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Wenn Wünsche wahr werden

GeschichteDrama / P18 / Gen
OC (Own Character) Wolverine / James "Logan" Howlett
12.12.2006
18.04.2021
37
200.072
3
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129 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
12.12.2006 5.549
 
So, da bin ich wieder.
Ich hab lang überlegt, was ich diesmal an dieser Stelle schreiben soll, aber ganz ehrlich, ich habe keine Ausreden parat, wieso es diesmal so lange gedauert hat und ich denke echt nicht, dass ich mich irgendwo rechtfertigen muss, wieso ich so lange brauche, wie ich nunmal brauche.
Die Einzige, der ich tatsächlich eine Rechenschaft schuldig bin ist meine Beta, shinyu, und sie hat ein sehr großzügiges Verständnis für meine Schreibblockaden, auch wenn ich damit manchmal ihre Nerven strapaziere. (Gomen ne, shinyu)

Ich muss sagen, dass ich natürlich weiß, dass ich die Geschichte hauptsächlich für mich schreibe und deswegen eigentlich nicht so sehr auf Reviews angewiesen sein sollte, aber ich muss auch sagen, dass ich so ziemlich extrem enttäuscht bin in letzter Zeit.

Ich hoffe dauernd auf irgendwelche Reaktionen und ab und zu kommen auch wirklich tolle Kommentare, die mich dazu motivieren, weiter zu machen.
Und dann gibt es Reviewer, die darum bitten, ich möge doch weiterschreiben, weil ihnen die Geschichte so gut gefällt, wenn ich der Bitte dann nachkomme kommt ... gar nichts.

Leute, ich erwarte wirklich nicht viel. Aber wenn absolut gar keine Reaktionen kommen, dann hab ich doch keine Ahnung, wie die Geschichte bei euch ankommt. Wirklich.
Ich mag es nicht um Reviews zu betteln, weil ich selbst selten welche schreibe, aber wenn euch die Geschichte wirklich so gut gefällt, dann bitte ich wenigstens um kleine Anmerkungen. Ich bitte um Kritik!
Wenn euch etwas nicht passt, wenn es Fragen oder Unschlüssigkeiten gibt, dann kann ich das nicht korrigieren oder beantworten, wenn ihr mir das nicht sagt.

...
*seufz*
Sorry, aber das musste jetzt einfach raus.
Ich habe mit dem neuen Kapitel gewartet und gewartet bis mehr als nur zwei Reviews kommen, die nicht von meinen Freunden stammen, aber ... ich hab vergeblich gewartet.
Das ist, gelinde gesagt, ziemlich demotivierend...

Na gut.
Ich hoffe dennoch, dass euch das neue Kapitel gefällt. Ich weiß noch nicht, wann das nächste fertig sein wird, aber ich gebe mir Mühe.

Viel Spaß beim Weiterlesen.

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Kapitel 21: Aus den Augen, aus dem Sinn

