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Wenn Wünsche wahr werden

GeschichteDrama / P18 / Gen
OC (Own Character) Wolverine / James "Logan" Howlett
12.12.2006
18.04.2021
37
200.072
3
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Dieses Kapitel
5 Reviews
 
12.12.2006 5.348
 
Tja, ich will gar nicht nachschauen, wie lange das letzte Update schon her ist... Aber immerhin bin ich auf Seite 5 zurückgerutscht...
Aber ich kann euch diesmal versichern, dass die nächsten drei Kapitel auch schon fertig sind und eigentlich nur noch von meiner Beta gelesen und korrigiert werden müssen. Und da die letzten beiden von denen noch mit einem weiteren, unfertigen Kapitel zusammenhängen, hoffe ich, dass ich mit dem auch zügig fertig werde, da ich euch zwischen diesen Kapiteln ungern so lange warten lassen möchte wie sonst. Deswegen habe ich auch so lange mit diesem Update gewartet...

@ namalien: Hi! Auf deine Frage bezüglich Cathys Kräfte und Logans Wunsch: Nein, Cathy hat nicht die Kraft, Wünsche zu erfüllen. n_n

@ Wyvern: Ja, es tut mir Leid, dass Erik nicht so häufig vorkommt, aber der Fokus liegt bis jetzt ja auf den anderen Charakteren. Aber mal sehen wie sich die Geschichte weiter entwickelt, nicht?

@ Silbermond: Jaaaa, das mit naked Cathy war so eine Eingebung.... *ggg* n_n Dass die X-Men erst nach dieser Woche bemerken, dass Cathy überhaupt weg war, hat so seine Gründe.. Aber das klärt sich wahrscheinlich später in der Geschichte. Und was Erik von Cathy will fragen sich die X-Men ja auch... xp

Besonderen Dank an dieser Stelle an shinyu, meine Beta, und auch an Pursuit of Justice, die trotz Zurückrutschen auf Seite 5 die Geschichte gelesen hat und mir einen echt tollen und aufmunternden Review geschrieben hat (hab schon direkt bei den Reviews darauf geantwortet).

In Zukunft werde ich mich bemühen, direkt auf die Reviews zu antworten, wenn es schon die Möglichkeit dazu gibt.

Auf jeden Fall wünsche ich euch jetzt viel Spaß beim Weiterlesen!

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Kapitel 23: Strings attached

Stille.
Es war schon merkwürdig, wie ruhig es in dem Gebäude war, wenn alle anderen noch schliefen. War sie es sonst gewohnt, dass die Stimmen Jugendlicher durch die Gänge hallten, so leistete ihr im Moment lediglich das erste Vogelgezwitscher des Tages, das durch das offene Fenster der Teeküche drang, Gesellschaft.
Jean seufzte leise und wandte sich nach einem weiteren Blick aus dem Fenster dem Wasserkocher zu, um sich endlich ihren morgendlichen Tee zu machen und sich dann mit der heißen Tasse in den Händen an den Tisch zu setzen.
Doch die angenehme Wärme tat nichts gegen die Kälte, gegen die Leere, die sich durch ihr Inneres fraß. Sie half nicht gegen die nagende, schleichende Gewissheit, dass Scott etwas Schreckliches zugestoßen war.
Der Professor hatte sie zu beschwichtigen versucht, hatte ihr versichert, dass er Magneto gut genug kannte, um sagen zu können, dass er Scott nichts antun würde. Dass es einfach keinen Grund gab, wieso Erik Scott etwas antun sollte.
Er hatte ihr von dem Gespräch mit Magneto erzählt, hatte ihr erklärt, dass der Andere ihm einfach nur zeigen wollte, wie verletzlich seine X-Men waren.
Jean schüttelte den Kopf und schloss für einen kurzen Moment die Augen.
Egal wie sehr sie ihrem Mentor Glauben schenken wollte ... etwas nagte an ihr.
Es war wie eine leise Stimme, die ihr beharrlich zuflüsterte, dass Charles sich irrte. Dass Scott ganz und gar nicht in Sicherheit war.
Dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis...
Jean schob die Tasse und mit ihr die Bedenken von sich.
Sie konnte Scott nicht fühlen. Sie konnte Scott nicht finden.
Aber sie musste einfach an dem Glauben festhalten, dass es ihrem Verlobten gut ging und dass sie ihn bald finden würden.

