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Wenn Wünsche wahr werden

GeschichteDrama / P18 / Gen
OC (Own Character) Wolverine / James "Logan" Howlett
12.12.2006
18.04.2021
37
200.072
3
Alle Kapitel
129 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
12.12.2006 6.519
 
So, wie versprochen gibt es diesmal ein zügiges Update. n_n
Ich hoffe ihr seid mir nicht allzu böse, dass ich sonst immer so ewig brauche, aber leider kann ich mich nicht mehr so gut an die vorige Version meiner Geschichte richten, weil ich mich storytechnisch meilenweit davon fortbewegt habe und erst langsam wieder zum roten Faden zurückfinde. Und selbst da kann ich mich nur grob an die Vorlage halten, weil sich inzwischen so vieles verändert hat.
Also, ich hoffe ihr habt Geduld mit mir...

@ Kamikaze Miri: Hi! Ich hab mich total über deinen Review gefreut! n_n Danke. Ich find's schön, dass dir das Kapitel gefallen hat. Und dass ich an so einer Stelle aufgehört habe ... Na ja, da darfst du dich bei meiner Beta bedanken. Eigentlich hätte das vorige und das jetzige Kapitel ein einziges werden sollen, aber sie hat an dieser Stelle gesagt: "Da aufhören und posten!" (na ja, mit den vorigen 8 und den neuen 11 wäre das Kapitel wohl doch sehr lang geworden und ihr hättet noch länger warten müssen... ^_^'')

@ Daughter of Joy: Ja.... Äh ... Ich glaub, ich muss jetzt darauf nicht mehr antworten ... Ich hoffe das Kapitel gefällt dir. n_n

@ shinyu: Hach, *schnüff* Du fehlst mir jetzt schon... Ich hoffe das Wetter ist schön in Kroatien...
n_n Tja, also ja, Logan merkt sich Cathys Namen endlich. Ich meine, klar, er hat keine Ahnung, dass er mit ihr geschlafen hat, aber vielleicht ist es trotzdem deswegen endlich hängen geblieben. Und das mit dem Lügen... Also, dieses Mal hat er ja irgendwie Recht. Sie belügt ihn ja wirklich... Aber na ja, er muss es ihr wahrscheinlich trotzdem nicht so ins Gesicht werfen... Aber die Szene mit dem Lachen: Ich hab beim Schreiben ja auch plötzlich angefangen zu lachen wie blöd, wie du weißt.


So, meine Lieben, ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die Einstufung dieser Geschichte hinweisen und dass die in diesem Kapitel wieder gültig wird (ja ja, ich weiß was ihr denkt, aber ich glaube ich sollte dennoch darauf hinweisen...)

Tja, wie auch immer, ich wünsche euch viel Spaß beim Weiterlesen! (und bettle um Reviews ... *ganz lieb schau*)

P.S.: Ein kleiner Hinweis im Bezug auf das nächste Update, damit ihr nicht wartet und wartet und nichts kommt. Also, da meine Beta-Leserin für zwei Wochen verreist ist und ich dann für vier Wochen in den Urlaub fahre, wird es das nächste Update voraussichtlich erst Ende September, Anfang Oktober oder so geben. Ich werde mich bemühen, ein bisschen vorraus zu arbeiten und so, damit es zügiger voran geht, aber schneller als das wird es leider nicht gehen.


Kapitel 18: Without Words

„Wieder am Weglaufen?“
Sie wurde herumgerissen, aber Logan gab ihr nicht einmal die Möglichkeit zu antworten. Seine Finger schlossen sich um ihren Hals und drückten zu, noch bevor sie hätte reagieren können.
„Ich habe deine Spielchen satt. Ich will Antworten, hast du mich verstanden?“
Im Schatten der Bäume schienen seine Augen vor Wut fast zu glühen und ein einziger Blick in sie genügte, um Cathy einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Es war nicht zu übersehen. Er meinte es ernst, er würde ihr etwas antun, wenn sie ihm nicht das gab, was er wollte.
Sie wand sich in seinem Griff, doch es half nichts. Sie bekam keine Luft und…
Sie trat nach ihm, aber bis auf dass sein Griff fester wurde, schien es keinerlei Wirkung zu zeigen. Sie zerrte an seinen Fingern, riss blutige Schrammen in seine Handrücken, doch Logan ließ immer noch nicht locker.
Sein hektischer Atem strich über ihr Gesicht und sein wilder Blick bohrte sich in den ihren. Sie konnte fühlen, wie die Dunkelheit langsam nach ihr griff, wie sie das Bewusstsein zu verlieren drohte. Es wurde langsam dunkel vor ihren Augen, ihr Blick verschwamm und...
Es schien genau dieser Moment zu sein, auf den Logan gewartet hatte.
Im ersten Augenblick bemerkte sie den Unterschied nicht einmal. Erst als sie sich hustend und nach Atem ringend auf dem Boden wieder fand wurde ihr bewusst, dass Logan sie losgelassen hatte.
Sie zitterte am ganzen Körper und wurde von einem heftigen Schwindelgefühl erfasst, doch Logan ließ ihr nicht genug Zeit, um sich zu fassen sondern riss sie wieder in die Höhe, damit sie ihn ansah.
„Was ist in diesen zwei Tagen passiert?“
Seine Worte waren kaum mehr als ein wütendes Knurren und sie hatte einen kurzen Moment lang Schwierigkeiten damit sich ihres Sinns bewusst zu werden. Ihr Herz raste und das Blut rauschte so laut in ihren Ohren, dass sie Mühe hatte überhaupt etwas anderes zu hören.
„Ich weiß es ni...“
Der Schlag riss ihren Kopf zur Seite und ließ sie Blut schmecken. Sie war so verblüfft, dass sie nicht einmal Zeit hatte zum Blinzeln, bevor Logan ihr Kinn ergriff und sie erneut dazu zwang ihn anzusehen.
„Was ist in diesen zwei Tagen passiert?“
Cathy unterdrückte die Tränen und runzelte stattdessen die Stirn.
Was sollte sie denn tun? Ihm etwa die Wahrheit sagen und damit seinen Sinn im Leben erneut zerstören?
Das konnte sie nicht.
Logans Augen zuckten lediglich ein klein wenig, als die blutige Spucke seine Wange traf, bevor er sie erneut ohrfeigte.
„Ich weiß es nicht.“, zischte sie, nachdem sie sich von dem zweiten Schlag erholt hatte. „Der Professor hat es dir gesagt und ich habe es dir auch gesagt. Ich kann mich nicht erinnern.“
„Aber du lügst.“, fauchte er zurück. „Ich kann es an deinen Augen sehen. Deine Erinnerungen sind zurückgekommen.“
Cathy resignierte. Sie hatte wirklich keine Kraft dafür.
Bis zu einem gewissen Grad konnte sie ihn ja verstehen. Sie wusste nicht, wie sie reagieren würde, wenn ihr Geist ihr ihre Erinnerungen verweigern würde, so wie es der seine bei ihm tat. Aber...
„Manchmal ist es ein Segen, sich nicht erinnern zu können.“, flüsterte sie und wollte ihren Blick abwenden, doch er ließ es nicht zu.
„Was weißt du?“
Seine Augen bohrten sich in die ihren, aber sie konnte kein Verständnis in ihnen finden, keine Einsicht, dass diese ganze Situation ihn auch nicht weiterbringen würde. Dass er mit diesen Methoden nichts bei ihr erreichen würde.
„Logan, ich habe keine Antworten für dich.“
Den nächsten Schlag sah sie kommen und sie hatte dieses Mal auch genügend Zeit, um darauf zu reagieren. Sie wich Logans Faust aus, sodass diese den Baumstamm hinter ihr traf, und trat schnell einen Schritt zur Seite, um ihm mit aller Kraft in die Kniekehlen zu treten.
Logan fiel auf die Knie und schien für einen kurzen Moment viel zu verblüfft, um wieder auf die Beine zu kommen, aber mehr als diesen kleinen Augenblick brauchte Cathy auch nicht.
Sie war keine Kämpferin und sie wusste, dass sie es mit Logan nicht aufnehmen konnte. Sie hatte bis auf die wenigen Stunden, in denen Scott versucht hatte, ihnen etwas Selbstverteidigung näher zu bringen, keinerlei Erfahrung, was das Kämpfen anging.
Cathy machte auf der Stelle kehrt und lief los.