Stimmen.
Das allererste, das er wieder bewusst wahrnahm, waren die aufgeregten Stimmen, die ihn umgaben. Ein Wirrwarr an Tönen, ein Tosen von Gedanken, die ungestört in sein Bewusstsein drangen. Sie schlüpften durch Risse in seinen Barrieren und jagten einen eisigen Schauer nach dem anderen seinen Rücken hinunter.
Es war zu viel.
Er runzelte die Stirn und ein leises Stöhnen entkam seinen Lippen, als er mit aller Macht versuchte, sich zu konzentrieren, doch es dauerte noch eine ganze Weile, bis er endlich die Kraft dazu aufbringen konnte, sich den Schutzmauern, die seinen Geist umgaben, zuzuwenden. Er konnte sich nicht wirklich erklären, wie die Risse entstanden waren aber in dem Moment war er auch zu desorientiert, um weiter darüber nachzudenken.
Er atmete langsam aus, ließ den Atem, den er für einen kurzen Augenblick unbewusst angehalten hatte, leise entkommen, ehe er sich fallen ließ.
Es war ein Gefühl, als würde er in Wasser tauchen.
Vor seinem inneren Auge breitete sich eine Welt der unendlichen Weiten aus, ein Meer dessen alleiniger Herrscher er war.
Die Unruhe ließ von ihm ab und eine ruhige Kälte, die ihn wieder klar denken ließ, ergriff von ihm Besitz. Er atmete tief durch ehe er seinen Blick wandern ließ, der sofort auch die Gedanken auffing, die sich hierhin verlaufen hatten und ihn zu umgarnen versuchten, doch er zerstreute sie mit einer entschlossenen Handbewegung, die sie sogleich auch platzen ließ.  
Dann folgte er der Spur, die sie hinterlassen hatten.
Die Umgebung waberte um ihn herum, zerfloss und bildete sich wieder neu, als er sich seinen Schilden näherte. Kleine Wellen bildeten sich, als er die Finger hob, um über die flüssige Oberfläche des Gebildes zu fahren, für dessen Perfektionierung er Jahre gebraucht hatte.
Natürlich waren geistige Schilde individuell, angepasst an die Bedürfnisse jeder einzelnen Person, doch er wusste, dass seine Barrieren in vielerlei Hinsicht einzigartig waren. Jedenfalls war er noch nie jemandem begegnet, der so wie er, flüssige Mauern hatte, die sich jeder Bedingung anpassen konnte.
Ein kleines Lächeln schlich sich auf seine Lippen, während er sein Werk begutachtete, auf der Suche nach den Öffnungen, die es den Gedanken anderer ohne sein Einverständnis erlaubten in seinen Geist zu dringen.
Er brauchte lange, länger als es sonst gedauert hätte, aber da war einfach etwas, das ihn bei seiner Konzentration störte, auch wenn es hier schwächer zu spüren war. Doch schließlich fand er die Lücken, die er mit wenigen, wohlbedachten Handgriffen wieder versiegelte, bevor er die noch verbliebenen Gedankenreste verscheuchte.
Stille kehrte ein.
Er seufzte erleichtert und berührte noch einmal die wabernden Massen vor ihm, ehe er seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes richtete. Ganz kurz konnte er eine fremde Anwesenheit in diesem, seinem Reich fühlen, doch sie war zu flüchtig, als dass er sie hätte fassen können.
Sie kam ihm bekannt vor, doch gleichzeitig auch nicht, sie war fremd und doch irgendwie vertraut, so als hätte er sie schon einmal gefühlt. Doch das konnte nicht sein, da war er sich sicher.
Und dennoch...
Für einen ganz kurzen Moment hatte er das Gefühl beobachtet zu werden...
Charles riss die Augen auf, noch bevor die Hand, die sich schwer auf seine Schulter legte, ihn wachzurütteln versuchen konnte. Sofort breitete sich ein stechender Schmerz hinter seiner Stirn aus, doch das hielt ihn nicht davon ab, dem Blick des Sicherheitsmannes selbstbewusst und sicher zu begegnen.
Die Unruhe in den Augen des anderen Mannes half Charles dabei, die erste Verwirrung abzuschütteln und sich daran zu erinnern, was vor seiner Bewusstlosigkeit passiert war. Er hatte Erik besucht, hatte ein doch eher angenehmes Gespräch mit ihm geführt und dann... Er wusste noch, wie er in den Vorraum der Zelle gebracht worden war, aber der Rest war dunkel.
Charles zögerte nur einen winzigen Augenblick, bevor er in den Geist des Sicherheitsmannes drang und sich die Information holte, die ihm fehlte.
Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sein Verdacht, dass Erik tatsächlich ausgebrochen war, sich bestätigte und er brauchte auch nicht viel länger um zu erfahren, dass sein alter Freund das nicht gerade unauffällig getan hatte.
Charles schloss für einen kurzen Moment die Augen und schüttelte den Kopf, in dem Versuch, die verbliebene Benommenheit von sich abzuschütteln. Es konnte noch nicht einmal eine ganze Stunde vergangen sein, seitdem ihm das Bewusstsein geraubt worden war und doch hatte er das Gefühl als wäre es eine Ewigkeit her, dass er sich mit einem Lächeln von Erik verabschiedet hatte.
Er fühlte sich ein klein wenig betrogen, aber er musste sich eingestehen, dass er diesen Moment eigentlich schon seit einer geraumen Zeit erwartet hatte. Es war wirklich nur eine Frage der Zeit gewesen, bis Erik diesen Schritt tat und nun...
Charles konzentrierte sich wieder auf den Mann, der ihn immer noch musterte und spürte, dass dieser gekommen war, um ihn auszufragen. Immerhin war er der letzte gewesen, der Erik vor seinem Ausbruch gesehen hatte und...
Nein, das stimmte nicht ganz.
Er war immerhin nicht alleine gewesen.
Charles blinzelte ein, zwei Mal und wandte für einen kurzen Moment den Blick von dem Sicherheitsmann ab, um sich umzusehen, doch in dem kleinen Raum, in den man ihn gebracht hatte, war außer ihm und dem Mann mittleren Alters niemand anderes zu sehen.
„Wo ist mein Begleiter?“