****


Es war ein schöner Morgen.
Hank blieb kurz an einem der Fenster stehen, um hinaus zu blicken. Auch wenn es noch früh war, so ließ die Sonne draußen alles zum Leben erwachen. Die warmen Strahlen prophezeiten einen warmen, wenn nicht gar heißen Tag und es wäre ein perfekter Sommertag gewesen, wenn er nicht gewusst hätte, dass schon bald wieder dunkle Wolken die Gemüter trüben würden.
Hank seufzte und setzte seinen Weg durch die stillen Hallen fort, wobei ihn nur das leise Knarren des Parkettbodens und das durch die Fensterscheiben dringende Vogelgezwitscher begleiteten.
Er wusste, dass es noch zu früh für ein Frühstück war und er hatte eigentlich auch nur vor, sich einen Kaffee zu holen, ehe er sich wieder in sein kleines Büro zurückzog und...
Er hielt an der offenen Küchentür inne.
Der Anblick Jeans, wie sie so gedankenverloren in ihre Tasse starrte, bestärkte ihn in seinem Entschluss, auf ein frühzeitiges Frühstück zu verzichten und sich gleich an die Arbeit zu machen.
Zwar hatte ihn die Suche nach Informationen am vergangenen Abend nirgendwohin geführt, doch er hatte keineswegs vor aufzugeben. Immerhin hatte er zumindest den Vornamen und ein Bild von dem Mutanten, der Cathy entführt hatte. Und vielleicht würde ihm selbst der Spitzname, den der Professor von dem jungen Mann aufgeschnappt hatte, weiterhelfen.
Da war die eine Spur, die am vergangenen Abend als fruchtlos erschienen war, doch nach weiteren Überlegungen war er sich nicht mehr ganz so sicher, ob es ihm nicht weiterhelfen würde.
Es war zumindest einen Versuch wert.
Hank hoffte nur, dass in der Zwischenzeit der Professor und Jean es schaffen würden, Scott zu finden.

****


Die Welt breitete sich vor ihr aus.
Jean atmete tief durch und musste einen kurzen Moment lang mit der Versuchung kämpfen, sich einfach in der Masse von Gedanken zu verlieren. Sie ließ die Stimmen an sich vorbei ziehen und konzentrierte sich stattdessen auf den dünnen Faden, den sie aus ihren Augenwinkeln sehen konnte.
Sie zögerte nur ganz kurz, ehe sie nach ihm griff und leicht daran zog.
Ein leichtes Schaudern ergriff sie bei dem Gefühl der Vertrautheit, das sie durchfuhr.
Es war nicht das erste Mal, dass sie diesen Pfad beschritt, immerhin hatte sie schon öfters auf diese Weise Kontakt zu Scott gesucht. Und wie sonst auch immer ließ sie den Faden kurz durch ihre Finger gleiten, ehe sie den Pfad öffnete und sich auf den Weg machte.
Es war schon irgendwie komisch.
Sie konnte ihrer Verbindung zu Scott folgen. Sie führte sie vorbei an vielen anderen Personen. Selbst das Gefühl, das sie dabei erfüllte, war dasselbe wie sonst auch immer.
Doch wie auch bei den vorangegangenen Versuchen, hörte der Pfad vor einer unsichtbaren Wand, die sich zwischen sie und Scott gedrängt hatte, auf.
Massiv, undurchdringbar und doch...
Nicht zu sehen.
Zögernd streckte sie die Finger aus, um über das Hindernis zu fahren. Es war fast so, als hätte sich die Luft selbst verdichtet, um ihr den Zugang zu ihrem Verlobten zu verweigern. Wenn sie sich genug konzentrierte, konnte sie sehen, wie der Faden über diesen Punkt hinaus verlief, wie er sich in der Weite der mentalen Ebene verlor, aber sie konnte ihn nicht mehr fühlen.
Sie war abgeschnitten von ihrem Anker und das wurde ihr nicht zum ersten Mal schmerzhaft bewusst.
Jean schloss für einen kurzen Moment die Augen, ehe sie sich wieder auf die Wand konzentrierte. Ihre Finger fuhren wie von selbst über die unsichtbare Fläche, auf der Suche nach irgendwelchen Rissen, doch die Wand aus Luft war glatt und makellos.
Wenn es nur irgendeinen Weg gäbe, die Wand zu umgehen...
Jean wusste, dass es nicht ging.
Sie hatte es schon versucht, aber der Faden führte sie immer hierher, an diesen Punkt, von dem es kein Weiter gab.
Jean drückte sacht gegen die Fläche, um den Widerstand zu prüfen. Die Wand gab ganz leicht nach, als würde sie vor dem Druck zurückweichen, doch sobald Jean aufhörte, war die Wand wieder fest und unnachgiebig vor ihr.
Sie runzelte die Stirn.
Vielleicht ... Wenn sie mehr Druck ausübte...
Jean sammelte sich einen ganz kurzen Moment, ehe sie mit aller Kraft, mit all ihrem Willen gegen die Wand stieß und...
Der Schlag, der sie in ihren Körper zurückschleuderte, ließ sie vor Schmerz aufschreien, bevor es zu viel wurde und sie das Bewusstsein verlor.