****


„Professor?“
Xavier musste kurz blinzeln, bevor er sich auf Scott konzentrieren konnte, der soeben sein Büro betreten hatte. Er war in Gedanken versunken gewesen, hatte sich mit dem neuesten Problem beschäftigt, das ihm Kopfzerbrechen bereitete.
Er konnte sich nicht erklären, wieso er Logans Erinnerungen an die letzten zwei Tage nicht finden konnte. Sie konnten nicht einfach verschwunden sein...
„Scott.“ Charles nickte seinem Schüler zu, der näher trat und sich ein klein wenig frustriert durch die Haare fuhr. „Gibt es irgendein Problem?“
„Na ja ... Ich weiß nicht, ob es so eine gute Idee ist, Logan mit Cathy alleine zu lassen. Ich meine ... Die Art, in der er sie gestern angegriffen hat...“, Scott wandte stirnrunzelnd den Kopf zur Seite, so als würde er sich die Erinnerung wieder vor Augen führen.
„Scott, ich bin mir sicher, dass das nicht noch einmal vorkommen wird. Logan war gestern äußerst verwirrt, ich glaube kaum, dass er sie in normalen geistigen Zustand angreifen wü...“
Charles schweifte mitten im Satz ab und blickte kurz zum Fenster, ehe er den Kopf schüttelte. Ein leichter, stechender Schmerz hinter seinen Schläfen störte seine Konzentration und er musste für einen kurzen Moment die Augen schließen, um das Schwindelgefühl zu vertreiben, das von ihm Besitz ergreifen wollte.
„Ist alles in Ordnung?“
Scott war sofort an seiner Seite und er konnte den besorgten Blick hinter den rubinroten Gläsern fühlen.
„Ja, es geht wieder, danke. Es ist nur...“
Scotts Stirnrunzeln wurde tiefer, ehe Xavier ihn beschwichtigend anlächelte.
„Es ist nichts, worüber du dir Sorgen machen müsstest, Scott. Mir war nur einen Augenblick lang so, als würde ein Rauschen die Umgebung verzerren. Aber das liegt wahrscheinlich nur an den Kopfschmerzen...“
Innerlich legte Charles besorgt die Stirn in Falten. Er konnte das Gefühl nur sehr schwer beschreiben. Er wollte seinen Schüler nicht beunruhigen, aber dieses ‚Rauschen’ machte ihm durchaus Sorgen.