****


Er war nicht allein.
Bis auf das entfernte Ticken einer Uhr und dem ruhigen, gleichmäßigen Atmen war es still in dem Zimmer, das er seit einer kurzen Zeit sein eigen nennen konnte. Es war ruhig und warm und ... auf eine sonderbare Art und Weise fühlte es sich unglaublich richtig an, auch wenn es ihn gleichzeitig auch verwirrte.
Er schmiegte sich an den warmen Körper, der neben ihm lag und genoss den Duft, der von der nackten Haut und den noch feuchten Haaren ausging. Die entspannte Atmosphäre lullte ihn ein und er wäre beinahe dazu geneigt gewesen dem Schlaf, der ihn für sich beanspruchen wollte, nachzugeben.
Das Geräusch eines Wassertropfens ließ ihn hochfahren.
Er blinzelte ein, zwei Mal, nur um sein Gesicht kurz darauf in seinen Händen zu verbergen. Für einen kurzen Moment lief es ihm kalt den Rücken hinunter.
Er hatte das Gefühl, aus einem unglaublich verwirrenden Traum erwacht zu sein, doch das änderte natürlich nichts an der Tatsache, dass er genau wusste, dass das, was geschehen war, kein Traum war.
Er rieb sich mit den Fingern grob über das Gesicht, um die letzten Reste des Schlafes zu vertreiben.
Das Mädchen hatte ihm endlich das gegeben, was er hatte haben wollen. Es hatte ihm eine Spur gegeben, ein Ziel, das er verfolgen konnte und...
Das warme menschliche Bündel neben ihm, dessen tiefer, regelmäßiger Atem immer noch von Schlaf zeugte, rührte sich mit einem leisen Seufzen und er konnte hören, wie es sich noch tiefer in seine Decke kuschelte.
Ja, es hatte ihm einen Weg geöffnet, hatte ihm zwei Namen genannt, nachdem er...
Er schluckte hart und versuchte dieses merkwürdige Gefühl abzuschütteln, das von ihm Besitz ergreifen wollte, als ein Fuß gegen sein Bein strich. Seine Finger zuckten kurz, doch er verdrängte das Verlangen über die nackte Schulter, die sich ihm darbot, zu streichen.
Das Mädchen hatte ihm zwei Namen gegeben.
Was also machte er noch hier?

****


„Alles in Ordnung?“
Jean sah auf, als Ororos Stimme durch ihre Gedanken schnitt, nickte dann aber bedächtig und nippte an ihrem Kaffee, ehe sie erneut gedankenverloren auf Scotts Schreibtisch blickte. Sie wusste nicht, was sie an dem kleinen Chaos dort irritierte, aber irgendetwas nagte beim Anblick der durcheinander gekommenen Sachen auf dem sonst immer penibel aufgeräumten Tisch einfach.
Sie konnte nur nicht sagen, was.
Sie seufzte leise und wandte sich von dem Anblick ab, um ihre Aufmerksamkeit Ororo zu widmen, die soeben ihre eigenen Unterlagen ordnete und säuberlich wegräumte. Wenn es etwas gab, was ihre gute Freundin und ihr Verlobter gemein hatten, dann war es der Drang zur Ordnung. Was Jean manchmal von sich selbst nicht behaupten konnte...
„Und, hast du schon etwas für den Sommer geplant?“, fragte sie, während sie auf die Jüngere zutrat.
„Nein, eigentlich nicht. Es ist noch nicht ganz klar, wie viele Schüler diesmal über den Sommer hier bleiben werden und na ja ... Ich hatte nicht wirklich viel Zeit, darüber nachzudenken. Aber ich würde mich gerne meinen Pflanzen widmen. Und wir sollten vielleicht ein paar Ausflüge mit den Schülern machen.“
„Ja, ich weiß. Scott hat gemeint, dass er ein Ferienprogramm zusammenstellen wird, aber ich fürchte, er ist bis jetzt noch nicht dazu gekommen.“
Ororo legte noch ein, zwei Sachen zur Seite, ehe sie ihren Blick nachdenklich erwiderte.
„Ja, ich glaube er hat mir gegenüber auch so etwas Ähnliches erwähnt...“
Für einen kurzen Moment kehrte Schweigen ein. Ein Moment, in dem für Jean das Gefühl, dass etwas einfach falsch war, beinahe greifbar wurde.
„Sag mal, hast du in letzter Zeit auch das Gefühl...“, setzte Jean an, brach aber ab, als die Bewegung des Lichts sie ablenkte. So wie sich Licht und Schatten an der Wand bewegten...
„Hmmm...?“
Ororos Stimme riss sie aus der Faszination und für einen kurzen Moment wurde ihr bewusst, dass sie eigentlich etwas hatte ansprechen wollen, etwas, das ihr aufgefallen war und sie störte.
Doch der Moment verging und ließ erneut eine tiefe Verwirrung zurück.
„Ich...“
Jean stockte und strich sich mit einer unsicheren Geste eine Strähne hinter das Ohr, ehe sie ein entschuldigendes Lächeln aufsetzte und leicht den Kopf schüttelte.
„Ach, vergiss es. War nicht so wichtig.“

****


Stille.
Er verharrte noch einen weiteren Moment, ließ seinen Blick noch einen weiteren Augenblick auf ihr ruhen, bevor er ihn endgültig abwandte und dann die warme Decke zurückschlug, nur um gleich darauf die Beine vom Bett zu schwingen.
Er hatte keinen Grund noch länger hier zu verweilen. Jetzt, da der Schlaf endgültig vertrieben war, gab es nichts mehr, was ihn zurückhielt...
Stille.
Er schluckte schwer und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Er wusste genau, was er tun wollte, er brauchte nur aufzustehen, sich anzuziehen und zu gehen, und doch... Er saß noch minutenlang an der Bettkante ohne sich auch nur einen weiteren Millimeter zu rühren.
Etwas hielt ihn zurück, aber er konnte nicht wirklich sagen, was es war.
Etwas drückte gegen seine Sinne und ließ ihn unentschlossen verharren.
Etwas störte ihn...
Etwas...
Es war die Stille.
Seine Augen weiteten sich bei der plötzlichen Erkenntnis, dass es in dem Zimmer auf einmal viel zu ruhig war. Dort, wo das leise, tiefe und regelmäßige Atmen einen angenehmen Rhythmus im Hintergrund gebildet hatte, gähnte nun eine nagende Leere.
Doch bevor er sich zu dem Mädchen hätte umdrehen können, schoben sich kalte Finger leicht kratzend über seine Schultern, ehe sich der dazu gehörige Körper warm an seinen Rücken schmiegte.
„Geh noch nicht.“, hauchte die für einen kurzen Moment fast körperlose Stimme heiß an sein Ohr, während die Finger der rechten Hand schmetterlingsgleich über seinen Hals zu seinen Haaren weiterwanderten.
„Ich muss.“
Er machte Anstalten, sich von ihr zu lösen, aber ihr Griff wurde fester. Er konnte fühlen, wie die Lippen an seinem Ohr sich zu einem Lächeln verzogen, bevor sie sich um sein Ohrläppchen schlossen und leicht daran nippten.
„Später.“