****


„Jean?“
Charles strich der Bewusstlosen eine Strähne aus dem Gesicht und runzelte besorgt die Stirn. Er hatte sich Sorgen gemacht, als Jean nicht zum Frühstück erschienen war und hatte- richtig, wie sich herausgestellt hatte- angenommen, dass sie alleine zu Cerebro vorgegangen war, um nach Scott zu suchen.
„Was ist mit ihr?“
Charles ließ einen kurzen Moment verstreichen, ehe er sich zu Logan umdrehte und dessen fragenden Blick erwiderte. Er hatte den Jüngeren auf dem Weg zu Cerebro getroffen und ihn darum gebeten, ihn zu begleiten, in der Erwartung Jean etwas desorientiert und kraftlos vorzufinden. Er hatte nicht erwartet, dass Jean bewusstlos sein würde und dass sie sich so überanstrengt hatte, dass ihre Nase immer noch blutete und sie sie auf die Krankenstation bringen mussten.
„Es ist anzunehmen, dass sie versucht hat, Scott zu finden.“
Logan zog die Augenbrauchen in einer verständnislosen Mine in die Höhe und setzte dazu an, nach einer Erklärung zu fragen, doch Xavier schnitt ihm mit einem Kopfschütteln das Wort ab.
„Jean ist noch nicht bereit für solche Aufgaben. Ihre Telepathie ist noch dabei, sich zu entwickeln und auch wenn sie die Verbindung zu Scott hat, so ist sie im Moment von ihm abgeschnitten. Ich denke, dass sie gegen das gestoßen ist, was uns davon abhält Scott zu finden.“
„Und das...?“
„...zurückgestoßen...“
Jeans Murmeln ließ beide Männer herumfahren und ihr dabei zusehen, wie sie leicht die Stirn runzelte und dann langsam den Kopf in ihre Richtung wandte, um nach einem weiteren Moment die Augen zu öffnen.
Nur um sie mit einem leisen Schmerzenslaut wieder zu schließen.
„Zu hell...“, stöhnte sie und drehte sich auf die Seite, ehe sie sich langsam aufsetzte und schließlich das Gesicht in ihren Händen vergrub.
„Jean...?“, Charles umrundete den Untersuchungstisch und musterte seine Schülerin eingehend, während er sachte mit seinem Geist den ihren streifte, in einer stummen Frage nach ihrem Befinden.
„Es geht gleich wieder.“, antwortete sie leise, bevor sie sich das Haar aus dem Gesicht kämmte und sich einmal über die Augen fuhr.
„Ich habe meine Verbindung zu Scott verfolgt.“, fing sie nach einem weiteren Moment, in dem auch Logan näher trat, ungefragt an. „Es ging eigentlich ganz gut, aber ... Da war etwas.“
Sie schüttelte den Kopf, als Charles sie fragend musterte.
„Ich weiß nicht, was es war. Es war ... wie eine Mauer, aber auch nicht wirklich da. Es ... Ich kann es nicht beschreiben. Aber ich habe es abgetastet und zuerst hat es auch nachgegeben. Aber danach...“
Jean verstummte und sah etwas ratlos zur Seite.
„Als ich stärker dagegen gedrückt habe, hat es mich einfach zurückgestoßen.“
Charles runzelte nachdenklich die Stirn.
„Ich weiß, dass Erik seinen Aufenthaltsort gegen Cerebro abschirmen kann, aber so habe ich das bis jetzt noch nicht erlebt, wenn ich nach ihm gesucht habe.“
Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus, während Charles sich in Erinnerung rief, wie es sich anfühlte, von Eriks Schilden abzugleiten. Aber bei dem Abschirmmechanismus, den Erik verwendete, handelte es sich um eine massive Mauer.
Eine passive Mauer, die zwar abschirmte, aber keineswegs reagierte.
„Vielleicht ist es ja was anderes.“, warf Logan plötzlich ein, womit er Charles und Jeans Aufmerksamkeit auf sich lenkte.
„Was ist mit diesem Typen? ... Der, der Cathy mitgenommen hat?“
„James?“
Logan nickte.
„Es könnte sein, aber bei dem kurzen Kontakt, den ich zu ihm hatte, kann ich nicht wirklich sagen, ob er ein Telepath ist...“
Charles wandte seine Aufmerksamkeit wieder Jean zu, als sie, noch ein wenig unsicher auf den Beinen, aufstand und ihm die Hand auf die Schulter legte. Er erwiderte ihren Blick, in dem eine Entschlossenheit brannte, wie er sie bisher nur selten in ihren Augen gesehen hatte.
„Dann sollten wir das herausfinden, Professor.“

****


„Sein Name ist James Thomson.“
Hank rief die Polizeiakte auf, die er auf weniger legale Weise gefunden hatte. Es war zwar nicht gerade leicht gewesen, aber er war der Sache hartnäckig nachgegangen und nun wussten sie zumindest, wer bei Magnetos Ausbruch geholfen hatte.
„Er ist fünfundzwanzig und war schon einmal wegen kleinerer Hackertätigkeiten vor Gericht, wurde aber nicht verurteilt.“
Diese Tatsache hatte Hank ein wenig stutzen lassen, immerhin waren genug Beweise vorhanden gewesen, sodass er zumindest ein paar Monate hätte einsitzen müssen. Doch er war freigesprochen worden.
„Und weiter?“
Hank blinzelte ein, zwei Mal, ehe er sich Logan zuwandte, der ihn etwas ungeduldig betrachtete. Er erwiderte seinen genervten Blick mit einem Lächeln.
„Wir haben eine Adresse.“