****


Sie kam nicht sehr weit.
Nur wenige Meter, gerade mal ein paar Schritte in die Schatten des Waldes hinein, bevor Logan sie einholte. Er erwischte sie an der Schulter und riss sie herum, sodass sie das Gleichgewicht verlor und fiel.
Cathys Augen weiteten sich vor Schrecken, als Logan sich über sie beugte, kaum dass sie schmerzhaft auf dem Boden aufgeschlagen war, und sie am Kragen packte. Ihr Herz setzte für einen kurzen Moment aus. Sie wusste nicht, was sie tun sollte.
Was, um alles in der Welt, konnte sie denn nur machen?
Was...?
Es war als würde ihr Körper ganz von allein reagieren.
Bevor sie sich versah, hatte sie Logan die Füße in den Bauch gestemmt und –seinen eigenen Schwung nutzend- ihn über sich hinweg gehievt, nur um dann mit einer schnellen Bewegung wieder auf die Beine zu kommen und sich Logan zuzuwenden, der mit einem wütenden Schnaufen aufstand und einen beinahe vorsichtigen Schritt auf sie zu machte.
Cathy zitterte am ganzen Körper, aber das war in diesem Moment unwichtig. Alles in ihr schrie danach, wegzulaufen, doch sie wusste, dass es keinen Sinn hatte. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, was in Logan gefahren sein könnte, dass er sie tatsächlich angriff. Was sie aber mit Bestimmtheit sagen konnte war, dass er sie nicht einfach so gehen lassen würde.
Ihre Blicke trafen sich für einen kurzen Augenblick, doch sie musste den ihren schon bald wieder abwenden, auch wenn sie sich vorgenommen hatte, dies nicht zu tun. Doch da war etwas in seinen Augen, dass ihr einfach Angst machte.
Etwas, das nicht dorthin zu gehören schien...
Sie kam nicht dazu, sich weiter über Logans Verhalten zu wundern. Er schien ihre kleine Unaufmerksamkeit bemerkt zu haben und verfehlte sie nur um haaresbreite, als sie seinem Schlag im letzten Moment auswich.
Erst danach wurde ihr so richtig bewusst, dass er mit seinen Klingen zugeschlagen hatte.
Cathys Herz raste und sie versuchte verzweifelt ihre Gedanken zu ordnen um das zu schaffen, was ihr vor zehn Tagen im Gefahrenraum nur durch Zufall gelungen war. Doch sie konnte seine Bewegungen nicht voraussehen, seine Absichten nicht erkennen, egal wie sehr sie es versuchte.
Seine Gedanken schienen aus einem einzigen Rauschen zu bestehen, sodass es ihr unmöglich war, sich auf sie zu konzentrieren.
‚Hör auf...’
Sie hätte am liebsten frustriert geschrieen, aber kein Ton kam über ihre Lippen, als sie unter Logans nächsten Schlag durchschlüpfte und ihm den Ellbogen in den Rücken rammte, so stark sie konnte, doch er stolperte lediglich ein paar Schritte weiter, ehe er herumwirbelte und mit einem Satz wieder bei ihr war.
‚Hör auf!’
Cathy wich zur Seite, doch sie war nicht schnell genug, um seinen Krallen vollkommen zu entgehen. Sie keuchte vor Schmerz, als die Adamantiumklingen tiefe Wunden in ihre Schulter rissen.
>HÖR AUF!
Logan erstarrte mitten in der Bewegung.
Sein Atem ging stoßweise und die Spannung war keineswegs aus seinem Körper gewichen, aber er war stehen geblieben, nur ein paar Augenblicke, bevor er sie erneut hätte treffen können.
Cathy konnte die Verwirrung in seinen Augen sehen, als sich seine Krallen scheinbar von selbst zurückzogen, eine Verwirrung, die für einen kurzen Moment stärker zu sein schien als die unerklärliche Rage, die sein ganzes Wesen beherrschte.
Der Moment verging.
Und Logan rammte Cathy mit voller Wucht die Faust in den Magen.

****


Rauschen.
Rogue musste sich sehr anstrengen, um aus diesem Dröhnen wieder Ms. Monroes Stimme werden zu lassen, die ihnen erneut von Alexander dem Großen erzählte.
Sie wusste, dass es äußerst nett von der weißhaarigen Frau war, den Stoff, der zu der Abschlussprüfung kommen würde, noch einmal mit ihnen durchzugehen, aber sie konnte sich heute einfach nicht konzentrieren...
Cathy war nicht beim Frühstück gewesen, da sie in der Krankenstation übernachtet hatte, auch weil Dr. McCoy sie in der Früh noch einmal hatte untersuchen wollen. Und dann war ihr aufgetragen worden, etwas Zeit mit Logan in der Bibliothek zu verbringen. Rogue hatte zwar vorgehabt, noch einmal bei ihnen vorbei zu schauen, bevor der Unterricht anfing, aber letzten Endes war sie doch nicht dazu gekommen.
Sie seufzte leise und begann etwas am Seitenrand zu kritzeln.
Sie hoffte, dass mit Cathy alles in Ordnung war. Ihre Mitbewohnerin hatte am vergangenen Abend unglaublich verwirrt und verzweifelt ausgesehen, bevor sie vom Professor und Dr. McCoy wieder weggeführt worden war. Und auch mit Logan hatte Rogue nicht mehr reden können...
Vielleicht sollte sie in der Pause nach ihnen sehen, immerhin ... Sie hatte nie erwartet, dass Logan Cathy so an die Gurgel gehen würde, auch wenn er es schon einmal im Gefahrenraum getan hatte.
Nein ... Das würde bestimmt nicht noch einmal passieren...
Aber wieso hatte sie dann so ein flaues Gefühl im Magen?