****


>...n.<
...
>Jean.<
Die Angesprochene hielt mitten in der Bewegung inne, ehe sie, wenn auch etwas langsamer, fortfuhr, ihren Bericht zu schreiben, während sie nach der Präsenz ihres Mentors griff und sich auf seine Stimme konzentrierte.
>>Ja, Professor?<<
>Ich werde in Kürze eintreffen. Bereite bitte den Besprechungsraum vor und gib Henry und Ororo Bescheid, dass wir uns dort versammeln, sobald ich zurück bin.<
Jean konnte die Unruhe, die vom Älteren ausging, beinahe körperlich spüren und sie fragte sich einen kurzen Moment lang, was denn geschehen sein könnte, um den Professor aus der Fassung zu bringen.
Bis ihr bewusst wurde, was er genau gesagt hatte.
Nämlich dass er in Kürze eintreffen würde.
Ich, nicht wir.
Nicht „Scott und ich“ so wie sonst auch immer...
>>Professor ... Was ist mit Scott?<<
Sie wusste, dass die schleichende Panik, die in ihr hochstieg, in ihrer mentalen Stimme mitschwang, aber sie konnte nichts dagegen tun. Ihr Herz setzte einen Schlag aus, nur um dann schneller weiter zu schlagen.
Einen ganzen Moment lang kam keine Antwort, ein Moment, in dem es ihr kalt den Rücken hinunter lief und in dem sie verzweifelt versuchte, durch ihre geistige Verbindung zu ihrem Verlobten Kontakt zu diesem aufzunehmen, doch sie griff ins Leere.
Sie konnte Scott nicht fühlen.

****


Im ersten Moment war er sich nicht wirklich sicher, ob sie tatsächlich gesprochen hatte, denn ihre Lippen hatten sich kaum von seinem Ohr getrennt, bevor sie sich fester um sein Ohrläppchen schlossen und daran sogen, während ihre Finger kitzelnd durch sein Haar fuhren.
Sein Atem stockte und sein fester Entschluss, sich aus ihren Armen zu lösen und einfach zu gehen, schwand dahin, als sich die Hitze, die auch schon zuvor jeglichen rationalen Gedanken verbannt hatte, erneut auszubreiten begann.
Aber er durfte sich nicht so einfach ablenken lassen...
Sein Körper war anderer Meinung.
Selbst als ihre andere Hand provozierend über seinen Adamsapfel strich und lange genug dort verweilte, dass sich seine Schultern verspannten, half das nichts gegen das sexuelle Interesse, dass das Saugen an seinem Ohr geweckt hatte.
„Cat...“, er verstummte, als der Griff um seinen Hals für einen kurzen Moment stärker wurde, noch während ihre Lippen sein Ohr wieder freigaben, nur um ihrer heißen Zunge Platz zu machen, die quälend langsam über sein Ohr strich.
„Schhhhh...“, machte sie, ehe ihre Lippen begannen von seinem Ohr zu seinem Hals weiter zu wandern und dort an der Haut über seiner Hauptschlagader zu saugen und zu nippen. Sein auch so schon etwas schneller schlagendes Herz machte einen kurzen Aussetzer, bevor es anfing zu rasen.
Aber ... Er durfte sich einfach nicht...
Er schluckte schwer und versuchte sich erneut aus ihrem Griff zu befreien, auch wenn alles in ihm danach schrie, sie gewähren zu lassen. Was konnte es schon schaden, noch ein klein wenig da zu bleiben...?
Er schnaubte leise, schüttelte die Gefühle, die ihre Berührungen auslösten, entschlossen ab und drehte sich halb zu ihr um, gerade als ihre Finger an seiner Seite hinunter kitzelten. Durch die Bewegung lösten sich ihre Lippen kurz von seinem Hals und sie hielt inne.
Ihre Blicke trafen sich, während Logan versuchte, seine Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen. Da war etwas in dem Ausdruck ihrer Augen, das er nicht ganz zuordnen konnte, aber das war in dem Moment unwichtig. Er ergriff ihre Finger mit einer Hand, bevor diese weiterwandern konnten und führte sie kurz zu seinen Lippen, um ihnen einen flüchtigen Kuss aufzudrücken.
„Ich muss gehen.“, murmelte er und machte Anstalten, tatsächlich aufzustehen, doch ihre Hände hielten ihn zurück. Nun waren es ihre Finger, welche die seinen umklammerten und...
Er wusste nicht, was es genau war, aber etwas in ihrem Blick ließ seinen Atem fast stocken, als sie seine Hand näher zog und ihr Gesicht an sie schmiegte, ohne den Blickkontakt zu unterbrechen.
„Noch nicht.“, wiederholte sie kaum hörbar, bevor sie begann die Linien auf seiner Handinnenfläche mit ihrer Zungenspitze nachzuzeichnen. Es dauerte nicht lange, bis sie ihre Tortur bei seinen Fingern fortsetzte.
Er zuckte ein klein wenig zusammen, als ihre Zunge seine Fingerspitzen berührte, nur um dann an der Länge seiner Finger entlang zu gleiten und sanft an den Spitzen zu nippen. Ihr Blick, der sich in den seinen bohrte, während sie zwei seiner Finger schließlich in den Mund nahm, ließ seine Erektion stärker pulsieren.
Sein Atem stockte nun tatsächlich und eigentlich wollte er etwas sagen, etwas tun, aber er konnte nicht. Sie hatte seine volle Aufmerksamkeit und jeglicher Gedanke ans Gehen schmolz dahin.
Ein Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie ihre Zunge flach gegen seine Finger drückte, nur um diese dann mit einem nassen Geräusch wieder freizugeben.
„Lass uns spielen.“

