The last chance - Wenn Liebe die Zeit überdauert

von Dhannah
GeschichteDrama / P16
Harry Potter Hermine Granger Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle Severus Snape
06.12.2006
08.12.2008
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Hallo!
Ich habe mal etwas Neues angefangen.
Ich weiß, ich habe noch 2 andere offne Geschichten, die ich bisher noch nicht weiter geschrieben habe, aber das wird sich ändern - hoffe ich zumindest.
Auf jeden Fall hat mich eine neue Idee überkommen und ich möchte sie euch nicht vorenthalten.

Titel: The last chance - Wenn Liebe die Zeit überdauert
Genre: Drama
FSK: ab 16
Inhalt: Harry verliert die letzte Schlacht gegen Voldemort. Daher ergreift Dumbledore die letzte Chance und schickt Hermine in die Vergangenheit - in das letzte Schuljahr von Tom Riddle.
Neue Chaps wird es immer Mittwoch Abends geben.

Und nun viel Spaß beim ersten Kapitel (ein Kapitel entspricht ca 3-4 Word-Seiten).

1. Kapitel

Hermine wusste nicht, wie lange sie nun schon im Büro des Schulleiters saß und sich dessen Ausführungen anhörte. Sie wusste nur, dass ihr langsam der Rücken schmerzte und dass obwohl Dumbledore den Holzstuhl schon in einen bequemen Sessel verwandelt hatte. Rot, mit goldenen Fransen, versteht sich.
Er sprach von einer Zeitreise, die sie antreten sollte, um das Leben aller zu retten.
Harry Potter, der eigentlich diese Aufgabe übernehmen sollte, lag schwer verletzt im St. Mungos. Es hatte eine Schlacht zwischen ihm und Voldemort gegeben. Eine Schlacht ohne Gewinner, aber der Klarheit, dass der Junge-der-überlebte nicht derjenige sein konnte, der den dunklen Lord zum Fall brachte. Es war ein schwerer Kraftakt für den Orden Harry lebendig vom Schlachtfeld zu holen.
Voldemort zog sich daraufhin wieder zurück. Wahrscheinlich war er es leid sich mit einem Kind herum zu schlagen. Er brauchte einen würdigen Gegner – und den konnte er erst wieder bekommen, wenn Harry wieder wohlauf war.
Aber Dumbledore zweifelte an Harrys Stärke und recherchierte nach Prophezeiungen, die genauso eintrafen, wie sie vorausgesagt wurden. Die Statistiken sprachen für sich. Und so überlegte er sich, dass man Voldemort nur mit Liebe schlagen könnte – eine Liebe, die er selbst erfahren musste.
Daraufhin sprach er mit dem Ministerium, dass ihn eine Zeitreise ins Jahr 1948 gewährte. Sie sollte ein gesamtes Schuljahr gehen – das letzte von Tom Vorlost Riddle.
„Sie werden eine junge Australierin reinen Blutes sein. Ihr Name wird Hermine Peters lauten und Sie werden nach Slytherin gehen. Gewinnen Sie das Herz von Tom.“ Hermine schauderte es, als sie die letzte Worte Dumbledores vernahm. Wie sollte sie sich denn in so ein Untier verlieben? Der Schulleiter bemerkte dies. „Seien Sie unbesorgt, Miss Granger,“ schmunzelte er. „Riddle war der Schönling der Schule. Vergessen Sie die Gegenwart und leben Sie in der Vergangenheit. Sie werden sehen, dass alles klappen wird. Ich bitte Sie jetzt darum, Ihre Sachen packen zu gehen. Sie werden im Tropfenden Kessel ankommen – einen Tag vor Abreise des Hogwarts-Expresses.“ Hermine nickte verstehend, aber als sie aufstand, hielt sie in ihrer Bewegung inne.
„Sir, erlauben Sie?“ Dumbledore bejahte. „Es ist untersagt den Lauf der Vergangenheit zu ändern!“
„Ja, aber es ändert sich doch nichts.“
„Wenn Voldemort sich verliebt und das erfährt, was ihm fehlt, dann verändert sich sein ganzes Verhalten, oder?“
„Nein, Miss Granger, unterschätzen Sie nie die Einstellung von Riddle. Außerdem werden Sie kurz nach dem Abschluss das Land wieder verlassen. Er wird nicht verstehen, warum Sie gehen werden – warum Sie nicht bei ihm bleiben – und das wird den Hass wieder schüren.“
„Aber was ist dann der Sinn von dieser Reise?“
„Das verrate ich Ihnen, wenn die Zeit reif ist. Und nun gehen Sie. Nach dem Abendessen treffen Sie mich, Professor McGonagall und Professor Snape im Eingangsportal. Die Hauselfen sind beauftragt Ihre Sachen nach dem Einpacken zu Hagrid zu bringen.“
Hermine wusste, dass für den alten Zauberer das Gespräch damit beendet war und so verabschiedete sie sich und machte sich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum.