****


„Logan, ich könnte...“
Der Knall, mit dem die Tür gegen die Wand krachte, ließ Ororo hinter ihm verstummen. Er wusste nicht, was sie hatte sagen wollen, aber in dem Moment war es ihm auch egal.
Er hielt einen kurzen Augenblick inne, betrat jedoch die Wohnung, als er nichts vernehmen konnte und warf einen flüchtigen Blick hinter sich, um zu sehen, ob Storm ihm auch folgte.
Eigentlich hatte Logan ja alleine kommen wollen, nachdem McCoy mit der Adresse herausgerückt war, aber der Professor hatte nach einer weiteren Besprechung, die Logan ungeduldig hatte über sich ergehen lassen, befunden, dass zumindest eine weitere Person mit ihm gehen sollte. In der Zwischenzeit würden Xavier und Jean weiter versuchen Scott oder zumindest mal Magneto zu finden. Oder eben einen seiner Helfer.
Logan runzelte die Stirn, während er sich langsam in der Wohnung umsah.
Es brauchte nur einen flüchtigen Blick in dem dunklen Raum, um festzustellen, dass der Bewohner scheinbar seit einiger Zeit nicht mehr hier gewesen war. Die Luft roch abgestanden und in den Ecken sammelte sich Staub. Außerdem blinkte der Anrufbeantworter.
Die Stirn runzelnd schloss Logan die Augen und versuchte sich auf die Gerüche zu konzentrieren, doch das Gefühl von Ororos Blick in seinem Nacken, zerrte an seinen auch so schon strapazierten Nerven.
Er ignorierte ihre Präsenz, verdrängte sie an den Rand seiner Aufmerksamkeit und atmete tief durch. Er drang durch den Geruch der Luft auf eine tiefere Ebene und fischte nach älteren Gerüchen, die den Möbeln und den Wänden anhafteten.
Doch es war nicht leicht.
Die Gerüche waren schwach, so als wäre schon mehr als eine Woche vergangen, seitdem Thomson das letzte Mal hier gewesen war. Und außerdem hatte Logan auch nichts, woran er sich hätte orientieren können.
Das Einzige, was er mit Sicherheit sagen konnte war, dass Cathy nicht hier gewesen war.
Und somit war diese Spur wertlos.

****


>Erik?
Charles konzentrierte sich ein wenig mehr, versuchte nach dem vertrauten Gefühl seines alten Freundes zu greifen, aber sein Ruf ging ins Leere. Kurz hatte er geglaubt die Präsenz des Anderen aufflackern zu sehen, doch es war zu schnell vorbei gewesen, als dass er ihn hätte orten können. Und wenn er sich noch stärker konzentrierte, könnte etwas passieren, was er bereuen würde...
Er seufzte leise und brach seine Suche ab, genau so, wie Jean und er auch die Suche nach Scott nach einem weiteren Versuch aufgegeben hatten. Es ging einfach nicht. Jedes Mal wenn er geglaubt hatte, dass sie seinem Schüler näher gekommen waren, waren sie erneut gegen diese Wand gestoßen, durch die es kein Durchdringen gab.
Nicht dass Charles es nicht versucht hatte.
Er hatte die Wand abgetastet, hatte zusammen mit Jean nach einem Riss, einem kleinen Spalt gesucht, durch den sie hätten durchdringen können. Doch es schien so, als würde sich die Wand ihren Versuchen anpassen.
Es gab keine Risse.
Keine Öffnungen.
Sie mussten irgendeinen anderen Weg finden, doch selbst die Wohnung, die Logan und Ororo untersucht hatten, hatte ihnen nicht weitergeholfen. Und weiter als bis hierhin führte die Spur, die Henry ihnen offen gelegt hatte, nicht.
Charles seufzte leise und lehnte sich in seinem Rollstuhl zurück, ehe er sich leicht die Schläfen massierte. Er war mit seinem Latein am Ende, aber vielleicht würde ihm noch etwas einfallen, wenn er eine Nacht darüber schlief.
Und wenn das nicht half...
Nun, es gab noch einen Weg, den er nicht gegangen war.
Doch er wusste nicht, ob er wirklich gewillt war, diese lang verschlossene Tür zu öffnen.