****


Stille.
In dem kleinen, abgedunkelten Zimmer herrschte eine beinahe vollkommene Stille. Bis auf das mühevolle, stockende Atmen des Jungen waren alle anderen Geräusche verstummt und selbst wenn durch die geschlossene Tür irgendwelche Töne gedrungen wären, hätte der Achtjährige sie nicht wahrnehmen können.
Das Blut rauschte viel zu laut in seinen Ohren. Seine schmerzenden Finger zitterten so stark, dass er im ersten Moment das Blatt Papier nicht wirklich greifen konnte.
Er konnte nicht mehr.
Ein leises, schmerzerfülltes Stöhnen entkam seinen Lippen und er musste für einen kurzen Moment die Augen schließen, ehe ihm wieder schwindlig wurde.
Er wusste nicht, wie lange er hier schon saß, wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, seit das Bild sich in seine Netzhaut gebrannt hatte und ihn einfach nicht mehr losließ. Er wusste nicht einmal, wann er das letzte Mal etwas anderes in den Gedanken um sich herum gesehen hatte, als diese Lichtung.
Und diese Augen...
Mickey drückte die Handballen gegen seine geschlossenen Lider und versuchte sich zu beruhigen, aber das Zittern wollte und wollte nicht aufhören.
Ganz kurz hatte es einen Moment gegeben, in dem er geglaubt hatte, die Präsenz von Ms. Grey vor seiner Tür zu fühlen, doch er musste es sich wohl eingebildet haben, denn die Anwesenheit war kurz darauf wieder verschwunden.
Ganz kurz, bevor Ms. Greys Präsenz ihn wieder verlassen hatte, hatte er daran gedacht sich aus dem Bann dieser Augen zu reißen und Schutz bei der Ärztin zu suchen. Er hatte daran gedacht, ihr einfach die Zeichnungen zu zeigen und sich in ihren Gedankenbildern zu verlieren, bis er wieder ruhig atmen konnte.
Doch sie hatte ihn verlassen, noch ehe er die Kraft dafür hätte aufbringen können.
Mickey schluckte schwer und öffnete die Augen wieder, nur um das leere Blatt vor sich anzustarren. Das Bild drückte gegen seine Sinne und ließ seine Finger zucken, doch er zögerte einen weiteren Moment, bevor er die weiße Fläche berührte.
Er versuchte dagegen anzukämpfen, versuchte das Bild in die Tiefen zu verdrängen, aus denen es gekommen war, doch es überwältigte ihn erneut, so wie die vielen Male davor auch.
Unter seinen Fingern begannen sich schwarze Linien zu formen und er hätte nicht einmal hinsehen müssen, um zu wissen, wie sie weiter verlaufen würden. Dennoch sah er zu wie sich das Bild entfaltete, unfähig seinen Blick abzuwenden.
Er atmete tief ein und versuchte gegen die Hoffnungslosigkeit anzukämpfen, die das Bild jedes Mal ein wenig stärker werden ließ. Seine Finger kribbelten durch die freigesetzte Energie, welche die Linien auf das Papier brannte.
Die Stille in dem Zimmer wurde ihm nur für einen ganz kurzen Moment wirklich bewusst, ebenso wie die Ruhe, die seine Finger etwas weniger zittern ließen und die es ein wenig leichter machte, zu atmen.
Mickey atmete aus...
Und die Linien hörten auf, sich unter seinen Fingern zu bewegen.

