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"Ich bin dein Freund, vertrau mir."

von Laluna
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
25.11.2006
25.11.2006
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„Ich bin dein Freund, vertrau mir.“

„Ich bin dein Freund.“
„Lass mich in Ruhe!“
„Ich bin dein Freund, vertrau mir.“
„Lass mich in Ruhe, du hast mein Vertauen enttäuscht!“
„Ich?“
„Ja, du! Du bist schuld an allem.“
„Schuld woran?! Ich war da, wenn du mich gebraucht hast; habe auf dich gewartet, jeden Tag. Ist es meine Schuld, dass dir wehgetan wurde? Meine Schuld, dass du alleine bist? Nein, denn ich bin hier! Ich habe mich nicht von dir abgewendet!“
„Nein ...“
„Das Schluchzen bringt dir nichts. Du weißt, dass du nicht weinen kannst; nicht auf diese Weise. Aber ich kann dir helfen.“
„Nein ... Ich brauche dich nicht ...“
„Und ob du mich brauchst. Ohne mich bist du niemand; ein nichts. Nur ich halte dich doch noch am Leben.“
„Nur du bringst mir den Tod!“
„Auch das könnte ich ... wenn du das wolltest.“
„Sei still!“
„Ich sage nichts, was du nicht schon weißt.“
„Sei still, bitte! Bitte, sei still ...“
„Es bringt dir nichts, dir die Ohren zuzuhalten. Du kannst deine Gedanken nicht ausblenden.“
„Bitte, bitte, bitte, bitte ...“
„Vertrau mir, ich kann dir helfen und das weißt du auch.“
„Ja ... Nein ... Bitte nicht.“
„Ich soll dir nicht helfen? Möchtest du nicht glücklich sein?“
„Doch ...“
„Natürlich willst du glücklich sein und ich gebe dir dieses Glück; ich nehme dir den Schmerz. Gib es endlich zu! Du willst es auch, du wünscht dir nichts sehnlicher.“
„Ja, verdammt! Aber ich darf nicht schwach sein.“
„Habe ich dir nicht immer wieder Stärke gegeben?“
„Ja, das hast du. Ja, ich brauche dich. Ja, ja, ja ...“
„Na siehst du. Und jetzt kannst du auch wieder weinen. Jetzt laufen wieder Tränen über deinen Arm.“
„Danke ... ohne dich wäre ich nichts.“
„Ich weiß, doch vergiss das nicht. Vergiss mich nicht, denn ich bin immer hier; warte auf dich in deiner Schublade, bis du zu mir kommst und ich dir die Befreiung schenke.“
„Ja ...“
„Mit mir bist du nie allein; ich kann dich verstehen, denn ich bin dein Freund, vertrau mir.“
„Ich vertraue dir; vertraue dir mein Leben an.“
„Und ich nehme mir, was mir gebührt und gebe dir, was du dir wünscht.“
„Gib mir den Tod!“
„Du hast ihn längst, es dauert nicht mehr lang. Hast du es nicht gespürt?“
„Nein, ich hab’ das Glück gefühlt; das Glück des erlösenden Nichts. Du hattest Recht, ich danke dir ...“
„Ich hatte Recht, ich weiß. Ich war dein Freund ... du hast mir vertraut ... und schenkte dir alles was ich hatte: Den Tod.“
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