****


Jean konnte nicht schlafen.
Egal wie sehr sie es auch versuchte, der Schlaf wollte einfach nicht kommen. Mit jeder Minute, die verstrich, wurde diese Stille, diese nagende Leere immer stärker.
Mit jedem Augenblick, der verging, wurde ihr Scotts Abwesenheit bewusster.
Und das lag nicht nur an der leeren Stelle neben ihr auf dem Bett.
Sie konnte Scott einfach nicht fühlen.
Selbst mit der Hilfe des Professors war es ihr nicht möglich gewesen...
Jean verbarg das Gesicht in ihren Händen und unterdrückte das tiefe Schluchzen, das aus ihr ausbrechen wollte, doch es wollte ihr nicht ganz gelingen. Die eine Erklärung, die es für die unterbrochene Verbindung gab, wollte ihr einfach nicht aus dem Kopf.
Egal was der Professor sagte.
Diese eine Möglichkeit ließ sie einfach nicht los.
Was, wenn doch etwas passiert war?
Was, wenn...?
Jean schluckte schwer und ließ ihre Arme auf die Matratze zurückfallen, nur um hoffnungslos zur Decke zu starren.
Sie wusste, dass sie schlafen sollte.
Dass sie zumindest versuchen sollte, sich auszuruhen, damit sie am Morgen konzentriert weitersuchen konnte.
Doch der Schlaf wollte nicht kommen.

****


Plötzlich war er wach.
Ein Atemzug, dann war er auf den Beinen und sah sich gehetzt um.
Da war etwas.
Sein Kopf zuckte zur Seite, als er glaubte etwas aus den Augenwinkeln zu sehen, aber da waren nur stumme Schatten, die ihm teilnahmslos entgegenstarrten.
Dennoch...
Sein Körper versteifte sich, als die Luft in seinem Rücken sich bewegte. Es war fast so, als würden die Schatten an ihm vorbei huschen, aber er wusste, dass das nicht möglich war.
Er schloss für einen kurzen Moment die Augen und atmete tief durch, um sein rasendes Herz zu beruhigen. Es gelang ihm aber nicht ganz.
Da war einfach etwas.
Ein Seufzen ließ ihn herumfahren.
„Komm zurück ins Bett. Es ist kalt.“, maulte sie, als ihre Blicke sich trafen und einen kurzen Moment lang war er dazu geneigt, ihrem Ruf zu folgen und zu ihr unter die Laken zu schlüpfen. Aber er schüttelte den Kopf.
„Da ist etwas.“, sagte er und deutete in die dunklen Ecken des Zimmers, aus denen ihn die Schatten höhnisch angrinsten.
„Das bildest du dir nur ein.“, hauchte sie gegen seinen Rücken, ehe sie die Wirbelsäule entlang küsste. Ihre Finger strichen über seine Rippen und er warf noch einen flüchtigen Blick auf das Bett, ehe er sich zu ihr umdrehte.
Er betrachtete ihren dunklen Schopf nachdenklich, während sie über sein Schlüsselbein leckte und ließ seine Hände zu ihrem Hintern wandern.
„Was tust du hier?“, fragte er nach einem weiteren Moment nachdenklich, was sie kurz in ihrem Tun inne halten und zu ihm aufblicken ließ.
„Ich dachte das wäre eindeutig.“, murmelte sie schließlich gegen seinen Hals, bevor sie heftig an der Leine zog, damit er sie endlich küsste. „Du hast versprochen mir zu helfen.“
Er runzelte die Stirn und wandte sich wieder zu ihr um. Sie hatte sich im Bett aufgesetzt und sah ihn leicht schmollend an.
„Nein, das habe ich nicht.“
Sie erwiderte seinen Blick mit einem trotzigen.
„Doch, das hast du.“
„Nein. Ich bin zurückgekommen, damit du mir hilfst.“
Sie rümpfte die Nase und schüttelte leicht den Kopf.
„Das habe ich schon. Und dich hat nicht einmal interessiert, woher ich es weiß.“
„Was verschweigst du mir?“ Seine Finger bohrten sich in ihre Schultern und rüttelten sie leicht. „Wieso sind wir hier?“
Sie löste sich aus seinem Griff, nur um ihn an der Hand zu nehmen und mit einem geheimnisvollen Lächeln zum Fenster zu führen.
„Wir sind hier, damit ich dir etwas zeigen kann.“, hauchte sie gegen sein Ohr. „Siehst du?“
Er folgte ihrem Blick direkt auf das Empire State Building, inmitten all der anderen Hochhäuser New Yorks. Er musste gestehen, dass es von hier wirklich eine tolle Aussicht gab.
„Es ist toll.“, murmelte er und schloss für einen kurzen Moment die Augen, um den Wind zu genießen, der ihm durch die Haare fuhr.
„Hab ich’s dir nicht gesagt?“ Ihr Lächeln wurde ein wenig breiter. „Es ist ein toller Tag für einen Familienausflug.“
„Hmmm...“
„Logan...!“ Er riss die Augen auf, als sie heftig an dem Faden zog. „Du hast es versprochen!“
Er seufzte leise, während er vom Fenster wegtrat und sich ihr zuwandte. Der Faden schnürte ihm ein wenig die Luft ab, aber der Druck war vermutlich nichts gegen die Enge, mit der er um ihren Arm gewickelt war. Er glaubte sogar fast Blut zu sehen.
„Komm zurück ins Bett.“
„Nur noch einen Moment...“ Da war irgendwas an dem Fenster, das ihn irritierte, aber er konnte nicht wirklich sagen, was. Vielleicht waren es auch nur die Schatten, die langsam nach ihm zu greifen schienen.
„Ich brauche deine Hilfe.“, seufzte sie gegen seine Lippen und schmiegte sich enger an ihn, was die Matratze unter ihnen etwas knarren ließ.
„Ich weiß. Aber du musst mir zuerst sagen, wo ich dich finde.“
Er sah ihr tief in die Augen und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht, was sie müde lächeln ließ. Er konnte sehen, dass sich ihre Lippen in einer Antwort bewegten, aber er konnte nicht verstehen was sie sagte.
„Sag mir wo du bist.“
„Das hab ich schon.“ Ihre Stimme klang rau an seinem Ohr und ihre Worte gingen im Lachen der Schatten fast unter.
Sein Kopf zuckte zur Seite, als er glaubte etwas aus den Augenwinkeln zu sehen.
Aber da war nichts.
Bis auf die starrenden Schatten war das Zimmer leer.
Er schüttelte den Kopf und legte sich wieder schlafen.