****


Er konnte nicht sicher sein, dass sie tatsächlich etwas gesagt hatte, denn obwohl er sehen konnte, wie ihre Lippen sich bewegten, war er nicht wirklich in der Lage etwas zu hören. Sein Herz raste und das Blut rauschte viel zu laut in seinen Ohren, als sie ihm viel zu flüchtig über die Lippen leckte.
Er wollte irgendetwas tun, doch ihr Blick hielt ihn gefangen, sodass er es zuließ, dass sie ihn auf die Matratze zurückzog, ehe er sie hätte küssen können.
Er mochte es sich einbilden und vermutlich lag es nur am Licht in dem Zimmer, aber für einen ganz kurzen Moment schienen ihre Augen einen Blaustich zu haben, während sich ein freches Grinsen auf ihren Zügen ausbreitete.
Doch der Gedanke verflog recht schnell wieder, als sie begann mit ihren Fingern und Lippen  seinen Oberkörper zu erkunden. Sie bedeckte seine Haut mit schmetterlingsgleichen Küssen, kitzelte mit ihren heißen Fingern seine Seiten entlang, ehe sie ihn hart umfasste.
Er zischte leise, als sie einen kleinen Augenblick lang warnend etwas zu stark zudrückte, doch dann lockerte sich ihr Griff wieder und sie streichelte fast sanft über die Länge seines Gliedes, wobei ihre Augen ihm aber vermittelten, dass sie durchaus wieder härter zugreifen würde, wenn er ihr ihren Willen nicht ließ.
Er atmete tief durch und schloss die Augen, in dem Versuch sich in dem Gefühl, welches ihre Finger auslösten, zu verlieren. Er zwang sich dazu, die Muskeln in seinem Rücken, die sich angespannt hatten, wieder zu entspannen, auch wenn ihm die Situation ein wenig unbehaglich war. Er mochte es eigentlich gar nicht, nicht Herr der Lage zu sein, egal in welcher Situation.
Er...
Er riss die Augen wieder auf und stützte sich auf seine Ellbogen, als ihre heiße Zunge über seine Erektion fuhr, nur um dann kurz über die Spitze zu kosen. Ihre Blicke trafen sich erneut und ein kleines Stöhnen entkam seinen Lippen, als sie leicht saugend die Länge entlang küsste, während die Finger ihrer linken Hand weiterwanderten.
Ihm wurde kurz schwarz vor Augen, als ihre Lippen, nach einer Ewigkeit wie es schien, schließlich wieder zurück zur Spitze fanden und sich öffneten, nur um ihn feucht und heiß zu umschließen.
Ihre Zunge drückte flach gegen sein Glied, als sie ihn tiefer in sich aufnahm und er war fast verblüfft darüber, wie heftig er reagierte. Er zuckte und hob die Hüften an, um noch tiefer in diese Hitze zu dringen, konnte sich aber nach dem ersten Moment wieder zurückhalten.
Verdammt! Er war kein Teenager mehr und es war ja auch nicht so, als wäre es das erste Mal...
„Cat...“ Er verstummte erneut, als sich ihre Finger in seinen Oberschenkel krallten und einen kurzen Augenblick lang blitze so etwas wie Unwillen in ihren Augen auf, aber so genau konnte er es nicht sagen, da sich all seine Sinne auf das Kribbeln und Pulsieren in der Wurzel seines Gliedes konzentrierten.
Und plötzlich hörte sie auf.
Im ersten Moment registrierte er es nicht einmal, es wurde ihm erst richtig bewusst, als sie noch ein letztes Mal gegen seine pochende Erektion hauchte und sich dann aufrichtete.
„Was...?“
Er blinzelte sie verwirrt an, doch sie erwiderte seinen Blick lediglich mit einem breiten, fast schon gemeinen Grinsen, bevor sie näher rückte und sich auf seinen Bauch setzte. Seine Muskeln zuckten und zitterten ganz leicht, als sie ein wenig zurück rutschte, bis ihr Hintern gegen sein hartes Glied rieb.
Er wollte sie berühren, doch sie stieß seine Hände zur Seite und lehnte sich zu seinem Hals hinunter, um über seinen Adamsapfel zu lecken.
„Meine Spielregeln.“, hauchte sie gegen seine erhitzte Haut, bevor sie ihre Finger in seinem Haar vergrub und ihn hart küsste. Sie biss ganz leicht in seine Unterlippe, ließ jedoch dann zu, dass er den Kuss vertiefte und mit seiner Zunge in einem hitzigen Rhythmus in ihre Mundhöhle drang. Als aber seine Hände zu ihrem Rücken fanden, um sie enger an sich zu drücken, riss sie seinen Kopf mit einer entschiedenen Bewegung wieder nach hinten und richtete sich erneut auf.
Er unterdrückte ein enttäuschtes Murren, stöhnte aber leise, als sie sich langsam gegen ihn rieb.  Er war so nahe...
Der Anblick ihrer geröteten Wangen und ihrer feuchten Lippen, ließ seine Erektion zucken und er war nahe dran, sie von sich runter zu werfen und sie einfach zu nehmen, doch bevor er etwas hätte machen können, bewegte sie sich wieder.
Sie ergriff ihn erneut und strich ein paar Mal über sein Glied, ehe sie sich mit einem Arm abstützte und dann ihr Becken anhob, nur um noch ein wenig weiter nach hinten zu rücken und sich dann quälend langsam auf ihn sinken zu lassen.
Er atmete gezwungen kontrolliert aus, als es ihm für einen kurzen Moment zu viel wurde, vor allem als sie lasziv ihre Hüften kreisen ließ, wie um die richtige Position zu finden. Bei jeder kleinen Bewegung rieb ihre Hitze gegen seine fast schon schmerzende Erektion und er wusste, dass er es nicht sehr lange aushalten würde.
Ihr Blick bohrte sich in den seinen, als er das eine aufgestellte Bein wieder sinken ließ und sich mit einem entschlossenen Ruck aufsetzte, doch sie tat nichts, außer ihn mit einem kleinen, wissenden Lächeln zu betrachten und fast spielerisch mit den Fingern über seine Kopfhaut zu fahren.
Ihre Lippen trafen sich in einem heißen Kuss als sie anfing sich zu bewegen, aber sie kratzte ihm schmerzhaft über die Schulter, als er ihre Hüften ergriff und versuchte den Rhythmus zu beeinflussen. Sein leises Knurren verlor sich jedoch bald in leisem Keuchen und Stöhnen, während er ihren Bewegungen entgegenkam.
Er vergrub sein Gesicht an ihrem Hals und atmete ihren Duft tief ein, schloss die Augen und konzentrierte sich auf das Gefühl mit ihrem Körper vereint zu sein, bis das Pulsieren unerträglich wurde und er mit einem letzten Stoß kam.
Sie bewegte sich noch ein paar Mal auf und ab, bis sie schließlich erschöpft gegen ihn sank. Ein zufriedenes Lächeln umspielte ihre Lippen, welche er nach einem winzigen Moment des Zögerns küsste, bevor er auf die Matratze zurücksank und sie mit sich zog.
Er eroberte ihre Lippen in einem langsamen Kuss, als sie ihn mit einem schläfrigen Blick anblinzelte und tastete blind nach der Decke, um sie beide zuzudecken, ehe er in einen leichten Schlaf fiel.