****


Sie bekam keine Luft.
Cathy taumelte ein paar Schritte zurück und brach in die Knie. Ihr wurde fast schwarz vor Augen und beinahe war sie versucht aufzugeben. Sie wollte das Bewusstsein verlieren, wollte dieser Situation, die sie einfach nicht verstehen konnte, entfliehen.
Aber etwas in ihr ließ es nicht zu.
Ihre Arme blockierten den nächsten Schlag von oben, ehe sich ihr Körper gegen das Gewicht stemmte und langsam wieder auf die Beine kam. Ihre Hände schlugen Logan vor die Brust, mit einer Kraft, die Cathy nicht für möglich gehalten hätte und die Logan tatsächlich zurückstolpern ließ.
Es war der reißende, brennende Schmerz in ihren Unterarmen, der sie in die Realität zurückriss, gerade als sie Logan nachsetzte und ihn mit ihren eigenen Klingen an der Seite verletzte.
Er fluchte leise und wich ihrer anderen Faust aus, doch Cathy rammte ihm dafür das Knie zwischen die Beine. Logan krümmte sich stöhnend und brachte ein wenig Abstand zwischen sie, ehe er Cathy mit einem wütenden Blick strafte und seine Krallen erneut ausfahren ließ.
Er holte zu einem Hieb aus, aber sie traf ihn mit einem Tritt in die Seite, noch bevor er die Bewegung zu Ende führen und sie mit seinen Klingen hätte verletzen können. Er keuchte und schwankte ein wenig, ließ sich aber dadurch nicht beirren, sondern hielt mit einem schnellen Griff ihr Bein fest, noch bevor sie mehr Distanz zwischen sie hätte bringen können.
Logan knurrte wütend und zog sie mit einem Ruck näher, nur um dann erneut zu einem Schlag auszuholen. Cathy blockierte seinen Angriff so gut sie konnte und schaffte es, seinen Arm ein wenig zur Seite zu drücken.
Sie begann unter dem enormen Druck, der auf ihre Muskeln ausgeübt wurde, zu zittern, doch schon nach einem kurzen Moment gab Logan nach und zog seinen Arm ein wenig zurück, nur um mit einer schnellen Bewegung um ihren Arm herum zu greifen und sie am Hals zu packen.
Cathy zischte und versuchte sich aus seinem Griff zu befreien, doch Logan ließ nicht locker, selbst dann nicht, als sie sich, so gut sie konnte, mit aller Kraft gegen ihn warf und sie beide so zum Straucheln brachte. Im ersten Moment schien es so, als würde Logan sein Gleichgewicht wieder finden, doch dann stolperte er über eine Wurzel.
Ihr blieb die Luft weg, als sie hart auf ihm landete, aber nach einem kurzen Augenblick der Orientierungslosigkeit, konnte sie sich endlich von ihm wegreißen.
Cathys und Logans Blicke trafen sich kurz, bevor Cathys Krallen sich sehr knapp neben seinem Gesicht in den Boden bohrten. Logan zuckte sichtbar zusammen, es hielt ihn allerdings nicht davon ab, Cathy erneut zu ergreifen und sie plötzlich unter sich zu bringen, kaum dass sie ihre Klingen aus dem Boden gezogen und wieder ausgeholt hatte.
Sein Atem ging stoßweise und sein Knurren klang unglaublich bedrohlich, aber es schien Cathy nicht weiter zu berühren. Sie fauchte ihm wütend ins Gesicht und schnappte nach seiner Kehle, nur um ihm dann ihr Knie in die Seite zu bohren.
Einen weiteren Stoß wehrte Logan mit der Hand ab, bevor er jedoch sein Gewicht verlagern und ihre Beine fixieren konnte, hatte Cathy sie wieder umgedreht. Ihre Fingernägel hinterließen blutige Spuren auf seinem Gesicht und auf seiner Brust. Dann erwischte er endlich ihre Hände und riss sie mit einem kräftigen Ruck zu Seite, sodass Cathy das Gleichgewicht verlor und er sie mit einer schnellen Bewegung wieder unter sich bringen konnte.
Kurz sah es so aus, als wolle er etwas sagen, aber kein Wort kam über seine Lippen, während er sie mit einem wütenden Stirnrunzeln und einem kaum hörbaren Grollen eingehend musterte. Cathy ließ ihn einen kurzen Moment lang gewähren, schnappte dann jedoch wieder nach seinem Hals, ehe sie sich aufbäumte und begann sich in seinem Griff zu winden.
Das Grollen wurde wieder zu einem drohenden Knurren und er fletschte die Zähne. Sie waren sich so nah, dass sich ihre Nasen fast berührten und sein hektischer Atem strich fast sanft über ihr Gesicht. Cathy versuchte, sich erneut gegen sein Gewicht zu stemmen, doch das führte nur dazu, dass er nun sein Gewicht tatsächlich so verlagerte, dass ihre Beine zu Boden gedrückt wurden und sie sich kaum noch rühren konnte.
Einen Moment lang herrschte absolute Ruhe.
Nicht das kleinste Geräusch war zu hören, nichts rührte sich. Da war etwas in der Luft, eine fast greifbare Spannung, die mit jedem Moment intensiver wurde. Es war, als würde die Welt darauf warten, dass etwas passierte.
Cathy biss Logan in die Unterlippe.
Es war nicht so fest, wie es hätte sein können und Logan reagierte auch nicht so, wie er es eigentlich hätte müssen. Anstatt zurückzuweichen, ließ er mit einer Hand Cathys Handgelenkte los, nur um sich in ihre Haare zu krallen und ihren Kopf zurückzureißen, bevor er sich knurrend für ihren Biss revanchierte. Seine Zähne bohrten sich schmerzhaft in das weiche Fleisch ihres Halses und drückten zu, ohne jedoch die Haut zu durchbrechen.
Cathy keuchte und schnappte nach seinem Kinn, kaum dass er sie wieder ansah, doch er wich ihr aus. Er nippte an ihrem Ohr und zog leicht daran. Sie wand sich in seinem Griff, womit sie ihr beider Körper gegeneinander rieb, doch das schien sie gar nicht zu merken, als sie mit den Zähnen an der Haut seines Halses entlangfuhr.
Seine Finger in ihren Haaren lockerten sich ein wenig und auch der Griff um ihre Handgelenke wurde für einen kurzen Moment schwächer, sodass sie mit einem kräftigen Ruck ihre Hände befreien und sie in seinen Haaren vergraben konnte.
Ihre Lippen trafen sich in einem harten, unnachgiebigen Kuss.
Es war keine Wärme darin, nur ein verbissenes Ringen um Dominanz.
Erst als Logan sich ein wenig auf seinem freigewordenen Arm aufstemmte und Cathy somit wieder etwas Bewegungsfreiheit gab, öffneten sich ihre Lippen, um seiner Zunge Einlass zu gewähren, während ihre Finger fast kratzend über seinen Rücken fuhren.
Es dauerte nicht lange, bis Logans Lippen von den ihren abließen. Sie fuhren heiß an Cathys Hals entlang, um an der zarten Haut zwischen Hals und Schulter zu saugen. Seine Finger lösten sich langsam aus ihren Haaren und strichen an ihrer Seite entlang. Er verlagerte sein Gewicht ein wenig und entlastete sie, bis er ein Knie zwischen ihre Beine drängen konnte.
Cathy nutzte die Gelegenheit, um erneut die Position zu wechseln und dann Logans Hals mit ihren Zähnen zu attackieren. Dann rutschte sie tiefer und rieb ihren Unterleib mit leicht kreisenden Bewegungen gegen den seinen.
Logan stöhnte und schloss für einen kurzen Moment die Augen, nur um sie wieder aufzureißen, als sie über seine Lippen leckte und ihre Finger wandern ließ. Sie richtete sich ein wenig auf und fuhr mit den Händen über seine Arme und Brust. Dann griff sie nach seinem Gürtel, den sie mit fliegenden Fingern öffnete. Kurz darauf folgten auch Knopf und Reißverschluss seiner Hose.
Sie entlockte Logan ein atemloses Keuchen, als sie ihn hart umfasste und plötzlich fand sie sich wieder unter ihm. Cathy zischte, schob sich ihm aber nach einem weiteren Moment entgegen. Seine Finger zitterten ein wenig, als er ihre Hose öffnete, sie zusammen mit ihrem Slip über ihre Hüften schob und sich dann ihrer entledigte. Sein Griff jedoch war sicher, als er ihre Schenkel weiter auseinander drängte und ihr Becken ein wenig anhob.
Er sah noch einmal in ihre halbgeschlossenen Augen und eroberte erneut ihre Lippen, bevor er in sie eindrang. Sie stöhnte leise, ehe sie die Beine um seine Hüften schlang und seinen harten Stößen entgegen kam. Ihre Finger krallten sich in seine Haare, rissen blutige Schrammen in seine Schultern. Dann wanderten sie weiter und umfassten seine Arme, wie um sich an ihnen festzuhalten.
Cathys Augen weiteten sich für einen kurzen Moment und sie bog ihr Kreuz durch, bevor sie sich noch enger an ihn presste. Ihr Herz raste und ihr Blick verschwamm für einen Augenblick. Alles in ihr spannte sich und sie kam mit einem Keuchen.
Logans heiße Hände schoben sich unter ihr Hinterteil und hoben sie noch ein wenig an, um in einem anderen Winkel noch tiefer in sie zu dringen, bis auch er seinen Höhepunkt erreichte.
Cathy konnte ihn immer noch in sich fühlen, als die Welt um sie herum endlich zum Stehen kam und ihr Herz nicht mehr so wild gegen ihre Rippen hämmerte, als wolle es ausbrechen. Das Blut rauschte in ihren Ohren und im ersten Moment wusste sie nicht so recht, was sie tun sollte. Logan war immer noch über ihr, sein Gesicht gegen ihren Hals gepresst. Sie konnte seinen Puls fühlen und sein Atem strich fast spottend gegen ihre Haut, während seine Lippen an ihr nippten.
Sie schob ihn von sich fort, als er wieder hart wurde.
Es war nicht unangenehm oder gar schmerzhaft, aber mit einem Mal hatte sie das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben. Das Ganze erschien ihr wie ein Traum, so, als hätte sie es nicht eben erst tatsächlich erlebt.
Logan sah sie einen Moment lang verwirrt an, doch er verstand ihre Geste sehr wohl und zog sich zurück. Sie mied seinen Blick, denn sie wollte den fast verletzt wirkenden Ausdruck, der für einen kurzen Augenblick in seinen Augen aufblitzte, nicht sehen.
Cathy setzte sich auf und wandte sich von ihm ab, während sie sich wieder anzog und sich dann ein wenig orientierungslos umsah, bevor sie langsam zu der Lichtung zurückkehrte.
Sie sah Logan nicht noch einmal an, sie ging einfach und ließ ihn zurück.