****


Das Sonnenlicht schien viel zu hell.
Logan runzelte die Stirn, als es direkt auf sein Gesicht fiel, bevor er sich auf die andere Seite drehte und das Gesicht in seinem Kissen vergrub. Es war viel zu hell und...
Er war wach.
Er drehte sich mit einem leisen Knurren zurück auf den Rücken, ehe er sich aufsetzte und schließlich aufstand. Der Schlaf, die Müdigkeit war mit einem Schlag weg als ihm bewusst wurde, dass es draußen tatsächlich schon hell war und dass er eigentlich schon längst wieder unterwegs sein sollte, um...
Logan fuhr sich mit der Hand über die Augen und trat ans Fenster, wobei seine Finger weiter wanderten und er sich in einer unbewussten Geste über den Hals rieb.
Da war ein leichtes, kaum bemerkbares Ziehen und...
Er öffnete das Fenster und nahm in tiefen Zügen die frische Luft auf, die in das Zimmer drang.
Eigentlich sollte er schon lange wieder da draußen sein und versuchen Cathy zu finden.
Natürlich, die Wohnung des blonden Mutanten, der das Mädchen mitgenommen hatte, stand praktisch leer und er hatte keine Möglichkeit gehabt, einen der verblichenen Gerüche in der Wohnung als seinen zu identifizieren.
Da war nicht einmal eine Spur von Cathy gewesen.
Und wenn er sie nicht fand, dann konnte er wohl kaum...
Logan schüttelte den Kopf und versuchte den Gedanken zu verdrängen.
Es ging im Moment nicht um ihn.
Es ging darum, dass Scott und Cathy verschwunden waren. Dass sie keine Ahnung hatten, was Magneto überhaupt mit den beiden wollte, geschweige denn wo sie überhaupt nach den beiden suchen sollten.
Wenn der Professor und Jean Scott nicht auf telepathischen Weg finden konnten und auch Magneto und seine Untergebenen unauffindbar waren...
Ein tiefes Seufzen wollte seinen Lippen entkommen, aber er unterdrückte es.
Er könnte noch einmal zu der Wohnung fahren, noch einmal versuchen, etwas herauszufiltern, aber wenn er ganz ehrlich war, so bezweifelte er, dass es ihm weiterhelfen würde.
Logan wandte sich von dem Fenster und dem Sonnenschein ab, der ihm immer noch als viel zu grell erschien. Wäre die Situation anders gewesen, so hätte er den Tag vielleicht draußen verbracht, im Schatten der Bäume oder...
„Es ist ein toller Tag für einen Familienausflug.“
Logan hielt mitten im Schritt inne und schluckte schwer, ehe er sich erneut über den Hals rieb. Da war dieser Druck, dieses Ziehen und es machte ihn einfach wahnsinnig.
Er konnte die Distanz zu Cathy nicht reduzieren, er konnte sie nicht finden und wenn diese Verbindung auch noch so stark an ihm zerrte. Der Professor hatte alles versucht und selbst das hatte nicht geholfen und...
„Siehst du?“
Logans Augen weiteten sich in der plötzlichen Realisation, dass sie nicht alles versucht hatten.
Nein.
Es gab noch einen Weg.
Da war ja noch die telepathische Verbindung zwischen Cathy und ihm.