****


Er war fast da.
Der Wind peitschte ihm ins Gesicht, doch er bemerkte es nicht wirklich in dem angestrengten Versuch, sich auf die Straße vor ihm zu konzentrieren. Die Bäume, die den Weg säumten, rauschten an ihm vorbei und verschwammen zu einem einheitlichen Grün, das ihn sonst immer lockte, jetzt jedoch einfach nur irritierte.
Einen kurzen Moment lang versuchte er, ein noch höheres Tempo aus Scotts Maschine rauszuholen, auch wenn er wusste, dass er mit dem Turbo-Schalter, den er bereits betätigt hatte, die Maschine schon an ihre Grenzen trieb.
Es ging nicht noch schneller.
Ein leises Knurren entkam seinen Lippen und sein Stirnrunzeln wurde noch tiefer, als er in der Kurve beinahe ins Schlittern geriet, doch er bekam die Maschine im letzten Moment wieder unter Kontrolle.
Sein Herz setzte kurz aus, aber selbst das ignorierte er gekonnt, nur um sich noch verbissener auf den Weg zu konzentrieren. Wenn er sich nur genug Mühe gab, dann konnte er alles andere ausblenden.
Wenn er sich auf den Asphalt, auf das Gewicht von Scotts Motorrad und den Benzingeruch konzentrierte...
Es war nicht mehr weit.
Nicht mehr lange und er war wieder in der Schule...
Es war nicht so, dass er unbedingt jetzt dorthin zurück wollte. Nicht jetzt, wo er eine Spur gehabt hatte.
Nicht jetzt, wo er Stryker beinahe gefunden hatte...
Aber ihm blieb keine andere Wahl.
Logan erstickte den frustrierten Schrei, der aus ihm ausbrechen wollte, auch wenn sich seine Finger um die Griffe verkrampften.
Er war so nahe an dem anderen Mann dran gewesen.
Er hatte ihn beinahe schon gefunden...
Und dann...
Er hatte sich nicht mehr auf die Suche konzentrieren können.
Natürlich war da ein bedrückendes Gefühl gewesen, ganz am Rande seines Bewusstseins, das an ihm genagt hatte, als er die Schule vor gerade mal einer Woche verlassen hatte. Aber er hatte es ignoriert, hatte es ganz tief vergraben unter seiner Verbissenheit, dieser Spur, die Cathy ihm gegeben hatte, zu folgen.
Doch das nagende Gefühl hatte einfach nicht nachgelassen, ganz im Gegenteil. Es war mit jeder einzelnen Stunde, die seit seiner Abreise vergangen war, immer stärker geworden, egal wie sehr er auch versucht hatte, es zu verdrängen.
Es war wie eine nagende Stimme, die ständig gegen sein Bewusstsein strich und ihm schließlich auch den Schlaf geraubt hatte. Nicht dass er viel Schlaf gesucht hatte, bei seinem Bemühen den Colonel zu finden...
Aber dennoch...
Er hatte die ganze Zeit über das Gefühl gehabt, als würde ein Strick um seinen Hals immer enger geschnürt werden, je mehr Zeit verging, je länger er der Schule fern blieb.
Der Gedanke war absurd und vermutlich bildete er es sich lediglich ein, aber er hatte nichts dagegen tun können und letzten Endes war es so schlimm gewesen, dass er kaum noch hatte atmen können. Die dunklen Bars und Hinterzimmer, in denen er sich auf der Suche nach Informationen herumgetrieben hatte, waren ihm auf einmal viel zu eng erschienen.
Die ganze Stadt war ihm erdrückend vorgekommen, bis er schließlich seine Mission, auf die er sich nicht mehr hatte konzentrieren können, abgebrochen hatte und sich in aller Eile auf den Rückweg gemacht hatte.
Schon allein der Gedanke an eine Rückkehr hatte ihm das Atmen wieder erleichtert und je näher er der Schule kam, desto mehr ließ das beklemmende Gefühl wieder von ihm ab.
Logan schnaubte verächtlich.