Dort traf sie auf Ron. Er saß in sich gesunken auf dem roten Sofa vor dem Kamin. Seit Harry im St. Mungos war, konnte man mit ihm nichts mehr anfangen. Hermine hatte versucht mit ihm zu reden, aber er gab sich die Schuld an Harrys Lage. Er meinte, wenn er da gewesen wäre, dann wäre es nie soweit gekommen. Das war Quatsch – wahrscheinlich würden sie dann alle drei im Krankenhaus liegen, aber das wollte er nicht hören.
Und nun würde sie auch noch fort gehen. Dumbledore hatte zwar gesagt, dass die Zeiten sich verschoben, was soviel hieß, dass ein Jahr in der Vergangenheit, knappe 6 Monate in der Gegenwart waren, doch auch das konnte eine lange Zeit sein, wenn man ganz allein war.
Ron hatte dann niemanden mehr – selbst Ginny war fort. Sie hatte wider Willen ihrer Mutter, die Schule abgebrochen und verbrachte jeden Tag an Harrys Krankenbett. Sie schrieb Ron und Hermine immer, wenn sich etwas veränderte.
„Ronald?“ fragte Hermine vorsichtig, was den jungen Mann veranlasste aufzublicken. Erst jetzt sah sie, dass er einen Brief in der Hand hielt und ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen. „Hat sich bei Harry etwas getan?“ Sie war voller Hoffnungen, denn es war lange her, als sie ihn das letzte Mal lächeln sah.
„Ja, er ist aufgewacht. Ginny schreibt, dass er noch etwa 2 Monate da bleibt und dann kann er wieder nach Hause. Vorausgesetzt sein Zustand bleibt konstant, aber das möchte ich nicht anzweifeln. Ach, Mine, ich freue mich so sehr.“ Er stand stürmisch auf und nahm sie fest in den Arm. Sie ließ sich in die Umarmung fallen und genoss seine Nähe. „Ginny fragt auch, ob wir ihn am Wochenende besuchen kommen möchten. Ich habe schon zugesagt. Du hast doch nichts dagegen, oder?“ Nun aber waren ihre Probleme wieder da. Widerspenstig löste sie sich aus der Umarmung und ging zum Sofa hinüber, um sich zu setzen. Ron folgte ihr. „Es ist doch in Ordnung?“
„Ja, es wäre in Ordnung, wenn ich da wäre!“ antwortete sie leise und senkte ihren Blick.
„Was soll das heißen? Bist du denn nicht hier?“
„Wie du weißt, war ich die letzten Stunden bei Professor Dumbledore.“ Hermine sah ihren Freund aus den Augenwinkeln nicken. „Er schickt mich fort – für ein halbes Jahr… Er meint, es sei wichtig. Man bringt mich heute Abend noch weg. Mehr darf ich dir leider nicht verraten. Versteh doch, Ron…“ Sie griff zu seinen Händen, als sie gesehen hatte, wie er sich wieder zurückzog. „Es ist wichtig, damit bald wieder Frieden in unserer Welt herrscht.“
„Es wird nie Frieden geben!“
„Doch! Du musst nur darum kämpfen. Gib bitte nicht auf. Vielleicht schaffen wir es nicht heute oder morgen, aber unsere Kinder werden nicht unter Voldemorts Herrschaft aufwachsen. Verstanden?“ Er nickte zögerlich. „Wir werden einen Weg finden ihn zu vernichten.“ Sie drückte seine Hand, um ihm Mut zu geben und schaute ihm in die Augen, damit er Halt finden konnte. Sie wusste, dass sie überzeugend war, auch wenn ihr Inneres sich immer noch gegen die Vorstellung sträubte mit Voldemort anzubändeln. „Und habe keine Angst. Ich werde gesund wieder zurückkehren.“
„Warum bist du dir so sicher?“ Sie war sich nicht sicher.
„Weil ich dich nie allein lassen würde!“ Mit diesen Worten zog sie ihn in eine innige Umarmung. „Besuche Harry und wenn er nach mir fragt, sage ihm, dass ich auf ihn warte. An dem Tage, wo es ernst wird, werde ich wiederkehren und werde euch beiseite stehen.“ Hermine merkte, wie sich Tränen den Weg in ihre Augen bahnten. Der Abschied fiel ihr schwerer als sie dachte.
Mit einem endgültigen Ruck löste sie sich von Ron und stand hektisch auf. „Ich muss nun – sonst wird es zu spät.“ Sie drehte sich um und strotz Richtung Wendeltreppe.
„Hermine?“ Sie hielt kurz inne. „Pass auf dich auf. Ich werde dich vermissen.“