****


Stille.
Cathy war nicht fähig, auch nur den kleinsten Ton wahrzunehmen, eingehüllt in diesem Kokon aus Verwirrung, der sie umgab. Es war als würde die Welt nicht existieren, während sie sich langsamen Schrittes ihren Weg zurück zur Schule bahnte. Die Bäume verschwanden und selbst der Waldboden, der sie führte, schien unter ihren Füßen zu vergehen.
Vergessen war ihr Plan, die Schule, die in den vergangenen Monaten ihr Heim gewesen war, zu verlassen.
Sie konnte nicht sagen was geschehen war.
Nun, natürlich wusste sie WAS geschehen war, doch wie es dazu gekommen war ... Selbst vor ihrem inneren Auge verschwamm alles. Die Lichtung ... Logan ... der Kampf...
Es war, als wäre nicht sie es gewesen, die das Ganze erlebt hatte, doch sie wusste, dass der Gedanke absurd war.
Womöglich hatte sie Logans aufgeheizte und gereizte Stimmung in sich aufgenommen und sich dadurch provozieren lassen. Sie hatte nicht vorgehabt sich mit ihm zu schlagen, sie hatte es ja nicht einmal für möglich gehalten, dass sie gegen ihn würde ankommen können.
Und was danach passiert war...
Cathy schüttelte den Kopf und verdrängte den Gedanken.
Wie konnte sie mit ihm schlafen, wenn sie sich doch für die Erinnerung an das erste Mal schon so beschämt gefühlt hatte, dass es sie fast aus der Schule vertrieben hätte? Sie fühlte sich ... billig und...
‚Ich muss duschen.’, fuhr es ihr durch den Kopf, während ihre Füße sie in Richtung ihres Zimmers lenkten, kaum dass sie das Haus betreten hatte. Ihr Gefühl sagte ihr, welche Wege sie meiden sollte. Zwar fand im Augenblick Unterricht statt, aber sie konnte und wollte jetzt niemandem über den Weg laufen.
In ihrem Zimmer lehnte sie sich für einen kurzen Moment gegen die geschlossene Tür und schloss für einen Augenblick die Augen. Ihr Herz klopfte immer noch wie wild und sie konnte die Hitze in ihren Wangen fühlen, die einfach nicht weichen wollte.
Sie hatte wieder mit Logan geschlafen und diesmal würde er sich auch daran erinnern. Sie wusste nicht, was er denken mochte, womöglich war es ihm sogar egal. Er war aufgeregt gewesen und sie hatte zur Verfügung gestanden und...
Cathy schüttelte den Kopf und drückte die Handballen so lange gegen die geschlossenen Augen, bis es wehtat.
Sie musste duschen und wieder einen klaren Kopf bekommen.
Sie musste überlegen, was sie denken oder tun sollte.
Sie musste wieder sie selbst sein, bevor sie Logan wieder gegenübertreten konnte. Bevor sie überhaupt irgendjemandem begegnete.
Sie stieß sich von der Tür ab und holte ein Badetuch und Duschgel aus dem Schrank, ehe sie das Zimmer wieder verließ. Erst als sie auf dem Gang stand fiel ihr ein, dass die kleine Reisetasche mit ihren Sachen noch immer auf der Lichtung lag.
Doch in diesem Moment schien es nicht mehr wichtig.