Am Anfang hatte er es sich nicht erklären können, aber jetzt, wo er wieder halbwegs klar denken konnte, wurde er sich der Antwort immer sicherer. Es war nicht das erste Mal, dass er das Gefühl hatte, als würde ihm auf diese Art die Kehle zugeschnürt werden.
Er hatte es bis jetzt zwar immer ignoriert und als unwichtig abgetan, aber je mehr er darüber nachdachte, desto klarer wurde es.
Jedes einzelne Mal hatte es etwas mit Cathy zu tun gehabt.
„Du bist Cathys Anker.“, hatte Jean gesagt.
Und vielleicht war es eben diese telepathische Verbindung, die das Mädchen zu ihm aufgebaut hatte, das ihn jetzt von dem abhielt, was er tun musste.
Er musste zurück zu Cathy.
Er musste das Mädchen dazu bringen, diese telepathische Verbindung zu ihm zu lösen, damit er seine Suche in aller Ruhe fortsetzen konnte.
Die Bremsen quietschten ein wenig, als er die Maschine vor dem Schultor zum Stehen brachte und er brauchte einen kleinen Augenblick, um seine Gedanken wieder zu ordnen, ehe er vom Motorrad stieg und es durch das Tor schob, das sich nach einem weiteren Moment für ihn öffnete.
Eine innere Unruhe erfasste ihn, als er schließlich die Villa durch die Hintertür betrat und für einen kurzen Moment die Augen schloss, um sich auf die Gerüche in seiner unmittelbaren Umgebung zu konzentrieren.
Sofort breiteten sich vor seinem inneren Auge die Duftnoten aus, die ihn in verschiedene Richtungen lenken wollten, doch er verbannte die, die ihn nicht interessierten, aus seiner Aufmerksamkeit, um diejenigen hervorzuheben, die ihm bekannt waren.
Da war Rogue, die erst vor kurzem hier vorbei gekommen und in Richtung der Küche weitergegangen war. Da war auch der Duft ihres Freundes, ganz dicht an ihrem, der Logan sagte, dass die beiden zusammen unterwegs gewesen waren.
Logan atmete tief durch und drehte den Kopf leicht in die andere Richtung.
Er konnte Scott und das Aroma von Kaffee riechen und...
Da.
Logan runzelte die Stirn, während er nach Cathys Duft fischte.
Er war da, aber sehr viel schwächer als die anderen. Cathy roch nach ... Sie roch nach ihm, sie roch genau so, wie er sie zurückgelassen hatte. Und da war noch ein Geruch, ganz dicht an ihrem...
Ein Geruch, den er nicht kannte.
Logan riss die Augen auf und sah sich einmal um, ehe er sich daran machte, dem schwachen Duft zu folgen.
Aber er kam nicht weit.
>Logan, willkommen zurück. Bitte komm in den Besprechungsraum.<
Die mentale Stimme des Professors schnitt durch seine Konzentration und ließ ihn Cathys Duftspur verlieren.
Logan fluchte leise und war einen kurzen Moment lang hin und her gerissen zwischen seinem Bedürfnis das Mädchen zu finden und dem eindeutig befehlenden Ton in der Stimme des Professors Folge zu leisten.
Schließlich folgte er der Aufforderung des älteren Mannes.
Das einzige, was er wirklich bemerkte, als er kurz darauf den Besprechungsraum betrat, in dem sich der Professor mit Jean, Hank und Ororo versammelt hatte, war die kurze Verblüffung in aller Augen, wohl wegen seiner raschen Rückkehr.
Natürlich nahm er die bedrückte Atmosphäre und die Sorge, die in Jeans Gesicht geschrieben stand, wahr, aber diese Eindrücke wichen vor dem Gefühl der Dringlichkeit zurück, mit der er das Mädchen finden wollte.
Er musste es finden und dazu bringen, seine scheinbare Kontrolle über seine Gedanken aufzugeben.
Logan wandte sich dem Professor zu, kaum dass er den Raum endgültig betreten hatte und unterbrach mit einem energischen Blick dessen Ansatz etwas zu sagen.
„Wo ist Cathy?“
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