Nach dieser Offenbarung brachte es Hermine nicht mehr über sich in die Große Halle zu gehen, um dort zu Abend zu speisen. Ihr war der Appetit vergangen. Daher packte sie ihre Sachen und machte sich dann auf den Weg zum Eingansportal.
Es dauerte einige Zeit bis die drei Professoren eintrafen. Sie diskutierten angeregt darüber, wieso Hermine nicht beim Abendessen war.
„Ich nehme an, dass das kleine Gör Angst bekommen hat, und sich auf ihr Zimmer eingeschlossen hat,“ hörte sie Snapes Stimme. Sie wusste gleich würde Dumbledore ihn wieder Maß nehmen und ihm sagen, dass sich solch eine Wortwahl nicht gehörte, aber sie kam ihm zuvor.
„Das kleine Gör, wie Sie mich nennen, Sir, hat keine Angst. Ganz im Gegenteil. Ich bin froh ein wenig Ruhe vor Ihnen zu haben, Professor Snape!“ Sie wusste, dass sie einen Schritt zu weit gegangen war und hörte nun Dumbledores Wort, aber er schwieg und wartete auf die Reaktion seines Zaubertrankprofessors.
Diese kam umgehend. „Miss Granger, hüten Sie Ihre vorlaute Zunge. Man wird Ihnen noch früh genug lehren, dass ich durchaus erträglich sein kann im Gegensatz zu den Dingen, die Sie miterleben werden.“ Snape sah den fragenden Gesichtsausdruck seiner Schülerin. „Och, hat man Ihnen denn nichts gesagt?“
Nun griff Dumbledore doch ein. „Severus!“ erhob er mahnend die Stimme. „Es reicht!“
„Wie bitte?“ Hermine schien sich verhört zu haben. „Was meinen Sie, Professor Snape?“
„Lassen Sie uns gehen,“ drängte der Schulleiter während Snape das junge Mädchen nur schweigend beobachtete. „Professor Snape hat sich nur einen Scherz erlaubt, Miss Granger!“ Hermine nickte abwesend. Snape und ein Scherz?! Dumbledore dachte bestimmt auch, dass sie noch an den Weihnachtsmann glaubte.
Zusammen traten sie den Weg zu Hagrid an, wo Ihre Sachen warteten. Dumbledore erklärte ihr, dass Snape sie zum Portschlüssel bringen und dass durch eine Zeiteule immer schriftlichen Kontakt zu ihr gehalten werden würde. Hermine nahm alles zu Kenntnis und verschwand dann mit Snape in Richtung Wald. Der Portschlüssel war ein alter Baumstumpf am Waldesrand. Als sie jedoch dort ankamen, machte Hermine keine Anstalten zu gehen.
„Wie Sie einen Portschlüssel zu nutzen haben, wissen Sie sicherlich. Warum stehen Sie dann hier noch so herum?“ blaffte Snape sie an.
„Weil Sie mir noch eine Antwort schuldig sind, Sir!“ erwiderte die Gryffindor seelenruhig.
„Ich wüsste nicht, wovon Sie sprechen.“
„Natürlich nicht. Sagen Sie mir, was dort auf mich zukommt.“
Snape trat einen Schritt auf sie zu. „Was wissen Sie denn, Miss Granger?“ Seine Augen funkelten sie emotionslos an. Sie unterbrach den Augenkontakt.
„Ich komme einen Tag vor Abreise des Hogwarts-Expresses an. Mein Name ist Hermine Peters und ich bin ein Reinblut aus Australien, das nach Slytherin kommen soll. Es ist das Jahr 1948 – das letzte Schuljahr von…“ Ihre Stimme versagte. Es war nicht viel, was sie wusste, aber Snape schien Erbarmen mit ihr zu haben.
„Der dunkle Lord scharrt seine Anhänger schon seit den ersten Schuljahren um sich herum. Er merkt, dass er etwas Besonderes ist und lässt die anderen Untertan sein. Wer sich ihm in den Weg stellt, wird es bitter bereuen. Zu der Zeit, wo Sie dazu kommen werden, hat er seine Seele schon fünf Mal geteilt, trifft sich mit seinen Anhängern nachts im Verbotenen Wald und lässt die ersten Muggel in London töten. Wenn Sie Ihre Aufgabe schaffen wollen, dann lernen Sie Ihr vorlautes Mundwerk zu halten und sich dem zu ergeben, was man Ihnen auferlegt. Am besten ist Sie vergessen von wem Sie wirklich abstammen und was Sie bereits ihn ihrem Leben durchlebt haben. Verschließen Sie Ihr Gedächtnis so gut wie Sie es können. Der dunkle Lord ist ein Meister der Legilimens – und er wird es anwenden, wenn Sie ihm suspekt vorkommen.“ Snape sah die Angst in ihren Augen – und bei Merlin er wusste, dass diese noch nicht groß genug war.
„Was, wenn ich mich ihm anschließen soll, Sir?“
„Dann lassen Sie sich das verdammte Mal eben einbrennen,“ presste er zwischen seinen Lippen hervor. „Und nun gehen Sie schon.“ Er drehte sich fort, um zu gehen.
„Ich kann das nicht!“
„Sie werden es können, Miss Granger! Entweder Sie gehen nun und kehren in wenigen Monaten wieder zurück, oder Sie sterben und das gesamte Volk mit Ihnen!“ Dann entschwand er in der Dunkelheit und Hermine blieb allein mit ihrem Koffer, einen Sack voll Geld und dem Portschlüssel zurück.
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