****


Die Tasche landete mit einem dumpfen Laut neben dem Bett.
Logan ließ sich mit einer Mischung aus Schnaufen und Seufzen auf die Matratze fallen und vergrub das Gesicht in den Händen. Er atmete ein paar Mal tief durch, bevor er sie wieder sinken ließ und die Decke anstarrte.
Er wusste nicht, was in ihn gefahren war.
Es war eine Sache, dass er den Entschluss gefasst hatte, alles zu tun, damit ihm dieses Mädchen endlich die Antworten gab, die er von ihr wollte. Doch er hatte keine Ahnung, wie seine Stimmung von Wut in diese Rage umgeschlagen hatte, während er sie verfolgt hatte.
Vielleicht war es der Anblick der Reisetasche gewesen und das plötzliche Wissen, dass sie wieder vor ihm davonlaufen würde.
Er wusste es nicht.
Es war eine ganz andere Sache, sie mit der Absicht anzugreifen, sie zu verletzen. Und dann auch noch mit ihr zu schlafen. Mit einer Schülerin … Logan verbarg diesen Gedanken so gut er konnte. Er hatte es wirklich nicht nötig, dass Xavier zufällig über diese Erinnerung stolperte.
Oder Jean.
Logan fuhr sich stöhnend mit der Hand übers Gesicht und setzte sich langsam auf. Er war immer noch halb erregt und da sollte er nun wirklich nicht an Jean denken. Er schluckte schwer und ließ seinen Blick unentschlossen durch den Raum wandern.
Eigentlich sollte er jetzt immer noch mit Cathy in der Bibliothek sitzen und...
Sein Kopf zuckte zur Seite, als die Zimmertür geöffnet wurde.
Einen Moment lang glaubte er sich zu irren, doch dann trat tatsächlich Cathy in den Raum. Sie schloss die Tür leise hinter sich und ging an ihm vorbei, als wäre er nicht anwesend. Das Badetuch glitt aus ihrer Hand und ein Duschgel fiel zu Boden, ehe sie sich auf dem Weg zum Badezimmer das T-Shirt auszog. Ihr BH folgte kurz darauf und dann war sie im Bad verschwunden.
Sie ließ die Tür offen.
Logan sah ihr verwirrt nach und konnte sich im ersten Moment nicht rühren. Erst das Geräusch von prasselndem Wasser riss ihn aus seiner Erstarrung. Er zog verwundert die Augenbrauen in die Höhe, bevor er langsam aufstand und ihr nach einem kurzen Zögern folgte. Er konnte nicht so genau sagen, wieso er das Badetuch vom Boden aufhob und dann ins Bad trat.
Es war als hätten seine Füße einen Eigenwillen entwickelt.
Die Duschwand war einen spaltbreit offen geblieben und er konnte sehen, wie sie mit geschlossenen Augen unter dem heißen Wasserstrahl stand. Ihre Finger kämmten durch ihr nasses Haar, das etwas länger aussah als in seinem trockenen Zustand, bevor sie über ihr Gesicht fuhren, über ihre leicht geöffneten Lippen, über ihren Hals...
Er verfolgte mit seinen Augen den Pfad des Wassers auf ihrem Körper, bemerkte das getrocknete Blut auf ihrer Schulter, das langsam wieder aufgeweicht und fort getragen wurde, um im Abfluss zu verschwinden.
Einen kurzen Moment lang hatte Logan das Gefühl, beobachtet zu werden, auch wenn er genau wusste, dass Cathys Augen geschlossen waren, doch das Gefühl verging ebenso schnell wie es gekommen war.
Er wandte seinen Blick ab und hängte das Badetuch in Griffweite auf, ehe er sich umdrehte und in das Zimmer zurückkehrte. Er wusste nicht, warum sie ausgerechnet hierher gekommen war, nach der Art und Weise, auf der sie ihn vorhin hatte stehen lassen, doch dieser Gedanke verschwamm und verlor sich in dem Rauschen des Blutes in seinen Ohren, während seine Hände fast wie von selbst begannen an seinem Hemd zu zerren.
Auf einmal war es unglaublich heiß in dem Zimmer...