****


„Versuchen Sie es mit mir!“
Charles sah auf, als Logan vor dem Frühstück mit einem leicht wilden Blick sein Büro stürmte.
„Ich wünsche dir auch einen wunderschönen guten Morgen, Logan.“
Logan blieb direkt vor dem Schreibtisch stehen und schlug einmal mit der Faust auf den Tisch, so als wolle er sicher gehen, dass Charles volle Aufmerksamkeit auf ihm ruhte.
„Die Verbindung zwischen Cathy und mir. Jean hat gesagt, dass ich Cathys Anker bin. Versuchen Sie diese Verbindung zurück zu verfolgen.“
Charles Augen weiteten sich einen ganz kurzen Moment lang, bevor er die Verblüffung darüber, dass es ihm nicht selbst eingefallen war, verdrängte und Jean kontaktierte, um ihr Bescheid zu geben.
Danach dauerte es auch nicht mehr lange, bis Charles sich in Cerebro wieder fand und den Helm aufsetzte, der ihn mit der Maschine verband. Auf einer anderen Ebene konnte er fühlen, dass Logan sich wieder in sein Zimmer zurückgezogen hatte und verkrampft versuchte sich zu entspannen, so wie er es ihm aufgetragen hatte.
>Logan?
Er bekam lediglich ein Grummeln als Antwort, was ihm ein kleines, amüsiertes Lächeln auf seine Lippen lockte.
>Es wäre einfacher, wenn du einfach versuchen würdest wieder einzuschlafen.
>>Geht nicht.
Charles seufzte leise.
>Ich könnte dir dabei helfen, aber...
>>Tun Sie’s.
Charles nickte, selbst in dem Wissen, dass Logan ihn nicht sehen konnte und sammelte sich einen kurzen Moment lang, ehe er einen kurzen, gezielten Befehl an Logans Geist schickte, gegen den sich der Andere nicht wehren konnte und der ihn fast sofort in einen tiefen Schlaf fallen ließ.
Xavier ließ einen weiteren Moment verstreichen, atmete ein paar Mal tief durch, bevor er die Augen schloss und aus sich herausging, um in Logans Geist zu versinken.
Er wusste, dass er sich bei der Konzentration, mit der er nach der Verbindung zu Cathy suchte, nicht allzu lange in Logans Geist aufhalten durfte, wenn er nicht Gefahr laufen wollte, diesen dauerhaft zu beschädigen.
Dennoch dauerte es einige Augenblicke, in denen er sich seinen Weg durch die Tücken von Logans Geist bahnen konnte. Dabei streifte er kurz die Barrieren, die Logans Erinnerungen zurückhielten, ehe er tiefer drang, auf der Suche nach der Tür, die ihn weiter leiten würde.
Ein zarter Lufthauch ließ ihn herumfahren.
Im ersten Moment konnte er nicht feststellen, woher es gekommen war, aber da, nicht weit von ihm, in dem Bereich, in den kein Licht mehr drang, glaubte er eine Bewegung zu sehen.
Es war flüchtig, kaum bemerkbar, aber wenn er lange genug hinsah, konnte er tatsächlich erkennen, dass sich etwas in dem leichten Luftzug bewegte.
Es war ein Vorhang.
Charles runzelte die Stirn, während er näher trat. Da, hinter dem Vorhang ... Da war etwas...
Bevor seine Finger den steinharten Stoff berührten, konnte er die Gitterstäbe dahinter erkennen und...
Die Mittagssonne brannte auf ihn herunter und ließ ihn im ersten Moment geblendet blinzeln, sodass er ein paar Augenblicke brauchte um zu erkennen, wo er sich befand.
Er stand auf einem Highway, mitten in der Wüste.
Charles atmete tief durch und sah sich kurz um, doch die Zellentür war verschwunden. Vor ihm und hinter ihm erstreckte sich der Weg und er wusste nicht wirklich, in welche Richtung er weiter gehen sollte. Zumindest war er jetzt aus Logans Geist raus und musste sich keine Gedanken mehr machen, dass...
„Ich glaube, wir müssen in die Richtung.“
Charles fuhr herum und sah Logan perplex an, der seinen Blick gleichgültig erwiderte, so als wäre seine Anwesenheit hier, auf dem Weg, eine Alltäglichkeit. Stattdessen wies Logan auf den Sand, der sich in dem leichten Wind auf dem Asphalt in eine der beiden Richtungen bewegte.
Xavier schüttelte die Verwirrung ab, gesellte sich dann aber zu Logan, der losgegangen war.
„Was lässt dich denken, dass das die richtige Richtung ist?“
Logan zog die Augenbrauen in die Höhe und betrachtete ihn kritisch, so als würde er meinen, dass die Antwort eigentlich klar sein sollte.
„Na, der Wind wird von dem Flüstern angelockt. Der Wind bewegt den Sand. Wir folgen dem Sand.“
Schweigen breitete sich zwischen ihnen aus, während sie dem hüpfenden Sand folgten, der von dem Wind in dem Spiel gejagt wurde. Charles glaubte sogar ein vergnügtes Lachen zu hören.
„Bist du oft hier, Logan? Auf diesem Weg?“, fragte er nach einer Weile, ohne jegliche Hoffnung auf eine Antwort.
