen gegeben.
„Wir haben leider nur noch zwei freie Doppelzimmer.“, erklärte uns die Empfangsdame, als wir unten in der Lobby standen, „Es ist hoffentlich nicht allzu schlimm, dass sie sich die Zimmer teilen müssen...“
Ich verdrehte genervt meine Augen, während Tom und Gustav mit den Schultern zuckten und Georg vermutlich gar nicht zugehört hatte. Er war in letzter Zeit sehr still geworden, zog sich immer mehr vor uns zurück und wirkte oft apathisch und in Gedanken versunken. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, wann ich ihn das letzte Mal etwas richtiges essen gesehen hatte, oft schob er seine Teller zur Seite, bevor er die Hälfte von dem, was sich darauf befand, verspiesen hatte...
„Ich teile ein Zimmer mit Georg!“, verkündete Gustav und sah zu seinem besten Freund, der vermutlich nicht mitgekriegt hatte, was er gesagt hatte.
„Nein!“, kam es von mir und Tom wie aus einem Mund; wir hatten beide keine Lust, das Zimmer mit dem jeweils anderen zu teilen.
„Ich will Georg.“, erklärte ich in einem Ton, der keine Widerrede duldete. Tom und Gustav warfen sich kurze Blicke zu, und dann sahen wir alle zu Georg, welcher noch immer regungslos dastand.
„Georg, was sagst du dazu?“, sprach Tom ihn daraufhin an, worauf er jedoch wieder nicht reagierte. Gustav stupste ihn leicht an, worauf er zusammenzuckte und uns verwirrt ansah.
„Es ging darum, wer mit wem im Zimmer schläft.“, erklärte Gustav und warf einen kurzen Seitenblick zu mir, „Bill wollte, dass du das Zimmer mit ihm teilst.“
„Mir egal...“, murmelte Georg nur. Scheinbar hatte er sich mit seinem Schicksal abgefunden....
So bezogen wir also unsere Zimmer. Georg und ich sprachen kein Wort miteinander, als wir uns im Zimmer einrichteten- wie immer, ausser wenn ich etwas von ihm wollte... Doch heute wollte ich erst mal ein wenig Wellness. Das Hotel hatte eine kleine Sauna und ein Hallenbad, welches man jederzeit benutzen konnte. So schlüpfte ich sofort in meine Badehose, nahm mein Handtuch und machte mich auf den Weg nach unten. Erst nachdem ich die drei Treppen ins Erdgeschoss hinter mich gebracht hatte, bemerkte ich, dass ich mein Duschgel vergessen hatte. Genervt seufzend stieg ich in den Aufzug und fuhr wieder nach oben in den dritten Stock.
Ich ging durch den Flur und erreichte schließlich die Tür unseres Zimmers. Als ich eintrat, konnte ich sofort ein leises Schniefen hören. Vermutlich heulte Georg mal wieder, wie schon so oft in letzter Zeit... Also trat ich durch den kurzen Gang in den Bereich, in dem das Bett stand, und blieb erst mal erschrocken stehen. Ich brauchte einen Moment, um die Szene zu begreifen, welche sich gerade vor mir abspielte.
Georg sass auf unserem Bett, sein Gesicht war tränenüberströmt. Seine Unterarme waren mit blutigen Schnitten übersäht, und erst nach einigen Sekunden bemerkte ich die Rasierklinge, welche Georg in der rechten Hand hielt und gerade an den Pulsadern der linken ansetzte.
Ich riss erschrocken die Augen auf.
„Nicht!“, schrie ich und machte einige schnelle Schritte auf das Bett zu. Einen Moment hatte ich das Gefühl, als ob sich alles um mich herum drehen würde. Georg zuckte zusammen und liess die Klinge los, welche daraufhin durch das halbe Zimmer flog. Ich starrte ihn einige Sekunden entsetzt an, bevor ich ins Bad eilte und zwei Handtücher holte. Tausende Gedanken schwirrten mir durch den Kopf. Hatte ich es wirklich soweit getrieben? Hätte sich Georg wirklich umgebracht, wenn ich nicht zurückgekommen wäre? Wieso hatte ich nicht bemerkt, dass ich zu weit gegangen war?
Ich ging wieder zurück zu Georg und wickelte jeweils eines der beiden Tücher um Georgs blutüberströmte Unterarme. Noch immer liefen Tränen über sein Gesicht, und ab und zu schluchzte er leise. Ich setzte mich neben ihn aufs Bett und legte vorsichtig meine Arme um ihn, zog ihn an sich. Sofort verkrampfte sich Georg, hing steif in meinen Armen. Auch mir waren inzwischen Tränen in die Augen gestiegen.
„Das habe ich nicht gewollt...“, murmelte ich, während ich Georg in meinen Armen leicht hin und her schaukelte.
Von diesem Moment an veränderte ich mich. Ich hatte begriffen, dass mein Spielchen, mein Drang zu herrschen und zu besitzen, beinahe das Leben eines Menschen zerstört hatte- noch dazu von einem meiner ehemaligen besten Freunde. Zum ersten Mal wurde mir klar, was der Erfolg tatsächlich aus mir gemacht hatte, auch wenn mir noch nicht wirklich klar war, wie er mich zu so einem gefühllosen Egoisten machen konnte. Möglicherweise war es auch nur eine Art, mit dem Druck umzugehen, welcher tagtäglich auf uns lastete seit wir in der Öffentlichkeit standen. Doch ich wollte es nie wieder soweit kommen lassen, noch einmal einen Menschen an den Abgrund bringen.
Ich habe meine Lektion gelernt, auch wenn ich mir dafür erst alles kaputt machen musste. Vermutlich wird mir Georg nie verzeihen, was ich ihm angetan habe, ebenso Tom und Gustav, die ich ebenfalls wie den letzten Dreck behandelt hatte, doch ich war selber schuld, hatte es nicht anders verdient. Hatte es mit meinen einzigen und besten Freunden verspielt, und das einzig und alleine weil mal wieder was nicht nach meinem Kopf ging. Doch aus Fehlern lernt man ja bekanntlich- auch wenn der Lerneffekt in meinem Fall ziemlich hart ausgefallen war- und ganz alleine schuld daran war.