****


Cathy öffnete die Augen, als sie einen harten, warmen Körper an ihrem Rücken fühlte, der sich zu ihr unter den Wasserstrahl drängte. Sie musste ein paar Mal blinzeln, bevor ihr wieder bewusst wurde, wo sie war und für einen kleinen Augenblick drohte sie von einem heftigen Zittern erfasst zu werden.
Was tat sie hier?
Wieso war sie ausgerechnet hierher gekommen, wo sie doch eigentlich Logan aus dem Weg gehen wollte?
Wieso…
Der Moment verging. Es war, als würden die Fragen, die Zweifel mit dem Wasser im Abfluss verschwinden. Der Gedanke an das Warum verging und ihr Körper entspannte sich wieder.
Cathys Augen weiteten ein wenig vor Verblüffung, als Logan an ihr vorbei nach dem Shampoo griff, das sie erst jetzt wirklich bemerkte. Ihr fiel ein, dass sie ihr Duschgel fallen gelassen hatte, doch es schien keine Bedeutung mehr zu haben. Sie konnte plötzlich Logans Finger an ihrem Kopf fühlen, die langsam das Shampoo in ihr Haar einmassierten.
Die Spannung wich auf einmal aus ihren Schultern und sie ließ sich mit einem Seufzen nach hinten gegen seine Brust sinken. Sie schloss die Augen erneut und gab sich seinen Fingern hin, die sanft aber bestimmt arbeiteten, bevor sie dann durch ihre Haare kämmten und sie mithilfe des Wassers wieder ausspülten.
Dann, nach einer Ewigkeit, wie es ihr schien, wanderten sie weiter.
Logans eingeseiften Hände strichen über ihre Schultern, rieben etwas fester gegen das noch verbliebene Blut, bevor sie ihre Arme entlang fuhren und für einen ganz kurzen Moment ihre Hände ergriffen.
Logan hielt kurz inne und rückte noch näher an sie heran, ehe er ihre Schulter küsste. In seinem Kopf drehte sich alles und er wusste nicht wirklich, warum er sich zu ihr gesellt hatte, doch das war jetzt unwichtig. Er sog sanft an der Haut zwischen Hals und Schulter, nur um nach einem weiteren Moment ihre Brüste zu umfassen und sie zärtlich zu massieren. Er fuhr mit den Daumen in kleinen Kreisen um ihre Brustwarzen, bis diese hart wurden, nur um dann an ihnen zu reiben, was Cathy leise stöhnen und sich an ihn drängen ließ.
Logan zischte leise und musste sich kurz sammeln, bevor er weitermachen konnte. Cathy warf ihren Kopf zurück, gegen seine Schulter und vergrub ihre Finger in seinem Haar, als die Finger seiner rechten Hand weitertasteten und über ihren flachen Bauch strichen. In ihrem Innern kribbelte es und ihr Atem stockte kurz, als seine Hand tiefer wanderte, dann jedoch stehen blieb. Für einen kurzen Augenblick konnte sie sein Zögern fühlen, doch es verschwand wieder, als sie seine Hand ergriff und sie weiter führte.
Ihre Finger zitterten ein wenig und sich fragte sich für einen kleinen Moment, seit wann sie so wagemutig war, doch der Gedanke verging so schnell wie er gekommen war. Sie wollte ihn dort spüren. Sie wollte ihn in sich fühlen und…
Cathy erschauderte, als zuerst ein und dann zwei raue Finger in sie eindrangen und sie kurz von innen streichelten, aber genauso schnell verließen sie sie wieder. Sie stöhnte frustriert und drückte ihr Gesäß gegen ihn, doch er ließ sich nicht davon abhalten, sie zu necken und zuerst über die Innenseite ihrer Schenkel zu streicheln.
Cathys schloss die Augen. Seine Finger waren so nah…
Trotzdem schien er sich auch weiterhin zu weigern, ihrem Wunsch nachzugeben. Seine Finger kitzelten sie, spielten mit ihr, bis ihre Knie zum Zittern anfingen. Ein leises Wimmern entkam ihren Lippen, als er endlich etwas fester zwischen ihre Beine griff und bestimmt über ihre Clitoris strich.
Ihre Hand fand wieder zu der Seinen und hielt sie dort fest. Cathy biss sich auf die Unterlippe, konnte jedoch ein leises Stöhnen nicht ganz unterdrücken. Ihr Herz raste und ihr Atem ging stoßweise, während sich alles in ihr auf diesen einen Punkt konzentrierte.
Dann, als sie das Gefühl hatte, es nicht mehr auszuhalten, hielt Logan erneut für einen kurzen Moment inne. Sie zischte aus Protest, doch dieses Zischen ging in ein Keuchen über, als zwei seiner Finger ihren Weg zurück in ihr Inneres fanden.
Sie begann sich gegen seine Finger zu bewegen, aber seine andere Hand hielt sie an der Hüfte fest und drückte ein klein wenig schmerzhaft zu, damit sie aufhörte. Cathy schluckte schwer und leckte sich über die Lippen, bevor sie nachgab und stillhielt.
Logan küsste ihren Hals entlang, während seine Finger sich in ihr bewegten. Sie strichen und drückten, zogen sich zurück nur um dann wieder tiefer zu dringen. Dabei rieb die Rückseite seines Daumens weiterhin über ihren empfindlichen Kitzler.
Cathy konnte nicht sagen, wie lange das so ging. In ihrem Kopf drehte sich alles und es war schwer sich auf etwas anderes als Logans Finger zu konzentrieren, deren Bewegungen immer schneller und ruckhafter wurden, während seine heißen Lippen eine brennende Spur auf ihrer Haut hinterließen. Ihre Welt verengte sich und sie fühlte sich, als würde sie verbrennen und in einer unglaublichen Hitze vergehen.
Sie kam so plötzlich und heftig, dass ihre Knie ganz weich wurden und sie wohl gefallen wäre, wenn Logan sie nicht gehalten hätte. Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder soweit im Griff hatte, dass sie die Augen öffnen und sich zu Logan umdrehen konnte.
Sein dunkler Blick bohrte sich in den ihren, bevor sie ihre Arme um seinen Hals schlang und ihn näher zog, damit sich ihre Lippen in einem heißen Kuss treffen konnten. Seine Zunge drang tief in ihren Mund, ehe sie gegen die ihre stieß.
Logan drängte sie zurück gegen die gekachelte Wand, strich fast fordernd über ihre Seite, nur um dann ihre Schenkel zu ergreifen und Cathy mit einem Ruck etwas höher zu heben. Er drückte sie mit seinem Gewicht gegen die Wand und sie schlang die Beine um seine Hüften.
Er drang in sie ein.
Logan schmiegte sein Gesicht an ihre Brust, ließ seine Lippen wandern und nippte an ihrer Haut. Er zögerte es hinaus, doch Cathy konnte fühlen, dass er sich nur noch mühsam beherrschen konnte. Sie führte ihre Lippen zu einem weiteren Kuss zusammen und drängte sich noch näher an ihn. Sie spannte sich um ihn herum, was ihn dazu brachte, tief zu stöhnen und sich endlich gegen sie zu bewegen.
Sie kam seinen tiefen Stößen entgegen so gut sie konnte, klammerte sich an seine muskulösen Arme, die sie festhielten und hauchte ihm kleine, schmetterlingsgleiche Küsse über das Kinn, bis er erneut ihren Mund eroberte.
Es dauerte nicht lange, bis sie ihren zweiten Orgasmus erreichte, so empfindlich wie sie noch vom vorigen war, und schließlich spannte sich auch Logans Körper kurz an, bevor er ihr folgte.
Logans Griff wurde etwas stärker, als wolle er sichergehen, dass sie nicht den Halt verlor, bevor er sein Gesicht an ihren Hals drückte.
Kein Wort wurde zwischen ihnen gewechselt, das einzige Geräusch, das zu hören war, war das des Wassers, das auf sie herunter prasselte, und ihre beider hektischer Atem.
Für einen kurzen Moment schien die Welt nur aus ihnen und dem Wasser zu bestehen. Das reinigende Wasser, das die Verbitterung, die Angst und die Verzweiflung einfach hinfort trug. Das die Leere wenigstens für diesen Augenblick füllte.
Cathy fuhr Logan mit leicht zitternden Fingern durch die nassen Haare und seufzte leise.
„Zwei Namen.“, sagte sie.
Zuerst schien es so, als hätte Logan sie nicht gehört, denn er rührte sich nicht, doch die plötzliche Spannung in seinen Schultern zeigte ihr, dass er sie sehr wohl verstanden hatte.
„Zwei Namen.“, wiederholte sie. „William Stryker und Dr. Cornelius.“

