Lara Croft... in Love?

GeschichteRomanze / P18
Kurtis Trent Lara Croft
27.10.2006
05.07.2014
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Verfolgung




... wir hoffen sehr mit Ihrem Erscheinen. Mit freundlichen Grüßen, Richard Gisen.

Gelangweilt legte Lara die Einladung weg. Schon jetzt war sie sich sicher, sie würde dort wahrscheinlich nicht hingehen.

Viel lieber würde sie am Donnerstag Abend zur Messe gehen, die in London statt fand...  Lara nahm einen Schluck ihres Cocktails und stellte sich den Führer vor, dieser schwarzhaarige, südländische, gutaussehende Typ... er war wirklich charmant gewesen, als er sie letzten Samstag begrüßt hatte. Sein warmes Lächeln, seine weißen Zähne, die jeder einzeln zu lächeln schien... Lara merkte nicht, wie sie selber anfing, in ihr Glas zu grinsen und dabei verträumt die Augen verdrehte.

Doch plötzlich hatte dieser süße Typ eine schwarze Maske im Gesicht, war in dunkle Klamotten gehüllt und schaute gehetzt zu ihr rüber.

Bei diesem Gedanken verschluckte sich Lara, prustend knallte sie das Glas auf den Tisch und begann zu husten und zu röcheln.

Der Schmerz in der Kehle trieb ihr langsam die Tränen in die Augen.  Sie atmete gehetzt und legte eine Hand auf ihr Herz, als wolle sie es beruhigen. Alles ist gut, sprach sie sich mutig zu.

Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatte, dann warf sie dem Glas einen vernichtenden Blick zu, bevor sie es in die letzte Ecke des Tisches schob.

Nie wieder, dachte Lara und erinnerte sich plötzlich wehleidig an den schwarzgekleideten Kerl, der sie auffordernd mit ozeanblauen Augen musterte. Schmerzhaft erinnerte sie sich an die letzte Woche, der ersten Begegnung mit diesem Kerl.






°°Backflash°°

Während Lara die Einkaufsstraße hinunterglitt, ignorierte sie das Klingeln ihres Handys, weil sie genau wusste, das nur einer dran sein konnte: Alex, ihr Ex.

Sie schob sich die XXL- Sonnenbrille zurecht und achtete nicht auf die Leute, die an ihr vorbeikamen und sie dabei mit den Augen verfolgten.

Sie hasste es, beobachtet zu werden, sie hatte es schon immer gehasst. Obwohl sie normalerweise sehr auf ihr Äußeres achtete, hatte sie ihre Haare heute nur locker geflochten und trug einen kurzärmeligen, schwarzen Pulli und eine dunkle Röhrenhose.

Nicht wenige Einkaufstaschen mitsamt ihrer schwarzen Edelhandtasche baumelten an ihrem Arm und Lara hatte ununterbrochen die Blicke auf die Schaufenster gerichtet, als wären sie tatsächlich etwas interessantes.

 Von außen hin wirkte sie vielleicht kalt und abweisend, wie immer. Aber im Inneren war sie schrecklich aufgewühlt und konnte einfach keinen Grund dafür finden. Vielleicht lag es einfach daran, das diese Einkaufsstraße, in der sie entlang schritt, nur zwei Straßen vom Croys Appartement entfernt war.

Warum macht mich das so nervös?, fragte sie sich und im selben Moment dachte sie: Oder gibt es noch einen anderen Grund dafür...?

Verwirrt schüttelte sie den Kopf und sagte sich: Du spinnst, Lara!
Sie bog um die Ecke und holte bereits den Autoschlüssel heraus, als sie ein lautes Knacken hinter sich hörte.  Wie ertappt wandte sie sich um und verkniff ihre schönen Augen. Da war doch jemand!

Und dann sah sie ihn. Er stand halb versteckt hinter einer dicken, alten Eiche und hatte sein Gesicht ihr zugewandt.

Lara glaubte zuerst an einen einfachen Handtaschendieb, dann fiel ihr aber sein Verhalten auf: Er beobachtete sie unablässig und mit keinerlei Regung.

Lara spürte, das von ihm keine Gefahr ausging, aber die schwarze Maske beunruhigte sie.  Kopfschüttelnd und mit Gedanken, das sie womöglich an Verfolgungswahn leide, ging sie auf ihren Wagen zu und mit einem komischen Quieken öffnete sie den Wagen per Knopfdruck.

 Beunruhigt war sie noch immer und als sie an dem Kerl vorbeifuhr, begegnete ihr Blick seinen himmlisch blauen Augen, die sie so herausfordernd ansahen.  Sie spürte, wie sie ein flaues Gefühl im Bauch sie einholte und sie hatte das Gefühl, diesen Mann zu kennen. Aber das konnte nicht sein.

Lara schüttelte den Kopf, konnte das Gefühl aber nicht loswerden, das er sie zu beobachten schien.

°°Backflash Ende°°




Lara hatte bis heute diese Augen nicht vergessen und sie konnte es auch nicht. Sie schien sich zu jederzeit von diesen Augen beobachtet, als hätten sie sich in ihre Seele gefressen und immer noch leicht rief sie nach der Rechnung.

 Aus den Augenwinkeln sah Lara, wie die Eingangstür des Cafes aufging und eine alte Dame eintrat. Das Windspiel, welches über der Tür hing, verbreitete seinen hellen Klang und Lara ließ den Blick durch den Raum gleiten, während sie das Geld auf den Tisch legte.

„Vielen Danke“, sagte die Kellnerin und steckte das Restgeld weg, welches sie als Trinkgeld bekommen hatte.  Lara beobachtete einen Moment lang zwei jugendliche Kinder, die sich wegen irgendeiner Kleinigkeit stritten und dann fiel ihr Blick auf jemand anderen. Ihr Blick blieb an dieser Gestalt hängen und das Blut gefror in ihren Adern.  
Blaue Augen starrten ihr entgegen und langsam öffnete sie den Mund, als wolle sie etwas sagen, dann drängte sich die Frage in ihr auf, was dieser Kerl hier, in Surrey suchte. Ärger stieg in ihr auf und sie erhob sich, um ihn endlich zur Rede zu stellen. Auch der Typ erhob sich, doch verließ er das Cafe und ohne nachzudenken, lief sie ihm hinterher. Sie wollte wissen, wer er war!


Sie sah gerade noch, wie er um eine Ecke bog und anfing zu laufen.  Lara wurde wütend. Erst blicken lassen und dann abhauen! Feigling, dachte sie. Doch sie gab nicht auf und rannte ihm hinterher.

Sie sprintete los und packte den Kerl an der Schulter. Mit Schwung riss sie ihn rum und zog ihm die Maske vom Gesicht. Entsetzen breitete sich auf ihrem hübschen Gesicht aus, als sie die Gesichtszüge wiedererkannte.

„Kurtis?“ Der junge Mann verzog vor Schmerz das Gesicht und legte die Hand auf eine Kratzwunde, die sie ihm beigebracht hatte.

„Ja, ich.“




Fortsetzung folgt...

Entschuldigt, das dieses erste Kapitel so kurz ist, die nächsten werden länger, wenn jemand an meiner Story interessiert ist  

Gez. Die Teufelstochter
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