Wie denn auch?
Er war allein.
Charles schüttelte den Kopf, während sich ein Lächeln auf seine Lippen stahl.
Er hätte es sich auch denken können. Logans Anwesenheit hier war nicht real, genauso wenig wie dieser Weg real war oder...
Der Sand verfing sich in seiner Hose und krallte sich einen kurzen Moment lang an dem Stoff fest, bevor der Wind ihm folgte und weiter jagte. Charles beobachtete die beiden, während seine Füße ihn weiter lenkten und fragte sich kurz, wie lange der Weg sich fortsetzen würde...
Eine Hand riss ihn zurück und ließ ihn rücklings stolpern, doch eben die Hand, die ihn daran gehindert hatte, in den Abgrund zu stürzen, der sich vor ihm auftat, hielt ihn aufrecht.
„Vorsicht, Professor.“ Logan vergewisserte sich mit einem Blick, ob es ihm auch gut ging, ehe er ihn losließ. „Der Weg ist wichtig. Lassen Sie sich nicht von den Kindern ablenken.“
Mit den Worten trat er nach dem Sand, der an ihm zerren wollte.
Charles nickte und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Abgrund zu, der von einem Moment zum anderen aufgetaucht war. Der Weg brach abrupt ab und machte einer tiefen Dunkelheit Platz, die er mehr fühlen als sehen konnte.
Er streckte vorsichtig die Hand aus und berührte die Wand, die ihn so jäh von seinem Ziel abschnitt. Wenn er ganz sacht dagegen drückte, gab die Luft vor ihm ein wenig nach. Wenn er es aber etwas stärker versuchte...
Charles schlitterte ein wenig zurück, fing sich aber schnell wieder und deutete Logan, der diesmal nicht verschwunden war, dass es ihm gut ging, ehe er erneut an die Wand trat und sich stärker konzentrierte.
Es musste noch einen Weg geben.
Es musste eine Möglichkeit geben, dieses Hindernis zu umgehen...
„Fragen Sie das Mädchen.“
Logans Blick schien ein wenig ungeduldig, als Charles sich zu ihm umdrehte und dazu ansetzte zu fragen, und er deutete ohne ein weiteres Wort nach links, dorthin, wo sich die Dunkelheit etwas weiter in den Weg gefressen hatte.
Aber da war nichts.
Charles runzelte die Stirn und konzentrierte sich etwas stärker. Etwas bewegte sich vor ihm, etwas löste sich von der Luft und...
„...Ich habe gesagt, dass Sie hier nicht durch können.“
Das Mädchen erwiderte sein Stirnrunzeln.
Die dunklen Haare hingen ihm etwas zerzaust ins vor Kälte etwas gerötete Gesicht und es verschränkte die Arme vor der Brust, während es versuchte trotz seiner geringen Größe etwas autoritärer zu erscheinen.
„Kleines, das hatten wir schon. Der Prof und ich müssen durch.“
„Aber ich will nicht!“
Charles wandte seinen Blick nur kurz ab, als Logan neben ihn trat und streng auf das Kind herabblickte, das eine trotzige Schnute zog und mit einem Fuß in dem Schnee aufstampfte.
„Mami hat gesagt, dass ich hier warten soll!“
„Dann gehen wir eben allein.“, erwiderte Logan mit einem Schulterzucken, nur um dann Charles Ellbogen zu ergreifen und ihn ohne weiteres Wort an dem Mädchen vorbei zu führen, das hinter ihrem Rücken weiter grummelte.
Es verging kaum eine Minute, bis es sich um entschied.
„Warte!“
Er hörte die eiligen Schritte hinter sich, bevor kalte Finger die seinen berührten und...
Die Aussicht war eine ihm bekannte.
„Dort?“, fragte Logan neben ihm und wies auf das Empire State Building, das sich direkt in ihrem Blickfeld befand und klarer schien als die umliegenden Gebäude. „Es ist ein guter Ort für einen Familienausflug.“
Charles schüttelte stumm den Kopf und versuchte sich stärker zu konzentrieren, aber das stetige Flüstern des Windes im Hintergrund ließ es nicht zu.
Dennoch.
Er wusste wo sie waren.
Ein kurzes Flackern, ein Zucken im Bild riss seine Aufmerksamkeit kurz zur Seite und es war das einzige, was ihn warnte.
Dann wurde er schmerzhaft aus der Verbindung gestoßen.
Es dauerte einen Moment, bis er sich soweit sammeln konnte, dass er sich von Cerebro lösen und sich mit einem schmerzerfüllten Stöhnen in seinem Rollstuhl zurück lehnen konnte.
Erst dann öffnete er die Augen.
>Logan?
Er tastete vorsichtig nach dem Geist des Anderen und fand ihn, zu seinem Erstaunen, hellwach vor.
>>Bin da.
>Geh etwas essen, danach sehen wir uns im Besprechungsraum.
>>Hat es...?
>Ja.<
Gut, der Kontakt war recht kurz gewesen, aber er wusste jetzt, wo Cathy war.
Und dort wo sie war, würden sie vermutlich auch Scott und Erik finden.
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