****


Sie war allein.
Cathy blinzelte ein, zwei Mal, ehe sie sich müde über die Augen fuhr und sich dann aufsetzte. Sie zog die Decke näher an sich, um das Gefühl von Kälte zu vertreiben, das sich langsam in ihr auszubreiten begann.
Sie war allein.
Ihr Blick glitt wie von selbst auf das längst kalt gewordene Bettlaken, dort, wo Logan neben ihr gelegen hatte. Sie konnte nicht wirklich sagen, wann er gegangen war. Es machte auch keinen Unterschied.
Ein kleines, trauriges Lächeln breitete sich auf ihren Lippen aus, eher sie ihr Gesicht in ihren Händen verbarg.
Sie wusste nicht, wieso sie so enttäuscht war. Was hatte sie denn erwartet? Nachdem sie ihm endlich das gegeben hatte, was er hatte haben wollen, was für einen Grund hätte er gehabt, länger zu bleiben, als unbedingt nötig? Natürlich, er hatte sie aus dem Bad zu seinem Bett getragen und sie waren später auch nebeneinander eingeschlafen, aber...
Neben der Information, die sie ihm gegeben hatte, hatte das, was geschehen war, keinerlei Bedeutung.
Sie selbst hatte keinerlei Bedeutung...
Cathy schluckte schwer und atmete ein paar Mal tief durch, ehe sie die Decke zurückschlug und die Beine vom Bett schwang. Sie brauchte einen kurzen Moment um sich zu sammeln und das Schwindelgefühl zu vertreiben, das von ihr Besitz ergreifen wollte, doch dann stand sie auf und zog sich mit fahrigen Bewegungen an.
Sie hatte keinen Grund, noch länger in Logans Zimmer zu verweilen.
Das Geräusch, mit der sich die Tür hinter ihr schloss, als sie auf den Gang trat, klang viel zu laut in ihren Ohren und auch das Licht, das durch die Fenster auf den Flur drang, schien ihr für einen kleinen Augenblick viel zu grell.
Cathy schüttelte das beklemmende Gefühl ab, das von ihr Besitz ergreifen wollte und versuchte sich von den bedrückenden Gedanken zu distanzieren, die ihr das Atmen schwer machten, während sie ziellos den Flur entlang wanderte.
Ihr war bewusst, dass sie eigentlich frische Sachen aus ihrem Zimmer holen und dann wieder duschen gehen sollte, aber... Sie konnte sich noch nicht dazu bringen, zu ihrem Zimmer zurückzukehren, das dem Logans so nahe war.
Sie seufzte leise und warf einen kurzen Blick durch eines der Fenster, ehe sie ihren Blick wieder auf den Flurteppich fixierte. Sie ließ ihre Füße sie leiten, schlich sich durch die Gänge und ging dann die Treppen hinunter, als ihr Magen anfing zu knurren.
Sie war nicht weit vom Büro des Professors entfernt, als sie plötzlich mit jemandem zusammenstieß. Sie taumelte ein paar Schritte zurück, bevor sie endlich aufsah.
Eine Entschuldigung lag auf ihren Lippen, doch sie blieb unausgesprochen, während sie den jungen Mann kurz musterte und ihr auffiel, dass sie ihn noch nie an der Schule gesehen hatte.
Ihr leicht fragender Blick traf auf seinen überraschten und leicht gehetzten, doch Cathy kam nicht mehr dazu etwas zu sagen.
Die Farbe seiner violetten Augen wurde für einen kleinen Moment intensiver.
Und ihre Welt wurde dunkel.



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Ende erster Teil
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